{"id":675689,"date":"2026-04-24T22:49:57","date_gmt":"2026-04-24T20:49:57","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/tribunal-federal-suisse-22-decembre-2021-n-5a-34-2021\/"},"modified":"2026-04-24T22:49:57","modified_gmt":"2026-04-24T20:49:57","slug":"tribunal-federal-suisse-22-decembre-2021-n-5a-34-2021","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/tribunal-federal-suisse-22-decembre-2021-n-5a-34-2021\/","title":{"rendered":"Tribunal f\u00e9d\u00e9ral suisse, 22 d\u00e9cembre 2021, n\u00b0 5A 34-2021"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<p>Bundesgericht<\/p>\n<p>Tribunal f\u00e9d\u00e9ral<\/p>\n<p>Tribunale federale<\/p>\n<p>Tribunal federal<\/p>\n<p>5A_34\/2021<\/p>\n<p>Urteil vom 22. Dezember 2021<\/p>\n<p>II. zivilrechtliche Abteilung<\/p>\n<p>Besetzung<\/p>\n<p>Bundesrichter Herrmann, Pr\u00e4sident,<\/p>\n<p>Bundesrichterin Escher, Bundesrichter Bovey,<\/p>\n<p>Gerichtsschreiber Buss.<\/p>\n<p>Verfahrensbeteiligte<\/p>\n<p>A.A.________,<\/p>\n<p>vertreten durch Rechtsanw\u00e4ltin Daniela Fischer,<\/p>\n<p>Beschwerdef\u00fchrerin,<\/p>\n<p>gegen<\/p>\n<p>B.________,<\/p>\n<p>Beschwerdegegnerin,<\/p>\n<p>Kindes- und Erwachsenenschutzbeh\u00f6rde Bez i rk Dielsdorf, Honeywell-Platz 1, 8157 Dielsdorf,<\/p>\n<p>B.A.________,<\/p>\n<p>vertreten durch Rechtsanwalt Raphael Meyer,<\/p>\n<p>Gegenstand<\/p>\n<p>Verwaltungsbeistandschaft f\u00fcr geerbtes Kindesverm\u00f6gen (Zustimmung zu gerichtlicher Vereinbarung),<\/p>\n<p>Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z\u00fcrich, II. Zivilkammer, vom 23. November 2020 (PQ200040-O\/U).<\/p>\n<p>Sachverhalt:<\/p>\n<p>A.<\/p>\n<p>B.A.________ (Jahrgang 2007), ist der Sohn und einzige gesetzliche Erbe des im Jahr 2015 verstorbenen C.________. Die Mutter von B.A.________, A.A.________, war mit C.________ nicht verheiratet. Im Nachlassverm\u00f6gen befand sich unter anderem ein Landwirtschaftsbetrieb in U.________ mit einem separaten Wohngeb\u00e4ude, das zwei Wohnungen umfasst.<\/p>\n<p>B.<\/p>\n<p>C.________ verf\u00fcgte am 20. August 2013 testamentarisch, dass seine Lebenspartnerin B.________ ein lebenslanges Wohnrecht an der von ihr bewohnten 4.5-Zimmer-Wohnung im oberen Stock des Wohnhauses der b\u00e4uerlichen Liegenschaft zu einem monatlichen Mietzins von Fr. 700.&#8211; haben soll und sie den Garten &quot;mit dem Plastiktunnel&quot; benutzen d\u00fcrfe. Im Weiteren war sein letzter Wille, dass B.________ die Verwaltung des gesamten Landwirtschaftsbetriebs und des Verm\u00f6gens seines Sohnes bis zu dessen 20. Lebensjahr \u00fcbernehmen solle; die Verwaltung m\u00fcsse abgegolten werden. Das Testament wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 11. Juni 2015 er\u00f6ffnet und der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh\u00f6rde Dielsdorf (nachfolgend KESB) zugestellt. Am gleichen Tag, ohne Kenntnis des Testaments, erkl\u00e4rte die KESB A.A.________, dass sie als Mutter und gesetzliche Vertreterin des Sohnes das Kinds- bzw. Nachlassverm\u00f6gen verwalten d\u00fcrfe, weil keine Interessenkollision zwischen ihr als nicht erbberechtigter Person und ihrem Sohn erkennbar sei.<\/p>\n<p>C.<\/p>\n<p>Schon bald kam es zwischen A.A.________ und B.________ zu erheblichen Unstimmigkeiten \u00fcber die Verwaltung des Kindsverm\u00f6gens und den Umfang des B.________ einger\u00e4umten Wohnrechts. Beide Seiten erhoben gegenseitige Forderungen und bezichtigten sich, nicht im Interesse des Kindes zu handeln. Am 4. November 2015 ersuchte B.________ die KESB um Best\u00e4tigung, dass sie zur Verwaltung des Kinds- bzw. Nachlassverm\u00f6gens von B.A.________ legitimiert sei. Am 12. November 2015 liess A.A.________ ihrerseits im Namen von B.A.________ bei der KESB unter anderem beantragen, dass sie zur Verwaltung des Kinds- bzw. Nachlassverm\u00f6gens von B.A.________ legitimiert sei. Am 17. Dezember 2015 zog B.________ ihr Begehren um Best\u00e4tigung ihrer Verm\u00f6gensverwaltungsbefugnis telefonisch gegen\u00fcber der KESB zur\u00fcck und verzichtete auf die Verwaltung, nachdem die KESB ihr mitgeteilt hatte, dass voraussichtlich nicht A.A.________, sondern eine Drittperson mit der Verwaltung beauftragt werde. Nach Anh\u00f6rung von A.A.________ und B.________ erichtete die KESB mit Beschluss vom 18. Dezember 2015 f\u00fcr B.A.________ eine Beistandschaft im Sinne von Art. 325 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 308 Abs. 2 ZGB mit den Aufgaben, das dem Kind angefallene Nachlassverm\u00f6gen zu verwalten, den landwirtschaftlichen Betrieb weiterzuf\u00fchren, die D.________ GmbH, deren Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und einziger Gesellschafter mit Zeichnungsberechtigung C.________ war, ebenfalls weiterzuf\u00fchren oder zu liquidieren sowie die \u00dcbertragung des Miteigentumsanteils des Erblassers an der Wohnung in V.________ an B.________ zu \u00fcberpr\u00fcfen und allf\u00e4llige Forderungen namens des Kindes geltend zu machen. Als Beistand wurde E.________ vom Z\u00fcrcher Bauernverband ernannt. Dieser Entscheid blieb unangefochten.<\/p>\n<p>D.<\/p>\n<p>In der Folge erhob der Beistand bzw. der von diesem beigezogene Anwalt im Namen von B.A.________ beim Bezirksgericht Dielsdorf gegen B.________ eine Forderungsklage im Zusammenhang mit der vom Erblasser und ihr gemeinsam erworbenen Eigentumswohnung in V.________ sowie eine Herabsetzungsklage im Zusammenhang mit dem ihr testamentarisch einger\u00e4umten Wohnrecht. Am 5. Dezember 2016 schlossen die Prozessparteien (B.________ sowie der Beistand im Namen von B.A.________) im Verfahren betreffend die Eigentumswohnung in V.________ einen Vergleich, mit welchem beide Verfahren beigelegt und die Parteien per Saldo aller Anspr\u00fcche auseinandergesetzt werden sollten. Gem\u00e4ss Vergleich sollte B.________ f\u00fcr eine Abl\u00f6sesumme von Fr. 260&#039;000.&#8211; auf s\u00e4mtliche ihr aus der letztwilligen Verf\u00fcgung des Erblassers zustehenden Rechte, insbesondere auf die Verwaltung des landwirtschaftlichen Betriebs sowie ihr Wohnrecht, verzichten und die Wohnung bis sp\u00e4testens Ende Juni 2017 verlassen, wobei der Mietzins bis dahin als abgegolten gelte. Der Vergleich stand unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die KESB.<\/p>\n<p>E.<\/p>\n<p>A.A.________, welche an der Vergleichsverhandlung anwesend sein durfte, teilte der KESB am Tag nach der Verhandlung mit, dass sie den Vergleich ablehne, weil die Abfindungssumme von Fr. 260&#039;000.&#8211; zu hoch sei und diverse Forderungen des Kindes gegen B.________ nicht ber\u00fccksichtigt worden seien. Sie verfasste zuhanden der KESB eine Zusammenstellung der ihrer Ansicht nach nicht einbezogenen, aber ausgewiesenen Forderungen von B.A.________. Am 3. Februar 2017 fand zur Bereinigung der aufgeworfenen Fragen vor Bezirksgericht Dielsdorf eine weitere Vergleichsverhandlung statt, an der zwischen B.________ und einer Vertreterin der KESB in Erg\u00e4nzung des Vergleichs Parteierkl\u00e4rungen abgegeben wurden. Darin verzichtete B.________ auf gewisse Gegenst\u00e4nde aus dem Nachlass und erkl\u00e4rte sich zur Herausgabe bereit. Trotz dieser Parteierkl\u00e4rung lehnte die A.A.________ den Vergleich weiterhin ab. Mit Entscheid vom 17. M\u00e4rz 2017 stimmte die KESB indessen diesem einschliesslich der erg\u00e4nzenden Parteierkl\u00e4rungen zu.<\/p>\n<p>F.<\/p>\n<p>Gegen diese Zustimmung erhob A.A.________ am 19. April 2017 beim Bezirksrat Dielsdorf eine unbegr\u00fcndete Beschwerde und ersuchte, weil ihr bisheriger Rechtsvertreter unerwartet verstorben sei, um Ansetzung einer Nachfrist zur Begr\u00fcndung. Diesem Gesuch entsprach der Bezirksrat, worauf A.A.________ innert Nachfrist eine begr\u00fcndete Beschwerde einreichte und beantragte, es sei die Zustimmung der KESB zum Vergleich und der dazugeh\u00f6rigen Parteierkl\u00e4rungen aufzuheben, eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die KESB zur\u00fcckzuweisen. Der Bezirksrat holte Beschwerdeantworten von B.________ und dem Beistand von B.A.________ sowie die Stellungnahme der KESB ein. Im weiteren Verlauf erstatteten die Parteien Replik und Dupliken sowie weitere Stellungnahmen und Noveneingaben. Schliesslich best\u00e4tigte der Bezirksrat mit Urteil vom 9. Januar 2019 die Zustimmung der KESB zum Vergleich, wies die Beschwerde ab und auferlegte A.A.________ die Entscheidgeb\u00fchr. Parteientsch\u00e4digungen wurden keine zugesprochen.<\/p>\n<p>G.<\/p>\n<p>Gegen diesen Entscheid wehrte sich A.A.________ beim Obergericht des Kantons Z\u00fcrich, welches mit Urteil vom 19. M\u00e4rz 2019 auf die zweitinstanzliche Beschwerde mangels Beschwerdelegitimation von A.A.________ nicht eintrat, das Urteil des Bezirksrates vom 9. Januar 2019 aufhob und auch auf die erstinstanzliche Beschwerde nicht eintrat.<\/p>\n<p>H.<\/p>\n<p>Dagegen gelangte A.A.________ mit Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht. Dieses hiess die Beschwerde mit Urteil 5A_322\/2019 vom 8. Juli 2020 gut, soweit es darauf eintrat, hob den obergerichtlichen Entscheid auf und wies die Sache zu neuer Entscheidung an dieses zur\u00fcck.<\/p>\n<p>I.<\/p>\n<p>In der Folge nahm das Obergericht das Beschwerdeverfahren wieder auf und setzte B.________, dem Kindesvertreter sowie dem Bezirksrat Frist zur Beschwerdeantwort bzw. zur Vernehmlassung sowie Frist, um zum sinngem\u00e4ssen Fristwiederherstellungsgesuch von A.A.________ vom 19. April 2017 vor Bezirksrat Stellung zu nehmen. W\u00e4hrend der Bezirksrat auf eine Vernehmlassung verzichtete, \u00e4usserten sich der Kindsvertreter und B.________ mit Eingaben vom 23. und 24. September 2020. Mit Urteil vom 23. November 2020 wies das Obergericht die Beschwerde ab und best\u00e4tigte das Urteil des Bezirksrats vom 9. Januar 2019. Zur Begr\u00fcndung f\u00fchrte es zusammengefasst aus, dass der Vergleich die wirtschaftlichen Interessen des Kindes wahre. Der Kindesvertreter habe im Herabsetzungsprozess den Wert des Wohnrechts je nach Umfang auf bis Fr. 848&#039;101.80 beziffert, was die Abl\u00f6sungssumme bereits rechtfertigen w\u00fcrde. Ausgewiesene Forderungen des Kindes gegen B.________, die es unbedingt in den Vergleich einzubeziehen g\u00e4lte, seien nicht erkennbar. Der Auffassung des Bezirksrats, durch den Vergleich werde nicht nur Frieden einkehren, sondern es w\u00fcrden langfristig deutlich h\u00f6here finanzielle Einnahmen als die Vergleichssumme erm\u00f6glicht, sei zudem mit Blick auf die Vermietung der 4.5-Zimmer-Wohnung zuzustimmen. Die Abl\u00f6sungssumme von Fr. 260&#039;000.&#8211; sei in Anbetracht des Verzichts von B.________ auf s\u00e4mtliche testamentarisch einger\u00e4umten Rechte, der ohne Vereinbarung drohenden und dem Kindesverm\u00f6gen zu belastenden Kosten und der durch den Vergleich m\u00f6glichen zus\u00e4tzlichen Mieteinnahmen aus wirtschaftlicher Sicht angemessen und nicht zu beanstanden. Ein unrichtige Aus\u00fcbung des Ermessens durch den Bezirksrat, die zu korrigieren w\u00e4re, sei zu verneinen. Zu Recht habe dieser die gegen die Zustimmung der KESB erhobene Beschwerde abgewiesen.<\/p>\n<p>J.<\/p>\n<p>Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 11. Januar 2021 ist A.A.________ erneut an das Bundesgericht gelangt. Die Beschwerdef\u00fchrerin beantragt, es sei das Urteil des Obergerichts aufzuheben und die Zustimmung der KESB des Bezirks Dielsdorf zum zwischen B.A.________ und B.________ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) abgeschlossenen Vergleich vom 5. Dezember 2016 und der dazugeh\u00f6rigen Parteierkl\u00e4rung vom 3. Februar 2017 aufzuheben. Eventuell sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an das Obergericht zur\u00fcckzuweisen.<\/p>\n<p>Das Bundesgericht hat die kantonalen Akten beigezogen, hingegen keine Vernehmlassungen eingeholt.<\/p>\n<p>Erw\u00e4gungen:<\/p>\n<p>1.<\/p>\n<p>Das Bundesgericht pr\u00fcft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob die Eintretensvoraussetzungen f\u00fcr die Beschwerde erf\u00fcllt sind (Art. 29 Abs. 1 BGG; BGE 143 III 140 E. 1).<\/p>\n<p>1.1. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid in einer verm\u00f6gensrechtlichen Angelegenheit des Kindesschutzes, deren Streitwert Fr. 30&#039;000.&#8211; \u00fcbersteigt (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6, Art. 74 Abs. 1 lit. b, Art. 75 Abs. 2 und Art. 90 BGG). Die Beschwerdefrist wurde eingehalten (Art. 100 Abs. 1 BGG).<\/p>\n<p>1.2. Zur Beschwerde in Zivilsachen ist gem\u00e4ss Art. 76 Abs. 1 BGG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine M\u00f6glichkeit zur Teilnahme erhalten hat (lit. a); und durch den angefochtenen Entscheid besonders ber\u00fchrt ist und ein schutzw\u00fcrdiges Interesse an dessen Aufhebung oder \u00c4nderung hat (lit. b).<\/p>\n<p>Das schutzw\u00fcrdige Interesse besteht im praktischen Nutzen, die die Gutheissung der Beschwerde der beschwerdef\u00fchrenden Person bringen w\u00fcrde, indem ihr ein wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder sonstiger Nachteil erspart bleibt, den der angefochtene Entscheid f\u00fcr sie mit sich bringen w\u00fcrde (BGE 138 III 537 E. 1.2.2; Urteil 5A_542\/2019 vom 30. Juli 2019 E. 3.1). Das Interesse an der Beschwerde muss aktuell und pers\u00f6nlich sein, in dem Sinne, dass es grunds\u00e4tzlich nicht zul\u00e4ssig ist, rechtlich vorzugehen, um nicht das eigene, sondern das Interesse eines Dritten geltend zu machen (Urteile 5A_542\/2019 vom 30. Juli 2019; 5A_911\/2015 vom 21. Januar 2016 E. 3.1; 5A_345\/2015 vom 3. Juni 2015 E. 1.2.2). Die beschwerdef\u00fchrende Partei hat darzulegen, dass die gesetzlichen Voraussetzungen des Beschwerderechts gegeben sind. Soweit diese nicht ohne Weiteres ersichtlich sind, ist es nicht Aufgabe des Bundesgerichts, anhand der Akten oder weiterer, noch beizuziehender Unterlagen nachzuforschen, ob und inwiefern die Beschwerde zul\u00e4ssig ist (BGE 138 III 537 E. 1.2; 133 II 353 E. 1; Urteile 4A_226\/2021 vom 12. Juli 2021 E. 2.1; 5A_273\/2020 vom 23. Juni 2020 E. 3.1).<\/p>\n<p>Im vorliegenden Fall steht fest, dass die Beschwerdef\u00fchrerin rechtsg\u00fcltig am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen hat. Die Voraussetzung von Art. 76 Abs. 1 lit. a BGG ist damit erf\u00fcllt. Bez\u00fcglich der zweiten Voraussetzung, das eigene Interesse im Sinne von Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG, ist Folgendes zu beachten.<\/p>\n<p>1.2.1. Im Verfahren 5A_322\/2019 war die Legitimation der Beschwerdef\u00fchrerin zu bejahen, weil es um die Kl\u00e4rung der Rechtsfrage ging, ob mit der Einschr\u00e4nkung der elterlichen Sorge auch zwingend die Einschr\u00e4nkung ihrer Beschwerdebefugnis in diesem Bereich einhergehe. Im Gegensatz dazu bedeutet die Beschwerdebefugnis als nahestehende Person nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB nicht, sich auch vor Bundesgericht damit legitimieren zu k\u00f6nnen, weil Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG enger formuliert ist und grunds\u00e4tzlich ein eigenes schutzw\u00fcrdiges Interesse der beschwerdef\u00fchrenden Person verlangt (Urteile 5A_930\/2018 vom 15. November 2018 E. 3; 5A_892\/2017 vom 23. August 2018 E. 4.3; 5A_649\/2015 vom 2. Oktober 2015 E. 3).<\/p>\n<p>1.2.2. Die Beschwerdef\u00fchrerin argumentiert, sie sei durch den angefochtenen Entscheid pers\u00f6nlich betroffen und zur Beschwerde legitimiert, weil sie als Mutter von B.A.________ nach Art. 276 Abs. 2 ZGB die Unterhaltspflicht treffe. Eine Entlastung k\u00f6nne sie nur insoweit erwarten, als es B.A.________ zugemutet werden k\u00f6nne, seinen Unterhalt selbst zu bestreiten (Art. 276 Abs. 3 ZGB). Dabei sei in erster Linie an die Ertr\u00e4ge des Kindesverm\u00f6gens zu denken, welche gem\u00e4ss Art. 319 Abs. 1 ZGB f\u00fcr Unterhalt, Erziehung und Ausbildung des Kindes verwendet werden d\u00fcrften. Nach dem Verlust eines unterhaltspflichtigen Elternteils sei eine ertragsbringende Verwaltung des Nachlassverm\u00f6gens f\u00fcr B.A.________ fundamental. Mit dem Vergleich vom 5. Dezember 2016 und der dazugeh\u00f6rigen Parteierkl\u00e4rung 3. Februar 2017 werde das Nachlassverm\u00f6gen aufgrund der krass \u00fcberh\u00f6hten Zahlung an die Beschwerdegegnerin massiv zulasten von B.A.________ geschm\u00e4lert. Ausserdem bilde das Leiden des Sohnes, das dieser erlebe, wenn ihm bestimmte pers\u00f6nliche Sachen des verstorbenen Vaters vorenthalten werden sollten, auch eine grosse emotionale Belastung f\u00fcr sie selbst.<\/p>\n<p>1.2.3. Zwar trifft zu, dass die Ertr\u00e4ge aus dem geerbten Verm\u00f6gen der Funktion nach die Unterhaltspflicht des verstorbenen Elternteils ersetzen (vgl. KAMP\/BREITSCHMID, Minderj\u00e4hrige Erben, successio 2013 S. 94). Allerdings ist weder dargetan noch ersichtlich, inwiefern durch die Nichtgenehmigung des Vergleichs die Ertr\u00e4gnisse des Kindesverm\u00f6gens, die gem\u00e4ss Art. 319 Abs. 1 ZGB insbesondere f\u00fcr Unterhalt, Erziehung und Ausbildung des Kindes verwendet werden d\u00fcrfen, tats\u00e4chlich nennenswert gesteigert w\u00fcrden. Im Gegenteil: Mit dem Vergleich wird die Beschwerdegegnerin zwar mit einer Abgeltungssumme von Fr. 260&#039;000.&#8211; entsch\u00e4digt. Sie verzichtet im Gegenzug jedoch namentlich auf das Wohnrecht an der 4.5-Zimmer-Wohnung im oberen Stock der b\u00e4uerlichen Liegenschaft samt Garten (wobei der &quot;Mietzins&quot; Fr. 700.&#8211; betragen h\u00e4tte). Die Beschwerdef\u00fchrerin teilt in ihrer Beschwerde die vorinstanzliche Annahme, dass die Abl\u00f6sung des Wohnrechts eine Vermietung der 4.5-Zimmer-Wohnung zu einem Mietpreis von Fr. 1&#039;650.&#8211; erlaubt, womit unbestritten ist, dass durch den in der Vereinbarung festgehaltenen Verzicht auf das Wohnrecht eine bedeutende Steigerung der Mietzinsertr\u00e4ge erm\u00f6glicht wurde. Soweit die Beschwerdef\u00fchrerin mutmasst, dass sich die Beschwerdegegnerin allenfalls auch mit einem geringeren Betrag zufriedengegeben h\u00e4tte (die Beschwerdef\u00fchrerin selbst hat zun\u00e4chst eine Vergleichssumme von Fr. 210&#039;000.&#8211;, sp\u00e4ter von Fr. 180&#039;000.&#8211; [s. angef. Entscheid E. 4.1] und zuletzt vor Ober- und Bundesgericht von Fr. 34&#039;121.35 [angef. Entscheid E. 5.1; bundesgerichtliche Beschwerde Rz. 11] als angemessen erachtet), ist dies rein spekulativ, womit als Vergleichsmassstab einzig die Ertragssituation bei Scheitern der Vergleichsgespr\u00e4che und Fortbestand des Wohnrechts herangezogen werden kann. Weshalb die Verm\u00f6gensertr\u00e4ge diesfalls trotz der erheblich geringeren Mieteinnahmen insgesamt h\u00f6her sein sollten, geht aus der Beschwerdeeingabe nicht hervor. Auch sonst sind berechtigte eigene Interessen der Beschwerdef\u00fchrerin, welche diese in einem Verfahren wie dem vorliegenden geltend machen k\u00f6nnte, nicht ersichtlich. Das von der Beschwerdef\u00fchrerin dar\u00fcber hinaus geltend gemachte Eigeninteresse gr\u00fcndet einzig in einer besonderen Beziehung zum direkt betroffenen Sohn. Ein solches mittelbares Interesse begr\u00fcndet kein eigenes Interesse der Beschwerdef\u00fchrerin, das im Sinne von Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG schutzw\u00fcrdig w\u00e4re und sie zur Beschwerde an das Bundesgericht berechtigen w\u00fcrde. Welche Erinnerungsst\u00fccke B.A.________ vorenthalten werden und inwiefern genau die Beschwerdef\u00fchrerin davon selber konkret betroffen w\u00e4re, wird in der Beschwerde ohnehin nicht er\u00f6rtert.<\/p>\n<p>2.<\/p>\n<p>Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdef\u00fchrerin kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG).<\/p>\n<p>Demnach erkennt das Bundesgericht:<\/p>\n<p>1.<\/p>\n<p>Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.<\/p>\n<p>2.<\/p>\n<p>Die Gerichtskosten von Fr. 2&#039;000.&#8211; werden der Beschwerdef\u00fchrerin auferlegt.<\/p>\n<p>3.<\/p>\n<p>Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Obergericht des Kantons Z\u00fcrich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.<\/p>\n<p>Lausanne, 22. Dezember 2021<\/p>\n<p>Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung<\/p>\n<p>des Schweizerischen Bundesgerichts<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident: Herrmann<\/p>\n<p>Der Gerichtsschreiber: Buss<\/p>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"https:\/\/search.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/fr\/php\/aza\/http\/index.php?lang=fr&#038;type=highlight_simple_query&#038;page=4&#038;from_date=&#038;to_date=&#038;sort=relevance&#038;insertion_date=&#038;top_subcollection_aza=all&#038;query_words=erbe&#038;rank=33&#038;azaclir=aza&#038;highlight_docid=aza%3A%2F%2F22-12-2021-5A_34-2021&#038;number_of_ranks=456\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Source officielle Tribunal federal suisse. Contenu HTML public, PDF non garanti en version gratuite.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundesgericht Tribunal f\u00e9d\u00e9ral Tribunale federale Tribunal federal 5A_34\/2021 Urteil vom 22. Dezember 2021 II. zivilrechtliche Abteilung Besetzung Bundesrichter Herrmann, Pr\u00e4sident, Bundesrichterin Escher, Bundesrichter Bovey, Gerichtsschreiber Buss. 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