{"id":561835,"date":"2026-04-14T23:06:02","date_gmt":"2026-04-14T21:06:02","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bgh-1-zivilsenat-beschluss-vom-26-03-2026-i-za-3-25\/"},"modified":"2026-04-14T23:20:46","modified_gmt":"2026-04-14T21:20:46","slug":"bgh-1-zivilsenat-beschluss-vom-26-03-2026-i-za-3-25","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/en\/jurisprudences\/bgh-1-zivilsenat-beschluss-vom-26-03-2026-i-za-3-25\/","title":{"rendered":"BGH 1. Zivilsenat, Beschluss vom 26.03.2026, I ZA 3\/25"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge gegen den Senatsbeschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 in der Fassung des Berichtigungsbeschlusses vom 3.\u00a0Februar 2026 wird auf Kosten der Antragstellerin zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Gr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Senat hat es mit &#8211;\u00a0am 3.\u00a0Februar 2026 wegen einer offenbaren Auslassung berichtigtem\u00a0&#8211; Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 abgelehnt, der Antragstellerin einen Notanwalt f\u00fcr die Durchf\u00fchrung des Rechtsbeschwerdeverfahrens gegen den Beschluss des Bundespatentgerichts vom 19.\u00a0Dezember 2024 beizuordnen. Die dagegen gerichtete Anh\u00f6rungsr\u00fcge der Antragstellerin hat keinen Erfolg.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>I. Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge ist gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a089a Satz\u00a01 MarkenG statthaft und auch im \u00dcbrigen zul\u00e4ssig. Die Zweiwochenfrist des \u00a7\u00a089a Satz\u00a03 MarkenG, \u00a7\u00a0321a Abs.\u00a02 Satz\u00a01 Halbsatz\u00a01 ZPO ist gewahrt. Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge gegen die Ablehnung der Bestellung eines Notanwalts unterliegt nicht dem Anwaltszwang (BGH, Beschluss vom 5.\u00a0Februar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZB\u00a098\/25, juris Rn.\u00a04 mwN).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>II. Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge ist unbegr\u00fcndet. Der Senat hat mit seiner Entscheidung weder den Anspruch der Antragstellerin auf Gew\u00e4hrung rechtlichen Geh\u00f6rs (Art.\u00a0103 Abs.\u00a01 GG) verletzt (\u00a7\u00a089a Satz\u00a01 MarkenG) noch gegen andere Verfahrensgrundrechte der Antragstellerin versto\u00dfen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Der Senat hat den Antrag der Antragstellerin dahin ausgelegt, dass sie die Beiordnung eines Notanwalts nicht zur Durchf\u00fchrung eines &#8211;\u00a0unzul\u00e4ssigen\u00a0&#8211; Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens, sondern zur Durchf\u00fchrung eines &#8211;\u00a0zul\u00e4ssigen\u00a0&#8211; zulassungsfreien Rechtsbeschwerdeverfahrens nach \u00a7\u00a083 Abs.\u00a03 MarkenG begehrt (vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a03\/25, juris Rn.\u00a04). Dagegen wendet sich die Anh\u00f6rungsr\u00fcge ohne Erfolg.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge macht vergeblich geltend, die vom Senat vorgenommene Auslegung stelle eine unzul\u00e4ssige \u00dcberraschungsentscheidung dar. Die Antragstellerin habe den Antrag auf Beiordnung eines Notanwalts auf die Zulassungsgr\u00fcnde der grunds\u00e4tzlichen Bedeutung, der Fortbildung des Rechts und der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung gest\u00fctzt. Indem der Senat ihr Begehren ohne vorherigen Hinweis als zulassungsfreie Rechtsbeschwerde umgedeutet habe, habe er ihr die M\u00f6glichkeit versagt, ihren Vortrag auf die in \u00a7\u00a083 Abs.\u00a03 MarkenG angef\u00fchrten Verfahrensm\u00e4ngel auszurichten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Eine gegen Art.\u00a0103 Abs.\u00a01 GG versto\u00dfende &#8220;\u00dcberraschungsentscheidung&#8221; liegt vor, wenn sich eine Entscheidung ohne vorherigen Hinweis des Gerichts auf einen Gesichtspunkt st\u00fctzt, mit dem auch ein gewissenhafter und kundiger Prozessbeteiligter nicht zu rechnen brauchte (vgl. BVerfG, Beschluss vom 13.\u00a0Februar 2019 &#8211;\u00a02\u00a0BvR\u00a0633\/16, juris Rn.\u00a024 [insoweit nicht in AnwBl 2019, 494 abgedruckt]; BGH, Beschluss vom 13.\u00a0Juli 2023 &#8211;\u00a0I\u00a0ZR\u00a0206\/22, WRP 2023, 1467 [juris Rn.\u00a011]; Beschluss vom 31.\u00a0August 2023 &#8211;\u00a0I\u00a0ZR\u00a011\/23, MD 2023, 1174 [juris Rn.\u00a013]).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Die Antragstellerin musste damit rechnen, dass gegen die Entscheidung des Bundespatentgerichts allein eine zulassungsfreie Rechtsbeschwerde nach \u00a7\u00a083 Abs.\u00a03 MarkenG statthaft ist. Eine Anfechtung der Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde ist weder in \u00a7\u00a083 MarkenG noch in \u00a7\u00a0574 ZPO vorgesehen (zu \u00a7\u00a0100 Abs.\u00a02 PatG vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0April 2010 &#8211;\u00a0Xa\u00a0ZB\u00a010\/09, GRUR 2010, 950 [juris Rn.\u00a016] &#8211;\u00a0Walzenformgebungsmaschine). Das Bundespatentgericht hat die Antragstellerin in seinem Beschluss vom 19.\u00a0Dezember 2024 daher zutreffend dar\u00fcber belehrt, dass gegen die Zur\u00fcckweisung der Beschwerde das Rechtsmittel der Rechtsbeschwerde nur bei bestimmten R\u00fcgen gegeben ist, und die in \u00a7\u00a083 Abs.\u00a03 MarkenG genannten Verfahrensm\u00e4ngel wiedergegeben. Eines erneuten Hinweises des Senats bedurfte es deshalb nicht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge f\u00fchrt erfolglos an, die fehlende M\u00f6glichkeit einer Nichtzulassungsbeschwerde versto\u00dfe gegen die Garantie effektiven Rechtsschutzes (Art.\u00a019 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 GG). Es kann offenbleiben, ob mit der Anh\u00f6rungsr\u00fcge in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von \u00a7\u00a089a Satz\u00a01 MarkenG eine Verletzung anderer Verfahrensgrundrechte als des Anspruchs auf rechtliches Geh\u00f6r ger\u00fcgt werden kann (zu \u00a7\u00a0321a Abs.\u00a01 Satz\u00a01 ZPO verneinend BGH, Beschluss vom 27.\u00a0April 2017 &#8211;\u00a0I\u00a0ZB\u00a034\/15, GRUR-RR 2017, 416 [juris Rn.\u00a05]; Beschluss vom 17.\u00a0April 2025 &#8211;\u00a0X\u00a0ZR\u00a010\/23, juris Rn.\u00a022; offenlassend BGH, Beschluss vom 4.\u00a0M\u00e4rz 2011 &#8211;\u00a0V\u00a0ZR\u00a0123\/10, NJW 2011, 1516 [juris Rn.\u00a010]; Beschluss vom 24.\u00a0Mai 2023 &#8211;\u00a0I\u00a0ZB\u00a018\/23, juris Rn.\u00a03; Beschluss vom 11.\u00a0November 2024 &#8211;\u00a0I\u00a0ZB\u00a054\/24, juris Rn.\u00a03). Jedenfalls gebietet es der Grundsatz effektiven Rechtsschutzes nicht, dass der Rechtsweg mehrere Instanzen &#8211;\u00a0darunter eine Nichtzulassungsbeschwerde\u00a0&#8211; umfassen m\u00fcsste (zu \u00a7\u00a013 Abs.\u00a05 WZG vgl. BGH, Beschluss vom 20.\u00a0September 1967 &#8211;\u00a0Ib\u00a0ZB\u00a013\/66, GRUR 1968, 59 [juris Rn.\u00a010 und 12\u00a0f.]; Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a05\/25, juris Rn.\u00a011 mwN).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge wendet sich ohne Erfolg gegen die Annahme des Senats, die von der Antragstellerin ger\u00fcgte Verletzung der Vorlagepflicht nach Art.\u00a0267 Abs.\u00a03 AEUV durch das Bundespatentgericht begr\u00fcnde keinen Verfahrensmangel nach \u00a7\u00a083 Abs.\u00a03 MarkenG.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Sie r\u00fcgt vergeblich, der Senat habe den Vortrag der Antragstellerin \u00fcbergangen, das Bundespatentgericht habe es unter Versto\u00df gegen den Grundsatz des gesetzlichen Richters vers\u00e4umt, dem Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union die Frage vorzulegen, ob das Erfordernis eines Inlandsvertreters mit dem Diskriminierungsverbot des Art.\u00a018 AEUV vereinbar sei. Er habe dieses Vorbringen zu Unrecht nicht als eigenst\u00e4ndigen Zulassungsgrund unter dem Gesichtspunkt der grunds\u00e4tzlichen Bedeutung der Rechtssache, sondern unter Verengung des Pr\u00fcfungsma\u00dfstabs lediglich mit Blick auf einen Verfahrensmangel nach \u00a7\u00a083 Abs.\u00a03 MarkenG abgehandelt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Da mit dem allein statthaften Rechtsmittel der zulassungsfreien Rechtsbeschwerde der Zulassungsgrund der grunds\u00e4tzlichen Bedeutung nicht geltend gemacht werden kann, hat der Senat die Unionsrechtskonformit\u00e4t von \u00a7\u00a096 Abs.\u00a01 MarkenG nicht f\u00fcr entscheidungserheblich gehalten, sondern die Frage der Vorlagepflicht allein unter dem Gesichtspunkt eines Verfahrensmangels nach \u00a7\u00a083 Abs.\u00a03 MarkenG gepr\u00fcft (vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a03\/25, juris Rn.\u00a06 bis 9). Dass die Antragstellerin diese Sichtweise f\u00fcr verfehlt h\u00e4lt, begr\u00fcndet keinen Geh\u00f6rsrechtsversto\u00df. Aus Art.\u00a0103 Abs.\u00a01 GG ergibt sich keine Pflicht der Gerichte, der von einer Partei vertretenen Rechtsansicht zu folgen (BVerfG, NJW 2023, 1803 [juris Rn.\u00a019]; NZA 2026, 35 [juris Rn.\u00a020]; BGH, Beschluss vom 10.\u00a0M\u00e4rz 2025 &#8211;\u00a0KRB\u00a0101\/23, WuW 2025, 485 [juris Rn.\u00a04]; Beschluss vom 11.\u00a0November 2025 &#8211;\u00a0AnwZ\u00a0(Brfg)\u00a028\/25, juris Rn.\u00a04; Beschluss vom 29.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZB\u00a037\/25, juris Rn.\u00a014).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge beanstandet erfolglos, der Senat habe die Entscheidungserheblichkeit der von der Antragstellerin aufgeworfenen Vorlagefrage nicht gepr\u00fcft. Der Senat hat bei der Er\u00f6rterung eines Verfahrensmangels nach \u00a7\u00a083 Abs.\u00a03 Nr.\u00a03 MarkenG nicht nur eine Geh\u00f6rsrechtsverletzung (vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a03\/25, juris Rn.\u00a08), sondern auch die Entscheidungserheblichkeit des von der Antragstellerin ger\u00fcgten Versto\u00dfes gegen die Vorlagepflicht verneint, weil das Bundespatentgericht der Beschwerde auch dann den Erfolg versagt h\u00e4tte, wenn es die Bestellung eines Inlandsvertreters nicht f\u00fcr erforderlich erachtet h\u00e4tte (vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a03\/25, juris Rn.\u00a09).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge f\u00fchrt ohne Erfolg an, der Senat habe den Vortrag der Antragstellerin ignoriert, sie habe am 19.\u00a0Dezember 2024 einen erneuten Antrag auf Teilnahme an der m\u00fcndlichen Verhandlung per Videokonferenz gestellt, den das Bundespatentgericht geh\u00f6rsrechtswidrig nicht beschieden habe.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Antragstellerin hat ihren Antrag auf Bestellung eines Notanwalts darauf gest\u00fctzt, dass sie ihren Antrag vom 4.\u00a0September 2023, an der m\u00fcndlichen Verhandlung des Bundespatentgerichts per Videokonferenz teilzunehmen, nie zur\u00fcckgenommen, sondern mit Schriftsatz vom 19.\u00a0Dezember 2024 erneut bekr\u00e4ftigt habe. Bei der m\u00fcndlichen Verhandlung am 19.\u00a0Dezember 2024 habe es sich exakt um jene Verhandlung gehandelt, auf die sich der Antrag vom 4.\u00a0September 2023 bezogen habe, nur mit ge\u00e4ndertem Termin. Die Nichtber\u00fccksichtigung dieses Antrags stelle eine eklatante Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh\u00f6r dar. In ihrem Schriftsatz vom 22.\u00a0Mai 2025 hat die Antragstellerin eine Erg\u00e4nzung des Tatbestands der Beschwerdeentscheidung lediglich mit Blick auf einen am 17.\u00a0Dezember 2024 gestellten Antrag auf Teilnahme per Videokonferenz begehrt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Danach bezog sich die R\u00fcge der Antragstellerin im Kern auf ihren Antrag vom 5.\u00a0September 2023, auf den der Senat ausdr\u00fccklich eingegangen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a03\/25, juris Rn.\u00a011). Dabei hat er den Verweis der Antragstellerin auf ihren Schriftsatz vom 19.\u00a0Dezember 2024 in seine Erw\u00e4gungen einbezogen, aber mit Blick auf eine m\u00f6gliche entscheidungserhebliche Geh\u00f6rsrechtsverletzung f\u00fcr unma\u00dfgeblich erachtet. Das Bundespatentgericht hat diesen Antrag auf Teilnahme im Wege der Videokonferenz nicht \u00fcbergangen, sondern ihn auf einen nach dem 19.\u00a0Dezember 2024 stattfindenden Termin bezogen und deshalb mit der Verk\u00fcndung der Beschwerdeentscheidung als gegenstandslos angesehen. Es erscheint auch ausgeschlossen, dass die fehlende Teilnahme der Antragstellerin an der m\u00fcndlichen Verhandlung vom 19.\u00a0Dezember 2024 die Beschwerdeentscheidung beeinflusst haben k\u00f6nnte. Das Bundespatentgericht hat in seinem Beschluss vom 27.\u00a0Juni 2022 angenommen, ein pers\u00f6nliches Erscheinen der Antragstellerin sei nicht erforderlich, weil der Sachverhalt durch ihre umfangreichen und zahlreichen Schrifts\u00e4tze hinreichend aufgekl\u00e4rt sei. In der Folgezeit hat sich die Antragstellerin schrifts\u00e4tzlich weiter zur Sach- und Rechtslage ge\u00e4u\u00dfert. Das Bundespatentgericht hat seine Rechtsauffassung zur Bestellung eines Inlandsvertreters am 12.\u00a0Januar 2023, 21.\u00a0August 2023 und 15.\u00a0Juli 2024 kundgetan. Mit Blick darauf ist nicht anzunehmen, dass die Antragstellerin bei einer Teilnahme an der m\u00fcndlichen Verhandlung vom 19.\u00a0Dezember 2024 im Wege der Videokonferenz Vortrag gehalten h\u00e4tte, aufgrund dessen das Bundespatentgericht der Beschwerde m\u00f6glicherweise stattgegeben h\u00e4tte. Auf die fehlende Parteif\u00e4higkeit der Antragsgegnerin hat sich die Antragstellerin erst nach Verk\u00fcndung der Beschwerdeentscheidung berufen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>4. Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge wendet sich ohne Erfolg gegen die Annahme des Senats, das Bundespatentgericht sei mit Blick auf das Ablehnungsgesuch der Antragstellerin vom 6.\u00a0Dezember 2024 schon darum nicht vorschriftswidrig besetzt gewesen (\u00a7\u00a083 Abs.\u00a03 Nr.\u00a01 MarkenG), weil dessen Verwerfung als offensichtlich unzul\u00e4ssig keinen so schwerwiegenden Verfahrensmangel aufweise, dass sie gegen das Recht auf den gesetzlichen Richter aus Art.\u00a0101 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 GG versto\u00dfe (vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a03\/25, juris Rn.\u00a013\u00a0f.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge beanstandet vergeblich, der Senat sei auf die von der Antragstellerin angef\u00fchrten vierzehn Ablehnungsgr\u00fcnde nicht inhaltlich eingegangen und habe nicht gepr\u00fcft, ob deren Verwerfung als offensichtlich unzul\u00e4ssig einen Geh\u00f6rsrechtsversto\u00df des Bundespatentgerichts begr\u00fcnde oder gegen Art.\u00a0101 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 GG versto\u00dfe. Der Senat hat die Einsch\u00e4tzung des Bundespatentgerichts f\u00fcr vertretbar erachtet, das Ablehnungsgesuch der Antragstellerin sei offensichtlich unzul\u00e4ssig (vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a03\/25, juris Rn.\u00a014). Dann aber kommt es auf die sachliche Berechtigung der geltend gemachten Ablehnungsgr\u00fcnde nicht an.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge wendet sich vergeblich dagegen, dass der Senat die Begr\u00fcndung des Bundespatentgerichts f\u00fcr die offensichtliche Unzul\u00e4ssigkeit des Ablehnungsgesuchs vom 6.\u00a0Dezember 2024 als vertretbar angesehen hat. Mit diesem am 16.\u00a0Februar 2026 erhobenen Einwand kann sie wegen des Ablaufs der Zweiwochenfrist der \u00a7\u00a089a Satz\u00a03 MarkenG, \u00a7\u00a0321a Abs.\u00a02 Satz\u00a01 Halbsatz\u00a01 ZPO nicht geh\u00f6rt werden. Die in Rede stehenden Ausf\u00fchrungen des Senats finden sich nicht erst in dem &#8211;\u00a0dem Zustellungsbevollm\u00e4chtigten der Antragstellerin am 6.\u00a0Februar 2026 zugestellten\u00a0&#8211; Berichtigungsbeschluss vom 3.\u00a0Februar 2026, sondern bereits in dem &#8211;\u00a0diesem am 27.\u00a0Januar 2026 zugestellten\u00a0&#8211; Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 (dort wegen des versehentlichen Wegfalls der einleitenden Ausf\u00fchrungen im ersten Absatz unter 2\u00a0b\u00a0dd\u00a0[1] des Beschlusses unter Randnummer\u00a013). Ein Nachschieben von Gr\u00fcnden nach Ablauf der R\u00fcgefrist des \u00a7\u00a0321a Abs.\u00a02 Satz\u00a01 Halbsatz\u00a01 ZPO ist unzul\u00e4ssig (zu \u00a7\u00a078a Abs.\u00a02 Satz\u00a05 ArbGG vgl. BAG, NJW 2010, 2830 [juris Rn.\u00a04]; zu \u00a7\u00a044 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 FamFG, \u00a7\u00a0321a Abs.\u00a02 Satz\u00a01 Halbsatz\u00a01 ZPO vgl. Dose\/Recknagel, Das Unterhaltsrecht in der familienrechtlichen Praxis, 11.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a010 Rn.\u00a0820; zur Nichtzulassungsbeschwerde vgl. auch BGH, Beschluss vom 14.\u00a0Januar 2025 &#8211;\u00a0EnVZ\u00a06\/23, RdE 2025, 223 [juris Rn.\u00a08]). Unabh\u00e4ngig davon ist Gegenstand der Beanstandung der Anh\u00f6rungsr\u00fcge keine Geh\u00f6rsrechtsverletzung, sondern eine aus ihrer Sicht fehlerhafte Beurteilung des Senats.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Soweit die Anh\u00f6rungsr\u00fcge mit Schriftsatz vom 16.\u00a0Februar 2026 beanstandet, der Senat sei auf die vom Bundespatentgericht am 29.\u00a0September 2025 als unzul\u00e4ssig verworfenen Ablehnungsgesuche der Antragstellerin vom 24.\u00a0Dezember 2024 und 22.\u00a0Mai 2025 nicht eingegangen, ist sie mit dieser nach Ablauf der Zweiwochenfrist der \u00a7\u00a089a Satz\u00a03 MarkenG, \u00a7\u00a0321a Abs.\u00a02 Satz\u00a01 Halbsatz\u00a01 ZPO erhobenen R\u00fcge ebenfalls ausgeschlossen (vgl. Rn.\u00a018). Davon abgesehen hat der Senat ausgef\u00fchrt, dass die am 19.\u00a0Dezember 2024 verk\u00fcndete Beschwerdeentscheidung durch sp\u00e4tere Ablehnungsgesuche nicht mehr beeinflusst werden konnte (vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a03\/25, juris Rn.\u00a019).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_20\">20<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>d) Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge macht erfolglos geltend, die Annahme des Senats, eine Verletzung der gesetzlichen Wartepflicht sei aufgrund der Erfolglosigkeit des Ablehnungsgesuchs geheilt worden, versto\u00dfe gegen das Recht auf den gesetzlichen Richter (Art.\u00a0101 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 GG) und das Rechtsstaatsprinzip (Art.\u00a020 Abs.\u00a03 GG). Selbst wenn mit der Anh\u00f6rungsr\u00fcge solche Verst\u00f6\u00dfe geltend gemacht werden k\u00f6nnten (vgl. Rn.\u00a08), k\u00f6nnten sie ihr schon deshalb nicht zum Erfolg verhelfen, weil der Senat bereits einen Versto\u00df gegen die gesetzliche Wartepflicht verneint hat (vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a03\/25, juris Rn.\u00a014).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_21\">21<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>5. Ebenfalls ohne Erfolg wendet sich die Anh\u00f6rungsr\u00fcge gegen die Annahme des Senats, die mangelnden Ausf\u00fchrungen des Bundespatentgerichts zu dem Vortrag der Antragstellerin betreffend die fehlende Parteif\u00e4higkeit der Antragsgegnerin begr\u00fcnde keinen Verfahrensmangel im Sinne von \u00a7\u00a083 Abs.\u00a03 MarkenG (vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a03\/25, juris Rn.\u00a016 bis\u00a018).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_22\">22<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge f\u00fchrt erfolglos an, der Senat habe den Einwand der Antragstellerin auf die Frage eines Verfahrensmangels nach \u00a7\u00a083 Abs.\u00a03 MarkenG reduziert, ohne die vorgelagerte Frage der &#8211;\u00a0in jeder Lage des Verfahrens von Amts wegen zu pr\u00fcfenden\u00a0&#8211; Parteif\u00e4higkeit der Antragsgegnerin zu kl\u00e4ren. Dadurch habe er den konkreten Tatsachenvortrag der Antragstellerin zur fehlenden Parteif\u00e4higkeit der Antragsgegnerin \u00fcbergangen. Der Senat hat angenommen, dass seine Pr\u00fcfungsbefugnis bei einer zulassungsfreien Rechtsbeschwerde auf die in \u00a7\u00a083 Abs.\u00a03 MarkenG aufgelisteten Verfahrensm\u00e4ngel begrenzt ist, zu denen das Fehlen von Verfahrensvoraussetzungen &#8211;\u00a0wie der Parteif\u00e4higkeit der Antragsgegnerin\u00a0&#8211; nicht z\u00e4hlt (vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a05\/25, juris Rn.\u00a012). Dann aber bestand f\u00fcr ihn kein Anlass zur Er\u00f6rterung der Parteif\u00e4higkeit der Antragsgegnerin. Soweit die Anh\u00f6rungsr\u00fcge den Rechtsstandpunkt des Senats f\u00fcr unzutreffend h\u00e4lt, r\u00fcgt sie keine Geh\u00f6rsrechtsverletzung, sondern eine aus ihrer Sicht rechtsfehlerhafte Beurteilung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_23\">23<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Gleiches gilt, soweit die Anh\u00f6rungsr\u00fcge beanstandet, der Senat sei zu Unrecht der Ansicht des Bundespatentgerichts gefolgt, die Eingaben der Antragstellerin zur fehlenden Parteif\u00e4higkeit der Antragsgegnerin nach Schluss der m\u00fcndlichen Verhandlung seien pr\u00e4kludiert gewesen, und habe nicht gepr\u00fcft, ob das Bundespatentgericht die m\u00fcndliche Verhandlung verfahrensfehlerhaft geschlossen und aufgrund des Vortrags der Antragstellerin h\u00e4tte wiederer\u00f6ffnen m\u00fcssen. Der Senat hat einen Geh\u00f6rsrechtsversto\u00df im Sinne von \u00a7\u00a083 Abs.\u00a03 Nr.\u00a03 MarkenG verneint, weil der nach Verk\u00fcndung der Beschwerdeentscheidung gehaltene Vortrag der Antragstellerin zur fehlenden Parteif\u00e4higkeit der Antragsgegnerin wegen der Beendigung des Verfahrens nicht mehr ber\u00fccksichtigt werden konnte (vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a03\/25, juris Rn.\u00a017). Auf dieser Grundlage war kein Raum f\u00fcr eine Fortsetzung der m\u00fcndlichen Verhandlung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_24\">24<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge macht vergeblich geltend, die Beurteilung des Senats, die fehlende Parteif\u00e4higkeit des Gegners k\u00f6nne weder im Rahmen einer zulassungsfreien Rechtsbeschwerde noch im Rahmen eines Nichtigkeitsantrags (vgl. dazu BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a05\/25, juris Rn.\u00a013) gepr\u00fcft werden, f\u00fchre dazu, dass keine gerichtliche \u00dcberpr\u00fcfung stattfinde, und versto\u00dfe gegen das Gebot effektiven Rechtsschutzes aus Art.\u00a019 Abs.\u00a04 GG. Selbst wenn mit der Anh\u00f6rungsr\u00fcge ein solcher Versto\u00df ger\u00fcgt werden k\u00f6nnte (vgl. Rn.\u00a08), gebietet der Grundsatz effektiven Rechtsschutzes nicht die Einrichtung einer weiteren Instanz zur uneingeschr\u00e4nkten \u00dcberpr\u00fcfung einer gerichtlichen Entscheidung (vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a05\/25, juris Rn.\u00a011 mwN).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_25\">25<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>6. Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge f\u00fchrt ohne Erfolg an, der Senat habe das Vorbringen der Antragstellerin \u00fcbergangen, die Antragsgegnerin habe Rechtsanwalt H.\u00a0\u00a0\u00a0 (gemeint sind offenbar die vorinstanzlichen Verfahrensbevollm\u00e4chtigten der Antragsgegnerin) keine wirksame Prozessvollmacht erteilt. Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge zeigt weder auf noch ist sonst ersichtlich, dass die Antragstellerin vor der verfahrensbeendenden Verk\u00fcndung der Beschwerdeentscheidung entsprechenden Vortrag gehalten hat. Davon abgesehen begr\u00fcndete eine fehlende Vollmacht der Verfahrensbevollm\u00e4chtigten der Antragsgegnerin keinen Verfahrensmangel im Sinne von \u00a7\u00a083 Abs.\u00a03 MarkenG (vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a05\/25, juris Rn.\u00a010).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_26\">26<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>7. Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge beanstandet erfolglos, der Senat habe sich nicht darauf beschr\u00e4nkt zu pr\u00fcfen, ob die Rechtsverfolgung der Antragstellerin im Sinne von \u00a7\u00a078b Abs.\u00a01 ZPO aussichtslos erscheine, sondern die einem Notanwalt zukommende vollst\u00e4ndige Sachpr\u00fcfung der in Rede stehenden Verfahrensm\u00e4ngel vorweggenommen. Dadurch habe er der Antragstellerin den Zugang zur Rechtsbeschwerdeinstanz verwehrt. Dies versto\u00dfe gegen den Grundsatz effektiven Rechtsschutzes, der angesichts der Komplexit\u00e4t der aufgeworfenen Fragen (Vorlagepflicht nach Art.\u00a0267 AEUV, Diskriminierung der Antragstellerin nach Art.\u00a018 AEUV, Parteif\u00e4higkeit der Antragsgegnerin) die Beiordnung eines Notanwalts gebiete. Selbst wenn das Gebot effektiven Rechtsschutzes im Rahmen einer Anh\u00f6rungsr\u00fcge zu ber\u00fccksichtigen w\u00e4re (vgl. Rn.\u00a08), w\u00e4re es nicht verletzt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_27\">27<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Der Senat hat der Antragstellerin den Zugang zur Rechtsbeschwerdeinstanz nicht in unzumutbarer, aus Sachgr\u00fcnden nicht mehr zu rechtfertigender Weise erschwert (vgl. dazu BVerfG, Beschluss vom 27.\u00a0Dezember 2002 &#8211;\u00a01\u00a0BvR\u00a01710\/02, juris Rn.\u00a013). Er hat die Beiordnung eines Notanwalts abgelehnt, weil die Antragstellerin auch bei anwaltlicher Beratung mit einer zulassungsfreien Rechtsbeschwerde eine Aufhebung der Entscheidung des Bundespatentgerichts ganz offensichtlich nicht erreichen k\u00f6nnte (vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a03\/25, juris Rn.\u00a03 mwN). Dabei ist er davon ausgegangen, dass die Unionsrechtskonformit\u00e4t des Erfordernisses einer Inlandsvertretung der Antragstellerin (\u00a7\u00a096 Abs.\u00a01 MarkenG) und die Parteif\u00e4higkeit der Antragsgegnerin in einem zulassungsfreien Rechtsbeschwerdeverfahren zweifellos rechtlich nicht von Bedeutung w\u00e4ren. Darauf, dass die Antragstellerin die Mandatierung der kontaktierten Rechtsanw\u00e4lte unzul\u00e4ssigerweise vom Abschluss einer Geheimhaltungsvereinbarung abh\u00e4ngig gemacht habe, hat der Senat entgegen der Ansicht der Anh\u00f6rungsr\u00fcge nicht abgestellt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_28\">28<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge wendet erfolglos ein, keiner der beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanw\u00e4lte habe die \u00dcbernahme des Mandats mangels Erfolgsaussicht des beabsichtigten Rechtsmittels abgelehnt. Daraus folgt nicht, dass die von der Antragstellerin kontaktierten Rechtsanw\u00e4lte ein Rechtsmittel &#8211;\u00a0anders als der Senat\u00a0&#8211; als aussichtsreich angesehen haben. Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge f\u00fchrt vergeblich an, der Zustellungsbevollm\u00e4chtigte der Antragstellerin sei zur Durchf\u00fchrung des Rechtsbeschwerdeverfahrens bereit gewesen. Dieser verf\u00fcgt nicht \u00fcber die &#8211;\u00a0eine St\u00e4rkung der Rechtspflege durch eine leistungsf\u00e4hige, in Revisions- und Rechtsbeschwerdesachen besonders qualifizierte Anwaltschaft bezweckende (vgl. BVerfGE 106, 216 [juris Rn.\u00a015]; BVerfGK 13, 354 [juris Rn.\u00a040]; BVerfG, NJW 2017, 2670 [juris Rn.\u00a012]; BGH, Beschluss vom 23.\u00a0Juli 2020 &#8211;\u00a0I\u00a0ZR\u00a073\/20, GRUR-RR 2020, 509 [juris Rn.\u00a012\u00a0f. und 16])\u00a0&#8211; Singularzulassung beim Bundesgerichtshof (\u00a7\u00a078 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 ZPO).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_29\">29<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>8. Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge f\u00fchrt ohne Erfolg an, der Senat habe die von der Antragstellerin nach Einreichung des Antrags auf Bestellung eines Notanwalts vorgelegten Schrifts\u00e4tze au\u00dfer Acht gelassen, in denen sie neue, eigenst\u00e4ndige Tatsachen und Beweismittel, insbesondere zur fehlenden Parteif\u00e4higkeit der Antragsgegnerin, vorgebracht habe. Der Senat hat die Schrifts\u00e4tze zur Kenntnis genommen, aber keine Veranlassung gesehen, auf sie einzugehen. In einem zulassungsfreien Rechtsbeschwerdeverfahren w\u00e4ren &#8211;\u00a0unabh\u00e4ngig davon, dass nach \u00a7\u00a089 Abs.\u00a02 MarkenG neues tats\u00e4chliches Vorbringen nicht eingef\u00fchrt werden k\u00f6nnte (vgl. BGH, Beschluss vom 13.\u00a0Mai 1965 &#8211;\u00a0Ia\u00a0ZB\u00a01\/64, GRUR 1966, 28 [juris Rn.\u00a012] &#8211;\u00a0Darmreinigungsmittel; Beschluss vom 30.\u00a0Mai 1967 &#8211;\u00a0Ia\u00a0ZB\u00a024\/65, GRUR 1968, 86 [juris Rn.\u00a043] &#8211;\u00a0Ladeger\u00e4t)\u00a0&#8211; die Frage der Parteif\u00e4higkeit der Antragsgegnerin rechtlich nicht von Belang (vgl. BGH, Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a03\/25, juris Rn.\u00a016 bis 18; Beschluss vom 15.\u00a0Januar 2026 &#8211;\u00a0I\u00a0ZA\u00a05\/25, juris Rn.\u00a012).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_30\">30<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>9. Zu dem von der Anh\u00f6rungsr\u00fcge beantragten Vorlageersuchen an den Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union sieht der Senat keinen Anlass. Er hat aus den Gr\u00fcnden seines Beschlusses vom 15.\u00a0Januar 2026 und dieses Beschlusses keinen Zweifel daran, dass die Unionsrechtskonformit\u00e4t des \u00a7\u00a096 Abs.\u00a01 MarkenG in einem zulassungsfreien Rechtsbeschwerdeverfahren nicht von Bedeutung w\u00e4re und die Anwendung der \u00a7\u00a078 Abs.\u00a01 Satz\u00a03, \u00a7\u00a078b Abs.\u00a01 ZPO mit dem Unionsrecht in Einklang steht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_31\">31<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>III. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7\u00a090 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 MarkenG analog.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Koch\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Feddersen\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Pohl<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Schmaltz\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Wille<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KORE706222026&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BGH_I_ZA_3-25_KORE706222026.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tenor Die Anh\u00f6rungsr\u00fcge gegen den Senatsbeschluss vom 15. Januar 2026 in der Fassung des Berichtigungsbeschlusses vom 3. Februar 2026 wird auf Kosten der Antragstellerin zur\u00fcckgewiesen. Gr\u00fcnde 1 Der Senat hat es mit &#8211; am 3. Februar 2026 wegen einer offenbaren Auslassung berichtigtem &#8211; Beschluss vom 15. 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