{"id":632654,"date":"2026-04-21T07:08:49","date_gmt":"2026-04-21T05:08:49","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundessozialgericht-2-senat-urteil-2023-06-22-b-2-u-19-21-r\/"},"modified":"2026-04-21T07:08:49","modified_gmt":"2026-04-21T05:08:49","slug":"bundessozialgericht-2-senat-urteil-2023-06-22-b-2-u-19-21-r","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/ru\/jurisprudences\/bundessozialgericht-2-senat-urteil-2023-06-22-b-2-u-19-21-r\/","title":{"rendered":"Bundessozialgericht, 2. Senat, Urteil, 2023-06-22, B 2 U 19\/21 R"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Leitsatz<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>1. Die gesetzliche Unfallversicherung erfasst Promotionsstudenten nur im Rahmen der Studierendenversicherung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>2. Aufgrund ihres Zuschnitts und ihrer Begrenzung auf den organisatorischen Verantwortungsbereich der Hochschule erfasst die Studierendenversicherung nicht alle promotionsbedingten Unfallrisiken, weil der Versicherungspflichttatbestand nicht am Doktoranden-, sondern am Studierendenstatus ankn\u00fcpft.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Revision der Kl\u00e4gerin gegen das Urteil des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt vom 11. M\u00e4rz 2021 wird zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Kosten sind nicht zu erstatten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tatbestand<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beteiligten streiten dar\u00fcber, ob die Kl\u00e4gerin bei einer selbstorganisierten Grubenerkundung als Promotionsstudentin oder Hochschulmitarbeiterin einen Arbeitsunfall erlitten hat.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4gerin war immatrikulierte Promotionsstudentin, Stipendiatin und Institutsmitarbeiterin. Als solche betreute sie Bachelorarbeiten, leitete Studierende an und begleitete sie beim Einbringen von Markierstoffen (Tracern) in \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche H\u00f6hlen. Das Thema ihrer geowissenschaftlichen Dissertation war die Dokumentation der Ver\u00e4nderungen in der H\u00f6hlenbildung durch menschlichen Einfluss; das Arbeitsgebiet lag im S\u00fcdharz und im s\u00fcdlichen Kyffh\u00e4user. Au\u00dferhalb dieses Gebiets st\u00fcrzte sie am Sonntag, den 17.5.2015 im Zuge einer promotionsbezogenen Wasserprobenentnahme in einem aufgelassenen Alt-Bergwerk und zog sich eine Querschnittssymptomatik zu. Die Bergwerksbefahrung hatte sie selbstst\u00e4ndig organisiert, wobei sie Markierstoffe und Probenbeh\u00e4lter der Hochschule nutzte. Dabei lie\u00df sie sich durch erfahrene Bergsteiger begleiten, die sie auch \u00fcber ihren Bergsteigerverein kannte. In dieser Gruppe war sie die einzige Universit\u00e4tsangeh\u00f6rige. Dass sie einen Bergwerkschacht untersuchen wollte, wussten Fakult\u00e4tsangeh\u00f6rige, ohne dass ihnen Zeit und Ort der Expedition bekannt waren.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beklagte lehnte es ab, den Sturz als Versicherungsfall in der (Wie-)Besch\u00e4ftigtenversicherung bzw in der Unfallversicherung Studierender anzuerkennen <em>(Bescheide vom 14.7.2015 und 17.10.2016; Widerspruchsbescheid vom 26.10.2016)<\/em>. Das SG hat die Klage abgewiesen <em>(Urteil vom 27.9.2018)<\/em>; das LSG hat die Berufung der Kl\u00e4gerin zur\u00fcckgewiesen <em>(Urteil vom 11.3.2021)<\/em>: Die Kl\u00e4gerin sei weder als Besch\u00e4ftigte noch als Wie-Besch\u00e4ftigte verungl\u00fcckt, weil sie die Grube nicht fremdbestimmt zu Forschungszwecken der Universit\u00e4t, sondern eigenwirtschaftlich und privatn\u00fctzig zur F\u00f6rderung ihres Promotionsvorhabens erkundet habe. Sie sei auch nicht als studierende Promovendin unfallversichert gewesen, weil das Befahren des Bergwerks nicht im organisatorischen Verantwortungsbereich der Hochschule gestanden habe. An der fehlenden Organisationsgewalt der Universit\u00e4t \u00e4ndere nichts, dass diese Materialien unterst\u00fctzend zur Verf\u00fcgung gestellt habe.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit ihrer Revision r\u00fcgt die Kl\u00e4gerin neben einem Geh\u00f6rsversto\u00df die Verletzung des \u00a7 2 Abs 1 Nr 1 und 8 Buchst c SGB VII. Das LSG habe es vers\u00e4umt, die tragenden Rechtss\u00e4tze aus dem Urteil des BSG vom 23.1.2018 zur Sch\u00fclerunfallversicherung <em>(B 2 U 8\/16 R &#8212; BSGE 125, 129 = SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 38) <\/em>auf die Versicherung Studierender zu \u00fcbertragen. Aus dem Urteil gehe hervor, dass auch bei vollst\u00e4ndig einger\u00e4umter organisatorischer Freiheit des Verletzten weit au\u00dferhalb des r\u00e4umlichen und zeitlichen Zusammenhangs und fernab jeglicher Aufsichtsma\u00dfnahmen Unfallversicherungsschutz bestehen k\u00f6nne. Soweit das LSG bezweifele, ob das Tatbestandsmerkmal der &#171;Aus- und Fortbildung&#187; bei Forschungst\u00e4tigkeiten Promovierender erf\u00fcllt sei, seien diese Zweifel unberechtigt, weil die Promotion Voraussetzung f\u00fcr eine Habilitation und damit Zugangsbedingung f\u00fcr den Beruf der Professorin sei. Unfallversicherungsschutz f\u00fcr Forschungsvorhaben k\u00f6nne die Kl\u00e4gerin als Promovendin aus dem Grundrecht auf Forschungs- und Wissenschaftsfreiheit herleiten, wobei unerheblich sei, ob sie bei der Nutzung hochschuleigener Einrichtungen oder au\u00dferhalb der Hochschule bei selbst organisierten Exkursionen verungl\u00fccke.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">Die Kl\u00e4gerin beantragt,<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">die Urteile des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt vom 11. M\u00e4rz 2021 und des Sozialgerichts Halle vom 27. September 2018 sowie die Bescheide vom 14. Juli 2015 und vom 17. Oktober 2016 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 26. Oktober 2016 aufzuheben und die Beklagte zu verpflichten, den Unfall vom 17. Mai 2015 als Arbeitsunfall festzustellen.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">Die Beklagte, die dem angefochtenen Urteil beipflichtet, beantragt,<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">die Revision der Kl\u00e4gerin zur\u00fcckzuweisen.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Revision der Kl\u00e4gerin ist unbegr\u00fcndet und daher zur\u00fcckzuweisen <em>(\u00a7 170 Abs 1 Satz 1 SGG)<\/em>. Zu Recht hat das LSG die Berufung der Kl\u00e4gerin gegen das klageabweisende Urteil des SG zur\u00fcckgewiesen. Sie durfte beim Streit um die Feststellung eines Versicherungsfalls in der gesetzlichen Unfallversicherung <em>(\u00a7 7 Abs 1 SGB VII)<\/em> zul\u00e4ssigerweise von der kombinierten Anfechtungs- und Feststellungsklage auf die kombinierte Anfechtungs- und Verpflichtungsklage \u00fcbergehen <em>(\u00a7 168 Satz 1 SGG)<\/em>, weil es sich dabei um eine blo\u00dfe Antrags\u00e4nderung bei gleichbleibendem Klagegrund handelte, was gem\u00e4\u00df \u00a7 99 Abs 3 Nr 2 SGG nicht als Klage\u00e4nderung anzusehen ist <em>(BSG Urteile vom <\/em><br \/>\n                  <em>31.3.2022 &#8212; B 2 U 13\/20 R &#8212; BSGE 134, 109 = SozR 4-2700 \u00a7 3 Nr 3, RdNr 11 und vom 19.6.2018 &#8212; B 2 U 1\/17 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 42 RdNr 8 mwN)<\/em>. Die kombinierte Anfechtungs- und Verpflichtungsklage <em>(\u00a7 54 Abs 1 Satz 1 Var 1 und 3 SGG)<\/em> ist unbegr\u00fcndet, weil die Ablehnungsentscheidungen der Beklagten in den Bescheiden vom 14.7.2015 und vom 17.10.2016 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 26.10.2016 <em>(\u00a7 95 SGG)<\/em> rechtm\u00e4\u00dfig sind. Die Kl\u00e4gerin hat am 17.5.2015 keinen Arbeitsunfall erlitten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Nach \u00a7 8 Abs 1 Satz 1 SGB VII sind Arbeitsunf\u00e4lle Unf\u00e4lle von Versicherten infolge einer den Versicherungsschutz nach \u00a7\u00a7 2, 3 oder 6 SGB VII begr\u00fcndenden T\u00e4tigkeit (versicherte T\u00e4tigkeit). Unf\u00e4lle sind nach \u00a7 8 Abs 1 Satz 2 SGB VII zeitlich begrenzte, von au\u00dfen auf den K\u00f6rper einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod f\u00fchren. Ein Arbeitsunfall setzt daher voraus, dass Verletzte durch eine Verrichtung vor dem fraglichen Unfallereignis den gesetzlichen Tatbestand einer versicherten T\u00e4tigkeit erf\u00fcllt haben und sie deshalb Versicherte sind. Die Verrichtung zur Zeit des Unfalls muss der versicherten T\u00e4tigkeit zuzurechnen sein (innerer oder sachlicher Zusammenhang). Die Verrichtung muss zu einem zeitlich begrenzten, von au\u00dfen auf den K\u00f6rper einwirkenden Ereignis &#8212; dem Unfallereignis &#8212; gef\u00fchrt haben (Unfallkausalit\u00e4t) und das Unfallereignis muss dadurch einen Gesundheitsschaden oder den Tod des Versicherten objektiv und rechtlich wesentlich verursacht (haftungsbegr\u00fcndende Kausalit\u00e4t) haben <em>(stRspr; vgl zuletzt BSG Urteile vom 30.3.2023 &#8212; B 2 U 1\/21 R &#8212; SozR 4 &lt;vorgesehen&gt; = juris RdNr 15, vom 8.12.2022 &#8212; B 2 U 19\/20 R &#8212; BSGE und SozR 4 &lt;jeweils vorgesehen&gt; = juris RdNr 13, vom 28.6.2022 &#8212; B 2 U 20\/20 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 59 RdNr 11 und vom 31.3.2022 &#8212; B 2 U 5\/20 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 8 Nr 79 RdNr 13)<\/em>. Diese Voraussetzungen sind nicht erf\u00fcllt. Denn die Kl\u00e4gerin hat ihren Unfall <em>(1.)<\/em> nicht &#171;infolge&#187; einer versicherten T\u00e4tigkeit als Studierende w\u00e4hrend der Aus- und Fortbildung an Hochschulen <em>(2.)<\/em> oder als Besch\u00e4ftigte der Universit\u00e4t <em>(3.)<\/em> bzw als Wie-Besch\u00e4ftigte <em>(4.)<\/em> erlitten. Schlie\u00dflich scheidet auch eine Satzungsversicherung <em>(\u00a7 3 Abs 1 Nr 2 SGB VII)<\/em> als Doktorandin sowohl nach \u00a7 34 Abs 1 Satz 1 Buchst e der Satzung der Beklagten in ihrer Ursprungsfassung vom 9.12.1997 <em>(MBl LAS 1998, 365 ff)<\/em> als auch gem\u00e4\u00df \u00a7 51 Abs 1 Buchst b der Satzung der BG Rohstoffe und chemische Industrie (RCI) idF des 3. Nachtrags vom 14.10.2011 aus, sodass die insofern verbandszust\u00e4ndige BG RCI nicht beizuladen war <em>(5.)<\/em>. Der ger\u00fcgte Verfahrensmangel greift nicht durch <em>(6.)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Die Kl\u00e4gerin hat einen Unfall erlitten, als sie am 17.5.2015 in dem Alt-Bergwerk st\u00fcrzte und sich dabei schwer verletzte.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Die Begehung des Alt-Bergwerks als Verrichtung der Kl\u00e4gerin vor dem Unfallereignis ist ihrer versicherten T\u00e4tigkeit als Promotionsstudierende <em>(dazu a)<\/em> indes nicht zuzurechnen <em>(dazu b)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Als immatrikulierte Promotionsstudentin geh\u00f6rte sie zu dem gem\u00e4\u00df \u00a7 2 Abs 1 Nr 8 Buchst c SGB VII kraft Gesetzes versicherten Personenkreis der Studierenden w\u00e4hrend der Aus- und Fortbildung an Hochschulen <em>(vgl Bereiter-Hahn\/Mehrtens, GUV, Stand Mai 2023, \u00a7 2 SGB VII Anm 19.8; Bieresborn, juris PK-SGB VII, 3. Aufl 2022, Stand 27.3.2023, \u00a7 2 RdNr 314.1; Hedermann in Becker\/Franke\/Molkentin, SGB VII, 5. Aufl 2018, \u00a7 2 RdNr 78; Holtstraeter in Knickrehm\/Kreikebohm\/Waltermann, Kommentar zum Sozialrecht, 7. Aufl 2021, \u00a7 2 SGB VII RdNr 27 schlie\u00dft nur &#171;exmatrikulierte Doktoranten&#187; aus; Kruschinsky in Krasney\/Becker\/Heinz\/Bieresborn, SGB VII, Stand Mai 2023, \u00a7 2 RdNr 516; Leube, NZS 2007, 468, 471; Lilienfeld in Kasseler Kommentar, Stand M\u00e4rz 2016, \u00a7 2 SGB VII RdNr 37; Riebel in Hauck\/Noftz, SGB VII, Stand M\u00e4rz 2021, \u00a7 2 RdNr 108; Schlaeger in ders\/Linder\/Bruno, Unfallversicherung f\u00fcr Kinder in Tagesbetreuung, Sch\u00fcler und Studierende, 2. Aufl 2020, \u00a7 6 RdNr 26; Schmitt, SGB VII, 4. Aufl 2009, \u00a7 2 RdNr 65; Wietfeld in BeckOK Sozialrecht, Stand 1.3.2023, \u00a7 2 SGB VII RdNr 104 schlie\u00dft Doktoranden aus, die nicht oder nicht mehr immatrikuliert sind; aA Ricke, SGb 2006, 460, 463; vgl auch LSG Mecklenburg-Vorpommern Urteil vom 30.6.2021 &#8212; L 5 U 49\/13 &#8212; juris zum Unfallversicherungsschutz eines Doktoranden, der noch nicht in der Promovierenden-Datenbank registriert war).<\/em>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Dabei ist f\u00fcr das Recht der gesetzlichen Unfallversicherung unerheblich, dass der 12. Senat des BSG die Versicherungspflicht von Promotionsstudenten in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung <em>(\u00a7 5 Abs 1 Nr 9 SGB V, \u00a7 20 Abs 1 Nr 9 SGB XI)<\/em> mit Urteil vom 7.6.2018 <em>(B 12 KR 15\/16 R &#8212; BSGE 126, 52 = SozR 4-2500 \u00a7 5 Nr 28, RdNr 11 ff)<\/em> verneint hat. Die dortigen Erw\u00e4gungen zum Wortlaut, zur Gesetzeshistorie und zum systematischen Zusammenhang sind nicht auf das Recht der gesetzlichen Unfallversicherung \u00fcbertragbar. Denn \u00a7 2 Abs 1 Nr 8 Buchst c SGB VII fordert &#8212; anders als \u00a7 5 Abs 1 Nr 9 SGB V und \u00a7 20 Abs 1 Nr 9 SGB XI &#8212; keinen strikten berufsorientierten Ausbildungsbezug <em>(dazu BSG Urteil vom 7.6.2018 &#8212; B 12 KR 15\/16 R &#8212; BSGE 126, 52 = SozR 4-2500 \u00a7 5 Nr 28, RdNr 18)<\/em>. Dies folgt bereits daraus, dass der unfallrechtliche Versicherungspflichttatbestand ausdr\u00fccklich auch die &#171;Fortbildung an Hochschulen&#187; erfasst. Dabei richtet sich &#171;Ausbildung&#187; im Kern auf den Erwerb theoretischer Kenntnisse, praktischer F\u00e4higkeiten und eines qualifizierenden Abschlusses, der den Weg in das Berufsleben er\u00f6ffnet <em>(vgl BSG Urteil vom 25.11.1986 &#8212; 11a RA 66\/85 &#8212; BSGE 61, 35, 36 = SozR 2200 \u00a7 1259 Nr 96; Roller, SGb 2000, 349, 351)<\/em>, ohne die sp\u00e4tere Berufsaus\u00fcbung als Ziel des Studiums vorauszusetzen <em>(Leube, NZS 2007, 468, 469)<\/em>. Das Tatbestandsmerkmal der &#171;Fortbildung&#187; umschreibt die Weiterentwicklung und Vertiefung von Kenntnissen (Wissen) und Fertigkeiten (K\u00f6nnen), worunter sich auch die Promotion fassen l\u00e4sst <em>(Leube, NZS 2007, 468, 469, 471)<\/em>. F\u00fcr dieses im Ansatz weite Verst\u00e4ndnis des \u00a7 2 Abs 1 Nr 8 Buchst c SGB VII spricht ferner, dass der Unfallversicherungsschutz nicht &#8212; wie der Versicherungsschutz in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung &#8212; auf einen Zeitraum begrenzt ist, in dem ein (Erst-)Studium regelm\u00e4\u00dfig durchgef\u00fchrt werden kann und typischerweise entweder erfolgreich abgeschlossen oder endg\u00fcltig aufgegeben wird, n\u00e4mlich innerhalb von 14 Fachsemestern <em>(\u00a7 5 Abs 1 Nr 9 SGB V in der bis zum 31.12.2019 geltenden Fassung)<\/em> oder bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres <em>(\u00a7 5 Abs 1 Nr 9 SGB V in der seit dem 1.1.1989 geltenden Fassung)<\/em>. Au\u00dferdem erzeugt der beitragsfreie Versicherungsschutz in der studentischen Unfallversicherung &#8212; anders als der beitragsprivilegierte Versicherungsschutz in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung &#8212; keine \u00f6konomischen Fehlanreize (im Sinne eines Moral Hazard). Die studentische Krankenversicherung, die durch das Gesetz \u00fcber die Krankenversicherung der Studenten (KVSG) vom 24.6.1975 <em>(BGBl I 1536)<\/em> eingef\u00fchrt wurde, st\u00e4rkte einerseits den Krankenversicherungsschutz einkommensloser Studierender <em>(BT-Drucks 7\/2993 S 8 zu Nr 1)<\/em>, f\u00fchrte aber andererseits \u00fcberschie\u00dfend zu Studienzeitverl\u00e4ngerungen, weil manche m\u00f6glichst lange beitragsg\u00fcnstig krankenversichert bleiben wollten. Deshalb hielt es der Gesetzgeber zur Missbrauchsabwehr f\u00fcr notwendig, die Krankenversicherung der Studenten zu begrenzen<em> (vgl Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU\/CSU und FDP eines Gesetzes zur Strukturreform im Gesundheitswesen &lt;GRG&gt;, BR-Drucks 200\/88 = BT-Drucks 11\/2237, jeweils S 159 zu \u00a7 5)<\/em>, indem er mit dem GRG vom 20.12.1988 <em>(BGBl I 2477) <\/em>vorrangig eine H\u00f6chstdauer der Fachstudienzeit und nachrangig ein H\u00f6chstalter als Auffangregelung einf\u00fchrte. Eine vergleichbare Situation besteht im Recht der gesetzlichen Unfallversicherung indes nicht, weil der Versicherungsschutz f\u00fcr Studierende beitragsfrei ist <em>(vgl \u00a7 185 SGB VII)<\/em> und nur eingreift, wenn vor dem fraglichen Versicherungsfall eine unfallversicherte T\u00e4tigkeit verrichtet wurde. Denn die gesetzliche Unfallversicherung ist im Unterschied zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung keine status-, sondern eine t\u00e4tigkeitsbezogene Personenversicherung, die Menschen nur bei bestimmten T\u00e4tigkeiten und nicht an sich versichert <em>(BSG Urteil vom 31.3.2022 &#8212; B 2 U 5\/20 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 8 Nr 79 RdNr 20; P. Becker, BG 2011, 224, 228; Schlaeger, aaO, \u00a7 1 RdNr 1)<\/em>. Enth\u00e4lt der Versicherungspflichttatbestand des \u00a7 2 Abs 1 Nr 8 Buchst c SGB VII somit keine Begrenzung auf ein ausbildungs- bzw berufsorientiertes Erst-, Zweit-, Aufbau- oder Erweiterungsstudium mit vorgegebenen Inhalten, fortw\u00e4hrenden Leistungsnachweisen und -kontrollen sowie einem f\u00f6rmlichen Abschluss <em>(zB Staatsexamen, Diplom, Bachelor\/Master) <\/em>und fehlen zugleich Missbrauchsrisiken sowie diesen entgegenwirkende Einschr\u00e4nkungen mit Blick auf Studiendauer und Lebensalter, so spricht dies f\u00fcr einen umfassenden Unfallversicherungsschutz, der immatrikulierte Langzeit- und Seniorenstudenten ebenso erfasst <em>(dazu Schlaeger, aaO, \u00a7 6 RdNr 42, 77) <\/em>wie eingeschriebene Promotionsstudierende, die nach Abschluss eines Hochschulstudiums ihre wissenschaftlichen Qualifikation mit der Promotion nachweisen und sich den Zugang zum Beruf des Hochschullehrers <em>(vgl \u00a7 44 Nr 3 Hochschulrahmengesetz &lt;HRG&gt;)<\/em> er\u00f6ffnen m\u00f6chten <em>(Schlaeger, aaO, \u00a7 6 RdNr 42, 77)<\/em>. Den Tatbest\u00e4nden des \u00a7 2 Abs 1 Nr 8 SGB VII ist gemeinsam, dass sie Personen in den Schutzbereich der gesetzlichen Unfallversicherung einbeziehen, weil sie sich im Erziehungs- und Bildungsbereich in einer staatlich verantworteten und institutionalisierten Vorstufe zu einer sp\u00e4teren Berufst\u00e4tigkeit befinden <em>(dazu BSG Urteil vom 19.6.2018 &#8212; B 2 U 2\/17 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 46 RdNr 26)<\/em> und die Allgemeinheit mittelbar Nutzen aus der Bildung der nachkommenden Generation zieht <em>(Karmanski, SozSich 2020, 351, 352)<\/em>. Dies schlie\u00dft die F\u00f6rderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein, ohne deren Forschungst\u00e4tigkeiten durch die enge Formulierung der &#171;Aus- und Fortbildung an Hochschulen&#187; auszuschlie\u00dfen. Forschende Doktoranden sind folglich auch dann Studierende iS des \u00a7 2 Abs 1 Nr 8 Buchst c SGB VII, wenn die Promotion erst nach dem erfolgreichen Abschluss eines Studiums erfolgt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Anfrageverfahren gem\u00e4\u00df \u00a7 41 Abs 3 SGG wegen Divergenz war nicht einzuleiten, weil der erkennende Senat von der Entscheidung des 12. Senats <em>(BSG Urteil vom 7.6.2018 &#8212; B 12 KR 15\/16 R &#8212; BSGE 126, 52 = SozR 4-2500 \u00a7 5 Nr 28, RdNr 11 ff)<\/em> nicht abweicht. Dies w\u00e4re nur der Fall, wenn sich zwei Rechtss\u00e4tze auf zumindest gleich gelagerte Sachverhalte bez\u00f6gen und dieselbe Rechtsfrage auf Basis derselben Rechtsvorschriften unterschiedlich beantworten w\u00fcrden <em>(BSG <\/em><br \/>\n                  <em>Urteil vom 4.6.2002 &#8212; B 2 U 11\/01 R &#8212; SozR 3-2700 \u00a7 8 Nr 10 S 44 sowie Beschl\u00fcsse vom 10.5.2017 &#8212; B 10 EG 14\/16 B &#8212; juris RdNr 6 und vom 7.8.2013 &#8212; B 5 R 222\/13 B &#8212; BeckRS 2013, 72460 RdNr 13; Roos in Roos\/Wahrendorf\/M\u00fcller, SGG, 3. Aufl 2023, \u00a7 41 RdNr 12 ff)<\/em>. Das ist hier &#8212; wie bereits dargestellt &#8212; nicht der Fall.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Der somit grunds\u00e4tzlich versicherten T\u00e4tigkeit als Promotionsstudierende ist die konkrete Verrichtung der Kl\u00e4gerin vor dem Unfallereignis indes nicht zuzurechnen. Ob dieser innere bzw sachliche Zusammenhang zwischen der konkret-individuellen Verrichtung einer grunds\u00e4tzlich versicherten Person zur Zeit des Unfalls und der abstrakt-generell versicherten T\u00e4tigkeit besteht, muss wertend entschieden werden. Es ist daher zu untersuchen, ob die Verrichtung innerhalb der Grenze liegt, bis zu welcher Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung reicht <em>(BSG Urteile vom 30.3.2023 &#8212; B 2 U 3\/21 R &#8212; SozR 4 &lt;vorgesehen&gt; = juris RdNr 22, vom 28.6.2022 &#8212; B 2 U 8\/20 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 58 RdNr 13, vom 31.3.2022 &#8212; B 2 U 5\/20 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 8 Nr 79 RdNr 17, vom 4.7.2013 &#8212; B 2 U 5\/12 R &#8212; SozR 4-2200 \u00a7 1150 Nr 2 RdNr 18, vom 12.4.2005 &#8212; B 2 U 5\/04 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 4 RdNr 5, vom 28.4.2004 &#8212; B 2 U 26\/03 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 8 Nr 5 RdNr 5, vom 6.5.2003 &#8212; B 2 U 33\/02 R &#8212; juris RdNr 14 und vom 7.11.2000 &#8212; B 2 U 39\/99 R &#8212; SozR 3-2700 \u00a7 8 Nr 3 S 15)<\/em>. Der Unfallversicherungsschutz Studierender ist seit seiner Einf\u00fchrung <em>(zum 1.4.1971 durch das Gesetz \u00fcber die Unfallversicherung f\u00fcr Sch\u00fcler und Studenten sowie Kinder in Kinderg\u00e4rten vom 18.3.1971, <\/em><br \/>\n                  <em>BGBl I 237)<\/em> auf bildungs- bzw studienbezogene T\u00e4tigkeiten im organisatorischen Verantwortungsbereich der Hochschule begrenzt <em>(BSG Urteile vom <\/em><br \/>\n                  <em>27.11.2018 &#8212; B 2 U 15\/17 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 49 RdNr 14, vom 4.12.2014 &#8212; B 2 U 13\/13 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 31 RdNr 12 und grundlegend vom 23.6.1977 &#8212; 8 RU 86\/76 &#8212; BSGE 44, 100, 102 = SozR 2200 \u00a7 539 Nr 36)<\/em>. Entstehungsgeschichtlich liegt das daran, dass dieser Personenkreis den Lernenden <em>(jetzt: \u00a7 2 Abs 1 Nr 2 SGB VII)<\/em> w\u00e4hrend der beruflichen Aus- und Fortbildung in Betriebs- und Lehrwerkst\u00e4tten, (Berufs-)Fachschulen und \u00e4hnlichen Einrichtungen, insbesondere Studierenden an Fachhochschulen, gleichgestellt werden sollte <em>(vgl BT-Drucks VI\/1333 S 3 f)<\/em>, bei denen diese Grunds\u00e4tze schon immer galten <em>(Karmanski, SozSich 2020, 351, 354)<\/em>. Der erforderliche Bildungs- bzw Studienbezug liegt auch bei Forschungst\u00e4tigkeiten vor, mit denen neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden (sollen), sodass der Unfallversicherungsschutz von Studierenden und Promovenden nicht auf die blo\u00dfe Rezeption vorhandenen Wissens im Sinne eines engen Aus- und Fortbildungsbegriffs beschr\u00e4nkt ist. Andernfalls best\u00fcnden betr\u00e4chtliche Schutzl\u00fccken und wegen der Unanwendbarkeit des \u00a7 106 Abs 1 SGB VII erhebliche Haftungsrisiken zwischen Hochschulangeh\u00f6rigen, obwohl sie anerkannterma\u00dfen eine haftungsprivilegierte Gefahrengemeinschaft bilden <em>(vgl dazu Karmanski in Boecken\/D\u00fcwell\/Diller\/Hanau, Gesamtes Arbeitsrecht, 2. Aufl 2023, Bd 3, \u00a7 106 SGB VII RdNr 1; s auch Leube, NZS 2007, 468, 470)<\/em>. Es w\u00e4re sonst in jedem Einzelfall zu pr\u00fcfen und abzugrenzen, ob sich der Verletzte bei Bildungs- oder Forschungst\u00e4tigkeiten verletzt hat, obwohl die Rechtssprache die Wendung &#171;Forschung und Lehre&#187; <em>(vgl zB Art 5 Abs 3 GG, \u00a7 5 HRG)<\/em> als ganzheitliches, komplement\u00e4res Begriffspaar entsprechend dem Verst\u00e4ndnis deutscher Hochschultradition verwendet, das auf dem Prinzip der Einheit von Forschung und Lehre basiert, nach dem die wissenschaftlichen Hochschulen in Deutschland grunds\u00e4tzlich organisiert sind <em>(zum Ganzen vgl Schulz-Prie\u00dfnitz, Einheit von Forschung und Lehre, 1981, S 20 ff)<\/em>. Dementsprechend k\u00f6nnen auch Forschungst\u00e4tigkeiten unfallversichert sein, sofern sie dem organisatorischen Verantwortungsbereich der Hochschule zuzuordnen sind.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Ist somit f\u00fcr alle Studierenden einerseits ein unmittelbarer r\u00e4umlicher und zeitlicher Zusammenhang zur Hochschule erforderlich, kommt es andererseits &#8212; \u00e4hnlich der objektivierten Handlungstendenz in der Besch\u00e4ftigtenversicherung <em>(\u00a7 2 Abs 1 Nr 1 SGB VII)<\/em> &#8212; zus\u00e4tzlich auf den objektiven Aus- und Fortbildungsbezug der unfallbringenden Verrichtung im weiteren Sinne sowie darauf an, dass die eigene T\u00e4tigkeit subjektiv unmittelbare oder mittelbare Vorteile f\u00fcr das eigene (Promotions-)Studium bringen soll <em>(BSG Urteil vom 27.11.2018 &#8212; B 2 U 15\/17 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 49 RdNr 16)<\/em>. Dieser Bildungs-, Studien-, Forschungs- bzw Promotionsbezug lag bei der Erkundung des Alt-Bergwerks nach den bindenden Feststellungen des LSG <em>(\u00a7 163 SGG)<\/em> sowohl objektiv als auch subjektiv nach den Vorstellungen der Kl\u00e4gerin vor.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Gleichwohl war die Befahrung des Bergwerks nicht versichert. Denn sie erfolgte au\u00dferhalb des organisatorischen Verantwortungsbereichs der Hochschule. Dieser Verantwortungsbereich erfordert im Regelfall einen unmittelbaren r\u00e4umlichen und zeitlichen Zusammenhang der Verrichtung zur Hochschule oder ihren Einrichtungen; er wird grunds\u00e4tzlich verlassen, sobald Einwirkungen auf die jeweilige Verrichtung durch (Unfallverh\u00fctungs-)Ma\u00dfnahmen nicht mehr gew\u00e4hrleistet sind <em>(BSG Urteile vom 27.11.2018 &#8212; B 2 U 15\/17 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 49 RdNr 21, vom 4.12.2014 &#8212; B 2 U 13\/13 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 31 RdNr 23 und vom 18.4.2000 &#8212; B 2 U 5\/99 R &#8212; SozR 3-2200 \u00a7 539 Nr 49 S 214).<\/em> Ist der r\u00e4umlich-zeitliche Zusammenhang (wie zB bei Exkursionen) weitgehend gelockert <em>(s dazu bereits BT-Drucks VI\/1333 S 4 zu Buchst a) <\/em>oder sind die M\u00f6glichkeiten zum Eingreifen und zur Durchsetzung wirksamer Unfallpr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen faktisch begrenzt, besteht gleichwohl Versicherungsschutz f\u00fcr Verrichtungen im sachlichen Zusammenhang mit der Aus- und Fortbildung an Hochschulen, solange die jeweiligen T\u00e4tigkeiten dem Organisationsbereich der Hochschule zuzurechnen sind <em>(vgl zuletzt zur Sch\u00fclerunfallversicherung BSG Urteile vom 28.6.2022 &#8212; B 2 U 20\/20 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 59 RdNr 17, vom 31.3.2022 &#8212; B 2 U 5\/20 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 8 Nr 79 RdNr 15 und vom 23.1.2018 &#8212; B 2 U 8\/16 R &#8212; BSGE 125, 129 = SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 38, RdNr 14 mwN; zu \u00a7 539 Abs 1 Nr 14 Buchst b RVO: BSG Urteil vom 26.11.2019 &#8212; B 2 U 3\/18 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 53 RdNr 20 mwN)<\/em>. Das ist stets, aber nur dann der Fall, wenn die Hochschule eine inhaltlich-organisatorische Mitverantwortung tr\u00e4gt. Diese besteht typischerweise aus verschiedenen Elementen, die im Rahmen einer Gesamtwertung unter Einbeziehung der zeitlich-r\u00e4umlichen Zusammenh\u00e4nge, der Organisation, der Leitung, des Teilnehmerkreises, der Ank\u00fcndigung und der Kostentragung zu w\u00fcrdigen sind <em>(Schlaeger, aaO, \u00a7 6 RdNr 50)<\/em>. Die Hochschule muss Gelegenheit haben, auf die zeitliche und\/oder \u00f6rtliche Durchf\u00fchrung bzw inhaltliche Ausgestaltung Einfluss zu nehmen, zB durch inhaltliche Vorgaben oder durch die Begleitung der Studierenden w\u00e4hrend einer Exkursion <em>(Schlaeger, aaO)<\/em>. Entscheidend ist daher, wer die betreffende Veranstaltung plant, ank\u00fcndigt und verantwortlich durchf\u00fchrt <em>(vgl dazu BSG Urteile vom 4.12.1991 &#8212; 2 RU 79\/90 &#8212; NJW 1992, 1525 = juris RdNr 18 und vom 24.1.1990 &#8212; 2 RU 22\/89 &#8212; HV-INFO 1990, 767 = juris RdNr 16)<\/em>, sie also objektiv (mit-)gestaltet <em>(Schlaeger, aaO)<\/em>. Der organisatorische Verantwortungsbereich ist auch dann noch gegeben, wenn die Hochschule zumindest organisatorische Mitverantwortung tr\u00e4gt, die Studierenden in der Ausgestaltung nicht v\u00f6llig frei sind und sich die T\u00e4tigkeit der Hochschule nicht auf eine reine Unterst\u00fctzungshandlung einer ansonsten in der Organisationshoheit der Studierenden liegenden Verrichtung beschr\u00e4nkt <em>(BSG Urteile vom 27.11.2018 &#8212; B 2 U 15\/17 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 49 RdNr 21, vom 4.12.2014 &#8212; B 2 U 13\/13 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 31 RdNr 23 und &#8212; B 2 U 10\/13 R &#8212; BSGE 118, 1 = SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 32, RdNr 26 sowie vom 30.6.1993 &#8212; 2 RU 43\/92 &#8212; BSGE 73, 5, 7 f = SozR 3-2200 \u00a7 539 Nr 26 S 92 f). <\/em>Es bedarf folglich stets einer organisatorischen Mitverantwortung der Hochschule f\u00fcr die konkrete Ma\u00dfnahme, die mehr verlangt, als einen \u00e4u\u00dferen Rahmen oder Anlass zu setzen <em>(Schlaeger, aaO)<\/em>. Diese kann Einflussm\u00f6glichkeiten auf Zeit, Ort, Art oder Dauer der T\u00e4tigkeit umfassen. Dahinter steht die \u00dcberlegung, dass einer Hochschule keine unfallversicherungsrechtliche Verantwortung \u00fcbertragen werden kann, wenn keine M\u00f6glichkeit besteht, eventuell drohenden Gefahren vorbeugend zu begegnen <em>(BT-Drucks 19\/3665 S 2)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>In Anwendung dieses allgemeinen Ma\u00dfstabs hat die Hochschule vorliegend nach den bindenden Feststellungen des LSG <em>(\u00a7 163 SGG) <\/em>f\u00fcr die Erkundung des Bergwerks keine organisatorische Mitverantwortung \u00fcbernommen. Danach hat die Kl\u00e4gerin die Exkursion selbstst\u00e4ndig und auf eigene Rechnung organisiert. Weder Vertretern der Hochschule noch Fakult\u00e4tsangeh\u00f6rigen waren Zeit, Ort und Dauer der Expedition bekannt. In der von der Kl\u00e4gerin zusammengestellten Gruppe war sie die einzige Universit\u00e4tsangeh\u00f6rige. Folglich waren der Hochschule von vornherein keine Einflussm\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnet. Nach den tatrichterlichen Feststellungen w\u00e4re die Fakult\u00e4t auch au\u00dferstande gewesen, die Erforschung der Grube zu organisieren oder ein H\u00f6hlentauchen zu beaufsichtigen. In der Gesamtbewertung kann eine inhaltlich-organisatorische Mitwirkung der Hochschule daher nicht angenommen werden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Soweit sich die Kl\u00e4gerin auf das Senatsurteil vom 23.1.2018 <em>(B 2 U 8\/16 R &#8212; BSGE 125, 129 = SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 38) <\/em>beruft, das zur Sch\u00fclerunfallversicherung ergangen ist, f\u00fchrt dies zu keinem anderen Ergebnis. Der Sachverhalt, der dem herangezogenen Urteil zugrunde lag, ist dadurch gekennzeichnet, dass die dortige Lehrperson aus p\u00e4dagogischen Gr\u00fcnden eine Gruppe minderj\u00e4hriger Sch\u00fcler f\u00fcr ein gemeinsames Tun (&#171;Videodreh&#187; au\u00dferhalb des Schulgel\u00e4ndes) zusammenstellte, und der Schultr\u00e4ger bereits durch die Gruppenbildung Mitverantwortung f\u00fcr die sp\u00e4tere Projektarbeit \u00fcbernahm. Denn es geh\u00f6rte zu dem besonderen p\u00e4dagogischen Konzept der Schule, &#171;die Sch\u00fcler sich selbst organisieren zu lassen&#187;, \u2026 &#171;was umgekehrt impliziert, dass die Schule alle Projektarbeiten verantwortlich mittr\u00e4gt, die sie selbst durch eine Lehrkraft initiiert und deren Rahmen sie vorgibt&#187; <em>(aaO, RdNr 18)<\/em>. Dagegen hatte die Fakult\u00e4t im Fall der Kl\u00e4gerin keine Gruppe von Hochschulangeh\u00f6rigen zur Befahrung des Alt-Bergwerks zusammengestellt, sodass bereits die Grundbedingungen fehlen, um Rechtss\u00e4tze aus der herangezogenen Entscheidung, die im Kern die Abgrenzung zwischen elterlichem und schulischem Verantwortungsbereich f\u00fcr minderj\u00e4hrige Sch\u00fcler kl\u00e4rt, auf die vorliegende Fallkonstellation erwachsener Promovenden zu \u00fcbertragen. Soweit die Kl\u00e4gerin bei der Exkursion befugterma\u00dfen Markierstoffe und Probenbeh\u00e4lter der Hochschule benutzte, handelte es sich dabei um blo\u00dfe Hilfs- und Unterst\u00fctzungsleistungen, die den sachlichen Zusammenhang allein nicht herstellen k\u00f6nnen. Dass Wissenschaft und Forschung nach Art 5 Abs 3 Satz 1 GG frei sind, gew\u00e4hrleistet die Wahrheitssuche ohne staatliche Einflussnahme <em>(BVerfG Urteil vom 29.5.1973 &#8212; 1 BvR 424\/71 ua &#8212; BVerfGE 35, 79, 112 f)<\/em>, vermittelt aber keinen Anspruch auf die Schaffung und Bereitstellung von Unfallversicherungsschutz f\u00fcr Forschungsvorhaben jeder Art. Wegen des weiten gesetzgeberischen Gestaltungsspielraums ergeben sich aus Art 5 Abs 3 Satz 1 GG keine konkreten F\u00f6rderungspflichten <em>(BVerfG Beschl\u00fcsse vom 29.11.1989 &#8212; 1 BvR 1402\/87 ua &#8212; BVerfGE 81, 108, 115 ff und vom 30.1.1986 &#8212; 1 BvR 1352\/85 &#8212; NJW 1986, 1243)<\/em>. Das Erfordernis der organisatorischen Mitverantwortung der Hochschule verhindert Abgrenzungsschwierigkeiten und einen unbegrenzten Versicherungsschutz f\u00fcr alles, was seine Grundlage im weitesten Sinne in der Hochschule findet, der Forschung f\u00f6rderlich sein kann oder der Aus- und Fortbildung Studierender im weitesten Sinne dient. Promovierende sind immer nur im Rahmen der Studierendenversicherung gesch\u00fctzt, die aufgrund ihres Zuschnitts und ihrer Begrenzung auf den organisatorischen Verantwortungsbereich der Hochschule nicht alle Unfallrisiken von Promovenden erfasst, sondern au\u00dferhalb dieses Schutzbereichs ggf eine private Absicherung erfordern. Denn der gesetzliche Unfallversicherungsschutz von Promotionsstudenten kn\u00fcpft allein am Studierendenstatus und nicht am Doktorandenstatus an. Damit korrespondierend sind auch Lernende <em>(\u00a7 2 Abs 1 Nr 2 SGB VII)<\/em> bei eigeninitiativ organisierten Bildungs- oder Forschungsvorhaben ebenfalls nicht versichert.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Die Verrichtung der Kl\u00e4gerin vor dem Unfall kann auch ihrer versicherten T\u00e4tigkeit als besch\u00e4ftigte Hochschulmitarbeiterin nicht zugerechnet werden. F\u00fcr den Besch\u00e4ftigtenbegriff iS des \u00a7 2 Abs 1 Nr 1 SGB VII gilt \u00fcber \u00a7 1 Abs 1 Satz 1 SGB IV die Legaldefinition der Besch\u00e4ftigung nach \u00a7 7 Abs 1 SGB IV<em>(BSG Urteile vom 15.12.2020 &#8212; B 2 U 4\/20 R &#8212; BSGE 131, 144 = SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 55, RdNr 10 und vom 6.9.2018 &#8212; B 2 U 18\/17 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 47 RdNr 11<\/em><br \/>\n                  <em>)<\/em>. Danach ist Besch\u00e4ftigung die nichtselbstst\u00e4ndige Arbeit, insbesondere in einem Arbeitsverh\u00e4ltnis <em>(Satz 1)<\/em>. Anhaltspunkte f\u00fcr eine Besch\u00e4ftigung sind eine T\u00e4tigkeit nach Weisungen und eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Weisungsgebers <em>(Satz 2)<\/em>. Eine nach \u00a7 2 Abs 1 Nr 1 SGB VII versicherte T\u00e4tigkeit als Besch\u00e4ftigter liegt nach st\u00e4ndiger Senatsrechtsprechung vor, wenn Verletzte zur Erf\u00fcllung eines von ihnen begr\u00fcndeten Rechtsverh\u00e4ltnisses, insbesondere eines Arbeitsverh\u00e4ltnisses, eine eigene T\u00e4tigkeit in Eingliederung in das Unternehmen eines anderen <em>(vgl \u00a7 7 Abs 1 SGB IV)<\/em> zu dem Zweck verrichten, dass die Ergebnisse ihrer Verrichtung dem Unternehmer und nicht ihnen selbst unmittelbar zum Vorteil oder Nachteil gereichen <em>(vgl \u00a7 136 Abs 3 Nr 1 SGB VII)<\/em>. Es kommt objektiv auf die Eingliederung des Handelns der Verletzten in das Unternehmen eines anderen und subjektiv auf die zumindest auch darauf abzielende Willensrichtung an, dass die eigene T\u00e4tigkeit unmittelbare Vorteile f\u00fcr das Unternehmen des anderen bringen soll. Eine versicherte T\u00e4tigkeit im Rahmen der Besch\u00e4ftigtenversicherung wird daher ausge\u00fcbt, wenn erstens die Verrichtung zumindest dazu ansetzt und darauf gerichtet ist, entweder eine eigene objektiv bestehende Haupt- oder Nebenpflicht aus dem zugrunde liegenden Rechtsverh\u00e4ltnis zu erf\u00fcllen, oder zweitens Verletzte eine objektiv nicht geschuldete Handlung vornehmen, um einer vermeintlichen Pflicht aus dem Rechtsverh\u00e4ltnis nachzugehen, sofern sie nach den besonderen Umst\u00e4nden ihrer Besch\u00e4ftigung zur Zeit der Verrichtung annehmen durften, es treffe sie eine solche Pflicht, oder drittens Verletzte unternehmensbezogene Rechte aus dem Rechtsverh\u00e4ltnis aus\u00fcben <em>(zB BSG Urteile vom 30.3.2023 &#8212; B 2 U 1\/21 R &#8212; SozR 4 &lt;vorgesehen&gt; = juris RdNr 21, vom 6.5.2021 &#8212; B 2 U 15\/19 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 8 Nr 77 RdNr 14, vom 6.10.2020 &#8212; B 2 U 13\/19 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 8 Nr 76 RdNr 16, vom 5.7.2016 &#8212; B 2 U 19\/14 R &#8212; BSGE 121, 297 = SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 36, RdNr 12, vom 13.11.2012 &#8212; B 2 U 27\/11 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 8 Nr 45 RdNr 23 und grundlegend vom 15.5.2012 &#8212; B 2 U 8\/11 R &#8212; BSGE 111, 37 = SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 20, RdNr 27 ff)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_20\">20<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Nach den bindenden Feststellungen des LSG<em> (\u00a7 163 SGG) <\/em>hat die Kl\u00e4gerin das Alt-Bergwerk nicht zu dem Zweck erkundet, dass die Ergebnisse dieses Forschungsunternehmens der Hochschule (als Unternehmerin) unmittelbar zum Vor- oder Nachteil gereichen. Vielmehr diente die Erforschung der Grube ihrem eigenen Unternehmen &#171;Dissertation&#187; <em>(\u00a7 121 Abs 1 SGB VII)<\/em>. Die Befahrung des Bergwerks geh\u00f6rte nach den Feststellungen des LSG nicht zu ihren Aufgaben aus dem zugrunde liegenden Arbeitsverh\u00e4ltnis mit der Hochschule, und es existierten auf Grundlage dieser Feststellungen auch keine besonderen Umst\u00e4nde, die sie veranlasst haben k\u00f6nnten anzunehmen, sie sei arbeitsvertraglich dazu verpflichtet, die Schwerspatgrube mit einer von ihr zusammengestellten Gruppe zu erkunden. Schlie\u00dflich fehlen auf Grundlage der Feststellungen des LSG Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass ein direktionsbefugter Mitarbeiter der Hochschule ihr die Weisung <em>(\u00a7 315 BGB; \u00a7 106 Gewerbeordnung)<\/em> erteilt haben k\u00f6nnte, am Sonntag, den 17.5.2015 Wasserproben in dem Alt-Bergwerk zu entnehmen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_21\">21<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>4. Die Kl\u00e4gerin war auch nicht als Wie-Besch\u00e4ftigte im Sinne des \u00a7 2 Abs 2 Satz 1 SGB VII versichert, als sie die Schwerspatgrube zur Wasserprobenentnahme befuhr. Voraussetzung einer Wie-Besch\u00e4ftigung ist, dass eine einem fremden Unternehmen dienende, dem wirklichen oder mutma\u00dflichen Willen des Unternehmers entsprechende Verrichtung von wirtschaftlichem Wert erbracht wird, die ihrer Art nach von Personen verrichtet werden k\u00f6nnte, die in einem abh\u00e4ngigen Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis stehen <em>(zuletzt BSG Urteile vom 31.3.2022 &#8212; B 2 U 13\/20 R &#8212; BSGE 134, 109 = SozR 4-2700 \u00a7 3 Nr 3, RdNr 26, vom 16.3.2021 &#8212; B 2 U 3\/19 R &#8212; juris RdNr 17, vom 15.12.2020 &#8212; B 2 U 4\/20 R &#8212; BSGE 131, 144 = SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 55, RdNr 22, <\/em><br \/>\n                  <em>vom 26.11.2019 &#8212; B 2 U 24\/17 R &#8212; SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 52 RdNr 22, vom 20.8.2019 &#8212; B 2 U 1\/18 R &#8212; BSGE 129, 44 = SozR 4-2700 \u00a7 2 Nr 51, RdNr 16, vom 20.3.2018 &#8212; B 2 U 16\/16 R &#8212; SozR 4-1300 \u00a7 105 Nr 6 RdNr 20 und vom 27.10.2009 &#8212; B 2 U 26\/08 R &#8212; juris RdNr 25)<\/em>. Diese Voraussetzungen erf\u00fcllte die Verrichtung der Kl\u00e4gerin nicht. Denn diese diente nach den bindenden Feststellungen des LSG <em>(\u00a7 163 SGG)<\/em> allein dem eigenen Unternehmen &#171;Dissertation&#187; und keinem fremden Unternehmen, etwa den Forschungsvorhaben der Doktorv\u00e4ter und -m\u00fctter der Kl\u00e4gerin, der Drittmittelakquise der geowissenschaftlichen Fakult\u00e4t, den Spenderinteressen ihres Stipendiengebers oder der Unterhaltung des stillgelegten Alt-Bergwerks. Greifbare Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass die geplante Wasserprobenentnahme dem wirklichen oder mutma\u00dflichen Willen der besagten Personen oder Einrichtungen entsprochen haben k\u00f6nnte, sind auf Grundlage der Feststellungen des LSG nicht vorhanden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_22\">22<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>5. Schlie\u00dflich scheidet auch eine Aufenthaltsversicherung gem\u00e4\u00df \u00a7 3 Abs 1 Nr 2 SGB VII f\u00fcr Doktoranden aus, und zwar sowohl nach \u00a7 34 Abs 1 Satz 1 Buchst e der Satzung der Beklagten <em>(dazu a)<\/em> als auch gem\u00e4\u00df \u00a7 51 Abs 1 Buchst b der Satzung der BG RCI idF des 3. Nachtrags vom 14.10.2011 <em>(dazu b)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_23\">23<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Nach \u00a7 34 Abs 1 Satz 1 Buchst e der Satzung der Beklagten in ihrer Ursprungsfassung vom 9.12.1997 <em>(MBl LSA 1998, 365 ff<\/em>, <em>zuletzt <\/em><br \/>\n                  <em>idF der 14. \u00c4nderung vom 14.12.2021<\/em>, <em>MBl LSA 2022, 40)<\/em> sind Personen, die nicht bei einem der in \u00a7 3 Abs 1 Nr 1 bis 3 der Satzung genannten Unternehmen besch\u00e4ftigt sind, sich aber als Doktoranden auf der Unternehmensst\u00e4tte im Auftrag oder mit Zustimmung des Unternehmers aufhalten, gegen die Folgen von Arbeitsunf\u00e4llen und Berufskrankheiten versichert, soweit sie nicht schon nach anderen Vorschriften <em>(\u00a7 3 Abs 1 Nr 2 SGB VII) <\/em>versichert sind. Die Kl\u00e4gerin hat sich hier im Unfallzeitpunkt indes nicht auf dem Gel\u00e4nde der Universit\u00e4t aufgehalten, an der sie Doktorandin war.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_24\">24<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Gem\u00e4\u00df \u00a7 51 Abs 1 Buchst b der Satzung der BG RCI idF des 3. Nachtrags vom 13.1.2012 <em>(zuletzt idF der 14. \u00c4nderung vom 28.11.2022)<\/em> sind Personen, die nicht im Unternehmen besch\u00e4ftigt sind, aber als Doktoranden bzw Doktorandinnen die St\u00e4tte des Unternehmens im Auftrag oder mit Zustimmung des Unternehmers bzw der Unternehmerin betreten, w\u00e4hrend ihres Aufenthalts auf der St\u00e4tte des Unternehmens gegen die ihnen hierbei zusto\u00dfenden Arbeitsunf\u00e4lle und Berufskrankheiten beitragsfrei versichert, soweit sie nicht schon nach anderen Vorschriften versichert sind. Dass sich die Kl\u00e4gerin auf der Unternehmensst\u00e4tte des (Alt-)Bergwerks im Auftrag oder mit Zustimmung des (ggf bergrechtlich verantwortlichen) Unternehmers bzw der Unternehmerin aufgehalten hat, ist weder tatrichterlich festgestellt noch sonst erkennbar. Folglich scheidet eine Versicherung kraft Satzung ebenfalls aus, sodass eine notwendige Beiladung <em>(\u00a7 75 Abs 2 Alt 2 SGG) <\/em>der BG RCI als potentiell leistungspflichtiger Versicherungstr\u00e4ger von vornherein nicht in Betracht kam.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_25\">25<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>6. Soweit die Kl\u00e4gerin mit ihrer Revisionsbegr\u00fcndung die unterlassene Zulassung der Revision durch das Berufungsgericht als Geh\u00f6rsverletzung r\u00fcgt, hat sich diese R\u00fcge mit dem Senatsbeschluss vom 10.8.2021 \u00fcber die Zulassung der Revision <em>(B 2 U 50\/21 B)<\/em> erledigt, sodass weitere Ausf\u00fchrungen entbehrlich sind <em>(\u00a7 170 Abs 3 Satz 1 SGG)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_26\">26<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">Die Kostenentscheidung folgt aus \u00a7\u00a7 183, 193 SGG.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<p style=\"text-align:left\">Roos\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<p style=\"text-align:center\">Karl\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<p style=\"text-align:right\">Karmanski<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KSRE162440222&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BSG_B_2_U_19-21_R_KSRE162440222.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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