{"id":642149,"date":"2026-04-22T00:31:20","date_gmt":"2026-04-21T22:31:20","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/tribunal-federal-suisse-6-avril-2023-n-8c-679-2022-2\/"},"modified":"2026-04-22T00:31:20","modified_gmt":"2026-04-21T22:31:20","slug":"tribunal-federal-suisse-6-avril-2023-n-8c-679-2022-2","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/tribunal-federal-suisse-6-avril-2023-n-8c-679-2022-2\/","title":{"rendered":"Tribunal f\u00e9d\u00e9ral suisse, 6 avril 2023, n\u00b0 8C 679-2022"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<p>Bundesgericht<\/p>\n<p>Tribunal f\u00e9d\u00e9ral<\/p>\n<p>Tribunale federale<\/p>\n<p>Tribunal federal<\/p>\n<p>8C_679\/2022<\/p>\n<p>Urteil vom 6. April 2023<\/p>\n<p>IV. \u00f6ffentlich-rechtliche Abteilung<\/p>\n<p>Besetzung<\/p>\n<p>Bundesrichter Wirthlin, Pr\u00e4sident,<\/p>\n<p>Bundesrichter Maillard, Abrecht,<\/p>\n<p>Gerichtsschreiberin Durizzo.<\/p>\n<p>Verfahrensbeteiligte<\/p>\n<p>Branchen Versicherung Genossenschaft,<\/p>\n<p>vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Gilles Benedick,<\/p>\n<p>Beschwerdef\u00fchrerin,<\/p>\n<p>gegen<\/p>\n<p>A.________,<\/p>\n<p>vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Ruedi Portmann,<\/p>\n<p>Beschwerdegegnerin.<\/p>\n<p>Gegenstand<\/p>\n<p>Unfallversicherung (unfall\u00e4hnliche K\u00f6rpersch\u00e4digung; Kausalzusammenhang),<\/p>\n<p>Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Oktober 2022 (UV 2021\/70).<\/p>\n<p>Sachverhalt:<\/p>\n<p>A.<\/p>\n<p>A.________, geboren 1975, war als Vermittlerin bei den B.________ besch\u00e4ftigt und dadurch bei der Branchen Versicherung Genossenschaft (nachfolgend: Branchen Versicherung) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf\u00e4llen sowie Berufskrankheiten versichert. Gem\u00e4ss Unfallmeldung vom 16. Februar 2021 und ihren erg\u00e4nzenden Angaben vom 17. Februar 2021 habe A.________ am 3. Februar 2021 beim Tragen ihrer Skier bemerkt, dass sie das Endglied ihres rechten Mittelfingers nicht mehr habe strecken k\u00f6nnen. Im Spital C.________, wo sie sich gleichentags vorstellte, wurde die Diagnose eines &quot;ligament\u00e4ren Malletfingers&quot; gestellt. Die Branchen Versicherung unterbreitete das Dossier ihrem Vertrauensarzt Dr. med. D.________, Facharzt f\u00fcr orthop\u00e4dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH. Nach seinen Berichten vom 29. M\u00e4rz und 1. Juni 2021 bezieht sich die erw\u00e4hnte Diagnose auf einen Sehnenriss, der jedoch nicht durch das von A.________ geltend gemachte Ereignis vom 3. Februar 2021 verursacht worden, sondern degenerativ bedingt sei. Gest\u00fctzt darauf lehnte die Branchen Versicherung ihre Leistungspflicht mit Verf\u00fcgung vom 9. M\u00e4rz 2021 und Einspracheentscheid vom 3. Juni 2021 ab mit der Begr\u00fcndung, dass weder ein Unfall im Rechtssinne noch eine unfall\u00e4hnliche K\u00f6rpersch\u00e4digung vorliege.<\/p>\n<p>B.<\/p>\n<p>Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 4. Oktober 2022 gut. Es hob den Einspracheentscheid vom 3. Juni 2021 auf und verpflichtete die Branchen Versicherung, f\u00fcr die Folgen des Ereignisses vom 3. Februar 2021 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.<\/p>\n<p>C.<\/p>\n<p>Die Branchen Versicherung l\u00e4sst Beschwerde in \u00f6ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f\u00fchren mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und ihr Einspracheentscheid vom 3. Juni 2021 zu best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>A.________ l\u00e4sst auf Abweisung der Beschwerde schliessen. Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.<\/p>\n<p>Erw\u00e4gungen:<\/p>\n<p>1.<\/p>\n<p>1.1. Die Beschwerde in \u00f6ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem\u00e4ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw\u00e4gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr\u00fcndung abweisen. Immerhin pr\u00fcft das Bundesgericht, unter Ber\u00fccksichtigung der allgemeinen Pflicht zur Begr\u00fcndung der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds\u00e4tzlich nur die geltend gemachten R\u00fcgen, sofern die rechtlichen M\u00e4ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 141 V 234 E. 1 mit Hinweisen).<\/p>\n<p>1.2. Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit\u00e4r- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG).<\/p>\n<p>2.<\/p>\n<p>Streitig ist, ob die vorinstanzliche Zusprechung der gesetzlichen Leistungen aus unfall\u00e4hnlicher K\u00f6rpersch\u00e4digung nach Art. 6 Abs. 2 UVG vor Bundesrecht standh\u00e4lt. Zur Frage steht dabei die Beurteilung des nat\u00fcrlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Ereignis vom 3. Februar 2021 und dem gleichentags diagnostizierten &quot;Malletfinger&quot;. Unbestritten ist, dass kein Unfall im Rechtssinne vorliegt.<\/p>\n<p>3.<\/p>\n<p>Das kantonale Gericht hat die Bestimmung \u00fcber die Leistungspflicht des Unfallversicherers aus Art. 6 Abs. 2 UVG zutreffend dargelegt. Hervorzuheben ist die f\u00fcr die Haftung erforderliche Voraussetzung, dass die Listenverletzung (lit. a-h) nicht vorwiegend, das heisst zu mehr als 50 %, durch Abn\u00fctzung oder Erkrankung verursacht wurde, und dass dem Unfallversicherer die M\u00f6glichkeit offen steht, sich von seiner Leistungspflicht zu befreien. Aus dem Vorliegen einer Listenverletzung lassen sich noch keine Schl\u00fcsse dar\u00fcber ziehen, ob die Sch\u00e4digung nat\u00fcrlich-kausal auf ein leistungspflichtiges Ereignis zur\u00fcckzuf\u00fchren oder degenerativ beziehungsweise erkrankungsbedingt sei. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers ist zwar von Gesetzes wegen zu vermuten. Dieser ist jedoch zur F\u00fchrung des Beweises zuzulassen, dass die Sch\u00e4digung vorwiegend abn\u00fctzungs- beziehungsweise erkrankungsbedingt sei. Bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist rechtsprechungsgem\u00e4ss das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden K\u00f6rpersch\u00e4digung zu ber\u00fccksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umst\u00e4nde des erstmaligen Auftretens der Beschwerden n\u00e4her zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die f\u00fcr oder gegen Abn\u00fctzung oder Erkrankung sprechen, m\u00fcssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. L\u00e4sst sich dabei kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter beziehungsweise harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsl\u00e4ufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers (BGE 146 V 51 E. 8.2, 8.6 und 9.2; SVR 2021 UV Nr. 22 S. 103, 8C_382\/2020 E. 6.1).<\/p>\n<p>Richtig wiedergegeben werden im angefochtenen Entscheid die Regeln \u00fcber den Beweiswert von Arztberichten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a), insbesondere von versicherungsinternen beziehungsweise von vertrauens\u00e4rztlichen Feststellungen (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4; 125 V 351 E. 3b\/ee; 122 V 157 E. 1d; Urteile 8C_646\/2019 vom 6. M\u00e4rz 2020 E. 4.3; 9C_634\/2019 vom 12. November 2019 E. 4.3; 8C_71\/2016 vom 1. Juli 2016 E. 5.2). Es wird darauf verwiesen.<\/p>\n<p>4.<\/p>\n<p>4.1. Die Vorinstanz stellte fest, dass sich die Beschwerdegegnerin am 3. Februar 2021 beim Tragen ihrer Skier die Strecksehne am Endglied des rechten Mittelfingers gerissen und sich damit eine Listenverletzung zugezogen habe. Gem\u00e4ss den vertrauens\u00e4rztlichen Berichten des Dr. med. D.________ w\u00fcrden traumatische Risse von Sehnen grosse Kr\u00e4fte erfordern, w\u00e4hrend eine schmerzfreie Durchtrennung mit zuf\u00e4lligem Bemerken der fehlenden Streckung als Funktionsverlust typisch sei f\u00fcr eine degenerativ bedingte Sch\u00e4digung der Sehne. Dem setze die von der Beschwerdegegnerin beauftragte Dr. med. E.________, Fach\u00e4rztin f\u00fcr Chirurgie FMH, entgegen, dass beim &quot;Malletfinger&quot; eine akute Strecksehnenl\u00e4sion vorliege, wobei daf\u00fcr kein &quot;major trauma&quot;, etwa durch eine Sportverletzung, erforderlich sei, sondern auch ein &quot;minor trauma&quot; wie der von der Beschwerdegegnerin geschilderte Hergang gen\u00fcge. Der Mechanismus basiere dabei auf einer forcierten Endglied-Flexion, wobei es weder einen Schlag noch eine Distorsion brauche. Dr. med. D.________ habe, so die Vorinstanz weiter, die Frage nach der Ursache der Sehnenl\u00e4sion nicht anhand radiologischer Befunde, sondern allein gest\u00fctzt auf die Fachliteratur zu Sehnenrupturen im Allgemeinen beantwortet. Eine degenerative Vorsch\u00e4digung der Sehne sei nicht erstellt, zumindest habe die Beschwerdef\u00fchrerin dazu keine weiteren Abkl\u00e4rungen get\u00e4tigt. Zudem ergebe sich aus anderen, insbesondere im Internet publizierten medizinischen Berichten, dass solche Sehnen h\u00e4ufig von Abrissen betroffen seien, wof\u00fcr bereits harmlose Bagatellverletzungen gen\u00fcgten. Aufgrund der bereits verstrichenen Zeit seit dem Vorfall seien von weiteren medizinischen Abkl\u00e4rungen keine neue Erkenntnisse mehr zu erwarten. Mit den vertrauens\u00e4rztlichen Berichten lasse sich der Entlastungsbeweis jedoch nicht erbringen. Gem\u00e4ss Vorinstanz ist daraus auf die Leistungspflicht der Beschwerdef\u00fchrerin zu folgern.<\/p>\n<p>4.2. Die Beschwerdef\u00fchrerin erneuert ihren Standpunkt, dass gem\u00e4ss der einschl\u00e4gigen Fachliteratur, auf die sich der Vertrauensarzt st\u00fctzte, eine Rissbildung bei Sehnen unter physiologischen Bedingungen &#8211; wozu das Tragen von Skiern geh\u00f6re &#8211; auszuschliessen sei. Ein Vorbehalt sei lediglich anzubringen bei Vorsch\u00e4digungen durch Tumore oder Entz\u00fcndungen, was hier jedoch nicht geltend gemacht worden sei. Das hier vorliegende initiale, harmlose Ereignis verm\u00f6ge als Ursache f\u00fcr die Listenverletzung nicht zu gen\u00fcgen. Die Vorinstanz habe die vertrauens\u00e4rztlichen Berichte zu Unrecht als untauglich f\u00fcr den Entlastungsbeweis qualifiziert. Der von der Beschwerdegegnerin ins Feld gef\u00fchrte Begriff eines &quot;minor trauma&quot; sei in der Fachliteratur nicht gebr\u00e4uchlich. Im \u00dcbrigen anerkenne die Vorinstanz, dass degenerative Ver\u00e4nderungen alleine zu einem Sehnenriss f\u00fchren k\u00f6nnten, sodass wiederum nicht nachvollziehbar sei, weshalb gem\u00e4ss kantonalem Gericht bereits ein &quot;minor trauma&quot; beziehungsweise eine Bagatellverletzung gen\u00fcge f\u00fcr die Annahme, die Sch\u00e4digung sei nicht \u00fcberwiegend degenerativ bedingt.<\/p>\n<p>4.3. Die Beschwerdegegnerin bestreitet, dass das Tragen von Skiern als harmlose Bewegung zu qualifizieren sei. Vielmehr erfordere es aufgrund des Gewichts der Skier samt Bindung eine Kraftanstrengung auch der Finger. Selbst wenn jedoch der Beschwerdef\u00fchrerin in ihrer Argumentation zu folgen w\u00e4re, lasse sich daraus keine Beweiserleichterung zu ihren Gunsten ableiten. Die Beschwerdegegnerin macht sinngem\u00e4ss im Wesentlichen geltend, dass der Vertrauensarzt, dessen fachliche Bef\u00e4higung generell in Zweifel gezogen wird, allein auf allgemeine medizinische Annahmen zur Verursachung von Sehnenrissen abstelle. Dies verm\u00f6ge f\u00fcr den Haftungsausschluss nicht zu gen\u00fcgen, zumal bei der hier konkret vorliegenden Verletzung (&quot;Malletfinger&quot;) eine differenziertere Betrachtungsweise Platz greifen m\u00fcsse.<\/p>\n<p>5.<\/p>\n<p>Gem\u00e4ss kantonalem Gericht begr\u00fcndete die von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene Stellungnahme von Dr. med. E.________ hinreichende Zweifel gegen die Zuverl\u00e4ssigkeit der vertrauens\u00e4rztlichen Berichte. Es k\u00f6nne darauf daher nicht abgestellt werden. Inwiefern die Vorinstanz insoweit Bundesrecht verletzt haben sollte, ist nicht erkennbar. Praxisgem\u00e4ss (oben E. 3) bedarf es im Rahmen des Entlastungsbeweises durch den Unfallversicherer einer Beleuchtung und Gewichtung des gesamten Ursachenspektrums. Daran fehlt es vorliegend mit der blossen Feststellung des Vertrauensarztes, dass Bagatelltraumen generell nicht geeignet seien, eine Sehnenverletzung herbeizuf\u00fchren, zumal die von der Beschwerdegegnerin beauftragte Dr. med. E.________ unter Verweis auf medizinische Fachliteratur die Auffassung vertritt, dass ein &quot;Malletfinger&quot; auch durch ein &quot;minor trauma&quot; verursacht werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Gest\u00fctzt auf Internetrecherchen stellte das kantonale Gericht in der Folge fest, dass Strecksehnenrupturen am Fingerendgelenk h\u00e4ufig von Abrissen betroffen seien. Meist passiere dies etwa beim Bettenmachen oder bei Ballsportarten. Bereits harmlose Bagatellverletzungen w\u00fcrden gen\u00fcgen. Zudem best\u00fcnden gest\u00fctzt auf den Bericht des Spitals C.________ keine Hinweise auf eine relevante Erkrankung. Damit verletzte die Vorinstanz die massgeblichen Grunds\u00e4tze \u00fcber die W\u00fcrdigung von Arztberichten. Kann auf versicherungsinterne Berichte wegen auch nur geringf\u00fcgiger Zweifel nicht abgestellt werden, fehlt es an zuverl\u00e4ssigen medizinischen Beurteilungsgrundlagen und ist ein Gutachten einzuholen. Das kantonale Gericht erwog unter anderem antizipierend, der entsprechende Beweis sei infolge Zeitablaufs nicht zu erbringen. Dabei verkennt die Vorinstanz, dass die Diagnosestellung anl\u00e4sslich der Erstkonsultation im Spital C.________ auf einer bildgebenden Untersuchung beruhte. Zwar mag der entsprechende Bericht \u00e4usserst kurz gefasst sein, jedoch ist davon auszugehen, dass die damals angefertigten Bilder noch vorhanden und weiterer Interpretation zug\u00e4nglich sind, immerhin als Ausgangspunkt f\u00fcr die erforderliche konkrete medizinische Beurteilung und Gewichtung sowohl des geltend gemachten Hergangs als auch des Vorzustandes als m\u00f6gliche Teilursachen des Sehnenrisses. Ebenso wenig wie die Feststellung des Vertrauensarztes, dass Bagatelltraumen als Ursache generell nicht in Frage k\u00e4men, gen\u00fcgt jedenfalls diejenige des kantonalen Gerichts gest\u00fctzt auf die ebenfalls bloss rudiment\u00e4ren Ausf\u00fchrungen von Dr. med. E.________ sowie die seinerseits entdeckten Internetquellen, dass im Gegenteil auch harmlose Mechanismen geeignet seien, einen Sehnenriss herbeizuf\u00fchren. Gleichzeitig verletzte die Vorinstanz damit auch das dem Unfallversicherer mit Art. 6 Abs. 2 UVG einger\u00e4umte Recht zur F\u00fchrung eines Entlastungsbeweises.<\/p>\n<p>Die Beschwerde erweist sich damit als begr\u00fcndet. Die Sache ist an die Branchen Versicherung zu erg\u00e4nzenden Abkl\u00e4rungen und zu erneutem Entscheid \u00fcber ihre Leistungspflicht f\u00fcr den Sehnenriss am rechten Mittelfinger aus unfall\u00e4hnlicher K\u00f6rpersch\u00e4digung zur\u00fcckzuweisen.<\/p>\n<p>6.<\/p>\n<p>Die R\u00fcckweisung der Sache zum erneuten Entscheid kommt praxisgem\u00e4ss einem Obsiegen der Beschwerde f\u00fchrenden Partei gleich. Die Beschwerdegegnerin hat daher im vorliegenden Verfahren die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).<\/p>\n<p>Demnach erkennt das Bundesgericht:<\/p>\n<p>1.<\/p>\n<p>Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Oktober 2022 und der Einspracheentscheid der Branchen Versicherung Genossenschaft vom 3. Juni 2021 werden aufgehoben. Die Sache wird zu neuer Verf\u00fcgung an die Branchen Versicherung Genossenschaft zur\u00fcckgewiesen. Im \u00dcbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.<\/p>\n<p>2.<\/p>\n<p>Die Gerichtskosten von Fr. 800.- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.<\/p>\n<p>3.<\/p>\n<p>Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt f\u00fcr Gesundheit schriftlich mitgeteilt.<\/p>\n<p>Luzern, 6. April 2023<\/p>\n<p>Im Namen der IV. \u00f6ffentlich-rechtlichen Abteilung<\/p>\n<p>des Schweizerischen Bundesgerichts<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident: Wirthlin<\/p>\n<p>Die Gerichtsschreiberin: Durizzo<\/p>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"https:\/\/search.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/fr\/php\/aza\/http\/index.php?lang=fr&#038;type=highlight_simple_query&#038;page=5&#038;from_date=&#038;to_date=&#038;sort=relevance&#038;insertion_date=&#038;top_subcollection_aza=all&#038;query_words=versicherung&#038;rank=50&#038;azaclir=aza&#038;highlight_docid=aza%3A%2F%2F06-04-2023-8C_679-2022&#038;number_of_ranks=4130\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Source officielle Tribunal federal suisse. Contenu HTML public, PDF non garanti en version gratuite.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundesgericht Tribunal f\u00e9d\u00e9ral Tribunale federale Tribunal federal 8C_679\/2022 Urteil vom 6. April 2023 IV. \u00f6ffentlich-rechtliche Abteilung Besetzung Bundesrichter Wirthlin, Pr\u00e4sident, Bundesrichter Maillard, Abrecht, Gerichtsschreiberin Durizzo. Verfahrensbeteiligte Branchen Versicherung Genossenschaft, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Gilles Benedick, Beschwerdef\u00fchrerin, gegen A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Ruedi Portmann, Beschwerdegegnerin. 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