{"id":563833,"date":"2026-04-15T02:42:24","date_gmt":"2026-04-15T00:42:24","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24\/"},"modified":"2026-04-15T03:59:40","modified_gmt":"2026-04-15T01:59:40","slug":"bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24\/","title":{"rendered":"BFH 6. Senat, Urteil vom 19.02.2026, VI R 17\/24"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Leitsatz<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>NV: Die nach \u00a7 47 Abs. 2 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) er\u00f6ffnete M\u00f6glichkeit, die Klage fristwahrend bei der Finanzbeh\u00f6rde anzubringen, befreit sogenannte professionelle Einreicher (wie zum Beispiel Rechtsanw\u00e4lte und Steuerberater) nicht von der Pflicht, die in \u00a7 52d i.V.m. \u00a7 52a FGO geregelten Formvorgaben zu wahren.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Revision des Kl\u00e4gers gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 20.03.2024 &#8211; 9 K 9108\/23 wird als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl\u00e4ger zu tragen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tatbestand<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align:center\">I. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger und Revisionskl\u00e4ger (Kl\u00e4ger) unterhielt in den Streitjahren (2017 bis 2020) einzelunternehmerisch einen Betrieb mit circa 40\u00a0Arbeitnehmern.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Im Jahr 2021 f\u00fchrte das Finanzamt &#8211;FA&#8211; B bei ihm eine Lohnsteuer-Au\u00dfenpr\u00fcfung durch. Aufgrund der Ergebnisse der Au\u00dfenpr\u00fcfung erlie\u00df das zu dieser Zeit \u00f6rtlich zust\u00e4ndige FA\u00a0A gegen\u00fcber dem Kl\u00e4ger einen Lohnsteuerhaftungsbescheid.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit der postalisch an den Prozessbevollm\u00e4chtigten des Kl\u00e4gers, Steuerberater S, adressierten und diesem am 13.06.2023 zugestellten Einspruchsentscheidung erh\u00f6hte das FA\u00a0A die Haftungssumme.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Hiergegen erhob der Kl\u00e4ger, vertreten durch S, Klage, die S am 11.07.2023 in den Hausbriefkasten des FA\u00a0A einwarf. Dieses leitete das Schreiben per Kurier weiter an das Finanzgericht (FG).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit Schreiben vom 02.08.2023 forderte der Berichterstatter den Prozessbevollm\u00e4chtigten auf, darzulegen und nachzuweisen, dass dieser sich rechtzeitig um die Einrichtung des besonderen elektronischen Steuerberaterpostfachs (beSt) bem\u00fcht habe. Sollte ihm dieser Nachweis nicht gelingen, k\u00f6nne dies zur Behandlung der Klage als unzul\u00e4ssig f\u00fchren. Dem Einwurf der Klage als einfacher Brief in den Hausbriefkasten des FA\u00a0A stehe die f\u00fcr Steuerberater seit dem 01.01.2023 geltende Bestimmung in \u00a7\u00a052d Satz\u00a02 der Finanzgerichtsordnung (FGO) entgegen. Der Einwurf der Klageschrift beim FA\u00a0A entspreche zwar hinsichtlich der Fristwahrung den Vorschriften der Finanzgerichtsordnung (vgl. \u00a7\u00a047 Abs.\u00a02 FGO). Der Prozessbevollm\u00e4chtigte h\u00e4tte die Klageschrift dem FA\u00a0A nach \u00a7\u00a052d FGO aber auf elektronischem Weg zuleiten m\u00fcssen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Daraufhin beantragte S mit Schreiben vom 31.08.2023 Fristverl\u00e4ngerung f\u00fcr seine Gegen\u00e4u\u00dferung bis Ende September 2023. Am 02.10.2023 \u00fcbermittelte er diese zusammen mit einer Kopie der Klageschrift vom 10.07.2023 per beSt an das FG und teilte mit, er habe die Klage in der nach \u00a7\u00a047 Abs.\u00a02 FGO zul\u00e4ssigen Form beim FA\u00a0A eingereicht. Eine Verpflichtung zur Einreichung einer Klage beim Finanzamt in elektronischer Form bestehe nicht. Au\u00dferdem habe er sein beSt erst Ende September\/Anfang Oktober einrichten k\u00f6nnen. Bei Klageerhebung habe er noch nicht \u00fcber die erforderlichen Zugangsdaten f\u00fcr die Freischaltung des beSt verf\u00fcgt und diese erst bei der Steuerberaterkammer anfordern m\u00fcssen. Aufgrund von langfristigen Erkrankungen seiner beiden Mitarbeiterinnen ab dem 23.12.2022 und 06.04.2023 sowie dem Tod seiner Mutter Ende M\u00e4rz 2023 habe er sich erst jetzt darum k\u00fcmmern k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das FG wies die Klage als unzul\u00e4ssig ab, da der Kl\u00e4ger innerhalb der Klagefrist keine Klage in der gesetzlich vorgeschriebenen Form nach \u00a7\u00a052d i.V.m. \u00a7\u00a052a FGO erhoben habe und Wiedereinsetzungsgr\u00fcnde nicht best\u00fcnden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit der Revision r\u00fcgt der Kl\u00e4ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Er beantragt,<br \/>das FG-Urteil sowie den Haftungsbescheid vom 18.02.2022 f\u00fcr Lohnsteuer und sonstige Lohnsteuerabzugsbetr\u00e4ge f\u00fcr die Zeit von Januar 2017 bis Dezember 2020 sowie die Einspruchsentscheidung vom 09.06.2023 aufzuheben,<br \/>hilfsweise das FG-Urteil aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur\u00fcckzuverweisen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das FA\u00a0A beantragt,<br \/>die Revision als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align:center\">II. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Revision des Kl\u00e4gers ist unbegr\u00fcndet und zur\u00fcckzuweisen (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a02 FGO). Das FG ist zutreffend davon ausgegangen, dass die Klage den &#8211;von Amts wegen zu ber\u00fccksichtigenden&#8211; Anforderungen des \u00a7\u00a052d Satz\u00a01 i.V.m. \u00a7\u00a052a FGO nicht entspricht und insoweit auch keine wirksame Ersatzeinreichung nach \u00a7\u00a052d Satz\u00a03 FGO vorliegt (unter 1.). Wiedereinsetzung in die vers\u00e4umte Klagefrist gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a056 FGO ist &#8211;wie das FG ebenfalls zu Recht entschieden hat&#8211; nicht zu gew\u00e4hren (unter 2.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Der Kl\u00e4ger hat innerhalb der einmonatigen Klagefrist des \u00a7\u00a047 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 FGO nicht wirksam Klage erhoben. Die am 11.07.2023 in den Hausbriefkasten des FA\u00a0A eingeworfene Klage ist nicht in der gebotenen Form eingereicht worden. Die per beSt am 02.10.2023 wiederholte Klage erfolgte au\u00dferhalb der Frist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a064 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 FGO ist die Klage beim Gericht schriftlich oder zu Protokoll des Urkundsbeamten der Gesch\u00e4ftsstelle zu erheben. Davon abweichend sind vorbereitende Schrifts\u00e4tze und deren Anlagen sowie schriftlich einzureichende Antr\u00e4ge und Erkl\u00e4rungen, die durch einen Rechtsanwalt, durch eine Beh\u00f6rde oder durch eine juristische Person des \u00f6ffentlichen Rechts einschlie\u00dflich der von ihr zur Erf\u00fcllung ihrer \u00f6ffentlichen Aufgaben gebildeten Zusammenschl\u00fcsse eingereicht werden, nach \u00a7\u00a052d Satz\u00a01 FGO als elektronisches Dokument zu \u00fcbermitteln. Gleiches gilt nach \u00a7\u00a052d Satz\u00a02 FGO f\u00fcr die nach der Finanzgerichtsordnung vertretungsberechtigten Personen, f\u00fcr die ein sicherer \u00dcbermittlungsweg nach \u00a7\u00a052a Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 FGO zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0155 Satz\u00a01 FGO i.V.m. \u00a7\u00a0253 Abs.\u00a04 der Zivilprozessordnung (ZPO) sind die allgemeinen Vorschriften \u00fcber die vorbereitenden Schrifts\u00e4tze auch auf sogenannte bestimmende Schrifts\u00e4tze &#8211;wie vorliegend die Klageschrift&#8211; anzuwenden (Beschl\u00fcsse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 27.04.2022\u00a0&#8211; XI\u00a0B\u00a08\/22, Rz\u00a08, sowie vom 15.05.2024\u00a0&#8211; VII\u00a0R\u00a026\/22, Rz\u00a016).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) F\u00fcr die in \u00a7\u00a062 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 FGO genannten Steuerberater steht seit dem 01.01.2023 mit dem beSt ein sicherer \u00dcbermittlungsweg im Sinne des \u00a7\u00a052a Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 FGO zur Verf\u00fcgung (ebenso BFH-Beschluss vom 08.05.2024\u00a0&#8211; II\u00a0R\u00a03\/23, Rz\u00a016; ausf\u00fchrlich Senatsbeschluss vom 11.08.2023\u00a0&#8211; VI\u00a0B\u00a074\/22, Rz\u00a06\u00a0ff.). Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus den Beschl\u00fcssen des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 20.08.2024\u00a0&#8211; 1\u00a0BvR\u00a01409\/24 und vom 23.06.2025\u00a0&#8211; 1\u00a0BvR\u00a01718\/24.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Senat teilt zudem nicht die im Beschluss des X.\u00a0Senats des BFH vom 17.04.2024\u00a0&#8211; X\u00a0B\u00a068,\u00a069\/23 (BFHE 284, 237, BStBl II 2025, 932, Rz\u00a017\u00a0ff.) &#8211;in einem nicht tragenden Teil der Entscheidung&#8211; ge\u00e4u\u00dferten Zweifel zu der Frage, ob zum 01.01.2023 ein auf gesetzlicher Grundlage wirksam errichteter sicherer \u00dcbermittlungsweg im Sinne des \u00a7\u00a052d Satz\u00a02 i.V.m. \u00a7\u00a052a Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 FGO bestand und schlie\u00dft sich insoweit den Ausf\u00fchrungen des VIII.\u00a0Senats des BFH an (hierzu ausf\u00fchrlich BFH-Urteil vom 22.10.2024\u00a0&#8211; VIII\u00a0R\u00a019\/22, Rz\u00a024\u00a0ff.). An den ge\u00e4u\u00dferten Zweifeln h\u00e4lt der X.\u00a0Senat des BFH im \u00dcbrigen nicht mehr fest (s. Urteil vom 06.08.2025\u00a0&#8211; X\u00a0R\u00a013\/23, BStBl II 2025, 942).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Die Nutzungspflicht ab dem 01.01.2023 wird auch nicht davon ber\u00fchrt, ob das beSt zu diesem Datum tats\u00e4chlich freigeschaltet ist, ob dem Inhaber des beSt die f\u00fcr dessen Nutzung vorzuhaltenden erforderlichen technischen Einrichtungen zur Verf\u00fcgung stehen oder ob er das beSt in die Kanzleisoftware implementiert hat (BFH-Urteil vom 22.10.2024\u00a0&#8211; VIII\u00a0R\u00a019\/22, Rz\u00a023; BFH-Beschl\u00fcsse vom 23.01.2024\u00a0&#8211; IV\u00a0B\u00a046\/23, Rz\u00a05, und vom 11.04.2024\u00a0&#8211; XI\u00a0B\u00a059\/23, Rz\u00a08\u00a0ff.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>d) Nach Ma\u00dfgabe dieser Grunds\u00e4tze war der Prozessbevollm\u00e4chtigte des Kl\u00e4gers, Steuerberater S, im Zeitpunkt der Klageerhebung am 11.07.2023 zur \u00dcbermittlung der Klage gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a052d Satz\u00a01 FGO als elektronisches Dokument verpflichtet. Er unterlag dem pers\u00f6nlichen Anwendungsbereich des \u00a7\u00a052d Satz\u00a02 FGO. Der Umstand, dass S die Klage nach \u00a7\u00a047 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 FGO beim FA\u00a0A angebracht hat, entpflichtete ihn nicht, hierf\u00fcr das beSt zu nutzen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a047 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 FGO gilt die Frist f\u00fcr die Erhebung der Klage als gewahrt, wenn die Klage bei der Beh\u00f6rde, die den angefochtenen Verwaltungsakt oder die angefochtene Entscheidung erlassen oder den Beteiligten bekannt gegeben hat oder die nachtr\u00e4glich f\u00fcr den Steuerfall zust\u00e4ndig geworden ist, innerhalb der Frist angebracht oder zu Protokoll gegeben wird.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_20\">20<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Anbringung einer Klage bei der Beh\u00f6rde gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a047 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 FGO entbindet aber nicht von den formalen Anforderungen nach \u00a7\u00a052d Satz\u00a02 i.V.m. \u00a7\u00a052a Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 FGO f\u00fcr die elektronische \u00dcbermittlung schriftlich einzureichender Dokumente (ebenso Brandis in Tipke\/Kruse, \u00a7\u00a047 FGO Rz\u00a08, \u00a7\u00a052a FGO Rz\u00a03; Steinhauff in H\u00fcbschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, \u00a7\u00a047 FGO Rz\u00a0159; von\u00a0Beckerath in Gosch, FGO \u00a7\u00a047 Rz\u00a0164; M.\u00a0Steinhauff, AO-Steuerberater 2024, 53; Breckwoldt, Entscheidungen der Finanzgerichte 2024, 1422). Zur Begr\u00fcndung verweist der erkennende Senat auf die Ausf\u00fchrungen des IX.\u00a0Senats des BFH in Rz\u00a017 bis 25 im Urteil vom 07.10.2025\u00a0&#8211; IX\u00a0R\u00a07\/24 (zur amtlichen Ver\u00f6ffentlichung bestimmt), denen er sich anschlie\u00dft.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_21\">21<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Erg\u00e4nzend merkt er an, dass die in \u00a7\u00a047 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 Alternative\u00a02 FGO vorgesehene M\u00f6glichkeit, die Klage (auch) bei der Beh\u00f6rde zu Protokoll zu geben &#8211;entgegen der Auffassung des Kl\u00e4gers&#8211; nichts an diesem Ergebnis \u00e4ndert. Ebenso wie die Anbringung der Klage bei der Beh\u00f6rde gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a047 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 Alternative\u00a01 FGO dient auch diese M\u00f6glichkeit ersichtlich allein der Fristwahrung ohne Statuierung eigener Formvorgaben. So ist die M\u00f6glichkeit, die Klage formal nicht nur schriftlich bei Gericht, sondern auch zu Protokoll des Urkundsbeamten der Gesch\u00e4ftsstelle zu erheben, bereits in \u00a7\u00a064 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 FGO geregelt. Die Protokollierungsm\u00f6glichkeit (auch) bei der Beh\u00f6rde vermag daher ebenfalls nicht von den an anderer Stelle im Gesetz geregelten Formal- und \u00dcbermittlungsanforderungen (\u00a7\u00a064 Abs.\u00a01 FGO, \u00a7\u00a052d FGO) zu entbinden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_22\">22<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Nach diesen Grunds\u00e4tzen verstie\u00df die Anbringung der Klage durch Einwurf in den Hausbriefkasten des FA\u00a0A gegen die Formvorgaben des \u00a7\u00a052d Satz\u00a01 und\u00a02 FGO. Der Formversto\u00df f\u00fchrt zur Unwirksamkeit und schlie\u00dft damit insbesondere eine Fristwahrung aus (z.B. Senatsbeschluss vom 02.02.2024\u00a0&#8211; VI\u00a0S\u00a023\/23, Rz\u00a010, und BFH-Beschluss vom 08.05.2024\u00a0&#8211; II\u00a0R\u00a03\/23, Rz\u00a014).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_23\">23<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Unerheblich ist insoweit &#8211;sofern keine Ersatzeinreichung nach \u00a7\u00a052d Satz\u00a03 FGO in Rede steht&#8211;, warum der zur Nutzung des beSt Verpflichtete den formbed\u00fcrftigen Schriftsatz\/Antrag formwidrig \u00fcbermittelt hat. Die dahingehenden Gr\u00fcnde, insbesondere die zum Jahreswechsel 2022\/2023 vom BVerfG festgestellte komplexe \u00dcbergangssituation betreffend die Nutzung des beSt (BVerfG-Beschluss vom 23.06.2025\u00a0&#8211; 1\u00a0BvR\u00a01718\/24) oder zum Beispiel im Einzelfall fehlerhaft erteilte Ausk\u00fcnfte von Mitarbeitern der Bundessteuerberaterkammer, Irrt\u00fcmer betreffend den zeitlichen, sachlichen und personellen Anwendungsbereich von \u00a7\u00a052d FGO, mangels Hinweis auf \u00a7\u00a052d FGO vermeintlich rechtsfehlerhafte Rechtsbehelfsbelehrungen sowie technische und organisatorische Schwierigkeiten bei der Einrichtung des beSt, ber\u00fchren die Unwirksamkeit der Rechtshandlung nicht. Sie sind allein im Rahmen der Wiedereinsetzung nach \u00a7\u00a056 FGO zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_24\">24<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>cc) Hierin liegt &#8211;entgegen der Ansicht des Kl\u00e4gers&#8211; auch keine Beeintr\u00e4chtigung seines Rechts auf effektiven Rechtsschutz nach Art.\u00a019 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 des Grundgesetzes (GG). Denn Sinn und Zweck des \u00a7\u00a052d FGO ist gerade kein &#8220;Abschrecken&#8221; von der Klage- oder Rechtsmitteleinlegung. Die Vorschrift will vielmehr eine effektivere und schnellere Bearbeitung von Klage- oder Rechtsmitteleing\u00e4ngen sicherstellen und dient damit gerade der Rechtsschutzgarantie des Art.\u00a019 Abs.\u00a04 GG (Trossen, Deutsches Steuerrecht 2025, 2739). Sie ist daher auch im Rahmen des \u00a7\u00a047 Abs.\u00a02 FGO zu beachten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_25\">25<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>e) Die \u00dcbermittlung der Klage in Papierform war vorliegend auch nicht ausnahmsweise als Ersatzeinreichung nach \u00a7\u00a052d Satz\u00a03 FGO zul\u00e4ssig.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_26\">26<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Nach \u00a7\u00a052d Satz\u00a03 FGO bleibt die \u00dcbermittlung nach den allgemeinen Vorschriften (zum Beispiel durch Telefax) zul\u00e4ssig, wenn dem nutzungsverpflichteten Einreicher eine \u00dcbermittlung aus technischen Gr\u00fcnden vor\u00fcbergehend nicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_27\">27<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Ersatzeinreichungsm\u00f6glichkeit ist dem Wortlaut der Vorschrift nach auf F\u00e4lle der vor\u00fcbergehenden technischen Unm\u00f6glichkeit beschr\u00e4nkt. Eine solche ist jedoch nicht gegeben, wenn ein zugelassener elektronischer \u00dcbermittlungsweg noch nicht eingerichtet wurde. Es handelt sich hierbei vielmehr um einen strukturellen Mangel, der den R\u00fcckgriff auf die Papierform nicht rechtfertigen kann. \u00a7\u00a052d Satz\u00a03 FGO ist nur bei (vor\u00fcbergehenden) technischen Problemen bei Verwendung des vollst\u00e4ndig eingerichteten beSt, nicht hingegen bei Verz\u00f6gerungen bei dessen Einrichtung anwendbar (Senatsbeschluss vom 11.08.2023\u00a0&#8211; VI\u00a0B\u00a074\/22, Rz\u00a024, m.w.N.; BFH-Beschluss vom 16.01.2024\u00a0&#8211; VIII\u00a0B\u00a0141\/22, Rz\u00a012).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_28\">28<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Vorliegend hatte der Prozessbevollm\u00e4chtigte des Kl\u00e4gers den ihm als Steuerberater seit dem 01.01.2023 zur Verf\u00fcgung stehenden sicheren \u00dcbermittlungsweg im Juli 2023 immer noch nicht, sondern erst Ende September\/Anfang Oktober eingerichtet, da er zuvor keine Zeit gehabt habe, sich bei der Steuerberaterkammer um die Zugangsdaten f\u00fcr die Freischaltung zu bem\u00fchen. Eine vor\u00fcbergehende technische St\u00f6rung nach \u00a7\u00a052d Satz\u00a03 FGO liegt insoweit ersichtlich nicht vor.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_29\">29<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Dem Kl\u00e4ger ist im Hinblick darauf, dass er die Klage erstmals wirksam am 02.10.2023 und damit au\u00dferhalb der Klagefrist erhoben hat, keine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach \u00a7\u00a056 Abs.\u00a01 FGO zu gew\u00e4hren.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_30\">30<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Wiedereinsetzung ist zu gew\u00e4hren, wenn jemand ohne Verschulden verhindert war, eine gesetzliche Frist einzuhalten (\u00a7\u00a056 Abs.\u00a01 FGO). Dies setzt in formeller Hinsicht voraus, dass innerhalb einer Frist von zwei Wochen (\u00a7\u00a056 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 Halbsatz\u00a01 FGO) nach Wegfall des Hindernisses die vers\u00e4umte Rechtshandlung nachgeholt und diejenigen Tatsachen vorgetragen und im Verfahren \u00fcber den Antrag glaubhaft gemacht werden, aus denen sich die schuldlose Verhinderung ergeben soll. Die Tatsachen, die eine Wiedereinsetzung rechtfertigen k\u00f6nnen, sind innerhalb dieser Frist vollst\u00e4ndig, substantiiert und in sich schl\u00fcssig darzulegen (st\u00e4ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschluss vom 22.01.2025\u00a0&#8211; IX\u00a0B\u00a071\/24, Rz\u00a015, m.w.N.). Hiernach schlie\u00dft jedes Verschulden &#8211;also auch einfache Fahrl\u00e4ssigkeit&#8211; die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand aus. Der Beteiligte muss sich ein Verschulden seines Prozessbevollm\u00e4chtigten zurechnen lassen (\u00a7\u00a0155 Satz\u00a01 FGO i.V.m. \u00a7\u00a085 Abs.\u00a02 ZPO).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_31\">31<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Die Wiedereinsetzungsfrist beginnt nach \u00a7\u00a056 Abs.\u00a02 FGO an dem Tage, an dem das Hindernis behoben ist. Das ist nicht erst dann der Fall, wenn das Hindernis nicht mehr weiterbesteht. Die Frist beginnt vielmehr schon dann, wenn das Weiterbestehen des Hindernisses nicht mehr als unverschuldet angesehen werden kann; also nicht erst mit dem (sp\u00e4teren) Wegfall des Hindernisses, sondern bereits mit dem (fr\u00fcheren) Zeitpunkt, zu dem die Verhinderung im Sinne des \u00a7\u00a056 Abs.\u00a01 FGO als verschuldet anzusehen ist (BFH-Urteil vom 06.08.2025\u00a0&#8211; X\u00a0R\u00a013\/23, BStBl II 2025, 942, Rz\u00a020, m.w.N.; Brandis in Tipke\/Kruse, \u00a7\u00a056 FGO Rz\u00a017; S\u00f6hn in HHSp, \u00a7\u00a056 FGO Rz\u00a0464). Ma\u00dfgebend f\u00fcr den Fristbeginn ist damit der Zeitpunkt, in dem der Verantwortliche bei Anwendung der unter den gegebenen Umst\u00e4nden von ihm zu erwartenden Sorgfalt die eingetretene S\u00e4umnis h\u00e4tte erkennen m\u00fcssen, also der Irrtum dar\u00fcber nicht mehr unverschuldet ist, beziehungsweise er das Hindernis h\u00e4tte beheben k\u00f6nnen und m\u00fcssen (vgl. z.B. Beschl\u00fcsse des Bundesgerichtshofs vom 05.04.2011\u00a0&#8211; VIII\u00a0ZB\u00a081\/10, Rz\u00a09, und vom 19.06.2008\u00a0&#8211; V\u00a0ZB\u00a029\/08, Rz\u00a05, jeweils zu \u00a7\u00a0234 Abs.\u00a02 ZPO; BVerfG-Beschluss vom 02.06.1992\u00a0&#8211; 2\u00a0BvR\u00a01401\/91, 2\u00a0BvR\u00a0254\/92, BVerfGE 86, 280, unter B.2.a). Der Umstand, dass der Betroffene die vers\u00e4umte Rechtshandlung nicht nachholen kann, solange das Hindernis fortbesteht, \u00e4ndert daran nichts.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_32\">32<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Decken sich der Zeitpunkt, zu dem aus der unverschuldeten Verhinderung eine verschuldete Verhinderung wird, und der Zeitpunkt, zu dem das Hindernis selbst fortf\u00e4llt, nicht, fallen allerdings die Fristen f\u00fcr die nach \u00a7\u00a056 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 und 3 FGO gebotenen Handlungen auseinander und beginnen gesondert mit dem jeweiligen Ereignis, das deren Vornahme bisher entgegenstand. Ist die Verhinderung nicht mehr als unverschuldet zu betrachten, ist der Betroffene deshalb gehalten, innerhalb der von diesem Zeitpunkt an gerechneten Wiedereinsetzungsfrist seinen Obliegenheiten zur Beseitigung des Hindernisses nachzukommen und jedenfalls Wiedereinsetzungsgr\u00fcnde betreffend die S\u00e4umnis glaubhaft zu machen. Ist schlie\u00dflich das Hindernis weggefallen, muss er die vers\u00e4umte Rechtshandlung innerhalb der von diesem Zeitpunkt an gerechneten Wiedereinsetzungsfrist nachholen (BFH-Urteil vom 06.08.2025\u00a0&#8211; X\u00a0R\u00a013\/23, BStBl II 2025, 942, Rz\u00a021).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_33\">33<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>d) Nach diesen Ma\u00dfst\u00e4ben kommt eine Wiedereinsetzung in die vers\u00e4umte Klagefrist nicht in Betracht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_34\">34<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Einen ausdr\u00fccklichen Wiedereinsetzungsantrag hat der Kl\u00e4ger nicht gestellt. Er hat zwar die vers\u00e4umte Rechtshandlung formgerecht innerhalb von zwei Wochen nach Einrichtung des beSt durch S nachgeholt. Die Verhinderung des S, die Klage elektronisch zu \u00fcbermitteln, war aber bereits zuvor nicht mehr unverschuldet. Auch dessen Irrtum \u00fcber die mit Verpflichtung der Steuerberater zur \u00dcbermittlung der Klage gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a052d Satz\u00a01 FGO als elektronisches Dokument weiterhin bestehende M\u00f6glichkeit zur Einreichung in Papierform beim FA\u00a0A nach \u00a7\u00a047 Abs.\u00a02 FGO war sp\u00e4testens mit Zugang des Schreibens des FG vom 02.08.2023 nicht mehr entschuldbar.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_35\">35<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Gleichwohl hat S das beSt erst Ende September\/Anfang Oktober eingerichtet sowie die Klage am 02.10.2023 elektronisch \u00fcbermittelt und auch dann erst seine Hinderungsgr\u00fcnde dargelegt. Auf die langfristigen Erkrankungen der Mitarbeiterinnen des S ab dem 23.12.2022 und 06.04.2023 sowie den Tod der Mutter des S Ende M\u00e4rz 2023 kann sich der Kl\u00e4ger zudem nicht als Hinderungsgrund betreffend die fehlende formgerechte Klageerhebung innerhalb der Monatsfrist berufen, zumal eine der Mitarbeiterinnen ab 08.06.2023 als Arbeitskraft wieder zur Verf\u00fcgung stand.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_36\">36<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Eine Erkrankung entschuldigt die Fristvers\u00e4umung nur, wenn sie pl\u00f6tzlich und unvorhersehbar auftritt und so schwer ist, dass es unzumutbar ist, die Frist einzuhalten. Wer gesch\u00e4ftsm\u00e4\u00dfig fremde Rechtsangelegenheiten besorgt, muss &#8211;zur Vermeidung eines Organisationsverschuldens&#8211; \u00fcberdies grunds\u00e4tzlich daf\u00fcr Vorkehrungen treffen, dass auch bei einer nicht vorhergesehenen Erkrankung Fristen in den Verfahren gewahrt werden, deren Betreuung er im Rahmen des betreffenden Gesch\u00e4ftsbetriebes \u00fcbernommen hat (st\u00e4ndige Rechtsprechung, s. z.B. BFH-Beschluss vom 09.04.2018\u00a0&#8211; X\u00a0R\u00a09\/18, Rz\u00a015, m.w.N.). Beim pl\u00f6tzlichen Tod eines nahen Angeh\u00f6rigen kommt es darauf an, ob die Fristwahrung nach den Umst\u00e4nden des konkreten Einzelfalls zumutbar war (s. BFH-Beschluss vom 13.06.2013\u00a0&#8211; VIII\u00a0B\u00a099\/12, Rz\u00a02, m.w.N.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_37\">37<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Jedenfalls mit Zustellung der Einspruchsentscheidung am 13.06.2023 und der damit anlaufenden Klagefrist h\u00e4tte S die f\u00fcr die Freischaltung des beSt erforderlichen Zugangsdaten anfordern und das beSt einrichten m\u00fcssen, um die Klage formgerecht erheben zu k\u00f6nnen. Der System-Rollout f\u00fcr das beSt war bereits am 17.03.2023 (s. Senatsbeschluss vom 11.08.2023\u00a0&#8211; VI\u00a0B\u00a074\/22, Rz\u00a012) abgeschlossen. Sp\u00e4testens ab Zugang des Schreibens des FG vom 02.08.2023 konnte der Kl\u00e4ger sich auch nicht mehr auf die vermeintlich zul\u00e4ssige Papiereinreichung der Klageschrift beim FA\u00a0A durch S nach \u00a7\u00a047 Abs.\u00a02 FGO berufen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_38\">38<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7\u00a0135 Abs.\u00a02 FGO.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-STRE202650060&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BFH_VI_R_17-24_STRE202650060.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NV: Die nach \u00a7 47 Abs. 2 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) er\u00f6ffnete M\u00f6glichkeit, die Klage fristwahrend bei der Finanzbeh\u00f6rde anzubringen, befreit sogenannte professionelle Einreicher (wie zum Beispiel Rechtsanw\u00e4lte und Steuerberater) nicht von der Pflicht, die in \u00a7 52d i.V.m. \u00a7 52a FGO geregelten Formvorgaben zu wahren.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_crdt_document":""},"kji_country":[7802],"kji_court":[8473],"kji_chamber":[9791],"kji_year":[7610],"kji_subject":[7646],"kji_keyword":[8215,8476,8017],"kji_language":[7805],"class_list":["post-563833","kji_decision","type-kji_decision","status-publish","hentry","kji_country-allemagne","kji_court-bundesfinanzhof","kji_chamber-6-senat","kji_year-7610","kji_subject-divers","kji_keyword-leitsatz","kji_keyword-senat","kji_keyword-urteil","kji_language-allemand"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.4 (Yoast SEO v27.4) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>BFH 6. Senat, Urteil vom 19.02.2026, VI R 17\/24 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"zh_CN\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"BFH 6. Senat, Urteil vom 19.02.2026, VI R 17\/24\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"NV: Die nach \u00a7 47 Abs. 2 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) er\u00f6ffnete M\u00f6glichkeit, die Klage fristwahrend bei der Finanzbeh\u00f6rde anzubringen, befreit sogenannte professionelle Einreicher (wie zum Beispiel Rechtsanw\u00e4lte und Steuerberater) nicht von der Pflicht, die in \u00a7 52d i.V.m. \u00a7 52a FGO geregelten Formvorgaben zu wahren.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-04-15T01:59:40+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"\u9884\u8ba1\u9605\u8bfb\u65f6\u95f4\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"14 \u5206\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24\\\/\",\"name\":\"BFH 6. Senat, Urteil vom 19.02.2026, VI R 17\\\/24 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2026-04-15T00:42:24+00:00\",\"dateModified\":\"2026-04-15T01:59:40+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"zh-Hans\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Jurisprudences\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"BFH 6. Senat, Urteil vom 19.02.2026, VI R 17\\\/24\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/\",\"name\":\"Kohen Avocats\",\"description\":\"Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat p\u00e9naliste \u00e0 Paris, intervient exclusivement en droit p\u00e9nal pour la d\u00e9fense des particuliers, notamment en mati\u00e8re d\u2019accusations de viol. Il assure un accompagnement rigoureux d\u00e8s la garde \u00e0 vue jusqu\u2019\u00e0 la Cour d\u2019assises, veillant au strict respect des garanties proc\u00e9durales.\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"zh-Hans\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#organization\",\"name\":\"Kohen Avocats\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"zh-Hans\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/01\\\/Logo-2-1.webp\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/01\\\/Logo-2-1.webp\",\"width\":2114,\"height\":1253,\"caption\":\"Kohen Avocats\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"}}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO Premium plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"BFH 6. Senat, Urteil vom 19.02.2026, VI R 17\/24 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24\/","og_locale":"zh_CN","og_type":"article","og_title":"BFH 6. Senat, Urteil vom 19.02.2026, VI R 17\/24","og_description":"NV: Die nach \u00a7 47 Abs. 2 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) er\u00f6ffnete M\u00f6glichkeit, die Klage fristwahrend bei der Finanzbeh\u00f6rde anzubringen, befreit sogenannte professionelle Einreicher (wie zum Beispiel Rechtsanw\u00e4lte und Steuerberater) nicht von der Pflicht, die in \u00a7 52d i.V.m. \u00a7 52a FGO geregelten Formvorgaben zu wahren.","og_url":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24\/","og_site_name":"Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris","article_modified_time":"2026-04-15T01:59:40+00:00","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"\u9884\u8ba1\u9605\u8bfb\u65f6\u95f4":"14 \u5206"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24\/","url":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24\/","name":"BFH 6. Senat, Urteil vom 19.02.2026, VI R 17\/24 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#website"},"datePublished":"2026-04-15T00:42:24+00:00","dateModified":"2026-04-15T01:59:40+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24\/#breadcrumb"},"inLanguage":"zh-Hans","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesfinanzhof-6-senat-urteil-2026-02-19-vi-r-17-24\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Jurisprudences","item":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"BFH 6. Senat, Urteil vom 19.02.2026, VI R 17\/24"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#website","url":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/","name":"Kohen Avocats","description":"Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat p\u00e9naliste \u00e0 Paris, intervient exclusivement en droit p\u00e9nal pour la d\u00e9fense des particuliers, notamment en mati\u00e8re d\u2019accusations de viol. Il assure un accompagnement rigoureux d\u00e8s la garde \u00e0 vue jusqu\u2019\u00e0 la Cour d\u2019assises, veillant au strict respect des garanties proc\u00e9durales.","publisher":{"@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"zh-Hans"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#organization","name":"Kohen Avocats","url":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"zh-Hans","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kohenavocats.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Logo-2-1.webp","contentUrl":"https:\/\/kohenavocats.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Logo-2-1.webp","width":2114,"height":1253,"caption":"Kohen Avocats"},"image":{"@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#\/schema\/logo\/image\/"}}]}},"jetpack_likes_enabled":false,"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_decision\/563833","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_decision"}],"about":[{"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kji_decision"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=563833"}],"wp:term":[{"taxonomy":"kji_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_country?post=563833"},{"taxonomy":"kji_court","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_court?post=563833"},{"taxonomy":"kji_chamber","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_chamber?post=563833"},{"taxonomy":"kji_year","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_year?post=563833"},{"taxonomy":"kji_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_subject?post=563833"},{"taxonomy":"kji_keyword","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_keyword?post=563833"},{"taxonomy":"kji_language","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_language?post=563833"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}