{"id":656995,"date":"2026-04-23T08:30:55","date_gmt":"2026-04-23T06:30:55","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundesgerichtshof-2-strafsenat-beschluss-2022-10-12-2-str-201-21\/"},"modified":"2026-04-23T08:30:55","modified_gmt":"2026-04-23T06:30:55","slug":"bundesgerichtshof-2-strafsenat-beschluss-2022-10-12-2-str-201-21","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/ru\/jurisprudences\/bundesgerichtshof-2-strafsenat-beschluss-2022-10-12-2-str-201-21\/","title":{"rendered":"Bundesgerichtshof, 2. Strafsenat, Beschluss, 2022-10-12, 2 StR 201\/21"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Sache wird an das Oberlandesgericht K\u00f6ln zur\u00fcckgegeben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Gr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Vorlegungssache betrifft die Auslegung von \u00a7 335 Abs. 3 Satz 1 StPO. Die Vorschrift regelt das Verfahren bei verschiedenartigen Anfechtungen eines Urteils durch mehrere Verfahrensbeteiligte. Danach wird die rechtzeitig und in der vorgeschriebenen Form eingelegte Sprungrevision eines Beteiligten als Berufung behandelt, solange die gegen dasselbe Urteil gerichtete Berufung eines anderen Beteiligten nicht zur\u00fcckgenommen oder als unzul\u00e4ssig verworfen worden ist. Gegenstand der Vorlage ist die Frage, ob das Revisionsverfahren auch dann als solches fortzuf\u00fchren ist, wenn das auf die Berufung eines anderen Beteiligten hin gef\u00fchrte Verfahren nach \u00a7 153a Abs. 2 StPO eingestellt worden ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>I.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Amtsgericht Leverkusen hat mit Urteil vom 27. Juni 2019 den Angeklagten und den Mitangeklagten A.\u00a0\u00a0\u00a0jeweils wegen Betrugs zu Geldstrafen verurteilt. Hiergegen hat der Angeklagte unter R\u00fcge der Verletzung materiellen sowie formellen Rechts Sprungrevision eingelegt, der Mitangeklagte A.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Berufung. In der Hauptverhandlung \u00fcber die nach \u00a7 335 Abs. 3 Satz 1 StPO zun\u00e4chst beide als Berufung zu behandelnden Rechtsmittel hat das Landgericht K\u00f6ln das gegen den Mitangeklagten gef\u00fchrte Verfahren von jenem gegen den Angeklagten abgetrennt und gem\u00e4\u00df \u00a7 153a Abs. 2 StPO vorl\u00e4ufig eingestellt. Es hat dem Mitangeklagten zur Auflage gemacht, einen Geldbetrag in H\u00f6he von 450 Euro an die Staatskasse zu zahlen. Hinsichtlich des Angeklagten ist die Hauptverhandlung ausgesetzt worden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Nachdem der Mitangeklagte die Zahlungsauflage vollst\u00e4ndig erf\u00fcllt und das Landgericht K\u00f6ln mit Beschluss vom 16. Oktober 2020 die endg\u00fcltige Verfahrenseinstellung festgestellt hatte, hat sich dieses f\u00fcr die Entscheidung \u00fcber das Rechtsmittel des Angeklagten als nicht mehr zust\u00e4ndig erachtet und die Akten der Staatsanwaltschaft K\u00f6ln zur Durchf\u00fchrung des Revisionsverfahrens vor dem Oberlandesgericht K\u00f6ln zugeleitet. Die Generalstaatsanwaltschaft K\u00f6ln hat bei dem Oberlandesgericht K\u00f6ln daraufhin beantragt, das Verfahren an das Landgericht K\u00f6ln \u00fcber das weiterhin als Berufung geltende Rechtsmittel des Angeklagten zur\u00fcckzugeben. Das Verfahren sei dort weiter anh\u00e4ngig; die allein den Mitangeklagten betreffende Verfahrenseinstellung nach \u00a7 153a Abs. 2 StPO bewirke nicht die Fortsetzung des gegen den Angeklagten gef\u00fchrten Verfahrens als Revision im Sinne des \u00a7 335 Abs. 3 Satz 1 StPO.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Oberlandesgericht K\u00f6ln beabsichtigt, dem Antrag der Generalstaatsanwaltschaft K\u00f6ln zu folgen. Hieran sieht es sich durch den Beschluss des Bayerischen Obersten Landesgerichts vom 14. Februar 1994 \u2013 1 St RR 222\/93 (BayObLSt 1994, 29) \u2013 gehindert. Nach dessen Auffassung steht die endg\u00fcltige Einstellung des Verfahrens gegen den die Berufung f\u00fchrenden Beteiligten nach \u00a7 153a Abs. 2 StPO vor Beginn der Hauptverhandlung einer Verwerfung der Berufung als unzul\u00e4ssig und einer Zur\u00fccknahme gleich, da auch die Einstellung, entsprechend dem Zweck von \u00a7 335 Abs. 3 Satz 1 StPO, eine Anh\u00e4ngigkeit der Sache bei verschiedenen Gerichten verhindere. Insoweit sei die Vorschrift analog anzuwenden mit der Folge, dass die durch einen anderen Verfahrensbeteiligten eingelegte Revision fortan als solche zu behandeln sei.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit Beschluss vom 22. Dezember 2020 hat das Oberlandesgericht K\u00f6ln bei dem Bayerischen Obersten Landesgericht angefragt, ob dieses an seiner Rechtsauffassung festhalte, was es mit Beschluss vom 26. M\u00e4rz 2021 bejaht hat. Das Oberlandesgericht K\u00f6ln hat die Sache deshalb mit Beschluss vom 23. April 2021 dem Bundesgerichtshof zur Entscheidung folgender Rechtsfrage vorgelegt:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:36pt\">\u201eIst eine Sprungrevision als Berufung durchzuf\u00fchren, wenn gegen ein amtsgerichtliches Urteil der eine Angeklagte (Sprung-) Revision, der andere Berufung einlegt und das gegen den Berufungsf\u00fchrer gerichtete Verfahren abgetrennt und gem\u00e4\u00df \u00a7 153a Abs. 2 StPO eingestellt wird?\u201c<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Generalbundesanwalt tritt dem Oberlandesgericht K\u00f6ln bei und beantragt die Vorlegungsfrage entsprechend zu beschlie\u00dfen. Zudem regt er eine Erstreckung der Vorlegungsfrage auf die F\u00e4lle der \u00a7 153 Abs. 2 und \u00a7 154 Abs. 2 StPO an.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>II.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Vorlage ist unzul\u00e4ssig. Die Voraussetzungen der \u00a7 121 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b) GVG, \u00a7 335 Abs. 2 StPO (vgl. hierzu BGH, Beschluss vom 12. Dezember 1951 \u2013 3 StR 691\/51, BGHSt 2, 63, 64 f.) sind nicht gegeben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Eine Vorlagepflicht besteht nach \u00a7 121 Abs. 2 GVG dann, wenn ein Oberlandesgericht in den dort genannten F\u00e4llen in tragender Weise von einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs oder eines anderen Oberlandesgerichts abweichen will, sich mithin das rechtliche Ergebnis der beabsichtigten von demjenigen der fremden Entscheidung unterscheidet (vgl. M\u00fcKo-StPO\/Kotz\/Oglakcioglu, GVG, \u00a7 121 Rn. 35). Die Abweichung muss eine Rechtsfrage betreffen, die in der fr\u00fcheren Entscheidung beantwortet ist und die sich bei der beabsichtigten Entscheidung in identischer Weise stellt; weisen der Sachverhalt der Vorentscheidung und jener der zu treffenden Entscheidung in wesentlichen Beziehungen Verschiedenheiten auf, so dass die sich in beiden F\u00e4llen stellende Rechtsfrage unterschiedlich beantwortet werden kann, besteht \u2013 ausgehend vom Zweck des \u00a7 121 Abs. 2 GVG, die Einheitlichkeit der Rechtsanwendung zu sichern (vgl. BGH, Beschluss vom 21. M\u00e4rz 2000 \u2013 4 StR 287\/99, BGHSt 46, 17, 20) \u2013 kein Anlass f\u00fcr eine Vorlage (vgl. Senat, Beschluss vom 24. April 1986 \u2013 2 StR 565\/85, BGHSt 34, 71, 76; BGH, Beschl\u00fcsse vom 31. Oktober 1978 \u2013 5 StR 432\/78, BGHSt 28, 165, 167; vom 18. Juni 2020 \u2013 1 StR 95\/20, NStZ-RR 2020, 322 f.; SSW-StPO\/Quentin, 4. Aufl., GVG, \u00a7 121 Rn. 14; LR-StPO\/Franke, 26. Aufl., GVG, \u00a7 121 Rn. 64 f.; KK-StPO\/Feilcke, 8. Aufl., GVG, \u00a7 121 Rn. 34).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. So liegt der Fall hier. Das vorlegende Oberlandesgericht ist mit einer anderen Prozesslage befasst als es das Bayerische Oberste Landesgericht gewesen ist und ist damit durch dessen Entscheidung vom 14. Februar 1994 nicht in der Beantwortung der vorgelegten Rechtsfrage gebunden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Im vorliegenden Fall ist die vorl\u00e4ufige Einstellung des gegen den Mitangeklagten gef\u00fchrten Verfahrens erst w\u00e4hrend der Hauptverhandlung vor dem Berufungsgericht vorgenommen worden, wohingegen das Bayerische Oberste Landesgericht \u00fcber eine Anwendbarkeit des \u00a7 335 Abs. 3 Satz 1 StPO in einem Sachverhalt zu befinden hatte, bei dem schon die endg\u00fcltige Verfahrenseinstellung vor Beginn der Hauptverhandlung erfolgt ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Diese tats\u00e4chlichen Unterschiede sind f\u00fcr die Frage der entsprechenden Anwendbarkeit von \u00a7 335 Abs. 3 StPO rechtlich beachtlich, sodass eine von der Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts abweichende Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts durch das Oberlandesgericht K\u00f6ln jedenfalls m\u00f6glich ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Dieses hat die vorgenannten tats\u00e4chlichen Unterschiede zwar erkannt, ihnen aber keine rechtliche Bedeutung beigemessen. Begr\u00fcndet hat es dies damit, dass die Voraussetzungen f\u00fcr die Anwendung des \u00a7 153a Abs. 2 StPO identisch seien, gleich ob eine Einstellung vor oder nach Beginn der Hauptverhandlung erfolge. Diese Bewertung greift indes zu kurz.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) \u00a7 335 Abs. 3 Satz 1 StPO bezweckt in erster Linie, zu verhindern, dass ein Verfahren durch verschiedenartige Anfechtung in zwei unterschiedliche Rechtsz\u00fcge ger\u00e4t (vgl. BGH, Urteil vom 13. Mai 1953 \u2013 5 StR 640\/52, BGHSt 4, 207, 208; KK-StPO\/Gericke, 8. Aufl., \u00a7 335 Rn. 10; M\u00fcKo-StPO\/Knauer\/Kudlich, \u00a7 335 Rn. 15; BeckOK-StPO\/Wiedner, 44. Edition, \u00a7 335 Rn. 32) und will sich widersprechende Entscheidungen in einer Sache vermeiden (vgl. RG, Beschluss vom 6. Juni 1929 \u2013 g.S. II 500\/29, RGSt 63, 194, 196; LR-StPO\/Franke, 26. Aufl., \u00a7 335 Rn. 21). Ihm liegen zumindest auch prozess\u00f6konomische Erw\u00e4gungen zugrunde (vgl. KMR-StPO\/Momsen, Lfg. 54, \u00a7 335 Rn. 35).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>cc) Dahingestellt kann bleiben, ob die Ansicht des Bayerischen Obersten Landesgerichts zutrifft, \u00a7 335 Abs. 3 StPO sei \u00fcber dessen Wortlaut hinaus entsprechend auf jene F\u00e4lle anzuwenden, in denen das Berufungsverfahren vor Beginn der Hauptverhandlung endg\u00fcltig eingestellt worden ist. Prozess\u00f6konomische Gesichtspunkte spielen bei einem bereits vor Beginn der Berufungshauptverhandlung endg\u00fcltig eingestellten Verfahren eine geringere Rolle als bei einer Einstellung nach deren Beginn. Es liegt auf der Hand, dass die Beurteilung der Anwendbarkeit von \u00a7 335 Abs. 3 StPO auf die vorliegende Fallkonstellation dadurch beeinflusst werden kann, dass justizielle Ressourcen durch die Anberaumung und (teilweise) Durchf\u00fchrung einer Hauptverhandlung unwiederbringlich verbraucht w\u00fcrden, wenn nach Einstellung des Berufungsverfahrens nach Beginn der Hauptverhandlung das Revisionsverfahren fortzuf\u00fchren w\u00e4re.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>dd) Dem steht auch nicht entgegen, dass in den gesetzlich geregelten F\u00e4llen des \u00a7 335 Abs. 3 StPO nicht danach unterschieden wird, ob die Berufungsr\u00fccknahme bzw. deren Verwerfung als unzul\u00e4ssig vor oder nach Beginn der Hauptverhandlung erfolgt ist. Aber in den gesetzlich geregelten F\u00e4llen ist das Berufungsgericht \u2013 anders als bei einer Einstellung nach \u00a7 153a Abs. 2 StPO \u2013 ohne Einflussm\u00f6glichkeit auf den Abschluss des Berufungsverfahrens. Es vollzieht die Erledigung des Berufungsverfahrens aus rein formalen Gr\u00fcnden und ohne eigene Gestaltungsm\u00f6glichkeit, die ihm bei \u00a7 153a StPO er\u00f6ffnet sind (vgl. auch BT-Drucks. 7\/551, S. 69).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Das vorlegende Oberlandesgericht ist damit durch die Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts vom 14. Februar 1994 nicht daran gehindert, das gegen den Angeklagten gef\u00fchrte Verfahren an das Landgericht K\u00f6ln zur\u00fcckzugeben. Eine Beantwortung der Vorlegungsfrage ist nicht veranlasst.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Franke\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Krehl\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Meyberg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Grube\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Schmidt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KORE677772022&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BGH_2_StR_201-21_KORE677772022.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tenor Die Sache wird an das Oberlandesgericht K\u00f6ln zur\u00fcckgegeben. 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