{"id":691139,"date":"2026-04-26T09:47:53","date_gmt":"2026-04-26T07:47:53","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundessozialgericht-6-senat-beschluss-2021-05-26-b-6-ka-30-20-b\/"},"modified":"2026-04-26T09:47:53","modified_gmt":"2026-04-26T07:47:53","slug":"bundessozialgericht-6-senat-beschluss-2021-05-26-b-6-ka-30-20-b","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/ru\/jurisprudences\/bundessozialgericht-6-senat-beschluss-2021-05-26-b-6-ka-30-20-b\/","title":{"rendered":"Bundessozialgericht, 6. Senat, Beschluss, 2021-05-26, B 6 KA 30\/20 B"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beschwerde des Kl\u00e4gers gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Schleswig-Holsteinischen Landessozialgerichts vom 12. Mai 2020 (L 4 KA 32\/18) wird zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger tr\u00e4gt auch die Kosten des Beschwerdeverfahrens.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Der Streitwert wird f\u00fcr das Beschwerdeverfahren auf 13 524,55 Euro festgesetzt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Gr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>I. Die Beteiligten streiten dar\u00fcber, ob die Beklagte dem Kl\u00e4ger im Hinblick auf anzuerkennende Praxisbesonderheiten ein h\u00f6heres Honorar f\u00fcr das Quartal 2\/2009 zu gew\u00e4hren hat.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger ist im Bezirk der beklagten Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung (K\u00c4V) als Chirurg mit der Schwerpunktbezeichnung Viszeralchirurgie und der Zusatzbezeichnung Proktologie zur vertrags\u00e4rztlichen Versorgung zugelassen. F\u00fcr das Quartal 2\/2009 teilte die Beklagte dem Kl\u00e4ger eine Obergrenze in H\u00f6he von 17 818,12 Euro monatlich f\u00fcr die dem Regelleistungsvolumen (RLV) unterfallenden Leistungen mit. Der Ermittlung dieser Obergrenze hatte die Beklagte 737,2 F\u00e4lle bei einem f\u00fcr die Arztgruppe der Chirurgen im Quartal 2\/2009 ma\u00dfgebenden Fallwert von 24,17 Euro (offensichtlich irrt\u00fcmliche Angabe im LSG-Urteil: 23,17 Euro) zugrunde gelegt. Au\u00dferdem erkannte sie dem Kl\u00e4ger ein Zusatzbudget f\u00fcr Diagnostische Radiologie in H\u00f6he von 3686 Euro zu. Auf dieser Grundlage gew\u00e4hrte sie diesem f\u00fcr das Quartal 2\/2009 ein Honorar in H\u00f6he von insgesamt 55 242,53 Euro. Davon entfielen 19 717,61 Euro auf die Verg\u00fctung RLV-relevanter Leistungen, die der Kl\u00e4ger im Umfang von insgesamt 32 025 Euro zur Abrechnung gebracht hatte. Die \u00fcber 19 717,61 Euro hinausgehende Verg\u00fctung wurde dem Kl\u00e4ger f\u00fcr Leistungen gew\u00e4hrt, die nicht dem RLV unterliegen, in erster Linie kurative Koloskopien, ambulante Operationen und Pr\u00e4ventionsleistungen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die dagegen gerichteten Widerspr\u00fcche des Kl\u00e4gers mit dem Begehren, ihm unter Anerkennung von Praxisbesonderheiten h\u00f6heres Honorar zu gew\u00e4hren, wies die Beklagte zur\u00fcck. Klage und Berufung des Kl\u00e4gers sind ebenfalls ohne Erfolg geblieben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit seiner gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des LSG erhobenen Beschwerde macht der Kl\u00e4ger Rechtsprechungsabweichungen sowie die grunds\u00e4tzliche Bedeutung der Rechtssache <em>(Zulassungsgr\u00fcnde gem\u00e4\u00df \u00a7 160 Abs 2 Nr 1 und 2 SGG) <\/em>geltend.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>II. Die Nichtzulassungsbeschwerde des Kl\u00e4gers hat keinen Erfolg. Sie ist &#8212; soweit sie zul\u00e4ssig ist &#8212; nicht begr\u00fcndet.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Der Zulassungsgrund der Rechtsprechungsabweichung <em>(\u00a7 160 Abs 2 Nr 2 SGG)<\/em> liegt &#8212; soweit er den Erfordernissen entsprechend dargelegt wird &#8212; nicht vor.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Zur Darlegung einer Rechtsprechungsabweichung gem\u00e4\u00df \u00a7 160a Abs 2 Satz 3 SGG m\u00fcssen abstrakte Rechtss\u00e4tze des Urteils des LSG und eines Urteils des BSG, des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtsh\u00f6fe des Bundes oder des BVerfG bezeichnet und einander gegen\u00fcbergestellt werden. Ferner ist darzulegen, dass sie nicht miteinander vereinbar sind und dass das Berufungsurteil auf dieser Divergenz beruht <em>(vgl zB BSG Beschluss vom 29.11.1989 &#8212; 7 BAr 130\/88 &#8212; SozR 1500 \u00a7 160a Nr 67; BSG Beschluss vom 27.6.2012 &#8212; B 6 KA 78\/11 B &#8212; juris RdNr 8 mwN)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">Der Kl\u00e4ger entnimmt dem Urteil des Senats vom 26.6.2019 &#8212; B 6 KA 1\/18 R &#8212;<em> (SozR 4-2500 \u00a7 87b Nr 20)<\/em> den folgenden Rechtssatz:<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">&#171;F\u00fcr die Anerkennung von Praxisbesonderheiten muss das durchschnittliche Punktzahlvolumen je Patient in dem Spezialisierungsbereich die Budgetgrenze im Verh\u00e4ltnis zum Fachgruppendurchschnitt \u00fcbersteigen.&#187;<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">Dem stellt der Kl\u00e4ger den folgenden Rechtssatz gegen\u00fcber, den das LSG seiner Entscheidung zugrunde gelegt haben soll:<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">&#171;F\u00fcr die Anerkennung von Praxisbesonderheiten gem. \u00a7 87b Abs. 3 i.V.m. Abs. 4 SGB V a.F. muss der durchschnittliche Gruppenfallwert mindestens um 30 % \u00fcberschritten werden.&#187;<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Beide Rechtss\u00e4tze sind entgegen der Auffassung des Kl\u00e4gers miteinander vereinbar: Der vom Kl\u00e4ger wiedergegebene Rechtssatz aus dem Urteil des Senats vom 26.6.2019 bezog sich auf die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen das RLV eines Arztes im Hinblick auf dessen Spezialisierung zu erh\u00f6hen ist. Gegenstand waren RLV f\u00fcr die Quartale 2\/2009 bis 4\/2009. In diesem Zeitraum erfolgte die Bildung des RLV im Wesentlichen nach den gleichen Grunds\u00e4tzen wie in dem vorliegend ma\u00dfgebenden Quartal 2\/2009 die Obergrenze des Kl\u00e4gers. Ma\u00dfgeblich f\u00fcr die H\u00f6he des RLV war neben der Fallzahl der arztgruppenspezifische Fallwert, der in seiner H\u00f6he wesentlich von den durchschnittlichen Fallwerten der \u00c4rzte einer Arztgruppe im Jahr 2007 und damit von den erbrachten und abgerechneten RLV-relevanten Leistungen und deren punktzahlm\u00e4\u00dfiger Bewertung abh\u00e4ngt <em>(vgl Teil F Nr 3.2.1 iVm Anlage 2 zum &#171;Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses gem\u00e4\u00df \u00a7 87 Abs 4 SGB V zur Neuordnung der vertrags\u00e4rztlichen Verg\u00fctung&#187; vom 27.\/28.8.2008, D\u00c4 2008, A-1988)<\/em>. Der f\u00fcr die Bemessung des RLV relevante Fallwert konnte sich daher im Einzelfall als zu niedrig erweisen, wenn sich das Leistungsspektrum eines Arztes aufgrund einer bedeutsamen fachlichen Spezialisierung erheblich von dem anderer \u00c4rzte der Fachgruppe unterschied. Dem ist nach der st\u00e4ndigen Rechtsprechung des Senats unter bestimmten Voraussetzungen durch die Anerkennung von Praxisbesonderheiten und eine Erh\u00f6hung des Budgets Rechnung zu tragen. Eine der Voraussetzungen daf\u00fcr ist bei einer Budgetierung, die die Fallzahl des Arztes wie hier bereits ber\u00fccksichtigt, ein besonders hoher durchschnittlicher Fallwert bzw &#8212; anders ausgedr\u00fcckt &#8212; ein besonders hohes durchschnittliches Punktzahlvolumen je Patient im Bereich der Spezialisierung des Arztes. Wenn der durchschnittliche Fallwert im Bereich der Spezialisierung dagegen nicht h\u00f6her ist, als im Bereich der von der Fachgruppe \u00fcblicherweise erbrachten Leistungen (die in die Ermittlung des Fallwerts eingeflossen sind) kann auch kein Anlass bestehen, der Spezialisierung zB durch eine Erh\u00f6hung des Fallwerts oder durch eine Herausrechnung von Leistungen aus dem Bereich der Spezialisierung Rechnung zu tragen. Ein Arzt, der vom Durchschnitt der Fallgruppe abweichende Leistungen erbringt, kann also innerhalb eines Budgetierungssystems, das die Fallzahl bereits ber\u00fccksichtigt, keinen Anspruch auf die Anerkennung von Praxisbesonderheiten haben, wenn diese Besonderheiten nicht zu einer Erh\u00f6hung des Fallwerts beitragen <em>(vgl BSG Urteil vom 13.5.2020 &#8212; B 6 KA 10\/19 R &#8212; SozR 4-2500 \u00a7 87b Nr 25 RdNr 21 ff)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die dargestellte grundlegende Voraussetzung f\u00fcr die Anerkennung von Praxisbesonderheiten hat der Kl\u00e4ger zutreffend in dem Rechtssatz zusammengefasst, den er dem Urteil des Senats vom 26.6.2019 entnommen hat und der auch schon in anderen Entscheidungen des Senats in \u00e4hnlicher Weise formuliert worden ist <em>(vgl BSG Urteil vom 13.5.2020 &#8212; B 6 KA 10\/19 R &#8212; SozR 4-2500 \u00a7 87b Nr 25 RdNr 18; BSG Urteil vom 25.11.2020 &#8212; B 6 KA 31\/19 R &#8212; RdNr 63, zur Ver\u00f6ffentlichung f\u00fcr SozR 4 vorgesehen, jeweils mwN)<\/em>. Dass der Kl\u00e4ger diese Voraussetzung erf\u00fcllt, ua weil es sich bei den von ihm durchgef\u00fchrten Gastroskopien, die nur von wenigen Chirurgen erbracht werden, um punktzahlm\u00e4\u00dfig verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hoch bewertete Leistungen handelt, unterliegt keinem Zweifel.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Allerdings hat der Senat weder in dem vom Kl\u00e4ger in Bezug genommenen Urteil vom 26.6.2019 noch in einer anderen Entscheidung die Auffassung vertreten, dass es sich dabei um die einzige Voraussetzung f\u00fcr die Anerkennung von Praxisbesonderheiten handeln w\u00fcrde und dass deshalb bei deren Vorliegen bereits das Budget zu erh\u00f6hen w\u00e4re. So hat sich der Senat in verschiedenen Urteilen mit der Frage des erforderlichen Spezialisierungsgrades bzw dem erforderlichen Anteil spezieller Leistungen als Voraussetzung f\u00fcr die Anerkennung einer Praxisbesonderheit befasst <em>(vgl zB BSG Urteil vom 6.9.2000 &#8212; B 6 KA 40\/99 R &#8212; BSGE 87, 112 = SozR 3-2500 \u00a7 87 Nr 26 = juris RdNr 22; BSG Urteil vom 16.5.2001 &#8212; B 6 KA 53\/00 R &#8212; SozR 3-2500 \u00a7 87 Nr 31 = juris RdNr 26; BSG Urteil vom 29.6.2011 &#8212; B 6 KA 17\/10 R &#8212; SozR 4-2500 \u00a7 85 Nr 66 RdNr 23)<\/em>. Auf diese Frage bezieht sich auch der Rechtssatz, den der Kl\u00e4ger aus dem Urteil des LSG abgeleitet hat und dem er den Rechtssatz aus dem og Urteil des Senats vom 26.6.2019 gegen\u00fcbergestellt hat. Das LSG hat die Auffassung vertreten, dass eine Regelung, nach der die Anerkennung einer Praxisbesonderheit eine \u00dcberschreitung des durchschnittlichen Fallwerts der Fachgruppe um mindestens 30 % voraussetzen w\u00fcrde, nicht zu beanstanden sei. Gerade zu dieser Frage verh\u00e4lt sich der vom Kl\u00e4ger in Bezug genommene Rechtssatz aus dem Urteil des Senats vom 26.6.2019 aber nicht. Der Kl\u00e4ger missversteht die in der Begr\u00fcndung der Nichtzulassungsbeschwerde zitierten S\u00e4tze aus den Entscheidungsgr\u00fcnden des Urteils des Senats vom 26.6.2019 <em>(aaO RdNr 18)<\/em>, wenn er diesen Aussagen zu der Frage entnehmen m\u00f6chte, auf welcher Basis der Grad der \u00dcberschreitung des Fachgruppendurchschnitts zu ermitteln ist. Darum geht es an dieser Stelle nicht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>In dem Urteil vom 26.6.2019 hatte der Senat auch keinen Anlass, sich mit der Frage zu befassen, ob die Anerkennung einer Praxisbesonderheit von einer \u00dcberschreitung des durchschnittlichen Fallwerts der Arztgruppe um mindestens 30 % abh\u00e4ngig gemacht werden darf, weil die dort beklagte K\u00c4V &#8212; anders als die im vorliegenden Verfahren beklagte K\u00c4V &#8212; von der ihr im Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses (EBewA) vom 27.2.2009 <em>(D\u00c4 2009, A-574)<\/em> er\u00f6ffneten M\u00f6glichkeit Gebrauch gemacht hatte, Praxisbesonderheiten auch dann anzuerkennen, wenn die Grenze von 30 % nicht erreicht wird. Ausreichend war nach der im Bezirk der dortigen K\u00c4V geltenden gesamtvertraglichen Regelung eine \u00dcberschreitung um 15 %. Der Fallwert des Kl\u00e4gers hatte diese Grenze im dortigen Verfahren \u00fcberschritten. Die Anerkennung von Praxisbesonderheiten war jedoch im Ergebnis daran gescheitert, dass die Praxis keinen besonderen Versorgungsbedarf erf\u00fcllte und keine f\u00fcr die Versorgung bedeutsame Spezialisierung aufwies. Deshalb musste sich der Senat im dortigen Verfahren auch nicht mit dem erforderlichen Anteil spezieller Leistungen als Voraussetzung f\u00fcr die Anerkennung von Praxisbesonderheiten befassen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Da die beiden von dem Kl\u00e4ger einander gegen\u00fcbergestellten Rechtss\u00e4tze also unterschiedliche, m\u00f6glicherweise aufeinander aufbauende, aber jedenfalls nicht einander widersprechende Voraussetzungen f\u00fcr Anerkennung von Praxisbesonderheiten zum Gegenstand haben, liegt die behauptete Unvereinbarkeit nicht vor.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Auch der geltend gemachte Zulassungsgrund der grunds\u00e4tzlichen Bedeutung liegt &#8212; soweit die Beschwerde den gesetzlichen Anforderungen entsprechend begr\u00fcndet worden ist &#8212; nicht vor.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die grunds\u00e4tzliche Bedeutung einer Rechtssache setzt eine Rechtsfrage voraus, die in dem angestrebten Revisionsverfahren kl\u00e4rungsf\u00e4hig (entscheidungserheblich) sowie kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig und \u00fcber den Einzelfall hinaus von Bedeutung ist <em>(stRspr; vgl zB BSG Beschluss vom 29.11.2006 &#8212; B 6 KA 23\/06 B &#8212; SozR 4-1500 \u00a7 153 Nr 3 RdNr 13 mwN; BSG Beschluss vom 28.10.2015 &#8212; B 6 KA 12\/15 B &#8212; SozR 4-2500 \u00a7 116 Nr 11 RdNr 5)<\/em>. Die Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit fehlt, wenn die aufgeworfene Frage bereits gekl\u00e4rt ist oder wenn sich die Antwort ohne Weiteres aus den Rechtsvorschriften oder aus schon vorliegender Rechtsprechung klar beantworten l\u00e4sst <em>(BSG Beschluss vom 11.10.2017 &#8212; B 6 KA 29\/17 B &#8212; juris RdNr 4)<\/em>. Kl\u00e4rungsf\u00e4higkeit ist nicht gegeben, wenn die aufgeworfene Rechtsfrage nicht im Revisionsverfahren zur Entscheidung anst\u00fcnde oder die Rechtsfrage aufgrund besonderer Gestaltung des Rechtsstreits einer verallgemeinerungsf\u00e4higen Beantwortung nicht zug\u00e4nglich ist <em>(vgl zB BSG Beschluss vom 13.2.2019 &#8212; B 6 KA 17\/18 B &#8212; juris RdNr 7)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">a) Der Kl\u00e4ger macht die grunds\u00e4tzliche Bedeutung im Hinblick auf die folgende Rechtsfrage geltend:<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">&#171;Ist es zul\u00e4ssig, in ein mit einem einheitlichen gruppenbezogenen Fallwert bemessenem fallzahlbezogenen Budget eine hoch bewertete fachgruppenuntypische Leistung, deren Bewertung das Vielfache des Fallwerts ausmacht, mit einzubeziehen oder verst\u00f6\u00dft diese Einbeziehung gegen die Grunds\u00e4tze einer leistungsproportionalen Verg\u00fctung bzw. den Grundsatz der Honorarverteilungsgerechtigkeit?&#187;<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>F\u00fcr die Beantwortung der Frage, ob eine teure fachgruppenuntypische Leistung \u00fcberhaupt innerhalb eines RLV verg\u00fctet werden darf, bedarf es nicht der Durchf\u00fchrung eines Revisionsverfahrens, weil sich die Antwort ohne Weiteres auf der Grundlage der schon vorliegenden Rechtsprechung klar beantworten l\u00e4sst: Der Senat geht in st\u00e4ndiger Rechtsprechung davon aus, dass arztgruppenbezogene Budgets wie sie etwa ab dem 1.7.1996 im Einheitlichen Bewertungsma\u00dfstab f\u00fcr die \u00e4rztlichen Leistungen (EBM-\u00c4) vorgesehen waren, bewusst generalisierend und typisierend festgesetzt werden und dass der damit verfolgte Regelungszweck verfehlt w\u00fcrde, wenn jeder geringf\u00fcgigen Abweichung des Abrechnungsverhaltens einer Arztpraxis von den rechnerischen Durchschnittswerten ihrer Arztgruppe durch Ausnahmeregelungen Rechnung getragen werden m\u00fcsste. Grunds\u00e4tzlich m\u00fcsse deshalb auf einen als Versorgungsschwerpunkt geltend gemachten Leistungsbereich ein Anteil von zumindest 20 % der von der Praxis insgesamt abgerechneten Gesamtpunktzahl entfallen <em>(BSG Urteil vom 6.9.2000 &#8212; B 6 KA 40\/99 R &#8212; BSGE 87, 112 = SozR 3-2500 \u00a7 87 Nr 26 = juris RdNr 22)<\/em>. Daran hat der Senat auch bezogen auf die in den Jahren 2005 bis 2008 geltende Budgetierung auf der Grundlage von RLV <em>(vgl D\u00c4 2004, A-3129)<\/em> angekn\u00fcpft <em>(vgl BSG Urteil vom 29.6.2011 &#8212; B 6 KA 17\/10 R &#8212; SozR 4-2500 \u00a7 85 Nr 66 RdNr 23)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Daraus folgt, dass die vom Kl\u00e4ger gestellte Rechtsfrage in der Allgemeinheit, in der sie formuliert worden ist, auf der Grundlage der Rechtsprechung des Senats bejaht werden kann. Eine Verpflichtung, teure fachgruppenuntypische Leistungen generell au\u00dferhalb von RLV zu verg\u00fcten, gibt es jedenfalls nicht. Ausschlaggebend f\u00fcr die Beantwortung der Frage, ob der Erbringung fachgruppenuntypischer besonders teurer Leistungen durch die Anerkennung von Praxisbesonderheiten Rechnung zu tragen ist, sind weitere Gesichtspunkte. Von Bedeutung ist dabei insbesondere, welchen Anteil diese Leistungen an den insgesamt erbrachten Leistungen des Arztes haben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_20\">20<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">b) Mit der im vorliegenden Verfahren entscheidungserheblichen Frage nach dem Umfang von fachgruppenuntypischen Leistungen und dem daraus folgenden Ausma\u00df der \u00dcberschreitung des Fallwerts als Voraussetzung f\u00fcr die Anerkennung von Praxisbesonderheiten befassen sich indes die folgenden Rechtsfragen, deren grunds\u00e4tzliche Bedeutung der Kl\u00e4ger geltend macht:<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">&#171;Verst\u00f6\u00dft es gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz gem\u00e4\u00df Art. 3 Abs. 1 GG und speziell gegen den Grundsatz der Honorarverteilungsgerechtigkeit, wenn eine Kassen\u00e4rztliche Vereinigung zur Anerkennung von Praxisbesonderheiten keine Ausnahme von dem Erfordernis der 30 % Gruppenfallwert\u00fcberschreitung vorsieht?<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">Verst\u00f6\u00dft es gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz gem\u00e4\u00df Art. 3 Abs. 1 GG und speziell gegen den Grundsatz der Honorarverteilungsgerechtigkeit, wenn eine Kassen\u00e4rztliche Vereinigung zur Anerkennung von Praxisbesonderheiten keine Abweichung von dem Erfordernis der 30 % Gruppenfallwert\u00fcberschreitung vorsieht, obwohl es eine Arztgruppe gibt, die inhomogen zusammengesetzt ist?<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">Ist im Rahmen der Verg\u00fctungssystematik von Regelleistungsvolumina die Anerkennung einer Praxisbesonderheit aufgrund der Fallwert\u00fcberschreitung des Arztes um mindestens 30 % bei einem Vergleich dieses Arztes mit einer heterogen zusammengesetzten Fachgruppe noch mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz gem\u00e4\u00df Art. 3 Abs. 1 GG und dem Grundsatz der Honorarverteilungsgerechtigkeit vereinbar?&#187;<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_21\">21<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Bezogen auf die vorgenannten Fragen fehlt es an einer den gesetzlichen Anforderungen entsprechenden Begr\u00fcndung der Nichtzulassungsbeschwerde, sodass diese insoweit bereits unzul\u00e4ssig ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_22\">22<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Rechtlicher Hintergrund der vom Kl\u00e4ger formulierten Fragen ist die in \u00a7 87b Abs 3 Satz 3 SGB V idF des Gesetzes zur St\u00e4rkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung vom 26.3.2007 <em>(BGBl I 378; im Folgenden: aF)<\/em> getroffene Regelung zu Praxisbesonderheiten. \u00a7 87b Abs 3 Satz 3 SGB V aF beschr\u00e4nkte sich auf die Regelung, dass diese zu ber\u00fccksichtigen sind, soweit Veranlassung dazu besteht. Das Verfahren zur Berechnung und zur Anpassung der RLV nach \u00a7 87b Abs 2 und Abs 3 SGB V aF &#8212; und damit auch zur Ber\u00fccksichtigung von Praxisbesonderheiten nach Abs 3 Satz 3 &#8212; legte nach \u00a7 87b Abs 4 Satz 1 SGB V aF erstmalig zum 31.8.2008 der Bewertungsausschuss (BewA) fest. In Umsetzung dieser Vorgabe bestimmte Teil F Nr 3.6 Satz 1 bis 3 des Beschlusses vom 27.\/28.8.2008, dass Praxisbesonderheiten zwischen den Partnern der Gesamtvertr\u00e4ge geregelt werden. Praxisbesonderheiten ergeben sich aus einem besonderen Versorgungsauftrag oder einer besonderen, f\u00fcr die Versorgung bedeutsamen fachlichen Spezialisierung, wenn zus\u00e4tzlich eine aus den Praxisbesonderheiten resultierende \u00dcberschreitung des durchschnittlichen Fallwerts der Arztgruppe von mindestens 30 % vorliegt. \u00dcber das Verfahren der Umsetzung einigen sich die Partner der Gesamtvertr\u00e4ge. Nach Teil A Ziffer 4 des Beschlusses des EBewA aus seiner 10. Sitzung vom 27.2.2009 <em>(D\u00c4 2009, A-574)<\/em> k\u00f6nnen die Partner der Gesamtvertr\u00e4ge aus Gr\u00fcnden der Sicherstellung der vertrags\u00e4rztlichen Versorgung im Einzelfall eine Praxisbesonderheit feststellen, obwohl die vorgegebene \u00dcberschreitung (\u00dcberschreitung des durchschnittlichen Fallwerts der Arztgruppe in H\u00f6he von mindestens 30 %) nicht vorliegt. Von der M\u00f6glichkeit zu einer solchen abweichenden Regelung hatten die Gesamtvertragspartner in Schleswig-Holstein keinen Gebrauch gemacht, sodass es bei der durch den EBewA festgelegten Grenze der \u00dcberschreitung des Fallwerts der Arztgruppe um mindestens 30 % blieb.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_23\">23<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger weist zutreffend darauf hin, dass die Frage, ob die Grenzziehung bei einer \u00dcberschreitung des Gruppenfallwerts um mindestens 30 % rechtm\u00e4\u00dfig ist, in der Rechtsprechung des BSG bisher nicht gekl\u00e4rt ist. In zahlreichen Entscheidungen ist der Senat davon ausgegangen, dass auf einen als Versorgungsschwerpunkt geltend gemachten Leistungsbereich jedenfalls im Grundsatz ein Anteil von zumindest 20 % der von der Praxis insgesamt abgerechneten Gesamtpunktzahl entfallen m\u00fcssen <em>(zu den in der Zeit vom 1.7.1996 bis 30.6.1997 geltenden Budgetregelungen im EBM-\u00c4: BSG Urteil vom 6.9.2000 &#8212; B 6 KA 40\/99 R &#8212; BSGE 87, 112 = SozR 3-2500 \u00a7 87 Nr 26 = juris RdNr 22; zu den ab 1.7.1997 bis zum 30.6.2003 geltenden Praxis und Zusatzbudgets: BSG Urteil vom 16.5.2001 &#8212; B 6 KA 53\/00 R &#8212; SozR 3-2500 \u00a7 87 Nr 31 = juris RdNr 26; zu der vom 1.4.2005 bis zum 31.12.2008 geltenden Budgetierung durch RLV: BSG Urteil vom 29.6.2011 &#8212; B 6 KA 17\/10 R &#8212; SozR 4-2500 \u00a7 85 Nr 66 RdNr 23; einschr\u00e4nkend bezogen auf die Anerkennung eines Versorgungsschwerpunkts als Voraussetzung f\u00fcr die Genehmigung zur Abrechnung bestimmter Leistungen des EBM-\u00c4: BSG Urteil vom 28.10.2009 &#8212; B 6 KA 26\/08 R &#8212; SozR 4-2500 \u00a7 87 Nr 19 RdNr 17; BSG Urteil vom 31.1.2001 &#8212; 6 KA 11\/99 R &#8212; juris RdNr 20)<\/em>. Damit ist allerdings noch nicht gekl\u00e4rt, ob und ggf unter welchen Voraussetzungen die Festlegung der hier ma\u00dfgebenden Grenze von 30 % f\u00fcr die Zeit ab dem 1.1.2009 zul\u00e4ssig war. Jedenfalls hat der Senat die genannte Grenze von 20 % auf die insgesamt abgerechnete Gesamtpunktzahl des Arztes bezogen, w\u00e4hrend sich die Grenze von 30 % in Teil F Nr 3.6 des Beschlusses des EBewA vom 27.\/28.8.2008 auf die RLV-relevanten Leistungen bezog. Der Unterschied zwischen beiden Bezugsgr\u00f6\u00dfen wird gerade im Falle des Kl\u00e4gers deutlich, dessen Verg\u00fctung zu mehr als der H\u00e4lfte auf der Erbringung von Leistungen wie ambulanten Operationen, kurativen Koloskopien und Pr\u00e4ventionsleistungen beruhte, die nicht dem RLV unterlagen. Auch wenn also mehr als 20 % der vom Kl\u00e4ger erbrachten RLV-relevanten Leistungen dem Bereich seiner Spezialisierung zuzurechnen waren, lag der Anteil der speziellen Leistungen bezogen auf die abgerechnete Gesamtpunktzahl deutlich unterhalb dieser Grenze. Das \u00e4ndert indes nichts daran, dass die vom Kl\u00e4ger als grunds\u00e4tzlich bedeutsam formulierten Fragen auf der Grundlage der bisherigen Rechtsprechung des Senats nicht beantwortet werden k\u00f6nnen; in einer ganzen Reihe von Entscheidungen, die die Rechtslage in Schleswig-Holstein zum Gegenstand hatten <em>(zB BSG Urteil vom 2.8.2017 &#8212; B 6 KA 7\/17 R &#8212; SozR 4-2500 \u00a7 87b Nr 12 RdNr 62; BSG Urteil vom 2.8.2017 &#8212; B 6 KA 3\/17 R &#8212; juris RdNr 62; BSG Urteil vom 2.8.2017 &#8212; B 6 KA 9\/17 R &#8212; juris RdNr 49)<\/em>, hat der Senat die Frage, ob die in Teil F Nr 3.6 des Beschlusses des EBewA vom 27.\/28.8.2008 geregelte Grenzziehung bei einer \u00dcberschreitung des Gruppenfallwerts um mindestens 30 % rechtm\u00e4\u00dfig war, ausdr\u00fccklich offengelassen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_24\">24<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Gleichwohl hat der Kl\u00e4ger die grunds\u00e4tzliche Bedeutung der formulierten Rechtsfragen nicht wie erforderlich dargelegt. Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VStG) vom 22.12.2011 <em>(BGBl I 2983)<\/em> sind die gesetzlichen Regelungen zur vertrags\u00e4rztlichen Verg\u00fctung grundlegend umgestaltet worden. Der Gesetzgeber ist mit dem zum 1.1.2012 in Kraft getretenen \u00a7 87b SGB V zur Verteilungssystematik aus der Zeit vor Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Modernisierungsgesetz &#8212; GMG) vom 14.11.2003 <em>(BGBl I 2190)<\/em> zur\u00fcckgekehrt und hat die bundesgesetzlichen Vorgaben, insbesondere zur Implementation von RLV weitgehend zur\u00fcckgenommen <em>(BSG Urteil vom 2.8.2017 &#8212; B 6 KA 16\/16 R &#8212; SozR 4-2500 \u00a7 87b Nr 11 RdNr 27; BSG Urteil vom 15.7.2020 &#8212; B 6 KA 12\/19 R &#8212; NZS 2021, 182 RdNr 16, auch zur Ver\u00f6ffentlichung in BSGE und SozR 4-2500 \u00a7 87b Nr 26 vorgesehen)<\/em>. Die Verteilung der Gesamtverg\u00fctung erfolgt seitdem nicht mehr bundeseinheitlich, sondern nach \u00a7 87b Abs 1 Satz 2 SGB V (wieder) auf der Grundlage von Verteilungsma\u00dfst\u00e4ben, die die K\u00c4Ven im Benehmen mit den Landesverb\u00e4nden der Krankenkassen und den Ersatzkassen f\u00fcr ihren Bezirk festzulegen haben. Die ab 2009 geltenden bundeseinheitlichen Regelungen des BewA, insbesondere zur Zuweisung von arzt- und praxisbezogenen RLV &#8212; und damit auch die Regelungen, auf die sich die hier vom Kl\u00e4ger formulierte Rechtsfrage bezieht &#8212; galten nach \u00a7 87b Abs 1 Satz 3 SGB V idF des GKV-VStG nur noch bis zur Entscheidung der K\u00c4Ven \u00fcber einen Verteilungsma\u00dfstab <em>(im Bereich der Beklagten bis zum Ende des Quartals 3\/2013, vgl BSG Urteil vom 2.8.2017 &#8212; B 6 KA 16\/16 R &#8212; SozR 4-2500 \u00a7 87b Nr 11 RdNr 27)<\/em> fort. Damit ist auch Teil F Nr 3.6 des Beschlusses des EBewA vom 27.\/28.8.2008 und der darin festgelegten 30 %-Grenze, auf die sich die vom Kl\u00e4ger formulierten Rechtsfragen beziehen, die Grundlage entzogen worden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_25\">25<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Wenn wie im vorliegenden Fall ausgelaufenes Recht betroffen ist, bestehen besondere Darlegungsanforderungen. Nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung des BSG ist die Auslegung einer Rechtsnorm, bei der es sich um ausgelaufenes Recht handelt, regelm\u00e4\u00dfig nicht von grunds\u00e4tzlicher Bedeutung, weil die grunds\u00e4tzliche Bedeutung einer Rechtsfrage daraus erw\u00e4chst, dass ihre Kl\u00e4rung nicht nur f\u00fcr den Einzelfall, sondern im Interesse der Fortbildung des Rechts oder seiner einheitlichen Auslegung erforderlich ist <em>(BSG Beschluss vom 19.7.2012 &#8212; B 1 KR 65\/11 B &#8212; SozR 4-1500 \u00a7 160a Nr 32 RdNr 10; BSG Beschluss vom 12.1.2017 &#8212; B 6 KA 68\/16 B &#8212; juris RdNr 8, jeweils mwN)<\/em>. Bei Rechtsfragen zu bereits au\u00dfer Kraft getretenem Recht kann eine Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit nur anerkannt werden, wenn noch eine erhebliche Zahl von F\u00e4llen auf der Grundlage dieses ausgelaufenen Rechts zu entscheiden ist oder wenn die \u00dcberpr\u00fcfung der Rechtsnorm bzw ihrer Auslegung aus anderen Gr\u00fcnden fortwirkende allgemeine Bedeutung hat <em>(BSG Beschluss vom 12.1.2017 &#8212; B 6 KA 68\/16 B &#8212; juris RdNr 8 mwN; zu \u00a7 41 Abs 4 SGG, vgl BSG Urteil vom 15.3.2012 &#8212; B 3 KR 13\/11 R &#8212; BSGE 110, 222 = SozR 4-2500 \u00a7 116b Nr 3 = juris RdNr 17)<\/em>. Das Vorliegen dieser Voraussetzungen ist, wenn dies nicht offensichtlich ist, gem\u00e4\u00df \u00a7 160a Abs 2 Satz 3 SGG in der Beschwerdebegr\u00fcndung darzulegen <em>(BSG Beschluss vom 7.2.2007 &#8212; B 6 KA 56\/06 B &#8212; juris RdNr 6; BSG Beschluss vom 11.3.2009 &#8212; B 6 KA 31\/08 B &#8212; juris RdNr 20; BSG Beschluss vom 19.7.2012 &#8212; B 1 KR 65\/11 B &#8212; SozR 4-1500 \u00a7 160a Nr 32 RdNr 10 mwN)<\/em>. Die blo\u00dfe Behauptung, es sei noch eine erhebliche Anzahl von Altf\u00e4llen nicht bestandskr\u00e4ftig abgeschlossen, gen\u00fcgt nicht <em>(BSG Beschluss vom 24.9.2003 &#8212; B 6 KA 57\/03 B &#8212; juris RdNr 10)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_26\">26<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger hat zur Begr\u00fcndung der nach seiner Auffassung fortgeltenden Bedeutung geltend gemacht, dass nicht die Auslegung des ausgelaufenen Rechts in Gestalt der Vorgaben des BewA streitentscheidend sei, &#171;sondern bei der Zuerkennung von Praxisbesonderheiten im Rahmen der Honorarverteilung aufgrund von RLV, welche aufgrund der Regelung des \u00a7 87 b SGB V in zahlreichen Kassen\u00e4rztlichen Vereinigungen auch aktuell Anwendung finden, die Homogenit\u00e4t der Arztgruppe, die zum Vergleich herangezogen wird und ob eine heterogen gebildete Arztgruppe zul\u00e4ssige Parameter, insbesondere f\u00fcr eine 30%ige Fallwert\u00fcberschreitung vor dem Hintergrund des Grundsatzes der Honorarverteilungsgerechtigkeit bei der Bestimmung von Praxisbesonderheiten abbilden kann&#187;.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_27\">27<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Dieser Begr\u00fcndung liegt erkennbar die Annahme zugrunde, dass die fortbestehende grunds\u00e4tzliche Bedeutung bereits mit einem allgemeinen Kl\u00e4rungsbedarf bezogen auf die Parameter f\u00fcr die Zuerkennung von Praxisbesonderheiten begr\u00fcndet werden k\u00f6nnte und dass es deshalb auf die Frage der Fortgeltung gerade der Rechtsnormen, die der formulierten Rechtsfrage zugrunde liegen und auf die das LSG seine Entscheidung gest\u00fctzt hat, nicht ankommen w\u00fcrde. Das trifft jedoch nicht zu. Die fortbestehende Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit war hier nicht allgemein bezogen auf die Kl\u00e4rung von Voraussetzungen f\u00fcr die Anerkennung von Praxisbesonderheiten darzulegen, sondern ganz konkret mit Bezug auf die formulierte Rechtsfrage. Die Anerkennung von Praxisbesonderheiten hat das LSG hier gerade mit der Begr\u00fcndung abgelehnt, dass die &#8212; bereits seit vielen Jahren nicht mehr geltende &#8212; Regelung in Teil F Nr 3.6 des Beschlusses des EBewA vom 27.\/28.8.2008 eine aus der Praxisbesonderheit resultierende \u00dcberschreitung des durchschnittlichen Fallwerts der Arztgruppe von 30 % voraussetzt und dass der Kl\u00e4ger diese Voraussetzung bereits deshalb nicht erf\u00fcllt, weil diese Fallwert\u00fcberschreitung nicht erreicht wird. Genau auf diese 30 %-Grenze beziehen sich die formulierten Rechtsfragen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_28\">28<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Wie oben dargelegt ist den hier ma\u00dfgebenden vom BewA getroffenen Regelungen zu den Voraussetzungen f\u00fcr die Anerkennung von Praxisbesonderheiten bereits mit der Neufassung des \u00a7 87b SGB V durch das GKV-VStG vom 22.12.2011 die Grundlage entzogen worden. Zwar trifft die Angabe des Kl\u00e4gers zu, dass ein Teil der K\u00c4Ven in ihren Honorarverteilungsma\u00dfstab auch danach und auch noch nach Auslaufen der sog Fortgeltensregelung nach \u00a7 87b Abs 1 Satz 3 SGB V idF des GKV-VStG eine Budgetierung auf der Grundlage von RLV geregelt haben. F\u00fcr den Bezirk der Beklagten gilt das aber gerade nicht. Ferner sind der Beschwerdebegr\u00fcndung keine Angaben zu der Frage zu entnehmen, ob es K\u00c4Ven gibt, die die Anerkennung von Praxisbesonderheiten in einem vergleichbaren rechtlichen Kontext von der hier ma\u00dfgebenden 30 %-Grenze abh\u00e4ngig machen. Damit fehlt es an der erforderlichen Darlegung einer fortwirkenden grunds\u00e4tzlichen Bedeutung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_29\">29<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Auch mit der ganz allgemein gehaltenen Angabe des Kl\u00e4gers, dass &#171;die Anerkennungsf\u00e4higkeit derartiger Praxisbesonderheiten&#187; in zahlreichen von seinen Prozessbevollm\u00e4chtigten gef\u00fchrten Verfahren von Bedeutung seien, werden die Darlegungsanforderungen zur fortbestehenden Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit nicht erf\u00fcllt, weil es &#8212; wie dargelegt &#8212; nicht allgemein auf die Frage der Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit der Kriterien f\u00fcr die Anerkennung von Praxisbesonderheiten ankommt, sondern auf die Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit gerade bezogen auf die formulierte Rechtsfrage.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_30\">30<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Den Darlegungsanforderungen gen\u00fcgt der Kl\u00e4ger ferner nicht mit dem Hinweis auf weitere ihn betreffende Verfahren, die beim Senat anh\u00e4ngig sind. Rechtsfragen, die die genannte 30 %-Grenze zum Gegenstand haben, hat er allein in den f\u00fcnf weiteren die Quartale bis 2\/2010 betreffenden Verfahren formuliert, nicht dagegen in den vier weiteren beim Senat anh\u00e4ngigen Verfahren, die die Quartale ab 1\/2011 zum Gegenstand haben. Hintergrund ist offenkundig die Einf\u00fchrung der qualifikationsbezogenen Zusatzvolumina mit der Folge, dass es auf die Frage der Rechtm\u00e4\u00dfigkeit der in Teil F Nr 3.6 des Beschlusses des EBewA vom 27.\/28.8.2008 enthaltene 30 %-Grenze auch in den den Kl\u00e4ger betreffenden Verfahren nicht mehr ankam <em>(vgl dazu die unter dem heutigen Datum ergangenen Beschl\u00fcsse zu den Az B 6 KA 28\/20 B, B 6 KA 29\/20 B, B 6 KA 32\/20 B und B 6 KA 33\/20 B)<\/em>. Danach ist die Zahl der Verfahren des Kl\u00e4gers, in denen die hier formulierte Rechtsfrage zu beantworten w\u00e4re, begrenzt. Das letzte Quartal, in dem es darauf ankam, liegt bei dem Kl\u00e4ger mehr als zehn Jahre zur\u00fcck. Eine fortwirkende allgemeine Bedeutung kann damit nicht begr\u00fcndet werden. Zu weiteren, andere Kl\u00e4ger betreffenden Verfahren, in denen sich die formulierten Rechtsfragen stellen w\u00fcrden, hat der Kl\u00e4ger nichts Konkretes vorgetragen und dem Senat ist dazu auch nichts bekannt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_31\">31<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 197a Abs 1 Satz 1 Teilsatz 3 SGG iVm \u00a7\u00a7 154 ff VwGO. Danach hat der Kl\u00e4ger auch die Kosten des von ihm ohne Erfolg durchgef\u00fchrten Rechtsmittels zu tragen <em>(\u00a7 154 Abs 2 VwGO)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_32\">32<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>4. Die Festsetzung des Streitwerts hat ihre Grundlage in \u00a7 197a Abs 1 Satz 1 Teilsatz 1 SGG iVm \u00a7 63 Abs 2 Satz 1, \u00a7 52 Abs 2, Abs 3 Satz 1, \u00a7 47 Abs 1 und 3 GKG. Ausgangspunkt ist das mit der Anfechtung des Honorarbescheides vom Kl\u00e4ger zus\u00e4tzlich begehrte Honorar in H\u00f6he von 8524,55 Euro. Dieser Betrag war auch Grundlage der Streitwertfestsetzung durch die Vorinstanzen; er ist von keinem der Beteiligten infrage gestellt worden. Abweichend vom Sozialgericht und in grunds\u00e4tzlicher \u00dcbereinstimmung mit dem LSG ist bei der Festsetzung des Streitwerts erg\u00e4nzend zu ber\u00fccksichtigen, dass Gegenstand des Rechtsstreits nicht allein der angefochtene Honorarbescheid war, sondern auch die vorangegangene gesonderte Festsetzung des Budgets &#8212; hier in Gestalt einer Obergrenze &#8212; gegen die sich der Kl\u00e4ger ebenfalls gewandt hat. Anders als das LSG hat der Senat den Streitwert im Hinblick auf den Streit um den Inhalt dieser gesonderten Festsetzung aber nicht um 25 %, sondern um den Regelstreitwert nach \u00a7 52 Abs 2 GKG erh\u00f6ht, sodass sich ein Streitwert von insgesamt 13 524,55 Euro ergibt.\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KSRE121591731&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BSG_B_6_KA_30-20_B_KSRE121591731.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tenor Die Beschwerde des Kl\u00e4gers gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Schleswig-Holsteinischen Landessozialgerichts vom 12. 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