{"id":563808,"date":"2026-04-15T02:40:41","date_gmt":"2026-04-15T00:40:41","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundesgerichtshof-9-zivilsenat-urteil-2026-02-19-ix-zr-227-22\/"},"modified":"2026-04-15T02:40:41","modified_gmt":"2026-04-15T00:40:41","slug":"bundesgerichtshof-9-zivilsenat-urteil-2026-02-19-ix-zr-227-22","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesgerichtshof-9-zivilsenat-urteil-2026-02-19-ix-zr-227-22\/","title":{"rendered":"Bundesgerichtshof, 9. Zivilsenat, Urteil, 2026-02-19, IX ZR 227\/22"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>\n                  <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">Auf die Revision der Kl\u00e4gerin wird das Urteil des 24.\u00a0Zivilsenats des Oberlandesgerichts D\u00fcsseldorf vom 8.\u00a0November 2022 im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als zum Nachteil der Kl\u00e4gerin entschieden worden ist. Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch \u00fcber die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zur\u00fcckverwiesen.<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">\n                  <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">Von Rechts wegen<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tatbestand<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Beklagte beauftragte die Kl\u00e4gerin, eine Rechtsanwaltsgesellschaft, im September 2015 und im Oktober 2015 mit seiner Vertretung in Rechtsstreitigkeiten gegen\u00fcber der P.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Stiftung und der P.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 GmbH\u00a0&amp; Co.\u00a0KG. In den Mandatsvereinbarungen hei\u00dft es unter anderem, dass die Kl\u00e4gerin f\u00fcr den Beklagten sowohl unterst\u00fctzend bei auftretenden Rechtsfragen als auch im Bereich der Prozessf\u00fchrung t\u00e4tig werde. Als Anlage zur Mandatsvereinbarung vom 29.\u00a0September 2015 trafen die Parteien am 29.\u00a0September 2015 eine Verg\u00fctungsvereinbarung, die<span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\"> <\/span>mit &#8220;Anlage zum Mandatsbrief vom 28.09.2015 i.S. W.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 .\/. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 S.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 und P.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Stiftung V.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0&#8221; \u00fcberschrieben ist. Als Anlage zur Mandatsvereinbarung vom 6.\u00a0Oktober 2015 trafen die Parteien am 6.\u00a0Oktober 2015 eine Verg\u00fctungsvereinbarung, die mit &#8220;Anlage zum Mandatsbrief vom 05.10.2015 i.S. W.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0.\/. P.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 GmbH\u00a0&amp; Co.\u00a0KG&#8221; \u00fcberschrieben ist. <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">Die Verg\u00fctungsvereinbarungen regeln, dass anwaltliche Dienstleistungen nach dem tats\u00e4chlich erbrachten Stundenaufwand zu festgelegten Stundens\u00e4tzen abgerechnet werden.<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>\n                  <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">Die Kl\u00e4gerin vertrat den Beklagten anschlie\u00dfend in mehreren Verfahren, <\/span>namentlich einer Titelgegenklage des Beklagten (Landgericht D\u00fcsseldorf, Az.\u00a03\u00a0O\u00a0155\/15), einer Vollstreckungsabwehrklage des Beklagten gegen die P.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Stiftung (Landgericht D\u00fcsseldorf, Az. 3\u00a0O\u00a0305\/15), im Verfahren auf Durchf\u00fchrung der Zwangsversteigerung seines Wohnhauses (Amtsgericht D\u00fcsseldorf, Az.\u00a0083 K\u00a0015\/15), einer Schadensersatzklage gegen den Beklagten wegen Verletzung seiner Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerpflichten (Landgericht D\u00fcsseldorf, Az. 41\u00a0O\u00a042\/15 und OLG D\u00fcsseldorf, Az. 6\u00a0U\u00a0167\/16), einer Schadensersatzklage des Beklagten gegen die P.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Stiftung (Landgericht D\u00fcsseldorf, Az. 16\u00a0O\u00a0345\/17) und einer Klage der P.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0GmbH\u00a0&amp; Co.\u00a0KG gegen den Beklagten wegen Verletzung einer Garantie auf Zahlung von 2,6\u00a0Millionen Euro (Landgericht D\u00fcsseldorf, Az. 15\u00a0O 380\/17). <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">Die Kl\u00e4gerin stellte dem Beklagten f\u00fcr ihre T\u00e4tigkeiten laufend Rechnungen auf der Grundlage der Verg\u00fctungsvereinbarungen. <\/span>Der Beklagte zahlte an die Kl\u00e4gerin auf 23 gestellte Rechnungen insgesamt 250.910,51\u00a0\u20ac. <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">Die Kl\u00e4gerin macht mit ihrer Klage weitere Verg\u00fctungsanspr\u00fcche in H\u00f6he von <\/span>43.927,85\u00a0<span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">\u20ac nebst Zinsen f\u00fcr T\u00e4tigkeiten aus der Zeit vom 14.\u00a0Dezember 2017 bis zum 12.\u00a0Februar 2019 geltend, die sie unter Anwendung der Verg\u00fctungsvereinbarungen berechnet hat.<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>\n                  <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">Der Beklagte meint, er schulde nur eine Verg\u00fctung in H\u00f6he der gesetzlichen Geb\u00fchren. Es fehle an einer wirksamen Verg\u00fctungsvereinbarung, jedenfalls deckten die Verg\u00fctungsvereinbarungen nicht k\u00fcnftige Prozessverfahren ab. Er nimmt die Kl\u00e4gerin daher widerklagend auf Erstattung gezahlter Anwaltshonorare in H\u00f6he von insgesamt <\/span>196.477,64\u00a0<span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">\u20ac nebst Zinsen in Anspruch.<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>\n                  <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">Das Landgericht hat Klage und Widerklage abgewiesen. Auf die Berufungen der Kl\u00e4gerin hat das Berufungsgericht den Beklagten &#8211;\u00a0unter Zur\u00fcckweisung der weitergehenden Berufung der Kl\u00e4gerin\u00a0&#8211; zur Zahlung von hilfsweise auf die gesetzliche Verg\u00fctung gest\u00fctzten Honorars in H\u00f6he von restlichen <\/span>34.487,15\u00a0<span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">\u20ac nebst Zinsen verurteilt und auf die Berufung des Beklagten der Widerklage bis auf einen Teil der Zinsforderung stattgegeben. Mit ihrer vom Senat zugelassenen Revision verfolgt die Kl\u00e4gerin ihre zweitinstanzlichen Antr\u00e4ge zu Klage und Widerklage weiter, soweit diesen nicht entsprochen worden ist.<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Revision hat Erfolg. Sie f\u00fchrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils, soweit darin zum Nachteil der Kl\u00e4gerin erkannt worden ist, und zur Zur\u00fcckverweisung der Sache an das Berufungsgericht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">I.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Berufungsgericht hat zur Begr\u00fcndung seiner Entscheidung, die in BeckRS 2022, 55693 ver\u00f6ffentlicht ist, im Wesentlichen ausgef\u00fchrt, die Kl\u00e4gerin k\u00f6nne von dem Beklagten nicht die Begleichung des prim\u00e4r begehrten Zeithonorars, sondern blo\u00df des hilfsweise geltend gemachten gesetzlich geschuldeten Honorars verlangen. In der Verg\u00fctungsvereinbarung m\u00fcsse eindeutig festgelegt werden, f\u00fcr welche T\u00e4tigkeiten der Auftraggeber eine h\u00f6here als die gesetzliche Verg\u00fctung zahlen solle. Im Streitfall sei die Verg\u00fctungsvereinbarung vom 29.\u00a0September 2015 in Bezug auf den Mandatsumfang insgesamt unbestimmt und erstrecke sich insbesondere nicht auf zuk\u00fcnftige Mandate. Wenn die Kl\u00e4gerin h\u00e4tte sicherstellen wollen, dass (zumindest) das bereits avisierte Verfahren gegen die P.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Stiftung erfasst sein solle, h\u00e4tte sie zwecks Spezifizierung diesen Anlass in geeigneter Weise in der Vereinbarung umrei\u00dfen m\u00fcssen. Die Verg\u00fctungsvereinbarung erstrecke sich nicht automatisch auf die sp\u00e4teren Verfahren vor dem LG D\u00fcsseldorf mit den Aktenzeichen 15\u00a0O\u00a0380\/17 und 16\u00a0O\u00a0345\/17. Wegen \u00a7\u00a03a Abs.\u00a01 Satz\u00a01 RVG m\u00fcsse bestimmt angegeben werden, welche Gegenst\u00e4nde von der Verg\u00fctungsvereinbarung erfasst werden sollen. Das betreffende Bestimmtheitserfordernis m\u00fcsse dann zwangsl\u00e4ufig durch der Textform gen\u00fcgende Angaben gewahrt werden. Soweit Angaben zur Auftragserteilung zugleich (mittelbare) Bedeutung f\u00fcr die Festlegung des von der Verg\u00fctungsvereinbarung erfassten Mandatsgegenstands h\u00e4tten, m\u00fcssten sie demnach (ausnahmsweise) in Textform erfolgen. Die vorstehenden \u00dcberlegungen g\u00e4lten sinngem\u00e4\u00df f\u00fcr die weitere Mandats- und Verg\u00fctungsvereinbarung vom 6.\u00a0Oktober 2015 (W.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0.\/. P.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 GmbH\u00a0&amp; Co.\u00a0KG). Das von dem Beklagten an die Kl\u00e4gerin noch zu entrichtende gesetzliche Anwaltshonorar betrage 34.487,15\u00a0\u20ac. Auszugehen sei von einem gesetzlichen Honoraranspruch in H\u00f6he von insgesamt 88.920,02\u00a0\u20ac. Dieser sei in H\u00f6he von 54.432,87\u00a0\u20ac durch eine von der Beklagten zumindest konkludent erkl\u00e4rte Aufrechnung mit einem Anspruch auf R\u00fcckgew\u00e4hr geleisteter Honorarzahlungen in H\u00f6he von 250.910,51\u00a0\u20ac erloschen. Da die Kl\u00e4gerin erstmals mit Schriftsatz vom 18.\u00a0August 2022 hilfsweise ein gesetzliches Anwaltshonorar beansprucht habe, k\u00f6nne sie erst ab dem auf den Zugang dieses Schriftsatzes folgenden Tag Verzugs- beziehungsweise Rechtsh\u00e4ngigkeitszinsen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0286 Abs.\u00a01, \u00a7\u00a0288 Abs.\u00a01 BGB mit Erfolg verlangen. Im Umfang der Widerklage seien die Zahlungen des Beklagten in H\u00f6he von 196.477,64\u00a0\u20ac gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0812 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Fall\u00a01 BGB zur\u00fcckzugew\u00e4hren. An einem rechtlichen Grund im Sinne dieser Vorschrift fehle es schon deshalb, weil es den Verg\u00fctungsvereinbarungen insgesamt an der infolge von \u00a7\u00a03a Abs.\u00a01 Satz\u00a01 RVG erforderlichen Bestimmtheit fehle. Die Einrede der Verj\u00e4hrung sowie der Verwirkungseinwand blieben ohne Erfolg, weil die insoweit darlegungsbelastete Kl\u00e4gerin hierzu nichts vorgetragen habe.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">II.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das h\u00e4lt rechtlicher Pr\u00fcfung nicht stand. Das Berufungsgericht hat der Kl\u00e4gerin mit rechtsfehlerhafter Begr\u00fcndung einen Anspruch auf Zahlung des vereinbarten Zeithonorars aberkannt. Von seinem Standpunkt aus folgerichtig hat es ebenso rechtsfehlerhaft einen Rechtsgrund im Sinne des \u00a7\u00a0812 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Fall\u00a01 BGB f\u00fcr Zahlungen verneint, welche der Beklagte auf Zeithonorarabrechnungen der Kl\u00e4gerin geleistet hat.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Wie der Senat im Parallelverfahren mit Urteil vom 19.\u00a0Februar 2026 (IX\u00a0ZR 226\/22, zVb Rn. 8 ff) entschieden und n\u00e4her begr\u00fcndet hat, ist die Inhaltsermittlung der formbed\u00fcrftigen Verg\u00fctungsvereinbarung eines Rechtsanwalts (\u00a7\u00a03a Abs.\u00a01 Satz\u00a01, \u00a7\u00a04b RVG) vom Formzwang zu unterscheiden. Zun\u00e4chst ist der Inhalt des Vertrags auszulegen. In einem zweiten Schritt ist zu pr\u00fcfen, ob der so festgestellte Inhalt der Verg\u00fctungsvereinbarung dem Textformerfordernis entspricht. Der Anwendungsbereich der Honorarabrede muss hinreichend bestimmt geregelt sein. Das f\u00fcr die Verg\u00fctungsvereinbarung geltende Textformerfordernis umfasst auch den Anwendungsbereich der Honorarabrede. Das f\u00fcr die Verg\u00fctungsvereinbarung geltende Textformerfordernis umfasst nicht Gegenstand und Umfang des dem Rechtsanwalt erteilten Auftrags.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Nach diesen Ma\u00dfst\u00e4ben gen\u00fcgt die Regelung des Anwendungsbereichs der Verg\u00fctungsvereinbarungen <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">auf der Grundlage des revisionsrechtlich zu unterstellenden Vorbringens der Kl\u00e4gerin<\/span> dem Bestimmtheitserfordernis und dem Textformerfordernis nach \u00a7\u00a03a Abs.\u00a01 Satz\u00a01 RVG. Die Kl\u00e4gerin macht geltend, die Verg\u00fctungsvereinbarung habe den gesamten <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">anlassbezogenen Wirkungskreis des Rechtsanwalts<\/span>, also s\u00e4mtliche Angelegenheiten umfassen sollen, die aus dem zugrundeliegenden Lebenssachverhalt herr\u00fchrten, n\u00e4mlich dem Ausscheiden des Beklagten aus der P.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Stiftung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Dieser Anwendungsbereich der Verg\u00fctungsvereinbarungen kommt in der Textform hinreichend zum Ausdruck. Denn die jeweilige Verg\u00fctungsvereinbarung nimmt ausdr\u00fccklich auf den &#8211;\u00a0ebenfalls die Textform wahrenden\u00a0&#8211; Mandatsbrief Bezug, benennt dabei namentlich die Parteien der Rechtsangelegenheit und f\u00fchrt aus, dass die Verg\u00fctungsvereinbarung Regelungen f\u00fcr die Verg\u00fctung des erteilten Mandats enthalte. Mit dieser Inbezugnahme besteht auch bei Verwendung des Begriffs des erteilten Mandats ein hinreichender Anhaltspunkt daf\u00fcr, <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">den Lebenssachverhalt zu meinen, der Anlass der Anwaltsbefassung ist, sowie s\u00e4mtliche daraus m\u00f6glicherweise herr\u00fchrenden Angelegenheiten. Bei der Verwendung in einer Verg\u00fctungsvereinbarung ist der Begriff des erteilten Mandats mehrdeutig und ist nicht zwingend auf den zun\u00e4chst erteilten Anwaltsauftrag beschr\u00e4nkt. <\/span>Denn wird die Verg\u00fctungsvereinbarung &#8211;\u00a0wie im Streitfall\u00a0&#8211; zu Beginn einer Rechtsangelegenheit abgeschlossen, sind h\u00e4ufig Gegenstand und Umfang des dem Rechtsanwalt erteilten Auftrags noch nicht festgelegt. Die abschlie\u00dfende Festlegung wird nicht selten erst nach einem Wechselspiel von Aufkl\u00e4rung und Ordnung des Sachverhalts durch den Rechtsanwalt und Informationserteilung durch den Mandanten gelingen (vgl. Weinland in Henssler\/Gehrlein\/Holzinger, Handbuch der Beraterhaftung, 2.\u00a0Aufl., Kap.\u00a03 Rn.\u00a0105; Staudinger\/Martinek\/Omlor, BGB, 2017, \u00a7\u00a0675 Rn.\u00a0B\u00a0169a).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">III.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Entscheidung des Berufungsgerichts stellt sich nicht aus anderen Gr\u00fcnden als richtig dar (\u00a7\u00a0561\u00a0ZPO).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Die Verg\u00fctungsvereinbarungen halten der Inhaltskontrolle nach \u00a7\u00a0307 Abs. 1 BGB stand. Wie der Senat im Parallelverfahren mit Urteil vom 19.\u00a0Februar 2026 (IX\u00a0ZR 226\/22, zVb Rn. 24 ff) zu einer inhaltsgleichen Vereinbarung entschieden und n\u00e4her begr\u00fcndet hat, \u00e4ndert daran die Erteilung eines \u00a7\u00a03a Abs.\u00a01 Satz\u00a03 RVG nicht gen\u00fcgenden Hinweises nichts. <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">Revisionsrechtlich ist im Streitfall &#8211;\u00a0nachdem das Berufungsgericht hierzu nichts Abweichendes festgestellt hat\u00a0&#8211; zu unterstellen, dass der Beklagte als Unternehmer (\u00a7\u00a014 BGB) gehandelt hat.<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">Die in den Verg\u00fctungsvereinbarungen enthaltenen Anerkenntnisklauseln f\u00fchren nicht zur Unwirksamkeit der Verg\u00fctungsvereinbarungen. <\/span>Wie der Senat im Parallelverfahren mit Urteil vom 19.\u00a0Februar 2026 (IX\u00a0ZR 226\/22, zVb Rn.\u00a031) zu einer inhaltsgleichen Verg\u00fctungsvereinbarung weiter entschieden hat,<span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\"> <\/span>sind die in den Verg\u00fctungsvereinbarungen enthaltenen Anerkenntnisklauseln im Rechtsverkehr mit Verbrauchern (vgl. BGH, Urteil vom 12.\u00a0September 2024 &#8211;\u00a0IX\u00a0ZR 65\/23, BGHZ 241, 174 Rn.\u00a01, 37, 51) und im Rechtsverkehr mit Unternehmern nach \u00a7\u00a0307 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 BGB unwirksam. <span style=\"color: rgb(0, 0, 0)\">Die Verg\u00fctungsvereinbarungen bleiben &#8211;\u00a0erst recht im unternehmerischen Verkehr\u00a0&#8211; im \u00dcbrigen gleichwohl wirksam (\u00a7\u00a0306 Abs.\u00a01 BGB).<\/span>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align: center\">IV.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das angefochtene Urteil ist daher im tenorierten Umfang aufzuheben (\u00a7\u00a0562 Abs. 1 ZPO). Da die Sache nicht zur Endentscheidung reif (\u00a7\u00a0563 Abs.\u00a03 ZPO) ist, ist sie zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zur\u00fcckzuverweisen (\u00a7\u00a0563 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 ZPO).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Schoppmeyer\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0R\u00f6hl\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Schultz<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Weinland\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Kunnes<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KORE703972026&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BGH_IX_ZR_227-22_KORE703972026.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tenor Auf die Revision der Kl\u00e4gerin wird das Urteil des 24. 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