{"id":660173,"date":"2026-04-23T14:47:10","date_gmt":"2026-04-23T12:47:10","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b\/"},"modified":"2026-04-23T14:47:10","modified_gmt":"2026-04-23T12:47:10","slug":"bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b\/","title":{"rendered":"Bundessozialgericht, 2. Senat, Beschluss, 2022-08-15, B 2 U 141\/21 B"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beschwerde der Kl\u00e4gerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Beschluss des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen vom 21. Juli 2021 wird als unzul\u00e4ssig verworfen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Kosten sind nicht zu erstatten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Gr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>I. Im Wege eines \u00dcberpr\u00fcfungsverfahrens ist strittig, ob bei der Kl\u00e4gerin weitere Unfallfolgen auf psychiatrischem Fachgebiet festzustellen sind.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beklagte lehnte die R\u00fccknahme des ablehnenden Ausgangs- und Widerspruchsbescheides ab. Das SG hat von Amts wegen ein neurologisch-psychiatrisches Sachverst\u00e4ndigengutachten eingeholt und die Klage sodann auf der Grundlage von Sachverst\u00e4ndigengutachten aus dem vorangegangenen Klageverfahren abgewiesen <em>(Urteil vom 15.11.2019)<\/em>. Das LSG hat die Berufung zur\u00fcckgewiesen <em>(Beschluss vom 21.7.2021)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit ihrer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Beschluss des LSG r\u00fcgt die Kl\u00e4gerin eine grunds\u00e4tzliche Bedeutung der Rechtssache und das Vorliegen von Verfahrensm\u00e4ngeln.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>II. Die Nichtzulassungsbeschwerde der Kl\u00e4gerin ist unzul\u00e4ssig. Die Begr\u00fcndung gen\u00fcgt nicht den gesetzlichen Anforderungen, weil die geltend gemachten Zulassungsgr\u00fcnde der grunds\u00e4tzlichen Bedeutung der Rechtssache <em>(\u00a7 160 Abs 2 Nr 1 SGG) <\/em>und des Verfahrensmangels <em>(\u00a7 160 Abs 2 Nr 3 SGG)<\/em> nicht formgerecht dargelegt bzw bezeichnet worden sind <em>(\u00a7 160a Abs 2 Satz 3 SGG)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Grunds\u00e4tzliche Bedeutung iS des \u00a7 160 Abs 2 Nr 1 SGG hat eine Rechtssache nur dann, wenn sie eine Rechtsfrage aufwirft, die \u00fcber den Einzelfall hinaus aus Gr\u00fcnden der Rechtseinheit oder der Fortbildung des Rechts einer Kl\u00e4rung durch das Revisionsgericht bed\u00fcrftig und f\u00e4hig ist. Der Beschwerdef\u00fchrer muss daher anhand des anwendbaren Rechts und unter Ber\u00fccksichtigung der h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung angeben, welche Fragen sich stellen, dass diese noch nicht gekl\u00e4rt sind, weshalb eine Kl\u00e4rung dieser Rechtsfragen aus Gr\u00fcnden der Rechtseinheit oder der Fortbildung des Rechts erforderlich ist und dass das angestrebte Revisionsverfahren eine Kl\u00e4rung erwarten l\u00e4sst. Ein Beschwerdef\u00fchrer muss mithin, um seiner Darlegungspflicht zu gen\u00fcgen, eine Rechtsfrage, ihre (abstrakte) Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit, ihre (konkrete) Kl\u00e4rungsf\u00e4higkeit, also Entscheidungserheblichkeit, sowie die \u00fcber den Einzelfall hinausgehende Bedeutung der von ihm angestrebten Entscheidung, sog Breitenwirkung, darlegen <em>(stRspr; zB BSG Beschluss vom 23.2.2022 &#8211; B 2 U 197\/21 B &#8211; juris RdNr 7 mwN; BSG Beschluss vom 7.3.2017 &#8211; B 2 U 140\/16 B &#8211; SozR 4-1920 \u00a7 52 Nr 18 RdNr 5 mwN)<\/em>. Diese Anforderungen verfehlt die Beschwerdebegr\u00fcndung. Sie vers\u00e4umt es bereits, den vom LSG festgestellten Sachverhalt <em>(\u00a7 163 SGG)<\/em> und die ma\u00dfgebliche Verfahrensgeschichte darzustellen, obwohl eine verst\u00e4ndliche Sachverhaltsschilderung zu den Mindestanforderungen einer Grundsatzr\u00fcge geh\u00f6rt <em>(stRspr; zB BSG Beschluss vom 17.5.2022 &#8211; B 2 U 167\/21 B &#8211; juris RdNr 5; BSG Beschluss vom 4.1.2022 &#8211; B 9 V 22\/21 B &#8211; juris RdNr 6 mwN)<\/em>. Hierf\u00fcr gen\u00fcgt der bruchst\u00fcckhafte Vortrag der Kl\u00e4gerin nicht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">Auch im \u00dcbrigen erf\u00fcllt die Beschwerdebegr\u00fcndung die Voraussetzungen einer zul\u00e4ssigen Grundsatzr\u00fcge nicht. Sie bezeichnet zum einen keine \u00fcber den Einzelfall hinausgehende Rechtsfrage. Die Kl\u00e4gerin h\u00e4lt folgende Frage f\u00fcr grunds\u00e4tzlich bedeutsam,<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">&#8220;ob der mit einer Nichtzulassungsbeschwerde angegriffene Beschluss eines Landessozialgerichtes, das seine Entscheidung nicht auf das einzige im laufenden Verfahren eingeholte Sachverst\u00e4ndigengutachten mit neuesten medizinischen Erkenntnissen abstellt, sondern auf kontr\u00e4re Gutachten aus vorrangegangenem &#8216;Altverfahren&#8217; ohne weitere Nachpr\u00fcfung st\u00fctzt, seine Verpflichtung nach \u00a7 103 SGG verletzt&#8221;.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Damit hat die Kl\u00e4gerin keine hinreichend bestimmte abstrakt-generelle Rechtsfrage zur Auslegung, Anwendbarkeit oder zur Vereinbarkeit einer konkreten revisiblen Norm des Bundesrechts <em>(\u00a7 162 SGG) <\/em>mit h\u00f6herrangigem Recht <em>(\u00a7 160 Abs 2 Nr 1 SGG)<\/em> dargelegt. Nicht ausreichend sind Fragestellungen, deren Beantwortung &#8211; wie vorliegend &#8211; von den konkreten Umst\u00e4nden des Einzelfalls abh\u00e4ngt; denn im Kern zielen Rechtsfragen iS von \u00a7 160 Abs 2 Nr 1 SGG auf die Entwicklung abstrakter Rechtss\u00e4tze durch das BSG ab <em>(Voelzke <\/em><br \/>\n                  <em>in Schlegel\/Voelzke, jurisPK-SGG, 2. Aufl 2022, \u00a7 160 RdNr 86, Stand 15.6.2022; Karmanski in Roos\/Wahrendorf\/M\u00fcller, SGG, 2. Aufl 2021, \u00a7 160 RdNr 28, \u00a7 160a RdNr 55)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon hat die Kl\u00e4gerin zum anderen die Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit nicht hinreichend dargelegt. Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig ist eine Rechtsfrage, wenn sie h\u00f6chstrichterlich weder tragend entschieden noch pr\u00e4judiziert ist und die Antwort nicht von vornherein praktisch au\u00dfer Zweifel steht, so gut wie unbestritten ist oder sich unmittelbar aus dem Gesetz ergibt. Als bereits h\u00f6chstrichterlich gekl\u00e4rt ist eine Rechtsfrage auch dann anzusehen, wenn das Revisionsgericht sie zwar in der konkreten Fallgestaltung noch nicht ausdr\u00fccklich entschieden hat, aber bereits eine oder mehrere h\u00f6chstrichterliche Entscheidungen ergangen sind, die ausreichende Anhaltspunkte zur Beantwortung der von der Beschwerde als grunds\u00e4tzlich herausgestellten Rechtsfrage geben <em>(vgl zB BSG Beschluss vom 12.5.2022 &#8211; B 2 U 170\/21 B &#8211; juris RdNr 6; BSG Beschluss vom 7.3.2017 &#8211; B 2 U 140\/16 B &#8211; SozR 4-1920 \u00a7 52 Nr 18 RdNr 8; BSG Beschluss vom 21.1.1993 &#8211; 13 BJ 207\/92 &#8211; SozR 3-1500 \u00a7 160 Nr 8 S 17 = juris RdNr 7). <\/em>Im Hinblick hierauf muss in der Beschwerdebegr\u00fcndung unter Auswertung der Rechtsprechung des BSG bzw des BVerfG sowie ggf der einschl\u00e4gigen Rechtsprechung aller obersten Bundesgerichte zu dem Problemkreis substantiiert vorgetragen werden, dass zu dem angesprochenen Fragenbereich noch keine Entscheidung vorliege oder durch die schon vorliegenden Urteile die hier ma\u00dfgebende Frage von grunds\u00e4tzlicher Bedeutung noch nicht beantwortet sei <em>(stRspr; zB BSG Beschluss vom 12.5.2022 &#8211; B 2 U 170\/21 B &#8211; juris RdNr 6; BSG Beschluss vom 16.3.2022 &#8211; B 2 U 164\/21 B &#8211; juris RdNr 13; BSG Beschluss vom 23.4.2021 &#8211; B 13 R 67\/20 B &#8211; juris RdNr 7 mwN).<\/em> Dem wird die Beschwerdebegr\u00fcndung nicht gerecht. Sie enth\u00e4lt keinen Vortrag zu der umfassend vorhandenen Rechtsprechung, die sich generell mit der Verpflichtung zur Amtsermittlung <em>(\u00a7 103 SGG)<\/em> und den Ma\u00dfst\u00e4ben der Beweisw\u00fcrdigung <em>(\u00a7 128 SGG) <\/em>im sozialgerichtlichen Verfahren befasst. Im Besonderen h\u00e4tte die Beschwerdebegr\u00fcndung auf vorhandene Rechtsprechung zur Ber\u00fccksichtigung von Gutachten aus anderen Verfahren nach \u00a7 118 Abs 1 Satz 1 SGG iVm \u00a7 411a ZPO oder im Wege des Urkundenbeweises n\u00e4her eingehen m\u00fcssen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Schlie\u00dflich enth\u00e4lt die Beschwerdebegr\u00fcndung keinerlei Darlegung zur (konkreten) Kl\u00e4rungsf\u00e4higkeit, dh zur Entscheidungserheblichkeit der benannten Rechtsfrage in dem Sinne, dass ihre Kl\u00e4rung im Revisionsverfahren erwartet werden kann. In der Beschwerdebegr\u00fcndung muss dargelegt werden, dass es f\u00fcr die Entscheidung des konkreten Rechtsstreits auf die Beantwortung der aufgeworfenen Rechtsfrage ankommt. Der Vortrag, es w\u00e4re zumindest nicht auszuschlie\u00dfen, dass die Entscheidung des LSG zugunsten der Kl\u00e4gerin ausgefallen w\u00e4re, wenn es der von der Kl\u00e4gerin angenommenen Verpflichtung aus \u00a7 103 SGG, den Sachverst\u00e4ndigen anzuh\u00f6ren oder ein weiteres Gutachten einzuholen, nachgekommen w\u00e4re, enth\u00e4lt nicht einmal die Behauptung einer Entscheidungserheblichkeit <em>(BSG Beschluss vom 25.7.2011 &#8211; B 12 KR 114\/10 B &#8211; SozR 4-1500 \u00a7 160 Nr 22 RdNr 9)<\/em>. Bereits mangels Darstellung des vom LSG verbindlich <em>(\u00a7 163 SGG)<\/em> festgestellten Sachverhalts kann der Beschwerdebegr\u00fcndung auch nicht sinngem\u00e4\u00df eine Entscheidungserheblichkeit entnommen werden <em>(zB BSG Beschluss vom 8.4.2020 &#8211; B 13 R 3\/20 B &#8211; juris RdNr 6 mwN; BSG Beschluss vom 21.6.2016 &#8211; B 9 V 18\/16 B &#8211; juris RdNr 14 mwN).<\/em>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die benannte Frage zielt dagegen auf die durch die Vorinstanzen im konkreten Einzelfall erfolgte Amtsermittlung nach \u00a7 103 SGG sowie auf die vorgenommene Beweisw\u00fcrdigung iS von \u00a7 128 Abs 1 Satz 1 SGG ab. Es ist indes unzul\u00e4ssig, Verfahrensr\u00fcgen in das Gewand einer Grundsatzr\u00fcge zu kleiden, wenn dadurch die Voraussetzungen f\u00fcr einen Verfahrensmangel umgangen werden <em>(stRspr; zB BSG Beschluss vom 16.3.2022 &#8211; B 2 U 164\/21 B &#8211; juris RdNr 12 mwN; BSG Beschluss vom 28.12.2010 &#8211; B 13 R 320\/10 B &#8211; juris RdNr 6; BSG Beschluss vom 6.2.2007 &#8211; B 8 KN 16\/05 B &#8211; SozR 4-1500 \u00a7 160 Nr 12 RdNr 7; BSG Beschluss vom 5.2.1980 &#8211; 2 BU 31\/79 &#8211; juris RdNr 6).<\/em> Die R\u00fcge, das Gericht habe seine Entscheidung auf Gutachten aus &#8220;Altverfahren&#8221; gest\u00fctzt, richtet sich gegen die im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren nicht angreifbare Beweisw\u00fcrdigung <em>(\u00a7 128 Abs 1 Satz 1 SGG)<\/em> im konkreten Verfahren <em>(BSG Beschluss vom 13.7.2010 &#8211; B 9 VH 1\/10 B &#8211; juris RdNr 6; Karmanski in Roos\/Wahrendorf\/M\u00fcller, SGG, 2. Aufl 2021, \u00a7 160 RdNr 64; Leitherer in Meyer-Ladewig\/Keller\/Leitherer\/Schmidt, 13. Aufl 2020, \u00a7 160 RdNr 17c)<\/em>. Die in der angegebenen Frage weiter enthaltene R\u00fcge, das LSG habe deshalb neue Ermittlungen unterlassen, richtet sich gegen die Sachaufkl\u00e4rungspflicht <em>(\u00a7 103 SGG)<\/em>, deren Verletzung der Kl\u00e4ger allerdings nicht ordnungsgem\u00e4\u00df dargetan hat <em>(dazu unter 2.).<\/em>\n               <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Die Kl\u00e4gerin hat die sinngem\u00e4\u00df ger\u00fcgte Verletzung der Sachaufkl\u00e4rungspflicht <em>(\u00a7 103 SGG) <\/em>und die ausdr\u00fccklich ger\u00fcgte Verletzung des rechtlichen Geh\u00f6rs <em>(Art 103 Abs 1 GG, \u00a7 62 SGG)<\/em>, insbesondere in Gestalt des Fragerechts <em>(\u00a7\u00a7 116 Satz 2, 118 Abs 1 Satz 1 SGG iVm \u00a7\u00a7 397, 402 und 411 Abs 4 ZPO)<\/em> nicht hinreichend bezeichnet.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Wird eine Nichtzulassungsbeschwerde darauf gest\u00fctzt, dass ein Verfahrensmangel vorliege, auf dem die angefochtene Entscheidung beruhen k\u00f6nne <em>(\u00a7 160 Abs 2 Nr 3 Halbsatz 1 SGG)<\/em>, so m\u00fcssen bei der Bezeichnung des Verfahrensmangels zun\u00e4chst die diesen vermeintlich begr\u00fcndenden Tatsachen substantiiert dargetan werden. Dar\u00fcber hinaus ist die Darlegung erforderlich, dass und warum die Entscheidung des LSG ausgehend von dessen materieller Rechtsansicht auf dem Mangel beruhen kann, dass also die M\u00f6glichkeit einer Beeinflussung der Entscheidung besteht. Auf eine Verletzung des \u00a7 103 SGG kann eine Verfahrensr\u00fcge &#8211; wie unter 1. ausgef\u00fchrt &#8211; zudem nur gest\u00fctzt werden, wenn sie sich auf einen Beweisantrag bezieht, dem das LSG ohne hinreichende Begr\u00fcndung nicht gefolgt ist <em>(\u00a7 160 Abs 2 Nr 3 Halbsatz 2 SGG)<\/em>. Diesen Anforderungen wird die Beschwerdebegr\u00fcndung nicht gerecht. Sie enth\u00e4lt bereits keine geordnete und hinreichende Darstellung des entscheidungserheblichen festgestellten <em>(\u00a7 163 SGG) <\/em>Sachverhaltes und Streitgegenstandes. Unabh\u00e4ngig davon gen\u00fcgt sie aber auch den weiteren Anforderungen einer Verfahrensr\u00fcge nicht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Kl\u00e4gerin tr\u00e4gt in verschiedenen Passagen ihrer Begr\u00fcndung wiederholt vor, dass das LSG kein weiteres Gutachten eingeholt habe, obwohl sie erstmalig im Berufungsverfahren neue Befunde habe vorlegen k\u00f6nnen, zu denen keiner der bisherigen Gutachter habe Stellung nehmen k\u00f6nnen. Zumindest sinngem\u00e4\u00df kann diesem Vorbringen noch die R\u00fcge eines Versto\u00dfes gegen die Sachaufkl\u00e4rungspflicht <em>(\u00a7 103 SGG)<\/em> entnommen werden. Diese erfordert, dass die Beschwerdebegr\u00fcndung (1.) einen f\u00fcr das Revisionsgericht ohne Weiteres auffindbaren, bis zuletzt aufrechterhaltenen oder im Urteil wiedergegebenen Beweisantrag bezeichnet, dem das LSG nicht gefolgt ist, (2.) die Rechtsauffassung des LSG wiedergibt, auf deren Grundlage bestimmte Tatfragen kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig h\u00e4tten erscheinen m\u00fcssen, (3.) die von dem Beweisantrag betroffenen tats\u00e4chlichen Umst\u00e4nde aufzeigt, die zur weiteren Sachaufkl\u00e4rung Anlass gegeben h\u00e4tten, (4.) das voraussichtliche Ergebnis der unterbliebenen Beweisaufnahme angibt und (5.) erl\u00e4utert, weshalb die Entscheidung des LSG auf der unterlassenen Beweiserhebung beruhen kann <em>(stRspr; zB BSG Beschluss vom 16.3.2022 &#8211; B 2 U 164\/21 B &#8211; juris RdNr 16; BSG Beschluss vom 11.3.2021 &#8211; B 9 SB 51\/20 B &#8211; juris RdNr 9; BSG Beschluss vom 12.12.2003 &#8211; B 13 RJ 179\/03 B &#8211; SozR 4-1500 \u00a7 160a Nr 3 RdNr 5 mwN)<\/em>. Dem wird die Beschwerdebegr\u00fcndung der Kl\u00e4gerin nicht gerecht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Es wird bereits kein formeller Beweisantrag bezeichnet, der den Erfordernissen des \u00a7 118 Abs 1 Satz 1 SGG iVm \u00a7 403 ZPO gen\u00fcgt. Mit ihrem Hinweis auf weiteren Aufkl\u00e4rungs- und Ermittlungsbedarf zuletzt im zitierten Schriftsatz vom 23.6.2021 hat die Kl\u00e4gerin jedoch weder ein konkretes Beweisthema benannt <em>(die &#8220;zu begutachtenden Punkte&#8221;, \u00a7 403 ZPO)<\/em> noch das voraussichtliche Ergebnis der Begutachtung oder einen geeigneten Sachverst\u00e4ndigen seiner medizinischen Ausrichtung nach <em>(zB BSG Beschluss vom 25.11.2020 &#8211; B 6 KA 6\/20 B &#8211; juris RdNr 21 mwN; BSG Beschluss vom 26.11.2019 &#8211; B 13 R 159\/18 B &#8211; juris RdNr 8 mwN; BSG Beschluss vom 26.11.1981 &#8211; 4 BJ 87\/81 &#8211; SozR 1500 \u00a7 160 Nr 45 S 45 = juris RdNr 6; Karmanski in Roos\/Wahrendorf\/M\u00fcller, SGG, 2. Aufl 2021, \u00a7 160 RdNr 73)<\/em>. Allenfalls bezeichnet die Beschwerdebegr\u00fcndung insoweit eine im Hinblick auf die Sachaufkl\u00e4rungsr\u00fcge irrelevante Beweisanregung <em>(dazu zB BSG Beschluss vom 2.2.2022 &#8211; B 9 SB 47\/21 B &#8211; juris RdNr 7 mwN; BSG Beschluss vom 12.12.2003 &#8211; B 13 RJ 179\/03 B &#8211; SozR 4-1500 \u00a7 160a Nr 3 RdNr 6 mwN)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Ferner zeigt die Beschwerdebegr\u00fcndung nicht auf, warum das LSG sich aus seiner sachlich-rechtlichen Sicht heraus zu weiteren Ermittlungen h\u00e4tte gedr\u00e4ngt f\u00fchlen m\u00fcssen. \u00a7 160 Abs 2 Nr 3 SGG ist im Hinblick auf das Erfordernis &#8220;ohne hinreichende Begr\u00fcndung&#8221; nicht formell, sondern materiell im Sinne von &#8220;ohne hinreichenden Grund&#8221; zu verstehen <em>(BSG Beschluss vom 27.1.2021 &#8211; B 13 R 77\/20 B &#8211; juris RdNr 7 mwN; BSG Beschluss vom 31.7.1975 &#8211; 5 BJ 28\/75 &#8211; SozR 1500 \u00a7 160 Nr 5 S 6 = juris RdNr 2)<\/em>. Entscheidend ist, ob sich das LSG von seinem sachlich-rechtlichen Standpunkt aus h\u00e4tte gedr\u00e4ngt f\u00fchlen m\u00fcssen, den beantragten Beweis zu erheben, weil nach den dem LSG vorliegenden Beweismitteln Fragen zum tats\u00e4chlichen Sachverhalt aus seiner rechtlichen Sicht erkennbar offengeblieben sind. Vor diesem Hintergrund besteht eine verfahrensrechtliche Pflicht zur Einholung weiterer Sachverst\u00e4ndigengutachten nur dann, wenn vorhandene Gutachten iS von \u00a7 118 Abs 1 Satz 1 SGG iVm \u00a7 412 Abs 1 ZPO ungen\u00fcgend sind, weil sie grobe M\u00e4ngel oder unl\u00f6sbare Widerspr\u00fcche enthalten oder von unzutreffenden sachlichen Voraussetzungen ausgehen oder Anlass zu Zweifeln an der Sachkunde des Gutachters geben <em>(vgl BSG Beschluss vom 10.5.2022 &#8211; B 2 U 134\/21 B; BSG Beschluss vom 27.1.2021 &#8211; B 13 R 77\/20 B &#8211; juris RdNr 7 mwN; BSG Beschluss vom 12.12.2003 &#8211; B 13 RJ 179\/03 B &#8211; SozR 4-1500 \u00a7 160a Nr 3 RdNr 9)<\/em>. Zu dem ma\u00dfgeblichen sachlich-rechtlichen Standpunkt des LSG enth\u00e4lt die Beschwerdebegr\u00fcndung keinerlei Vortrag. Nicht ma\u00dfgeblich ist, dass die Kl\u00e4gerin aus ihrer Sicht weiteren Aufkl\u00e4rungsbedarf annimmt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Schlie\u00dflich zeigt die Kl\u00e4gerin keine Verletzung rechtlichen Geh\u00f6rs <em>(Art 103 Abs 1 GG, \u00a7 62 SGG) <\/em>dadurch auf, dass das LSG ihrem Antrag zur Anh\u00f6rung des Sachverst\u00e4ndigen aus erster Instanz zu seinem vor dem SG erstatteten Gutachten zu Unrecht nicht gefolgt ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Es entspricht st\u00e4ndiger Rechtsprechung des BSG, dass &#8211; zur Gew\u00e4hrleistung des Anspruchs auf rechtliches Geh\u00f6r <em>(Art 103 Abs 1 GG, \u00a7 62 Satz 1 SGG) &#8211;<\/em> unabh\u00e4ngig von der nach \u00a7 118 Abs 1 Satz 1 SGG iVm \u00a7 411 Abs 3 ZPO im pflichtgem\u00e4\u00dfen Ermessen des Gerichts liegenden M\u00f6glichkeit, das Erscheinen des Sachverst\u00e4ndigen zum Termin von Amts wegen anzuordnen, jedem Beteiligten gem\u00e4\u00df \u00a7 116 Satz 2, \u00a7 118 Abs 1 Satz 1 SGG iVm \u00a7\u00a7 397, 402, 411 Abs 4 ZPO das Recht zusteht, dem Sachverst\u00e4ndigen diejenigen Fragen vorlegen zu lassen, die er zur Aufkl\u00e4rung der Sache f\u00fcr dienlich erachtet. Das Fragerecht soll dem Antragsteller erlauben, im Rahmen des Beweisthemas aus seiner Sicht unverst\u00e4ndliche, unvollst\u00e4ndige oder widerspr\u00fcchliche Ausf\u00fchrungen eines Sachverst\u00e4ndigen zu hinterfragen, um auf das Verfahren Einfluss nehmen und die Grundlagen der gerichtlichen Entscheidung verstehen zu k\u00f6nnen <em>(stRspr; zB BSG Beschluss vom 25.6.2021 &#8211; B 13 R 289\/20 B &#8211; juris RdNr 5 mwN; BSG Beschluss vom 27.11.2007 &#8211; B 5a\/5 R 60\/07 B &#8211; SozR 4-1500 \u00a7 116 Nr 1 RdNr 10 mwN)<\/em>. Insofern steht beim Fragerecht nach \u00a7 116 Satz 2 SGG ein anderes Ziel im Vordergrund als bei der &#8211; grunds\u00e4tzlich im Ermessen des Gerichts stehenden &#8211; R\u00fcckfrage an den Sachverst\u00e4ndigen nach \u00a7 118 Abs 1 Satz 1 SGG iVm \u00a7 411 Abs 3 ZPO, die in erster Linie der Sachaufkl\u00e4rung dient <em>(BSG Beschluss vom 27.11.2007 &#8211; B 5a\/5 R 60\/07 B &#8211; SozR 4-1500 \u00a7 116 Nr 1 RdNr 10 mwN)<\/em>. Um die Verletzung des Fragerechts ordnungsgem\u00e4\u00df zu r\u00fcgen, muss ein Beteiligter darlegen, dass er die nach seiner Ansicht erl\u00e4uterungsbed\u00fcrftigen Punkte dem Gericht rechtzeitig schriftlich mitgeteilt hat, dass die aufgeworfenen Fragen objektiv sachdienlich sind und dass er das Begehren bis zuletzt aufrecht erhalten hat. Die erl\u00e4uterungsbed\u00fcrftigen Punkte, zB L\u00fccken oder Widerspr\u00fcche, m\u00fcssen hinreichend konkret bezeichnet werden <em>(stRspr; zB BSG Beschluss vom 11.12.2019 &#8211; B 13 R 164\/18 B &#8211; juris RdNr 9 mwN; BSG Beschluss vom 27.11.2007 &#8211; B 5a\/5 R 60\/07 B &#8211; SozR 4-1500 \u00a7 116 Nr 1 RdNr 7 mwN)<\/em>. Hieran fehlt es.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beschwerdebegr\u00fcndung enth\u00e4lt &#8211; trotz gegenl\u00e4ufiger Behauptung &#8211; keine Angabe von Fragen oder einer zumindest hinreichend konkreten Umschreibung erl\u00e4uterungsbed\u00fcrftiger Punkte aus dem erstatteten Gutachten. Dem auszugsweise wiedergegebenen Schriftsatz an das LSG l\u00e4sst sich \u00fcber die blo\u00dfe Anregung einer Befragung des Sachverst\u00e4ndigen und die Bekr\u00e4ftigung dessen Ergebnisses hinaus kein substantiiertes Vorbringen zu noch erl\u00e4uterungsbed\u00fcrftigen Punkten entnehmen. Dies ist zwingend erforderlich, um beurteilen zu k\u00f6nnen, ob und inwieweit die (angek\u00fcndigten) Fragen oder Punkte auch objektiv sachdienlich <em>(\u00a7 116 Satz 2 SGG)<\/em> sind <em>(stRspr; zB BSG Beschluss vom 2.2.2022 &#8211; B 9 SB 47\/21 B &#8211; juris RdNr 18 mwN; BSG Beschluss vom 11.12.2019 &#8211; B 13 R 164\/18 B &#8211; juris RdNr 9)<\/em>. Fehlen insoweit bereits ausreichende Angaben, bedarf es keiner weiteren Darlegung, ob und unter welchen Voraussetzungen ausnahmsweise ein Anspruch auf (weitere) Befragung des in der Vorinstanz beauftragten Sachverst\u00e4ndigen besteht <em>(dazu BSG Beschluss vom 12.4.2005 &#8211; B 2 U 222\/04 B &#8211; SozR 4-1500 \u00a7 62 Nr 4 RdNr 6 = juris RdNr 7; BSG Beschluss vom 3.3.1999 &#8211; B 9 VJ 1\/98 B &#8211; juris RdNr 6 f mwN; BSG Beschluss vom 5.5.1998 &#8211; B 2 U 305\/97 B &#8211; juris RdNr 3 mwN)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Soweit die Kl\u00e4gerin einen Anspruch auf Befragung des vor dem SG geh\u00f6rten Sachverst\u00e4ndigen im Berufungsverfahren darauf st\u00fctzt, dass das SG nicht vorab zu erkennen gegeben habe, dass es dem f\u00fcr sie g\u00fcnstigen Gutachten nicht folgen werde, kann dies ebenfalls keinen im Berufungsverfahren fortwirkenden Geh\u00f6rsversto\u00df begr\u00fcnden. Es besteht keine allgemeine Verpflichtung der Tatsacheninstanzen, die Beteiligten vor Erlass der Entscheidung auf eine in Aussicht genommene Beweisw\u00fcrdigung hinzuweisen oder die f\u00fcr die richterliche \u00dcberzeugungsbildung m\u00f6glicherweise leitenden Gr\u00fcnde zuvor mit ihnen zu er\u00f6rtern. Denn die tats\u00e4chliche und rechtliche W\u00fcrdigung ergibt sich regelm\u00e4\u00dfig erst aufgrund der abschlie\u00dfenden Beratung. Etwas anderes gilt nur dann, wenn das Gericht seine Entscheidung auf einen rechtlichen Gesichtspunkt st\u00fctzt, mit dem auch ein gewissenhafter und kundiger Prozessbeteiligter selbst unter Ber\u00fccksichtigung der Vielfalt vertretbarer Rechtauffassungen nicht zu rechnen brauchte, und es sich daher um eine \u00dcberraschungsentscheidung handelt <em>(vgl BSG Beschluss vom 3.3.2022 &#8211; B 9 V 37\/21 B &#8211; juris RdNr 11 mwN; BSG Beschluss vom 1.6.2017 &#8211; B 10 EG 17\/16 B &#8211; juris RdNr 11 mwN; BSG Beschluss vom 21.6.2000 &#8211; B 5 RJ 24\/00 B &#8211; SozR 3-1500 \u00a7 112 Nr 2 S 3 f = juris RdNr 4 f; BSG Beschluss vom 13.10.1993 &#8211; 2 BU 79\/93 &#8211; SozR 3-1500 \u00a7 153 Nr 1 S 3 = juris RdNr 10; BVerfG &lt;Kammer&gt; Beschluss vom 3.5.2021 &#8211; 2 BvR 1176\/20 &#8211; juris RdNr 21, 28)<\/em>. Die Beschwerdebegr\u00fcndung l\u00e4sst indes nicht erkennen, wieso der Prozessbevollm\u00e4chtigte annehmen durfte, das Gericht werde sich nur auf ein der Kl\u00e4gerin positives Gutachten st\u00fctzen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_20\">20<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit ihrem Vortrag, den Sachverst\u00e4ndigen des SG zu neu bekannt gewordenen Befunden aus den Verwaltungsakten zu befragen, bezeichnet die Kl\u00e4gerin schlie\u00dflich auch nicht sinngem\u00e4\u00df eine pflichtwidrig unterlassene Anordnung einer Erg\u00e4nzung des vorhandenen Gutachtens <em>(\u00a7 118 Abs 1 Satz 1 SGG iVm \u00a7 411 Abs 3 ZPO).<\/em> Die Entscheidung hier\u00fcber liegt im Ermessen des Gerichts. Zur Bezeichnung eines Verfahrensmangels h\u00e4tte deshalb es der Darlegung einer Ermessensreduzierung und Verpflichtung des LSG zur Ladung des Sachverst\u00e4ndigen bzw zur Anordnung einer schriftlichen Erg\u00e4nzung seines Gutachtens bedurft <em>(BSG Beschluss vom 18.6.2018 &#8211; B 9 V 1\/18 B &#8211; juris RdNr 16).<\/em> Hieran mangelt es, wie schon zur Sachaufkl\u00e4rungsr\u00fcge ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_21\">21<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Dass die Kl\u00e4gerin die Entscheidung der Vorinstanz f\u00fcr falsch h\u00e4lt, geht \u00fcber eine im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren unbeachtliche R\u00fcge eines blo\u00dfen Rechtsanwendungsfehlers nicht hinaus <em>(vgl BSG Beschluss vom 23.2.2022 &#8211; B 2 U 197\/21 B &#8211; juris RdNr 8; BSG Beschluss vom 25.5.2020 &#8211; B 9 V 3\/20 B &#8211; juris RdNr 6; BSG Beschluss vom 25.7.2011 &#8211; B 12 KR 114\/10 B &#8211; SozR 4-1500 \u00a7 160 Nr 22 RdNr 4; BSG Beschluss vom 26.6.1975 &#8211; 12 BJ 12\/75 &#8211; SozR 1500 \u00a7 160a Nr 7 S 10 = juris RdNr 2)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_22\">22<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>4. Von einer weiteren Begr\u00fcndung sieht der Senat ab <em>(\u00a7 160a Abs 4 Satz 2 Halbsatz 2 SGG)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_23\">23<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>5. Die Beschwerde ist somit ohne Zuziehung ehrenamtlicher Richter zu verwerfen <em>(\u00a7 160a Abs 4 Satz 1 Halbsatz 2, \u00a7 169 Satz 2 und 3 SGG)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_24\">24<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>6. Die Kostenentscheidung beruht auf einer entsprechenden Anwendung der \u00a7\u00a7 183, 193 SGG.<\/p>\n<p>Roos\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Karmanski\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Karl<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KSRE162650122&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BSG_B_2_U_141-21_B_KSRE162650122.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tenor Die Beschwerde der Kl\u00e4gerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Beschluss des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen vom 21. Juli 2021 wird als unzul\u00e4ssig verworfen. Kosten sind nicht zu erstatten. Gr\u00fcnde 1 I. Im Wege eines \u00dcberpr\u00fcfungsverfahrens ist strittig, ob bei der Kl\u00e4gerin weitere Unfallfolgen auf psychiatrischem Fachgebiet festzustellen sind. 2 Die Beklagte lehnte die R\u00fccknahme des ablehnenden Ausgangs- und Widerspruchsbescheides&#8230;<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_crdt_document":""},"kji_country":[7802],"kji_court":[9722],"kji_chamber":[10645],"kji_year":[32183],"kji_subject":[7712],"kji_keyword":[7808,9723,8476,7809],"kji_language":[7805],"class_list":["post-660173","kji_decision","type-kji_decision","status-publish","hentry","kji_country-allemagne","kji_court-bundessozialgericht","kji_chamber-2-senat","kji_year-32183","kji_subject-social","kji_keyword-beschluss","kji_keyword-bundessozialgericht","kji_keyword-senat","kji_keyword-tenor","kji_language-allemand"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.5 (Yoast SEO v27.5) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>Bundessozialgericht, 2. Senat, Beschluss, 2022-08-15, B 2 U 141\/21 B - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"zh_CN\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Bundessozialgericht, 2. Senat, Beschluss, 2022-08-15, B 2 U 141\/21 B\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Tenor Die Beschwerde der Kl\u00e4gerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Beschluss des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen vom 21. Juli 2021 wird als unzul\u00e4ssig verworfen. Kosten sind nicht zu erstatten. Gr\u00fcnde 1 I. Im Wege eines \u00dcberpr\u00fcfungsverfahrens ist strittig, ob bei der Kl\u00e4gerin weitere Unfallfolgen auf psychiatrischem Fachgebiet festzustellen sind. 2 Die Beklagte lehnte die R\u00fccknahme des ablehnenden Ausgangs- und Widerspruchsbescheides...\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"\u9884\u8ba1\u9605\u8bfb\u65f6\u95f4\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"15 \u5206\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b\\\/\",\"name\":\"Bundessozialgericht, 2. Senat, Beschluss, 2022-08-15, B 2 U 141\\\/21 B - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2026-04-23T12:47:10+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"zh-Hans\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Jurisprudences\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/jurisprudences\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Bundessozialgericht, 2. Senat, Beschluss, 2022-08-15, B 2 U 141\\\/21 B\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/\",\"name\":\"Kohen Avocats\",\"description\":\"Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat p\u00e9naliste \u00e0 Paris, intervient exclusivement en droit p\u00e9nal pour la d\u00e9fense des particuliers, notamment en mati\u00e8re d\u2019accusations de viol. Il assure un accompagnement rigoureux d\u00e8s la garde \u00e0 vue jusqu\u2019\u00e0 la Cour d\u2019assises, veillant au strict respect des garanties proc\u00e9durales.\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"zh-Hans\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#organization\",\"name\":\"Kohen Avocats\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"zh-Hans\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/01\\\/Logo-2-1.webp\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/01\\\/Logo-2-1.webp\",\"width\":2114,\"height\":1253,\"caption\":\"Kohen Avocats\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kohenavocats.com\\\/zh-hans\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"}}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO Premium plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Bundessozialgericht, 2. Senat, Beschluss, 2022-08-15, B 2 U 141\/21 B - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b\/","og_locale":"zh_CN","og_type":"article","og_title":"Bundessozialgericht, 2. Senat, Beschluss, 2022-08-15, B 2 U 141\/21 B","og_description":"Tenor Die Beschwerde der Kl\u00e4gerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Beschluss des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen vom 21. Juli 2021 wird als unzul\u00e4ssig verworfen. Kosten sind nicht zu erstatten. Gr\u00fcnde 1 I. Im Wege eines \u00dcberpr\u00fcfungsverfahrens ist strittig, ob bei der Kl\u00e4gerin weitere Unfallfolgen auf psychiatrischem Fachgebiet festzustellen sind. 2 Die Beklagte lehnte die R\u00fccknahme des ablehnenden Ausgangs- und Widerspruchsbescheides...","og_url":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b\/","og_site_name":"Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"\u9884\u8ba1\u9605\u8bfb\u65f6\u95f4":"15 \u5206"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b\/","url":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b\/","name":"Bundessozialgericht, 2. Senat, Beschluss, 2022-08-15, B 2 U 141\/21 B - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#website"},"datePublished":"2026-04-23T12:47:10+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b\/#breadcrumb"},"inLanguage":"zh-Hans","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundessozialgericht-2-senat-beschluss-2022-08-15-b-2-u-141-21-b\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Jurisprudences","item":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Bundessozialgericht, 2. Senat, Beschluss, 2022-08-15, B 2 U 141\/21 B"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#website","url":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/","name":"Kohen Avocats","description":"Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat p\u00e9naliste \u00e0 Paris, intervient exclusivement en droit p\u00e9nal pour la d\u00e9fense des particuliers, notamment en mati\u00e8re d\u2019accusations de viol. Il assure un accompagnement rigoureux d\u00e8s la garde \u00e0 vue jusqu\u2019\u00e0 la Cour d\u2019assises, veillant au strict respect des garanties proc\u00e9durales.","publisher":{"@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"zh-Hans"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#organization","name":"Kohen Avocats","url":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"zh-Hans","@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kohenavocats.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Logo-2-1.webp","contentUrl":"https:\/\/kohenavocats.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Logo-2-1.webp","width":2114,"height":1253,"caption":"Kohen Avocats"},"image":{"@id":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/#\/schema\/logo\/image\/"}}]}},"jetpack_likes_enabled":false,"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_decision\/660173","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_decision"}],"about":[{"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kji_decision"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=660173"}],"wp:term":[{"taxonomy":"kji_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_country?post=660173"},{"taxonomy":"kji_court","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_court?post=660173"},{"taxonomy":"kji_chamber","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_chamber?post=660173"},{"taxonomy":"kji_year","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_year?post=660173"},{"taxonomy":"kji_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_subject?post=660173"},{"taxonomy":"kji_keyword","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_keyword?post=660173"},{"taxonomy":"kji_language","embeddable":true,"href":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/kji_language?post=660173"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}