{"id":658421,"date":"2026-04-23T11:30:48","date_gmt":"2026-04-23T09:30:48","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundesgerichtshof-10-zivilsenat-urteil-2022-09-27-x-zr-87-20\/"},"modified":"2026-04-23T11:30:48","modified_gmt":"2026-04-23T09:30:48","slug":"bundesgerichtshof-10-zivilsenat-urteil-2022-09-27-x-zr-87-20","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesgerichtshof-10-zivilsenat-urteil-2022-09-27-x-zr-87-20\/","title":{"rendered":"Bundesgerichtshof, 10. Zivilsenat, Urteil, 2022-09-27, X ZR 87\/20"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Leitsatz<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Brenngutk\u00fchlung<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>1. Wird in der Beschreibung eines Patents ausgef\u00fchrt, eine bekannte Vorrichtung weise bestimmte Elemente auf, die zu einer vertikalen Mischbewegung f\u00fchrten, und sieht der Patentanspruch ein Verfahren vor, bei dem es an einer vertikalen Mischbewegung fehlt, ist dieses Merkmal im Zweifel so auszulegen, dass es die bei der bekannten Vorrichtung auftretende Bewegung ausschlie\u00dft (Erg\u00e4nzung zu BGH, Urteil vom 27. November 2018 &#8211; X ZR 16\/17, GRUR 2019, 491 Rn. 19 &#8211; Scheinwerferbel\u00fcftungssystem und BGH, Urteil vom 2. M\u00e4rz 2021 &#8211; X ZR 17\/19, GRUR 2021, 945 Rn. 22 &#8211; Schnellwechseldorn).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>2. Eine Entgegenhaltung, in der vorgeschlagen wird, die darin offenbarte Vorrichtung zur Steigerung des Wirkungsgrades mit bestimmten zus\u00e4tzlichen Elementen zu versehen, nimmt eine Ausgestaltung, bei der der Wirkungsgrad ohne diese Elemente gesteigert wird, nicht neuheitssch\u00e4dlich vorweg.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Anschlussberufung der Kl\u00e4gerin gegen das Urteil des 4. Senats (Nichtigkeitssenats) des Bundespatentgerichts vom 30. Juni 2020 wird zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Auf die Berufung der Beklagten wird das genannte Urteil abge\u00e4ndert.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4gerin tr\u00e4gt die Kosten des Rechtsstreits.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Von Rechts wegen<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tatbestand<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beklagte ist Inhaberin des mit Wirkung f\u00fcr die Bundesrepublik Deutschland erteilten europ\u00e4ischen Patents 1 509 737, das am 5. April 2004 unter Inanspruchnahme einer europ\u00e4ischen Priorit\u00e4t vom 8. Mai 2003 angemeldet wurde und ein Verfahren zum K\u00fchlen von sch\u00fcttf\u00e4higem Brenngut betrifft. Patentanspruch 1, auf den vier weitere Anspr\u00fcche zur\u00fcckbezogen sind, lautet in der Verfahrenssprache:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:36pt\">Verfahren zum K\u00fchlen des aus einem Brennofen austretenden Brennguts als Sch\u00fcttgutschicht auf dem F\u00f6rderrost eines dem Ofen nachgeschalteten K\u00fchlers mittels eines von unten durch den Rost und die Sch\u00fcttgutschicht hindurchgef\u00fchrten Gasstroms, wobei der Rost mehrere in F\u00f6rderrichtung langgestreckte Planken umfasst, die in F\u00f6rderrichtung vor- und zur\u00fcckgehend angetrieben werden und von denen wenigstens zwei benachbarte Planken gleichzeitig vor und ungleichzeitig zur\u00fcck bewegt werden, wobei oberhalb des Rosts keine F\u00f6rderorgane vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, dass es an vertikaler Mischbewegung in der Sch\u00fcttgutschicht fehlt und die Betth\u00f6he im Mittel nicht geringer als das 0,7-Fache der Plankenbreite ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4gerin hat geltend gemacht, die Erfindung sei nicht so offenbart, dass ein Fachmann sie ausf\u00fchren k\u00f6nne, und der Gegenstand des Streitpatents sei nicht patentf\u00e4hig. Die Beklagte hat das Schutzrecht in der erteilten Fassung und hilfsweise in zwei ge\u00e4nderten Fassungen verteidigt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Patentgericht hat das Streitpatent f\u00fcr nichtig erkl\u00e4rt, soweit dessen Gegenstand \u00fcber den Inhalt der Patentanspr\u00fcche 3 und 5 sowie der darauf zur\u00fcckbezogenen Anspr\u00fcche 6 bis 9 in der Fassung von Hilfsantrag 1 hinausgeht, und die Klage im \u00dcbrigen abgewiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit ihrer Berufung verfolgt die Beklagte ihr erstinstanzliches Begehren in vollem Umfang weiter. Die Kl\u00e4gerin hat urspr\u00fcnglich ebenfalls Berufung eingelegt, diese aber sp\u00e4ter zur\u00fcckgenommen. Sie tritt dem Rechtsmittel der Beklagten entgegen und verfolgt ihren Antrag auf vollst\u00e4ndige Nichtigerkl\u00e4rung des Streitpatents nunmehr im Wege der Anschlussberufung weiter.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Beide Rechtsbehelfe sind zul\u00e4ssig. Nur die Berufung ist begr\u00fcndet.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>I. Das Streitpatent betrifft ein Verfahren zum K\u00fchlen von sch\u00fcttf\u00e4higem Brenngut.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Nach der Beschreibung des Streitpatents waren im Stand der Technik verschiedene Vorgehensweisen zum K\u00fchlen von Brenngut wie zum Beispiel Zementklinker bekannt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Vornehmlich seien sogenannte Schubroste eingesetzt worden. Diese best\u00fcnden aus einander \u00fcberlappenden Reihen von Rostplatten, die abwechselnd festst\u00fcnden oder in F\u00f6rderrichtung vor- und zur\u00fcckbewegt w\u00fcrden. Durch die Rostplatten werde K\u00fchlluft in das Gutbett eingeblasen und oberhalb der Gutschicht zur W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung abgef\u00fchrt. Schubroste erforderten eine aufwendige Lagerung der bewegten Teile und seien auch wegen ihrer relativen Kleinteiligkeit aufwendig.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Eine andere Rostbauart weise einen station\u00e4ren, luftdurchl\u00e4ssigen Tragboden auf, \u00fcber den die Glutschicht mittels kontinuierlich in F\u00f6rderrichtung bewegter Kratzer oder hin- und hergehender Schuborgane bewegt werde. Die Kratzer oder Schuborgane m\u00fcssten von unten durch die Rostfl\u00e4che beweglich hindurchgef\u00fchrt werden, was aufwendig sei. Au\u00dferdem seien sie in der hei\u00dfen Glutschicht hohem Verschlei\u00df ausgesetzt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Bei einer weiteren Bauart werde ein gro\u00dffl\u00e4chiger Rost in seiner Gesamtheit vor- und zur\u00fcckbewegt. W\u00e4hrend des R\u00fcckhubs werde das Gutbett durch eine Stauplatte festgehalten, die am Beginn des Rosts angeordnet sei und oberhalb des Rosts auf die Schicht einwirke. Auf diese Weise k\u00f6nne der Rost unter dem Gutbett zur\u00fcckgleiten. Dies habe den Nachteil, dass die Stauwirkung und damit die nutzbare Rostl\u00e4nge begrenzt seien (Abs. 1).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Schlie\u00dflich sei aus der d\u00e4nischen Patentanmeldung 1999\/1403 (NiK5) eine Vorrichtung bekannt, bei der ein von unten nach oben von K\u00fchlgas durchstr\u00f6mter Rost mehrere in F\u00f6rderrichtung langgestreckte Planken umfasse. Diese w\u00fcrden in F\u00f6rderrichtung hin- und zur\u00fcckgehend derart angetrieben, dass wenigstens zwei benachbarte Planken gleichzeitig vor- und nicht gleichzeitig zur\u00fcckbewegt w\u00fcrden. NiK5 stelle fest, dass der Wirkungsgrad dabei durch ein Kaltkanalproblem (Luftdurchbr\u00fcche durch die Sch\u00fcttgutschicht) vermindert werde. Um dies zu vermeiden, seien vertikale Querw\u00e4nde auf den Planken des Rosts angeordnet, die sich mit den Planken vor- und zur\u00fcckbewegten. Dadurch solle das Gut in eine vertikale Mischbewegung versetzt werden (Abs. 2).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Vor diesem Hintergrund betrifft das Streitpatent das technische Problem, ein Verfahren zur Verf\u00fcgung zu stellen, das einen wirtschaftlichen Betrieb und ein hohes Ma\u00df an W\u00e4rmer\u00fcckgewinn erm\u00f6glicht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Zur L\u00f6sung schl\u00e4gt Patentanspruch 1 in der erteilten Fassung ein Verfahren vor, dessen Merkmale sich wie folgt gliedern lassen (die abweichende Gliederung des Patentgerichts ist in eckigen Klammern hinzugef\u00fcgt):<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:36pt\">1. Das Verfahren dient dem K\u00fchlen des aus einem Brennofen austretenden Brennguts<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">a) als Sch\u00fcttgutschicht (8) auf dem F\u00f6rderrost (5) eines dem Ofen nachgeschalteten K\u00fchlers [M2]<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">b) mittels eines von unten durch den Rost (5) und die Sch\u00fcttgutschicht (8) hindurchgef\u00fchrten Gasstroms [M3].<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:36pt\">2. Der Rost [M4] umfasst mehrere in F\u00f6rderrichtung (11) langgestreckte Planken (10) [M4.1].<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">a) Die Planken (10) werden in F\u00f6rderrichtung vor- und zur\u00fcckgehend angetrieben [M4.2].<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">b) Wenigstens zwei benachbarte Planken (10) werden gleichzeitig nach vorne und nicht gleichzeitig nach hinten bewegt [M4.3].<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:36pt\">3. Oberhalb des Rosts sind keine F\u00f6rderorgane vorhanden [M5].<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:36pt\">4. In der Sch\u00fcttgutschicht (8) fehlt es an vertikaler Mischbewegung [M6].<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:36pt\">5. Die Betth\u00f6he ist im Mittel nicht geringer als das 0,7-Fache der Plankenbreite [M7].<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>4. Einige Merkmale bed\u00fcrfen n\u00e4herer Er\u00f6rterung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Mit dem in Merkmalsgruppe 2 vorgegebenen Bewegungsablauf von mehreren langgestreckten Planken \u00fcbernimmt das Streitpatent das auch in NiK5 eingesetzte F\u00f6rderprinzip.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beschreibung des Streitpatents f\u00fchrt aus, dieses F\u00f6rderprinzip sei seit langer Zeit als &#8220;walking floor&#8221; bekannt. Auf dem Gebiet der F\u00f6rdertechnik habe es keine gro\u00dfe Rolle gespielt, weil es im Allgemeinen einfacher sei, die Gutschicht mit Kratzern oder Schuborganen zu bewegen. Im erfindungsgem\u00e4\u00dfen Zusammenhang stelle es hingegen einen besonderen Vorteil dar, dass oberhalb des Rosts keine F\u00f6rderorgane vorhanden seien (Abs. 3). Ein wichtiger Vorteil der Erfindung bestehe darin, dass der Verschlei\u00df des Rosts und seiner Lagerorgane seine Funktion nicht beeintr\u00e4chtige. Deshalb k\u00f6nnten die Lagerorgane einfach gestaltet sein (Abs. 17 f.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der in Merkmal 2b festgelegte Ablauf hat zur Folge, dass zwei oder mehr benachbarte Planken das F\u00f6rdergut bei der gemeinsamen Vorw\u00e4rts-Bewegung mitnehmen. Wenn diese Planken einzeln zur\u00fcckbewegt werden, kann das auf ihnen liegende Gut gr\u00f6\u00dftenteils nicht folgen, weil es durch das Gut auf den benachbarten Planken festgehalten wird (Abs. 23). Die hierzu erforderliche Reibung ist umso gr\u00f6\u00dfer, je gr\u00f6\u00dfer das Verh\u00e4ltnis zwischen Betth\u00f6he und Plankenbreite ist (Abs. 35).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Zwei Beispiele f\u00fcr Bewegungsabl\u00e4ufe, die den Anforderungen der Merkmalsgruppe 2 entsprechen, sind in den nachfolgend wiedergegebenen Figuren 2 und 3 dargestellt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align:center\">\n                  <img decoding=\"async\" width=\"567px\" src=\"bild1_0.jpg\" alt=\"Abbildung\" title=\"Abbildung\" style=\"margin-top: 3px\">\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Bei der in Figur 2 dargestellten Vorgehensweise werden drei Planken (10) gemeinsam nach vorne bewegt, bis sie die vorderste Position erreicht haben. Anschlie\u00dfend werden sie einzeln in die hinterste Position zur\u00fcckbewegt und der Ablauf beginnt erneut (Abs. 23).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_20\">20<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Bei der in Figur 3 dargestellten Vorgehensweise sind f\u00fcnf Planken (10.n) so miteinander gekoppelt, dass immer vier davon in einer gestaffelten, aber gleichm\u00e4\u00dfigen Vorw\u00e4rtsbewegung sind, w\u00e4hrend die f\u00fcnfte nach Erreichen der vordersten Position mit gr\u00f6\u00dferer Geschwindigkeit zur\u00fcckbewegt wird, so dass sie ihre hinterste Position erreicht hat, wenn die n\u00e4chste Planke an deren vorderster Position angekommen ist (Abs. 24).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_21\">21<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Eine vertikale Mischbewegung im Sinne von Merkmal 4 findet statt, wenn das Material in bestimmten Bereichen vor\u00fcbergehend angehoben wird und auf diese Weise ein Material- oder W\u00e4rmeaustausch zwischen Material in unterschiedlichen vertikalen Bereichen erm\u00f6glicht wird.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_22\">22<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Nach der Rechtsprechung des Senats ist es bei der Auslegung eines Patentanspruchs zu ber\u00fccksichtigen, wenn sich ein Patent mit seiner Lehre von dem in ihm beschriebenen Stand der Technik abzugrenzen sucht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_23\">23<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Wird etwa in der Beschreibung ein bekannter Stand der Technik mit dem Oberbegriff eines Patentanspruchs gleichgesetzt, ist den Merkmalen des kennzeichnenden Teils im Zweifel kein Verst\u00e4ndnis beizumessen, demzufolge diese sich in demjenigen Stand der Technik wiederfinden, von dem sie sich gerade unterscheiden sollen (BGH, Urteil vom 27. November 2018 &#8211; X ZR 16\/17, GRUR 2019, 491 Rn. 19 &#8211; Scheinwerferbel\u00fcftungssystem). Entsprechendes gilt, wenn in der Beschreibung des Patents ein bekannter Stand der Technik als nachteilhaft bezeichnet und ein im Patentanspruch vorgesehenes Merkmal als Mittel hervorgehoben wird, um diesen Nachteil zu \u00fcberwinden (BGH, Urteil vom 2. M\u00e4rz 2021 &#8211; X ZR 17\/19, GRUR 2021, 945 Rn. 22 &#8211; Schnellwechseldorn).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_24\">24<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Im Streitfall dient Merkmal 4 der Abgrenzung von dem in NiK5 offenbarten Verfahren.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_25\">25<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Wie bereits oben aufgezeigt wurde, hebt die Beschreibung des Streitpatents als Merkmal der in NiK5 offenbarten Vorrichtung die Anordnung von vertikalen Querw\u00e4nden auf den Planken des Rosts hervor, die sich mit den Planken vor- und zur\u00fcckbewegten. Hierdurch solle das Gut in eine vertikale Mischbewegung versetzt werden (Abs. 2).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_26\">26<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Beim Streitpatent soll es demgegen\u00fcber an einer vertikalen Mischbewegung fehlen. Dies hat nach der Beschreibung zur Folge, dass das Behandlungsgas beim K\u00fchlprozess zuletzt die hei\u00dfesten Schichten durchquere und dadurch die Schicht mit einer h\u00f6heren Temperatur verlasse, als es bei lebhafterer vertikaler Durchmischung m\u00f6glich sei. Dies erm\u00f6gliche einen besseren W\u00e4rmer\u00fcckgewinn (Abs. 6 aE).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_27\">27<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Aus dieser Gegen\u00fcberstellung ergibt sich, dass das Streitpatent die in NiK5 offenbarte Bewegung des Sch\u00fcttguts als nachteilhaft ansieht und dass das Fehlen vertikaler Mischbewegung im Sinne von Merkmal 4 das Mittel darstellt, um diesen Nachteil zu \u00fcberwinden. Merkmal 4 ist deshalb in Abgrenzung zu NiK5 auszulegen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_28\">28<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>cc) Nach der Rechtsprechung des Senats kann die Abgrenzung zu konkretem Stand der Technik allerdings nur dann zu einer einschr\u00e4nkenden Auslegung f\u00fchren, wenn erkennbar ist, auf welche konkrete Ausgestaltung sich die Abgrenzung bezieht (BGH, Urteil vom 26. April 2022 &#8211; X ZR 44\/20, GRUR 2022, 1129 Rn. 48 &#8211; Verbundelement).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_29\">29<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Auch diese Voraussetzung ist im Streitfall erf\u00fcllt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_30\">30<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit der Anordnung von vertikalen Querw\u00e4nden auf den Planken des Rosts und der dadurch hervorgerufenen vertikalen Mischbewegung gibt das Streitpatent hinreichend konkret an, von welcher Ausgestaltung es sich mit Merkmal 4 abgrenzt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_31\">31<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>dd) Entgegen der Auffassung des Patentgerichts ist Merkmal 4 vor diesem Hintergrund nicht dahin auszulegen, dass als vertikale Mischbewegung nur eine vollst\u00e4ndige Durchmischung anzusehen ist, bei der Material aus unteren Schichten in beliebigem Umfang in obere Schichten verlagert werden kann und umgekehrt. Eine vertikale Mischbewegung liegt vielmehr schon dann vor, wenn das Material in bestimmten Bereichen durch auf dem Rost angeordnete quer verlaufende Planken oder \u00e4hnlich wirkende Elemente vor\u00fcbergehend angehoben wird, wie dies in NiK5 offenbart ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_32\">32<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(1) In NiK5 wird eine vertikale Verschiebung innerhalb der Klinkerschicht als vorteilhaft bezeichnet, weil damit dem so genannten Kaltkanalproblem begegnet werden k\u00f6nne. Weil Luft sich durch Erw\u00e4rmung ausdehne, komme es an Stellen mit hoher Temperatur zu einer erh\u00f6hten Luftgeschwindigkeit. An kalten Stellen sei die Luftgeschwindigkeit geringer. Dies f\u00fchre zu einem Druckabfall, so dass noch mehr Luft an diese Stellen gelange. Dies verringere den Wirkungsgrad des K\u00fchlers, weil die gr\u00f6\u00dfte Menge der durchstr\u00f6menden Luft nicht von den Klinkern erw\u00e4rmt werde. Eine Vertikalverschiebung breche die kalten Kan\u00e4le bereits in einem fr\u00fchen Stadium in Einzelteile auf. Dadurch bleibe ein h\u00f6herer Wirkungsgrad erhalten (NiK5a S. 2 unten).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_33\">33<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Eine solche vertikale Verschiebung wird nach den Ausf\u00fchrungen in NiK5 bei den im Stand der Technik bekannten K\u00fchlern erzielt, indem der untere Teil der Klinkerschicht \u00fcber eine Kante bzw. den Rand der Rostplatte und die Spitzen der dreieckigen, quer verlaufenden Profile geschoben und diese Wellenbewegung am Boden der Klinkerschicht auf die gesamte H\u00f6he der Klinkerschicht \u00fcbertragen werde (NiK5a S. 3 Abs. 1).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_34\">34<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>F\u00fcr den in NiK5 offenbarten K\u00fchler werden als geeignetes Mittel zum Hervorrufen dieser vertikalen Verschiebung beispielhaft vertikale Platten angef\u00fchrt, die quer zu den in L\u00e4ngsrichtung verlaufenden Rostabschnitten verlaufen (NiK5a S. 3 Abs. 2).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_35\">35<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(2) Dies ist die Ausgestaltung, von der sich das Streitpatent abgrenzt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_36\">36<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beschreibung des Streitpatents verwendet mit den Begriffen &#8220;vertikale Querw\u00e4nde&#8221; und &#8220;vertikale Mischbewegung&#8221; zwar andere Formulierungen als die deutsche \u00dcbersetzung von NiK5. Trotz dieser Abweichungen l\u00e4sst sie aber hinreichend deutlich erkennen, dass sich Merkmal 4 auf Mischbewegungen bezieht, wie sie durch die in NiK5 eingesetzten vertikalen Platten und die damit erzeugte Vertikalverschiebung hervorgerufen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_37\">37<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>ee) Dass die Beschreibung des Streitpatents Verschiebungen zwischen einzelnen Bereichen des Materials nicht vollst\u00e4ndig ausschlie\u00dft, f\u00fchrt nicht zu einer abweichenden Beurteilung. Diese Verschiebungen betreffen andere Bewegungsabl\u00e4ufe und sind deshalb nicht als vertikale Mischbewegungen im Sinne von Merkmal 4 anzusehen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_38\">38<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(1) Wie bereits oben dargelegt wurde, beschreibt das Streitpatent das in Merkmalsgruppe 2 festgelegte F\u00f6rderprinzip dahin, dass das F\u00f6rdergut der R\u00fcckw\u00e4rtsbewegung einer einzelnen Planke gr\u00f6\u00dftenteils nicht folgen kann (Abs. 23). Daraus ergibt sich im Gegenschluss, dass ein kleiner Teil des F\u00f6rderguts der R\u00fcckw\u00e4rtsbewegung folgen kann, es also in gewissem Umfang zu einer Verschiebung zwischen einzelnen vertikalen Schichten kommen kann.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_39\">39<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Diese Verschiebung ist keine vertikale Mischbewegung im Sinne von Merkmal 4.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_40\">40<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die von dieser Bewegung betroffenen Teile des Materials werden nicht in vertikaler Richtung verschoben. Vielmehr findet eine horizontale Verschiebung zwischen einzelnen vertikalen Schichten statt. Hierauf bezieht sich die Abgrenzung gegen\u00fcber NiK5 nicht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_41\">41<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(2) Nach der Beschreibung des Streitpatents kann in bestimmten F\u00e4llen eine st\u00e4rkere Gutbewegung w\u00fcnschenswert sein, etwa um ein Zusammenbacken des Materials zu verhindern. Eine solche Bewegung kann zum Beispiel herbeigef\u00fchrt werden, indem die Vorw\u00e4rtsf\u00f6rderung nicht gleichm\u00e4\u00dfig \u00fcber die gesamte Rostbreite stattfindet, sondern abschnittsweise, so dass zwischen den Abschnitten eine Relativbewegung stattfindet. Eine andere M\u00f6glichkeit besteht darin, eine h\u00f6here Rostfrequenz zu w\u00e4hlen. Ferner kann durch station\u00e4re, in das Bett hineinragende Einbauten eine Bewegung innerhalb des Gutbetts erzeugt werden (Abs. 7). Hierdurch kann gegebenenfalls auch verhindert werden, dass das Gut am Rand des Betts unerw\u00fcnscht rasch flie\u00dft (Abs. 9) oder in bestimmten Bereichen sogar durchschie\u00dft (Abs. 10).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_42\">42<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Verschiebungen dieser Art sind ebenfalls keine vertikale Mischbewegung im Sinne von Merkmal 4.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_43\">43<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Auch bei diesen Bewegungsabl\u00e4ufen findet eine Verschiebung im Wesentlichen nur in horizontaler Richtung statt, nicht in vertikaler Richtung, wie dies Merkmal 4 vorsieht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_44\">44<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(3) Nach der Beschreibung des Streitpatents ist die Oberseite des Rosts zweckm\u00e4\u00dfigerweise im Wesentlichen vollfl\u00e4chig mit Mulden versehen, in denen sich abgek\u00fchltes Gut f\u00e4ngt und den unmittelbaren Kontakt des Rosts mit hei\u00dfen Gutschichten verhindert (Abs. 16 und 29).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_45\">45<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Diese Mulden f\u00fchren nicht zu einer vertikalen Mischbewegung im Sinne von Merkmal 4.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_46\">46<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Material, das sich in diesen Mulden ansammelt, verbleibt dort und bildet eine Schutzschicht gegen\u00fcber dem mittels der Planken gef\u00f6rderten hei\u00dfen Material. Damit kann es nicht zu einer vertikalen Verschiebung kommen, wie sie in NiK5 beschrieben ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_47\">47<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>ff) Wie die Berufung zu Recht geltend macht, ist Merkmal 4 allerdings nicht dahin zu verstehen, dass eine vertikale Mischbewegung im oben aufgezeigten Sinne schlechthin verboten ist. Solche Bewegungen sind vielmehr unsch\u00e4dlich, soweit sie aufgrund des in Merkmalsgruppe 2 festgelegten F\u00f6rderprinzips praktisch nicht zu vermeiden sind.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_48\">48<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>An einer Verwirklichung von Merkmal 4 fehlt es aber jedenfalls dann, wenn besondere Einrichtungen vorhanden sind, um eine vertikale Verschiebung, wie sie in NiK5 offenbart ist, zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_49\">49<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>II. Das Patentgericht hat seine Entscheidung hinsichtlich der erteilten Fassung des Klagepatents im Wesentlichen wie folgt begr\u00fcndet:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_50\">50<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Gegenstand der erteilten Fassung von Patentanspruch 1 sei dem Fachmann, einem Ingenieur des Maschinenbaus mit Fachhochschulabschluss und mehrj\u00e4hriger Berufserfahrung auf dem Gebiet der Auslegung und Konstruktion von Brenngutk\u00fchlern, ausgehend von NiK5 nahegelegt gewesen. Die in NiK5 offenbarte Vorrichtung weise nicht nur die Merkmale 1 bis 3 [M1 bis M5] auf, sondern auch das Merkmal 4 [M6]. Zwar erzeugten die Hindernisse (22) eine vertikale Verschiebung innerhalb der Klinkerschicht. Es komme jedoch nicht zu einer kompletten vertikalen Mischbewegung, weil die Verschiebung in Form einer Wellenbewegung erfolge, also nur lokal und vor\u00fcbergehend, und das Sch\u00fcttgut deshalb nicht in einer anderen Zusammensetzung durchmischt werde. Merkmal 5 [M7] ergebe sich f\u00fcr den Fachmann bereits aus der in NiK5 wiedergegebenen Figur 2, die durchgehend eine mindestens der Plankenbreite entsprechende Betth\u00f6he zeige.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_51\">51<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>III. Diese Beurteilung h\u00e4lt der \u00dcberpr\u00fcfung in der Berufungsinstanz in einem entscheidenden Punkt nicht stand.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_52\">52<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Entgegen der Auffassung des Patentgerichts ist Merkmal 4 [M6] in NiK5 nicht offenbart.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_53\">53<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Wie bereits im Zusammenhang mit der Auslegung von Merkmal 4 dargelegt wurde, offenbart NiK5 eine Vorrichtung zur K\u00fchlung von partikelf\u00f6rmigem Material, zum Beispiel Zementklinker.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_54\">54<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Wie auch die Beschreibung des Streitpatents zutreffend darlegt, nutzt die in NiK5 offenbarte Vorrichtung das in Merkmalsgruppe 2 festgelegte, als &#8220;walking floor&#8221; bekannte F\u00f6rderprinzip.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_55\">55<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Wie ebenfalls bereits dargelegt wurde, sieht NiK5 zur Behebung des dort geschilderten Kaltkanalproblems vor, vertikale Platten anzubringen, die quer zu den in L\u00e4ngsrichtung verlaufenden Rostabschnitten verlaufen und eine vertikale Verschiebung bewirken (NiK5a S. 3 Abs. 2). In den in NiK5 formulierten Patentanspr\u00fcchen 6 bis 9 sind hierzu in Querrichtung verlaufende Hindernisse (obstruktioner) vorgesehen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_56\">56<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Bei einer solchen Ausgestaltung ist Merkmal 4 aus den bereits oben dargelegten Gr\u00fcnden nicht verwirklicht, weil dieses Merkmal eine solche vertikale Verschiebung und die dadurch hervorgerufene vertikale Mischbewegung gerade ausschlie\u00dfen soll.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_57\">57<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Entgegen der Auffassung der Kl\u00e4gerin f\u00fchrt der Umstand, dass die genannten Hindernisse in NiK5 nur in Unteranspr\u00fcchen vorgesehen sind, nicht zu einer abweichenden Beurteilung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_58\">58<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Dieser Umstand f\u00fchrt zwar dazu, dass NiK5 auch Schutz f\u00fcr Vorrichtungen beansprucht, bei denen die in der Beschreibung geschilderte vertikale Durchmischung nicht auftritt. Wie die Berufung zutreffend geltend macht, ist hierdurch der Gegenstand des Streitpatents aber nicht eindeutig und unmittelbar offenbart.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_59\">59<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Entgegen der Auffassung der Kl\u00e4gerin ergibt sich aus der Staffelung der in NiK5 formulierten Anspr\u00fcche nicht, dass NiK5 zwei nebeneinanderstehende Ausf\u00fchrungsformen ohne bzw. mit Hindernissen offenbart.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_60\">60<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beschreibung von NiK5 schildert zwar zun\u00e4chst den Aufbau der Vorrichtung, ohne auf die Hindernisse einzugehen. In den daran anschlie\u00dfenden Passagen weist sie eine vertikale Verschiebung aber nicht als nur optionales Merkmal aus, das je nach Bedarf verwirklicht werden kann oder nicht. Sie bezeichnet eine Vorrichtung, bei der eine solche Bewegung nicht stattfindet, vielmehr als problematisch und wenig effizient. Vor diesem Hintergrund ist NiK5 zu entnehmen, dass eine vertikale Verschiebung, wie sie durch quer verlaufende vertikale Platten erzielt werden kann, zwingend erforderlich ist, um eine praktisch brauchbare L\u00f6sung zu erzielen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_61\">61<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>d) NiK5 mag dar\u00fcber hinaus die Schlussfolgerung zu entnehmen sein, dass auf die Anbringung von Hindernissen und das Hervorrufen von vertikalen Verschiebungen verzichtet werden kann, wenn die damit verbundenen Effizienznachteile hingenommen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_62\">62<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Lehre des Streitpatents beschr\u00e4nkt sich aber nicht auf einen solchen Verzicht und die Inkaufnahme der damit laut NiK5 verbundenen Nachteile.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_63\">63<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Streitpatent zeigt vielmehr auf, dass das in NiK5 beschriebene Kaltkanalproblem auch ohne eine vertikale Verschiebung gel\u00f6st werden kann. Diese Lehre ist in NiK5 nicht offenbart.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_64\">64<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Vor diesem Hintergrund war der Gegenstand von Patentanspruch 1 ausgehend von NiK5 nicht nahegelegt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_65\">65<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Wie bereits aufgezeigt wurde, bewertet NiK5 eine Ausgestaltung ohne quer verlaufende Hindernisse als ineffizient. Das Streitpatent zeigt demgegen\u00fcber auf, dass sich auch ohne eine solche Ausgestaltung ein hoher Effizienzgrad erreichen l\u00e4sst. Hierf\u00fcr ergaben sich aus NiK5 keine Anregungen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_66\">66<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Aus den \u00fcbrigen Entgegenhaltungen ergeben sich insoweit keine weitergehenden Anregungen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_67\">67<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Diese Entgegenhaltungen zeigen Vorrichtungen mit anderen F\u00f6rderprinzipien. Dies mag nicht ausschlie\u00dfen, einzelne Gestaltungsmerkmale daraus auf eine Vorrichtung mit einem &#8220;walking floor&#8221; zu \u00fcbertragen. Zu einer alternativen L\u00f6sung des in NiK5 beschriebenen Kaltkanalproblems ergeben sich aus den Entgegenhaltungen aber keine Hinweise.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_68\">68<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>IV. Die Sache ist zur Endentscheidung reif (\u00a7 119 Abs. 5 Satz 2 PatG).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_69\">69<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Streitpatent erweist sich aus den oben aufgezeigten Gr\u00fcnden in seiner erteilten Fassung als rechtsbest\u00e4ndig. Auf die Hilfsantr\u00e4ge kommt es deshalb nicht an.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_70\">70<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>V. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 121 Abs. 2 PatG und \u00a7 91 Abs. 1 ZPO.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Bacher\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Grabinski\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Kober-Dehm<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Marx\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Rensen\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KORE307532022&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BGH_X_ZR_87-20_KORE307532022.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brenngutk\u00fchlung 1. 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Eine Entgegenhaltung, in der vorgeschlagen wird, die darin offenbarte Vorrichtung zur Steigerung des Wirkungsgrades mit bestimmten zus\u00e4tzlichen Elementen zu versehen, nimmt eine Ausgestaltung, bei der der Wirkungsgrad ohne diese Elemente gesteigert wird, nicht neuheitssch\u00e4dlich vorweg.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_crdt_document":""},"kji_country":[7802],"kji_court":[7803],"kji_chamber":[9637],"kji_year":[32183],"kji_subject":[7724],"kji_keyword":[7806,8215,8017,7807],"kji_language":[7805],"class_list":["post-658421","kji_decision","type-kji_decision","status-publish","hentry","kji_country-allemagne","kji_court-bundesgerichtshof","kji_chamber-10-zivilsenat","kji_year-32183","kji_subject-civil","kji_keyword-bundesgerichtshof","kji_keyword-leitsatz","kji_keyword-urteil","kji_keyword-zivilsenat","kji_language-allemand"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.5 (Yoast SEO v27.5) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>Bundesgerichtshof, 10. 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