{"id":606559,"date":"2026-04-19T15:00:28","date_gmt":"2026-04-19T13:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/beschluss-vom-18-dezember-2023-5\/"},"modified":"2026-04-19T15:00:28","modified_gmt":"2026-04-19T13:00:28","slug":"beschluss-vom-18-dezember-2023-5","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/beschluss-vom-18-dezember-2023-5\/","title":{"rendered":"Beschluss vom 18. Dezember 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<div class=\"bverfg-rubrum\">\n<p>BUNDESVERFASSUNGSGERICHT<\/p>\n<p>&#8211; 2 BvL 7\/16 &#8211;<\/p>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<h2 class=\"has-eagle\">In dem Verfahren<br \/>\nzur verfassungsrechtlichen Pr\u00fcfung,<\/h2>\n<table class=\"vgt1\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"vgt2\"><\/td>\n<td class=\"vgt2\"><\/td>\n<td class=\"vgt3\">\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<p>ob \u00a7 32a Absatz 1 Satz 2 K\u00f6rperschaftsteuergesetz in der Fassung des Jahressteuergesetzes 2007 vom 13. Dezember 2006 in Verbindung mit \u00a7 34 Absatz 13c K\u00f6rperschaftsteuergesetz in der Fassung vom 10. Oktober 2007 insoweit mit dem Grundgesetz vereinbar ist, als die r\u00fcckwirkend eintretende Ablaufhemmung der Festsetzungsverj\u00e4hrung gem\u00e4\u00df \u00a7 32a Absatz 1 Satz 2 K\u00f6rperschaftsteuergesetz auch die \u00c4nderung einer bei dem Inkrafttreten des \u00a7 32a K\u00f6rperschaftsteuergesetz am 19. Dezember 2006 bereits festsetzungsverj\u00e4hrten Einkommensteuerfestsetzung gegen\u00fcber dem Gesellschafter, dem die verdeckte Gewinnaussch\u00fcttung zuzurechnen ist, in offener Fest- setzungsfrist erm\u00f6glicht.<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"vgt2\"><\/td>\n<td class=\"vgt2\"><\/td>\n<td class=\"vgt3\">&#8211; Aussetzungs- und Vorlagebeschluss des Finanzgerichts K\u00f6ln vom 20. April 2016 &#8211; 4 K 2717\/09 &#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>hat die 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch<\/p>\n<p class=\"center\">die Richterinnen Kessal-Wulf,<\/p>\n<p class=\"center\">Wallrabenstein<\/p>\n<p class=\"center\">und den Richter Offenloch<\/p>\n<p>gem\u00e4\u00df \u00a7 81a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung <br \/>\nvom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473)<br \/>\nam 18. Dezember 2023 einstimmig beschlossen:<\/p>\n<\/div>\n<h3>Tenor<\/h3>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\"><strong>Die Vorlage ist unzul\u00e4ssig.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<h3>Gr\u00fcnde<\/h3>\n<h3>Gr\u00fcnde:<\/h3>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"1\">1<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Der Vorlagebeschluss betrifft die Frage, ob die Anwendung des \u00a7 32a Abs. 1 Satz 2 K\u00f6rperschaftsteuergesetz (KStG) in der Fassung des Jahressteuergesetzes 2007 (JStG 2007) auf eine bereits bei Inkrafttreten der Regelung festsetzungsverj\u00e4hrte Einkommensteuerfestsetzung verfassungskonform ist.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h3>A.<\/h3>\n<h3>I.<\/h3>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"2\">2<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">1. \u00a7 32a KStG wurde durch Art. 4 Nr. 7 JStG 2007 vom 13. Dezember 2006 (BGBl I S. 2878) mit Wirkung zum 19. Dezember 2006 eingef\u00fchrt. Die Vorschrift lautet:<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\"> <strong>\u00a7\u00a032a Erlass, Aufhebung oder \u00c4nderung von Steuerbescheiden bei verdeckter Gewinnaussch\u00fcttung oder verdeckter Einlage<\/strong> <\/p>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">(1) <sup>1<\/sup>Soweit gegen\u00fcber einer K\u00f6rperschaft ein Steuerbescheid hinsichtlich der Ber\u00fccksichtigung einer verdeckten Gewinnaussch\u00fcttung erlassen, aufgehoben oder ge\u00e4ndert wird, kann ein Steuerbescheid oder ein Feststellungsbescheid gegen\u00fcber dem Gesellschafter, dem die verdeckte Gewinnaussch\u00fcttung zuzurechnen ist, oder einer diesem nahe stehenden Person erlassen, aufgehoben oder ge\u00e4ndert werden.\u00a0<sup>2<\/sup>Die Festsetzungsfrist endet insoweit nicht vor Ablauf eines Jahres nach Unanfechtbarkeit des Steuerbescheides der K\u00f6rperschaft.\u00a0<sup>3<\/sup>Die S\u00e4tze 1 und 2 gelten auch f\u00fcr verdeckte Gewinnaussch\u00fcttungen an Empf\u00e4nger von Bez\u00fcgen im Sinne des \u00a7\u00a020 Abs.\u00a01 Nr.\u00a09 und 10 Buchstabe a des Einkommensteuergesetzes.<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">(2) <sup>1<\/sup>Soweit gegen\u00fcber dem Gesellschafter ein Steuerbescheid oder ein Feststellungsbescheid hinsichtlich der Ber\u00fccksichtigung einer verdeckten Einlage erlassen, aufgehoben oder ge\u00e4ndert wird, kann ein Steuerbescheid gegen\u00fcber der K\u00f6rperschaft, welcher der Verm\u00f6gensvorteil zugewendet wurde, aufgehoben, erlassen oder ge\u00e4ndert werden.\u00a0<sup>2<\/sup>Absatz\u00a01 Satz\u00a02 gilt entsprechend.<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"3\">3<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Zugleich wurde in \u00a7 34 KStG mit Absatz 13b eine \u00dcbergangsbestimmung eingef\u00fchrt. Sie lautete:<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\"> <strong>\u00a7\u00a034 Schlussvorschriften<\/strong> <\/p>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">(13b) <sup>1<\/sup>\u00a7\u00a032a in der Fassung des Artikels 4 des Gesetzes vom 13. Dezember 2006 (BGBl I S.\u00a02878) ist erstmals anzuwenden, wenn nach dem 18. Dezember 2006 ein Steuerbescheid erlassen, aufgehoben oder ge\u00e4ndert wird.\u00a0<sup>2<\/sup>Bei Aufhebung oder \u00c4nderung gilt dies auch dann, wenn der aufzuhebende oder zu \u00e4ndernde Steuerbescheid vor dem 18. Dezember 2006 erlassen worden ist.<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"4\">4<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Mit Art. 2 Nr. 13 Buchstabe k) Unternehmensteuerreformgesetz 2008 (BGBl I 2007 S. 1912) wurde die Bestimmung ohne inhaltliche \u00c4nderung in Abs. 13c \u00fcbernommen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"5\">5<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Zum 1. August 2014 wurde sie mit dem Gesetz zur Anpassung des nationalen Steuerrechts an den Beitritt Kroatiens zur EU und zur \u00c4nderung weiterer steuerlicher Vorschriften (BGBl\u00a0I S. 1266) aufgehoben.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"6\">6<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">2. Im Ausgangsverfahren vor dem Finanzgericht K\u00f6ln (im Folgenden: Finanzgericht) wandten sich die zusammenveranlagten Eheleute (\u2026) (im Folgenden Eheleute), jeweils zu 50 % Gesellschafter der (\u2026) GmbH (im Folgenden: GmbH), gegen die mit Bescheid vom 1.\u00a0April 2008 ge\u00e4nderte Festsetzung ihrer Einkommensteuer f\u00fcr das Jahr 1998 durch das Finanzamt (\u2026) (im Folgenden: Finanzamt).<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"7\">7<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">a) Dem lag der Erwerb einer im Wesentlichen mit einer Villa bebauten Immobilie mit park\u00e4hnlichem Baumbestand durch die Eheleute und die GmbH im Jahr 1998 zugrunde. Dabei erlangten die Eheleute Eigentum an der deutlich gr\u00f6\u00dferen Teilfl\u00e4che, die mit der Villa bebaut war, w\u00e4hrend die GmbH eine Teilfl\u00e4che mit dichtem Baumbestand in Hanglage im hinteren Grundst\u00fccksbereich erhielt, die in der Folgezeit entgegen urspr\u00fcnglichen Erw\u00e4gungen nicht bebaut wurde. Die Aufteilung des Kaufpreises und von der GmbH getragener Umbaukosten entsprach nicht dem Wert dieser Grundst\u00fccksteile.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"8\">8<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Eine im November 2002 angeordnete steuerliche Betriebspr\u00fcfung f\u00fcr die Veranlagungszeitr\u00e4ume 1998 &#8211; 2000 kam zu dem Ergebnis, dass im Zusammenhang mit dem Grundst\u00fcckskauf bei der Einkommensteuerveranlagung der Eheleute f\u00fcr das Jahr 1998 verdeckte Gewinnaussch\u00fcttungen in H\u00f6he von 826.803 DM zu ber\u00fccksichtigen seien. Am 2. April 2008 erging ein entsprechend ge\u00e4nderter K\u00f6rperschaftsteuerbescheid. Am 1. April 2008 \u00e4nderte das Finanzamt die erstmals am 3. November 2000 aufgrund der Erkl\u00e4rungsabgabe im selben Jahr ergangene Einkommensteuerfestsetzung der Eheleute f\u00fcr das Jahr 1998 gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a032a Abs. 1 KStG. Die verdeckten Gewinnaussch\u00fcttungen wurden dabei als Eink\u00fcnfte aus Kapitalverm\u00f6gen erfasst. Ihren Einspruch hiergegen st\u00fctzten die Eheleute unter anderem auch darauf, dass die Festsetzungsfrist f\u00fcr die Einkommensteuer am 31. Dezember 2004 abgelaufen sei. Das Finanzamt \u00e4nderte die Festsetzung geringf\u00fcgig, hielt aber mit Blick auf die Festsetzungsverj\u00e4hrung daran fest, dass gem\u00e4\u00df \u00a7 32a Abs. 1 Satz 2 KStG in Verbindung mit \u00a7 34 Abs. 13b KStG die Festsetzungsfrist f\u00fcr die Erfassung einer verdeckten Gewinnaussch\u00fcttung, die in einem nach dem 18. Dezember 2006 ergangenen K\u00f6rperschaftsteuer\u00e4nderungsbescheid ber\u00fccksichtigt wurde, in der Einkommensteuerfestsetzung der Gesellschafter nicht vor Ablauf eines Jahres nach Unanfechtbarkeit des Steuerbescheides der K\u00f6rperschaft ende. Der Ermessensspielraum des Finanzamtes sei hier gegen Null reduziert, da es verpflichtet sei, die richtige Steuer gegen\u00fcber dem Anteilseigner festzusetzen. Auch sehe \u00a7 32a KStG keine Beschr\u00e4nkung der \u00c4nderungsbefugnis auf Vorg\u00e4nge vor, die unter das \u2013 zum 1. Januar 2001 eingef\u00fchrte \u2013 Halbeink\u00fcnfteverfahren fallen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"9\">9<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">b) Im Klageverfahren vor dem Finanzgericht ist nach entsprechender Verst\u00e4ndigung allein die Frage der Anwendbarkeit des \u00a7 32a KStG ungeachtet der am 18. Dezember 2006 bereits eingetretenen Festsetzungsverj\u00e4hrung der Einkommensteuer 1998 streitig.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h3>II.<\/h3>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"10\">10<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Das Finanzgericht hat nach der Entscheidung des Bundesfinanzhofs vom 16. Dezember 2014 &#8211; VIII R 30\/12 &#8211; (BStBl II 2015, S. 858) am 20. April 2016 gem\u00e4\u00df Art. 100 Abs. 1 GG das Verfahren ausgesetzt und dem Bundesverfassungsgericht die Frage vorgelegt, ob \u00a7 32a Abs. 1 Satz 2 KStG in der Fassung des JStG 2007 in Verbindung mit \u00a7 34 Abs. 13c KStG in der Fassung vom 10. Oktober 2007 insoweit mit dem Grundgesetz vereinbar ist, als die r\u00fcckwirkend eintretende Ablaufhemmung auch die \u00c4nderung einer bei dem Inkrafttreten des \u00a7 32a KStG am 19. Dezember 2006 bereits festsetzungsverj\u00e4hrten Einkommensteuerfestsetzung gegen\u00fcber dem Gesellschafter, dem die verdeckte Gewinnaussch\u00fcttung zuzurechnen ist, in offener Festsetzungsfrist erm\u00f6glicht.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"11\">11<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">1. a) \u00a732a Abs. 1 Satz 1 KStG diene als Korrekturvorschrift dem Zweck, eine korrespondierende Besteuerung einer verdeckten Gewinnaussch\u00fcttung bei einer Gesellschaft und ihren Gesellschaftern zu erreichen. Hierf\u00fcr ende die Festsetzungsfrist f\u00fcr die Einkommensteuer der Gesellschafter nicht vor Ablauf eines Jahres nach Unanfechtbarkeit des Steuerbescheides der K\u00f6rperschaft. Nach \u00a7\u00a034 Abs.\u00a013b Satz\u00a01\u00a0KStG in der Fassung des JStG 2007 vom 13.\u00a0Dezember 2006 beziehungsweise \u00a7 34 Abs. 13c Satz 1 KStG in der gleichlautenden Fassung vom 10. Oktober 2007 gelte \u00a7 32a KStG erstmals f\u00fcr nach dem 18. Dezember 2006 erlassene, aufgehobene oder ge\u00e4nderte K\u00f6rperschaftsteuerbescheide und zwar auch dann, wenn der aufzuhebende oder zu \u00e4ndernde Steuerbescheid vor dem 18. Dezember 2006 erlassen worden sei.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"12\">12<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">b) Lege man dies zugrunde, scheide eine verfassungskonforme Auslegung des \u00a7 32a KStG in der Weise, dass die hierdurch er\u00f6ffnete \u00c4nderungsbefugnis zulasten des Steuerpflichtigen nur f\u00fcr Steuerf\u00e4lle gelte, bei denen die Festsetzungsfrist des \u00a7 169 Abs. 2 Abgabenordnung (AO) f\u00fcr die zu \u00e4ndernde Steuerfestsetzung bei Inkrafttreten der Vorschrift noch nicht abgelaufen sei, aus.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"13\">13<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Ma\u00dfgebend f\u00fcr die Interpretation des Gesetzes sei der objektivierte Wille des Gesetzgebers, der durch grammatikalische, systematische und teleologische Auslegung sowie aus der historischen Auslegung festzustellen sei. Hinzu komme die verfassungskonforme Auslegung, wenn offensichtlich mehrere Auslegungsm\u00f6glichkeiten in Betracht k\u00e4men.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"14\">14<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Der Senat verm\u00f6ge keine tragf\u00e4hige Grundlage f\u00fcr eine Auslegung des in \u00a7 32a KStG zum Ausdruck kommenden objektivierten Willens des Gesetzgebers dahin zu erkennen, dass die Ablaufhemmung bei \u201eFolgebescheiden\u201c, die bei isolierter Betrachtung der Festsetzungsverj\u00e4hrung unterl\u00e4gen, nicht eingreifen solle. Der Wortsinn erbringe hierf\u00fcr keinen Anhaltspunkt. Gleiches gelte f\u00fcr den Gesetzeszweck der korrespondierenden Besteuerung einer verdeckten Gewinnaussch\u00fcttung. Der Gesetzentwurf des Jahressteuergesetzes 2007 st\u00fctze hingegen klar und eindeutig die gegenteilige Annahme. Ebenso spreche der systematische Zusammenhang zur Ablaufhemmung in \u00a7 171 Abs. 10 AO f\u00fcr den unbeschr\u00e4nkten Eintritt der Ablaufhemmung. Mangels tragf\u00e4higer Anhaltspunkte f\u00fcr eine andere Gesetzesinterpretation k\u00f6nne dem hiermit verbundenen Eingriff in grundrechtlich gesch\u00fctzte Positionen nicht durch eine verfassungskonforme Auslegung Rechnung getragen werden. Es erg\u00e4ben sich auch keine Anhaltspunkte f\u00fcr eine Beschr\u00e4nkung der Geltung des \u00a7 32a KStG auf Vorg\u00e4nge, die unter das Halbeink\u00fcnfteverfahren fielen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"15\">15<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">2. Die Vorlagefrage sei entscheidungserheblich. Die Klage w\u00e4re unbegr\u00fcndet, wenn die R\u00fcckwirkung des \u00a7 32 Abs. 1 Satz 2 KStG in Verbindung mit \u00a7 34 Abs. 13c KStG n.F. verfassungsgem\u00e4\u00df w\u00e4re. Sie h\u00e4tte jedoch Erfolg, wenn die Regelung, soweit sie bereits am 19.\u00a0Dezember 2006 festsetzungsverj\u00e4hrte Einkommensteuerfestsetzungen erfasse, verfassungswidrig w\u00e4re.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"16\">16<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">a) Im Streitfall habe die Festsetzungsfrist gem\u00e4\u00df \u00a7 170 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AO mit Ablauf des Jahres 2000, in dem die Einkommensteuererkl\u00e4rung eingereicht worden sei, begonnen und aufgrund der regul\u00e4ren vierj\u00e4hrigen Festsetzungsfrist gem\u00e4\u00df \u00a7 169 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 AO am 31. Dezember 2004 geendet. Der Senat verm\u00f6ge den Tatbestand einer vors\u00e4tzlichen Steuerverk\u00fcrzung im Sinne des \u00a7 370 Abs.\u00a01 AO nicht festzustellen, so dass eine Verl\u00e4ngerung der Festsetzungsfrist auf zehn Jahre nicht eingetreten sei.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"17\">17<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">b) F\u00fcr die Ber\u00fccksichtigung der verfassungswidrigen R\u00fcckwirkung im Rahmen des Ermessens der Finanzbeh\u00f6rde sehe der Senat keine Rechtsgrundlage. \u00a7\u00a032a Abs.\u00a01\u00a0KStG r\u00e4ume zwar der Finanzbeh\u00f6rde f\u00fcr die Entscheidung, ob der Steuerbescheid auf der Ebene des Anteilseigners ge\u00e4ndert werde, Ermessen ein. Es bestehe keine Bindung an die Entscheidung des f\u00fcr die K\u00f6rperschaft zust\u00e4ndigen Finanzamtes. Das Ermessen der f\u00fcr den Gesellschafter zust\u00e4ndigen Finanzbeh\u00f6rde sei aber regelm\u00e4\u00dfig auf Null reduziert, wenn eine Anpassung der betreffenden Steuerfestsetzung erforderlich sei, um eine rechtm\u00e4\u00dfige Besteuerung des Gesellschafters zu erreichen. Entgegen einer im Schrifttum vertretenen Auffassung k\u00f6nne der Senat keinen Auslegungsspielraum f\u00fcr eine Auslegung des \u00a7 32a KStG erkennen, der eine Ermessensreduzierung aus verfassungsrechtlichen Gr\u00fcnden erm\u00f6gliche. Es habe keine Ermessenssperre bestanden. Die \u00c4nderung bei dem Anteilseigner sei nicht wegen Ermessens\u00fcberschreitung fehlerhaft und damit rechtswidrig. Einer inneren Grenze des Ermessens aus der Verletzung des Grundsatzes des Vertrauensschutzes stehe der in der Norm zum Ausdruck kommende objektivierte Wille des Gesetzgebers entgegen. Ein solcher Ermessensspielraum w\u00fcrde voraussetzen, dass die Finanzbeh\u00f6rde die Anwendung des Gesetzes unter den Vorbehalt des Ergebnisses der eigenen verfassungsrechtlichen Pr\u00fcfung stellen k\u00f6nnte und m\u00fcsste. Gegenstand des Vertrauensschutzprinzips als innere Ermessensschranke sei indes nicht die \u00dcberpr\u00fcfung der die Verwaltung bindenden Gesetze auf eine etwaige verfassungswidrige R\u00fcckwirkung, sondern die Pr\u00fcfung, ob das Vertrauen eines Beteiligten in ein bestimmtes Verhalten der Finanzbeh\u00f6rde nach allgemeinem Rechtsgef\u00fchl in einem solchen Ma\u00dfe schutzw\u00fcrdig sei, dass demgegen\u00fcber der Grundsatz der Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit zur\u00fcckzutreten habe. Dies setze voraus, dass der Steuerpflichtige im Vertrauen auf das Beh\u00f6rdenverhalten Verm\u00f6gensdispositionen getroffen habe, was im Streitfall weder vorgetragen noch sonst ersichtlich sei.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"18\">18<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Zu keinem anderen Ergebnis f\u00fchre der Umstand, dass der Einkommensteuer\u00e4nderungsbescheid vom 1. April 2008 einen Tag vor der erstmaligen Ber\u00fccksichtigung der verdeckten Gewinnaussch\u00fcttung im ge\u00e4nderten K\u00f6rperschaftsteuerbescheid vom 2. April 2008 erfolgt sei, weil beim Erlass der Einspruchsentscheidung die gesetzlichen Voraussetzungen des \u00a7\u00a032a KStG vorgelegen h\u00e4tten.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"19\">19<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">3. Die \u00c4nderung einer bei dem Inkrafttreten des \u00a7 32 KStG am 19. Dezember 2006 bereits festsetzungsverj\u00e4hrten Einkommensteuerfestsetzung stelle eine echte R\u00fcckwirkung dar, die verfassungswidrig sei. Sie greife in einen abgeschlossenen Sachverhalt ein, da mit der Festsetzungsverj\u00e4hrung die Einkommensteuerschuld erloschen sei. Der Vertrauensschutz des Steuerpflichtigen habe mangels besonderer Rechtfertigungsgr\u00fcnde Vorrang vor dem \u00c4nderungsinteresse des Gesetzgebers. Weder sei die zuvor bestehende Rechtslage unklar und verworren oder in einem Ma\u00dfe systemwidrig und unbillig gewesen, dass ernsthafte Zweifel an ihrer Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit bestanden h\u00e4tten, noch geb\u00f6ten \u00fcberragende Gr\u00fcnde des gemeinen Wohls die echte R\u00fcckwirkung. Zwar beruhe die Regelung ausweislich der Gesetzesbegr\u00fcndung darauf, dass die Steuerfreistellung des Anteilseigners zu mit den Grunds\u00e4tzen des Halbeink\u00fcnfteverfahrens nicht zu rechtfertigenden Ergebnissen f\u00fchre. Dieses Ziel einer besseren Verwirklichung der Steuergerechtigkeit sei jedoch kein die echte R\u00fcckwirkung legitimierender \u00fcberragender Grund des Gemeinwohls. Dies m\u00fcsse umso mehr gelten, als die R\u00fcckwirkung F\u00e4lle erfasse, auf die noch das Anrechnungsverfahren nach dem K\u00f6rperschaftsteuergesetz 1977 Anwendung finde, also ungerechtfertigte Steuervorteile \u00fcberhaupt nicht in Frage st\u00fcnden. Der Gesetzgeber h\u00e4tte deshalb eine Beschr\u00e4nkung der r\u00fcckwirkenden Anwendung des \u00a7\u00a032a KStG auf die F\u00e4lle vorsehen m\u00fcssen, die am 19. Dezember 2006 noch nicht festsetzungsverj\u00e4hrt gewesen seien.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h3>III.<\/h3>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"20\">20<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Mit Schreiben vom 7. September 2023 hat die Berichterstatterin das vorlegende Gericht auf Bedenken die Zul\u00e4ssigkeit des Vorlagebeschlusses betreffend hingewiesen. Es hat von einer erg\u00e4nzenden Stellungnahme abgesehen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h3>B.<\/h3>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"21\">21<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Die Vorlage ist unzul\u00e4ssig.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h3>I.<\/h3>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"22\">22<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Gem\u00e4\u00df Art. 100 Abs. 1 Satz 1 GG in Verbindung mit \u00a7 80 Abs. 1 BVerfGG hat ein Gericht die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts einzuholen, wenn es ein nachkonstitutionelles Gesetz f\u00fcr verfassungswidrig h\u00e4lt, auf dessen G\u00fcltigkeit es bei der Entscheidung ankommt (vgl. BVerfGE 97, 117 &lt;122 f.&gt;; 127, 335 &lt;355&gt;, 131, 88 &lt;117&gt;; 153, 310 &lt;330 Rn.\u00a047&gt; &#8211; Knorpelfleisch). <\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"23\">23<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Das Gericht muss darlegen, aus welchen Gr\u00fcnden es von der Verfassungswidrigkeit einer Norm \u00fcberzeugt ist und dass und weshalb es im Falle der G\u00fcltigkeit der Vorschrift zu einem anderen Ergebnis k\u00e4me als im Fall ihrer Ung\u00fcltigkeit (vgl. BVerfGE 141, 143 &lt;160 Rn. 34&gt;). Zur Darlegung der Entscheidungserheblichkeit sind alle naheliegenden rechtlichen und tats\u00e4chlichen Gesichtspunkte zu ber\u00fccksichtigen (vgl. BVerfGE 80, 68 &lt;71&gt;; 86, 71 &lt;78&gt;). Das vorlegende Gericht muss auch die M\u00f6glichkeit einer verfassungskonformen Auslegung er\u00f6rtern, wenn sie naheliegt (vgl. BVerfGE 85, 329 &lt;333&gt;; 121, 108 &lt;117&gt;), und insoweit vertretbar begr\u00fcnden, dass es eine verfassungskonforme Auslegung der zur Pr\u00fcfung gestellten Norm nicht f\u00fcr m\u00f6glich h\u00e4lt (vgl. BVerfGE 96, 315 &lt;324 f.&gt;; 121, 108 &lt;117&gt;; 131, 88 &lt;118&gt;; BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 29.\u00a0April 2022 &#8211; 1 BvL 2\/17 u.a. &#8211; &lt;Rn. 16&gt;).<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"24\">24<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Eine Norm ist nur dann f\u00fcr verfassungswidrig zu erkl\u00e4ren, wenn keine nach anerkannten Auslegungsgrunds\u00e4tzen zul\u00e4ssige und mit der Verfassung zu vereinbarende Auslegung m\u00f6glich ist. Lassen der Wortlaut, die Entstehungsgeschichte, der Gesamtzusammenhang der einschl\u00e4gigen Regelungen und deren Sinn und Zweck mehrere Deutungen zu, von denen nur eine zu einem verfassungsgem\u00e4\u00dfen Ergebnis f\u00fchrt, so ist diese geboten (vgl. BVerfGE 83, 201 &lt;214 f.&gt;; 88, 145 &lt;166&gt;). Die verfassungskonforme Auslegung findet ihre Grenze jedoch dort, wo sie zum Wortlaut und dem klar erkennbaren Willen des Gesetzgebers in Widerspruch treten w\u00fcrde. Der Respekt vor dem demokratisch legitimierten Gesetzgeber verbietet es, im Wege der Auslegung einem nach Sinn und Wortlaut eindeutigen Gesetz einen entgegengesetzten Sinn beizulegen oder den normativen Gehalt einer Vorschrift grundlegend neu zu bestimmen (vgl. BVerfGE 90, 263 &lt;274 f.&gt;; 119, 247 &lt;274&gt;; 128, 193 &lt;209 ff.&gt;; 132, 99 &lt;127 ff.&gt;; 138, 296 &lt;350 Rn. 132&gt;). <\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"25\">25<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Das Bundesverfassungsgericht legt an die Begr\u00fcndung eines konkreten Normenkontrollantrags in st\u00e4ndiger Rechtsprechung einen strengen Ma\u00dfstab an, um den Grundsatz der Subsidiarit\u00e4t des verfassungsgerichtlichen gegen\u00fcber dem fachgerichtlichen Verfahren zu wahren (vgl. BVerfGE 65, 265 &lt;277&gt;; 97, 49 &lt;66 f.&gt;). Fehlen f\u00fcr die Beurteilung notwendige Erl\u00e4uterungen, kann das Bundesverfassungsgericht diese nicht durch eigene Erw\u00e4gungen ersetzen (vgl. BVerfGE 97, 49 &lt;62&gt;; 105, 61 &lt;67&gt;; BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 31. M\u00e4rz 2022 &#8211; 1 BvL 8\/21 -, Rn.\u00a08).<\/p>\n<\/blockquote>\n<h3>II.<\/h3>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"26\">26<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Das vorlegende Gericht hat nicht diesen Ma\u00dfgaben entsprechend dargelegt, warum es eine verfassungskonforme Auslegung nicht f\u00fcr m\u00f6glich h\u00e4lt.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"27\">27<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">1. Ausgehend von der Auffassung des vorlegenden Gerichts, dass \u00a7 32a Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit \u00a7 34 Abs. 13b KStG eine auch nicht ausnahmsweise gerechtfertigte echte R\u00fcckwirkung begr\u00fcndet, liegt jedoch eine verfassungskonforme Auslegung nahe.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"28\">28<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Der Wortlaut des \u00a7 32a KStG ebenso wie derjenige des \u00a7 34 Abs. 13b beziehungsweise 13c KStG verh\u00e4lt sich nicht ausdr\u00fccklich dazu, ob auch bei Inkrafttreten der Normen am 19.\u00a0Dezember 2006 bereits festsetzungsverj\u00e4hrte Steuerbescheide von der in \u00a7 32a Abs. 1 Satz 2 KStG geregelten Ablaufhemmung erfasst sind (vgl. Luft, SteuK 2011, 409 &lt;410\u00a0f.&gt;). Die \u00dcbergangsbestimmung stellt vielmehr nur darauf ab, dass der aufzuhebende oder zu \u00e4ndernde Steuerbescheid vor dem 18. Dezember 2006 erlassen worden ist. Dies kann am 18. Dezember 2006 festsetzungsverj\u00e4hrte Steuerbescheide einschlie\u00dfen, ebenso aber zur Vermeidung einer unzul\u00e4ssigen echten R\u00fcckwirkung verfassungskonform einschr\u00e4nkend interpretiert werden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"29\">29<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Als Zweck der Regelung gibt die Gesetzesbegr\u00fcndung an, es werde sichergestellt, dass Bez\u00fcge des Anteilseigners, die auf Ebene der Kapitalgesellschaft als verdeckte Gewinnaussch\u00fcttung dem Einkommen hinzugerechnet wurden, bei diesem nach den Grunds\u00e4tzen des Halbeink\u00fcnfteverfahrens besteuert werden (vgl. BTDrucks 16\/2712, S. 38). Ohne die Korrekturvorschrift k\u00e4me es zu mit den Grunds\u00e4tzen des Halbeink\u00fcnfteverfahrens nicht zu rechtfertigenden Ergebnissen (vgl. BTDrucks 16\/2712, S. 71). Hieraus ergibt sich weder, dass eine R\u00fcckwirkung auf Sachverhalte beabsichtigt war, die nicht dem Halbeink\u00fcnfteverfahren unterfallen, noch dass zum Zeitpunkt des Inkrafttretens festsetzungsverj\u00e4hrte Steuerfestsetzungen erfasst sein sollen. <\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"30\">30<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Die Annahme, der Gesetzgeber habe mit diesen Bestimmungen auch bereits festsetzungsverj\u00e4hrte Steuerfestsetzungen erfassen wollen, st\u00fctzt sich auf die Gesetzesbegr\u00fcndung f\u00fcr \u00a7 34 Abs. 13b KStG (vgl. BTDrucks 16\/2712, S. 72). Sie lautet:<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">\u201eNach dem neuen Absatz 13b findet der neue \u00a7 32a KStG auch dann Anwendung, wenn im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes die Festsetzungsfrist beim Anteilseigner bereits abgelaufen ist.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Dieser Satz findet sich wortgleich bereits am Ende der allgemeinen Erl\u00e4uterungen zu \u00a7\u00a032a KStG (vgl. BTDrucks 16\/2712, S. 71). Weitere Ausf\u00fchrungen, namentlich zur Frage der Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit dieser R\u00fcckwirkung enth\u00e4lt die Gesetzesbegr\u00fcndung nicht.<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"31\">31<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">In der Gesamtschau dieser Anhaltspunkte ist nicht erkennbar, dass eine verfassungskonforme Auslegung ausgeschlossen ist. Es erscheint weder zwingend, \u00a7 32a Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit \u00a7 34 Abs. 13b KStG a.F. beziehungsweise \u00a7 34 Abs. 13c KStG n.F. auch auf Steuerfestsetzungen anzuwenden, die noch unter das Anrechnungsverfahren fallen. Noch scheint es ausgeschlossen, festsetzungsverj\u00e4hrte Steuerfestsetzungen auszunehmen, wenn und soweit dies wegen eines verfassungsrechtlichen R\u00fcckwirkungsverbots geboten ist. Es w\u00e4re m\u00f6glich, dass die Gesetzesbegr\u00fcndung, die \u00c4nderungen festsetzungsverj\u00e4hrter Einkommensteuerfestsetzungen von der Neuregelung erfasst wissen will, nur f\u00fcr den Steuerpflichtigen g\u00fcnstige \u00c4nderungen im Blick hatte (vgl. Luft, SteuK 2011, 409 &lt;409&gt;; Behrens, BB 2012, 2611\u00a0f.). Eine Auslegung, nach der nachteilige \u00c4nderungen festsetzungsverj\u00e4hrter Steuerbescheide ausgenommen werden, st\u00fcnde hierzu nicht im Widerspruch und k\u00f6nnte dem vom vorlegenden Gericht geltend gemachten R\u00fcckwirkungsverbot Rechnung tragen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"32\">32<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">2. Das vorlegende Gericht legt \u00a7 32a KStG \u2013 im Anschluss an das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 16. Dezember 2014 (VIII R 30\/12 &#8211; BFHE 248, 325, BStBl II, S. 858) \u2013 gleichwohl dahin aus, dass die Norm einen \u201eunbeschr\u00e4nkten Eintritt\u201c der Ablaufhemmung auch f\u00fcr bereits festsetzungsverj\u00e4hrte Einkommensteuerbescheide anordne. F\u00fcr diese Auslegung f\u00fchrt es neben der Gesetzesbegr\u00fcndung den systematischen Zusammenhang zur Regelung der Ablaufhemmung in \u00a7 171 Abs. 10 AO an. Letzterer erl\u00e4utert die Wirkung des \u00a7 32a KStG; warum die Reichweite der \u00dcbergangsbestimmung des \u00a7 34 Abs. 13b KStG unbeschr\u00e4nkt sein muss, erschlie\u00dft sich jedoch daraus noch nicht. Dar\u00fcber hinaus weist das vorlegende Gericht lediglich darauf hin, dass der Wortsinn und der Gesetzeszweck keine Anhaltspunkte f\u00fcr eine einschr\u00e4nkende Auslegung b\u00f6ten. Weil damit tragf\u00e4hige Anhaltspunkte f\u00fcr eine andere als die zugrunde gelegte Gesetzesinterpretation fehlten, scheide eine verfassungskonforme Auslegung aus, mit der den grundrechtlich gesch\u00fctzten Positionen Rechnung getragen werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"33\">33<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Diese Ausf\u00fchrungen verfehlen die Anforderungen an eine vertretbare Begr\u00fcndung, weshalb eine verfassungskonforme Auslegung ausgeschlossen ist. Eine verfassungskonforme Auslegung scheidet danach nicht bereits dann aus, wenn Wortsinn und Gesetzeszweck keine Anhaltspunkte f\u00fcr sie bieten. Eine mit Hilfe verfassungsrechtlicher Ma\u00dfgaben gefundene Auslegung kommt vielmehr gerade dann in Betracht, wenn sich das entsprechende Auslegungsergebnis nicht bereits mit anderen Auslegungsmethoden ergibt. Eine verfassungskonforme Auslegung findet ihre Grenze erst dort, wo sie zum Wortlaut und dem klar erkennbaren Willen des Gesetzgebers in Widerspruch treten w\u00fcrde. <\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"34\">34<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Einen Widerspruch zum Wortlaut oder zum Gesetzeszweck macht das vorlegende Gericht jedoch nicht geltend. Allein der Umstand, dass der Bundesfinanzhof fachrechtlich einer Auslegung aufgrund der Gesetzesbegr\u00fcndung den Vorrang gibt, macht die Darlegung nicht entbehrlich, aus welchen Gr\u00fcnden eine verfassungskonform einschr\u00e4nkende Auslegung ausscheidet.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"35\">35<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">3. N\u00e4here Erl\u00e4uterungen zur Unm\u00f6glichkeit einer verfassungskonformen Auslegung sind auch nicht entbehrlich. So bed\u00fcrfte es weiterer Erl\u00e4uterungen, warum eine beschr\u00e4nkende Auslegung des \u00a7 32a KStG beispielsweise auf Sachverhalte, die dem Halbeink\u00fcnfteverfahren unterliegen, ausscheidet oder warum eine Ber\u00fccksichtigung belastender Wirkungen einer R\u00fcckwirkung auf bereits am 19. Dezember 2006 festsetzungsverj\u00e4hrte Einkommensteuerfestsetzungen im Rahmen des Ermessens nicht in Betracht kommt.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"36\">36<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">a) Der Bundesfinanzhof weist darauf hin, dass die nach seiner Auslegung des \u00a7 32a KStG angenommene echte R\u00fcckwirkung auf festsetzungsverj\u00e4hrte Einkommensteuerfestsetzungen grunds\u00e4tzlich verfassungswidrig w\u00e4re (vgl. BFH, a.a.O., juris, Rn.\u00a035, 36). Ob sie \u2013 ausnahmsweise \u2013 gerechtfertigt sein k\u00f6nnte, er\u00f6rtert der Bundesfinanzhof nicht weiter (vgl. BFH, a.a.O., juris, Rn.\u00a038, 46). Mangels Spruchreife hatte er nicht zu entscheiden, ob ohne eine solche Rechtfertigung das systematisch und gesetzgebungshistorisch gewonnene Auslegungsergebnis des \u00a7 32a KStG hinter einer beschr\u00e4nkenden Auslegung zur\u00fcckst\u00fcnde.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"37\">37<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Das vorlegende Gericht f\u00fchrt zwar aus, dass die Anwendung des \u00a7 32a KStG auf bereits bei Inkrafttreten der Regelung festsetzungsverj\u00e4hrte Einkommensteuerfestsetzungen eine echte R\u00fcckwirkung darstellt. Ebenso erl\u00e4utert es, dass keine in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts entwickelten besonderen Gr\u00fcnde bestehen, diese ausnahmsweise zu rechtfertigen. <\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"38\">38<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Dies legt allerdings nur die \u00dcberzeugung von der Verfassungswidrigkeit einer r\u00fcckwirkenden Anwendung des \u00a7 32a KStG dar. Hingegen ergibt sich hieraus noch nicht, warum eine verfassungskonforme Auslegung ausscheidet, die die nach \u00dcberzeugung des Gerichts hier zu ber\u00fccksichtigenden verfassungsrechtlichen Vorgaben wahrt. <\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"39\">39<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">b) Ebenso hat der Bundesfinanzhof nicht entscheiden m\u00fcssen und nicht dazu ausgef\u00fchrt, ob es ausgeschlossen w\u00e4re, \u00a7 32a KStG zwar r\u00fcckwirkend auf bereits am 18. Dezember 2006 festsetzungsverj\u00e4hrte oder noch unter Geltung des Anrechnungsverfahrens ergangene Einkommensteuerfestsetzungen anzuwenden, aber einen berechtigten Vertrauensschutz bei der Entscheidung zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"40\">40<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">An anderer Stelle hat der I. Senat des Bundesfinanzhofs unter Berufung auf die genannte Entscheidung des VIII. Senats klargestellt, dass sich die Rechtswirkung des \u00a7 32a KStG nach dessen ausdr\u00fccklichem Wortlaut auf die Schaffung einer verfahrensrechtlichen \u00c4nderungsm\u00f6glichkeit beschr\u00e4nkt und nur die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnet, die materielle Rechtslage verfahrensrechtlich umzusetzen (vgl. BFH, Beschluss vom 31. August 2016 &#8211; I B 146\/15 -, juris, Rn.\u00a015). Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hat f\u00fcr den Fall einer verdeckten Einlage, die zu einer g\u00fcnstigen \u00c4nderung der K\u00f6rperschaftsteuerfestsetzung f\u00fchren w\u00fcrde, betont, dass eine Anwendung des \u00a7 32a KStG verfassungsrechtlich nur bedenklich w\u00e4re, wenn sie belastende Wirkung h\u00e4tte (vgl. Finanzgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 6. Juli 2016 &#8211; 1 K 1303\/16 -, juris, Rn.\u00a052).<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"41\">41<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Das vorlegende Gericht f\u00fchrt zum Ermessen, das \u00a7 32a KStG einr\u00e4umt, aus, eine Ber\u00fccksichtigung des Vertrauensschutzes in die bereits bei Inkrafttreten der Regelung abgelaufene Festsetzungsverj\u00e4hrung komme hierbei nicht in Betracht. Das Ermessen erlaube den Finanzbeh\u00f6rden nicht die \u00dcberpr\u00fcfung der f\u00fcr sie bindenden Gesetze auf eine etwaige verfassungswidrige R\u00fcckwirkung. Es sei hingegen regelm\u00e4\u00dfig auf Null reduziert, wenn eine Anpassung der betreffenden Steuerfestsetzung erforderlich sei, um eine rechtm\u00e4\u00dfige Besteuerung des Gesellschafters zu erreichen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"42\">42<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Hiermit begr\u00fcndet das Finanzgericht jedoch noch nicht hinreichend, warum es selbst die Ermessensnorm des \u00a7 32a KStG nicht dahin auslegen kann, dass eine bereits bei Inkrafttreten der Norm festsetzungsverj\u00e4hrte Einkommensteuerfestsetzung nicht in belastender Weise ge\u00e4ndert wird. Die Auslegung des einger\u00e4umten Ermessens beruht vielmehr auf der \u00dcberzeugung, dass eine verfassungskonforme Auslegung des \u00a7 32a KStG ausgeschlossen ist. Das vorlegende Gericht verweist darauf, dass \u201eeiner inneren Grenze des Ermessens aus der Verletzung des Grundsatzes des Vertrauensschutzes\u201c der in der Norm zum Ausdruck kommende objektivierte Wille des Gesetzgebers entgegenstehe. Dass eine verfassungskonforme Auslegung des \u00a7 32a KStG ausscheidet, hat das vorlegende Gericht aber \u2013 wie ausgef\u00fchrt \u2013 nicht hinreichend dargelegt. <\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"43\">43<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Auch durch diese Erl\u00e4uterungen ergibt sich damit noch nicht, warum eine verfassungskonforme Auslegung des \u00a7 32a KStG ausscheidet, mit der dem Vertrauensschutz in den Bestand der festsetzungsverj\u00e4hrten Einkommensteuerfeststellung Rechnung getragen werden kann.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"is-anchor\" id=\"44\">44<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"justify\">Diese Entscheidung ist unanfechtbar<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"https:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/SharedDocs\/Entscheidungen\/DE\/2023\/12\/lk20231218_2bvl000716.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unzul\u00e4ssige Richtervorlage zur r\u00fcckwirkenden Anwendung von \u00a7 32a Abs. 1 Satz 2 KStG auf bei dessen Inkrafttreten bereits festsetzungsverj\u00e4hrte Steuerfestsetzungen<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_crdt_document":""},"kji_country":[7802],"kji_court":[8477],"kji_chamber":[12946],"kji_year":[24566],"kji_subject":[7660],"kji_keyword":[7808,8479,12822],"kji_language":[7805],"class_list":["post-606559","kji_decision","type-kji_decision","status-publish","hentry","kji_country-allemagne","kji_court-bundesverfassungsgericht","kji_chamber-3-kammer-des-zweiten-senats","kji_year-24566","kji_subject-constitutionnel","kji_keyword-beschluss","kji_keyword-bundesverfassungsgericht","kji_keyword-dezember","kji_language-allemand"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.5 (Yoast SEO v27.5) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>Beschluss vom 18. Dezember 2023 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/beschluss-vom-18-dezember-2023-5\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"zh_CN\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Beschluss vom 18. Dezember 2023\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Unzul\u00e4ssige Richtervorlage zur r\u00fcckwirkenden Anwendung von \u00a7 32a Abs. 1 Satz 2 KStG auf bei dessen Inkrafttreten bereits festsetzungsverj\u00e4hrte Steuerfestsetzungen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/beschluss-vom-18-dezember-2023-5\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"\u9884\u8ba1\u9605\u8bfb\u65f6\u95f4\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"19 \u5206\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/beschluss-vom-18-dezember-2023-5\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/beschluss-vom-18-dezember-2023-5\\\/\",\"name\":\"Beschluss vom 18. Dezember 2023 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2026-04-19T13:00:28+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/beschluss-vom-18-dezember-2023-5\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"zh-Hans\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/beschluss-vom-18-dezember-2023-5\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/beschluss-vom-18-dezember-2023-5\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Jurisprudences\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Beschluss vom 18. Dezember 2023\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/\",\"name\":\"Kohen Avocats\",\"description\":\"Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat p\u00e9naliste \u00e0 Paris, intervient exclusivement en droit p\u00e9nal pour la d\u00e9fense des particuliers, notamment en mati\u00e8re d\u2019accusations de viol. Il assure un accompagnement rigoureux d\u00e8s la garde \u00e0 vue jusqu\u2019\u00e0 la Cour d\u2019assises, veillant au strict respect des garanties proc\u00e9durales.\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"zh-Hans\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#organization\",\"name\":\"Kohen Avocats\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"zh-Hans\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/01\\\/Logo-2-1.webp\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/01\\\/Logo-2-1.webp\",\"width\":2114,\"height\":1253,\"caption\":\"Kohen Avocats\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"}}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO Premium plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Beschluss vom 18. Dezember 2023 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/beschluss-vom-18-dezember-2023-5\/","og_locale":"zh_CN","og_type":"article","og_title":"Beschluss vom 18. Dezember 2023","og_description":"Unzul\u00e4ssige Richtervorlage zur r\u00fcckwirkenden Anwendung von \u00a7 32a Abs. 1 Satz 2 KStG auf bei dessen Inkrafttreten bereits festsetzungsverj\u00e4hrte Steuerfestsetzungen","og_url":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/beschluss-vom-18-dezember-2023-5\/","og_site_name":"Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"\u9884\u8ba1\u9605\u8bfb\u65f6\u95f4":"19 \u5206"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/beschluss-vom-18-dezember-2023-5\/","url":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/beschluss-vom-18-dezember-2023-5\/","name":"Beschluss vom 18. Dezember 2023 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#website"},"datePublished":"2026-04-19T13:00:28+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/beschluss-vom-18-dezember-2023-5\/#breadcrumb"},"inLanguage":"zh-Hans","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/beschluss-vom-18-dezember-2023-5\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/beschluss-vom-18-dezember-2023-5\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Jurisprudences","item":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Beschluss vom 18. Dezember 2023"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#website","url":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/","name":"Kohen Avocats","description":"Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat p\u00e9naliste \u00e0 Paris, intervient exclusivement en droit p\u00e9nal pour la d\u00e9fense des particuliers, notamment en mati\u00e8re d\u2019accusations de viol. Il assure un accompagnement rigoureux d\u00e8s la garde \u00e0 vue jusqu\u2019\u00e0 la Cour d\u2019assises, veillant au strict respect des garanties proc\u00e9durales.","publisher":{"@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"zh-Hans"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#organization","name":"Kohen Avocats","url":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"zh-Hans","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kohenavocats.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Logo-2-1.webp","contentUrl":"https:\/\/kohenavocats.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Logo-2-1.webp","width":2114,"height":1253,"caption":"Kohen Avocats"},"image":{"@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#\/schema\/logo\/image\/"}}]}},"jetpack_likes_enabled":false,"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_decision\/606559","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_decision"}],"about":[{"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kji_decision"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=606559"}],"wp:term":[{"taxonomy":"kji_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_country?post=606559"},{"taxonomy":"kji_court","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_court?post=606559"},{"taxonomy":"kji_chamber","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_chamber?post=606559"},{"taxonomy":"kji_year","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_year?post=606559"},{"taxonomy":"kji_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_subject?post=606559"},{"taxonomy":"kji_keyword","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_keyword?post=606559"},{"taxonomy":"kji_language","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_language?post=606559"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}