{"id":790475,"date":"2026-04-30T23:30:44","date_gmt":"2026-04-30T21:30:44","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundesgerichtshof-1-zivilsenat-beschluss-2018-05-09-i-zb-53-17\/"},"modified":"2026-04-30T23:30:44","modified_gmt":"2026-04-30T21:30:44","slug":"bundesgerichtshof-1-zivilsenat-beschluss-2018-05-09-i-zb-53-17","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/ru\/jurisprudences\/bundesgerichtshof-1-zivilsenat-beschluss-2018-05-09-i-zb-53-17\/","title":{"rendered":"Bundesgerichtshof, 1. Zivilsenat, Beschluss, 2018-05-09, I ZB 53\/17"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Leitsatz<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Skatgericht<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>1. Bei st\u00e4ndigen Schiedsgerichten kommt es f\u00fcr die Anwendbarkeit des \u00a7 1032 Abs. 2 ZPO nicht auf die Bildung des Schiedsgerichts an, sondern darauf, ob sich das Schiedsgericht bereits mit der Sache befasst hat.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>2. Ein Antrag nach \u00a7 1032 Abs. 2 ZPO ist nicht unzul\u00e4ssig, wenn zum Zeitpunkt der Antragstellung beim Oberlandesgericht bereits ein Hauptsacheverfahren anh\u00e4ngig ist. Das gilt auch dann, wenn die Einrede des Schiedsverfahrens bereits im ordentlichen Verfahren erhoben worden ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>3. Das Deutsche Skatgericht und das Verbandsgericht des Deutschen Skatverbands e.V. sind keine Schiedsgerichte im Sinne der \u00a7\u00a7 1025 ff. ZPO.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Auf die Rechtsbeschwerde des Antragsgegners wird der Beschluss des 1. Zivilsenats des Th\u00fcringer Oberlandesgerichts in Jena vom 22. Mai 2017 aufgehoben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Der Antrag auf Feststellung der Zul\u00e4ssigkeit eines schiedsrichterlichen Verfahrens vor dem Verbandsgericht des Deutschen Skatverbands e.V. in dem vor dem Landgericht Gera anh\u00e4ngigen Rechtsstreit 4 O 982\/16 wird auf Kosten des Antragstellers zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Gegenstandswert: 1.150,20 \u20ac<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Gr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>I. Der Antragsteller veranstaltet als Skatdachverband die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Skat. Der Antragsgegner, ein Skatclub, begehrt die Feststellung, dass er Deutscher Mannschaftsmeister 2014 im Skat geworden sei. Er verfolgt dieses Begehren und weitere damit in Zusammenhang stehende Anspr\u00fcche (Feststellung der Ersatzpflicht f\u00fcr infolge Verweigerung des Meistertitels 2014 entstandene Sch\u00e4den, Teilnahmerecht f\u00fcr die Endrunde der n\u00e4chsten Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Skat ohne Qualifikation, \u00dcbergabe des Meisterpokals f\u00fcr 2014, Zahlung von 300 \u20ac als Differenz der Preisgelder f\u00fcr den ersten und zweiten Platz bei der Meisterschaft 2014) mit einer 2016 vor dem Landgericht Gera erhobenen Klage gegen den Antragsteller. In der Klagebegr\u00fcndung macht er geltend, der Antragsteller habe als Veranstalter insbesondere gegen Vorschriften der Internationalen Skatordnung und der Skatwettspielordnung versto\u00dfen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Antragsteller ist der Auffassung, f\u00fcr die beim Landgericht Gera anh\u00e4ngige Streitigkeit sei jedenfalls derzeit der Klageweg zu den Zivilgerichten nicht er\u00f6ffnet, weil daf\u00fcr satzungsgem\u00e4\u00df eine Zust\u00e4ndigkeit des Verbandsgerichts des Antragstellers bestehe.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Antragsteller beantragt,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:36pt\">gem\u00e4\u00df \u00a7 1032 Abs. 2 ZPO festzustellen, dass ein schiedsrichterliches Verfahren in dem vor dem Landgericht Gera anh\u00e4ngigen Rechtsstreit &#8212; Az.: 4 O 982\/16 &#8212; zul\u00e4ssig ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Oberlandesgericht hat dem Antrag stattgegeben. Dagegen richtet sich die Rechtsbeschwerde des Antragsgegners.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>II. Das Oberlandesgericht hat angenommen, der Antrag auf Feststellung der Zul\u00e4ssigkeit eines schiedsrichterlichen Verfahrens sei gem\u00e4\u00df \u00a7 1032 Abs. 2, \u00a7 1066 ZPO statthaft und zul\u00e4ssig. Er sei auch begr\u00fcndet. \u00dcber den Gegenstand der Klage vor dem Landgericht Gera habe nach der die Parteien bindenden Satzung des Antragstellers das Verbandsgericht zu entscheiden, so dass ein schiedsrichterliches Verfahren im Sinne des \u00a7 1032 Abs. 2, \u00a7 1066 ZPO zul\u00e4ssig sei.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>III. Die Rechtsbeschwerde ist statthaft (\u00a7 1065 Abs. 1 Satz 1, \u00a7 1062 Abs. 1 Nr. 2 Fall 1 ZPO) und auch sonst zul\u00e4ssig. Sie erweist sich als begr\u00fcndet.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Der Antrag an das Oberlandesgericht nach \u00a7 1032 Abs. 2 ZPO war allerdings statthaft und zul\u00e4ssig.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Nach \u00a7 1032 Abs. 2 ZPO kann beim Oberlandesgericht bis zur Bildung des Schiedsgerichts Antrag auf Feststellung der Zul\u00e4ssigkeit oder Unzul\u00e4ssigkeit eines schiedsrichterlichen Verfahrens gestellt werden. Der Zul\u00e4ssigkeit dieses Antrags steht im Streitfall nicht entgegen, dass es sich bei dem Verbandsgericht des Antragstellers um eine st\u00e4ndige Einrichtung handelt. Steht die Zul\u00e4ssigkeit des Verfahrens vor einem st\u00e4ndigen Schiedsgericht in Rede, so kommt es f\u00fcr die Anwendbarkeit des \u00a7 1032 Abs. 2 ZPO nicht auf dessen Bildung, sondern darauf an, ob sich das Schiedsgericht bereits mit der Sache befasst hat (OLG M\u00fcnchen, Beschluss vom 28. Juni 2006 &#8212; 34 SchH 11\/05, juris Rn. 55; M\u00fcnchKomm.ZPO\/M\u00fcnch, 5. Aufl., \u00a7 1032 Rn. 22). Dies war hier nicht der Fall.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Der Umstand, dass im Streitfall zum Zeitpunkt der Antragstellung beim Oberlandesgericht bereits das Hauptsacheverfahren vor dem Landgericht Gera anh\u00e4ngig war, f\u00fchrt ebenfalls nicht zur Unzul\u00e4ssigkeit des Antrags nach \u00a7 1032 Abs. 2 ZPO (aA etwa OLG M\u00fcnchen, SchiedsVZ 2011, 340, 341; OLG Naumburg, SchiedsVZ 2013, 237, 238; Voit in Musielak\/Voit, ZPO, 15. Aufl., \u00a7 1032 Rn. 12; BecKOK ZPO\/Wolf\/Eslami, 28. Ed., \u00a7 1032 Rn. 34; Rosenberg\/Schwab\/Gottwald, Zivilprozessrecht, 18. Aufl., \u00a7 177 Rn. 6 aE; Schroeter, SchiedsVZ 2004, 288, 291). Vielmehr ist ein Antrag nach \u00a7 1032 Abs. 2 ZPO auch noch nach Rechtsh\u00e4ngigkeit der Klage in der Hauptsache zul\u00e4ssig. Daf\u00fcr fehlt nicht das Rechtsschutzbed\u00fcrfnis, weil das Oberlandesgericht nach der gesetzgeberischen Wertung das zur Entscheidung \u00fcber die Zul\u00e4ssigkeit des schiedsgerichtlichen Verfahrens berufene Gericht ist (OLG Hamm, AUR 2003, 379, 380 [juris Rn. 22]; Stein\/Jonas\/Schlosser, ZPO, 23. Aufl., \u00a7 1032 Rn. 40; Z\u00f6ller\/Geimer, ZPO, 32. Aufl., \u00a7 1032 Rn. 3a, im Ergebnis ebenso M\u00fcnchKomm.ZPO\/M\u00fcnch aaO \u00a7 1032 Rn. 22). Das gilt auch dann, wenn die Einrede des Schiedsverfahrens bereits im ordentlichen Verfahren erhoben worden ist (aA Schwab\/Walter, Schiedsgerichtsbarkeit, 7. Aufl., Kap. 31 Rn. 12). Die fr\u00fchzeitige Befassung des Oberlandesgerichts gew\u00e4hrleistet, dass Fragen der Zul\u00e4ssigkeit des schiedsrichterlichen Verfahrens vor diesem Gericht nicht erst in einem sp\u00e4teren Verfahren auf Aufhebung oder Vollstreckbarerkl\u00e4rung des Schiedsspruchs behandelt werden k\u00f6nnen und dient damit der Prozess\u00f6konomie. Eine unerw\u00fcnschte Doppelbefassung staatlicher Gerichte wie auch die Gefahr widerspr\u00fcchlicher Entscheidungen kann, wie im Streitfall zutreffend vom Landgericht Gera erkannt, durch Aussetzung des ordentlichen Verfahrens nach \u00a7 148 ZPO vermieden werden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Das Oberlandesgericht hat das Verfahren vor dem Verbandsgericht des Antragstellers jedoch zu Unrecht als schiedsrichterliches Verfahren im Sinne von \u00a7 1032 Abs. 2, \u00a7 1066 ZPO angesehen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Nach den Feststellungen des Oberlandesgerichts sind das Deutsche Skatgericht und das Verbandsgericht gem\u00e4\u00df \u00a7 10 Abs. 1 der Satzung Organe des Antragstellers. Als verbandsinterne Organe sind derartige Vereins- oder Verbandsgerichte keine Schiedsgerichte im Sinne der \u00a7\u00a7 1025 ff. ZPO. Ihnen ist vielmehr in Aus\u00fcbung der autonomen Verb\u00e4nden zustehenden Befugnis zur inneren Selbstorganisation eine Entscheidungszust\u00e4ndigkeit in bestimmten satzungsm\u00e4\u00dfig geregelten Bereichen zugewiesen. Solche Entscheidungen der Vereins- oder Verbandsgerichte sind grunds\u00e4tzlich nach den allgemeinen Vorschriften \u00fcberpr\u00fcfbar, das hei\u00dft in der Regel mit der Klage nach den \u00a7\u00a7 253 ff. ZPO (vgl. BGH, Urteil vom 28. November 1994 &#8212; II ZR 11\/94, BGHZ 128, 93, 109 f. [juris Rn. 31]; Beschluss vom 27. Mai 2004 &#8212; III ZB 53\/03, BGHZ 159, 207, 211 [juris Rn. 16]; Urteil vom 23. April 2013 &#8212; II ZR 74\/12, BGHZ 197, 162 Rn. 18).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Allerdings k\u00f6nnen durch die Vereinssatzung auf das Mitgliedschaftsverh\u00e4ltnis bezogene Streitigkeiten zwischen einem Verbandsmitglied und dem Verband ebenso wie solche zwischen einem Vereinsmitglied und dem Verein einem Schiedsgericht zugewiesen werden, f\u00fcr das gem\u00e4\u00df \u00a7 1066 ZPO die \u00a7\u00a7 1025 ff. ZPO entsprechend gelten (vgl. BGHZ 159, 207, 211 [juris Rn. 17]; 197, 162 Rn. 17). In Anlehnung an \u00a7 1029 Abs. 1 ZPO ist das satzungsm\u00e4\u00dfig berufene Gericht aber nur dann ein Schiedsgericht im Sinne der \u00a7\u00a7 1025 ff. ZPO, wenn Rechtsstreitigkeiten unter Ausschluss des ordentlichen Rechtswegs der Entscheidung durch eine unabh\u00e4ngige und unparteiliche Instanz unterworfen werden. Die Streitbeteiligten m\u00fcssen parit\u00e4tisch Einfluss auf die Besetzung eines solchen Vereinsgerichts nehmen. Die Satzung muss gew\u00e4hrleisten, dass das Vereinsgericht bei einer Streitigkeit zwischen dem Verein und einem Vereinsmitglied den Beteiligten als neutraler Dritter gegen\u00fcbersteht (vgl. BGHZ 159, 207, 211 f. [juris Rn. 18]; 197, 162 Rn. 17). F\u00fcr Verbandsgerichte, die in Streitigkeiten zwischen dem Verband und seinen Mitgliedern entscheiden, gilt nichts anderes.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Die Rechtsbeschwerde macht zu Recht geltend, dass es sich nach diesen Grunds\u00e4tzen beim Verbandsgericht des Antragstellers nicht um ein echtes Schiedsgericht handelt. Das ergibt sich ohne weiteres aus der Satzung des Antragstellers, auf die das Oberlandesgericht Bezug genommen hat. Nach \u00a7 15 der Satzung werden die Mitglieder des Verbandsgerichts ebenso wie diejenigen des Skatgerichts vom &#171;Deutschen Skatkongress&#187; &#8212; der Hauptversammlung des Antragstellers (vgl. \u00a7 11 der Satzung) &#8212; gew\u00e4hlt, also von einem Vereinsorgan. Stimmrecht bei dieser Wahl haben alle in \u00a7 13 Abs. 1 der Satzung genannten Kongressteilnehmer. Dabei handelt es sich um die Delegierten der Mitgliederverb\u00e4nde sowie die Mitglieder des Pr\u00e4sidiums, des Deutschen Skatgerichts und des Verbandsgerichts sowie die Ehrenmitglieder und Rechnungspr\u00fcfer. Gem\u00e4\u00df \u00a7 13 Abs. 2 der Satzung entspricht die Zahl der Delegierten der Mitgliederverb\u00e4nde 0,7% (aufgerundet) der in den Landesverb\u00e4nden organisierten Skatspieler. Danach haben einzelne Mitgliedsvereine der Landesverb\u00e4nde wie etwa der Antragsgegner keinen nennenswerten Einfluss auf die Zusammensetzung von Skatgericht und Verbandsgericht. Damit entspricht die Zusammensetzung von Skatgericht und Verbandsgericht ihrer Eigenschaft als Verbandsorgane gem\u00e4\u00df \u00a7 10 der Satzung. Werden die Mitglieder eines Vereins- oder Verbandsgerichts von einem Verbandsorgan wie einer Haupt- oder Generalversammlung des Vereins oder Verbands gew\u00e4hlt, gen\u00fcgt dies nicht dem Erfordernis der parit\u00e4tischen Bestimmung der Schiedsrichter durch die Streitparteien (BGHZ 197, 162 Rn. 17 aE).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>d) Das Verbandsgericht des Antragstellers ist danach kein Schiedsgericht im Sinne der \u00a7\u00a7 1025 ff., 1066 ZPO. Damit scheidet eine Anwendung der \u00a7\u00a7 1025 ff. ZPO auf den vom Antragsgegner beim Landgericht Gera anh\u00e4ngig gemachten Rechtsstreit insgesamt aus (BGHZ 128, 93, 110 [juris Rn. 31]; BGHZ 159, 207, 212 f. [juris Rn. 18]). Sind die \u00a7\u00a7 1025 ff. ZPO nicht anwendbar, so ist ein Antrag auf Feststellung der Zul\u00e4ssigkeit eines schiedsrichterlichen Verfahrens gem\u00e4\u00df \u00a7 1032 Abs. 2 ZPO unbegr\u00fcndet. Eine Abweisung der Klage des Antragsgegners vor dem Landgericht Gera nach \u00a7 1032 Abs. 1 ZPO kommt nicht in Betracht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>IV. Das Landgericht Gera wird zu entscheiden haben, ob der Antragsgegner aufgrund wirksamer vereinsrechtlicher Verpflichtungen zun\u00e4chst die verbandsintern bereitgestellten Streitbeilegungsmechanismen aussch\u00f6pfen muss, bevor er seine Antr\u00e4ge im Verfahren vor dem Landgericht verfolgen kann. Eine erstinstanzliche Zust\u00e4ndigkeit des Oberlandesgerichts zur Entscheidung \u00fcber diese Frage besteht nicht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>V. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 91 Abs. 1 ZPO.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Koch\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Schaffert\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Kirchhoff<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Feddersen\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Schmaltz\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KORE312892018&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BGH_I_ZB_53-17_KORE312892018.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Skatgericht 1. Bei st\u00e4ndigen Schiedsgerichten kommt es f\u00fcr die Anwendbarkeit des \u00a7 1032 Abs. 2 ZPO nicht auf die Bildung des Schiedsgerichts an, sondern darauf, ob sich das Schiedsgericht bereits mit der Sache befasst hat. 2. Ein Antrag nach \u00a7 1032 Abs. 2 ZPO ist nicht unzul\u00e4ssig, wenn zum Zeitpunkt der Antragstellung beim Oberlandesgericht bereits ein Hauptsacheverfahren anh\u00e4ngig ist. Das gilt auch dann, wenn die Einrede des Schiedsverfahrens bereits im ordentlichen Verfahren erhoben worden ist. 3. Das Deutsche Skatgericht und das Verbandsgericht des Deutschen Skatverbands e.V. sind keine Schiedsgerichte im Sinne der \u00a7\u00a7 1025 ff. 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