{"id":568747,"date":"2026-04-15T14:02:59","date_gmt":"2026-04-15T12:02:59","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/tribunal-federal-suisse-27-novembre-2025-n-5a-690-2025\/"},"modified":"2026-04-15T14:02:59","modified_gmt":"2026-04-15T12:02:59","slug":"tribunal-federal-suisse-27-novembre-2025-n-5a-690-2025","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/tribunal-federal-suisse-27-novembre-2025-n-5a-690-2025\/","title":{"rendered":"Tribunal f\u00e9d\u00e9ral suisse, 27 novembre 2025, n\u00b0 5A 690-2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<p>Bundesgericht<\/p>\n<p>Tribunal f\u00e9d\u00e9ral<\/p>\n<p>Tribunale federale<\/p>\n<p>Tribunal federal<\/p>\n<p>5A_690\/2025<\/p>\n<p>Urteil vom 25. November 2025<\/p>\n<p>II. zivilrechtliche Abteilung<\/p>\n<p>Besetzung<\/p>\n<p>Bundesrichter Bovey, Pr\u00e4sident,<\/p>\n<p>Gerichtsschreiber M\u00f6ckli.<\/p>\n<p>Verfahrensbeteiligte<\/p>\n<p>A.________,<\/p>\n<p>Beschwerdef\u00fchrerin,<\/p>\n<p>gegen<\/p>\n<p>B.________,<\/p>\n<p>Beschwerdegegnerin.<\/p>\n<p>Gegenstand<\/p>\n<p>Erbschaftsangelegenheit,<\/p>\n<p>Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z\u00fcrich, I. Zivilkammer, vom 10. Juni 2025 (LB250008-O\/U).<\/p>\n<p>Sachverhalt:<\/p>\n<p>Die Beschwerdef\u00fchrerin gelangt regelm\u00e4ssig mit Eingaben und Beschwerden bis ans Bundesgericht, u.a. mit Erbschaftsangelegenheiten.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Teilung des Nachlasses des 2014 verstorbenen C.________ stellte das Bezirksgericht Dielsdorf mit zwischenzeitlich rechtskr\u00e4ftigem Urteil vom 8. Dezember 2022 den Nachlass fest, erkl\u00e4rte dabei einen Wert der Kulturlandparzelle D.________ von Fr. 58&#039;120.&#8211; als massgebend, und stellte fest, dass E.________ (Stiefmutter, damals Kl\u00e4gerin) zu 5\/8 sowie F.________, die Beschwerdegegnerin und die Beschwerdef\u00fchrerin zu je 1\/8 am Nachlass berechtigt sind. Sodann wies es die Kulturlandparzelle zum Anrechnungswert von Fr. 58&#039;120.&#8211; der Beschwerdegegnerin zu und wies das Grundbuchamt Dielsdorf an, nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils das Grundst\u00fcck auf diese zu \u00fcbertragen. Die zahlreichen weiteren Feststellungen und Anordnungen sind vorliegend nicht relevant.<\/p>\n<p>Mit gegen die Beschwerdegegnerin gerichteter Klage vom 13. August 2024 verlangte die Beschwerdef\u00fchrerin die Feststellung, dass die Parteien je zu 1\/8 am Nachlass berechtigt seien und demzufolge den gleichen Anspruch auf Zuteilung der Parzelle D.________ h\u00e4tten, dass beim betreffenden Grundst\u00fcck von einem Anrechnungswert von Fr. 363&#039;250.&#8211; auszugehen und der seinerzeitige Anrechnungswert von Fr. 58&#039;120.&#8211; soweit herabzusetzen sei, als dies zur Wahrung ihres Anspruches am Nachlass n\u00f6tig sei, und dass die Beschwerdegegnerin entweder das Grundst\u00fcck an sie zu \u00fcbertragen oder wieder in die Erbmasse einzuwerfen oder ihr den Betrag von Fr. 305&#039;130.&#8211; zu zahlen habe.<\/p>\n<p>Mit Beschluss vom 20. November 2024 trat das Bezirksgericht Dielsdorf auf die Klage zufolge abgeurteilter Sache nicht ein.<\/p>\n<p>Die hiergegen erhobene Berufung wies das Obergericht des Kantons Z\u00fcrich mit Urteil vom 10. Juni 2025 ab, soweit es darauf eintrat.<\/p>\n<p>Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 25. August 2025 verlangt die Beschwerdef\u00fchrerin die Aufhebung des obergerichtlichen Urteils und die R\u00fcckweisung der Sache an das Bezirksgericht Dielsdorf zur materiellen Beurteilung.<\/p>\n<p>Erw\u00e4gungen:<\/p>\n<p>1.<\/p>\n<p>Angefochten ist der kantonal letztinstanzliche Entscheid in einer erbrechtlichen Streitigkeit mit Fr. 30&#039;000.&#8211; \u00fcbersteigendem Streitwert; die Beschwerde in Zivilsachen steht offen (Art. 72 Abs. 1, Art. 74 Abs. 1 lit. b, Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG).<\/p>\n<p>2.<\/p>\n<p>Die Beschwerde hat eine Begr\u00fcndung zu enthalten, in welcher in gedr\u00e4ngter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Erw\u00e4gungen erfordert (BGE 140 III 115 E. 2; 142 III 364 E. 2.4).<\/p>\n<p>3.<\/p>\n<p>Das Obergericht hat erwogen, dass das Bezirksgericht Dielsdorf alle strittigen Punkte mit rechtskr\u00e4ftigem Urteil vom 8. Dezember 2022 beurteilt habe. In jenem Verfahren sei zwischen den Parteien unstrittig gewesen, dass die Kulturlandparzelle D.________ mit Fr. 8.&#8211; pro Quadratmeter zu bewerten sei, was den Anrechnungswert von Fr. 58&#039;120.&#8211; ergeben habe. Die Beschwerdegegnerin habe die Zuweisung beantragt, da sie mit ihrem Mann einen Landwirtschaftsbetrieb im Nebenerwerb f\u00fchre. E.________ habe diesen Antrag anerkannt, F.________ habe sich nicht dagegen gewehrt und die Beschwerdef\u00fchrerin habe damals keine eigenen Antr\u00e4ge zur Parzelle gestellt und auch keine Ausf\u00fchrungen zur Sache gemacht. In der Folge habe das Gericht der Beschwerdegegnerin die Parzelle in Teilabgeltung ihres Pflichterbteils mit einem Anrechnungswert von Fr. 58&#039;120.&#8211; als Alleineigent\u00fcmerin zugewiesen. Zufolge abgeurteilter Sache k\u00f6nne darauf nicht zur\u00fcckgekommen werden. Dabei sei nicht von Belang, dass nunmehr die Beschwerdef\u00fchrerin als Kl\u00e4gerin auftrete; ebenso wenig sei entscheidend, ob die Begehren wortidentisch formuliert seien. Massgeblich sei, dass \u00fcber die streitigen Anspr\u00fcche zwischen den heutigen Verfahrensparteien mit rechtskr\u00e4ftigem Urteil materiell entschieden sei. Damit bestehe f\u00fcr die nunmehr eingereichte Klage gem\u00e4ss Art. 59 Abs. 2 lit. e ZPO eine Sperrwirkung.<\/p>\n<p>4.<\/p>\n<p>Die Beschwerdef\u00fchrerin setzt sich in ihrer weitschweifigen Eingabe mit diesen &#8211; in allen Teilen zutreffenden &#8211; Erw\u00e4gungen nicht auseinander und \u00e4ussert sich am m\u00f6glichen Anfechtungsgegenstand vorbei (damals sei falsch entschieden worden; der Anrechnungswert sei zu tief gewesen; ihr nur aus Geld bestehender Pflichtteil und der aus Fr. 58&#039;120.&#8211; weniger Geld sowie dem Grundst\u00fcck bestehende Pflichtteil der Beschwerdegegnerin seien nicht gleichwertig; Das Bezirksgericht sei gar keine Partei im Verfahren, zumal es die Klage nicht materiell gepr\u00fcft habe; unter Ber\u00fccksichtigung der Klagebegr\u00fcndung sei der Nichteintretensbeschluss geh\u00f6rsverletzend; auch das Obergericht sei keine Partei im Verfahren, sondern habe nur die Beanstandungen zu pr\u00fcfen; sie habe deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie mit dem bezirksgerichtlichen Nichteintretensbeschluss nicht einverstanden sei; sie habe nicht mit einem derart formalistischen Beschluss des Bezirksgerichts rechnen m\u00fcssen; es sei klar erkennbar, dass es um eine Streitfrage im Zusammenhang mit dem Nachlass gehe; der Klage lasse sich klar entnehmen, was sie wolle; die unhaltbare Bewertung des Grundst\u00fcckes ignoriere dessen Entwicklungspotenzial).<\/p>\n<p>Gegen das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf stand der ordentliche Rechtsmittelweg offen und nach Eintritt der Rechtskraft kann auf all die ge\u00e4usserten Einw\u00e4nde zur Sache selbst nicht mehr zur\u00fcckgekommen werden. Sinngem\u00e4ss auf den m\u00f6glichen Anfechtungsgegenstand bezieht sich einzig die Aussage auf S. 8, &quot;indem [das Obergericht] nicht die Vorvorinstanz darauf hinwies, auf die Klage einzutreten [&#8230;], urteilte es gleich selbst in der Sache der res iudicata. Dies ist ein Rechtsmissbrauch (Verletzung von Art. 57 ZPO und Verletzung der Dispositionsmaxime, Art. 60 ZPO). Das Recht des Gerichts von Amtes wegen zu pr\u00fcfen ob die Prozessvoraussetzungen erf\u00fcllt sind, steht in diesem Falle der Vorinstanz nicht zu.&quot; Die Beschwerdef\u00fchrerin scheint damit geltend machen zu wollen, dass das Bezirksgericht auf ihre Klage h\u00e4tte eintreten und die Sache erneut beurteilen m\u00fcssen, aber diesem Ansinnen steht nach der zutreffenden obergerichtlichen Kernaussage die Rechtskraft entgegen. Inwiefern das Obergericht mit dem angefochtenen Entscheid Recht, insbesondere Art. 58 Abs. 2 lit. e ZPO, verletzt haben soll, bleibt unerfindlich.<\/p>\n<p>5.<\/p>\n<p>Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begr\u00fcndet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Pr\u00e4sident im vereinfachten Verfahren entscheidet (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG).<\/p>\n<p>6.<\/p>\n<p>Die Gerichtskosten sind der Beschwerdef\u00fchrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).<\/p>\n<p>Demnach erkennt der Pr\u00e4sident:<\/p>\n<p>1.<\/p>\n<p>Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.<\/p>\n<p>2.<\/p>\n<p>Die Gerichtskosten von Fr. 4&#039;000.&#8211; werden der Beschwerdef\u00fchrerin auferlegt.<\/p>\n<p>3.<\/p>\n<p>Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Z\u00fcrich, I. Zivilkammer, mitgeteilt.<\/p>\n<p>Lausanne, 27. November 2025<\/p>\n<p>Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung<\/p>\n<p>des Schweizerischen Bundesgerichts<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident: Bovey<\/p>\n<p>Der Gerichtsschreiber: M\u00f6ckli<\/p>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"https:\/\/search.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/fr\/php\/aza\/http\/index.php?lang=fr&#038;type=highlight_simple_query&#038;page=3&#038;from_date=&#038;to_date=&#038;sort=relevance&#038;insertion_date=&#038;top_subcollection_aza=all&#038;query_words=beschwerde&#038;rank=26&#038;azaclir=aza&#038;highlight_docid=aza%3A%2F%2F27-11-2025-5A_690-2025&#038;number_of_ranks=104522\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Source officielle Tribunal federal suisse. 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