{"id":663015,"date":"2026-04-23T20:31:40","date_gmt":"2026-04-23T18:31:40","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundesgerichtshof-2-strafsenat-beschluss-2022-07-06-2-str-53-22\/"},"modified":"2026-04-23T20:31:40","modified_gmt":"2026-04-23T18:31:40","slug":"bundesgerichtshof-2-strafsenat-beschluss-2022-07-06-2-str-53-22","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/ru\/jurisprudences\/bundesgerichtshof-2-strafsenat-beschluss-2022-07-06-2-str-53-22\/","title":{"rendered":"Bundesgerichtshof, 2. Strafsenat, Beschluss, 2022-07-06, 2 StR 53\/22"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Kassel vom 18. November 2021, soweit es ihn betrifft, mit den Feststellungen aufgehoben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Hinsichtlich der F\u00e4lle II. 51 bis 56 der Urteilsgr\u00fcnde wird die Sache an das Amtsgericht Fulda zur\u00fcckgegeben; die insoweit angefallenen Kosten des Verfahrens und die notwendigen Auslagen des Angeklagten werden der Staatskasse auferlegt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Hinsichtlich der F\u00e4lle II. 1 bis 48 der Urteilsgr\u00fcnde wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch \u00fcber die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zur\u00fcckverwiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Gr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Landgericht hat den Angeklagten wegen \u201eDiebstahls in 17 F\u00e4llen, in Tatmehrheit mit Betrug in 29 F\u00e4llen, wobei es in 5 F\u00e4llen beim Versuch blieb, davon in den 24 \u00fcbrigen F\u00e4llen in Tateinheit mit Urkundenf\u00e4lschung, in Tatmehrheit mit Computerbetrug in 7 F\u00e4llen, wobei es in 4 F\u00e4llen beim Versuch blieb, in Tatmehrheit mit Unterschlagung in 1 Fall\u201c zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt und eine Einziehungsentscheidung getroffen. Die auf die Sachr\u00fcge gest\u00fctzte Revision des Angeklagten f\u00fchrt zur Aufhebung des Urteils und zur Zur\u00fcckverweisung hinsichtlich der F\u00e4lle II. 1 bis 48 der Urteilsgr\u00fcnde bzw. zur R\u00fcckgabe an das Amtsgericht Fulda hinsichtlich der F\u00e4lle II. 51 bis 56 der Urteilsgr\u00fcnde.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Die Verurteilung des Angeklagten in den F\u00e4llen II. 51 bis 56 der Urteilsgr\u00fcnde kann wegen eines von Amts wegen zu beachtenden Verfahrenshindernisses nicht bestehen bleiben. Die Strafkammer des Landgerichts Kassel war f\u00fcr die Entscheidung nicht zust\u00e4ndig.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Taten II. 51 bis 56 der Urteilsgr\u00fcnde waren Gegenstand einer Anklage der Staatsanwaltschaft Fulda vom 8. Oktober 2020, die zum Amtsgericht Fulda \u2013 Strafrichter \u2013 erhoben und mit Beschluss vom 30. November 2020 zur Hauptverhandlung zugelassen wurde. Bei den den Angeklagten betreffenden F\u00e4llen II. 1 bis 48 der Urteilsgr\u00fcnde handelt es sich um Vergehen, die die Staatsanwaltschaft Kassel am 5. Januar 2021 beim Landgericht Kassel angeklagt hat.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Nach Korrespondenz zwischen dem Amtsgericht Fulda und dem Landgericht Kassel wurde das beim Amtsgericht Fulda rechtsh\u00e4ngige Verfahren vor Beginn der Hauptverhandlung mit Zustimmung der beteiligten Staatsanwaltschaften und nach Gelegenheit zur Stellungnahme f\u00fcr den Angeklagten mit Verf\u00fcgung des Vorsitzenden vom 7. Mai 2021 vom Landgericht Kassel \u201e\u00fcbernommen\u201c.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit Beschluss vom 27. Oktober 2021 hat das Landgericht Kassel unter Ziffer 1 der Entscheidung die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Kassel vom 5. Januar 2021 zur Hauptverhandlung zugelassen und vor der 9. Gro\u00dfen Strafkammer des Landgerichts er\u00f6ffnet. Zugleich hat die Strafkammer unter Ziffer 2 des Beschlusses vom 27. Oktober 2021 das vom Amtsgericht Fulda \u00fcbernommene Verfahren zu dem bei ihm anh\u00e4ngigen Verfahren hinzu verbunden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Die \u00dcbernahme und Verbindung ist unwirksam (vgl. BGH, Beschluss vom 11. Juli 2013 \u2013 3 StR 166\/13 Rn. 3 mwN). Eine hier offensichtlich ins Auge gefasste Verfahrensverbindung gem\u00e4\u00df \u00a7 13 Abs. 2 Satz 1 StPO durch Vereinbarung der Gerichte kam nicht in Betracht, weil eine solche Verbindung nur bei Strafsachen m\u00f6glich ist, die bei verschiedenen \u00f6rtlich zust\u00e4ndigen Gerichten gleicher Ordnung anh\u00e4ngig sind. Soll aber \u2013 wie hier \u2012 eine nicht nur die \u00f6rtliche, sondern auch die sachliche Zust\u00e4ndigkeit \u00e4ndernde Verbindung erfolgen, kann dies, wenn die Gerichte nicht alle zum Bezirk des rangh\u00f6heren Gerichts geh\u00f6ren, nur nach \u00a7 4 Abs. 2 Satz 2 StPO durch eine Entscheidung des gemeinschaftlichen oberen Gerichts erfolgen (vgl. BGH, Beschl\u00fcsse vom 11. Juli 2013 \u2013 3 StR 166\/13, Rn. 4; vom 8. Juni 2021 \u2012 4 StR 68\/21, Rn. 4). Dies w\u00e4re hier allein das Oberlandesgericht Frankfurt am Main. Eine solche Entscheidung ist aber nicht ergangen. Eine \u201eHeilung\u201c dieses Mangels durch einen Verbindungsbeschluss des Bundesgerichtshofs im Revisionsverfahren kommt unter anderem auch deshalb nicht in Betracht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Die Sache ist daher insoweit nicht beim Landgericht Kassel anh\u00e4ngig geworden. Das sich hieraus ergebende, nach \u00a7 6 StPO von Amts wegen zu beachtende Verfahrenshindernis bedingt die beantragte Teilaufhebung des angefochtenen Urteils in den F\u00e4llen II. 51 bis 56 der Urteilsgr\u00fcnde. Die Sache ist in diesem Umfang noch beim Amtsgericht Fulda rechtsh\u00e4ngig und deshalb an dieses entsprechend \u00a7 355 StPO zur\u00fcckzugeben (vgl. BGH, Beschl\u00fcsse vom 8. Juni 2021 \u2013 4 StR 68\/21; vom 11. Juli 2013 \u2013 3 StR 166\/13).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Die Verurteilung des Angeklagten in den F\u00e4llen II. 1 bis 48 der Urteilsgr\u00fcnde hat bereits deshalb keinen Bestand, weil die Beweisw\u00fcrdigung des Landgerichts nicht den Mindestanforderungen gen\u00fcgt, die an die Darlegung der richterlichen \u00dcberzeugungsbildung zu stellen sind.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Feststellungen des Landgerichts zu den Verurteilungen in den F\u00e4llen II. 1 bis 48 der Urteilsgr\u00fcnde, die sich auf eine w\u00f6rtliche Wiedergabe des Anklagesatzes der Anklage der Staatsanwaltschaft Kassel vom 5. Januar 2021 beschr\u00e4nken, betreffen eine Vielzahl von Diebstahls- und (Computer-)Betrugstaten des Angeklagten im Zeitraum zwischen dem 25. Juni 2019 und dem 19. Juni 2020. Die Strafkammer hat diese Feststellungen ohne Vernehmung von Zeugen oder Verlesung von Urkunden allein auf das Gest\u00e4ndnis des Angeklagten gest\u00fctzt und dazu ausgef\u00fchrt, er habe \u201edie Anklagevorw\u00fcrfe [\u2026] in vollem Umfang einger\u00e4umt\u201c, \u201ean der Richtigkeit seines Gest\u00e4ndnisses bestehen keinerlei Zweifel\u201c.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Damit hat die Strafkammer sich ihre \u00dcberzeugung von der T\u00e4terschaft des Angeklagten auf unzureichender Basis verschafft, was auch allein auf die Sachr\u00fcge zu ber\u00fccksichtigen ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Aus dem Schuldprinzip folgt die Verpflichtung der Strafgerichte, von Amts wegen den wahren Sachverhalt zu erforschen (vgl. BVerfG, Urteil vom 19. M\u00e4rz 2013 \u2012 2 BvR 2628\/10 u.a., NJW 2013, 1058, 1060). Diese Pflicht darf nicht dem Interesse an einer einfachen und schnellstm\u00f6glichen Erledigung des Verfahrens geopfert werden. Es ist unzul\u00e4ssig, dem Urteil einen Sachverhalt zu Grunde zu legen, der nicht auf einer erkennbaren \u00dcberzeugungsbildung unter Aussch\u00f6pfung des Beweismaterials beruht. Dies gilt auch dann, wenn sich der Angeklagte gest\u00e4ndig gezeigt hat (vgl. BGH, Beschl\u00fcsse vom 15. April 2013 \u2012 3 StR 35\/13, StV 2013, 684; vom 6. August 2013 \u2012 3 StR 212\/13, StV 2013, 703; Senat, Beschl\u00fcsse vom 5. November 2013 \u2012 2 StR 265\/13, NStZ 2014, 170; vom 24. September 2013 \u2012 2 StR 267\/13, BGHSt 59, 21, 27 f.; vom 3. M\u00e4rz 2016 \u2013 2 StR 360\/15, NStZ 2016, 489). Die Beschr\u00e4nkung der Beweisw\u00fcrdigung im Wesentlichen auf den blo\u00dfen Hinweis, der Angeklagte sei gest\u00e4ndig gewesen, gen\u00fcgt insbesondere dann nicht, wenn aufgrund der Komplexit\u00e4t und der zahlreichen Details des festgestellten Sachverhalts Zweifel bestehen k\u00f6nnen, dass der Angeklagte an das Tatgeschehen eine auch in den Einzelheiten gen\u00fcgende Erinnerung hat (vgl. BGH, Beschluss vom 15. April 2013 \u2013 3 StR 35\/13, NStZ 2014, 53 mwN). Auch gen\u00fcgt es nicht, das Gest\u00e4ndnis des Angeklagten durch blo\u00dfen Abgleich des Erkl\u00e4rungsinhalts mit der Aktenlage zu \u00fcberpr\u00fcfen, weil dies keine hinreichende Grundlage f\u00fcr die \u00dcberzeugungsbildung des Gerichts aus dem Inbegriff der Hauptverhandlung darstellt (vgl. Senat, Beschluss vom 5. November 2013 \u2013 2 StR 265\/13, NStZ 2014, 170).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Gemessen daran ist die Beweisw\u00fcrdigung rechtsfehlerhaft, denn die Urteilsgr\u00fcnde lassen nicht erkennen, dass die Strafkammer das Gest\u00e4ndnis des Angeklagten einer inhaltlichen \u00dcberpr\u00fcfung unterzogen hat. Zwar hat der Angeklagte in seiner Einlassung sein generelles Vorgehen erl\u00e4utert und in elf F\u00e4llen n\u00e4her konkretisiert. Gleichwohl erschlie\u00dft sich aus den Urteilsgr\u00fcnden nicht, wie der \u201evor dem Hintergrund eines ganz erheblichen Suchtdrucks und auch aus Angst vor Entzug\u201c handelnde Angeklagte die festgestellten Einzelheiten der zahlreichen gleichf\u00f6rmig ver\u00fcbten Taten, insbesondere Tattag, genaue Tatzeit, Tatbeute und Gesch\u00e4digte in Erinnerung gehabt haben konnte.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. F\u00fcr die neue Hauptverhandlung weist der Senat auf Folgendes hin:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Im Hinblick auf den Einsatz entwendeter EC- bzw. Kreditkarten in Ladengesch\u00e4ften wird f\u00fcr jeden Einzelfall festzustellen sein, ob die Waren deshalb bezahlt werden konnten, weil das Kartenterminal f\u00fcr die Zahlungsabwicklung zur Legitimation eine Unterschrift oder die Eingabe einer PIN vorgab (vgl. insoweit die Antragsschrift des Generalbundesanwalts).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Nach der st\u00e4ndigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann bei Beschaffungsdelikten eines rauschgiftabh\u00e4ngigen T\u00e4ters dessen Steuerungsf\u00e4higkeit unter Umst\u00e4nden auch dann erheblich vermindert sein, wenn er bei Tatbegehung unter starken Entzugserscheinungen leidet (vgl. Senat, Beschluss vom 21. Oktober 2020 \u2013 2 StR 362\/20, NStZ-RR 2021, 77 mwN). Zur erneuten Beurteilung der Schuldf\u00e4higkeit des Angeklagten wird zweckm\u00e4\u00dfigerweise ein neuer Sachverst\u00e4ndiger hinzuzuziehen sein.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Franke\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Eschelbach\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Meyberg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Grube\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Schmidt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KORE677292022&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BGH_2_StR_53-22_KORE677292022.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tenor Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Kassel vom 18. 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Strafsenat, Beschluss, 2022-07-06, 2 StR 53\/22 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kohenavocats.com\/ru\/jurisprudences\/bundesgerichtshof-2-strafsenat-beschluss-2022-07-06-2-str-53-22\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"ru_RU\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Bundesgerichtshof, 2. Strafsenat, Beschluss, 2022-07-06, 2 StR 53\/22\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Tenor Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Kassel vom 18. November 2021, soweit es ihn betrifft, mit den Feststellungen aufgehoben. 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