{"id":562869,"date":"2026-04-15T00:19:26","date_gmt":"2026-04-14T22:19:26","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bgh-11-zivilsenat-urteil-vom-10-03-2026-xi-zr-132-24\/"},"modified":"2026-04-15T00:19:26","modified_gmt":"2026-04-14T22:19:26","slug":"bgh-11-zivilsenat-urteil-vom-10-03-2026-xi-zr-132-24","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bgh-11-zivilsenat-urteil-vom-10-03-2026-xi-zr-132-24\/","title":{"rendered":"BGH 11. Zivilsenat, Urteil vom 10.03.2026, XI ZR 132\/24"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Leitsatz<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Der mit einem Darlehen finanzierte Erwerb von Gesellschaftsanteilen durch eine nat\u00fcrliche Person ist grunds\u00e4tzlich der privaten Verm\u00f6gensverwaltung zuzuordnen (Fortf\u00fchrung von BGH, Urteil vom 8.\u00a0November 2005 &#8211;\u00a0XI\u00a0ZR 34\/05, BGHZ 165, 43\u00a0ff.). Die Abl\u00f6sung eines solchen Darlehens ist ebenfalls Teil der Verm\u00f6gensverwaltung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Endurteil des 5. Zivilsenats des Oberlandesgerichts M\u00fcnchen vom 8.\u00a0Oktober 2024 aufgehoben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch \u00fcber die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zur\u00fcckverwiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">Von Rechts wegen<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tatbestand<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Parteien streiten um Anspr\u00fcche aus einem Darlehensvertrag.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit Vertrag vom 21.\u00a0Juli 2005 erwarb der Beklagte von Herrn B.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 W.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 dessen alleinigen Gesch\u00e4ftsanteil zu 25.000\u00a0\u20ac am Stammkapital der W.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 V.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 GmbH sowie dessen Kommanditbeteiligung zu 75.000\u00a0\u20ac bei der W.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 GmbH &amp; Co. KG, deren Komplement\u00e4rin die vorgenannte GmbH war.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Zur Finanzierung des Kaufpreises schlossen der Beklagte und die Kl\u00e4gerin, ein Kreditinstitut, ebenfalls unter dem 21.\u00a0Juli 2005 den Darlehensvertrag Nr.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0231 als zweckgebundenes KfW-Darlehen \u00fcber 338.000\u00a0\u20ac und den Darlehensvertrag Nr. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 223 als zweckgebundenes Darlehen der LfA F\u00f6rderbank \u00fcber 310.000\u00a0\u20ac.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Am 25.\u00a0Januar 2013 schlossen die Parteien den streitgegenst\u00e4ndlichen Darlehensvertrag Nr.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0, der in der \u00dcberschrift als &#8220;Darlehen mit anf\u00e4nglichem Festzins an juristische Personen oder f\u00fcr bereits ausge\u00fcbte gewerbliche oder selbst\u00e4ndige berufliche Zwecke&#8221; bezeichnet und im Text als &#8220;Tilgungs-Darlehen&#8221; zu einem Nennbetrag von 310.500\u00a0\u20ac angegeben war. Nach der Vereinbarung der Parteien sollte damit das Darlehen mit der Endnummer &#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0231 komplett zur\u00fcckgef\u00fchrt und auf das Darlehen mit der Endnummer &#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0223 sollten Tilgungsleistungen in H\u00f6he von 62.000\u00a0\u20ac erbracht werden. Es wurde ein unver\u00e4nderlicher Zinssatz in H\u00f6he von 4,7% bis zum 30.\u00a0September\u00a02022 vereinbart sowie das Gesch\u00e4ftskonto Nr.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 der W.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 GmbH\u00a0&amp; Co.\u00a0KG als Bezugskonto festgelegt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Seit seinem Eintritt als Kommanditist und gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter in die W.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 GmbH &amp; Co. KG stellte die T\u00e4tigkeit f\u00fcr dieses Unternehmen den Mittelpunkt des hauptberuflichen Engagements des Beklagten dar. Der Beklagte f\u00fchrte bereits vor der \u00dcbernahme der W.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0GmbH\u00a0&amp; Co. KG und parallel zu dieser Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit eine Spedition, ebenfalls als GmbH &amp; Co. KG. Er w\u00e4hlte diese Rechtsform f\u00fcr die W.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0GmbH\u00a0&amp; Co. KG bewusst aus steuerlichen Gr\u00fcnden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit Schreiben vom 6.\u00a0Dezember 2019 k\u00fcndigte die Kl\u00e4gerin das streitgegenst\u00e4ndliche Darlehen und die gesamte Gesch\u00e4ftsbeziehung zu dem Beklagten mit sofortiger Wirkung wegen bestehender R\u00fcckst\u00e4nde und ungenehmigter Konto\u00fcberziehungen des Privatgirokontos. Mit ihrer Klage begehrt die Kl\u00e4gerin die R\u00fcckzahlung eines Betrags von noch 111.822,96\u00a0\u20ac und eine Vorf\u00e4lligkeitsentsch\u00e4digung in H\u00f6he von 25.843,40\u00a0\u20ac.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Landgericht hat der Klage stattgegeben. Das Berufungsgericht hat die Berufung des Beklagten zur\u00fcckgewiesen. Mit der vom Senat zugelassenen Revision verfolgt der Beklagte sein Klageabweisungsbegehren weiter.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Revision des Beklagten hat Erfolg. Sie f\u00fchrt zur Aufhebung des Berufungsurteils und zur Zur\u00fcckverweisung der Sache an das Berufungsgericht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">I.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Berufungsgericht hat zur Begr\u00fcndung seiner Entscheidung im Wesentlichen ausgef\u00fchrt:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4gerin habe gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0488 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 BGB gegen den Beklagten einen f\u00e4lligen Darlehensr\u00fcckzahlungsanspruch bez\u00fcglich des Darlehensvertrags Nr.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 in der streitgegenst\u00e4ndlichen H\u00f6he.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die hiergegen gerichteten Einwendungen des Beklagten, die sich im Wesentlichen auf die Behauptungen st\u00fctzten, es liege ein formunwirksames Verbraucherdarlehen vor und die Klageforderungen und deren Verzinsung seien vor diesem Hintergrund nicht schl\u00fcssig dargetan, w\u00fcrden nicht durchgreifen. Die Regelungen der \u00a7\u00a7\u00a0491\u00a0ff. BGB i.V.m. Art.\u00a0247 \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01, \u00a7\u00a03 Abs.\u00a01 EGBGB und insbesondere \u00a7\u00a0494 Abs.\u00a02 Satz\u00a02 BGB seien nicht anwendbar<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beurteilung der Frage, ob jemand als Verbraucher oder Unternehmer t\u00e4tig geworden sei, sei insbesondere davon abh\u00e4ngig, ob es sich um eine T\u00e4tigkeit im privaten Bereich oder eine solche im gewerblichen bzw. selbst\u00e4ndig-beruflichen Bereich handele. Insoweit stelle sich der Erwerb von Gesellschaftsanteilen unabh\u00e4ngig vom Beteiligungsgrad und von der Stellung als Alleingesch\u00e4ftsf\u00fchrer als Kapitalanlage dar, die dem Bereich der Verm\u00f6gensverwaltung zuzuordnen sei. Insoweit sei f\u00fcr die Frage der Verbrauchereigenschaft beim finanzierten Erwerb von GmbH-Anteilen im Rahmen einer wertenden Beurteilung auch ma\u00dfgeblich, ob der Darlehensnehmer selbst unternehmerisch t\u00e4tig werden wolle oder ob er eine reine Kapitalanlage beabsichtige. Ausgeschlossen sei im Rahmen des \u00a7\u00a0491 BGB die Verwendung f\u00fcr die bereits ausge\u00fcbte gewerbliche oder selbst\u00e4ndig-berufliche T\u00e4tigkeit.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Beklagte sei darlegungs- und beweispflichtig f\u00fcr die Behauptung, dass der streitgegenst\u00e4ndliche Vertragsschluss vom 25.\u00a0Januar\u00a02013 seinem privaten T\u00e4tigkeitsbereich zuzuordnen sei. Der Beklagte habe den Darlehensvertrag zwar als nat\u00fcrliche Person unterzeichnet, er sei aber zu diesem Zeitpunkt bereits nahezu acht Jahre als Kommanditist und alleiniger Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Komplement\u00e4r-GmbH der von ihm hauptberuflich gef\u00fchrten W.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 GmbH &amp;\u00a0Co.\u00a0KG t\u00e4tig gewesen. In dieser Eigenschaft habe er selbst\u00e4ndig und auf Dauer angelegt entgeltliche Leistungen am Markt angeboten. Diese Umst\u00e4nde seien bei Vertragsschluss auch der Kl\u00e4gerin eindeutig bekannt gewesen. Dementsprechend sei das Darlehen als &#8220;Darlehen mit anf\u00e4nglichem Festzins an juristische Personen oder f\u00fcr bereits ausge\u00fcbte gewerbliche oder selbst\u00e4ndige berufliche Zwecke&#8221; bezeichnet und von beiden Vertragsparteien unterzeichnet worden. Es habe dem Beklagten, f\u00fcr die Kl\u00e4gerin offensichtlich und erkennbar, nicht lediglich zur (privaten) Kapitalanlage und Verm\u00f6gensverwaltung der von ihm gehaltenen Unternehmensanteile gedient, sondern zur Realisierung seiner hauptberuflich ausge\u00fcbten unabh\u00e4ngigen T\u00e4tigkeit in dem von ihm dominierten Unternehmen zur gewerblichen T\u00e4tigkeit am Markt. Dies werde gest\u00fctzt durch den Umstand, dass die Parteien das Kontokorrentkonto des Unternehmens als Bezugskonto f\u00fcr das Darlehen gew\u00e4hlt h\u00e4tten und nicht das Privatgirokonto des Beklagten, das dieser ebenfalls bei der Kl\u00e4gerin unterhalten habe.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Eine andere Betrachtung ergebe sich auch nicht aus dem Umstand, dass mit dem streitgegenst\u00e4ndlichen Darlehen eine R\u00fcckzahlung der Darlehen vom 21.\u00a0Juli 2005 erfolgt sei, mit denen der Beklagte damals den Kauf der Firmenanteile und die \u00dcbernahme der GmbH &amp; Co. KG finanziert habe. Denn auch zu diesem Zeitpunkt sei der Beklagte bereits als Alleingesch\u00e4ftsf\u00fchrer der von ihm in der Rechtsform einer GmbH &amp; Co. KG gef\u00fchrten Spedition (unternehmerisch) selbst\u00e4ndig t\u00e4tig gewesen und habe nach eigenen Angaben die Anteile an der W.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 GmbH &amp; Co. KG, einer fr\u00fcheren Kundin seiner Spedition, erworben, um diese Firma als verantwortlicher Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Gesellschafter mit Gewinnerzielungsabsicht weiterzuf\u00fchren. In diesem Zusammenhang habe er auch bewusst die Rechtsform der GmbH &amp; Co. KG gew\u00e4hlt, um als Konzernleiter beider Firmen die jeweiligen Gewinn- und Verlustanteile steuerlich gegeneinander verrechnen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4gerin habe dem Beklagten in Kenntnis all dieser Umst\u00e4nde das Darlehen gew\u00e4hrt, da sie jedenfalls seit dem Jahr 2000 bereits in engen vertraglichen Verh\u00e4ltnissen zu den Vorg\u00e4ngerfirmen des Beklagten gestanden habe, die Funktion des Beklagten in der W.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 GmbH &amp; Co. KG gekannt und gewusst habe, dass die Finanzierung der \u00dcbernahme der Gesch\u00e4ftsanteile des Beklagten seiner selbst\u00e4ndigen, auf Dauer angelegten unternehmerischen T\u00e4tigkeit am Markt und nicht seiner privaten Verm\u00f6gensverwaltung gedient habe.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Auch der Beklagte selbst mache im \u00dcbrigen nicht geltend, dass es sich bei dem streitgegenst\u00e4ndlichen Darlehensvertrag um die Begr\u00fcndung oder Fortsetzung eines Existenzgr\u00fcnderdarlehens im Sinne des \u00a7\u00a0513 BGB handele. Im \u00dcbrigen \u00fcberstiegen der Nettodarlehensbetrag des Darlehens vom 25.\u00a0Januar 2013 sowie die Nettodarlehensvertr\u00e4ge der Vorg\u00e4ngerdarlehen vom 21.\u00a0Juli 2005 jeweils die in \u00a7\u00a0513 BGB vorgegebene H\u00f6chstsumme von 75.000\u00a0\u20ac.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4gerin habe dar\u00fcber hinaus einen Anspruch auf Schadensersatz statt der Leistung (Vorf\u00e4lligkeitsentsch\u00e4digung) nach \u00a7\u00a0280 Abs.\u00a01, 3, \u00a7\u00a0281 BGB in H\u00f6he von 25.843,40\u00a0\u20ac, da sie durch eine schuldhafte Vertragsverletzung des Beklagten, der das Darlehen nicht mehr bedient habe, zur au\u00dferordentlichen Darlehensk\u00fcndigung am 6.\u00a0Dezember 2019 veranlasst worden sei. \u00a7\u00a0502 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 BGB finde keine Anwendung, da es sich vorliegend nicht um einen Verbraucherdarlehensvertrag im Sinne der \u00a7\u00a7\u00a0491\u00a0ff. BGB handele.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">II.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Diese Ausf\u00fchrungen halten einer revisionsrechtlichen \u00dcberpr\u00fcfung in einem wesentlichen Punkt nicht stand.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts handelt es sich bei dem von den Parteien geschlossenen Darlehensvertrag mit der Nummer\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 um einen Verbraucherdarlehensvertrag im Sinne von \u00a7\u00a0491 Abs.\u00a01 BGB in der vom 11.\u00a0Juni 2010 bis zum 12.\u00a0Juni 2014 geltenden Fassung (im Folgenden: aF).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_20\">20<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Entgeltliche Darlehensvertr\u00e4ge zwischen einem Unternehmer als Darlehensgeber und einem Verbraucher als Darlehensnehmer sind gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0491 Abs.\u00a01 BGB aF Verbraucherdarlehensvertr\u00e4ge. Verbraucher ist gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a013 BGB in der vom 1.\u00a0Januar 2002 bis zum 12.\u00a0Juni 2014 geltenden Fassung (im Folgenden: aF) jede nat\u00fcrliche Person, die ein Rechtsgesch\u00e4ft zu einem Zwecke abschlie\u00dft, der weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbst\u00e4ndigen beruflichen T\u00e4tigkeit zugerechnet werden kann.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_21\">21<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Berufungsgericht hat rechtsfehlerhaft angenommen, dass der Beklagte aufgrund seiner Stellung als Kommanditist und alleiniger Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Komplement\u00e4r-GmbH der von ihm hauptberuflich gef\u00fchrten GmbH &amp; Co. KG unternehmerisch t\u00e4tig war, als er im eigenen Namen den streitgegenst\u00e4ndlichen Darlehensvertrag zur Umfinanzierung des Kaufs der Gesellschaftsanteile abschloss.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_22\">22<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung einer GmbH eine angestellte berufliche T\u00e4tigkeit und keine gewerbliche oder selbst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit (vgl. BGH, Urteile vom 5.\u00a0Juni 1996 &#8211;\u00a0VIII\u00a0ZR 151\/95, BGHZ 133, 71, 77\u00a0f., vom 10.\u00a0Juli 1996 &#8211;\u00a0VIII\u00a0ZR 213\/95, BGHZ 133, 220, 223, vom 28.\u00a0Juni 2000 &#8211;\u00a0VIII\u00a0ZR 240\/99, BGHZ 144, 370, 380 und vom 8.\u00a0November 2005 &#8211;\u00a0XI\u00a0ZR 34\/05, BGHZ 165, 43, 47). Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer einer GmbH ist somit weder Kaufmann im Sinne der \u00a7\u00a7\u00a01\u00a0ff. HGB noch Unternehmer gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a014 BGB (Senatsurteil vom 8.\u00a0November 2005, aaO, 47\u00a0f. mwN). Ein GmbH-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, der im eigenen Namen ein Gesch\u00e4ft abschlie\u00dft, sei es auch im Zusammenhang mit seiner T\u00e4tigkeit als GmbH-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, ist vielmehr Verbraucher. Das gilt auch f\u00fcr den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Komplement\u00e4r-GmbH einer GmbH &amp; Co. KG (vgl. Senatsurteil vom 24.\u00a0Juli 2007 &#8211;\u00a0XI\u00a0ZR 208\/06, WM 2007, 1833 Rn.\u00a015 und 17).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_23\">23<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Daran \u00e4ndert auch der Besitz von GmbH- und\/oder KG-Anteilen durch den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer einer GmbH bzw. GmbH &amp; Co. KG nichts, weil bei der Beteiligung an einer Gesellschaft die Kapitalanlage im Vordergrund steht. Selbst Allein- oder Mehrheitsgesellschafter einer werbenden GmbH bzw. GmbH\u00a0&amp; Co.\u00a0KG werden im Rahmen der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung nicht wie ein Kaufmann oder Unternehmer f\u00fcr den eigenen Betrieb, sondern allein f\u00fcr die Gesellschaft t\u00e4tig (Senatsurteile vom 24.\u00a0Juli 2007 &#8211;\u00a0XI\u00a0ZR 208\/06, WM 2007, 1833 Rn.\u00a018 und vom 25.\u00a0Oktober 2011 &#8211;\u00a0XI\u00a0ZR 331\/10, WM 2011, 2355 Rn.\u00a010). Das Halten von Gesellschaftsanteilen ist als Verwaltung eigenen Verm\u00f6gens regelm\u00e4\u00dfig keine gewerbliche T\u00e4tigkeit (vgl. Senatsurteil vom 27.\u00a0Juni 2000 &#8211;\u00a0XI\u00a0ZR 322\/98, WM 2000, 1799 mwN), es sei denn, dass der Umfang der mit der Verm\u00f6gensverwaltung verbundenen Gesch\u00e4fte ausnahmsweise einen planm\u00e4\u00dfigen Gesch\u00e4ftsbetrieb erfordert (vgl. Senatsurteile vom 23.\u00a0Oktober 2001 &#8211;\u00a0XI\u00a0ZR 63\/01, BGHZ 149, 80, 86 mwN und vom 20.\u00a0Februar 2018 &#8211;\u00a0XI\u00a0ZR 445\/17, WM 2018, 782 Rn.\u00a021).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_24\">24<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>d) Diese Grunds\u00e4tze, die in F\u00e4llen der Mitverpflichtung eines (gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden) Gesellschafters f\u00fcr Verbindlichkeiten &#8220;seiner&#8221; Gesellschaft aufgestellt worden sind (Senatsurteil vom 24.\u00a0Juli 2007 &#8211;\u00a0XI\u00a0ZR 208\/06, WM 2007, 1833 Rn.\u00a017\u00a0f.; BGH, Urteile vom 15.\u00a0Juni 1996 &#8211;\u00a0VIII\u00a0ZR 151\/95, BGHZ 133, 71, 77\u00a0f., vom 10.\u00a0Juli 1996 &#8211;\u00a0VIII\u00a0ZR 213\/95, BGHZ 133, 220, 223 und vom 28.\u00a0Juni 2000 &#8211;\u00a0VIII\u00a0ZR 240\/99, BGHZ 144, 370, 380), finden erst recht auf den vorliegenden Fall einer Kreditaufnahme bzw. Umfinanzierung nur durch den gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Gesellschafter selbst Anwendung. Denn entscheidend ist die Einzelbetrachtung des Verh\u00e4ltnisses des Kreditgebers zu dem jeweiligen (Mit-)Verpflichteten (vgl. BGH, Urteile vom 25.\u00a0Februar 1997 &#8211;\u00a0XI\u00a0ZR 49\/96, WM\u00a01997, 710 und vom 28.\u00a0Juni 2000 &#8211;\u00a0VIII\u00a0ZR 240\/99, BGHZ\u00a0144, 370, 380\u00a0f.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_25\">25<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>e) Soweit als Argument f\u00fcr eine analoge Anwendung des \u00a7\u00a014 Abs.\u00a01 BGB vorgebracht wird, dass der Alleingesellschafter\/Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei wertender Gesamtbetrachtung weder unselbstst\u00e4ndig-abh\u00e4ngig t\u00e4tig sei noch nur eigenes Verm\u00f6gen verwalte und deshalb des Schutzes des Verbraucherkreditrechts nicht bed\u00fcrfe (M\u00fcnchKommBGB\/Weber, 9.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a0491 Rn.\u00a025\u00a0f. mwN), f\u00fchrt dies nicht zu einer anderen Beurteilung. Es fehlt bereits an der f\u00fcr eine Analogie erforderlichen Gesetzesl\u00fccke (vgl. Senatsurteil vom 8.\u00a0November 2005 &#8211;\u00a0XI\u00a0ZR 34\/05, BGHZ 165, 43, 48\u00a0ff.). Weder bei der \u00dcbernahme des Verbraucherkreditgesetzes in das B\u00fcrgerliche Gesetzbuch im Rahmen der Schuldrechtsmodernisierung noch bei der \u00c4nderung der Vorschrift des \u00a7\u00a013 BGB aF im Rahmen der Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie (vgl. BT-Drucks.\u00a017\/13951, S.\u00a061) hat der Gesetzgeber in Kenntnis der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine Veranlassung gesehen, den Alleingesellschafter\/Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer aus dem Schutzbereich zu nehmen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_26\">26<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Der Beklagte handelte bei Abschluss des streitgegenst\u00e4ndlichen Darlehensvertrags vom 25. Januar 2013 als Verbraucher. Denn damit sollten die KfW-\/LfA-Darlehen aus dem Jahr 2005, welche dem damaligen Erwerb des Unternehmens dienten, abgel\u00f6st werden. Der mit den Darlehen finanzierte Erwerb von Gesellschaftsanteilen ist nach der vorgenannten h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung grunds\u00e4tzlich der privaten Verm\u00f6gensverwaltung zuzuordnen. Die Abl\u00f6sung dieser Darlehen ist ebenfalls Teil der Verm\u00f6gensverwaltung (vgl. OLG Schleswig-Holstein, Urteil vom 8.\u00a0November 2007 &#8211;\u00a05\u00a0U 31\/07, juris Rn.\u00a048\u00a0f.). Dass der Umfang der mit dem Erwerb bzw. Halten der Anteile verbundenen Gesch\u00e4fte hier ausnahmsweise einen planm\u00e4\u00dfigen Gesch\u00e4ftsbetrieb erfordern w\u00fcrde, ist nicht festgestellt und ergibt sich auch nicht aus der vom Berufungsgericht angef\u00fchrten Funktion des Beklagten als &#8220;Konzernleiter&#8221; der beiden Gesellschaften (vgl. Senatsurteil vom 24.\u00a0Januar 2006 &#8211;\u00a0XI\u00a0ZR 384\/03, BGHZ 166, 84 Rn.\u00a091).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_27\">27<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Daran \u00e4ndert auch die Bezeichnung des streitgegenst\u00e4ndlichen Darlehens als &#8220;Darlehen mit anf\u00e4nglichem Festzins an juristische Personen oder f\u00fcr bereits ausge\u00fcbte gewerbliche oder selbst\u00e4ndige berufliche Zwecke&#8221; nichts. Eine solche formularm\u00e4\u00dfige Bezeichnung verst\u00f6\u00dft als Tatsachenbest\u00e4tigung gegen \u00a7\u00a0309 Nr.\u00a012 Halbs.\u00a01 Buchst.\u00a0b BGB und ist unwirksam (vgl. Gr\u00fcneberg\/Ellenberger, BGB, 85.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a013 Rn.\u00a04; M\u00fcnscher in Ellenberger\/Bunte, Bankrechts-Handbuch, 6.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a056 Rn.\u00a026; BeckOGK-BGB\/Weiler, Stand: 1.12.2025, \u00a7\u00a0309 Nr.\u00a012 Rn.\u00a096). Zudem nimmt die Darlehensvereinbarung ausdr\u00fccklich Bezug auf den Zweck des Darlehens als Tilgungsdarlehen f\u00fcr die beiden Darlehen, die dem Erwerb der Gesellschaftsanteile dienten, und zeigt somit, dass es gerade nicht um gewerbliche oder selbst\u00e4ndige berufliche Zwecke ging.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_28\">28<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Der Umstand, dass die Parteien das Kontokorrentkonto des Unternehmens als Bezugskonto f\u00fcr das Darlehen w\u00e4hlten und nicht das Privatkonto des Beklagten, f\u00fchrt vorliegend als blo\u00dfe Abwicklungsmodalit\u00e4t nicht zu einer anderen Beurteilung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_29\">29<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Anders als in dem der Senatsentscheidung vom 26.\u00a0Juli 2022 (XI\u00a0ZR 483\/21, BKR 2022, 717) zugrunde liegenden Fall (siehe auch OLG Stuttgart, Urteil vom 29.\u00a0April 2025 &#8211;\u00a06\u00a0U 139\/24, juris Rn.\u00a025\u00a0f.) sind hier keine Anhaltspunkte ersichtlich, die Zweifel an einem eigenst\u00e4ndigen Willensentschluss des Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers als Privatperson (vgl. Senatsurteil vom 24.\u00a0Juli 2007 &#8211;\u00a0XI\u00a0ZR 208\/06, WM 2007, 1833 Rn.\u00a017) wecken k\u00f6nnten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_30\">30<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Das Berufungsgericht ist zudem rechtsfehlerhaft zu dem Ergebnis gelangt, dass die Kl\u00e4gerin gegen den Beklagten einen Anspruch auf Zahlung einer Vorf\u00e4lligkeitsentsch\u00e4digung in H\u00f6he von 25.843,40\u00a0\u20ac hat. Auch insoweit hat das Berufungsgericht zu Unrecht die Verbrauchereigenschaft des Beklagten verneint.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">III.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_31\">31<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Berufungsurteil ist daher aufzuheben (\u00a7\u00a0562 Abs.\u00a01 ZPO). Da die Sache nicht zur Endentscheidung reif ist, ist sie zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zur\u00fcckzuverweisen (\u00a7\u00a0563 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 ZPO).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_32\">32<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Berufungsgericht hat zur Frage der Rechtsfolgen des \u00a7\u00a0494 BGB und zu den Voraussetzungen des \u00a7\u00a0502 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 BGB, jeweils in der vom 30.\u00a0Juli\u00a02010 bis zum 20.\u00a0M\u00e4rz 2016 geltenden Fassung, und zu den daraus zu ziehenden Folgerungen f\u00fcr die Abrechnung des Darlehensvertrags &#8211;\u00a0von seinem Rechtsstandpunkt aus folgerichtig\u00a0&#8211; keine Feststellungen getroffen. Dies wird es &#8211;\u00a0nach Einr\u00e4umung der Gelegenheit zur Stellungnahme\u00a0&#8211; nachzuholen haben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Ellenberger\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Matthias\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Schild von Spannenberg<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Sturm\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Ettl<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KORE705892026&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BGH_XI_ZR_132-24_KORE705892026.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der mit einem Darlehen finanzierte Erwerb von Gesellschaftsanteilen durch eine nat\u00fcrliche Person ist grunds\u00e4tzlich der privaten Verm\u00f6gensverwaltung zuzuordnen (Fortf\u00fchrung von BGH, Urteil vom 8. November 2005 &#8211; XI ZR 34\/05, BGHZ 165, 43 ff.). Die Abl\u00f6sung eines solchen Darlehens ist ebenfalls Teil der Verm\u00f6gensverwaltung.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_crdt_document":""},"kji_country":[7802],"kji_court":[7803],"kji_chamber":[9636],"kji_year":[7610],"kji_subject":[7724],"kji_keyword":[8215,8017,7807],"kji_language":[7805],"class_list":["post-562869","kji_decision","type-kji_decision","status-publish","hentry","kji_country-allemagne","kji_court-bundesgerichtshof","kji_chamber-11-zivilsenat","kji_year-7610","kji_subject-civil","kji_keyword-leitsatz","kji_keyword-urteil","kji_keyword-zivilsenat","kji_language-allemand"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.4 (Yoast SEO v27.4) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>BGH 11. Zivilsenat, Urteil vom 10.03.2026, XI ZR 132\/24 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bgh-11-zivilsenat-urteil-vom-10-03-2026-xi-zr-132-24\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"zh_CN\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"BGH 11. Zivilsenat, Urteil vom 10.03.2026, XI ZR 132\/24\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Der mit einem Darlehen finanzierte Erwerb von Gesellschaftsanteilen durch eine nat\u00fcrliche Person ist grunds\u00e4tzlich der privaten Verm\u00f6gensverwaltung zuzuordnen (Fortf\u00fchrung von BGH, Urteil vom 8. November 2005 - XI ZR 34\/05, BGHZ 165, 43 ff.). 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