{"id":562838,"date":"2026-04-15T00:12:56","date_gmt":"2026-04-14T22:12:56","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25\/"},"modified":"2026-04-15T00:12:56","modified_gmt":"2026-04-14T22:12:56","slug":"bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25\/","title":{"rendered":"BGH 12. Zivilsenat, Urteil vom 11.03.2026, XII ZR 51\/25"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Leitsatz<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>\n                  <span>1. Eine in den Allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen eines Gewerberaummietvertrags enthaltene Indexierungsklausel unterliegt neben den Beschr\u00e4nkungen durch das Preisklauselgesetz auch der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle.<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>\n                  <span>2. H\u00e4lt eine solche Klausel der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle nicht stand, beurteilen sich die Rechtsfolgen nicht nach \u00a7\u00a08 PrKG, sondern die Klausel ist nach \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 BGB ex tunc unwirksam (Abgrenzung zu BGH, Urteil vom 14. Mai 2014 &#8211; <\/span><br \/>\n                  <span style=\"color: rgb(26, 23, 27)\">VIII ZR 114\/13, <\/span><br \/>\n                  <span>BGHZ 201, 230\u00a0= NJW 2014, 2708).<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Revision der Beklagten gegen das Urteil des 10.\u00a0Zivilsenats des Oberlandesgerichts D\u00fcsseldorf vom 5.\u00a0Juni 2025 wird auf ihre Kosten zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">\n                  <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">Von Rechts wegen<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tatbestand<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Parteien streiten \u00fcber die Wirksamkeit einer in einem Gewerberaummietvertrag vereinbarten Wertsicherungsklausel.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beklagte schloss als Vermieterin mit der Kl\u00e4gerin am 28.\u00a0August 2019 einen Mietvertrag \u00fcber Gewerber\u00e4ume zum Betrieb einer Physiotherapiepraxis mit Vertragsbeginn am 1.\u00a0September 2019 und einer (Mindest-)Mietdauer von zehn Jahren. Der Vertrag enth\u00e4lt in \u00a7\u00a06 folgende Wertsicherungsklausel:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left: 40px !important\">\n                  <span><br \/>\n                     <em>\u201e1)<\/em><br \/>\n                  <\/span><br \/>\n                  <em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/em><br \/>\n                  <span><br \/>\n                     <em>Die Miete bleibt f\u00fcr 24 Monate, d.h. bis zum Ablauf des 31.08.2021 fest. Danach erfolgen Mieterh\u00f6hungen aufgrund nachstehender Regelungen.<\/em><br \/>\n                  <\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left: 40px !important\">\n                  <span><br \/>\n                     <em>2)<\/em><br \/>\n                  <\/span><br \/>\n                  <em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/em><br \/>\n                  <span><br \/>\n                     <em>\u00c4ndert sich der vom Statistischen Bundesamt ermittelte Verbraucherpreisindex f\u00fcr Deutschland &#8211; VPI gegen\u00fcber dem f\u00fcr Mai 2017 ver\u00f6ffentlichten Index, so \u00e4ndert sich automatisch die Miete im gleichen Verh\u00e4ltnis. Die \u00c4nderung der Miete wird ab dem auf die \u00c4nderung des Index folgenden Monat und nach schriftlicher Aufforderung durch den Vermieter wirksam. Bei jeder weiteren Index\u00e4nderung gegen\u00fcber der jeweils letzten \u00c4nderung der Miete ist diese Regelung entsprechend anwendbar. Die Parteien vereinbaren ab September 2019 als Ausgangswert f\u00fcr eine Indexierung des Mietzinses 100% = 1.748,00 \u20ac. Als Miete im Sinne dieser Regelung gilt hier die Nettokaltmiete.\u201c<\/em><br \/>\n                  <\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Einem Mieterh\u00f6hungsverlangen ab April 2022 kam die Kl\u00e4gerin zun\u00e4chst nach. Anl\u00e4sslich eines weiteren Erh\u00f6hungsbegehrens berief sie sich sodann auf die Unwirksamkeit der Wertsicherungsklausel und forderte die Beklagte zur R\u00fcckzahlung \u00fcberzahlter Mieten auf. Die geltend gemachten Erh\u00f6hungsbetr\u00e4ge erbrachte sie in der Folgezeit unter dem Vorbehalt der R\u00fcckforderung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Landgericht hat die Wertsicherungsklausel als Allgemeine Gesch\u00e4ftsbedingung angesehen und antragsgem\u00e4\u00df festgestellt, dass diese von Anfang an unwirksam gewesen sei. Zudem hat es die Beklagte zur Zahlung von 6.498,90\u00a0\u20ac nebst Zinsen und vorgerichtlichen Rechtsanwaltskosten verurteilt. Das Oberlandesgericht hat die Berufung der Beklagten zur\u00fcckgewiesen. Mit der zugelassenen Revision verfolgt die Beklagte ihren Klageabweisungsantrag weiter.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die zul\u00e4ssige Revision bleibt ohne Erfolg. Die von der Beklagten vorsorglich eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde ist gegenstandslos, weil das Berufungsgericht die Revision unbeschr\u00e4nkt zugelassen hat.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">\n                  <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">I.<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Berufungsgericht hat zur Begr\u00fcndung seiner in ZfIR 2025, 413 ver\u00f6ffentlichten Entscheidung Folgendes ausgef\u00fchrt:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die streitgegenst\u00e4ndliche Wertsicherungsklausel sei nicht erst mit Rechtskraft des gerichtlichen Feststellungsausspruchs unwirksam, sondern gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 BGB von Anfang an. Indexklauseln in &#8211;\u00a0wie hier\u00a0&#8211; f\u00fcr die Dauer von mindestens zehn Jahren geschlossenen Gewerberaummietvertr\u00e4gen unterl\u00e4gen zwar den Anforderungen des Gesetzes \u00fcber das Verbot der Verwendung von Preisklauseln bei der Bestimmung von Geldschulden (Preisklauselgesetz), und f\u00fcr Klauseln, die gegen dieses Gesetz verstie\u00dfen, ordne \u00a7\u00a08 PrKG deren Unwirksamkeit erst mit rechtskr\u00e4ftiger Feststellung des Versto\u00dfes f\u00fcr die Zukunft an. Allerdings seien Preisanpassungsklauseln in Gewerberaummietvertr\u00e4gen nach vorzugsw\u00fcrdiger Auffassung auch einer AGB-Kontrolle nach Ma\u00dfgabe der \u00a7\u00a7\u00a0307\u00a0ff. BGB unterworfen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Bei der vorliegenden Wertsicherungsklausel handele es sich um eine Allgemeine Gesch\u00e4ftsbedingung. Diese benachteilige die Kl\u00e4gerin unangemessen im Sinne von \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 BGB, weil der Monat Mai 2017 als Ausgangsstand f\u00fcr die relevante Indexentwicklung vereinbart worden sei und eine im Zeitraum von Mai 2017 bis zum Mietbeginn am 1.\u00a0September 2019 eingetretene Inflation daher zulasten der Kl\u00e4gerin gehe, obwohl sie in dieser Zeit keine Gegenleistung von der Beklagten erhalten habe. Zudem versto\u00dfe die Klausel gegen das Transparenzgebot des \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 BGB, weil nach dem ersten Satz ihres zweiten Absatzes im Falle einer \u00c4nderung des Verbraucherpreisindex eine automatische \u00c4nderung der Miete im gleichen Verh\u00e4ltnis eintreten solle, w\u00e4hrend der nachfolgende zweite Satz vorsehe, dass die \u00c4nderung der Miete erst ab dem auf die Index\u00e4nderung folgenden Monat und nach schriftlicher Aufforderung durch den Vermieter wirksam werde. Da die Klausel nach \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 BGB von Anfang an unwirksam sei, m\u00fcsse die Beklagte die von der Kl\u00e4gerin ohne Rechtsgrund geleisteten Erh\u00f6hungsbetr\u00e4ge zur\u00fcckerstatten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">\n                  <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">II.<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Dies h\u00e4lt rechtlicher Nachpr\u00fcfung stand.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Das Berufungsgericht hat zu Recht angenommen, dass es sich bei der in \u00a7\u00a06 des Mietvertrags enthaltenen Wertsicherungsklausel um eine von der Beklagten gestellte Allgemeine Gesch\u00e4ftsbedingung handelt, die intransparent im Sinne des \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 BGB ist und die Kl\u00e4gerin im Sinne von \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 BGB unangemessen benachteiligt. Diese Beurteilung greift die Revision auch nicht an.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Soweit die Revision die vom Berufungsgericht ausgesprochene Rechtsfolge der r\u00fcckwirkenden Unwirksamkeit der Wertsicherungsklausel beanstandet, vermag sie hiermit nicht durchzudringen. Denn das Berufungsgericht ist ebenfalls zutreffend davon ausgegangen, dass die Bestimmungen des Preisklauselgesetzes eine AGB-rechtliche Inhaltskontrolle nach Ma\u00dfgabe der \u00a7\u00a7\u00a0307\u00a0ff. BGB und im Falle eines Versto\u00dfes gegen diese Vorschriften die r\u00fcckwirkende Unwirksamkeit einer Preisklausel in einem Gewerberaummietvertrag nicht ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Frage, in welchem Verh\u00e4ltnis bei einer formularvertraglichen Preisklausel die Vorschrift des \u00a7\u00a08 PrKG, die als Rechtsfolge der Unzul\u00e4ssigkeit einer Klausel deren Unwirksamkeit erst ab dem Zeitpunkt des rechtskr\u00e4ftig festgestellten Versto\u00dfes ex nunc vorsieht, zu der in \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 BGB vorgesehenen Rechtsfolge einer Unwirksamkeit ex tunc steht, wird allerdings unterschiedlich beurteilt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Einerseits wird vertreten, dass der Vorschrift des \u00a7\u00a08 PrKG als lex specialis der Vorrang geb\u00fchre und sich die Unwirksamkeit einer Preisklausel nach dieser Vorschrift richte, wenn ein Versto\u00df gegen das Preisklauselgesetz vorliege (OLG Schleswig ZMR 2024, 838, 840; M\u00fcnchKommBGB\/Grundmann 10.\u00a0Aufl. \u00a7\u00a0244 Rn.\u00a072; Bartholom\u00e4i\/Stellmann in Lindner-Figura\/Opr\u00e9e\/Stellmann Handbuch Gesch\u00e4ftsraummiete 5.\u00a0Aufl. \u00a7\u00a010 Rn.\u00a0157; Bertl Das Recht der Wertsicherungsklauseln in Deutschland S.\u00a0311\u00a0ff.; Schlimm\/H\u00f6rndler NZM 2024, 458, 467; Wei\u00df\/Bork ZfIR 2012, 113, 117\u00a0f.; Aufderhaar\/Jaeger NZM 2009, 564, 575; Schultz NZM 2008, 425, 427; Burbulla ZMR 2017, 490, 491).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Demgegen\u00fcber geht eine andere Auffassung mit dem Berufungsgericht davon aus, dass formularvertragliche Preisklauseln, die (auch) der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle nicht standhalten, nach \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 BGB von Anfang an unwirksam seien und nur solche Klauseln, die lediglich gegen das Preisklauselgesetz verstie\u00dfen, nach \u00a7\u00a08 PrKG bis zur rechtskr\u00e4ftigen Feststellung dieses Versto\u00dfes weiterhin Rechtswirkungen entfalteten (vgl. LG Wuppertal ZMR 2017, 488, 490; BeckOGK\/Zschieschack [Stand: 1.\u00a0Dezember 2025] BGB \u00a7 307 Rn.\u00a013; BeckOGK\/Leidner [Stand: 15.\u00a0M\u00e4rz 2025] PreisklG \u00a7\u00a02 Rn.\u00a029\u00a0f.; BeckOK BGB\/Grothe [Stand: 1.\u00a0November 2024] \u00a7\u00a0244 Rn.\u00a023; BeckOK BGB\/Schmidt [Stand: 1.\u00a0November 2024] \u00a7\u00a0307 Rn.\u00a0133; BeckOK Mietrecht\/Schultz [Stand: 1.\u00a0Mai 2025] BGB \u00a7\u00a0535 Rn.\u00a03248; Gr\u00fcneberg\/Gr\u00fcneberg BGB 85.\u00a0Aufl. Gr\u00fcnHome Teil III \u00a7\u00a08 PrKG Rn.\u00a01; jurisPK-BGB\/Toussaint 10.\u00a0Aufl. \u00a7\u00a08 PrKG Rn.\u00a06; Staudinger\/Coester-Waltjen BGB [2025] \u00a7\u00a0309 Nr.\u00a01 Rn.\u00a06; Staudinger\/Omlor BGB [2024] \u00a7\u00a01 PRKG Rn.\u00a045, \u00a7\u00a02 PRKG Rn.\u00a03 und \u00a7\u00a08 PRKG Rn.\u00a04; Bub\/Treier\/Schultz Handbuch der Gesch\u00e4fts- und Wohnraummiete 6.\u00a0Aufl. \u00a7\u00a055 Rn.\u00a035, 129, 137 und 153; Guhling\/G\u00fcnter\/Schweitzer Gewerberaummiete 3.\u00a0Aufl. \u00a7\u00a08 PrKG Rn.\u00a014\u00a0f.; Sternel Mietrecht aktuell 4.\u00a0Aufl. Rn.\u00a0IV 52; Wolf\/Eckert\/Ball Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts 10. Aufl. Rn.\u00a0482; Leo\/Ghassemi-Tabar AGB im Gewerberaummietrecht 2.\u00a0Aufl. II.\u00a0Teil Rn.\u00a0267; Schweitzer ZfIR 2025, 417\u00a0f. und ZfIR 2009, 689, 692\u00a0ff.; Sp\u00e4th ZMR 2011, 932, 933; Gerber NZM 2008, 152, 155).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Die zuletzt genannte Auffassung ist zutreffend.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Wie der Bundesgerichtshof bereits entschieden hat, hindert eine etwaige Vereinbarkeit einer formularvertraglichen Preisanpassungsklausel mit dem Preisklauselgesetz bei Dauerschuldverh\u00e4ltnissen eine dar\u00fcber hinausgehende Inhaltskontrolle nach \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 BGB nicht, weil mit dem Verbot bestimmter Preisklauseln durch das Preisklauselgesetz in erster Linie inflation\u00e4ren Tendenzen entgegengewirkt werden soll und daher eine nach dem Preisklauselgesetz wirksame Klausel nicht zwangsl\u00e4ufig mit einer nach \u00a7\u00a0307 BGB unbedenklichen Regelung gleichzusetzen ist (vgl. BGHZ 185, 96\u00a0= NJW 2010, 2789 Rn.\u00a024 und BGH Urteil vom 24.\u00a0M\u00e4rz 2010 &#8211;\u00a0VIII\u00a0ZR 304\/08\u00a0&#8211; NJW 2010, 2793 Rn.\u00a031). Wegen der unterschiedlichen Zielsetzungen der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle und des Preisklauselgesetzes begr\u00fcndet auch umgekehrt ein Versto\u00df gegen das Preisklauselgesetz nicht ohne Weiteres eine unangemessene Benachteiligung im Sinne von \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 BGB. Beim Preisklauselgesetz stehen stabilit\u00e4ts-, preis- und verbraucherpolitische Ziele im Vordergrund und das Verbot bestimmter Preisklauseln liegt im \u00f6ffentlichen Interesse des Inflationsschutzes. Dieser Gesichtspunkt ist f\u00fcr die AGB-rechtliche Inhaltskontrolle, bei der gepr\u00fcft wird, ob die beiderseitigen Interessen im Vertrag angemessen ber\u00fccksichtigt werden, nicht ma\u00dfgebend (BGHZ 201, 230\u00a0= NJW 2014, 2708 Rn. 57).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Die vorstehend genannten Entscheidungen hatten jeweils sogenannte Spannungsklauseln nach \u00a7\u00a01 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02 PrKG zum Gegenstand, f\u00fcr deren Zul\u00e4ssigkeit nach dem Preisklauselgesetz es &#8211;\u00a0anders als dies \u00a7\u00a02 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 Nr.\u00a01 PrKG f\u00fcr Preisklauseln in langfristigen Vertr\u00e4gen nach \u00a7\u00a03 PrKG bestimmt\u00a0&#8211; nicht darauf ankommt, dass die Klausel hinreichend bestimmt ist und keine Partei unangemessen benachteiligt. Die herausgearbeiteten Grunds\u00e4tze sind aber gleicherma\u00dfen auch auf indexbezogene Wertsicherungsklauseln in Gewerberaummietvertr\u00e4gen anwendbar, so dass diese ebenfalls einer AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle unterliegen, jedoch ein Versto\u00df gegen das Preisklauselgesetz nicht ohne Weiteres auch eine unangemessene Benachteiligung im Sinne von \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 BGB begr\u00fcndet. Daher ist beispielsweise eine formularvertragliche Indexierungsklausel in einem f\u00fcr die Dauer von zehn Jahren geschlossenen Gewerberaummietvertrag, die gegen \u00a7\u00a03 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 lit.\u00a0b PrKG verst\u00f6\u00dft, weil das gesetzliche Formerfordernis (\u00a7\u00a7\u00a0578 Abs.\u00a01, 550 BGB) nicht gewahrt ist und der Vertrag daher bereits vor Ablauf von zehn Jahren durch ordentliche K\u00fcndigung beendet werden kann, gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a08 PrKG bis zur rechtskr\u00e4ftigen Feststellung dieses Versto\u00dfes wirksam, wenn sie der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle standh\u00e4lt, insbesondere den Mieter als Vertragspartner des Verwenders nicht unangemessen benachteiligt (ebenso Schweitzer ZfIR 2009, 689, 695; vgl. auch Schultz NZM 2008, 425, 427). Gleiches gilt f\u00fcr eine Klausel, die nur ihren Verwender unangemessen im Sinne des \u00a7\u00a02 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 Nr.\u00a01 PrKG benachteiligt oder die zu einer gegen\u00fcber der Entwicklung der Bezugsgr\u00f6\u00dfe unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen \u00c4nderung der geschuldeten Miete f\u00fchren kann (\u00a7\u00a02 Abs.\u00a03 Nr.\u00a03 PrKG), was wegen der m\u00f6glichen \u00c4nderung in beide Richtungen (nach oben und unten) AGB-rechtlich unbedenklich ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>cc) H\u00e4lt die formularvertragliche Indexierungsklausel in einem langfristigen Gewerberaummietvertrag hingegen &#8211;\u00a0wie hier\u00a0&#8211; (auch) der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle nicht stand, beurteilen sich die Rechtsfolgen nicht nach \u00a7\u00a08 PrKG, sondern die Klausel ist nach \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 BGB ex tunc unwirksam.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(1) F\u00fcr dieses Verst\u00e4ndnis streitet zun\u00e4chst der Wortlaut des \u00a7\u00a08 PrKG, der die Unwirksamkeit der Preisklausel an den Zeitpunkt des rechtskr\u00e4ftig festgestellten Versto\u00dfes \u201egegen dieses Gesetz\u201c kn\u00fcpft (vgl. Guhling\/G\u00fcnter\/Schweitzer Gewerberaummiete 3.\u00a0Aufl. \u00a7\u00a08 PrKG Rn.\u00a015; Sternel Mietrecht aktuell 4.\u00a0Aufl. Rn.\u00a0IV 52; Wolf\/Eckert\/Ball Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts 10.\u00a0Aufl. Rn.\u00a0482; Schweizer ZfIR 2025, 417 und 2009, 689, 693; Gerber NZM 2008, 152, 155), ohne weitergehende Rechtsfolgen auszuschlie\u00dfen, die sich aus einem Versto\u00df gegen andere Gesetze ergeben k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_20\">20<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(2) Es spricht auch sonst nichts daf\u00fcr, dass durch \u00a7\u00a08 PrKG andere Bestimmungen, die sich mit der Inhaltskontrolle einer Vertragsklausel befassen, au\u00dfer Kraft gesetzt werden sollten. Insbesondere ergeben sich aus der Entstehungsgeschichte des Preisklauselgesetzes und den Gesetzesmaterialien keine Anhaltspunkte f\u00fcr eine gegenteilige Beurteilung (so auch Schweitzer ZfIR 2025, 417, 418 und ZfIR 2009, 689, 693; Gerber NZM 2008, 152, 155).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_21\">21<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(a) Zun\u00e4chst sah \u00a7\u00a03 Satz\u00a02 W\u00e4hrG ein grunds\u00e4tzliches Verbot von indexbezogenen Wertsicherungsklauseln vor, die zu ihrer Wirksamkeit einer Genehmigung der Deutschen Bundesbank bedurften. Nach deren Genehmigungsrichtlinien, zuletzt in der Fassung vom 9.\u00a0Juni 1978 (abgedruckt in Beck\u2019sches Notar-Handbuch 2.\u00a0Aufl. Anh\u00a09), war die Erteilung einer Genehmigung f\u00fcr derartige Klauseln in Miet- oder Pachtvertr\u00e4gen beispielsweise m\u00f6glich, wenn der Vertrag f\u00fcr die Dauer von mindestens zehn Jahren abgeschlossen wurde oder der Mieter bzw. P\u00e4chter das Recht hatte, die Vertragsdauer auf mindestens zehn Jahre zu verl\u00e4ngern. Eine Genehmigung wurde danach allerdings unter dem Gesichtspunkt einer unangemessenen Benachteiligung nicht erteilt, wenn die Klausel nur einseitig eine Erh\u00f6hung, nicht aber umgekehrt eine Erm\u00e4\u00dfigung des Zahlungsanspruchs bewirkte, wenn nur der Gl\u00e4ubiger das Recht haben sollte, eine Anpassung zu verlangen oder die Bezugsgr\u00f6\u00dfe zu bestimmen, oder wenn sich der geschuldete Betrag gegen\u00fcber der Entwicklung der Bezugsgr\u00f6\u00dfe \u00fcberproportional \u00e4ndern konnte. Formularvertragliche Preisklauseln unterlagen zudem einer AGB-rechtlichen Kontrolle (D\u00fcrkes Wertsicherungsklauseln 10.\u00a0Aufl. Teil B Rn.\u00a015a\u00a0ff.; Schmidt-R\u00e4ntsch NJW 1998, 3166, 3170; Schmidt ZIP 1983, 639, 641), wobei dabei die Frage einer unangemessenen Benachteiligung kaum eine Rolle spielte, weil die Genehmigungskriterien der Deutschen Bundesbank ohnehin so eng waren, dass eine solche Benachteiligung von vornherein schon \u00f6konomisch ausschied (vgl. Schmidt-R\u00e4ntsch NJW 1998, 3166, 3170).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_22\">22<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(b) Der im Jahr 1997 vorgelegte Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Einf\u00fchrung des Euro sah &#8211;\u00a0allerdings vorbehaltlich einer noch vertiefenden Pr\u00fcfung der Erforderlichkeit einer Nachfolgeregelung im Gesetzgebungsverfahren (vgl. BT-Drucks. 13\/9347 S.\u00a055)\u00a0&#8211; eine Streichung des \u00a7\u00a03 W\u00e4hrG vor. Nachdem der federf\u00fchrende Rechtsausschuss \u201eaus stabilit\u00e4ts-, preis- und verbraucherpolitischen Gr\u00fcnden\u201c eine Anschlussregelung empfohlen hatte (vgl. BT-Drucks. 13\/10334 S.\u00a040\u00a0f.), wurde in das zum 1.\u00a0Januar 1999 in Kraft getretene Preisangaben- und Preisklauselgesetz (BGBl. 1998 I S.\u00a01242, 1253; im Folgenden: PaPkG) erneut ein Verbot von indexbezogenen Wertsicherungsklauseln mit der M\u00f6glichkeit der Genehmigung derartiger Klauseln aufgenommen (\u00a7\u00a02 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 und 2 PaPkG). Zudem wurde die Bundesregierung erm\u00e4chtigt, die Voraussetzungen f\u00fcr eine Genehmigung von Preisklauseln n\u00e4her zu regeln und neben den in \u00a7\u00a02 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 und 4 PaPkG genannten Bereichsausnahmen weitere Ausnahmen vom Preisklauselverbot durch Rechtsverordnung festzulegen. So bestimmte \u00a7\u00a04 Abs.\u00a01 der Preisklauselverordnung (BGBl. 1998 I S.\u00a03043\u00a0f.; im Folgenden: PrKV), dass Preisklauseln, die an die dort genannten Bezugsgr\u00f6\u00dfen ankn\u00fcpften, in gewerblichen Miet- und Pachtvertr\u00e4gen als genehmigt galten, wenn der Vermieter oder Verp\u00e4chter f\u00fcr die Dauer von mindestens zehn Jahren auf das Recht zur ordentlichen K\u00fcndigung verzichtete oder der Mieter oder P\u00e4chter das Recht hatte, die Vertragsdauer auf mindestens zehn Jahre zu verl\u00e4ngern. Die Verwendung anderer Bezugsgr\u00f6\u00dfen war demgegen\u00fcber genehmigungspflichtig, wobei die in \u00a7\u00a03 PrKV genannten Genehmigungsvoraussetzungen f\u00fcr langfristige Vertr\u00e4ge denjenigen der Genehmigungsrichtlinien der Deutschen Bundesbank entsprachen (Schmidt-R\u00e4ntsch NJW 1998, 3166, 3169).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_23\">23<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Nach \u00a7\u00a02 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 PaPkG iVm \u00a7\u00a02 PrKV setzte die Genehmigung zudem voraus, dass die Preisklausel hinreichend bestimmt war und keine Partei unangemessen benachteiligte. Zur Konkretisierung einer unangemessenen Benachteiligung in \u00a7\u00a02 Abs.\u00a02 PrKV wurde ebenfalls auf die Genehmigungsrichtlinien der Deutschen Bundesbank zur\u00fcckgegriffen. Allerdings wurde dieses Kriterium als Fremdk\u00f6rper im Preisangaben- und Preisklauselgesetz kritisiert, da Indexierungsklauseln nicht aus Gr\u00fcnden des Verbraucherschutzes, sondern zur Sicherung der Preis- und Wirtschaftsstabilit\u00e4t unter den Genehmigungsvorbehalt gestellt worden seien. Auf die Preis- und Wirtschaftsstabilit\u00e4t sei die etwaige Unangemessenheit einer Klausel aber ohne Einfluss. Im \u00dcbrigen sei die Einf\u00fchrung derartiger Fremdkriterien nicht n\u00f6tig, denn selbst genehmigte Wertsicherungsklauseln unterl\u00e4gen einer AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle, und zwar auch zwischen Unternehmern (vgl. Schmidt-R\u00e4ntsch NJW 1998, 3166, 3169\u00a0f.). Eine Genehmigung f\u00fchrte nach allgemeiner Auffassung auch unter der Geltung des Preisangaben- und Preisklauselgesetzes nicht zum Ausschluss einer solchen Inhaltskontrolle (vgl. BeckOGK\/Weiler [Stand: 1.\u00a0Dezember 2025] BGB \u00a7\u00a0309 Nr.\u00a01 Rn.\u00a047; M\u00fcnchKommBGB\/Wurmnest 10.\u00a0Aufl. \u00a7\u00a0309 Nr.\u00a01 Rn.\u00a09).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_24\">24<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Voraussetzungen von \u00a7\u00a02 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 PaPkG iVm \u00a7\u00a02 PrKV mussten auch im Falle der Genehmigungsfiktion des \u00a7\u00a04 PrKV erf\u00fcllt sein (vgl. Bertl Das Recht der Wertsicherungsklauseln in Deutschland S.\u00a0225\u00a0f.; Kirchhoff Wertsicherungsklauseln f\u00fcr Euro-Verbindlichkeiten S.\u00a0246). Eine indexbezogene Wertsicherungsklausel in einem langfristigen Mietvertrag, die nicht hinreichend bestimmt war bzw. eine Partei unangemessen benachteiligte, galt daher nicht im Sinne von \u00a7\u00a04 PrKV als genehmigt, sondern war wegen des Indexierungsverbots nach \u00a7\u00a02 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 PaPkG von Anfang an unwirksam.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_25\">25<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(c) Mit Inkrafttreten des Gesetzes \u00fcber das Verbot der Verwendung von Preisklauseln bei der Bestimmung von Geldschulden (BGBl. 2007 I S.\u00a02246, 2247\u00a0f.; Preisklauselgesetz) zum 14.\u00a0September 2007 ist das Genehmigungserfordernis f\u00fcr indexbezogene Wertsicherungsklauseln insgesamt entfallen. Die Vorschrift des \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 PrKG sieht ein grunds\u00e4tzliches Preisklauselverbot vor, das allerdings nicht f\u00fcr die in \u00a7\u00a01 Abs.\u00a02 PrKG genannten Klauseln (etwa Spannungsklauseln) gilt. Zudem enthalten die \u00a7\u00a7\u00a02 bis 7 PrKG Verbotsausnahmen. So sind Preisklauseln in langfristigen (Miet-)Vertr\u00e4gen unter den in \u00a7\u00a03 PrKG genannten Voraussetzungen zul\u00e4ssig, sofern sie den Anforderungen des \u00a7\u00a02 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 letzter Halbsatz PrKG gen\u00fcgen, also hinreichend bestimmt sind (vgl. \u00a7\u00a02 Abs.\u00a02 PrKG) und keine Vertragspartei unangemessen benachteiligen (vgl. \u00a7\u00a02 Abs.\u00a03 PrKG). Durch die Einf\u00fchrung des Preisklauselgesetzes sollten die betroffenen B\u00fcrger vom b\u00fcrokratischen Aufwand f\u00fcr Genehmigungsantr\u00e4ge entlastet werden. Zwar bestehe aus stabilit\u00e4ts-, preis- und verbraucherpolitischen Gr\u00fcnden ein Interesse daran, auch k\u00fcnftig auf Grenzen f\u00fcr eine Indexierung nicht zu verzichten. Die in den \u00a7\u00a7\u00a02 bis 7 PrKG geregelten Ausnahmen lockerten das Indexierungsverbot aber dort, wo es preispolitisch unbedenklich erscheine. Durch diese Ausnahmeregelungen solle ein sachgerechter Ausgleich zwischen dem \u00f6ffentlichen Interesse an einem Verbot von Preisklauseln zum Schutz vor inflation\u00e4ren Tendenzen und dem berechtigten Interesse der Vertragsparteien an einer Kompensation von Geldentwertungen insbesondere bei langfristigen Vertr\u00e4gen erreicht werden (vgl. BT-Drucks. 16\/4391 S.\u00a026\u00a0f. sowie textidentisch BR-Drucks. 68\/07 S.\u00a067\u00a0ff.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_26\">26<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Einen wesentlichen Unterschied gegen\u00fcber dem fr\u00fcheren Recht brachte die Vorschrift des \u00a7\u00a08 PrKG. Nach ihrem ersten Satz tritt die Unwirksamkeit der Preisklausel zum Zeitpunkt des rechtskr\u00e4ftig festgestellten Versto\u00dfes \u201egegen dieses Gesetz\u201c ein, soweit nicht eine fr\u00fchere Unwirksamkeit vereinbart ist. Ihr zweiter Satz sieht vor, dass die Rechtswirkungen der Klausel bis zum Zeitpunkt der Unwirksamkeit unber\u00fchrt bleiben. Preisklauseln, die nicht den Anforderungen des Preisklauselgesetzes entsprechen, sind demnach schwebend wirksam (vgl. Senatsurteil vom 13.\u00a0November 2013 &#8211;\u00a0XII\u00a0ZR 142\/12\u00a0&#8211; NZM 2014, 34 Rn.\u00a026\u00a0ff.; Aufderhaar-Jaeger ZfIR 2008, 121, 125). Der Bundesrat hatte zwar eine Streichung des \u00a7\u00a08 Satz\u00a02 PrKG gefordert, weil andernfalls ein Versto\u00df gegen das Preisklauselverbot &#8211;\u00a0wirtschaftlich\u00a0&#8211; ohne Sanktion bliebe und somit die Gefahr best\u00fcnde, dass die Grenzen zul\u00e4ssiger Preisklauseln unter Ausnutzung einer st\u00e4rkeren Verhandlungsposition bewusst \u00fcberschritten w\u00fcrden (vgl. BT-Drucks. 16\/4764 S.\u00a08). Die Bundesregierung lehnte die vorgeschlagene \u00c4nderung in ihrer Gegen\u00e4u\u00dferung jedoch ab. Es sei vertretbar, die Rechtswirkungen der vereinbarten Preisklausel bis zum Zeitpunkt der Unwirksamkeit hinzunehmen. Andernfalls w\u00fcrden sich R\u00fcckabwicklungsfragen stellen, die im Einzelfall lange Zeitr\u00e4ume erfassen k\u00f6nnten. Dies k\u00f6nnte zu einer erheblichen Rechtsunsicherheit f\u00fchren und zu einer \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Belastung der Gerichte beitragen (vgl. BT-Drucks. 16\/4764 S.\u00a016). Im weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens wurde dieser Punkt nicht mehr thematisiert (vgl. etwa BT-Drucks. 16\/5522 S.\u00a010).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_27\">27<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Aus der Gegen\u00e4u\u00dferung der Bundesregierung l\u00e4sst sich zwar ableiten, dass jedenfalls individualvertragliche Wertsicherungsklauseln bis zur rechtskr\u00e4ftigen Feststellung ihrer Unwirksamkeit Rechtswirkungen entfalten sollten. Ihr ist aber nicht zu entnehmen, dass die Bundesregierung (und sp\u00e4ter der Gesetzgeber) f\u00fcr formularvertragliche Klauseln die &#8211;\u00a0nicht nur verbraucher-, sondern auch unternehmersch\u00fctzende\u00a0&#8211; Regelung des \u00a7\u00a0307 BGB bewusst au\u00dfer Kraft setzen wollte. Insbesondere ist nicht ersichtlich, dass \u00fcberhaupt die Existenz anderer Bestimmungen \u00fcber die Inhaltskontrolle einer Vertragsklausel in den Blick genommen und die erstmals bestehende Notwendigkeit einer Regelung des Verh\u00e4ltnisses zwischen \u00a7\u00a08 PrKG und \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 BGB erkannt worden w\u00e4re (so auch Bertl Das Recht der Wertsicherungsklauseln in Deutschland S.\u00a0311). Vor diesem Hintergrund und angesichts der besonderen Bedeutung der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Gesetzgeber \u00a7\u00a08 PrKG tats\u00e4chlich als lex specialis f\u00fcr alle Wertsicherungsklauseln vorsehen und damit f\u00fcr formularvertragliche Preisklauseln die AGB-rechtliche Inhaltskontrolle abschaffen wollte (ebenso Wolf\/Eckert\/Ball Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts 10.\u00a0Aufl. Rn.\u00a0482; Schweitzer ZfIR 2009, 689, 693; aA Bertl Das Recht der Wertsicherungsklauseln in Deutschland S.\u00a0311; Wei\u00df\/Bork ZfIR 2012, 113, 118). Insbesondere sollte \u00a7\u00a08 PrKG nie die Funktion haben, eine bereits nach \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 BGB unwirksame Klausel schwebend wirksam werden zu lassen (BeckOK Mietrecht\/Schultz [Stand: 1.\u00a0Mai 2025] BGB \u00a7\u00a0535 Rn.\u00a03248; Bub\/Treier\/Schultz Handbuch der Gesch\u00e4fts- und Wohnraummiete 6.\u00a0Aufl. \u00a7\u00a055 Rn.\u00a0153).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_28\">28<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Entgegen der Auffassung der Revision l\u00e4sst sich auch aus \u00a7\u00a01 Abs.\u00a03 PrKG, wonach die Vorschriften \u00fcber die Indexmiete nach \u00a7\u00a0557\u00a0b BGB und \u00fcber die Zul\u00e4ssigkeit von Preisklauseln in W\u00e4rmelieferungsvertr\u00e4gen nach der Verordnung \u00fcber Allgemeine Bedingungen f\u00fcr die Versorgung mit Fernw\u00e4rme unber\u00fchrt bleiben, nicht folgern, dass der Gesetzgeber f\u00fcr formularvertragliche Preisklauseln die AGB-rechtliche Inhaltskontrolle au\u00dfer Kraft setzen wollte. Denn mit dieser Regelung hat der Gesetzgeber lediglich das Verh\u00e4ltnis zwischen den dort genannten Vorschriften und dem Preisklauselgesetz klargestellt. Ein dar\u00fcber hinausgehender Regelungswille hinsichtlich anderer Bestimmungen \u00fcber die Inhaltskontrolle einer Vertragsklausel, die der Gesetzgeber in diesem Zusammenhang nicht in den Blick genommen hatte, ist hieraus nicht ableitbar.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_29\">29<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(3) Schlie\u00dflich spricht gegen die Annahme eines Spezialit\u00e4tsverh\u00e4ltnisses, dass die Pr\u00fcfungsma\u00dfst\u00e4be angesichts der unterschiedlichen Zielsetzungen der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle und des Preisklauselgesetzes (vgl. dazu BGHZ 201, 230\u00a0= NJW 2014, 2708 Rn.\u00a057; BGHZ 185, 96\u00a0= NJW 2010, 2789 Rn.\u00a024 und BGH Urteil vom 24.\u00a0M\u00e4rz 2010 &#8211;\u00a0VIII\u00a0ZR 304\/08\u00a0&#8211; NJW 2010, 2793 Rn.\u00a031) nicht vollst\u00e4ndig deckungsgleich sind und daher zu unterschiedlichen Ergebnissen f\u00fchren k\u00f6nnen. Insbesondere umfasst die AGB-rechtliche Inhaltskontrolle auch zwischen Unternehmern mehr als nur die Pr\u00fcfung einer Klausel auf eine etwaige Intransparenz oder unangemessene Benachteiligung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_30\">30<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(4) Gegen dieses Verst\u00e4ndnis kann auch nicht mit Erfolg angef\u00fchrt werden, dass eine Vielzahl von Gewerberaummietvertr\u00e4gen mit Hilfe von Vertragsformularen abgeschlossen werde, weshalb der mit \u00a7\u00a08 PrKG verfolgte Zweck, R\u00fcckabwicklungsprobleme und eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Belastung der Gerichte zu vermeiden, praktisch ins Leere liefe, wenn man die Vorschrift nicht als lex specialis ans\u00e4he (so aber Bartholom\u00e4i\/Stellmann in Lindner-Figura\/Opr\u00e9e\/Stellmann Handbuch Gesch\u00e4ftsraummiete 5.\u00a0Aufl. \u00a7\u00a010 Rn.\u00a0157; Wei\u00df\/Bork ZfIR 2012, 113, 118). Denn zum einen wird der Regelungszweck bei einer nicht zu vernachl\u00e4ssigenden Anzahl von individualvertraglichen Wertsicherungsklauseln erreicht (vgl. Schweizer ZfIR 2025, 417\u00a0f.). Zum anderen vermag allein der Hinweis auf den mit \u00a7\u00a08 PrKG verfolgten Zweck die Annahme einer lex specialis nicht zu rechtfertigen, wenn gerade nicht festgestellt werden kann, dass der Gesetzgeber im Bewusstsein anderer Bestimmungen zur Inhaltskontrolle einer Vertragsklausel eine diesen vorgehende Spezialregelung schaffen wollte. Dem Verwender einer Wertsicherungsklausel die Vorteile einer unangemessenen Benachteiligung seines Vertragspartners bis zur rechtskr\u00e4ftigen Feststellung deren Unwirksamkeit zu belassen, w\u00e4re auch nur schwer mit dem Schutzniveau im Hinblick auf die AGB-rechtliche Inhaltskontrolle der weiteren Regelungen desselben Mietvertrags in Einklang zu bringen (Schweitzer ZfIR 2009, 689, 693\u00a0f.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_31\">31<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>\n                  <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">(5) Nach alledem kann nicht davon ausgegangen werden, dass durch das Preisklauselgesetz der AGB-rechtliche Schutz des Gegners einer vom Verwender formularvertraglich gestellten Indexierungsklausel eingeschr\u00e4nkt werden sollte.<\/span> Der Umstand, dass das in erster Linie dem Schutz der Geldwertstabilit\u00e4t und der Vermeidung inflation\u00e4rer Tendenzen dienende Preisklauselgesetz in seinem \u00a7\u00a02 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 Nr.\u00a01 f\u00fcr langfristige (Miet-)Vertr\u00e4ge systemwidrig auch eine Inhaltskontrolle zum Schutz der individuellen Parteiinteressen vorsieht (vgl. BeckOGK\/Leidner [Stand: 15.\u00a0M\u00e4rz 2025] PreisklG \u00a7\u00a02 Rn.\u00a014; Staudinger\/Omlor BGB [2024] \u00a7\u00a01 PRKG \u00a7\u00a01 Rn.\u00a045), f\u00fchrt bei einer individualvertraglichen Wertsicherungsklausel zwar dazu, dass beide Parteien erst ab der rechtskr\u00e4ftigen Feststellung der Unwirksamkeit f\u00fcr die Zukunft vor einer unangemessenen Benachteiligung gesch\u00fctzt sind. Im Falle einer formularvertraglichen Klausel besteht aber weiterhin der AGB-rechtliche Schutz des Vertragspartners des Verwenders, so dass eine diesen unangemessen benachteiligende Klausel &#8211;\u00a0wie die streitgegenst\u00e4ndliche\u00a0&#8211; nach \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 BGB von Anfang an unwirksam ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_32\">32<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Daher kommt es im Ergebnis auch nicht auf die verschiedentlich unter dem Blickwinkel der Gesetzgebungskompetenz angezweifelte Vereinbarkeit des Preisklauselgesetzes mit dem Grundgesetz an (ebenfalls offengelassen im Senatsurteil vom 13.\u00a0November 2013 &#8211;\u00a0XII\u00a0ZR 142\/12\u00a0&#8211; NZM 2014, 34 Rn.\u00a031 mwN). Gleiches gilt f\u00fcr die von der Revisionserwiderung aufgeworfene Frage, ob jedenfalls formularvertragliche Wertsicherungsklauseln, die ein Gewerbetreibender mit einem Verbraucher geschlossen hat, schon wegen Art.\u00a06 Abs.\u00a01 der Richtlinie 93\/13\/EWG des Rates vom 5.\u00a0April 1993 \u00fcber mi\u00dfbr\u00e4uchliche Klauseln in Verbrauchervertr\u00e4gen (ABl. L 95 S.\u00a029) von Anfang an unwirksam sein m\u00fcssen (vgl. dazu auch BeckOGK\/Leidner [Stand: 15.\u00a0M\u00e4rz 2025] PreisklG \u00a7\u00a02 Rn.\u00a028).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Guhling\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0G\u00fcnter\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Nedden-Boeger<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Pernice\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Recknagel<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KORE706092026&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BGH_XII_ZR_51-25_KORE706092026.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Eine in den Allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen eines Gewerberaummietvertrags enthaltene Indexierungsklausel unterliegt neben den Beschr\u00e4nkungen durch das Preisklauselgesetz auch der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle. 2. H\u00e4lt eine solche Klausel der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle nicht stand, beurteilen sich die Rechtsfolgen nicht nach \u00a7 8 PrKG, sondern die Klausel ist nach \u00a7 307 Abs. 1 BGB ex tunc unwirksam (Abgrenzung zu BGH, Urteil vom 14. Mai 2014 &#8211; VIII ZR 114\/13, BGHZ 201, 230 = NJW 2014, 2708).<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_crdt_document":""},"kji_country":[7802],"kji_court":[7803],"kji_chamber":[9580],"kji_year":[7610],"kji_subject":[7724],"kji_keyword":[8215,8017,7807],"kji_language":[7805],"class_list":["post-562838","kji_decision","type-kji_decision","status-publish","hentry","kji_country-allemagne","kji_court-bundesgerichtshof","kji_chamber-12-zivilsenat","kji_year-7610","kji_subject-civil","kji_keyword-leitsatz","kji_keyword-urteil","kji_keyword-zivilsenat","kji_language-allemand"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.5 (Yoast SEO v27.5) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>BGH 12. Zivilsenat, Urteil vom 11.03.2026, XII ZR 51\/25 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"zh_CN\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"BGH 12. Zivilsenat, Urteil vom 11.03.2026, XII ZR 51\/25\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"1. Eine in den Allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen eines Gewerberaummietvertrags enthaltene Indexierungsklausel unterliegt neben den Beschr\u00e4nkungen durch das Preisklauselgesetz auch der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle. 2. H\u00e4lt eine solche Klausel der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle nicht stand, beurteilen sich die Rechtsfolgen nicht nach \u00a7 8 PrKG, sondern die Klausel ist nach \u00a7 307 Abs. 1 BGB ex tunc unwirksam (Abgrenzung zu BGH, Urteil vom 14. Mai 2014 - VIII ZR 114\/13, BGHZ 201, 230 = NJW 2014, 2708).\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"\u9884\u8ba1\u9605\u8bfb\u65f6\u95f4\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"18 \u5206\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25\\\/\",\"name\":\"BGH 12. Zivilsenat, Urteil vom 11.03.2026, XII ZR 51\\\/25 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2026-04-14T22:12:56+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"zh-Hans\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Jurisprudences\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"BGH 12. Zivilsenat, Urteil vom 11.03.2026, XII ZR 51\\\/25\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/\",\"name\":\"Kohen Avocats\",\"description\":\"Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat p\u00e9naliste \u00e0 Paris, intervient exclusivement en droit p\u00e9nal pour la d\u00e9fense des particuliers, notamment en mati\u00e8re d\u2019accusations de viol. Il assure un accompagnement rigoureux d\u00e8s la garde \u00e0 vue jusqu\u2019\u00e0 la Cour d\u2019assises, veillant au strict respect des garanties proc\u00e9durales.\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"zh-Hans\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#organization\",\"name\":\"Kohen Avocats\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"zh-Hans\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/01\\\/Logo-2-1.webp\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/01\\\/Logo-2-1.webp\",\"width\":2114,\"height\":1253,\"caption\":\"Kohen Avocats\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"}}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO Premium plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"BGH 12. Zivilsenat, Urteil vom 11.03.2026, XII ZR 51\/25 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25\/","og_locale":"zh_CN","og_type":"article","og_title":"BGH 12. Zivilsenat, Urteil vom 11.03.2026, XII ZR 51\/25","og_description":"1. Eine in den Allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen eines Gewerberaummietvertrags enthaltene Indexierungsklausel unterliegt neben den Beschr\u00e4nkungen durch das Preisklauselgesetz auch der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle. 2. H\u00e4lt eine solche Klausel der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle nicht stand, beurteilen sich die Rechtsfolgen nicht nach \u00a7 8 PrKG, sondern die Klausel ist nach \u00a7 307 Abs. 1 BGB ex tunc unwirksam (Abgrenzung zu BGH, Urteil vom 14. Mai 2014 - VIII ZR 114\/13, BGHZ 201, 230 = NJW 2014, 2708).","og_url":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25\/","og_site_name":"Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"\u9884\u8ba1\u9605\u8bfb\u65f6\u95f4":"18 \u5206"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25\/","url":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25\/","name":"BGH 12. Zivilsenat, Urteil vom 11.03.2026, XII ZR 51\/25 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#website"},"datePublished":"2026-04-14T22:12:56+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25\/#breadcrumb"},"inLanguage":"zh-Hans","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bgh-12-zivilsenat-urteil-vom-11-03-2026-xii-zr-51-25\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Jurisprudences","item":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"BGH 12. Zivilsenat, Urteil vom 11.03.2026, XII ZR 51\/25"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#website","url":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/","name":"Kohen Avocats","description":"Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat p\u00e9naliste \u00e0 Paris, intervient exclusivement en droit p\u00e9nal pour la d\u00e9fense des particuliers, notamment en mati\u00e8re d\u2019accusations de viol. Il assure un accompagnement rigoureux d\u00e8s la garde \u00e0 vue jusqu\u2019\u00e0 la Cour d\u2019assises, veillant au strict respect des garanties proc\u00e9durales.","publisher":{"@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"zh-Hans"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#organization","name":"Kohen Avocats","url":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"zh-Hans","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kohenavocats.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Logo-2-1.webp","contentUrl":"https:\/\/kohenavocats.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Logo-2-1.webp","width":2114,"height":1253,"caption":"Kohen Avocats"},"image":{"@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#\/schema\/logo\/image\/"}}]}},"jetpack_likes_enabled":false,"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_decision\/562838","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_decision"}],"about":[{"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kji_decision"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=562838"}],"wp:term":[{"taxonomy":"kji_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_country?post=562838"},{"taxonomy":"kji_court","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_court?post=562838"},{"taxonomy":"kji_chamber","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_chamber?post=562838"},{"taxonomy":"kji_year","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_year?post=562838"},{"taxonomy":"kji_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_subject?post=562838"},{"taxonomy":"kji_keyword","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_keyword?post=562838"},{"taxonomy":"kji_language","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_language?post=562838"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}