{"id":680922,"date":"2026-04-25T13:54:47","date_gmt":"2026-04-25T11:54:47","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundessozialgericht-5-senat-beschluss-2021-09-01-b-5-r-155-21-b\/"},"modified":"2026-04-25T13:54:47","modified_gmt":"2026-04-25T11:54:47","slug":"bundessozialgericht-5-senat-beschluss-2021-09-01-b-5-r-155-21-b","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/ru\/jurisprudences\/bundessozialgericht-5-senat-beschluss-2021-09-01-b-5-r-155-21-b\/","title":{"rendered":"Bundessozialgericht, 5. Senat, Beschluss, 2021-09-01, B 5 R 155\/21 B"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beschwerde der Kl\u00e4gerin gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg vom 26. M\u00e4rz 2021 wird als unzul\u00e4ssig verworfen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beteiligten haben einander keine Kosten f\u00fcr das Beschwerdeverfahren zu erstatten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Gr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>I. Die Kl\u00e4gerin begehrt die Gew\u00e4hrung einer Rente wegen voller Erwerbsminderung statt der bereits bezogenen Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunf\u00e4higkeit.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das SG hat ihre gegen den Bescheid der Beklagten vom 16.2.2016 in Gestalt des Widerspruchsbescheids vom 17.8.2016 gerichtete Klage abgewiesen <em>(Gerichtsbescheid vom 17.5.2018)<\/em>. Im dagegen von der Kl\u00e4gerin angestrengten Berufungsverfahren haben die Beteiligten sich mit einer Entscheidung durch den Berichterstatter anstelle des Senats einverstanden erkl\u00e4rt. Das LSG in Gestalt des Berichterstatters hat die Berufung aufgrund der m\u00fcndlichen Verhandlung vom 26.3.2021 mit Urteil vom selben Tag zur\u00fcckgewiesen, die Verhandlung ist in Abwesenheit der ohne Anordnung des pers\u00f6nlichen Erscheinens geladenen Kl\u00e4gerin und ihres Bevollm\u00e4chtigten durchgef\u00fchrt worden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4gerin hat gegen die Nichtzulassung der Revision in dieser Entscheidung Beschwerde zum BSG eingelegt, die sie mit Schriftsatz vom 27.5.2021 begr\u00fcndet hat. Sie macht ausdr\u00fccklich eine grunds\u00e4tzliche Bedeutung der Sache geltend, die sie darin sieht, dass &#171;erhebliche Verfahrensm\u00e4ngel im Sinne von \u00a7 160 Abs. 2 Nr. 3 SGG&#187; vorliegen w\u00fcrden. Das LSG habe ihren Anspruch auf rechtliches Geh\u00f6r <em>(Art 103 Abs 1 GG; \u00a7 62 Halbsatz 1 SGG)<\/em> iVm mit dem Justizgew\u00e4hrungsanspruch <em>(Art 2 Abs 1 iVm Art 20 Abs 3 GG)<\/em> und der Garantie effektiven Rechtsschutzes <em>(Art 19 Abs 4 GG)<\/em> verletzt, indem es in Abwesenheit ihres Bevollm\u00e4chtigten \u00fcber die Berufung verhandelt und entschieden habe.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>II. 1. Die Nichtzulassungsbeschwerde der Kl\u00e4gerin ist unzul\u00e4ssig, weil sie nicht in der nach \u00a7 160a Abs 2 Satz 3 SGG gebotenen Form begr\u00fcndet wird. Sie ist daher durch Beschluss ohne Hinzuziehen der ehrenamtlichen Richter zu verwerfen <em>(\u00a7 160a Abs 4 Satz 1 Halbsatz 2 iVm \u00a7 169 Satz 2 und 3 SGG).<\/em>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Kl\u00e4gerin legt die ausdr\u00fccklich geltend gemachte grunds\u00e4tzliche Bedeutung der Rechtssache nicht anforderungsgerecht dar. Die Beschwerdebegr\u00fcndung gen\u00fcgt den insoweit bestehenden Darlegungsanforderungen <em>(vgl dazu aus j\u00fcngerer Zeit zB BSG Beschluss vom 24.6.2021 &#8212; B 5 RE 6\/21 B &#8212; juris RdNr 6 mwN)<\/em> schon deswegen nicht, weil die Kl\u00e4gerin darin keine Rechtsfragen formuliert, die sie gekl\u00e4rt wissen will. Soweit die Kl\u00e4gerin vorbringt, es w\u00fcrden ernstliche Zweifel an der Richtigkeit des Urteils des LSG bestehen, macht sie im Kern geltend, ihr h\u00e4tte die erstrebte Rente zugesprochen werden m\u00fcssen. Die darin liegende R\u00fcge, die angegriffene Entscheidung sei inhaltlich unrichtig, vermag eine grunds\u00e4tzliche Bedeutung der Rechtssache von vornherein nicht zu begr\u00fcnden <em>(vgl aus j\u00fcngerer Zeit zB BSG Beschluss vom 4.3.2021 &#8212; B 5 R 308\/20 B &#8212; juris RdNr 7).<\/em>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Mit ihrem Vortrag zur Durchf\u00fchrung der m\u00fcndlichen Verhandlung vor dem LSG macht die Kl\u00e4gerin vielmehr sinngem\u00e4\u00df das Vorliegen von Verfahrensm\u00e4ngeln geltend. In der Beschwerdebegr\u00fcndung wird aber auch ein solcher nicht anforderungsgerecht bezeichnet.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Wird eine Nichtzulassungsbeschwerde damit begr\u00fcndet, dass ein Verfahrensmangel vorliege, auf dem die angefochtene Entscheidung beruhen k\u00f6nne <em>(\u00a7 160 Abs 2 Nr 3 SGG)<\/em>, so m\u00fcssen zur Bezeichnung des Verfahrensmangels <em>(\u00a7 160a Abs 2 Satz 3 SGG)<\/em> zun\u00e4chst die den Verfahrensfehler (vermeintlich) begr\u00fcndenden Tatsachen substantiiert dargetan werden. Dar\u00fcber hinaus ist es erforderlich darzulegen, dass und warum die Entscheidung des LSG ausgehend von dessen materieller Rechtsansicht auf dem Mangel beruhen kann, also die M\u00f6glichkeit einer Beeinflussung des Urteils besteht. Gem\u00e4\u00df \u00a7 160 Abs 2 Nr 3 Halbsatz 2 SGG kann ein Verfahrensmangel nicht auf eine Verletzung der \u00a7\u00a7 109 und 128 Abs 1 Satz 1 SGG und auf eine Verletzung des \u00a7 103 SGG nur gest\u00fctzt werden, wenn er sich auf einen Beweisantrag bezieht, dem das LSG ohne hinreichende Begr\u00fcndung nicht gefolgt ist. Den sich daraus ergebenden Anforderungen wird die Beschwerdebegr\u00fcndung nicht gerecht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Die Kl\u00e4gerin r\u00fcgt als Geh\u00f6rsverletzung sinngem\u00e4\u00df, dass das LSG den f\u00fcr den 26.3.2021, 12.00 Uhr, anberaumten Termin zur m\u00fcndlichen Verhandlung nicht verlegt habe. Der verfassungsrechtlich garantierte Anspruch auf rechtliches Geh\u00f6r gebietet es, den an einem gerichtlichen Verfahren Beteiligten Gelegenheit zu geben, sich zu dem der Entscheidung zugrunde liegenden Sachverhalt sowie zu den ma\u00dfgeblichen rechtlichen Gesichtspunkten vor Erlass der Entscheidung zu \u00e4u\u00dfern <em>(aus j\u00fcngerer Zeit zB BVerfG &lt;Kammer&gt; Beschluss vom 8.12.2020 &#8212; 1 BvR 117\/16 &#8212; juris RdNr 12 mwN).<\/em> Wird aufgrund m\u00fcndlicher Verhandlung entschieden, m\u00fcssen die Beteiligten die M\u00f6glichkeit erhalten, ihren Standpunkt in der m\u00fcndlichen Verhandlung darzulegen. Liegt ein erheblicher Grund f\u00fcr eine Termin\u00e4nderung iS des \u00a7 227 Abs 1 Satz 1 ZPO iVm \u00a7 202 SGG vor und wird diese ordnungsgem\u00e4\u00df beantragt, begr\u00fcndet dies auch unter Beachtung des allgemeinen Prozessgrundrechts auf ein faires Verfahren grunds\u00e4tzlich eine Pflicht des Gerichts zur Terminaufhebung oder -verlegung oder zur Vertagung einer bereits begonnen Verhandlung <em>(stRspr; aus j\u00fcngerer Zeit zB BSG Beschluss vom 20.4.2021 &#8212; B 5 R 18\/21 B &#8212; juris RdNr 5 mwN).<\/em> Dass ein solcher erheblicher Grund vorgelegen habe und dem LSG zur Kenntnis gelangt sei, wird in der Beschwerdebegr\u00fcndung vom 27.5.2021 nicht dargetan.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4gerin bringt vor, die Vertreterin ihres Bevollm\u00e4chtigten sei am Termintag um 11.59 Uhr im Eingangsbereich des LSG erschienen. Sie habe dort etwa zwei Minuten bis zum Erscheinen eines Gerichtsmitarbeiters gewartet. Anschlie\u00dfend habe sie die Toilettenr\u00e4ume vor dem vorgesehenen Saal aufgesucht. Als sie um etwa 12.03 Uhr an die T\u00fcr des Sitzungssaals geklopft habe, habe sie diese verschlossen vorgefunden. Sie habe sich sodann telefonisch an die Gesch\u00e4ftsstelle gewandt und gefragt, wann der Termin stattfinde. Etwas sp\u00e4ter sei der von der Gesch\u00e4ftsstelle kontaktierte zust\u00e4ndige Berichterstatter im Wartebereich erschienen und habe mitgeteilt, die Verhandlung bereits geschlossen zu haben, weil f\u00fcr die Kl\u00e4gerin niemand erschienen sei. Der Berichterstatter habe noch angemerkt, der Bevollm\u00e4chtigte h\u00e4tte anrufen k\u00f6nnen, um ein versp\u00e4tetes Erscheinen mitzuteilen. Dem l\u00e4sst sich nicht entnehmen, dass von Seiten des Bevollm\u00e4chtigten der Kl\u00e4gerin eine Terminverlegung beantragt worden sei. Die Kl\u00e4gerin r\u00e4umt mit ihrem Vorbringen, ein Verlegungsantrag sei in der geschilderten Situation nicht n\u00f6tig gewesen, im Gegenteil ein, einen solchen zu keinem Zeitpunkt gestellt zu haben. Zwar kann die Gew\u00e4hrung rechtlichen Geh\u00f6rs unter bestimmten Umst\u00e4nden auch ohne ausdr\u00fccklichen Antrag die Vertagung eines bereits begonnenen Termins erfordern <em>(vgl BSG Beschluss vom 9.12.1998 &#8212; B 9 SB 31\/98 B &#8212; juris RdNr 17; Neumann in Hennig, SGG, Stand: Juni 2015, \u00a7 62 RdNr 80 ff).<\/em> Dem Beschwerdevorbringen l\u00e4sst sich jedoch nicht entnehmen, dass dem LSG Umst\u00e4nde bekannt geworden seien, die Anlass f\u00fcr eine Vertagung gegeben haben k\u00f6nnten. Ausgehend von der Schilderung der Kl\u00e4gerin hat es am Sitzungstag vor der Urteilsverk\u00fcndung keinen Kontakt zwischen ihrem Bevollm\u00e4chtigten bzw deren Vertreterin und dem LSG gegeben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Mit ihrem Vorbringen, es sei mindestens die akademische Viertelstunde abzuwarten, r\u00fcgt die Kl\u00e4gerin allerdings sinngem\u00e4\u00df als weitere Geh\u00f6rsverletzung, dass das LSG die m\u00fcndliche Verhandlung ohne hinreichendes Zuwarten er\u00f6ffnet habe. Den Beteiligten ist vor jeder Entscheidung rechtliches Geh\u00f6r zu gew\u00e4hren <em>(\u00a7 62 SGG).<\/em> Findet eine m\u00fcndliche Verhandlung statt, begr\u00fcndet der Anspruch auf rechtliches Geh\u00f6r das Recht des Beteiligten zur \u00c4u\u00dferung in dieser Verhandlung <em>(stRspr; vgl zB BSG Beschluss vom 16.12.2014 &#8212; B 9 SB 56\/14 B &#8212; juris RdNr 8 mwN).<\/em> Die Beteiligten erhalten dadurch die M\u00f6glichkeit, sich auch dort mit tats\u00e4chlichen und rechtlichen Argumenten zu behaupten <em>(vgl zu diesem Aspekt des verfassungsrechtlich verb\u00fcrgten Anspruchs auf rechtliches Geh\u00f6r BVerfG Beschluss vom 11.2.1987 &#8212; 1 BvR 475\/85 &#8212; BVerfGE 74, 228, RdNr 24 mwN).<\/em> Dieser Pflicht des Gerichts zur Gew\u00e4hrung des rechtlichen Geh\u00f6rs entspricht die Obliegenheit der Beteiligten, im Zeitpunkt des festgesetzten Termins bei Gericht zu erscheinen <em>(vgl BFH Beschluss vom 14.10.2015 &#8212; V B 49\/15 &#8212; juris RdNr 6).<\/em> Erscheint ein Beteiligter nicht zu diesem Zeitpunkt und hat das Gericht keine Anhaltspunkte daf\u00fcr, ob und wann mit einem Erscheinen zu rechnen ist, liegt es grunds\u00e4tzlich im Ermessen des Vorsitzenden, ob er gleichwohl sofort die m\u00fcndliche Verhandlung er\u00f6ffnet oder noch eine gewisse Zeit abwartet <em>(vgl BVerwG Beschluss vom 10.7.1985 &#8212; 2 B 43\/85 &#8212; juris RdNr 4; BFH Beschluss vom 9.5.2005 &#8212; VI B 187\/04 &#8212; juris RdNr 5; Keller in Meyer-Ladewig\/Keller\/Leitherer\/Schmidt, SGG, 13. Aufl 2020, \u00a7 62 RdNr 6b mwN).<\/em> Hat ein Beteiligter hingegen seine Teilnahme angek\u00fcndigt, ist die m\u00fcndliche Verhandlung in aller Regel erst nach Ablauf einer angemessenen Wartefrist zu er\u00f6ffnen <em>(nach BSG Beschluss vom 31.3.2004 &#8212; B 4 RA 126\/03 B &#8212; SozR 4-1500 \u00a7 112 Nr 2 RdNr 9 = juris RdNr 8: mindestens 15 Minuten).<\/em> Dass das LSG hier ermessensfehlerhaft vom Verstreichenlassen einer Wartezeit abgesehen habe, wird in der Beschwerdebegr\u00fcndung nicht hinreichend aufgezeigt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Insofern fehlt es an jeder Auseinandersetzung mit den Angaben im Protokoll. Danach hat der Termin nach Aufruf der Sache um 12.05 Uhr begonnen und damit erst nach dem Zeitpunkt, zu dem ausgehend vom Vortrag der Kl\u00e4gerin die Vertreterin ihres Bevollm\u00e4chtigten an die T\u00fcr des Sitzungssaals geklopft habe. Die Kl\u00e4gerin behauptet auch nicht die inhaltliche Unrichtigkeit der protokollierten Angaben zum zeitlichen Ablauf, auf die sich im \u00dcbrigen die Beweiskraft des Protokolls erstreckt <em>(vgl zB Baumbach, ZPO, 76. Aufl 2018, \u00a7 165 RdNr 7).<\/em>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Falls die Kl\u00e4gerin mit ihrem Vorbringen zugleich sinngem\u00e4\u00df r\u00fcgen will, das LSG habe die m\u00fcndliche Verhandlung bereits nach weniger als 15 Minuten nach der festgesetzten Terminzeit geschlossen und das Urteil verk\u00fcndet, fehlt es gleicherma\u00dfen an einer Auseinandersetzung mit dem protokollierten Ablauf. Zudem ist nicht dargetan, inwiefern aus dem Vorgehen des LSG eine Geh\u00f6rsverletzung folge <em>(vgl dazu, dass sich die Dauer einer m\u00fcndlichen Verhandlung an den Umst\u00e4nden des Einzelfalls zu orientieren hat, BSG Beschluss vom 29.7.2019 &#8212; B 13 R 249\/17 B &#8212; juris RdNr 12; aber auch dazu, dass eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe m\u00fcndliche Verhandlung mit anschlie\u00dfender geheimer Beratung und Beschlussfassung einer gewissen Zeit bedarf, BSG Beschluss vom 31.3.2004 &#8212; B 4 RA 126\/03 B &#8212; SozR 4-1500 \u00a7 112 Nr 2 RdNr 4).<\/em>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Von einer weiteren Begr\u00fcndung wird abgesehen <em>(\u00a7 160a Abs 4 Satz 2 Halbsatz 2 SGG)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 193 Abs 1 und 4 SGG.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KSRE185321706&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BSG_B_5_R_155-21_B_KSRE185321706.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tenor Die Beschwerde der Kl\u00e4gerin gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg vom 26. M\u00e4rz 2021 wird als unzul\u00e4ssig verworfen. Die Beteiligten haben einander keine Kosten f\u00fcr das Beschwerdeverfahren zu erstatten. Gr\u00fcnde 1 I. Die Kl\u00e4gerin begehrt die Gew\u00e4hrung einer Rente wegen voller Erwerbsminderung statt der bereits bezogenen Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunf\u00e4higkeit. 2 Das SG&#8230;<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_crdt_document":""},"kji_country":[7802],"kji_court":[9722],"kji_chamber":[9072],"kji_year":[36297],"kji_subject":[7712],"kji_keyword":[7808,9723,8476,7809],"kji_language":[7805],"class_list":["post-680922","kji_decision","type-kji_decision","status-publish","hentry","kji_country-allemagne","kji_court-bundessozialgericht","kji_chamber-5-senat","kji_year-36297","kji_subject-social","kji_keyword-beschluss","kji_keyword-bundessozialgericht","kji_keyword-senat","kji_keyword-tenor","kji_language-allemand"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.5 (Yoast SEO v27.5) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>Bundessozialgericht, 5. 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