{"id":659913,"date":"2026-04-23T14:17:14","date_gmt":"2026-04-23T12:17:14","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundessozialgericht-9-senat-beschluss-2022-08-25-b-9-sb-4-22-b\/"},"modified":"2026-04-23T14:17:14","modified_gmt":"2026-04-23T12:17:14","slug":"bundessozialgericht-9-senat-beschluss-2022-08-25-b-9-sb-4-22-b","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/ru\/jurisprudences\/bundessozialgericht-9-senat-beschluss-2022-08-25-b-9-sb-4-22-b\/","title":{"rendered":"Bundessozialgericht, 9. Senat, Beschluss, 2022-08-25, B 9 SB 4\/22 B"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Der Antrag des Kl\u00e4gers, ihm f\u00fcr das Verfahren der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Bayerischen Landessozialgerichts vom 13. Oktober 2021 Prozesskostenhilfe unter Beiordnung von Rechtsanw\u00e4ltin K aus S, zu bewilligen, wird abgelehnt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beschwerde des Kl\u00e4gers gegen die Nichtzulassung der Revision im genannten Urteil wird als unzul\u00e4ssig verworfen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Kosten des Beschwerdeverfahrens sind nicht zu erstatten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Gr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>I. Der Kl\u00e4ger begehrte die r\u00fcckwirkende Zuerkennung eines GdB von 50 f\u00fcr die Zeit vor dem 28.10.1991 und die Feststellung der Voraussetzungen f\u00fcr die Merkzeichen aG und RF.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das LSG hat den Anspruch auf r\u00fcckwirkende Feststellung sowie auf die begehrten Merkzeichen ebenso wie vor ihm der Beklagte und das SG nach medizinischer Beweisaufnahme verneint <em>(Urteil vom 13.10.2021)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Gegen die Nichtzulassung der Revision in dieser Entscheidung hat der Kl\u00e4ger Beschwerde zum BSG eingelegt und Prozesskostenhilfe (PKH) f\u00fcr die Durchf\u00fchrung des Verfahrens der Nichtzulassungsbeschwerde beantragt. Das LSG habe seine Pflicht zur Amtsermittlung <em>(\u00a7 103 SGG)<\/em> und zur Gew\u00e4hrung rechtlichen Geh\u00f6rs verletzt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>II. Der Antrag des Kl\u00e4gers auf PKH ist abzulehnen. Damit scheidet auch die Beiordnung der Prozessbevollm\u00e4chtigten als Teil der PKH aus <em>(\u00a7 73a Abs 1 Satz 1 SGG iVm \u00a7 121 Abs 1 ZPO)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Gem\u00e4\u00df \u00a7 73a Abs 1 Satz 1 SGG iVm \u00a7 114 Abs 1 Satz 1 ZPO kann einem bed\u00fcrftigen Beteiligten f\u00fcr das Verfahren vor dem BSG nur dann PKH bewilligt werden, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet. Daran fehlt es hier.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Die Nichtzulassungsbeschwerde des Kl\u00e4gers ist unzul\u00e4ssig. Die Begr\u00fcndung verfehlt die gesetzlichen Anforderungen. Der Kl\u00e4ger hat den allein geltend gemachten Zulassungsgrund des Verfahrensmangels <em>(\u00a7 160 Abs 2 Nr 3 SGG)<\/em> nicht ordnungsgem\u00e4\u00df bezeichnet <em>(\u00a7 160a Abs 2 Satz 3 SGG)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Wird eine Nichtzulassungsbeschwerde darauf gest\u00fctzt, es liege ein Verfahrensmangel vor, auf dem die angefochtene Entscheidung beruhen k\u00f6nne <em>(\u00a7 160 Abs 2 Nr 3 Halbsatz 1 SGG)<\/em>, so m\u00fcssen bei der Bezeichnung dieses Mangels <em>(\u00a7 160a Abs 2 Satz 3 SGG)<\/em> zun\u00e4chst die ihn (vermeintlich) begr\u00fcndenden Tatsachen substantiiert dargetan werden. Gem\u00e4\u00df \u00a7 160 Abs 2 Nr 3 Halbsatz 2 SGG kann der geltend gemachte Verfahrensmangel dabei auf eine Verletzung des \u00a7 103 SGG nur gest\u00fctzt werden, wenn er sich auf einen Beweisantrag bezieht, dem das LSG ohne hinreichende Begr\u00fcndung nicht gefolgt ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) In dieser Hinsicht fehlt es bereits an der zwingend erforderlichen zusammenh\u00e4ngenden, vollst\u00e4ndigen, chronologisch geordneten und aus sich heraus verst\u00e4ndlichen Darstellung der Verfahrens- und Prozessgeschichte sowie des vom LSG festgestellten Sachverhalts und damit der Tatumst\u00e4nde, die nach der ma\u00dfgeblichen materiellen Rechtsauffassung des LSG zu weiterer Sachaufkl\u00e4rung Anlass h\u00e4tten geben k\u00f6nnen <em>(vgl stRspr; zB BSG Beschluss vom 11.4.2022 &#8212; B 9 SB 59\/21 B &#8212; juris RdNr 6; BSG Beschluss vom 16.2.2017 &#8212; B 9 V 48\/16 B &#8212; juris RdNr 10)<\/em>. Es ist nicht Aufgabe des BSG, sich im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren die ma\u00dfgeblichen Tatsachen aus dem angegriffenen Urteil und\/oder den Gerichts- und Verwaltungsakten selbst herauszusuchen <em>(stRspr; zB BSG Beschluss vom 6.8.2019 &#8212; B 9 V 14\/19 B &#8212; juris RdNr 4; BSG Beschluss vom 14.2.2019 &#8212; B 9 SB 51\/18 B &#8212; juris RdNr 23).<\/em>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die von der Prozessbevollm\u00e4chtigten des Kl\u00e4gers eingereichte Beschwerdeschrift gibt den Verfahrensgang sowie den vom LSG festgestellten Sachverhalt lediglich bruchst\u00fcckhaft, ungeordnet und teilweise in laienhaften Formulierungen wieder, auch weil sie ganze Passagen des vorab \u00fcbersandten PKH-Antrags des Kl\u00e4gers vom 30.1.2022 w\u00f6rtlich \u00fcbernommen hat. Daraus ergibt sich ein weiterer Grund f\u00fcr die Unzul\u00e4ssigkeit der Beschwerde. Die blo\u00dfe Vorlage eines vom Prozessbevollm\u00e4chtigten unterzeichneten, sonst unver\u00e4nderten Schriftsatzes des Beteiligten stellt keine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Beschwerdebegr\u00fcndung dar, soweit der Bevollm\u00e4chtigte die Durchsicht und Gliederung des Streitstoffs unterlassen hat <em>(BSG Beschluss vom 3.11.2010 &#8212; B 5 R 282\/10 B &#8212; juris RdNr 9; Karmanski in Roos\/Wahrendorf\/M\u00fcller, SGG, Stand: 1.8.2022, \u00a7 160a RdNr 46 mwN; zur Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit BVerfG &lt;Kammer&gt; Beschluss vom 19.11.1992 &#8212; 1 BvR 1233\/92 &#8212; juris RdNr 6)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Auch im \u00dcbrigen ist die behauptete Verletzung der Sachaufkl\u00e4rungspflicht nicht hinreichend substantiiert dargelegt. Wird &#8212; wie vom Kl\u00e4ger &#8212; ein Versto\u00df gegen die tatrichterliche Sachaufkl\u00e4rungspflicht <em>(\u00a7 103 SGG)<\/em> ger\u00fcgt, muss die Beschwerdebegr\u00fcndung hierzu folgende Punkte enthalten: (1) Bezeichnung eines f\u00fcr das Revisionsgericht ohne Weiteres auffindbaren und bis zuletzt aufrechterhaltenen Beweisantrags, dem das LSG nicht gefolgt ist, (2) Wiedergabe der Rechtsauffassung des LSG, aufgrund derer bestimmte Tatfragen als kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig h\u00e4tten erscheinen und zur weiteren Sachaufkl\u00e4rung dr\u00e4ngen m\u00fcssen, (3) Angabe des voraussichtlichen Ergebnisses der unterbliebenen Beweisaufnahme und (4) Schilderung, dass und warum die Entscheidung des LSG auf einer angeblich fehlerhaft unterlassenen Beweisaufnahme beruhen kann, das LSG mithin bei Kenntnis des behaupteten Ergebnisses der unterbliebenen Beweisaufnahme von seinem Standpunkt aus zu einem anderen, dem Beschwerdef\u00fchrer g\u00fcnstigeren Ergebnis h\u00e4tte gelangen k\u00f6nnen <em>(zum Ganzen s BSG Beschluss vom 20.2.2019 &#8212; B 9 SB 67\/18 B &#8212; juris RdNr 6 mwN).<\/em>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Diese Darlegungsanforderungen an eine Sachaufkl\u00e4rungsr\u00fcge verfehlt die Beschwerde. Dies gilt zun\u00e4chst f\u00fcr die nach Ansicht des Kl\u00e4gers prozessordnungswidrig unterbliebene Vernehmung des Zeugen M. In dieser Hinsicht hat der Kl\u00e4ger bereits keinen f\u00fcr das Revisionsgericht ohne Weiteres auffindbaren und bis zuletzt aufrechterhaltenen Beweisantrag bezeichnet, dem das LSG nicht gefolgt ist. Der Kl\u00e4ger gibt lediglich an, der Zeuge habe in der m\u00fcndlichen Verhandlung &#171;eine Aussage unter Eid angeboten&#187;. Zwar sind an Form, Inhalt, Formulierung und Pr\u00e4zisierung eines Beweisantrags verminderte Anforderungen zu stellen, wenn der Kl\u00e4ger &#8212; wie hier &#8212; in der Berufungsinstanz noch nicht durch einen rechtskundigen Prozessbevollm\u00e4chtigten vertreten war <em>(vgl BSG Beschluss vom 8.5.2018 &#8212; B 1 KR 3\/18 B &#8212; juris RdNr 5; BSG Beschluss vom 18.9.2003 &#8212; B 9 SB 11\/03 B &#8212; SozR 4-1500 \u00a7 160 Nr 1 RdNr 6)<\/em>. Auch ein unvertretener Kl\u00e4ger muss aber dem Gericht deutlich machen, dass und welchen Aufkl\u00e4rungsbedarf er noch sieht <em>(vgl BSG Beschluss vom 3.11.2021 &#8212; B 4 AS 186\/21 B &#8212; juris RdNr 5; BSG Beschluss vom 8.5.2018 &#8212; B 1 KR 3\/18 B &#8212; juris RdNr 5)<\/em>. Ein solches hinreichend konkretes Sachaufkl\u00e4rungsverlangen &#8212; und nicht lediglich ein unbestimmtes Beweisangebot &#8212; hat die Beschwerde nicht dargelegt. Auch zeigt sie nicht auf, dass es sich aus dem Urteil des LSG ergibt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Ebenso wenig legt die Beschwerde hinreichend dar, warum das LSG sich auf dem Boden seiner Rechtsauffassung zu der beantragten Vernehmung des benannten Zeugen zum Gesundheitszustand des Kl\u00e4gers h\u00e4tte gedr\u00e4ngt sehen m\u00fcssen. Dies w\u00e4re umso gehaltvoller zu begr\u00fcnden gewesen, als das LSG zum Gesundheitszustand des Kl\u00e4gers bereits umfassend medizinisch ermittelt hatte.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Auch soweit der Kl\u00e4ger die unterbliebene Vernehmung weiterer Zeugen r\u00fcgen m\u00f6chte, fehlt es schon an der Bezeichnung prozessordnungsgem\u00e4\u00dfer Beweisantr\u00e4ge und an der stichhaltigen Darlegung, warum sich dem Berufungsgericht weitere Ermittlungen durch Vernehmung dieser Zeugen h\u00e4tten aufdr\u00e4ngen sollen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Der Kl\u00e4ger zeigt auch keine Verletzung rechtlichen Geh\u00f6rs in Form des gesetzlichen Fragerechts aus \u00a7 116 Satz 2, \u00a7 118 Abs 1 Satz 1 SGG iVm \u00a7\u00a7 397, 402, 411 Abs 4 ZPO auf. Er r\u00fcgt, das LSG habe sein gesetzliches Recht auf Befragung des Sachverst\u00e4ndigen Dr. G verletzt. Die Aus\u00fcbung des Fragerechts an den Sachverst\u00e4ndigen setzt indes einen rechtzeitigen Antrag auf Befragung und eine hinreichend konkrete Bezeichnung der noch erl\u00e4uterungsbed\u00fcrftigen Punkte voraus <em>(stRspr; BSG Beschluss vom 27.9.2018 &#8212; B 9 V 14\/18 B &#8212; juris RdNr 14 mwN)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Zu beiden Voraussetzungen des Fragerechts legt die Beschwerde nichts dar. Der Kl\u00e4ger tr\u00e4gt lediglich vor, das LSG h\u00e4tte den Sachverst\u00e4ndigen Dr. G zur Beurteilung &#171;seiner Glaubw\u00fcrdigkeit&#187; anh\u00f6ren m\u00fcssen, anstatt die Beurteilung auf die Einsch\u00e4tzung anderer Sachverst\u00e4ndiger zu st\u00fctzen. Letztlich wendet sich der Kl\u00e4ger damit gegen die Beweisw\u00fcrdigung des LSG, die \u00a7 160 Abs 2 Nr 3 Halbsatz 2 SGG indes der Beurteilung durch das Revisionsgericht vollst\u00e4ndig entzieht. Kraft der darin enthaltenen ausdr\u00fccklichen gesetzlichen Anordnung kann die Beweisw\u00fcrdigung des Berufungsgerichts mit der Nichtzulassungsbeschwerde weder unmittelbar noch mittelbar angegriffen werden <em>(BSG Beschluss vom 1.7.2020 &#8212; B 9 SB 5\/20 B &#8212; juris RdNr 10 mwN)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Soweit der Kl\u00e4ger schlie\u00dflich m\u00f6glicherweise andeuten m\u00f6chte, er halte den Vorsitzenden Richter des LSG wegen &#171;Freunderlwirtschaft&#187; f\u00fcr befangen, kann er mit diesem Vortrag im Beschwerdeverfahren schon deshalb nicht geh\u00f6rt werden, weil er nicht dargelegt hat, beim LSG einen Befangenheitsantrag nach \u00a7 60 Abs 1 SGG iVm \u00a7 42 Abs 2 ZPO gestellt zu haben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Von einer weiteren Begr\u00fcndung sieht der Senat ab <em>(vgl \u00a7 160a Abs 4 Satz 2 Halbsatz 2 SGG)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Die Beschwerde ist somit ohne Zuziehung der ehrenamtlichen Richter zu verwerfen <em>(\u00a7 160a Abs 4 Satz 1 Halbsatz 2, \u00a7 169 Satz 2 und 3 SGG)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>4. Die Kostenentscheidung beruht auf der entsprechenden Anwendung des \u00a7 193 SGG.<\/p>\n<p>Kaltenstein\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Othmer\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 R\u00f6hl<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KSRE143460612&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BSG_B_9_SB_4-22_B_KSRE143460612.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tenor Der Antrag des Kl\u00e4gers, ihm f\u00fcr das Verfahren der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Bayerischen Landessozialgerichts vom 13. Oktober 2021 Prozesskostenhilfe unter Beiordnung von Rechtsanw\u00e4ltin K aus S, zu bewilligen, wird abgelehnt. Die Beschwerde des Kl\u00e4gers gegen die Nichtzulassung der Revision im genannten Urteil wird als unzul\u00e4ssig verworfen. 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