{"id":562621,"date":"2026-04-14T23:42:38","date_gmt":"2026-04-14T21:42:38","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundesfinanzhof-5-senat-beschluss-2026-03-19-v-b-5-25\/"},"modified":"2026-04-15T03:59:22","modified_gmt":"2026-04-15T01:59:22","slug":"bundesfinanzhof-5-senat-beschluss-2026-03-19-v-b-5-25","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesfinanzhof-5-senat-beschluss-2026-03-19-v-b-5-25\/","title":{"rendered":"BFH 5. Senat, Beschluss vom 19.03.2026, V B 5\/25"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Leitsatz<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>NV: \u00a7 96 Abs. 1 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung wird verletzt, wenn eine im Ausland ans\u00e4ssige Person im Verfahren vor dem Finanzgericht nicht als Zeuge vernommen werden kann, aber eine von einem anderen inl\u00e4ndischen Gericht protokollierte Zeugenvernehmung dieser Person zu einer entscheidungserheblichen Frage im Rahmen der Tatsachen- und Beweisw\u00fcrdigung nicht ber\u00fccksichtigt wird, obwohl sie von einem Beteiligten in das Verfahren eingef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Auf die Beschwerde der Kl\u00e4gerin wegen Nichtzulassung der Revision wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 03.12.2024 &#8211; 5 K 5011\/21 aufgehoben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Berlin-Brandenburg zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur\u00fcckverwiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Diesem wird die Entscheidung \u00fcber die Kosten des Beschwerdeverfahrens \u00fcbertragen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Gr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beschwerde ist begr\u00fcndet. Der von der Kl\u00e4gerin und Beschwerdef\u00fchrerin (Kl\u00e4gerin) ger\u00fcgte Verfahrensfehler (\u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a03 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), dass das Finanzgericht (FG) unter Versto\u00df gegen \u00a7\u00a096 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 FGO die schriftlichen Angaben des Zeugen \u2026 (A) unber\u00fccksichtigt gelassen hat, liegt vor.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Nach \u00a7\u00a096 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 FGO entscheidet das Gericht nach seiner freien, aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen \u00dcberzeugung. Danach hat das FG den Inhalt der vorgelegten Akten und das Vorbringen der Beteiligten vollst\u00e4ndig und einwandfrei zu ber\u00fccksichtigen (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 28.02.2018\u00a0&#8211; V\u00a0B\u00a0145\/16, BFH\/NV 2018, 636, Rz\u00a03), wozu auch beigezogene Akten eines anderen Verfahrens geh\u00f6ren (vgl. BFH-Beschl\u00fcsse vom 13.10.2023\u00a0&#8211; VIII\u00a0B\u00a099\/22, BFH\/NV 2024, 32, Rz\u00a011; vom 18.04.2023\u00a0&#8211; IX\u00a0B\u00a07\/22, BFH\/NV 2023, 856, Rz\u00a020). Die Vorschrift ist verletzt, wenn Teile des Gesamtergebnisses des Verfahrens, zu dem alle rechtserheblichen Umst\u00e4nde tats\u00e4chlicher Art geh\u00f6ren, die Gegenstand der m\u00fcndlichen Verhandlung waren (BFH-Urteil vom 12.12.2013\u00a0&#8211; X\u00a0R\u00a033\/11, BFH\/NV 2014, 693, Rz\u00a026), unber\u00fccksichtigt geblieben sind (vgl. BFH-Beschl\u00fcsse vom 19.06.2013\u00a0&#8211; IX\u00a0B\u00a01\/13, BFH\/NV 2013, 1624, Rz\u00a03; vom 27.07.2020\u00a0&#8211; V\u00a0B\u00a078\/18, BFH\/NV 2020, 1091, Rz\u00a03; vom 28.11.2025\u00a0&#8211; V\u00a0B\u00a046\/24, BFH\/NV 2026, 168, Rz\u00a020). Ebenso ist es, wenn das FG einen bestimmten Tatsachenvortrag erkennbar unber\u00fccksichtigt l\u00e4sst, obwohl dieser auf der Basis seiner materiell-rechtlichen Auffassung entscheidungserheblich sein kann (BFH-Beschluss vom 02.11.2010\u00a0&#8211; II\u00a0B\u00a061\/10, BFH\/NV 2011, 307, Rz\u00a06).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Danach liegt der von der Kl\u00e4gerin geltend gemachte Verfahrensmangel vor. \u00a7\u00a096 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 FGO wird verletzt, wenn eine im Ausland ans\u00e4ssige Person im Verfahren vor dem FG nicht als Zeuge vernommen werden kann, aber eine von einem anderen inl\u00e4ndischen Gericht protokollierte Zeugenvernehmung dieser Person zu einer entscheidungserheblichen Frage im Rahmen der Tatsachen- und Beweisw\u00fcrdigung nicht ber\u00fccksichtigt wird, obwohl sie von einem Beteiligten in das Verfahren eingef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Das FG hat verfahrensfehlerhaft im Sinne von \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a03 FGO unber\u00fccksichtigt gelassen, dass &#8211;worauf die Beschwerde zu Recht hinweist&#8211; A am 16.11.2021 vom Amtsgericht \u2026 als Zeuge vernommen worden ist und w\u00e4hrend seiner etwa einst\u00fcndigen Zeugenvernehmung tats\u00e4chliche Angaben zur Ans\u00e4ssigkeit der Vertragspartnerin der Kl\u00e4gerin aus seiner Sicht gemacht hat.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Damit hat das FG seiner Entscheidung nicht den vollst\u00e4ndigen Akteninhalt zugrunde gelegt. Die tats\u00e4chlichen Angaben in der gerichtlichen Zeugenvernehmung, auf die sich die Kl\u00e4gerin zur Begr\u00fcndung der Klage berufen hatte und zu der vom Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nach Akten\u00fcbersendung durch den Berichterstatter unter Angabe der Fundstelle in den Akten geantwortet worden war, stammen eindeutig von A und h\u00e4tten vom FG bei der W\u00fcrdigung, ob die Vertragspartnerin der Kl\u00e4gerin im Inland oder im F\u00fcrstentum Liechtenstein ans\u00e4ssig war, ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen, so dass es rechtsfehlerhaft war, diese Angaben v\u00f6llig auszublenden und damit abzulehnen, sie zur Kenntnis zu nehmen und entsprechend zu w\u00fcrdigen (vgl. BFH-Urteil vom 10.03.2020\u00a0&#8211; IX\u00a0R\u00a029\/18, BFHE 268, 407, BStBl II 2020, 698, Rz\u00a027\u00a0ff.). Denn mittelbare (schriftliche) Beweismittel wie eine schriftlich protokollierte Aussage k\u00f6nnen verwertet werden, wenn die Erhebung des unmittelbaren Beweises unm\u00f6glich, unzul\u00e4ssig oder unzumutbar ist (vgl. BFH-Beschl\u00fcsse vom 12.01.2016\u00a0&#8211; VII\u00a0B\u00a0111\/15, BFH\/NV 2016, 579, Rz\u00a07; vom 27.11.2018\u00a0&#8211; V\u00a0B\u00a072\/18, BFH\/NV 2019, 202, Rz\u00a06 und 10) oder wenn die Beteiligten damit einverstanden sind (vgl. BFH-Beschluss vom 26.07.2010\u00a0&#8211; VIII\u00a0B\u00a0198\/09, BFH\/NV 2010, 2096, Rz\u00a012). Das FG h\u00e4tte die tats\u00e4chlichen Angaben ber\u00fccksichtigen und (unter Ber\u00fccksichtigung ihres geringeren Beweiswerts) in seine tats\u00e4chliche W\u00fcrdigung einbeziehen m\u00fcssen. Als &#8220;nicht entscheidungserheblich&#8221; ablehnen durfte es deren Ber\u00fccksichtigung nicht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Die Kenntnisnahme und W\u00fcrdigung des Beweismittels war nach der materiell-rechtlichen Auffassung des FG auch entscheidungserheblich. Das FG hat die Klage abgewiesen, da es nicht zu der \u00dcberzeugung gelangte, der Leistungsempf\u00e4nger habe nach \u00a7\u00a03a des Umsatzsteuergesetzes sein Unternehmen im Drittlandsgebiet betrieben, was zur Folge habe, dass die streitigen Leistungen der Kl\u00e4gerin im Inland erbracht worden seien. Indes hatte die Kl\u00e4gerin im finanzgerichtlichen Verfahren mit Schriftsatz vom 01.05.2024 beantragt, den Zeugen\u00a0A im Ergebnis zu den tats\u00e4chlichen Voraussetzungen des Ortes, an dem der Leistungsempf\u00e4nger sein Unternehmen betreiben sollte, zu vernehmen und hierf\u00fcr auf die im Strafverfahren erfolgte &#8211;und in den nachfolgend beigezogenen Akten des Strafverfahrens&#8211; enthaltene Zeugenaussage des A verwiesen. Das FA ist dem in seinem Schriftsatz vom 02.07.2024 &#8211;unter Angabe der genauen Fundstelle der Zeugenaussage&#8211; entgegengetreten. Ging das FG &#8211;wie es in seinem Urteil darstellt&#8211; aber davon aus, dass es den im Ausland ans\u00e4ssigen Zeugen\u00a0A nicht zu vernehmen brauchte, da die Kl\u00e4gerin diesen trotz ihrer Beweismittelbeschaffungspflicht (\u00a7\u00a076 Abs.\u00a01 Satz\u00a04 FGO i.V.m. \u00a7\u00a090 Abs.\u00a02 der Abgabenordnung) zum Termin der m\u00fcndlichen Verhandlung nicht gestellt hatte, wobei allerdings nicht erkennbar ist, dass das FG nach seinem pflichtgem\u00e4\u00dfen Ermessen \u00fcberhaupt gepr\u00fcft hat, ob es von der M\u00f6glichkeit einer Vernehmung des Zeugen im Ausland Gebrauch machen oder von einer solchen Vorgehensweise Abstand nehmen will (BFH-Beschluss vom 27.08.2021\u00a0&#8211; VIII\u00a0B\u00a0126\/20, BFH\/NV 2022, 27, Rz\u00a018), durfte das FG bei dieser Sachlage das Beweismittel nicht als &#8220;nicht entscheidungserheblich&#8221; ablehnen, sondern h\u00e4tte es &#8211;unter Ber\u00fccksichtigung seines Beweiswerts (zum unterschiedlichen Beweiswert von Urkunden- und Zeugenbeweis vgl. BFH-Beschluss vom 27.11.2018\u00a0&#8211; V\u00a0B\u00a072\/18, BFH\/NV 2019, 202, Rz\u00a07)&#8211; w\u00fcrdigen m\u00fcssen. Gleiches gilt f\u00fcr die in den Akten enthaltene schriftliche Best\u00e4tigung des A \u00fcber dessen f\u00fcr den Leistungsempf\u00e4nger ausge\u00fcbten Aufgaben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Die Kl\u00e4gerin hat ihr R\u00fcgerecht nicht nach \u00a7\u00a0155 Satz\u00a01 FGO i.V.m. \u00a7\u00a0295 der Zivilprozessordnung verloren.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Es war, wie die Beschwerde zu Recht vorbringt, aufgrund des streitigen Beteiligtenvortrags f\u00fcr die Kl\u00e4gerin nicht vorhersehbar und \u00fcberraschend, dass das FG auch das Vernehmungsprotokoll g\u00e4nzlich au\u00dfer Acht lassen w\u00fcrde. Eine vorherige R\u00fcgem\u00f6glichkeit bestand deshalb nicht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Hinzu kommt, dass das FG begr\u00fcndet hat, weshalb es das Beweismittel nicht ber\u00fccksichtigt hat. In einem derartigen Fall bedarf es keiner R\u00fcge in der m\u00fcndlichen Verhandlung, weil aus dem Urteil selbst hervorgeht, dass dem FG die Existenz des \u00fcbergangenen Beweismittels bewusst war (vgl. BFH-Beschluss vom 28.02.2018\u00a0&#8211; V\u00a0B\u00a0145\/16, BFH\/NV 2018, 636, Rz\u00a015).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Weiter hat die Kl\u00e4gerin &#8211;wie erforderlich (vgl. BFH-Beschl\u00fcsse vom 15.01.2025\u00a0&#8211; VI\u00a0B\u00a023\/24, BFH\/NV 2025, 391, Rz\u00a04; vom 17.11.2025\u00a0&#8211; V\u00a0B\u00a037\/24, BFH\/NV 2026, 156, Rz\u00a07)&#8211; hinreichend dargelegt, dass das Urteil auf dem Verfahrensmangel beruhen kann.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>4. Da das Urteil bereits aufgrund des Verfahrensfehlers keinen Bestand haben kann, bedarf es keines Eingehens auf das weitere Vorbringen der Kl\u00e4gerin.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>5. Der Senat sieht es als sachgerecht an, gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0116 Abs.\u00a06 FGO das Urteil des FG aufzuheben und die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das FG zur\u00fcckzuverweisen. Beim derzeitigen Verfahrensstand ist von einer Revisionsentscheidung keine weitere rechtliche Kl\u00e4rung zu erwarten, da die Frage, wo sich der Sitz der wirtschaftlichen T\u00e4tigkeit eines Steuerpflichtigen befand, als Tatfrage vom FG zu beurteilen ist (vgl. BFH-Beschluss vom 18.10.2023\u00a0&#8211; XI\u00a0R\u00a022\/20, BFH\/NV 2024, 182, Rz\u00a038).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>6. Von der Darstellung des Sachverhalts und einer weiteren Begr\u00fcndung wird nach \u00a7\u00a0116 Abs.\u00a05 Satz\u00a02 Halbsatz\u00a02 FGO, der auch f\u00fcr den Beschluss nach \u00a7\u00a0116 Abs.\u00a06 FGO gilt, abgesehen (BFH-Beschluss vom 27.11.2018\u00a0&#8211; V\u00a0B\u00a072\/18, BFH\/NV 2019, 202, Rz\u00a012).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>7. Die \u00dcbertragung der Kostenentscheidung beruht auf \u00a7\u00a0143 Abs.\u00a02 FGO.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-STRE202650064&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BFH_V_B_5-25_STRE202650064.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NV: \u00a7 96 Abs. 1 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung wird verletzt, wenn eine im Ausland ans\u00e4ssige Person im Verfahren vor dem Finanzgericht nicht als Zeuge vernommen werden kann, aber eine von einem anderen inl\u00e4ndischen Gericht protokollierte Zeugenvernehmung dieser Person zu einer entscheidungserheblichen Frage im Rahmen der Tatsachen- und Beweisw\u00fcrdigung nicht ber\u00fccksichtigt wird, obwohl sie von einem Beteiligten in das Verfahren eingef\u00fchrt wurde.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_crdt_document":""},"kji_country":[7802],"kji_court":[8473],"kji_chamber":[9072],"kji_year":[7610],"kji_subject":[7646],"kji_keyword":[7808,8215,8476],"kji_language":[7805],"class_list":["post-562621","kji_decision","type-kji_decision","status-publish","hentry","kji_country-allemagne","kji_court-bundesfinanzhof","kji_chamber-5-senat","kji_year-7610","kji_subject-divers","kji_keyword-beschluss","kji_keyword-leitsatz","kji_keyword-senat","kji_language-allemand"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.4 (Yoast SEO v27.4) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>BFH 5. 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