{"id":561681,"date":"2026-04-14T22:41:55","date_gmt":"2026-04-14T20:41:55","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bgh-6a-zivilsenat-urteil-vom-31-03-2026-via-zr-1607-22\/"},"modified":"2026-04-16T09:58:03","modified_gmt":"2026-04-16T07:58:03","slug":"bgh-6a-zivilsenat-urteil-vom-31-03-2026-via-zr-1607-22","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bgh-6a-zivilsenat-urteil-vom-31-03-2026-via-zr-1607-22\/","title":{"rendered":"Bundesgerichtshof, 6a. Zivilsenat, Urteil, 2026-03-31, VIa ZR 1607\/22"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Auf die Revision des Kl\u00e4gers wird der Beschluss des 1.\u00a0Zivilsenats des Th\u00fcringer Oberlandesgerichts in Jena vom 26.\u00a0Oktober 2022 aufgehoben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch \u00fcber die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zur\u00fcckverwiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Der Streitwert f\u00fcr das Revisionsverfahren wird auf bis 45.000 \u20ac festgesetzt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">Von Rechts wegen<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tatbestand<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger nimmt die Beklagte wegen der Verwendung unzul\u00e4ssiger Abschalteinrichtungen in einem Kraftfahrzeug auf Schadensersatz in Anspruch. Er erwarb einen von der Beklagten hergestellten gebrauchten Mercedes-Benz Vito 2143, der mit einem Dieselmotor des Typs OM 651 (Schadstoffklasse Euro\u00a06) ausger\u00fcstet ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die auf R\u00fcckzahlung des Kaufpreises abz\u00fcglich einer Nutzungsentsch\u00e4digung und zuz\u00fcglich Zinsen Zug um Zug gegen \u00dcbergabe und \u00dcbereignung des Fahrzeugs, die Feststellung des Annahmeverzugs der Beklagten und die Erstattung von Kosten der au\u00dfergerichtlichen Rechtsverfolgung nebst Zinsen gerichtete Klage hatte in den Vorinstanzen keinen Erfolg. Mit der vom Senat zugelassenen Revision verfolgt der Kl\u00e4ger sein Klagebegehren weiter.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Revision hat Erfolg.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">I.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Berufungsgericht hat seine Entscheidung &#8211; soweit f\u00fcr das Revisionsverfahren von Interesse &#8211; im Wesentlichen wie folgt begr\u00fcndet:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Es k\u00f6nne dahinstehen, ob in dem Motor des kl\u00e4gerischen Fahrzeugs unzul\u00e4ssige Abschalteinrichtungen verbaut seien. Denn es fehle an den weiteren Voraussetzungen einer Haftung der Beklagten wegen einer vors\u00e4tzlich sittenwidrigen Sch\u00e4digung. Der Anspruch eines Fahrzeugk\u00e4ufers gegen den Fahrzeughersteller aus \u00a7 826 BGB wegen Verwendung einer &#8211; unterstellt &#8211; unzul\u00e4ssigen Abschalteinrichtung setze jedenfalls voraus, dass die handelnden Personen den in der Verwendung der unzul\u00e4ssigen Abschalteinrichtung liegenden Gesetzesversto\u00df billigend in Kauf genommen haben. Der Kl\u00e4ger habe nicht vorgetragen, dass die zust\u00e4ndige Typgenehmigungs- und Markt\u00fcberwachungsbeh\u00f6rde auf der Grundlage einer strategischen Unternehmensentscheidung der Beklagten arglistig get\u00e4uscht worden und dies mit einer verwerflichen Gesinnung verbunden gewesen sei.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">II.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Diese Erw\u00e4gungen halten der \u00dcberpr\u00fcfung im Revisionsverfahren nicht in allen Punkten stand.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1.\u00a0Allerdings begegnet es keinen revisionsrechtlichen Bedenken, dass das Berufungsgericht eine Haftung der Beklagten aus \u00a7\u00a7\u00a0826, 31 BGB verneint hat. Die von der Revision erhobenen Verfahrensr\u00fcgen hat der Senat gepr\u00fcft und nicht f\u00fcr durchgreifend erachtet. Von einer Begr\u00fcndung wird gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0564 Satz\u00a01 ZPO abgesehen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2.\u00a0Die Revision wendet sich jedoch mit Erfolg dagegen, dass das Berufungsgericht eine Haftung der Beklagten nach \u00a7\u00a0823 Abs.\u00a02 BGB in Verbindung mit \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01, \u00a7\u00a027 Abs.\u00a01 EG-FGV nicht erwogen hat. Wie der Senat nach Erlass des angefochtenen Beschlusses entschieden hat, sind die Bestimmungen der \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01, \u00a7\u00a027 Abs.\u00a01 EG-FGV Schutzgesetze im Sinne des \u00a7\u00a0823 Abs.\u00a02 BGB, die das Interesse des Fahrzeugk\u00e4ufers gegen\u00fcber dem Fahrzeughersteller wahren, nicht durch den Kaufvertragsabschluss eine Verm\u00f6genseinbu\u00dfe im Sinne der Differenzhypothese zu erleiden, weil das Fahrzeug entgegen der \u00dcbereinstimmungsbescheinigung eine unzul\u00e4ssige Abschalteinrichtung im Sinne des Art.\u00a05 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 der Verordnung (EG) Nr.\u00a0715\/2007 aufweist (vgl. BGH, Urteil vom 26.\u00a0Juni 2023 &#8211; VIa\u00a0ZR 335\/21, BGHZ\u00a0237, 245 Rn. 29 bis 32).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Berufungsgericht hat daher zwar zu Recht einen Anspruch des Kl\u00e4gers auf die Gew\u00e4hrung sogenannten &#8220;gro\u00dfen&#8221; Schadensersatzes verneint (vgl. BGH, Urteil vom 26.\u00a0Juni 2023 &#8211; VIa\u00a0ZR 335\/21, BGHZ\u00a0237, 245 Rn.\u00a022 bis 27). Es hat jedoch nicht ber\u00fccksichtigt, dass dem Kl\u00e4ger nach \u00a7\u00a0823 Abs.\u00a02 BGB in Verbindung mit \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01, \u00a7\u00a027 Abs.\u00a01 EG-FGV ein Anspruch auf Ersatz eines erlittenen Differenzschadens zustehen kann (vgl. BGH, Urteil vom 26.\u00a0Juni 2023, aaO, Rn.\u00a028 bis 32; ebenso BGH, Urteile vom 20.\u00a0Juli 2023 &#8211; III\u00a0ZR 267\/20, NJW\u00a02024, 361 Rn.\u00a021\u00a0ff.; &#8211; III\u00a0ZR 303\/20, juris Rn.\u00a016\u00a0f.; Urteil vom 12.\u00a0Oktober 2023 &#8211; VII\u00a0ZR 412\/21, juris Rn.\u00a020). Demzufolge hat das Berufungsgericht weder dem Kl\u00e4ger Gelegenheit zur Darlegung eines solchen Schadens gegeben, noch hat es Feststellungen zu einer deliktischen Haftung der Beklagten wegen des zumindest fahrl\u00e4ssigen Einbaus einer unzul\u00e4ssigen Abschalteinrichtung getroffen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">III.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die angefochtene Entscheidung ist demnach aufzuheben, \u00a7\u00a0562 Abs.\u00a01 ZPO, weil sie sich nicht aus anderen Gr\u00fcnden als richtig darstellt, \u00a7\u00a0561 ZPO. Der Senat kann nicht in der Sache selbst entscheiden, weil diese nicht zur Endentscheidung reif ist, \u00a7\u00a0563 Abs.\u00a03 ZPO. Sie ist daher zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zur\u00fcckzuverweisen, \u00a7\u00a0563 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 ZPO.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Berufungsgericht wird auf der Grundlage der mit Urteil des Senats vom 26. Juni 2023 in der Sache VIa ZR 335\/21 aufgestellten Grunds\u00e4tze die erforderlichen Feststellungen zu einer Haftung der Beklagten nach \u00a7\u00a0823 Abs.\u00a02 BGB in Verbindung mit \u00a7 6 Abs. 1, \u00a7 27 Abs. 1 EG-FGV zu treffen haben, nachdem es dem Kl\u00e4ger Gelegenheit gegeben hat, den Differenzschaden zu berechnen und dazu vorzutragen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<table border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\" class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\n                           <span>Messing<\/span>\n                        <\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\n                           <span>\u00a0\u00a0\u00a0<\/span>\n                        <\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\n                           <span>RinBGH Dr. Brenneisen<br \/>ist aus technischen Gr\u00fcnden an der<br \/>elektronischen Signatur gehindert.<\/span>\n                        <\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\n                           <span>\u00a0\u00a0\u00a0<\/span>\n                        <\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\n                           <span>Katzenstein<\/span>\n                        <\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\n                           <span>\u00a0\u00a0\u00a0<\/span>\n                        <\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\n                           <span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span>\n                        <\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">Messing<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\n                           <span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span>\n                        <\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\n                           <span>\u00a0\u00a0\u00a0<\/span>\n                        <\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\n                           <span>\u00a0<\/span>\n                        <\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\n                           <span>Pastohr<\/span>\n                        <\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\n                           <span>\u00a0<\/span>\n                        <\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\n                           <span>Spielmann<\/span>\n                        <\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\n                           <span>\u00a0<\/span>\n                        <\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KORE706322026&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BGH_6a__Zivilsenat_VIa_ZR_1607-22_KORE706322026.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tenor Auf die Revision des Kl\u00e4gers wird der Beschluss des 1. Zivilsenats des Th\u00fcringer Oberlandesgerichts in Jena vom 26. Oktober 2022 aufgehoben. Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch \u00fcber die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zur\u00fcckverwiesen. Der Streitwert f\u00fcr das Revisionsverfahren wird auf bis 45.000 \u20ac festgesetzt. 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Zivilsenat, Urteil, 2026-03-31, VIa ZR 1607\/22 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bgh-6a-zivilsenat-urteil-vom-31-03-2026-via-zr-1607-22\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"zh_CN\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Bundesgerichtshof, 6a. Zivilsenat, Urteil, 2026-03-31, VIa ZR 1607\/22\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Tenor Auf die Revision des Kl\u00e4gers wird der Beschluss des 1. Zivilsenats des Th\u00fcringer Oberlandesgerichts in Jena vom 26. Oktober 2022 aufgehoben. Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch \u00fcber die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zur\u00fcckverwiesen. 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