{"id":563612,"date":"2026-04-15T02:05:47","date_gmt":"2026-04-15T00:05:47","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bgh-13-zivilsenat-beschluss-vom-24-02-2026-xiii-zb-80-22\/"},"modified":"2026-04-15T02:05:47","modified_gmt":"2026-04-15T00:05:47","slug":"bgh-13-zivilsenat-beschluss-vom-24-02-2026-xiii-zb-80-22","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bgh-13-zivilsenat-beschluss-vom-24-02-2026-xiii-zb-80-22\/","title":{"rendered":"BGH 13. Zivilsenat, Beschluss vom 24.02.2026, XIII ZB 80\/22"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Auf die Rechtsbeschwerde des Betroffenen wird der Beschluss des Landgerichts Ingolstadt &#8211; 2. Zivilkammer &#8211; vom 7. Oktober 2022 aufgehoben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Es wird festgestellt, dass der Beschluss des Amtsgerichts Ingolstadt vom 23. Februar 2022 den Betroffenen in seinen Rechten verletzt hat.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Gerichtskosten werden in allen Instanzen nicht erhoben. Die zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung notwendigen Auslagen des Betroffenen in allen Instanzen werden der Bundesrepublik Deutschland auferlegt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Der Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens betr\u00e4gt 5.000 \u20ac.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Gr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>I. Der Betroffene, ein algerischer Staatsangeh\u00f6riger, reiste am 1. Januar 2022 ohne Pass und Aufenthaltstitel entgegen einer bestandskr\u00e4ftigen Ausweisung mit Einreise- und Aufenthaltsverbot nach Deutschland ein. Am 2. Januar 2022 ordnete das Amtsgericht Haft zur Sicherung der \u00dcberstellung nach Frankreich an. Die Haft wurde am 18. Januar 2022 zur Sicherung der Abschiebung nach Algerien verl\u00e4ngert. Am 4. Februar 2022 lehnte das Bundesamt f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge den aus der Haft am 7. Januar 2022 gestellten Asylantrag des Betroffenen als offensichtlich unbegr\u00fcndet ab und ordnete die Abschiebung nach Algerien an.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Auf Antrag der beteiligten Beh\u00f6rde vom 21. Februar 2022 hat das Amtsgericht mit Beschluss vom 23. Februar 2022 die Haft bis zum 8. April 2022 verl\u00e4ngert. Die nach Haftentlassung am 4. April 2022 noch auf Feststellung der Rechtswidrigkeit der Haft gerichtete Beschwerde hat das Landgericht zur\u00fcckgewiesen. Mit der Rechtsbeschwerde verfolgt der Betroffene sein Feststellungsbegehren weiter.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>II. Die zul\u00e4ssige Rechtsbeschwerde hat Erfolg.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Das Beschwerdegericht hat &#8211; soweit noch erheblich &#8211; angenommen, das Amtsgericht habe keine fehlerhafte Prognose zur Abschiebung innerhalb der beantragten Haftdauer getroffen. Es habe nicht festgestanden, dass die Abschiebung nicht innerhalb von drei Monaten durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nne. Zwar sei der R\u00fcckflug erst f\u00fcr den 4. Mai 2022 vorgesehen gewesen; der Betroffene habe aber &#8211; je nach Verf\u00fcgbarkeit &#8211; auf den n\u00e4chsten freien R\u00fcckflug umgebucht werden sollen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Das h\u00e4lt der rechtlichen Nachpr\u00fcfung nicht stand. Das Amtsgericht hat seine Prognose \u00fcber die Durchf\u00fchrbarkeit der Abschiebung innerhalb der n\u00e4chsten drei Monate auf einer nicht ausreichenden Tatsachengrundlage getroffen. Die Anordnung der Haft war daher rechtswidrig.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Nach \u00a7 62 Abs. 3 Satz 3 AufenthG in der bis zum 30. Dezember 2022 geltenden Fassung ist die Sicherungshaft unzul\u00e4ssig, wenn feststeht, dass aus Gr\u00fcnden, die der Ausl\u00e4nder nicht zu vertreten hat, die Abschiebung nicht innerhalb der n\u00e4chsten drei Monate durchgef\u00fchrt werden kann. F\u00fcr die Anordnung von Abschiebungshaft ist erst Raum, wenn die Sachverhaltsermittlung und -bewertung ergeben hat, dass entweder eine Abschiebung innerhalb der n\u00e4chsten drei Monate m\u00f6glich erscheint oder zun\u00e4chst eine zuverl\u00e4ssige Prognose nicht getroffen werden kann. Erweist sich, dass die Abschiebung innerhalb von drei Monaten voraussichtlich nicht bewerkstelligt werden kann, muss untersucht werden, ob der Ausl\u00e4nder dies zu vertreten hat; ist dies nicht der Fall, darf Haft nicht angeordnet werden. Die Prognose muss sich grunds\u00e4tzlich auf alle im konkreten Fall ernsthaft in Betracht kommenden Gr\u00fcnde erstrecken, die der Zur\u00fcckschiebung entgegenstehen oder sie verz\u00f6gern k\u00f6nnen (BVerfG, Beschluss vom 27. Februar 2009 &#8211; 2 BvR 538\/07, NJW 2009, 2659 Rn. 22 f.). Dazu muss das Gericht nach \u00a7 26 FamFG die erforderlichen Ermittlungen anstellen. F\u00fcr die \u00dcberpr\u00fcfung der vom Amtsgericht angestellten Prognose ist dessen Kenntnisstand im Zeitpunkt seiner Entscheidung zugrunde zu legen (BGH, Beschl\u00fcsse vom 26. M\u00e4rz 2024 &#8211; XIII ZB 44\/21, juris Rn. 7; vom 17. September 2024 &#8211; XIII ZB 71\/22, juris Rn. 20). Fr\u00fchere Haftzeiten sind in die Gesamtdauer der Sicherungshaft mit einzubeziehen, wenn diese auf die Durchsetzung derselben &#8211; auf einem einheitlichen Sachverhalt beruhenden &#8211; Ausreisepflicht zur\u00fcckgehen. Etwas anderes gilt nur dann, wenn zwischen den Haftabschnitten eine Z\u00e4sur eingetreten ist, etwa wenn zwischen den Haftzeitr\u00e4umen eine L\u00fccke von mehreren Jahren entstanden ist (vgl. BGH, Beschluss vom 12. November 2019 &#8211; XIII ZB 5\/19, InfAuslR 2020, 165 Rn. 18 mwN).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Hier konnte das Amtsgericht bei Erlass des angefochtenen Beschlusses nicht davon ausgehen, dass eine Abschiebung innerhalb von drei Monaten m\u00f6glich sein w\u00fcrde. Die Haftzeit war von Beginn an, also ab dem 2. Januar 2022, zu berechnen, so dass mit Ablauf des 2. April 2022 eine Haftzeit von drei Monaten erreicht war. Es stellt keine Z\u00e4sur dar, dass am 18. Januar 2022 eine Zweck\u00e4nderung der Haft dergestalt eintrat, dass sie nicht mehr der \u00dcberstellung nach Frankreich, sondern der Abschiebung nach Algerien diente. Die Haft wurde nahtlos fortgesetzt. Es kommt auch nicht darauf an, dass sich in Folge des in der Haft gestellten und mit Bescheid vom 4. Februar 2022 als offensichtlich unbegr\u00fcndet zur\u00fcckgewiesenen Asylantrags die Grundlage f\u00fcr die Ausreisepflicht \u00e4nderte. Die Sicherungshaft wurde mit dem angefochtenen Beschluss bis zum 8. April 2022 und damit f\u00fcr einen Zeitraum verl\u00e4ngert, der eine Haftdauer von drei Monaten \u00fcbersteigt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Selbst wenn man aber von einer Z\u00e4sur am 18. Januar 2022 ausgehen wollte, war nicht damit zu rechnen, dass die Abschiebung innerhalb der dann bis zum 18. April 2022 dauernden Dreimonatsfrist h\u00e4tte durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Gem\u00e4\u00df dem Haftverl\u00e4ngerungsantrag wurde f\u00fcr den Betroffenen ein Flug am 4. Mai 2022 gebucht, wobei versucht werden sollte, einen fr\u00fcheren Flug zu organisieren, sobald die Passersatzpapiere vorliegen. Bei dieser Sachlage h\u00e4tte das Amtsgericht im Rahmen seiner Ermittlungspflicht gem\u00e4\u00df \u00a7 26 FamFG die genaueren Umst\u00e4nde erfragen m\u00fcssen. Dann h\u00e4tte es erfahren, dass die Beh\u00f6rde zum Zeitpunkt der Planung davon ausging, dass der fr\u00fchestm\u00f6gliche Flug am 4. Mai 2022 stattfinden k\u00f6nne. Das ergibt sich aus der in der Akte befindlichen Stellungnahme der Bundespolizei vom 5. April 2022. Eine fr\u00fchere R\u00fcckf\u00fchrung w\u00e4re nur dann m\u00f6glich gewesen, wenn bei einem fr\u00fcheren Flug nachtr\u00e4glich ein Platz frei geworden w\u00e4re. Hierbei handelt es sich jedoch um einen Umstand, dessen Eintritt allein dem Zufall \u00fcberlassen geblieben w\u00e4re. Darauf kann eine zuverl\u00e4ssige Prognose nicht gest\u00fctzt werden. Das Amtsgericht h\u00e4tte daher nicht darauf abstellen d\u00fcrfen, es seien keine Umst\u00e4nde erkennbar, die einer Durchf\u00fchrung der Abschiebung innerhalb der n\u00e4chsten drei Monate entgegenst\u00fcnden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 81 Abs. 1 Satz 1 und 2, \u00a7 83 Abs. 2 FamFG. Die Festsetzung des Gegenstandswerts folgt aus \u00a7 36 Abs. 2 und 3 GNotKG.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Roloff\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Tolkmitt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Picker<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Holzinger\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Kochend\u00f6rfer\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KORE600112026&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BGH_XIII_ZB_80-22_KORE600112026.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tenor Auf die Rechtsbeschwerde des Betroffenen wird der Beschluss des Landgerichts Ingolstadt &#8211; 2. 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Zivilsenat, Beschluss vom 24.02.2026, XIII ZB 80\/22 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bgh-13-zivilsenat-beschluss-vom-24-02-2026-xiii-zb-80-22\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"zh_CN\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"BGH 13. Zivilsenat, Beschluss vom 24.02.2026, XIII ZB 80\/22\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Tenor Auf die Rechtsbeschwerde des Betroffenen wird der Beschluss des Landgerichts Ingolstadt - 2. Zivilkammer - vom 7. Oktober 2022 aufgehoben. Es wird festgestellt, dass der Beschluss des Amtsgerichts Ingolstadt vom 23. Februar 2022 den Betroffenen in seinen Rechten verletzt hat. Gerichtskosten werden in allen Instanzen nicht erhoben. 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