{"id":658419,"date":"2026-04-23T11:28:57","date_gmt":"2026-04-23T09:28:57","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundesarbeitsgericht-2-senat-urteil-2022-09-27-2-azr-5-22\/"},"modified":"2026-04-23T11:28:57","modified_gmt":"2026-04-23T09:28:57","slug":"bundesarbeitsgericht-2-senat-urteil-2022-09-27-2-azr-5-22","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesarbeitsgericht-2-senat-urteil-2022-09-27-2-azr-5-22\/","title":{"rendered":"Bundesarbeitsgericht, 2. Senat, Urteil, 2022-09-27, 2 AZR 5\/22"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">1. Die Revision des Kl\u00e4gers gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts D\u00fcsseldorf vom 15.\u00a0September 2021 &#8211;\u00a012\u00a0Sa 10\/21\u00a0&#8211; wird mit der Ma\u00dfgabe zur\u00fcckgewiesen, dass sich die Kosten erster Instanz wie folgt verteilen:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">Von den Gerichtskosten haben der Kl\u00e4ger 20\u00a0%, die Beklagte zu\u00a01. 51\u00a0% und die Beklagte zu\u00a02. 29\u00a0% zu tragen. Von den au\u00dfergerichtlichen Kosten hat der Kl\u00e4ger die der Beklagten zu\u00a01. iHv. 10\u00a0% und die der Beklagten zu\u00a02. iHv. 32\u00a0% zu tragen, w\u00e4hrend die des Kl\u00e4gers der Beklagten zu\u00a01. zu 51\u00a0% und der Beklagten zu\u00a02. zu 29\u00a0% auferlegt werden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">2. Der Kl\u00e4ger hat die Kosten der Revision zu tragen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tatbestand<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Parteien streiten noch \u00fcber Aufl\u00f6sungsantr\u00e4ge sowie einen Zahlungsanspruch.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger war seit Oktober 2018 f\u00fcr die Beklagte zu\u00a02. und ab Januar 2019 f\u00fcr die Beklagte zu\u00a01. t\u00e4tig. Die Beklagten geh\u00f6ren derselben Unternehmensgruppe an. Sie k\u00fcndigten die etwaig mit dem Kl\u00e4ger bestehenden Arbeitsverh\u00e4ltnisse im August 2019 ordentlich zum 31.\u00a0Oktober 2019. Gegen die Stattgabe der K\u00fcndigungsschutzantr\u00e4ge des Kl\u00e4gers durch das Arbeitsgericht haben die Beklagten Berufung eingelegt und ua. gest\u00fctzt auf ein Schreiben des Kl\u00e4gers vom 14.\u00a0September 2019 an den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer ihrer Muttergesellschaft jeweils hilfsweise beantragt,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">das Arbeitsverh\u00e4ltnis mit dem Kl\u00e4ger gegen Zahlung einer Abfindung, die in das Ermessen des Gerichts gestellt wird, zum 31.\u00a0Oktober 2019 aufzul\u00f6sen.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger hat Abweisung der Aufl\u00f6sungsantr\u00e4ge sowie im Weg der Anschlussberufung beantragt,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">die Beklagte zu\u00a01. zu verurteilen, an ihn 10.000,00\u00a0Euro brutto nebst Zinsen iHv. f\u00fcnf Prozentpunkten \u00fcber dem Basiszinssatz seit dem 3.\u00a0M\u00e4rz 2020 als Bonus f\u00fcr das Kalenderjahr 2019 zu zahlen.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Landesarbeitsgericht hat die Berufungen der Beklagten zur\u00fcckgewiesen und deren Aufl\u00f6sungsantr\u00e4gen gegen Zahlung einer Abfindung iHv. 8.854,16\u00a0Euro brutto (Beklagte zu 1.) sowie 5.312,50\u00a0Euro brutto (Beklagte zu\u00a02.) stattgegeben. Auf die Anschlussberufung des Kl\u00e4gers hat es die Beklagte zu\u00a01. verurteilt, an ihn 8.333,33\u00a0Euro brutto nebst Zinsen als Bonus f\u00fcr das Kalenderjahr 2019 zu zahlen. Mit der Revision begehrt der Kl\u00e4ger die Abweisung der Aufl\u00f6sungsantr\u00e4ge sowie die Verurteilung der Beklagten zu\u00a01. zur Zahlung eines weiteren Bonus f\u00fcr das Kalenderjahr 2019 iHv. 1.666,67\u00a0Euro brutto nebst Zinsen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die zul\u00e4ssige Revision des Kl\u00e4gers ist unbegr\u00fcndet. Das Landesarbeitsgericht hat ohne revisiblen Rechtsfehler den Aufl\u00f6sungsantr\u00e4gen der Beklagten stattgegeben und die Klage gegen die Beklagte zu\u00a01. auf Zahlung weiterer 1.666,67\u00a0Euro brutto als Bonus f\u00fcr das Kalenderjahr 2019 abgewiesen. Allerdings hat es die Kosten f\u00fcr das erstinstanzliche Verfahren unzutreffend verteilt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>I. Das Berufungsgericht hat ohne Rechtsfehler zulasten des Kl\u00e4gers dessen Arbeitsverh\u00e4ltnis mit der Beklagten zu\u00a01. auf deren Antrag nach \u00a7\u00a09 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 KSchG gegen Zahlung einer Abfindung iHv. 8.854,16\u00a0Euro brutto aufgel\u00f6st.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Die Beklagte zu\u00a01. durfte den Aufl\u00f6sungsantrag auf der Grundlage ihrer Berufung gegen die Stattgabe des gegen sie gerichteten K\u00fcndigungsschutzantrags durch das Arbeitsgericht erstmals in zweiter Instanz stellen, \u00a7\u00a09 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 KSchG.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Berufung war zul\u00e4ssig. Die Beklagte zu\u00a01. hat sich hinreichend mit der Annahme des Arbeitsgerichts auseinandergesetzt, die K\u00fcndigung habe einer sozialen Rechtfertigung gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a01 Abs.\u00a02 KSchG bedurft, weil sie in den betrieblichen Geltungsbereich des K\u00fcndigungsschutzgesetzes fiel <em>(\u00a7\u00a023 Abs.\u00a01 KSchG)<\/em>. Deshalb kann dahinstehen, ob ein zweitinstanzlich im Rahmen einer eigenen Berufung angebrachter Aufl\u00f6sungsantrag analog \u00a7\u00a0524 Abs.\u00a04 ZPO nur seine Wirkung verliert, wenn die Berufung &#8211; wie vorliegend nicht &#8211; zur\u00fcckgenommen oder tats\u00e4chlich vom Landesarbeitsgericht als unzul\u00e4ssig verworfen wird <em>(zu \u00a7\u00a0533 ZPO vgl. BGH 3.\u00a0November 2016 &#8211;\u00a0III\u00a0ZR 84\/15\u00a0&#8211; Rn.\u00a014; 6.\u00a0November 2014 &#8211;\u00a0IX\u00a0ZR 204\/13\u00a0&#8211; Rn.\u00a02)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Die Voraussetzungen des \u00a7\u00a0533 ZPO mussten nicht erf\u00fcllt sein. \u00a7\u00a09 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 KSchG ist insofern lex specialis <em>(aA LAG Baden-W\u00fcrttemberg 24.\u00a0Mai 2018 &#8211;\u00a017\u00a0Sa 105\/17\u00a0&#8211; zu\u00a0A\u00a0III\u00a02 der Gr\u00fcnde)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Die Beklagte zu\u00a01. ist aktivlegitimiert. Aufgrund der rechtskr\u00e4ftigen Stattgabe des Antrags gegen die von ihr erkl\u00e4rte K\u00fcndigung steht fest, dass zu dem im K\u00fcndigungsschreiben genannten Beendigungszeitpunkt, zu dem auch der Aufl\u00f6sungsantrag wirken soll <em>(\u00a7\u00a09 Abs.\u00a02 KSchG)<\/em>, ein Arbeitsverh\u00e4ltnis zum Kl\u00e4ger bestand.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Der Aufl\u00f6sungsantrag der Beklagten zu\u00a01. ist \u201estatthaft\u201c.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Nach den gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a09 KSchG ma\u00dfgeblichen Annahmen des Landesarbeitsgerichts war die im betrieblichen Geltungsbereich des K\u00fcndigungsschutzgesetzes <em>(\u00a7\u00a023 Abs.\u00a01 KSchG)<\/em> erkl\u00e4rte K\u00fcndigung vom 27.\u00a0August 2019 sozialwidrig <em>(\u00a7\u00a01 Abs.\u00a02 KSchG)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Die K\u00fcndigung war nicht ma\u00dfregelnd iSv. \u00a7\u00a0612a BGB.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Bei einer ma\u00dfregelnden K\u00fcndigung scheidet eine Aufl\u00f6sung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses auf Antrag des Arbeitgebers aus. Das folgt aus \u00a7\u00a013 Abs.\u00a02 KSchG. Danach kann bei einer &#8211;\u00a0auch\u00a0&#8211; sittenwidrigen K\u00fcndigung allein der Arbeitnehmer einen Aufl\u00f6sungsantrag stellen. Denn es wird lediglich \u00a7\u00a09 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 KSchG in Bezug genommen. Das gilt auch f\u00fcr eine ma\u00dfregelnde K\u00fcndigung, weil es sich um einen Sonderfall der Sittenwidrigkeit handelt <em>(vgl. BAG 18.\u00a0November 2021 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 229\/21\u00a0&#8211; Rn.\u00a028; 20.\u00a0Mai 2021 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 560\/20\u00a0&#8211; Rn.\u00a026)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Allerdings greift \u00a7\u00a0612a BGB, wenn der Arbeitgeber aufgrund eines Motivb\u00fcndels handelt, nur ein, wenn die Rechtsaus\u00fcbung durch den Arbeitnehmer das wesentliche Motiv f\u00fcr die Ma\u00dfnahme bildet <em>(BAG 18.\u00a0November 2021 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 229\/21\u00a0&#8211; Rn.\u00a028; 20.\u00a0Mai 2021 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 560\/20\u00a0&#8211; Rn.\u00a026)<\/em>. Daran fehlt es vorliegend. Der Kl\u00e4ger hat die tatbestandliche Feststellung, tragendes Motiv der Beklagten zu\u00a01. sei es nach seinem eigenen Vorbringen zum K\u00fcndigungsschutzantrag gewesen, sich von ihm als Mitglied des sog. Core-Teams zu trennen, nicht mit einem Tatbestandsberichtigungsantrag nach \u00a7\u00a0320 ZPO angegriffen. Danach kommt es auf die Sachr\u00fcgen der Revision betreffend das Vorliegen einer unzul\u00e4ssigen Ma\u00dfregelung nicht an.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>4. Das Berufungsgericht hat ohne Rechtsfehler gemeint, es habe ein Aufl\u00f6sungsgrund vorgelegen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Das Landesarbeitsgericht hat den Aufl\u00f6sungsantrag der Beklagten zu\u00a01. allein aufgrund des Schreibens des Kl\u00e4gers vom 14.\u00a0September 2019 f\u00fcr durchgreifend erachtet. Es hat seine auf dieses Schreiben bezogene W\u00fcrdigung mit einem Fazit entsprechend dem Ma\u00dfstab des \u00a7\u00a09 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 KSchG <em>(keine den Betriebszwecken dienliche Zusammenarbeit \u201ezu erwarten\u201c)<\/em> eingeleitet und abgeschlossen. Nur zur Absicherung seiner Entscheidung gegen eine m\u00f6gliche Zur\u00fcckverweisung durch den Senat <em>(vgl. \u00a7\u00a0563 Abs.\u00a03 ZPO)<\/em> hat es hilfsweise eine Gesamtschau unter Einbeziehung weiterer Umst\u00e4nde angestellt, aufgrund derer es eine den Betriebszwecken dienliche Zusammenarbeit des Kl\u00e4gers mit der Beklagten zu\u00a01. sogar als \u201eausgeschlossen\u201c angesehen hat.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Auf die Hilfserw\u00e4gungen des Berufungsgerichts und die darauf bezogenen Sachr\u00fcgen der Revision kommt es an dieser Stelle nicht an, weil bereits die Hauptbegr\u00fcndung keinen Rechtsfehler erkennen l\u00e4sst. Das Landesarbeitsgericht hat ausgehend von der st\u00e4ndigen Senatsrechtsprechung <em>(vgl. BAG 24.\u00a0Mai 2018 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 73\/18\u00a0&#8211; Rn.\u00a016\u00a0ff., BAGE 163, 36)<\/em> bei der W\u00fcrdigung des Schreibens des Kl\u00e4gers vom 14.\u00a0September 2019 an den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Muttergesellschaft der Beklagten alle wesentlichen Umst\u00e4nde vollst\u00e4ndig und widerspruchsfrei ber\u00fccksichtigt <em>(zum eingeschr\u00e4nkten Pr\u00fcfungsma\u00dfstab vgl. BAG 24.\u00a0Mai 2018 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 73\/18\u00a0&#8211; Rn.\u00a014, aaO)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Soweit der Kl\u00e4ger meint, das Berufungsgericht habe seiner durch Art.\u00a05 Abs.\u00a01 GG gesch\u00fctzten Meinungsfreiheit kein ausreichendes Gewicht beigemessen, verkennt er, dass es ihm durchaus zugestanden hat, Kritik an den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrern der beiden Beklagten betreffend die Auswahl von Rechtsanw\u00e4lten auch gegen\u00fcber dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von deren Muttergesellschaft zu \u00fcben. Es hat aber gemeint, der Kl\u00e4ger habe sich nach dem gesamten Inhalt und der Diktion seines Schreibens an die Stelle der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der beiden Beklagten gesetzt und angenommen, ihnen vorgeben zu k\u00f6nnen, wie sie zu agieren haben. Gegen\u00fcber dieser W\u00fcrdigung zeigt der Kl\u00e4ger keinen revisiblen Rechtsfehler auf. Bei der Behauptung, er habe sich an den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Muttergesellschaft gewandt, weil diese nach dem Konzernumlagevertrag f\u00fcr die Koordination und Betreuung von Rechtsberatungsleistungen zust\u00e4ndig sei, handelt es sich um neues, nach \u00a7\u00a0559 Abs.\u00a01 ZPO unbeachtliches Vorbringen, das im \u00dcbrigen nichts an der Einsch\u00e4tzung zu \u00e4ndern verm\u00f6chte, der Kl\u00e4ger habe gemeint, selbst vorgeben zu k\u00f6nnen, wie Rechtsanw\u00e4lte durch die beiden Beklagten auszuw\u00e4hlen seien.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_20\">20<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Der Kl\u00e4ger kann sich nicht auf die Senatsrechtsprechung st\u00fctzen, wonach \u00c4u\u00dferungen in vertraulichen Gespr\u00e4chen, die der Arbeitnehmer in der berechtigten Erwartung t\u00e4tigt, sie w\u00fcrden nicht nach au\u00dfen getragen, eine K\u00fcndigung bzw. vorliegend die gerichtliche Aufl\u00f6sung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses nicht ohne Weiteres zu rechtfertigen verm\u00f6gen <em>(vgl. BAG 10.\u00a0Dezember 2009 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 534\/08\u00a0&#8211; Rn.\u00a018)<\/em>. Es kann dahinstehen, ob diese Rechtsprechung auf \u00c4u\u00dferungen der vorliegend zu beurteilenden Art \u00fcberhaupt Anwendung finden kann. Jedenfalls hat der Kl\u00e4ger sich gegen\u00fcber dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Muttergesellschaft der beiden Beklagten keine Vertraulichkeit ausbedungen, sondern es mit dem Schreiben im Gegenteil darauf angelegt, dass der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Muttergesellschaft gegen\u00fcber den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrern der beiden Beklagten aktiv wird.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_21\">21<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>cc) Angesichts der von ihm angenommenen Schwere des anma\u00dfenden Verhaltens des Kl\u00e4gers musste das Berufungsgericht die Beklagte zu\u00a01. nicht auf eine Abmahnung verweisen. Der Erfolg einer solchen erschien alles andere als sicher, weil sich der Kl\u00e4ger noch im Zeitpunkt der letzten m\u00fcndlichen Verhandlung \u201euneinsichtig\u201c gezeigt hat <em>(vgl. BAG 24.\u00a0Mai 2018 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 73\/18\u00a0&#8211; Rn.\u00a021, BAGE 163, 36)<\/em>. Das bedeutet entgegen der Annahme des Kl\u00e4gers nicht, dass das Berufungsgericht bei ihm vom Vorliegen eines \u00fcber den Einzelfall hinausgehenden \u201eVerhaltensmusters\u201c ausgegangen w\u00e4re.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_22\">22<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>5. Es ist weder von der Revision dargetan noch sonst ersichtlich, dass das Landesarbeitsgericht in Bezug auf das Arbeitsverh\u00e4ltnis mit der Beklagten zu\u00a01. die Abfindung nach Ma\u00dfgabe von \u00a7\u00a010 KSchG rechtsfehlerhaft zu niedrig festgesetzt h\u00e4tte <em>(zum eingeschr\u00e4nkten Pr\u00fcfungsma\u00dfstab vgl. BAG 21.\u00a0Juni 2012 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 694\/11\u00a0&#8211; Rn.\u00a038\u00a0ff., BAGE 142, 188)<\/em>. Das gilt auch, wenn es die E-Mail des Kl\u00e4gers vom 16.\u00a0April 2021 abfindungsmindernd ber\u00fccksichtigt haben sollte. Die Revision hat keine Anhaltspunkte daf\u00fcr aufgezeigt, dass das Berufungsgericht bei seiner W\u00fcrdigung, der Kl\u00e4ger habe der Beklagten zu\u00a01. darin in nicht nachvollziehbarer Weise einen <em>vors\u00e4tzlich<\/em> t\u00e4uschenden Charakter seiner Personalakte unterstellt, nicht alle vom Kl\u00e4ger angef\u00fchrten Eintragungen in den Blick genommen h\u00e4tte. Das ist auch objektiv nicht ersichtlich. Vielmehr ist es selbsterkl\u00e4rend, dass ein Leser der Personalakte durch die blo\u00df unscharfen Formulierungen, das Arbeitsverh\u00e4ltnis sei von der Beklagten zu\u00a02. \u201e\u00fcbernommen\u201c worden und man habe eine K\u00fcndigung \u201ezur\u00fcckgenommen\u201c (anstatt von einer solchen \u201eabzusehen\u201c), nicht zulasten des Kl\u00e4gers irregef\u00fchrt werden sollte.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_23\">23<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>II. Die Entscheidung des Berufungsgerichts, das Arbeitsverh\u00e4ltnis des Kl\u00e4gers mit der Beklagten zu\u00a02. auf deren Antrag nach \u00a7\u00a09 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 KSchG gegen Zahlung einer Abfindung iHv. 5.312,50\u00a0Euro brutto aufzul\u00f6sen, ist ebenfalls frei von revisiblen Rechtsfehlern.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_24\">24<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Hinsichtlich der Zul\u00e4ssigkeit und \u201eStatthaftigkeit\u201c des Aufl\u00f6sungsantrags kann auf die Ausf\u00fchrungen zu dem der Beklagten zu\u00a01. <em>(Rn.\u00a07 ff.)<\/em> verwiesen werden. Auch die Berufung der Beklagten zu\u00a02. war ausreichend begr\u00fcndet. Das Landesarbeitsgericht ist &#8211;\u00a0wie bei derjenigen der Beklagten zu\u00a01.\u00a0&#8211; davon ausgegangen, die K\u00fcndigung sei \u201eallein\u201c sozialwidrig gewesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_25\">25<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Das Berufungsgericht hat auch im Verh\u00e4ltnis zur Beklagten zu\u00a02. gemeint, eine den Betriebszwecken dienliche weitere Zusammenarbeit mit dem Kl\u00e4ger sei schon &#8211;\u00a0allein\u00a0&#8211; aufgrund seines Schreibens vom 14.\u00a0September 2019 nicht zu erwarten. Diese W\u00fcrdigung l\u00e4sst weder einen revisiblen Rechtsfehler erkennen noch wird ein solcher von der Revision aufgezeigt <em>(Rn.\u00a017)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_26\">26<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Die Erw\u00e4gungen des Landesarbeitsgerichts zur H\u00f6he der von der Beklagten zu\u00a02. zu zahlenden Abfindung halten sich im Rahmen seines tatrichterlichen Beurteilungsspielraums. Dem Berufungsurteil l\u00e4sst sich nicht entnehmen, dass es &#8211;\u00a0was nicht unproblematisch w\u00e4re\u00a0&#8211; auch im Verh\u00e4ltnis zur Beklagten zu\u00a02. die E-Mail vom 16.\u00a0April 2021 abfindungsmindernd ber\u00fccksichtigt h\u00e4tte.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_27\">27<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>III. Das Landesarbeitsgericht hat rechtsfehlerfrei erkannt, dass der Kl\u00e4ger angesichts der Aufl\u00f6sung seines Arbeitsverh\u00e4ltnisses mit der Beklagten zu\u00a01. zum 31.\u00a0Oktober 2019 von dieser nicht unter dem Gesichtspunkt des Schadensersatzes die Zahlung von weiteren 1.666,67\u00a0Euro brutto als Bonus f\u00fcr das Kalenderjahr 2019 verlangen kann. Bei der Behauptung des Kl\u00e4gers, es sei davon auszugehen, dass er das zu vereinbarende Ziel unterj\u00e4hrig erreicht h\u00e4tte, handelt es sich um nicht zu ber\u00fccksichtigenden neuen Tatsachenvortrag in der Revisionsinstanz <em>(\u00a7\u00a0559 Abs.\u00a01 ZPO)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_28\">28<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>IV. Der Kl\u00e4ger hat gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01 ZPO die Kosten seiner erfolglosen Revision zu tragen. Die nach \u00a7\u00a0308 Abs.\u00a02 ZPO von Amts wegen zu pr\u00fcfende Kostenentscheidung des Berufungsgerichts ist f\u00fcr die erste Instanz hinsichtlich der Gerichtskosten zu korrigieren und bez\u00fcglich der au\u00dfergerichtlichen Kosten zu erg\u00e4nzen. Ein Ausspruch zu Letzteren war nicht mit Blick auf \u00a7\u00a012a Abs.\u00a01 Satz\u00a01 ArbGG entbehrlich. Die Norm schlie\u00dft im ersten Rechtszug nicht die Erstattung aller au\u00dfergerichtlichen Kosten, sondern lediglich einen Entsch\u00e4digungsanspruch der obsiegenden Partei wegen Zeitvers\u00e4umnis und auf Erstattung der Kosten f\u00fcr die Zuziehung eines Prozessbevollm\u00e4chtigten aus <em>(vgl. BAG 29.\u00a0Juni 2022 &#8211;\u00a06\u00a0AZR 411\/21\u00a0&#8211; Rn.\u00a050; 17.\u00a0August 2015 &#8211;\u00a010\u00a0AZB 27\/15\u00a0&#8211; Rn.\u00a016)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Koch\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Rachor\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Niemann\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Kr\u00fcger\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Busch\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KARE600064955&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BAG_2_AZR_5-22_KARE600064955.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tenor 1. 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