{"id":566820,"date":"2026-04-15T09:43:17","date_gmt":"2026-04-15T07:43:17","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bgh-2-strafsenat-beschluss-vom-07-01-2026-2-str-557-25-2\/"},"modified":"2026-04-15T09:43:17","modified_gmt":"2026-04-15T07:43:17","slug":"bgh-2-strafsenat-beschluss-vom-07-01-2026-2-str-557-25-2","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/ru\/jurisprudences\/bgh-2-strafsenat-beschluss-vom-07-01-2026-2-str-557-25-2\/","title":{"rendered":"BGH 2. Strafsenat, Beschluss vom 07.01.2026, 2 StR 557\/25"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>\n                  <span>1.<\/span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<span>Dem Angeklagten wird auf seinen Antrag und seine Kosten Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Vers\u00e4umung der Frist zur Begr\u00fcndung der Revision gegen das Urteil des Landgerichts Darmstadt vom 10. Februar 2025 gew\u00e4hrt.<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>\n                  <span>2.<\/span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<span>Auf die Revision des Angeklagten wird das vorbezeichnete Urteil aufgehoben; jedoch bleiben die Feststellungen aufrechterhalten.<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>\n                  <span>Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch \u00fcber die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zur\u00fcckverwiesen.<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Gr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">I.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Landgericht hatte den Angeklagten im ersten Rechtsgang mit Urteil vom 8.\u00a0November 2023 wegen \u201ebewaffneten Handeltreibens mit Bet\u00e4ubungsmitteln (Marihuana) in Tateinheit mit unerlaubtem Besitz eines nach Anl.\u00a02 Nr.\u00a01.3.2\u00a0 WaffG verbotenen Gegenstands (Schlagring)\u201c zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Dabei hatte es unter Beachtung der Sperrwirkung des \u00a7\u00a029a Abs.\u00a01 BtMG den Strafrahmen f\u00fcr minder schwere F\u00e4lle gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a030a Abs.\u00a03 BtMG zugrunde gelegt (Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Auf die Revision des Angeklagten hatte der Senat \u2013\u00a0nach Inkrafttreten des Konsumcannabisgesetzes zum 1.\u00a0April 2024\u00a0\u2013 das Urteil im Schuldspruch dahin ge\u00e4ndert, dass der Angeklagte des bewaffneten Handeltreibens mit Cannabis in Tateinheit mit unerlaubtem Besitz eines verbotenen Gegenstandes (Schlagring) schuldig ist, das Urteil im Strafausspruch aufgehoben und die weitergehende Revision verworfen. Im Umfang der Aufhebung hatte der Senat die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung an eine andere Strafkammer des Landgerichts zur\u00fcckverwiesen (BGH, Beschluss vom 4.\u00a0Juni 2024 \u2013 2\u00a0StR 95\/24).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Im zweiten Rechtsgang hat das Landgericht den Angeklagten nunmehr zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Dabei hat es den Regelstrafrahmen des \u00a7\u00a034 Abs.\u00a04 Nr.\u00a04 KCanG zugrunde gelegt, der Freiheitsstrafe von zwei Jahren bis zu 15\u00a0Jahren vorsieht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit seiner auf die Verletzung materiellen Rechts gest\u00fctzten Revision wendet sich der Angeklagte gegen den Strafausspruch, ohne zugleich die Feststellungen anzugreifen. Das Rechtsmittel hat \u2013\u00a0nach Wiedereinsetzung in die Revisionsbegr\u00fcndungsfrist\u00a0\u2013 Erfolg.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">II.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Dem Angeklagten ist auf seinen form- und fristgerecht eingereichten und auch im \u00dcbrigen zul\u00e4ssigen Antrag (\u00a7\u00a7 44, 45 StPO) aus den Gr\u00fcnden der Zuschrift des Generalbundesanwalts Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Vers\u00e4umung der Revisionsbegr\u00fcndungsfrist zu gew\u00e4hren.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">\n                  <span style=\"color: rgb(51, 51, 51)\">III.<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der mit der Sachr\u00fcge gef\u00fchrte Angriff gegen den Strafausspruch, der allein noch Gegenstand des zweiten Rechtsgangs ist, ist begr\u00fcndet. Das Landgericht hat die nach \u00a7\u00a0358 Abs.\u00a01 StPO bestehende innerprozessuale Bindung an die rechtliche Beurteilung durch den Senat, die der Schuldspruch\u00e4nderung und der Aufhebung des Strafausspruchs in dem Senatsbeschluss vom 4.\u00a0Juni 2024 zugrunde lag, nicht hinreichend beachtet.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Bei erneuter Revision nach Aufhebung und Zur\u00fcckverweisung pr\u00fcft das Revisionsgericht auf die Sachr\u00fcge ohne ausdr\u00fcckliche Beanstandung, ob der Tatrichter die rechtliche Beurteilung, die der Aufhebung des Urteils zugrunde lag, seiner Entscheidung zugrunde gelegt hat (vgl. BGH, Beschluss vom 30.\u00a0Mai 2000 \u2013\u00a01\u00a0StR 610\/99, BGHR StPO \u00a7\u00a0358 Abs.\u00a01 Bindungswirkung\u00a02; Schmitt, in: Schmitt\/K\u00f6hler, StPO, 68.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a0358 Rn.\u00a010; SSW-StPO\/Momsen\/Momsen-Pflanz\/Wenske, 6.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a0358 Rn.\u00a017).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Aufgrund der ersten Revisionsentscheidung des Senats steht mit bindender Wirkung f\u00fcr das weitere Verfahren fest, dass ein minder schwerer Fall des bewaffneten Handeltreibens mit Cannabis gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a034 Abs.\u00a04 KCanG gegeben ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Beurteilung, ob das Konsumcannabisgesetz milder als das Bet\u00e4ubungsmittelgesetz ist und damit gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a02 Abs.\u00a03 StGB zur Anwendung kommt, h\u00e4ngt davon ab, ob die M\u00f6glichkeit einer Strafrahmenverschiebung genutzt, etwa ein gesetzlich geregelter besonders schwerer oder minder schwerer Fall angenommen wird. Diese Bewertung obliegt grunds\u00e4tzlich dem Tatgericht. Das Revisionsgericht kann auf der Grundlage des \u00a7\u00a0354a StPO den Schuldspruch von einer Verurteilung wegen eines Versto\u00dfes gegen das Bet\u00e4ubungsmittelgesetz zu einer Verurteilung wegen eines Versto\u00dfes gegen das Konsumcannabisgesetz nur \u00e4ndern, wenn sicher ist, dass das Tatgericht einen milderen Strafrahmen des Konsumcannabisgesetzes anstelle eines Strafrahmens des Bet\u00e4ubungsmittelgesetzes als des Tatzeitrechts zur Anwendung gebracht h\u00e4tte (vgl. BGH, Beschluss vom 28.\u00a0Mai 2024 \u2013\u00a03\u00a0StR 154\/24, BGHR KCanG \u00a7\u00a034 Abs.\u00a04 Strafrahmen\u00a01 Rn.\u00a05).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Nach diesen Grunds\u00e4tzen hat der Senat mit Beschluss vom 4.\u00a0Juni 2024 den Schuldspruch mit der Folge der Aufhebung des Strafausspruchs ge\u00e4ndert, weil er \u2013\u00a0unausgesprochen\u00a0\u2013 nach einem konkreten Gesamtvergleich im Einzelfall zur Bestimmung des milderen Gesetzes sicher davon ausgegangen ist, dass das Landgericht im ersten Rechtsgang, h\u00e4tte das Konsumcannabisgesetz zum Zeitpunkt des Urteils vom 8.\u00a0November 2023 bereits gegolten, einen minder schweren Fall des \u00a7\u00a034 Abs.\u00a04 Nr.\u00a04 KCanG angenommen h\u00e4tte, dessen Strafrahmen gegen\u00fcber dem Strafrahmen des \u00a7\u00a030a Abs.\u00a03 BtMG milder ist (vgl. BGH, Beschluss vom 21.\u00a0Oktober 2025 \u2013\u00a02\u00a0StR 155\/25, Rn.\u00a08). Dass der Senat sich dazu nicht ausdr\u00fccklich verhalten hat, \u00e4ndert an der Bindung nichts, die die Schuldspruch\u00e4nderung durch den Senat f\u00fcr die Auswahl des Strafrahmens im zweiten Rechtsgang entfaltet. Zur Entscheidung des Revisionsgerichts, an die der neue Tatrichter gebunden ist, geh\u00f6rt auch die Beurteilung rechtlicher Vorfragen (vgl. BGH, Beschluss vom 10.\u00a0Januar 2013 \u2013\u00a01\u00a0StR 297\/12, NStZ-RR\u00a02013, 157, 158; Schmitt, in: Schmitt\/K\u00f6hler, StPO, 68.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a0358 Rn.\u00a04), selbst wenn das Revisionsgericht zu diesen nicht ausdr\u00fccklich Stellung genommen hat (vgl. L\u00f6we-Rosenberg\/Franke, StPO, 26.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a0358 Rn.\u00a04; SSW-StPO\/Momsen\/Momsen-Pflanz\/Wenske, 6.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a0358 Rn.\u00a08). Die Bindung an seine vorangegangene Entscheidung gilt auch f\u00fcr den Senat selbst im Revisionsverfahren des zweiten Rechtsgangs (vgl. BGH, Beschl\u00fcsse vom 7.\u00a0November 1985 \u2013\u00a0GSSt\u00a01\/85, BGHSt\u00a033, 356, 360\u00a0ff.; vom 9.\u00a0M\u00e4rz 2004 \u2013\u00a03\u00a0StR 446\/03, BGHR\u00a0StPO \u00a7\u00a0358 Abs.\u00a01 Bindungswirkung\u00a03, und vom 10.\u00a0Januar 2007 \u2013\u00a05 StR 305\/06, BGHSt\u00a051, 202, 204\u00a0f. Rn.\u00a012; Schmitt, in: Schmitt\/K\u00f6hler, StPO, 68.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a0358 Rn.\u00a010).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Das Landgericht h\u00e4tte seiner Strafzumessung daher die der Schuldspruch\u00e4nderung zugrunde liegende Wertung unterlegen m\u00fcssen, dass die Tat des Angeklagten als minder schwerer Fall des bewaffneten Handeltreibens mit Cannabis zu ahnden sei. Indem es anstelle des Strafrahmens f\u00fcr minder schwere F\u00e4lle gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a034 Abs.\u00a04 Nr.\u00a04 KCanG (Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu f\u00fcnf Jahren) den Regelstrafrahmen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a034 Abs.\u00a04 Nr.\u00a04 KCanG (Freiheitsstrafe von zwei Jahren bis zu 15\u00a0Jahren) herangezogen hat, hat es gegen \u00a7\u00a0358 Abs.\u00a01 StPO versto\u00dfen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>\n                  <span style=\"color: rgb(51, 51, 51)\">3. Der Strafausspruch beruht auf dem Versto\u00df gegen \u00a7\u00a0358 Abs. 1 StPO. Der Senat kann nicht ausschlie\u00dfen, dass das Landgericht im zweiten Rechtsgang bei der gebotenen Anwendung des Strafrahmens f\u00fcr minder schwere F\u00e4lle gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a034 Abs.<\/span>\u00a0<span style=\"color: rgb(51, 51, 51)\">4 Nr.\u00a04 KCanG eine niedrigere Strafe gegen den Angeklagten verh\u00e4ngt h\u00e4tte.<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">\n                  <span style=\"color: rgb(51, 51, 51)\">IV.<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das landgerichtliche Urteil unterliegt mithin der Aufhebung. Die Feststellungen sind von dem Wertungsfehler nicht betroffen und haben Bestand (\u00a7\u00a0353 Abs.\u00a02 StPO). Das neue Tatgericht wird nunmehr eine Strafe aus dem Strafrahmen f\u00fcr minder schwere F\u00e4lle des bewaffneten Handeltreibens mit Cannabis zuzumessen haben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Menges\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Appl\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Zeng<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Grube\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Schmidt<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KORE706142026&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BGH_2_StR_557-25_KORE706142026.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tenor 1. Dem Angeklagten wird auf seinen Antrag und seine Kosten Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Vers\u00e4umung der Frist zur Begr\u00fcndung der Revision gegen das Urteil des Landgerichts Darmstadt vom 10. Februar 2025 gew\u00e4hrt. 2. Auf die Revision des Angeklagten wird das vorbezeichnete Urteil aufgehoben; jedoch bleiben die Feststellungen aufrechterhalten. 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Strafsenat, Beschluss vom 07.01.2026, 2 StR 557\/25 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kohenavocats.com\/ru\/jurisprudences\/bgh-2-strafsenat-beschluss-vom-07-01-2026-2-str-557-25-2\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"ru_RU\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"BGH 2. Strafsenat, Beschluss vom 07.01.2026, 2 StR 557\/25\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Tenor 1. Dem Angeklagten wird auf seinen Antrag und seine Kosten Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Vers\u00e4umung der Frist zur Begr\u00fcndung der Revision gegen das Urteil des Landgerichts Darmstadt vom 10. Februar 2025 gew\u00e4hrt. 2. 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