{"id":689608,"date":"2026-04-26T04:57:02","date_gmt":"2026-04-26T02:57:02","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundessozialgericht-1-senat-beschluss-2021-06-08-b-1-kr-29-20-b\/"},"modified":"2026-04-26T04:57:02","modified_gmt":"2026-04-26T02:57:02","slug":"bundessozialgericht-1-senat-beschluss-2021-06-08-b-1-kr-29-20-b","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/ru\/jurisprudences\/bundessozialgericht-1-senat-beschluss-2021-06-08-b-1-kr-29-20-b\/","title":{"rendered":"Bundessozialgericht, 1. Senat, Beschluss, 2021-06-08, B 1 KR 29\/20 B"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beschwerde der Kl\u00e4gerin gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Th\u00fcringer Landessozialgerichts vom 27. Februar 2020 wird als unzul\u00e4ssig verworfen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Kosten des Beschwerdeverfahrens sind nicht zu erstatten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Gr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>I. Die bei der beklagten Krankenkasse versicherte Kl\u00e4gerin litt an einem im Februar 2016 diagnostizierten Tumorrezidiv der linken Brust, nachdem bereits im November 2014 ein Mammakarzinom der linken Brust operativ entfernt worden war. Zugleich bestand bei ihr eine ausgepr\u00e4gte Furcht vor einer Krebserkrankung auch der rechten Brust. Deshalb beantragte das Universit\u00e4tsklinikum Jena am 11.2.2016 f\u00fcr die Kl\u00e4gerin bei der Beklagten, die Kosten einer prophylaktischen Mastektomie der rechten Brust (&lt;Teil&gt;Amputation der Brust, mit nachfolgender Rekonstruktion) zu \u00fcbernehmen. Die Mastektomie der rechten Brust sollte zusammen mit der unstrittig indizierten Mastektomie der linken Brust durchgef\u00fchrt werden. Zugleich verwies das Universit\u00e4tsklinikum auf eine beabsichtigte humangenetische Untersuchung zum Ausschluss einer BRCA-Mutation (sog &#171;Breast Cancer Gene&#187; mit einem erh\u00f6hten Mammakarzinom-Risiko). Diese am 23.2.2016 durchgef\u00fchrte Untersuchung erbrachte am 9.3.2016 ein negatives Ergebnis. Die Beklagte, die bereit war, bei einem positiven Ergebnis die Kl\u00e4gerin mit der beantragten Leistung zu versorgen, informierte w\u00e4hrenddessen die Kl\u00e4gerin schriftlich \u00fcber die Beauftragung des MDK <em>(Schreiben vom 24.2.2016)<\/em>. Am 10.3.2016 lie\u00df die Kl\u00e4gerin die beidseitige Mastektomie im Universit\u00e4tsklinikum durchf\u00fchren. Die prophylaktische Mastektomie der rechten Brust erfolgte auf eigene Kosten (6082,99 Euro). Die Beklagte teilte dem Ehemann der Kl\u00e4gerin am 11.3.2016 telefonisch und sp\u00e4ter ihr selbst auch schriftlich <em>(Bescheid vom 21.3.2016; Widerspruchsbescheid vom 16.2.2017) <\/em>die Ablehnung des Antrags mit. Die Kl\u00e4gerin ist mit ihrem Kostenerstattungsbegehren auch vor dem SG und LSG erfolglos geblieben. Das LSG hat zur Begr\u00fcndung &#8212; auch unter Bezugnahme auf die Gr\u00fcnde des Gerichtsbescheids des SG &#8212; ausgef\u00fchrt, dass ein Anspruch aus \u00a7 13 Abs 3 Satz 1 SGB V nicht bestehe, weil die Kl\u00e4gerin keinen Sachleistungsanspruch auf die durchgef\u00fchrte prophylaktische Mastektomie der rechten Brust gehabt habe. Ein Anspruch aus \u00a7 13 Abs 3a Satz 6 SGB V scheitere daran, dass die Kl\u00e4gerin innerhalb der Entscheidungsfrist den Antrag (fern-)m\u00fcndlich abgelehnt habe. Im \u00dcbrigen habe die Kl\u00e4gerin den Beschaffungsweg nicht eingehalten. Sie habe die Entscheidung der Krankenkasse nicht abgewartet. Die Mastektomie der rechten Brust sei auch nicht unaufschiebbar gewesen <em>(Urteil vom 27.2.2020)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4gerin wendet sich mit ihrer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im LSG-Urteil.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>II. Die Beschwerde ist unzul\u00e4ssig und daher gem\u00e4\u00df \u00a7 160a Abs 4 Satz 1 Halbsatz 2 iVm \u00a7 169 Satz 3 SGG zu verwerfen. Ihre Begr\u00fcndung entspricht nicht den aus \u00a7 160a Abs 2 Satz 3 SGG abzuleitenden Anforderungen an die Darlegung des allein geltend gemachten Revisionszulassungsgrundes der grunds\u00e4tzlichen Bedeutung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Wer sich auf den Zulassungsgrund der grunds\u00e4tzlichen Bedeutung der Rechtssache <em>(\u00a7 160 Abs 2 Nr 1 SGG)<\/em> beruft, muss eine Rechtsfrage klar formulieren und ausf\u00fchren, inwiefern diese Frage im angestrebten Revisionsverfahren kl\u00e4rungsf\u00e4hig (entscheidungserheblich) sowie kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig und \u00fcber den Einzelfall hinaus von Bedeutung ist <em>(vgl zB BSG vom 26.5.2020 &#8212; B 1 KR 14\/19 B &#8212; juris RdNr 4 mwN; zur verfassungsrechtlichen Unbedenklichkeit dieses Ma\u00dfstabs BVerfG vom 14.4.2010 &#8212; 1 BvR 2856\/07 &#8212; SozR 4-1500 \u00a7 160a Nr 24 RdNr 5 f mwN)<\/em>. Dem wird das Beschwerdevorbringen nicht gerecht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">Die Kl\u00e4gerin formuliert als Rechtsfragen:<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">&#171;Gen\u00fcgt eine fernm\u00fcndliche Mitteilung des Sachbearbeiters der Krankenkassen, um die in \u00a7 13 Abs 3a SGB V normierte 5-Wochen-Frist der Genehmigungsfiktion einzuhalten?&#187;<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">&#171;Stellt der faktische Zwang einer gesetzlich versicherte&lt;<em>n&gt;<\/em> Person, DNA-Testergebnisse gegen\u00fcber den Krankenkassen im Rahmen einer Streitigkeit der Kostenerstattung zu offenbaren oder ansonsten auf die Kostenerstattung zu verzichten, einen Versto\u00df gegen die grundrechtlich gesch\u00fctzten Positionen des allgemeinen Pers\u00f6nlichkeitsrechts und des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung dar? Ist ein solcher Versto\u00df geeignet, ein Beweisverwertungsverbot zu begr\u00fcnden?&#187;<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Kl\u00e4gerin zeigt die Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit dieser Rechtsfragen nicht auf.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Eine Rechtsfrage ist dann nicht kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig, wenn sie bereits h\u00f6chstrichterlich entschieden ist. Die Beschwerdebegr\u00fcndung hat deshalb auszuf\u00fchren, inwiefern die Rechtsfrage nach dem Stand von Rechtsprechung und Lehre nicht ohne Weiteres zu beantworten ist, und den Schritt darzustellen, den das Revisionsgericht zur Kl\u00e4rung der Rechtsfrage im allgemeinen Interesse vornehmen soll <em>(vgl BSG vom 22.2.2017 &#8212; B 1 KR 73\/16 B &#8212; juris RdNr 8 mwN; vgl zur verfassungsrechtlichen Unbedenklichkeit eines entsprechenden Ma\u00dfstabs BVerfG &lt;Kammer&gt; vom 12.9.1991 &#8212; 1 BvR 765\/91 &#8212; SozR 3-1500 \u00a7 160a Nr 6 S 10 f = juris RdNr 4)<\/em>. Eine Rechtsfrage, \u00fcber die bereits h\u00f6chstrichterlich entschieden worden ist, kann wieder kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig werden, wenn der Rechtsprechung in nicht geringf\u00fcgigem Umfang widersprochen wird und gegen sie nicht von vornherein abwegige Einwendungen vorgebracht werden, was im Rahmen der Beschwerdebegr\u00fcndung ebenfalls darzulegen ist <em>(vgl zB BSG vom 19.7.2012 &#8212; B 1 KR 65\/11 B &#8212; SozR 4-1500 \u00a7 160a Nr 32; BSG vom 22.12.2010 &#8212; B 1 KR 100\/10 B &#8212; juris RdNr 7)<\/em>. Erneute Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit ist dar\u00fcber hinaus auch gegeben, wenn neue erhebliche Gesichtspunkte gegen die bisherige Rechtsprechung vorgebracht werden, die zu einer \u00fcber die bisherige Er\u00f6rterung hinausgehenden Betrachtung der aufgeworfenen Fragestellung f\u00fchren k\u00f6nnen und die M\u00f6glichkeit einer anderweitigen Entscheidung nicht offensichtlich ausschlie\u00dfen <em>(vgl BSG vom 30.9.1992 &#8212; 11 BAr 47\/92 &#8212; SozR 3-4100 \u00a7 111 Nr 1 S 2; BSG vom 11.2.2020 &#8212; B 10 EG 14\/19 B &#8212; juris RdNr 6, jeweils mwN)<\/em>. Diesen Anforderungen entspricht die Beschwerdebegr\u00fcndung nicht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Das BSG hat die erste Rechtsfrage bereits entschieden. Verwaltungsakte &#8212; wie die Entscheidung \u00fcber einen Leistungsantrag &#8212; k\u00f6nnen gem\u00e4\u00df \u00a7 33 Abs 2 Satz 1 SGB X grunds\u00e4tzlich in jeder Form &#8212; also auch m\u00fcndlich &#8212; erlassen werden. Abweichendes gilt nur dann, wenn eine bestimmte Form ausdr\u00fccklich vorgeschrieben ist <em>(vgl zB BSG vom 20.3.2013 &#8212; B 6 KA 27\/12 R &#8212; BSGE 113, 123 = SozR 4-2500 \u00a7 106 Nr 40, RdNr 20; BSG vom 17.2.2011 &#8212; B 10 KG 5\/09 R &#8212; BSGE 107, 239 = SozR 4-5870 \u00a7 2 Nr 1, RdNr 16; BSG vom 10.12.2002 &#8212; B 9 VG 6\/01 R &#8212; juris RdNr 17)<\/em>. Die Regelung des \u00a7 13 Abs 3a SGB V enth\u00e4lt kein solches Formerfordernis. Denn sie trifft keine Aussagen zur Form der Bewilligungsentscheidung bzw der Ablehnung des Antrags; geregelt ist insoweit allein, dass die Krankenkasse dann, wenn sie die (Entscheidungs-)Frist nicht einhalten kann, dies schriftlich mitzuteilen hat <em>(vgl BSG vom 20.3.2013 &#8212; B 6 KA 27\/12 R &#8212; BSGE 113, 123 = SozR 4-2500 \u00a7 106 Nr 40, RdNr 20-22)<\/em>. Mit dieser Rechtsprechung setzt sich die Kl\u00e4gerin nicht auseinander. Sie verweist vielmehr selbst auf das Urteil des erkennenden Senats vom 26.2.2019 <em>(B 1 KR 24\/18 R &#8212; BSGE 127, 240 = SozR 4-2500 \u00a7 13 Nr 46, RdNr 27)<\/em>, der es dort als selbstverst\u00e4ndlich angesehen hat, dass eine ablehnende Entscheidung der Krankenkasse auch (fern-)m\u00fcndlich erfolgen kann. Erneute oder weitergehende Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit legt die Kl\u00e4gerin nicht dar.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Die beiden sich in einem Stufenverh\u00e4ltnis zueinander befindenden zwei Teilfragen der zweiten Rechtsfrage zielen darauf ab, ob das allgemeine Pers\u00f6nlichkeitsrecht in seiner Auspr\u00e4gung als Recht auf informationelle Selbstbestimmung aus Art 2 Abs 1 iVm Art 1 Abs 1 GG verletzt ist, wenn der Nachweis der Voraussetzungen eines Sozialleistungsanspruchs vom Ergebnis einer DNS-Analyse abh\u00e4ngig gemacht wird (erste Teilfrage) und falls ja, inwieweit dies ein Beweisverwertungsverbot begr\u00fcnden kann (zweite Teilfrage). Die Kl\u00e4gerin legt deren Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit nicht dar. Sie h\u00e4tte dazu ausf\u00fchren m\u00fcssen, weshalb die aufgeworfene Rechtsfrage nicht anhand der bereits vorliegenden h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung beantwortet werden kann.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>In Bezug auf die erste Teilfrage setzt sie sich zwar mit Rechtsprechung des BVerfG zum Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung auseinander, nicht aber damit, ob ein (unterstellter) Eingriff in dieses Grundrecht nach h\u00f6chstrichterlicher Rechtsprechung gerade im Hinblick auf die Geltendmachung von Sozialleistungsanspr\u00fcchen verfassungsrechtlich gerechtfertigt sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung des BVerfG sind Eingriffe in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung nicht durchweg unzul\u00e4ssig. Vielmehr kommt es auf eine Abw\u00e4gung zwischen der behaupteten grundrechtlichen Beeintr\u00e4chtigung einerseits und dem damit verfolgten Zweck andererseits an <em>(vgl nur BVerfG vom 13.6.2007 &#8212; 1 BvR 1550\/03 &#8212; BVerfGE 118, 168, 193 ff)<\/em>. Der Einzelne muss Beschr\u00e4nkungen seines Rechts hinnehmen, die durch \u00fcberwiegendes Allgemeininteresse gerechtfertigt sind <em>(vgl nur BVerfG vom 15.12.1983 &#8212; 1 BvR 209\/83 &#8212; BVerfGE 65, 1, 43-44; BVerfG &lt;Kammer&gt; vom 25.2.2008 &#8212; 1 BvR 3255\/07 &#8212; juris RdNr 21 mwN)<\/em>. Insoweit hat das BVerfG bereits entschieden, dass es sich bei der \u00dcberpr\u00fcfung der Leistungsberechtigung von Sozialleistungen um die Verfolgung eines bedeutsamen Gemeinwohlbelangs handelt <em>(vgl nur BVerfG vom 13.6.2007 &#8212; 1 BvR 1550\/03 &#8212; BVerfGE 118, 168, 193 und 196; BVerfG &lt;Kammer&gt; vom 13.8.2009 &#8212; 1 BvR 1737\/09 &#8212; juris RdNr 3)<\/em>. Hierauf geht die Kl\u00e4gerin nicht ein.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Da die Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit der ersten Teilfrage nicht dargelegt ist, fehlt es auch an der Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit der von ihr abh\u00e4ngigen zweiten Teilfrage. Zudem setzt sich die Kl\u00e4gerin nicht mit der zu Beweisverwertungsverboten ergangenen umfangreichen h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung auseinander. Danach f\u00fchrt nicht jeder Versto\u00df gegen ein Beweiserhebungs- zu einem Beweisverwertungsverbot, vielmehr sind ausgehend von der verletzten Rechtsnorm die Folgen des jeweiligen Versto\u00dfes zu beurteilen und eine Abw\u00e4gung der f\u00fcr und gegen die Beweisverwertung sprechenden Gesichtspunkte vorzunehmen <em>(vgl zB BVerfG vom 7.12.2011 &#8212; 2 BvR 2500\/09 &#8212; BVerfGE 130, 1, 28-29; BVerfG &lt;Kammer&gt; vom 2.7.2009 &#8212; 2 BvR 2225\/08 &#8212; juris RdNr 16; BSG vom 7.5.2019 &#8212; B 2 U 25\/17 R &#8212; BSGE 128, 78 = SozR 4-2700 \u00a7 200 Nr 5, RdNr 23 mwN)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Soweit die Kl\u00e4gerin darlegt, wie das LSG im Hinblick auf die aufgeworfenen Rechtsfragen aus ihrer Sicht h\u00e4tte entscheiden m\u00fcssen, behauptet sie nur eine fehlerhafte Rechtsanwendung durch das LSG, die nicht zur Zulassung der Revision f\u00fchren kann. Gegenstand der Nichtzulassungsbeschwerde ist nicht, ob das Berufungsgericht in der Sache richtig entschieden hat <em>(vgl nur BSG vom 26.6.1975 &#8212; 12 BJ 12\/75 &#8212; SozR 1500 \u00a7 160a Nr 7)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Sofern die Kl\u00e4gerin mit ihren Ausf\u00fchrungen zur zweiten Rechtsfrage auch die Beweiserhebung und -verwertung des Ergebnisses der humangenetischen Untersuchung durch das LSG sinngem\u00e4\u00df als Verfahrensfehler r\u00fcgen wollte, entspricht ihre Begr\u00fcndung ebenfalls nicht den aus \u00a7 160a Abs 2 Satz 3 SGG abzuleitenden Anforderungen an die Darlegung des Revisionszulassungsgrundes des Verfahrensfehlers <em>(\u00a7 160 Abs 2 Nr 3 SGG)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Nach \u00a7 160 Abs 2 Nr 3 SGG ist die Revision zuzulassen, wenn ein Verfahrensmangel geltend gemacht wird, auf dem die angefochtene Entscheidung beruhen kann; der Verfahrensmangel kann nicht auf eine Verletzung von \u00a7 109 SGG und \u00a7 128 Abs 1 Satz 1 SGG (Grundsatz der freien richterlichen Beweisw\u00fcrdigung) und auf eine Verletzung des \u00a7 103 SGG (Amtsermittlungsgrundsatz) nur gest\u00fctzt werden, wenn er sich auf einen Beweisantrag bezieht, dem das LSG ohne hinreichende Begr\u00fcndung nicht gefolgt ist. Um einen Verfahrensmangel in diesem Sinne geltend zu machen, m\u00fcssen Umst\u00e4nde bezeichnet werden, die den entscheidungserheblichen Mangel ergeben sollen <em>(vgl zB BSG vom 18.2.1980 &#8212; 10 BV 109\/79 &#8212; SozR 1500 \u00a7 160a Nr 36 mwN; BSG vom 17.12.2020 &#8212; B 1 KR 84\/19 B &#8212; juris RdNr 4)<\/em>. Dem wird die Kl\u00e4gerin nicht gerecht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beweisw\u00fcrdigung kann auch dann nicht mit der Nichtzulassungsbeschwerde ger\u00fcgt werden, wenn die R\u00fcge sich auf ein Beweisverwertungsverbot st\u00fctzt <em>(vgl zB BSG vom 13.8.2018 &#8212; B 13 R 397\/16 B &#8212; juris RdNr 9; BSG vom 17.10.1980 &#8212; 8a BU 72\/80 &#8212; juris RdNr 2)<\/em>. Die Kl\u00e4gerin legt nicht dar, dass das von ihr behauptete Beweiserhebungs- und -verwertungsverbot nicht lediglich die Beweisw\u00fcrdigung des Gerichts nach \u00a7 128 Abs 1 Satz 1 SGG betrifft.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Die Ausf\u00fchrungen der Kl\u00e4gerin in ihrem Schriftsatz vom 26.8.2020, mit denen sie die Begr\u00fcndung ihrer Nichtzulassungsbeschwerde erg\u00e4nzt und vertieft hat, sind wegen Verfristung nicht ber\u00fccksichtigungsf\u00e4hig. Das LSG-Urteil ist dem Prozessbevollm\u00e4chtigten der Kl\u00e4gerin am 16.3.2020 zugestellt worden. Die zweimonatige Begr\u00fcndungsfrist <em>(\u00a7 160a Abs 2 Satz 1 SGG)<\/em> endete am 18.5.2020. Die weitere Begr\u00fcndung ist jedoch &#8212; ohne dass Wiedereinsetzungsgr\u00fcnde ersichtlich sind &#8212; erst am 26.8.2020 beim BSG eingegangen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>4. Der Senat sieht von einer weiteren Begr\u00fcndung ab <em>(\u00a7 160a Abs 4 Satz 2 Halbsatz 2 SGG)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>5. Die Kostenentscheidung beruht auf einer entsprechenden Anwendung des \u00a7 193 SGG.\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KSRE139890619&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BSG_B_1_KR_29-20_B_KSRE139890619.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tenor Die Beschwerde der Kl\u00e4gerin gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Th\u00fcringer Landessozialgerichts vom 27. 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