{"id":821495,"date":"2026-05-03T04:46:21","date_gmt":"2026-05-03T02:46:21","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundesgerichtshof-1-strafsenat-urteil-2017-02-21-1-str-223-16\/"},"modified":"2026-05-03T04:46:21","modified_gmt":"2026-05-03T02:46:21","slug":"bundesgerichtshof-1-strafsenat-urteil-2017-02-21-1-str-223-16","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/ru\/jurisprudences\/bundesgerichtshof-1-strafsenat-urteil-2017-02-21-1-str-223-16\/","title":{"rendered":"Bundesgerichtshof, 1. Strafsenat, Urteil, 2017-02-21, 1 StR 223\/16"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>1. Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts M\u00fcnchen II vom 7. Dezember 2015 werden verworfen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>2. Jeder Beschwerdef\u00fchrer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Von Rechts wegen<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Gr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Landgericht hat die Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0jeweils wegen versuchter besonders schwerer r\u00e4uberischer Erpressung in Tateinheit mit gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung schuldig gesprochen und den Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0zu einer Freiheitsstrafe von f\u00fcnf Jahren und sechs Monaten sowie den Angeklagten H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Die Angeklagten A.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und Q.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0wurden wegen Beihilfe zur versuchten besonders schweren r\u00e4uberischen Erpressung in Tateinheit mit Beihilfe zur gef\u00e4hrlichen K\u00f6rperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten bzw. einem Jahr verurteilt, deren Vollstreckung jeweils zur Bew\u00e4hrung ausgesetzt wurde.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Hiergegen richten sich die Revisionen der Angeklagten. Die Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0r\u00fcgen jeweils die Verletzung formellen und materiellen Rechts. Die Angeklagten A.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und Q.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0machen die allgemeine Sachr\u00fcge geltend. Die Rechtsmittel sind jeweils unbegr\u00fcndet.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>I.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Landgericht hat im Wesentlichen folgende Feststellungen und Wertungen getroffen:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Zu einem nicht mehr genau feststellbaren Zeitpunkt vor dem 23. Juli 2014 trafen sich die Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0, Betriebsleiter der B.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0GmbH, und Q.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0mit dem Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0in einer Gastst\u00e4tte in E.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0. Der Angeklagte S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0wollte mit der Eisenflechterfirma des\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0T.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0alias P.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0(nachfolgend: Firma Sm.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0), f\u00fcr die der Zeuge arbeitete, ins Gesch\u00e4ft kommen; dessen Firma sollte ihm eine fiktive Rechnung erstellen. Dementsprechend fertigte der Zeuge R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0am 23. Juli 2014 nach Anweisung seines Arbeitgebers mit dem Briefkopf der Firma Sm.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0eine Scheinrechnung f\u00fcr Regiearbeiten an einem Bauvorhaben in M.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00fcber einen Betrag von 6.975 Euro. Der Angeklagte S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0beabsichtigte, diesen Rechnungsbetrag von seinem Firmenkonto auf das Konto der Firma Sm.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0zu \u00fcberweisen, sollte aber dieses Geld abz\u00fcglich einer Provision von zehn Prozent in bar wieder erhalten, um so entsprechende Betriebsausgaben gegen\u00fcber dem Finanzamt vorzut\u00e4uschen. In Ausf\u00fchrung dieser Verabredung wurde am 28. Juli 2014 nach Abzug von zwei Prozent Skonto ein Betrag von 6.835,50 Euro auf das Konto der Firma Sm.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00fcberwiesen, wo es am n\u00e4chsten Tag gutgeschrieben wurde. Entgegen der getroffenen Vereinbarung erhielt der Angeklagte S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0aber das gezahlte Geld in der Folge nicht wieder zur\u00fcck.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Nachdem der Firmeninhaber P.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0ab dem 31. Juli 2014 aus dem Inland \u201everschwunden\u201c und f\u00fcr den Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0nicht mehr erreichbar war, wandte sich dieser an den Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und forderte von ihm die R\u00fcckzahlung des \u00fcberwiesenen Geldbetrags. Der Zeuge R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0verweigerte dies aber, da er selbst nicht Partner des Scheingesch\u00e4fts und Empf\u00e4nger der Zahlung geworden sei. Da es dem Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0nicht gelungen war, Kontakt zu P.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0zu erhalten, rief er am 6. August 2014 morgens gegen acht Uhr den Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0an und forderte &#8212; begleitet von Beleidigungen und Bedrohungen &#8212; die R\u00fcckzahlung des \u00fcberwiesenen Geldbetrags. Nur wenige Minuten sp\u00e4ter kam es zu mehreren SMS-Mitteilungen, mit denen der Angeklagte S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0dem Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0u.a. mit dem Inhalt \u201eund nun, in einer halben Stunde schauen wir, ob Du oder ich\u201c drohte. Unmittelbar danach erstattete der Zeuge R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0gegen 10.00 Uhr Anzeige gegen den Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0bei der Polizeiinspektion F.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0, weil dieser ihn bedroht habe, falls er nicht einen Betrag von etwa 6.000 Euro an ihn zahle. Im Rahmen dieser Anzeige wurde der Angeklagte S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0am 2. September 2014 von der Polizeiinspektion D.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0auf Vorladung als Beschuldigter vernommen. Er verhielt sich ruhig und kooperativ, stritt aber in der Sache jegliche Bedrohung des Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0ab.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Unmittelbar im Anschluss an diese Vernehmung fuhr der Angeklagte S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0nach M.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und traf sich dort in der N\u00e4he des Hauptbahnhofs mit den drei Mitangeklagten. Hier vereinbarte man auf Betreiben des Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0, sogleich mit dessen Pkw nach F.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0zu einer Baustelle zu fahren, auf welcher der Zeuge R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0arbeitete. Sp\u00e4testens auf der Fahrt setzte der Angeklagte S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0die \u00fcbrigen Angeklagten davon in Kenntnis, dass er noch eine Geldforderung habe und diese vom Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0eintreiben wolle, der deswegen auch Strafanzeige gegen ihn wegen Bedrohung erstattet habe.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Gegen 16.00 Uhr begaben sich die Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0sowie A.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0auf das Baustellengel\u00e4nde, wobei alle Angeklagten sp\u00e4testens hier wahrnahmen, dass der Angeklagte S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0ein von ihm in seinem Pkw mitgebrachtes, ca. 65 cm langes, innen hohles Eisenrohr mit einem Durchmesser von ca. 2,5 cm und schwarzem Griffst\u00fcck mit auf die Baustelle nahm. Der Angeklagte Q.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0blieb vereinbarungsgem\u00e4\u00df an der Baustelleneinfahrt auf dem Gehweg stehen, um dort Ausschau zu halten und die \u00fcbrigen Mitangeklagten bei durch das Herannahen von polizeilichen Einsatzkr\u00e4ften drohender Gefahr zu warnen. Allen Angeklagten war sp\u00e4testens im Zeitpunkt des Aufsuchens der Baustelle klar, dass der Zeuge R.\u00a0\u00a0\u00a0durch Androhung bzw. durch Einsatz von Gewalt zur Zahlung des Geldbetrags aus dem Scheinrechnungsgesch\u00e4ft bewegt werden sollte, wobei sie billigend in Kauf nahmen, dass die vom Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0erhobene Forderung gegen\u00fcber dem Zeugen nicht rechtswirksam entstanden und vor Gerichten nicht durchsetzbar war. Alle Angeklagten nahmen zudem zumindest billigend in Kauf, dass es im Rahmen der Auseinandersetzung zu Gewalthandlungen kommen werde, die ihrer Art nach f\u00fcr den Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0auch lebensgef\u00e4hrlich sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Als der Zeuge R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0in Arbeitskleidung und mit Arbeitshelm gerade die Baugrube \u00fcber einen steilen Schotterweg verlie\u00df, wobei er als Steighilfe eine ca. 1,25 m lange Eisenstange von ca. 1 cm Durchmesser verwendete, und auf einen Container zuging, stellten sich die drei Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0sowie A.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0in einer Art Halbkreis um diesen auf und forderten die R\u00fcckzahlung des Geldbetrags aus dem Scheingesch\u00e4ft. Nachdem der Zeuge R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0nicht zur Zahlung bereit war, ergriff der Angeklagte H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0die von dem Zeugen mitgef\u00fchrte Eisenstange, die er diesem entweder weggenommen oder vom Boden aufgehoben hatte. Im bewussten und gewollten Zusammenwirken schlugen die beiden Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0mit dem Eisenrohr bzw. der Eisenstange auf den Kopf und den Rumpf des Zeugen ein, um der Forderung nach R\u00fcckzahlung des Geldbetrags Nachdruck zu verleihen. Der Angeklagte S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0schlug dabei mit dem Eisenrohr mindestens einmal mit gro\u00dfer Wucht in Richtung des Kopfes des Zeugen, wobei es diesem gelang, den Schlag zu parieren, indem er seinen linken Unterarm waagrecht nach oben riss, so dass der Schlag dort auftraf und es zu einer Fraktur des Unterarms kam, die operativ versorgt und mit einer Platte stabilisiert werden musste. Der Angeklagte H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0versetzte dem Zeugen mit der Eisenstange mindestens drei wuchtige Schl\u00e4ge, wobei ihn zwei davon am R\u00fccken unterhalb des linken Rippenbogens und ein weiterer im Bereich der rechten Schulter trafen, die zu sch\u00fcrfartigen Hautl\u00e4sionen f\u00fchrten. Nicht aufkl\u00e4rbar durch welchen der beiden Angeklagten erfolgten zahlreiche weitere Schl\u00e4ge auf den Kopf des Zeugen, wobei deren Wucht durch den vom Zeugen getragenen Bauarbeiterhelm abgefangen wurde. Beide Angeklagten forderten dabei mehrfach die R\u00fcckforderung des an die Firma Sm.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00fcberwiesenen Geldes.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Angeklagte A.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0hielt sich w\u00e4hrend dieses Geschehens in unmittelbarer N\u00e4he auf und unterst\u00fctzte die beiden anderen Angeklagten dadurch bei ihrer Tat. Als auf die Tat aufmerksam gewordene Bauarbeiter herannahten, der Zeuge R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0aber noch immer keine Bereitschaft zur Zahlung des Geldes zeigte, erkannten die drei Angeklagten A.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0, S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0, dass sie in dieser Situation kein Geld mehr erhalten w\u00fcrden und lie\u00dfen von dem Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0ab. Gemeinsam mit dem am Tor wartenden Angeklagten Q.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0verlie\u00dfen sie mit dem Pkw des Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0den Tatort. Der Zeuge R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0wurde nach der Tat mehrere Tage station\u00e4r im Krankenhaus behandelt und war f\u00fcr mehrere Monate krankgeschrieben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>II.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die von den Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0erhobenen Verfahrensr\u00fcgen haben keinen Erfolg.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Verfahrensr\u00fcge des H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0, mit welcher er die Verletzung des \u00a7 265 StPO durch einen unzureichend begr\u00fcndeten rechtlichen Hinweis r\u00fcgt sowie die Verfahrensr\u00fcgen des S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0wegen Verletzung des Beweisantragsrechts durch Ablehnung des Beweisantrags auf Verlesung der Vernehmungsprotokolle des Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und durch Ablehnung des Beweisantrags auf Vernehmung des Zeugen\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0T.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0alias P.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0haben &#8212; auch unter Ber\u00fccksichtigung der Gegenerkl\u00e4rung der Verteidigung &#8212; aus den vom Generalbundesanwalt in seinen Antragsschriften vom 6. September 2016 n\u00e4her dargelegten Gr\u00fcnden keinen Erfolg.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>III.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Auch die Nachpr\u00fcfung des Urteils auf Grund der von allen Angeklagten erhobenen Sachr\u00fcge hat keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Der Schuldspruch der Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0wegen in Mitt\u00e4terschaft begangener versuchter besonders schwerer r\u00e4uberischer Erpressung in Tateinheit mit gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung (\u00a7 253 Abs. 1, \u00a7\u00a7 255, 250 Abs. 2 Nr. 1, Nr. 3a und \u00a7 223 Abs. 1, \u00a7 224 Abs. 1 Nr. 2, Nr. 4 und Nr. 5, \u00a7\u00a7 22, 23, 25 Abs. 2, \u00a7 52 StGB) wird von den rechtsfehlerfrei getroffenen Feststellungen getragen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Beweisw\u00fcrdigung ist Sache des Tatgerichts (\u00a7 261 StPO). Ihm allein obliegt es, das Ergebnis der Hauptverhandlung festzustellen und zu w\u00fcrdigen. Seine Schlussfolgerungen brauchen nicht zwingend zu sein, es gen\u00fcgt, dass sie m\u00f6glich sind. Die revisionsgerichtliche Pr\u00fcfung ist darauf beschr\u00e4nkt, ob dem Tatgericht Rechtsfehler unterlaufen sind. Das ist in sachlich-rechtlicher Hinsicht der Fall, wenn die Beweisw\u00fcrdigung widerspr\u00fcchlich, unklar oder l\u00fcckenhaft ist oder gegen die Denkgesetze oder gesicherte Erfahrungss\u00e4tze verst\u00f6\u00dft (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteile vom 11. Februar 2016 &#8212; 3 StR 436\/15 und vom 14. Dezember 2011 &#8212; 1 StR 501\/11, NStZ-RR 2012, 148, jeweils mwN).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Derartige Rechtsfehler liegen nicht vor. Das Landgericht hat sich rechtsfehlerfrei auf der Grundlage einer Gesamtw\u00fcrdigung aller f\u00fcr die Beweisw\u00fcrdigung bedeutsamen Umst\u00e4nde von den Taten und der T\u00e4terschaft der beiden Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00fcberzeugt. Die Beweisw\u00fcrdigung des Landgerichts ist auch nicht l\u00fcckenhaft. Insbesondere hat das Landgericht rechtsfehlerfrei dargelegt, dass beide Angeklagten billigend in Kauf nahmen, keinen rechtlich durchsetzbaren Anspruch auf Zahlung gegen\u00fcber dem Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0zu haben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) In subjektiver Hinsicht erstrebt der T\u00e4ter eine unrechtm\u00e4\u00dfige Bereicherung im Sinne des \u00a7 253 Abs. 1 StGB schon dann, wenn er es f\u00fcr m\u00f6glich h\u00e4lt und billigend in Kauf nimmt, dass seine Forderung nicht oder nicht im Umfang des N\u00f6tigungsziels besteht oder aber von der Rechtsordnung nicht gesch\u00fctzt wird. Dies ist &#8212; wegen der normativen Natur dieses Tatbestandsmerkmals &#8212; nicht bereits dann der Fall, wenn der T\u00e4ter die tats\u00e4chlichen Umst\u00e4nde kennt, aus denen sich ergibt, dass ihm zivilrechtlich ein Anspruch nicht zusteht. Ma\u00dfgeblich ist vielmehr, ob er sich als Ergebnis laienhafter Bewertung dieser Umst\u00e4nde einen Anspruch auf die erstrebte Leistung nicht zumisst oder f\u00fcr zweifelhaft h\u00e4lt (BGH, Urteil vom 7. August 2003 &#8212; 3 StR 137\/03, BGHSt 48, 322, 328 f.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Stellt sich der T\u00e4ter f\u00fcr die erstrebte Bereicherung eine Anspruchsgrundlage vor, die in Wirklichkeit nicht besteht, so handelt er in einem Tatbestandsirrtum im Sinne von \u00a7 16 Abs. 1 Satz 1 StGB (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 16. Dezember 1997 &#8212; 1 StR 456\/97, NStZ-RR 1999, 6; Beschluss vom 21. Februar 2002 &#8212; 4 StR 578\/01, NStZ 2002, 481). Ein solcher Irrtum \u00fcber die Rechtswidrigkeit der erstrebten Bereicherung liegt aber nicht schon dann vor, wenn sich der N\u00f6tigende nach den Anschauungen der einschl\u00e4gig kriminellen Kreise als berechtigter Inhaber eines Anspruchs gegen das Opfer f\u00fchlt. Entscheidend ist, ob er sich vorstellt, dass dieser Anspruch auch von der Rechtsordnung anerkannt wird und er seine Forderung demgem\u00e4\u00df mit gerichtlicher Hilfe in einem Zivilprozess durchsetzen k\u00f6nnte (BGH, Urteile vom 7. August 2003 &#8212; 3 StR 137\/03, BGHSt 48, 322, 329 und vom 16. Dezember 1997 &#8212; 1 StR 456\/97, NStZ-RR 1999, 6).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) In Bezug auf die beiden Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0hat das Landgericht &#8212; gemessen an diesen Voraussetzungen &#8212; rechtsfehlerfrei dargelegt, dass der Angeklagte S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0keinen Anspruch auf R\u00fcckzahlung des von ihm an die Firma Sm.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00fcberwiesenen Geldes hatte und auch billigend in Kauf nahm, keinen rechtlich durchsetzbaren Anspruch gegen\u00fcber dem Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0gehabt zu haben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(1) F\u00fcr den Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0hat das Landgericht zun\u00e4chst durch seine umfangreichen Feststellungen zum Vortatgeschehen ausgeschlossen, dass ein von der Rechtsordnung anerkannter Anspruch gegen den Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0bestehen kann. Es geht dabei zutreffend davon aus, dass die der Zahlung zugrunde liegende Abrede auf eine Steuerhinterziehung gerichtet und damit nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gem\u00e4\u00df \u00a7 134 BGB insgesamt nichtig war (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 9. Juni 1954 &#8212; II ZR 70\/53, BGHZ 14, 25, 30 f.; Beschluss vom 2. November 2005 &#8212; IV ZR 57\/05, NJW-RR 2006, 283 mwN), so dass gem\u00e4\u00df \u00a7 817 Satz 2 BGB auch jegliche Kondiktionsanspr\u00fcche ausgeschlossen waren, da beide Vertragspartner gegen ein gesetzliches Verbot versto\u00dfen haben (BGH, Urteil vom 10. Oktober 2012 &#8212; 2 StR 591\/11 Rn. 26, NJW 2013, 401 Rn. 26). Die urspr\u00fcnglich angestrebte Erlangung eines (ungerechtfertigten) Steuervorteils war der alleinige Zweck der mit P.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0getroffenen Vereinbarung (vgl. zur Bedeutung dieser Zwecksetzung BGH, Beschluss vom 2. November 2005 &#8212; IV ZR 57\/05 &#8212; NJW-RR 2006, 283 mwN). Der Angeklagte S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0hatte daher keinen Anspruch auf R\u00fcckzahlung des von ihm an die Firma Sm.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00fcberwiesenen Geldes. Auch hat sich das Landgericht rechtsfehlerfrei davon \u00fcberzeugt, dass P.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0die Gesch\u00e4fte seiner Firma selbst f\u00fchrte und der Zeuge R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0keine tats\u00e4chliche Verf\u00fcgungsmacht \u00fcber das Konto der Firma Sm.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0hatte, auf das der Geldbetrag aus der mit dem Briefkopf dieser Firma erstellten Scheinrechnung \u00fcberwiesen wurde, so dass sich der Angeklagte S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0wegen einer R\u00fcckforderung des \u00fcberwiesenen Geldes an die Firma Sm.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0h\u00e4tte wenden m\u00fcssen und der Gesch\u00e4digte R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0damit ohnehin nicht sein \u201eVertragspartner\u201c war.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_20\">20<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Auch in subjektiver Hinsicht erstrebte der Angeklagte S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0eine rechtswidrige Bereicherung. Nach den Feststellungen des Landgerichts wusste er, dass er auf eine Rechnung der Firma Sm.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0eine Zahlung auf deren Gesch\u00e4ftskonto geleistet hatte und der Zeuge R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0nicht sein \u201eVertrags-\u201c oder auch nur verantwortlicher Ansprechpartner war. Vielmehr hatte ihn der Zeuge R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0immer wieder darauf ausdr\u00fccklich hingewiesen. Gleichwohl forderte der Angeklagte S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0die R\u00fcckzahlung des Geldes, weil er den Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0pers\u00f6nlich haftbar machte und es ihm hierbei &#8212; wie die der eigentlichen Tat vorausgegangenen Bedrohungen des Zeugen belegen &#8212; gleichg\u00fcltig war, wo der Gesch\u00e4digte das Geld auftreibt, als er ihn auf Albanisch mit den Worten \u201eGeb\u00e4re das Geld!\u201c (UA S. 14) zur Zahlung aufforderte. Das Landgericht hat in Bezug auf den Gesch\u00e4digten R.\u00a0\u00a0\u00a0damit einen Irrtum \u00fcber die Rechtswidrigkeit der Bereicherung ausgeschlossen, da sich der Angeklagte S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0bei der Tat keinen Anspruch vorstellte, der von der Rechtsordnung anerkannt wird und den er mit gerichtlicher Hilfe in einem Zivilprozess durchsetzen k\u00f6nnte.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_21\">21<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(2) Auch in Bezug auf den Angeklagten H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0ist die Beweisw\u00fcrdigung des Landgerichts nicht l\u00fcckenhaft. Insoweit hat das Landgericht ebenfalls rechtsfehlerfrei dargelegt, dass auch dieser gemeinsam mit seinem Bruder einen rechtswidrigen Verm\u00f6gensvorteil erstrebte und ebenfalls billigend in Kauf nahm, dass kein rechtlich durchsetzbarer Anspruch gegen\u00fcber dem Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0bestand.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_22\">22<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Nach den Feststellungen des Landgerichts und selbst nach dem Vortrag der Revision hatte der Angeklagte H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0keine klaren Vorstellungen \u00fcber Grund und H\u00f6he des von seinem Bruder S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0geltend gemachten Anspruchs. Vielmehr verlie\u00df er sich allein auf dessen pauschale Auskunft, die er nicht hinterfragte. Soweit das Landgericht hieraus schlie\u00dft, dass dem Angeklagten H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0damit die Rechtswidrigkeit der erstrebten Bereicherung gleichg\u00fcltig war und er sie folglich billigend in Kauf nahm, damit sein Bruder S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0finanziell befriedigt werde, ist dies rechtlich nicht zu beanstanden. Dies umso mehr, als der gesamte vom Landgericht festgestellte \u00e4u\u00dfere Geschehensablauf im Vorfeld der eigentlichen Tat mit dem Treffen in der N\u00e4he des Hauptbahnhofs in M.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0nach vorausgegangener Beschuldigtenvernehmung wegen Bedrohung, der gemeinsamen Fahrt in einem Pkw sowie der Bewaffnung mit einem Eisenrohr, um letztlich zu viert gegen den Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0vorzugehen, daf\u00fcr spricht, dass auch der Angeklagte H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0davon ausging, dass ein von der Rechtsordnung anerkannter und mit gerichtlicher Hilfe im Zivilprozess durchsetzbarer Anspruch gegen den Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0nicht bestand. Damit zieht das Landgericht hier aus den \u00e4u\u00dferen Tatumst\u00e4nden m\u00f6gliche Schlussfolgerungen in Bezug auf den subjektiven Tatbestand, die das Revisionsgericht im Rahmen der tatrichterlichen Beweisw\u00fcrdigung hinzunehmen hat (BGH, Urteil vom 15. Dezember 2015 &#8212; 1 StR 236\/15 mwN). Insoweit hat das Landgericht auch nicht seine Darlegungspflicht verletzt, denn eine Beweisw\u00fcrdigung kann ihrer Natur nach nicht ersch\u00f6pfend in dem Sinne sein, dass alle irgendwie denkbaren Gesichtspunkte und W\u00fcrdigungsvarianten ausdr\u00fccklich abgehandelt werden (BGH, Urteile vom 23. Juni 2010 &#8212; 2 StR 35\/10, StraFo 2010, 386 und vom 28. Oktober 2010 &#8212; 4 StR 285\/10, NStZ-RR 2011, 50).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_23\">23<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Auch der Schuldspruch der Angeklagten A.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und Q.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0wegen Beihilfe zur versuchten besonders schweren r\u00e4uberischen Erpressung in Tateinheit mit Beihilfe zur gef\u00e4hrlichen K\u00f6rperverletzung (\u00a7 253 Abs. 1, \u00a7\u00a7 255, 250 Abs. 2 Nr. 1, Nr. 3a und \u00a7 223 Abs. 1, \u00a7 224 Abs. 1 Nr. 2, Nr. 4 und Nr. 5, \u00a7\u00a7 22, 23, 27 Abs. 1, \u00a7 52 StGB) wird von den insoweit rechtsfehlerfrei getroffenen Feststellungen getragen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_24\">24<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Wegen Beihilfe wird gem\u00e4\u00df \u00a7 27 Abs. 1 StGB bestraft, wer vors\u00e4tzlich einem anderen zu dessen vors\u00e4tzlich begangener rechtswidriger Tat Hilfe leistet. Diese Hilfeleistung muss sich auf die Begehung der Haupttat zwar nicht kausal auswirken; erforderlich ist aber, dass sie die Haupttat zu irgendeinem Zeitpunkt zwischen Versuchsbeginn und Beendigung in irgendeiner Weise erleichtert oder f\u00f6rdert (st. Rspr.; BGH, Beschl\u00fcsse vom 9. Juli 2015 &#8212; 2 StR 58\/15, NStZ-RR 2015, 343, 344 und vom 4. Februar 2016 &#8212; 1 StR 344\/15, NStZ-RR 2016, 136, 137; Urteil vom 16. Januar 2008 &#8212; 2 StR 535\/07, NStZ 2008, 284 mwN). Ein entsprechender Gehilfenvorsatz liegt vor, wenn der Gehilfe die Haupttat in ihren wesentlichen Merkmalen kennt und in dem Bewusstsein handelt, durch sein Verhalten das Vorhaben des Hauptt\u00e4ters zu f\u00f6rdern; Einzelheiten der Haupttat braucht er nicht zu kennen (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 1. August 2000 &#8212; 5 StR 624\/99, BGHR StGB \u00a7 27 Abs. 1 Hilfeleisten 21 mwN). Entscheidend ist, dass der Gehilfe die Dimension der Tat erfassen kann (vgl. BGH, Urteil vom 13. Januar 2015 &#8212; 1 StR 454\/14, NStZ-RR 2015, 75). Ob der Gehilfe den Erfolg der Haupttat w\u00fcnscht oder ihn lieber vermeiden w\u00fcrde, ist dagegen nicht entscheidend. Es reicht, dass die Hilfe an sich geeignet ist, die fremde Haupttat zu f\u00f6rdern oder zu erleichtern, und der Hilfeleistende dies wei\u00df (vgl. BGH, Urteil vom 1. August 2000 &#8212; 5 StR 624\/99, BGHR StGB \u00a7 27 Abs. 1 Hilfeleisten 21).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_25\">25<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Gemessen an diesen Voraussetzungen ist die Beweisw\u00fcrdigung des Landgerichts auch insoweit frei von Rechtsfehlern.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_26\">26<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Nach den Feststellungen des Landgerichts hat sich der Angeklagte S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0unmittelbar nach seiner polizeilichen Beschuldigtenvernehmung bei der Polizeiinspektion D.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0wegen Bedrohung des Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0mit den drei weiteren Mitangeklagten in M.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0in der N\u00e4he des Hauptbahnhofs getroffen, um nun zu viert vom Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0die Geldforderung einzutreiben. Die beiden Angeklagten A.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und Q.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0erkannten damit sp\u00e4testens auf der sich daran anschlie\u00dfenden gemeinsamen Fahrt im Pkw des Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0von M.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0zur Baustelle, dass noch eine Geldforderung aus dem Scheinrechnungsgesch\u00e4ft geltend gemacht werden sollte (UA S. 21), wobei sie im Hinblick auf die vorausgegangene Strafanzeige und die Form des Geldeintreibens zumindest billigend in Kauf nahmen, dass keine berechtigte Forderung durchgesetzt werden sollte. Dar\u00fcber hinaus nahmen die Angeklagten A.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und Q.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0sp\u00e4testens an der Baustelle auch wahr, dass das Treffen mit dem Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0mit Hilfe eines vom Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0mitgef\u00fchrten Eisenrohrs, also unter Einsatz von Gewalt, gef\u00fchrt werden sollte (UA S. 13). Die Angeklagten A.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und Q.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0kannten damit die wesentlichen Merkmale der Haupttat und haben durch ihre Anwesenheit am Tatort diese unterst\u00fctzt. Der Angeklagte A.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0hielt sich sogar in unmittelbarer N\u00e4he des eigentlichen Tatgeschehens auf und verst\u00e4rkte dadurch die Durchf\u00fchrung der Tat sowie den Eindruck des Zeugen R.\u00a0\u00a0\u00a0, unterlegen zu sein und sich nicht wehren zu k\u00f6nnen (UA S. 15 f.). Hinzu kam beim Angeklagten Q.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0, dass dieser auch an der das Scheingesch\u00e4ft ausl\u00f6senden ersten Unterredung selbst beteiligt war. Aus allen diesen Indizien konnte das Landgericht daher rechtsfehlerfrei auf eine Unterst\u00fctzung der eigentlichen Haupttat der beiden Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0schlie\u00dfen, ohne dass die Angeklagten A.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und Q.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0diese in allen Details kennen mussten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_27\">27<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Auch der Strafausspruch gegen alle Angeklagten h\u00e4lt rechtlicher Nachpr\u00fcfung stand.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_28\">28<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Strafzumessung ist grunds\u00e4tzlich Sache des Tatgerichts. Es ist seine Aufgabe, auf der Grundlage des umfassenden Eindrucks, den es in der Hauptverhandlung von der Tat und der Pers\u00f6nlichkeit des T\u00e4ters gewonnen hat, die wesentlichen entlastenden und belastenden Umst\u00e4nde festzustellen, sie zu bewerten und hierbei gegeneinander abzuw\u00e4gen. Ein Eingriff des Revisionsgerichts in diese Einzelakte der Strafzumessung ist in der Regel nur m\u00f6glich, wenn die Zumessungserw\u00e4gungen in sich fehlerhaft sind, wenn das Tatgericht gegen rechtlich anerkannte Strafzwecke verst\u00f6\u00dft oder wenn sich die verh\u00e4ngte Strafe nach oben oder unten von ihrer Bestimmung l\u00f6st, gerechter Schuldausgleich zu sein (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteile vom 17. September 1980 &#8212; 2 StR 355\/80, BGHSt 29, 319, 320; vom 7. Februar 2012 &#8212; 1 StR 525\/11 Rn. 17, BGHSt 57, 123, 127 und vom 12. Januar 2016 &#8212; 1 StR 414\/15 Rn. 12, NStZ-RR 2016, 107; jeweils mwN). Nur in diesem Rahmen kann eine \u201eVerletzung des Gesetzes\u201c (\u00a7 337 Abs. 1 StPO) vorliegen. Dagegen ist eine ins Einzelne gehende Richtigkeitskontrolle ausgeschlossen (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Beschluss vom 10. April 1987 &#8212; GSSt 1\/86, BGHSt 34, 345, 349; Urteile vom 12. Januar 2005 &#8212; 5 StR 301\/04, wistra 2005, 144; vom 7. Februar 2012 &#8212; 1 StR 525\/11 Rn. 17, BGHSt 57, 123, 127 und vom 12. Januar 2016 &#8212; 1 StR 414\/15 Rn. 12, NStZ-RR 2016, 107).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_29\">29<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Solche Rechtsfehler liegen hier nicht vor. Das Landgericht hat bez\u00fcglich der Angeklagten S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und H.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0ausgehend vom Strafrahmen des \u00a7 250 Abs. 2 StGB zun\u00e4chst das Vorliegen eines minder schweren Falls nach \u00a7 250 Abs. 3 StGB er\u00f6rtert und im Ergebnis verneint. Es wurde jedoch wegen des ausgebliebenen Taterfolgs jeweils eine Strafrahmenverschiebung gem\u00e4\u00df \u00a7 23 Abs. 2, \u00a7 49 Abs. 1 StGB vorgenommen, weil der Zeuge R.\u00a0\u00a0\u00a0zu keinem Zeitpunkt zur Zahlung der unberechtigten Geldforderung bereit war und es damit an der N\u00e4he zur Tatvollendung fehlte. Bei den Angeklagten A.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0und Q.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0erfolgte zus\u00e4tzlich eine weitere Milderung in Bezug auf die Beihilfe gem\u00e4\u00df \u00a7 27 Abs. 2 Satz 2, \u00a7 49 Abs. 1 StGB. Die Strafzumessungserw\u00e4gungen des Landgerichts sind auch im \u00dcbrigen rechtsfehlerfrei.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>IV.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_30\">30<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 473 Abs. 1 StPO.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">\u00a0Raum\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">\u00a0J\u00e4ger\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">\u00a0Radtke<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">\u00a0Fischer\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">\u00a0B\u00e4r\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KORE613462017&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BGH_1_StR_223-16_KORE613462017.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tenor 1. Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts M\u00fcnchen II vom 7. Dezember 2015 werden verworfen. 2. Jeder Beschwerdef\u00fchrer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen. Von Rechts wegen Gr\u00fcnde 1 Das Landgericht hat die Angeklagten S. und H. jeweils wegen versuchter besonders schwerer r\u00e4uberischer Erpressung in Tateinheit mit gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung schuldig gesprochen und den Angeklagten S&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_crdt_document":""},"kji_country":[7802],"kji_court":[7803],"kji_chamber":[9077],"kji_year":[52833],"kji_subject":[7632],"kji_keyword":[7806,8712,7809,8017],"kji_language":[7805],"class_list":["post-821495","kji_decision","type-kji_decision","status-publish","hentry","kji_country-allemagne","kji_court-bundesgerichtshof","kji_chamber-1-strafsenat","kji_year-52833","kji_subject-penal","kji_keyword-bundesgerichtshof","kji_keyword-strafsenat","kji_keyword-tenor","kji_keyword-urteil","kji_language-allemand"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.6 (Yoast SEO v27.6) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>Bundesgerichtshof, 1. Strafsenat, Urteil, 2017-02-21, 1 StR 223\/16 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kohenavocats.com\/ru\/jurisprudences\/bundesgerichtshof-1-strafsenat-urteil-2017-02-21-1-str-223-16\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"ru_RU\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Bundesgerichtshof, 1. Strafsenat, Urteil, 2017-02-21, 1 StR 223\/16\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Tenor 1. Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts M\u00fcnchen II vom 7. Dezember 2015 werden verworfen. 2. Jeder Beschwerdef\u00fchrer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen. 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