{"id":679083,"date":"2026-04-25T08:24:27","date_gmt":"2026-04-25T06:24:27","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/2021-10-12-2\/"},"modified":"2026-05-01T02:06:09","modified_gmt":"2026-05-01T00:06:09","slug":"2021-10-12-2","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/2021-10-12-2\/","title":{"rendered":"Bundesgerichtshof, 1. Zivilsenat, Urteil, 2021-07-22, I ZR 194\/20"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Leitsatz<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Rundfunkhaftung<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>1. Ein Mischverband liegt nicht vor, wenn die vom Verband satzungsgem\u00e4\u00df verfolgten Interessen seiner gewerblichen Mitglieder mit den von ihnen zu wahrenden Verbraucherinteressen \u00fcbereinstimmen und deshalb nicht die Gefahr einer Interessenkollision besteht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>2. Eine Fernsehwerbung f\u00fcr Gl\u00fccksspielangebote auf einer benannten Internetseite kann der mittelbaren F\u00f6rderung des Absatzes von Gl\u00fccksspielangeboten auf einer anderen Internetseite mit nahezu identischem Domainnamen und \u00e4hnlich gestaltetem Inhalt dienen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>3. Eine Holdinggesellschaft, die aufgrund der konzerninternen Aufgabenverteilung die wettbewerbsrechtlichen Pr\u00fcfungspflichten der konzernangeh\u00f6rigen Rundfunkveranstalter \u00fcbernimmt, hat f\u00fcr die Ausstrahlung rechtswidriger Werbung einzustehen, wenn sie einen bestimmenden, durchsetzbaren Einfluss auf die Tochterunternehmen hinsichtlich der Ver\u00f6ffentlichung der Werbung hat.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>4. Die durch eine Abmahnung ausgel\u00f6ste Pr\u00fcfungspflicht eines Rundfunkveranstalters beschr\u00e4nkt sich auf grobe und unschwer erkennbare Rechtsverst\u00f6\u00dfe. Eine aufw\u00e4ndige Pr\u00fcfung der Sach- und Rechtslage unter Einbeziehung h\u00f6chstrichterlich nicht gekl\u00e4rter Rechtsfragen ist einem Rundfunkveranstalter regelm\u00e4\u00dfig nicht zumutbar.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts K\u00f6ln vom 30. Oktober 2020 aufgehoben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Auf die Berufung der Beklagten wird das Urteil der 31. Zivilkammer des Landgerichts K\u00f6ln vom 18. Februar 2020 teilweise abge\u00e4ndert und die Klage insoweit abgewiesen, als hinsichtlich der TV-Werbespots f\u00fcr MrGreen.de zum Nachteil der Beklagten erkannt worden ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Im \u00fcbrigen Umfang der Aufhebung wird die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch \u00fcber die Kosten der Revision, an das Berufungsgericht zur\u00fcckverwiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Von Rechts wegen<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tatbestand<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger ist der Bundesverband der\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0e. V. Zu seinen Mitgliedern z\u00e4hlen unter anderem Landeslotteriegesellschaften. Die Verbandssatzung enth\u00e4lt in \u00a7 2 folgende Bestimmungen zu dem Zweck und den Aufgaben des Kl\u00e4gers:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:36pt\">1.) Der Verband nimmt die allgemeinen, ideellen und wirtschaftlichen Interessen der deutschen Gl\u00fccksspielunternehmen wahr, die gem\u00e4\u00df \u00a7 10 Abs. 2 Gl\u00fccksspielstaatsvertrag (Gl\u00fcStV) die \u00f6ffentliche Aufgabe der Bundesl\u00e4nder erf\u00fcllen, ein ausreichendes Gl\u00fccksspielangebot sicherzustellen (\u2026). Er (\u2026) dient der F\u00f6rderung der Aufgaben der Verbandsmitglieder, wie sie ihnen von Gesetzes wegen gem\u00e4\u00df \u00a7 1 Nr. 1 bis 5 Gl\u00fcStV auferlegt sind. Es sind dies die F\u00f6rderung von Verbraucherberatung und Verbraucherschutz (\u00a7 1 Nr. 1, 2, 4 und 5 Gl\u00fcStV), jeweils im Bereich des Gl\u00fccksspielwesens. Hierzu unterst\u00fctzt er die Umsetzung der ordnungsrechtlichen Aufgaben der staatlichen Gl\u00fccksspielunternehmen im Sinne der die Klagebefugnisse regelnden Bestimmungen des UWG (\u2026).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:36pt\">2.) Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die F\u00f6rderung<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">a) der gemeinsamen Interessen seiner Mitglieder in den Bereichen des Gl\u00fccksspielrechts, des Wettbewerbsrechts (\u2026) zur Verbesserung des f\u00fcr das Gl\u00fccksspielwesen ma\u00dfgeblichen Verbraucherschutzrechts durch Sicherung eines seri\u00f6sen, lauteren und verantwortungsvollen staatlichen Gl\u00fccksspielangebots in der Bundesrepublik Deutschland;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">(\u2026)<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:36pt\">3.) (\u2026)<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:36pt\">4.) Der Verband hat ferner den Zweck,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">a) zur Verbesserung des Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutzes das Marktverhalten von Marktteilnehmern im Bereich des Gl\u00fccksspielwesens zu beobachten und in Bezug auf die Einhaltung der geltenden gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen zu kontrollieren (\u2026).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beklagte ist die Holdinggesellschaft der Mediengruppe R.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0. Zu dem Konzern geh\u00f6ren Rundfunkveranstalter, die die privaten Fernsehsender R. , R. p. , R. n.\u00a0\u00a0, V. und n.\u00a0\u00a0betreiben. Die von den Rundfunkveranstaltern angebotenen Werbezeiten werden \u00fcber ein konzernangeh\u00f6riges Unternehmen, die I. D.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0GmbH, zentral vermarktet. Die Beklagte erbringt f\u00fcr die Konzerngesellschaften auf der Grundlage von Kooperationsvereinbarungen entgeltliche Serviceleistungen im Bereich der Rechtsberatung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Tochterunternehmen der Beklagten strahlten in der Zeit von Juni 2018 bis Februar 2019 Fernsehspots aus, in denen f\u00fcr Casino- und Automatenspiele auf den Internetseiten &#8220;www.onlinecasino.de&#8221;, &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221; und &#8220;www.wunderino.de&#8221; geworben wurde. In die Spots wurden die Domainnamen mit einem Bildelement farbig eingeblendet und im gesprochenen Begleittext genannt. Im Bild fand sich in kleiner Schrift der Hinweis, eine Teilnahme sei nur im Geltungsbereich des Gl\u00fccksspielgesetzes von Schleswig-Holstein m\u00f6glich.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Auf den Internetseiten &#8220;www.onlinecasino.de&#8221;, &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221; und &#8220;www.wunderino.de&#8221; k\u00f6nnen Nutzer nach ihrer Registrierung und der Einzahlung eines Geldbetrags auf ein virtuelles Konto an Casino- und Automatenspielen teilnehmen. Die Anbieter der Online-Spiele waren Inhaber von befristeten, am 18. Dezember 2018 oder 7. Februar 2019 auslaufenden Erlaubnissen des Landes Schleswig-Holstein zur Veranstaltung von Online-Casinospielen im Gebiet des Bundeslandes. Die Erlaubnisse galten aufgrund des am 28. Juni 2019 in Kraft getretenen Gesetzes zur \u00dcbergangsregelung f\u00fcr Online-Spiele des Landes Schleswig-Holstein l\u00e4ngstens bis zum 30. Juni 2021 weiterhin als erteilt. Seit dem Inkrafttreten des Staatsvertrags zur Neuregulierung des Gl\u00fccksspielwesens in Deutschland am 1. Juli 2021 gelten sie als Erlaubnisse f\u00fcr das Hoheitsgebiet von Schleswig-Holstein l\u00e4ngstens bis zum 31. Dezember 2024 mit der Ma\u00dfgabe fort, dass die in der Genehmigung sowie in den erg\u00e4nzenden Nebenbestimmungen enthaltenen Regelungen Anwendung finden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>In der Zeit von November 2018 bis Juni 2019 strahlten die Tochtergesellschaften der Beklagten Werbespots f\u00fcr kostenlose Casinospiele auf der Internetseite &#8220;www.mrgreen.de&#8221; aus. Der in Gr\u00fcn gehaltene, um eine m\u00e4nnliche Silhouette erg\u00e4nzte Domainname wurde in die Fernsehspots eingeblendet. Im gesprochenen Begleittext wurde das Angebot als &#8220;Mr. green&#8221; bezeichnet.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Angebote f\u00fcr Online-Spiele finden sich auch auf den in deutscher Sprache aufrufbaren Internetseiten &#8220;www.onlinecasino-eu.com&#8221;, &#8220;www.drueckglueck.com&#8221;, &#8220;www.wunderino.com&#8221; und &#8220;www.mrgreen.com&#8221;. Dort k\u00f6nnen Nutzer gegen Entgelt an Casino- und Automatenspielen teilnehmen. Die Betreiber dieser Internetseiten verf\u00fcgten nicht \u00fcber Lizenzen zur Veranstaltung von Gl\u00fccksspielen in Deutschland.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger wies die Beklagte mit Schreiben vom 23. Januar 2019 darauf hin, dass sie Verst\u00f6\u00dfe gegen den Gl\u00fccksspielstaatsvertrag f\u00f6rdere, indem im Fernsehprogramm ihres Unternehmens f\u00fcr nicht erlaubte Online-Casinospiele, zum Beispiel &#8220;dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221;, ohne g\u00fcltige Erlaubnis aller Bundesl\u00e4nder geworben werde. Mit Schreiben vom 18. Februar 2019 mahnte er die Beklagte wegen der bundesweiten Ausstrahlung von Werbung f\u00fcr die Internetseiten &#8220;www.onlinecasino.de&#8221;, &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221; und &#8220;www.wunderino.de&#8221; auf ihren Sendern ab. Er f\u00fchrte an, bei den dortigen Angeboten handele es sich &#8211; ebenso wie bei den aufgrund der Namensgleichheit und unmittelbaren Angebotsverkn\u00fcpfung mit bekannt gemachten Angeboten auf den deutschsprachigen Internetseiten &#8220;www.onlinecasino-eu.com&#8221;, &#8220;www.drueckglueck.com&#8221; und &#8220;www.wunderino.com&#8221; &#8211; um in Deutschland nicht erlaubtes Gl\u00fccksspiel, das nicht beworben werden d\u00fcrfe. Der die Seiten &#8220;www.onlinecasino.de&#8221; oder &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221; aufrufende Nutzer werde im Zuge der Registrierung auf die Seiten &#8220;www.onlinecasino-eu.com&#8221; oder &#8220;www.drueckglueck.com&#8221; weitergeleitet, wenn er einen Wohnsitz au\u00dferhalb von Schleswig-Holstein angebe.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beklagte verpflichtete sich am 27. Februar 2019 strafbewehrt zur Unterlassung der Ausstrahlung von Werbespots f\u00fcr die Angebote &#8220;www.onlinecasino.de&#8221;, &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221; und &#8220;www.wunderino.de&#8221;, wenn f\u00fcr das jeweils beworbene Angebot entgegen einer Angabe im Werbespot zum Zeitpunkt der Ausstrahlung keine Lizenz oder Duldung des Bundeslandes Schleswig-Holstein besteht. Nach der Zur\u00fcckweisung der Unterwerfungserkl\u00e4rung seitens des Kl\u00e4gers gab die Beklagte am 18. M\u00e4rz 2019 eine modifizierte strafbewehrte Unterlassungserkl\u00e4rung ab.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit Schreiben vom 4. Juli 2019 mahnte der Kl\u00e4ger die Beklagte erfolglos wegen der Ausstrahlung des Werbespots f\u00fcr die Internetseite &#8220;www.mrgreen.de&#8221; ab, weil damit zugleich das unerlaubte Gl\u00fccksspielangebot &#8220;www.mrgreen.com&#8221; beworben werde.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger macht geltend, die Beklagte versto\u00dfe durch die Ausstrahlung der Fernsehspots gegen die Werbeverbote des Gl\u00fccksspielstaatsvertrags. Soweit darin auf die entgeltlichen Spielangebote auf den Internetseiten &#8220;www.onlinecasino.de&#8221;, &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221; und &#8220;www.wunderino.de&#8221; hingewiesen werde, sei auf Grundlage der Gl\u00fccksspiellizenzen des Landes Schleswig-Holstein eine bundesweite Werbung nicht erlaubt. Nutzer der Internetseiten &#8220;www.onlinecasino.de&#8221; und &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221;, die sich mit einem Wohnsitz au\u00dferhalb von Schleswig-Holstein registrierten, w\u00fcrden zudem automatisch auf die Internetseiten &#8220;www.onlinecasino-eu.com&#8221; oder &#8220;www.drueckglueck.com&#8221; weitergeleitet. \u00dcberdies w\u00fcrden in allen Fernsehspots mittelbar die in Deutschland nicht erlaubten Gl\u00fccksspiele auf den weitgehend identisch aufgemachten Internetseiten mit der Top-Level-Domain &#8220;com&#8221; beworben. Hierf\u00fcr habe die Beklagte als die Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit ihrer Tochterunternehmen beeinflussende Holdinggesellschaft einzustehen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger hat beantragt, die Beklagte unter Androhung n\u00e4her bezeichneter Ordnungsmittel zu verurteilen,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:36pt\">es zu unterlassen, in der Bundesrepublik Deutschland f\u00fcr nicht erlaubte Gl\u00fccksspiele, insbesondere Online-Casino- und Automatenspiele zu werben, wenn dies wie in den [in den Unterlassungsantrag eingeblendeten] TV-Werbespots f\u00fcr Onlinecasino.de, Dr\u00fcckGl\u00fcck.de, Wunderino.de und MrGreen.de geschieht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Landgericht hat der Klage stattgegeben (LG K\u00f6ln, ZUM 2020, 638). Die Berufung der Beklagten ist ohne Erfolg geblieben (OLG K\u00f6ln, WRP 2021, 102). Mit ihrer vom Berufungsgericht zugelassenen Revision verfolgt die Beklagte ihren Klageabweisungsantrag weiter. Der Kl\u00e4ger beantragt, die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>A. Das Berufungsgericht hat die Klage als zul\u00e4ssig und begr\u00fcndet erachtet. Dazu hat es ausgef\u00fchrt:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Unterlassungsantrag sei aufgrund der Bezugnahme auf die konkreten Verletzungsformen hinreichend bestimmt. Das Vorgehen des Kl\u00e4gers sei nicht missbr\u00e4uchlich. Es sei nicht ersichtlich, dass er vergleichbare Wettbewerbsverst\u00f6\u00dfe seiner Mitglieder planm\u00e4\u00dfig dulde.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Klage sei begr\u00fcndet. Der Kl\u00e4ger sei klagebefugt. Er sei nicht als Mischverband konzipiert. Die Ausstrahlung der Werbesendungen beeinflusse den Wettbewerb zwischen seinen Mitgliedsunternehmen und den von der Werbung beg\u00fcnstigten Unternehmen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Ein Versto\u00df gegen die als Marktverhaltensnormen einzustufenden Werberegeln des Gl\u00fccksspielstaatsvertrags liege unabh\u00e4ngig von der Frage vor, ob die unmittelbar beworbenen Angebote in Schleswig-Holstein geduldet seien. Jedenfalls werde mittelbar f\u00fcr die Betreiber von Internetseiten geworben, deren Gl\u00fccksspielangebote in Deutschland unzul\u00e4ssig seien. Die Werbewirkung der Fernsehspots erfasse nicht nur die direkt beworbenen &#8220;de&#8221;-Angebote, sondern auch die &#8220;com&#8221;-Angebote. Aufgrund der \u00c4hnlichkeit von Domainbezeichnungen und Gestaltung der Internetauftritte bestehe die Gefahr gleichbleibender Herkunftserwartungen der Adressaten. Es sei zu erwarten, dass die Fernsehzuschauer lediglich die Bestandteile eingangs der angef\u00fchrten Domainnamen, also die Angebotsbezeichnung selbst, in Erinnerung behielten und \u00fcber Suchmaschinen recherchierten, die in r\u00e4umlichem Zusammenhang die &#8220;de&#8221;-Angebote und die &#8220;com&#8221;-Angebote anzeigten. Eine beide Angebotsgruppen erfassende Werbewirkung sei ersichtlich subjektiv gewollt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Versto\u00df entfalle nicht unter dem Gesichtspunkt des sogenannten Anzeigenprivilegs. Die Pr\u00fcfungspflicht der Medienverbreiter sei dadurch aktiviert worden, dass der Versto\u00df durch Kenntnisgabe in den Schreiben des Kl\u00e4gers vom 23. Januar 2019 und 18. Februar 2019 offensichtlich geworden sei. Die Beklagte habe f\u00fcr die Verst\u00f6\u00dfe aufgrund der Verletzung eigener wettbewerbsrechtlicher Verhaltenspflichten einzustehen. Sie habe aufgrund der konzerninternen Aufgabenverteilung die Pr\u00fcfungspflichten der die Werbung ausstrahlenden Rundfunksender \u00fcbernommen, die Rechtsverletzungen gepr\u00fcft und im Rahmen ihrer Weisungsbefugnis die Entscheidung \u00fcber die Aufrechterhaltung der Werbung getroffen. Selbst wenn die wettbewerbsrechtlichen Pr\u00fcfungspflichten bei den Rundfunkt\u00f6chtern verblieben seien, liege es nahe, dass die Beklagte die im Konzern begangenen Rechtsverletzungen als Konzernmutter unter dem Gesichtspunkt der Haftung des Unternehmensinhabers zu verantworten habe. Hinsichtlich des Weisungsspielraums der Beklagten gegen\u00fcber ihren Tochterunternehmen treffe die Beklagte eine sekund\u00e4re Darlegungslast f\u00fcr die Organisationsstruktur des Konzerns. An einer solchen Darlegung fehle es.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Aufgrund des Verletzungstatbestands bestehe eine Vermutung f\u00fcr die Wiederholung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>B. Die gegen diese Beurteilung gerichtete Revision der Beklagten hat Erfolg. Sie f\u00fchrt zur Aufhebung des Berufungsurteils sowie zur Abweisung der Klage, soweit diese sich gegen die Ausstrahlung der Werbespots f\u00fcr das Angebot &#8220;mr green&#8221; richtet, und im \u00dcbrigen zur Zur\u00fcckverweisung der Sache an das Berufungsgericht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_20\">20<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Entgegen der Ansicht der Revisionserwiderung ist die Revision unbeschr\u00e4nkt zul\u00e4ssig. Der Entscheidungssatz des Berufungsurteils enth\u00e4lt keine Beschr\u00e4nkung der Revisionszulassung. In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist zwar anerkannt, dass sich eine Eingrenzung der Zulassung der Revision auch aus den Entscheidungsgr\u00fcnden ergeben kann. Nach dem Grundsatz der Rechtsmittelklarheit m\u00fcssen die Parteien allerdings zweifelsfrei erkennen k\u00f6nnen, welches Rechtsmittel f\u00fcr sie in Betracht kommt und unter welchen Voraussetzungen es zul\u00e4ssig ist. Die blo\u00dfe Angabe des Grundes f\u00fcr die Zulassung der Revision reicht nicht, um von einer nur beschr\u00e4nkten Zulassung des Rechtsmittels auszugehen (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 23. April 2020 &#8211; I ZR 85\/19, GRUR 2020, 886 Rn. 13 = WRP 2020, 1017 &#8211; Preis\u00e4nderungsregelung, mwN). Das Berufungsgericht hat in den Entscheidungsgr\u00fcnden ausgef\u00fchrt, bei der Frage, in welchem Umfang eine Konzernobergesellschaft f\u00fcr Handlungen ihrer Konzernt\u00f6chter einstandspflichtig ist, gehe es um eine grunds\u00e4tzliche Rechtsfrage, die bisher vom Bundesgerichtshof f\u00fcr Konstellationen wie der vorliegenden noch nicht entschieden worden sei. Damit hat es lediglich den Grund f\u00fcr die Revisionszulassung angegeben, ohne das Rechtsmittel zu beschr\u00e4nken.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_21\">21<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Revision ist begr\u00fcndet. Der Kl\u00e4ger ist zwar klagebefugt (dazu B I) und sein Vorgehen nicht missbr\u00e4uchlich (dazu B II). Auch ist der Klageantrag hinreichend bestimmt (dazu B III). Mit der vom Berufungsgericht gegebenen Begr\u00fcndung kann der vom Kl\u00e4ger geltend gemachte Unterlassungsanspruch jedoch nicht bejaht werden (dazu B IV).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_22\">22<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>I. Das Berufungsgericht hat die Klagebefugnis des Kl\u00e4gers nach \u00a7 8 Abs. 3 Nr. 2 UWG zu Recht bejaht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_23\">23<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Gem\u00e4\u00df \u00a7 8 Abs. 3 Nr. 2 UWG (in der bis zum 30. November 2021 geltenden Fassung) stehen Anspr\u00fcche aus \u00a7 8 Abs. 1 UWG rechtsf\u00e4higen Verb\u00e4nden zur F\u00f6rderung gewerblicher oder selbst\u00e4ndiger beruflicher Interessen zu, soweit ihnen eine erhebliche Zahl von Unternehmern angeh\u00f6rt, die Waren oder Dienstleistungen gleicher oder verwandter Art auf demselben Markt vertreiben, wenn sie insbesondere nach ihrer personellen, sachlichen und finanziellen Ausstattung imstande sind, ihre satzungsm\u00e4\u00dfigen Aufgaben der Verfolgung gewerblicher oder selbst\u00e4ndiger beruflicher Interessen tats\u00e4chlich wahrzunehmen und soweit die Zuwiderhandlung die Interessen ihrer Mitglieder ber\u00fchrt. Die Vorschrift des \u00a7 8 Abs. 3 Nr. 2 UWG regelt nicht nur die sachlich-rechtliche Anspruchsberechtigung, sondern auch die prozessuale Klagebefugnis eines Verbands (BGH, Urteil vom 16. November 2006 &#8211; I ZR 218\/03, GRUR 2007, 610 Rn. 14 = WRP 2007, 778 &#8211; Sammelmitgliedschaft V; Urteil vom 7. Mai 2015 &#8211; I ZR 158\/14, GRUR 2015, 1240 Rn. 13 = WRP 2015, 1464 &#8211; Der Zauber des Nordens). Liegen ihre Voraussetzungen nicht vor, ist die Klage bereits unzul\u00e4ssig (vgl. BGH, Urteil vom 18. Oktober 1995 &#8211; I ZR 126\/93, BGHZ 131, 90, 91 [juris Rn. 9] &#8211; Anonymisierte Mitgliederliste; B\u00fcscher\/Hohlweck, UWG, 2. Aufl., \u00a7 8 Rn. 325; K\u00f6hler\/Feddersen in K\u00f6hler\/Bornkamm\/Feddersen, UWG, 39. Aufl., \u00a7 8 Rn. 3.9).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_24\">24<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Das Berufungsgericht hat angenommen, die Klagebefugnis des Kl\u00e4gers folge daraus, dass die Ausstrahlung der Fernsehwerbung den Wettbewerb zwischen seinen Mitgliedsunternehmen und den von der Werbung beg\u00fcnstigten Unternehmen beeinflusse. Die Mitgliedsunternehmen und die durch die Werbet\u00e4tigkeit beg\u00fcnstigten Betreiber der streitgegenst\u00e4ndlichen Webseiten seien Mitbewerber auf demselben sachlichen und r\u00e4umlichen Markt. Sie b\u00f6ten &#8211; wenn auch auf Seiten der Mitgliedsunternehmen des Kl\u00e4gers im legalisierten Bereich der Lotterien und auf Seiten der Werbenden im nicht eindeutig legalisierten Bereich der Online-Spiele &#8211; Gl\u00fccksspiele an, die den Abnehmern als alternative Spielm\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden. Da die Fernsehwerbung bundesweit empfangen werden k\u00f6nne, sei sie in ihrer stimulierenden Wirkung r\u00e4umlich nicht auf die in Schleswig-Holstein wohnenden Zuschauer beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_25\">25<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Diese Beurteilung wird von der Revision hingenommen und l\u00e4sst keinen Rechtsfehler erkennen. Die Klagebefugnis eines Verbands ist auch bei Verst\u00f6\u00dfen von Unternehmen zu bejahen, die &#8211; wie die die Werbespots ausstrahlenden Rundfunkveranstalter &#8211; den fremden Wettbewerb eines mit den Verbandsmitgliedern konkurrierenden Unternehmens f\u00f6rdern. Dabei kann der Verband auch einen an den Verst\u00f6\u00dfen beteiligten Dritten &#8211; wie vorliegend die Beklagte &#8211; in Anspruch nehmen (vgl. BGH, Urteil vom 9. November 2000 &#8211; I ZR 167\/98, GRUR 2001, 529, 531 [juris Rn. 24] = WRP 2001, 531 &#8211; Herz-Kreislauf-Studie). F\u00fcr die Eigenschaft als Mitbewerber kommt es allein auf das tats\u00e4chliche Bestehen eines Wettbewerbsverh\u00e4ltnisses unabh\u00e4ngig davon an, ob die das Wettbewerbsverh\u00e4ltnis begr\u00fcndende T\u00e4tigkeit gesetzeskonform ist (BGH, Urteil vom 24. Februar 2005 &#8211; I ZR 101\/02, BGHZ 162, 246, 251 [juris Rn. 21] &#8211; Vitamin-Zell-Komplex).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_26\">26<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Die Revision zieht nicht in Zweifel, dass der Kl\u00e4ger nach seiner Ausstattung in der Lage ist, seinen in der Satzung vorgesehenen Aufgaben nachzukommen. Sie wendet sich erfolglos gegen die Annahme des Berufungsgerichts, die Aufgabe des Kl\u00e4gers bestehe in der Verfolgung von gewerblichen Interessen seiner Mitglieder und nicht auch von widerstreitenden Verbraucherschutzinteressen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_27\">27<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Einem Verband ist die Klagebefugnis abzusprechen, wenn er gleichrangig sowohl der F\u00f6rderung gewerblicher Interessen als auch der Wahrnehmung von Verbraucherinteressen dient und beide Gruppen gleichgewichtig in einer Weise vertritt, dass er weder als Verband zur F\u00f6rderung gewerblicher Interessen noch als Verbraucherverband angesehen werden kann. Bei einem solchen Verband besteht die Gefahr, dass gegenl\u00e4ufige Interessen der gleichrangig zusammengeschlossenen Gewerbetreibenden und Verbraucher miteinander kollidieren, die sich auf die Willensbildung und -bet\u00e4tigung des Verbands auswirken, und der Verband dadurch in der Wahrnehmung der ihm gesetzlich zugewiesenen Aufgabe der Bek\u00e4mpfung unlauteren Wettbewerbs beeintr\u00e4chtigt wird (vgl. BGH, Urteil vom 14. Oktober 1982 &#8211; I ZR 81\/81, GRUR 1983, 129, 130 [juris Rn. 11 f.] = WRP 1983, 207 &#8211; Mischverband I).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_28\">28<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>F\u00fcr die Annahme eines Mischverbands ist nicht allein auf die satzungsgem\u00e4\u00dfe Gleichstellung der Verfolgung von gewerblichen Interessen und Verbraucherinteressen abzustellen, sondern auch auf die tats\u00e4chlichen Gegebenheiten (BGH, GRUR 1983, 129, 130 [juris Rn. 13] &#8211; Mischverband I; BGH, Urteil vom 19. Mai 1988 &#8211; I ZR 170\/86, GRUR 1988, 832, 833 [juris Rn. 23] = WRP 1988, 663 &#8211; Benzinwerbung). Entscheidend ist das Gesamtbild, das der Verband bei einer zusammenfassenden Betrachtung seiner satzungsgem\u00e4\u00dfen Ziele, der Zusammensetzung seiner Mitglieder, des satzungsgem\u00e4\u00dfen und tats\u00e4chlichen Gewichts der einzelnen Mitgliedergruppen und seiner konkret ausge\u00fcbten T\u00e4tigkeiten bietet (BGH, GRUR 1983, 129, 130 [juris Rn. 13] &#8211; Mischverband I; BGH, Urteil vom 12. Juli 1984 &#8211; I ZR 37\/82, GRUR 1985, 58, 59 [juris Rn. 13] = WRP 1985, 19 &#8211; Mischverband II; BGH, GRUR 1988, 832, 833 [juris Rn. 23] &#8211; Benzinwerbung).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_29\">29<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Das Berufungsgericht hat angenommen, die bei Mischverb\u00e4nden zu bef\u00fcrchtende Interessenkollision k\u00f6nne bei dem Kl\u00e4ger nicht eintreten, weil zu seinen Mitgliedern keine Verbraucher geh\u00f6rten. Es liege weder eine Majorisierung der einen durch die andere Gruppe vor, noch sei eine inhaltliche Interessenkollision ersichtlich. Diese Beurteilung ist aus Rechtsgr\u00fcnden nicht zu beanstanden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_30\">30<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Die Revision r\u00fcgt erfolglos, das Berufungsgericht habe rechtsfehlerhaft allein auf die Mitgliederstruktur des Kl\u00e4gers abgestellt, ohne dessen Satzungszwecke in die gebotene Gesamtw\u00fcrdigung einzubeziehen. Nach \u00a7 2 der Verbandssatzung verfolge der Kl\u00e4ger Verbraucherschutzinteressen mindestens gleichrangig mit den gewerblichen Interessen von Gl\u00fccksspielunternehmen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_31\">31<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Berufungsgericht hat die Gefahr einer Interessenkollision zutreffend bereits deswegen verneint, weil dem Kl\u00e4ger ausschlie\u00dflich Gl\u00fccksspielunternehmen angeh\u00f6ren. Allein die satzungsgem\u00e4\u00dfe Gleichstellung der Verfolgung von Gewerbe- und Verbraucherinteressen bietet keine ausreichende Grundlage f\u00fcr die Annahme eines Mischverbands, wenn sie den tats\u00e4chlichen Gegebenheiten nicht entspricht (vgl. BGH, GRUR 1983, 129, 130 [juris Rn. 13] &#8211; Mischverband I). Das Berufungsgericht ist ferner zu Recht davon ausgegangen, dass der Kl\u00e4ger nach seiner Satzung keine gegenl\u00e4ufigen Verbandsinteressen vertritt. Die von ihm satzungsgem\u00e4\u00df wahrzunehmenden ideellen Interessen der Gl\u00fccksspielunternehmen betreffen die Sicherstellung eines seri\u00f6sen, lauteren und verantwortungsvollen staatlichen Gl\u00fccksspielangebots zum Schutz der Verbraucher, wie es nach den Gl\u00fccksspielstaatsvertr\u00e4gen Aufgabe der Gl\u00fccksspielunternehmen ist. Mit Blick darauf stimmen die vom Kl\u00e4ger satzungsgem\u00e4\u00df verfolgten ideellen Interessen seiner gewerblichen Mitglieder mit den von ihnen zu wahrenden Verbraucherschutzinteressen \u00fcberein.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_32\">32<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>II. Das Berufungsgericht hat ein rechtsmissbr\u00e4uchliches Vorgehen des Kl\u00e4gers im Sinne von \u00a7 8 Abs. 4 Satz 1 UWG in der bis zum 1. Dezember 2020 geltenden Fassung (\u00a7 8c Abs. 1 UWG in der seit dem 2. Dezember 2020 geltenden Fassung) verneint. Es sei nicht erkennbar, dass der Kl\u00e4ger gleichartige Wettbewerbsverst\u00f6\u00dfe seiner Mitgliedsunternehmen planm\u00e4\u00dfig hinnehme. Soweit die Beklagte unzul\u00e4ssige Werbungen durch Mitgliedsunternehmen des Kl\u00e4gers angef\u00fchrt habe, betr\u00e4fen diese keine verbotene Werbung f\u00fcr Online-Gl\u00fccksspiele. Diese tatgerichtliche Beurteilung l\u00e4sst keinen Rechtsfehler erkennen und wird von der Revision nicht angegriffen. Ein selektives, von sachfremden Erw\u00e4gungen geleitetes Verhalten des Kl\u00e4gers liegt danach nicht vor.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_33\">33<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>III. Das Berufungsgericht ist zu Recht davon ausgegangen, dass der vom Kl\u00e4ger gestellte Unterlassungsantrag den Bestimmtheitsanforderungen des \u00a7 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO gen\u00fcgt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_34\">34<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Nach \u00a7 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO darf ein Unterlassungsantrag &#8211; und nach \u00a7 313 Abs. 1 Nr. 4 ZPO eine darauf beruhende Verurteilung &#8211; nicht derart undeutlich gefasst sein, dass der Streitgegenstand und der Umfang der Pr\u00fcfungs- und Entscheidungsbefugnis des Gerichts nicht klar umrissen sind, der Beklagte sich deshalb nicht ersch\u00f6pfend verteidigen kann und im Ergebnis dem Vollstreckungsgericht die Entscheidung dar\u00fcber \u00fcberlassen bleibt, was dem Beklagten verboten ist (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urteil vom 11. Februar 2021 &#8211; I ZR 227\/19, GRUR 2021, 758 Rn. 13 = WRP 2021, 610 &#8211; Rechtsberatung durch Architektin, mwN). Aus diesem Grund sind Unterlassungsantr\u00e4ge, die lediglich den Wortlaut eines Gesetzes wiederholen, grunds\u00e4tzlich als zu unbestimmt und damit unzul\u00e4ssig anzusehen. Abweichendes kann gelten, wenn entweder bereits der gesetzliche Verbotstatbestand selbst entsprechend eindeutig und konkret gefasst oder der Anwendungsbereich einer Rechtsnorm durch eine gefestigte Auslegung gekl\u00e4rt ist, oder wenn der Kl\u00e4ger hinreichend deutlich macht, dass er nicht ein Verbot im Umfang des Gesetzeswortlauts beansprucht, sondern sich mit seinem Unterlassungsbegehren an der konkreten Verletzungshandlung orientiert. Die Bejahung der Bestimmtheit setzt in solchen F\u00e4llen allerdings grunds\u00e4tzlich voraus, dass zwischen den Parteien kein Streit dar\u00fcber besteht, dass das beanstandete Verhalten das fragliche Tatbestandsmerkmal erf\u00fcllt. Die Wiedergabe des gesetzlichen Verbotstatbestands in der Antragsformulierung ist auch unsch\u00e4dlich, wenn sich das mit dem selbst nicht hinreichend klaren Antrag Begehrte im Tats\u00e4chlichen durch Auslegung unter Heranziehung des Sachvortrags des Kl\u00e4gers eindeutig ergibt und die betreffende tats\u00e4chliche Gestaltung zwischen den Parteien nicht infrage gestellt ist, sondern sich ihr Streit ausschlie\u00dflich auf die rechtliche Qualifizierung der angegriffenen Verhaltensweise beschr\u00e4nkt. Eine auslegungsbed\u00fcrftige Antragsformulierung kann im \u00dcbrigen hinzunehmen sein, wenn dies zur Gew\u00e4hrleistung effektiven Rechtsschutzes erforderlich ist (BGH, Urteil vom 2. M\u00e4rz 2017 &#8211; I ZR 194\/15, GRUR 2017, 537 Rn. 12 = WRP 2017, 542 &#8211; Konsumgetreide; Urteil vom 8. November 2018 &#8211; I ZR 108\/17, GRUR 2019, 627 Rn. 16 = WRP 2019, 731 &#8211; Deutschland-Kombi; Urteil vom 10. Januar 2019 &#8211; I ZR 267\/15, GRUR 2019, 813 Rn. 23 = WRP 2019, 1013 &#8211; Cordoba II).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_35\">35<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Nach diesen Grunds\u00e4tzen sind der Unterlassungsantrag und der darauf beruhende landgerichtliche Verbotsausspruch als hinreichend bestimmt anzusehen, auch wenn sie dem Wortlaut des Werbeverbots in \u00a7 5 Abs. 5 des Gl\u00fccksspielstaatsvertrags 2012 (1. Gl\u00fccksspiel\u00e4nderungsstaatsvertrag [Gl\u00fcStV 2012]) und \u00a7 5 Abs. 7 des Gl\u00fccksspielstaatsvertrags 2021 (Staatsvertrag zur Neuregulierung des Gl\u00fccksspielwesens in Deutschland [Gl\u00fcStV 2021]) entlehnt sind.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_36\">36<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Der darin aufgenommene Begriff des Gl\u00fccksspiels ist durch die Legaldefinition in \u00a7 3 Abs. 1 Satz 1 bis 3 Gl\u00fcStV 2012, \u00a7 3 Abs. 1 Satz 1 bis 3 Gl\u00fcStV 2021 konkretisiert. Das Berufungsgericht hat zudem die insbesondere angef\u00fchrten Online-Casinospiele und Automatenspiele als beispielhafte Verdeutlichung eines Gl\u00fccksspiels angesehen (vgl. dazu BGH, Urteil vom 31. Oktober 2018 &#8211; I ZR 73\/17, GRUR 2019, 82 Rn. 21 = WRP 2019, 68 &#8211; Jogginghosen; BGH, GRUR 2021, 758 Rn. 22 &#8211; Rechtsberatung durch Architektin). \u00dcber den Sinngehalt der Begriffe des Gl\u00fccksspiels, des (in \u00a7 2 Abs. 2 Nr. 7 der Werberichtlinie [WerbRL], \u00a7 3 Abs. 1a Satz 2 Gl\u00fcStV 2021 definierten) Casinospiels und des (in \u00a7 3 Abs. 1a Satz 1 Gl\u00fcStV 2021 definierten) virtuellen Automatenspiels besteht zwischen den Parteien auch kein Streit.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_37\">37<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Hinsichtlich der zu unterlassenden Werbung hat der Kl\u00e4ger durch die Bezugnahme auf die konkreten Verletzungsformen verdeutlicht, dass er darunter die Ausstrahlung von Fernsehspots fasst, in denen auf Gl\u00fccksspielangebote auf genauer bezeichneten Internetseiten hingewiesen wird. Anders als die Revision meint, dient die Einblendung der Fernsehspots nicht nur der Beschreibung der Werbung f\u00fcr die darin gezeigten Online-Casinospiele und virtuellen Automatenspiele. Der Kl\u00e4ger hat in der Berufungsverhandlung klargestellt, dass er die konkreten Verletzungsformen auf den gesamten Unterlassungsantrag und damit auf das Angebot jeglichen nicht erlaubten Gl\u00fccksspiels bezogen wissen m\u00f6chte. Hierzu hat er in der Klagebegr\u00fcndung erl\u00e4utert, dass er in den ausgestrahlten Fernsehspots nicht nur Werbung f\u00fcr die ausdr\u00fccklich genannten Internetseiten sieht, sondern zugleich Werbung f\u00fcr Gl\u00fccksspielangebote auf anderen Internetseiten mit weitgehend \u00fcbereinstimmenden Domainnamen und \u00e4hnlicher Gestaltung. Dadurch hat er verdeutlicht, auf welchen Sachverhalt er das begehrte Verbot st\u00fctzt. Die tats\u00e4chliche Aufmachung der in Rede stehenden Internetseiten mit den Top-Level-Domains &#8220;de&#8221; und &#8220;com&#8221; steht zwischen den Parteien auch nicht im Streit. Soweit zwischen ihnen Uneinigkeit besteht, ob die Fernsehspots als Werbung f\u00fcr die unbenannten Internetseiten anzusehen sind, betrifft ihr Streit die rechtliche Bewertung der tats\u00e4chlichen Gegebenheiten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_38\">38<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Die Revision wendet gegen die Bestimmtheit des Unterlassungsantrags und des darauf beruhenden Unterlassungstenors erfolglos ein, sie br\u00e4chten das Charakteristische des vom Kl\u00e4ger begehrten und vom Berufungsgericht antragsgem\u00e4\u00df ausgesprochenen Verbots nicht zum Ausdruck. Soweit das Unterlassungsgebot darauf gest\u00fctzt werde, dass neben den im Klageantrag aufgef\u00fchrten Internetseiten mittelbar Internetseiten mit \u00e4hnlichen Domainnamen und \u00e4hnlicher Aufmachung beworben w\u00fcrden, sei f\u00fcr die Beklagte weder anhand des Antrags noch anhand der Klagebegr\u00fcndung oder der Urteilsgr\u00fcnde erkennbar, nach welchen Kriterien sich die \u00c4hnlichkeit konkret bestimme.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_39\">39<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Kommen die verbotsbegr\u00fcndenden Umst\u00e4nde in Unterlassungsantrag und -tenor nicht unmittelbar zum Ausdruck, so sind der Antrag und &#8211; ihm folgend &#8211; der Urteilstenor zur Bestimmung ihrer Bedeutung und Reichweite auszulegen. Dazu ist nicht allein auf ihren Wortlaut abzustellen, sondern sind erg\u00e4nzend die Begr\u00fcndung des Unterlassungsbegehrens und die Entscheidungsgr\u00fcnde des Urteils heranzuziehen (BGH, Urteil vom 18. September 2014 &#8211; I ZR 34\/12, GRUR 2014, 1211 Rn. 16 = WRP 2014, 1447 &#8211; Runes of Magic II; Urteil vom 21. Juli 2016 &#8211; I ZR 26\/15, GRUR 2016, 1076 Rn. 14 = WRP 2016, 1221 &#8211; LGA tested).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_40\">40<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Soweit das Berufungsgericht f\u00fcr den Inhalt des Unterlassungsgebots auf die \u00c4hnlichkeit der Domainnamen und der darunter pr\u00e4sentierten Internetauftritte abgestellt hat, ist der Begriff der \u00c4hnlichkeit zwar ebenfalls unbestimmt (vgl. BGH, Urteil vom 11. Oktober 1990 &#8211; I ZR 35\/89, GRUR 1991, 254, 257 [juris Rn. 19] = WRP 1991, 216 &#8211; Unbestimmter Unterlassungsantrag I). Zur Erl\u00e4uterung dieses Begriffs hat das Berufungsgericht jedoch erkennbar auf die Feststellungen des Landgerichts Bezug genommen. Das Landgericht hat ausgef\u00fchrt, die Domainnamen wichen allenfalls durch geringf\u00fcgige Unterschiede in der Schreibweise und durch die Top-Level-Domains voneinander ab. Auf den jeweiligen &#8220;de&#8221;- und &#8220;com&#8221;-Internetseiten w\u00fcrden dieselben Angebotsbezeichnungen &#8220;onlinecasino&#8221;, &#8220;dr\u00fcckgl\u00fcck&#8221;, &#8220;wunderino&#8221; und &#8220;mr green&#8221; verwendet, die in g\u00e4nzlich oder \u00fcberwiegend \u00fcbereinstimmend grafisch gestaltete Logos eingebettet seien. Dar\u00fcber hinaus seien \u00dcbereinstimmungen in dem Webdesign, der farblichen Gestaltung, den verwendeten Bildern, den Icons, den Werbeslogans und der Aufmachung einzelner Gl\u00fccksspiele festzustellen. Zur Veranschaulichung hat das Landgericht auf die in die Entscheidungsgr\u00fcnde eingeblendeten Logos sowie die vom Kl\u00e4ger mit Schrifts\u00e4tzen vom 31. Mai 2019 und 27. August 2019 eingereichten Screenshots Bezug genommen. Hierdurch wird f\u00fcr die Beklagte hinreichend erkennbar, welche konkreten Merkmale die verbotsbegr\u00fcndende \u00c4hnlichkeit zwischen den Spielangeboten auf den Internetseiten &#8220;www.onlinecasino.de&#8221;, &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221;, &#8220;www.wunderino.de&#8221; und &#8220;www.mrgreen.de&#8221; einerseits sowie den Internetseiten &#8220;www.onlinecasino-eu.com&#8221;, &#8220;www.drueckglueck.com&#8221;, &#8220;www.wunderino.com&#8221; und &#8220;www.mrgreen.com&#8221; andererseits ausmachen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_41\">41<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>d) Der Unterlassungsantrag und der gerichtliche Verbotsausspruch sind nicht deshalb unbestimmt, weil sich aus ihnen nicht ersehen l\u00e4sst, welche konkreten Pr\u00fcfungspflichten der Beklagten abverlangt werden. Es reicht aus, wenn sich die einzuhaltenden Pr\u00fcfungspflichten aus der Klagebegr\u00fcndung und den Entscheidungsgr\u00fcnden ergeben, die zur Auslegung des Unterlassungsantrags und des Verbotstenors heranzuziehen sind (BGH, Urteil vom 16. Mai 2013 &#8211; I ZR 216\/11, GRUR 2013, 1229 Rn. 25 = WRP 2013, 1613 &#8211; Kinderhochst\u00fchle im Internet II; Urteil vom 26. November 2015 &#8211; I ZR 3\/14, ZUM-RD 2016, 156 Rn. 13; Urteil vom 3. M\u00e4rz 2016 &#8211; I ZR 140\/14, GRUR 2016, 936 Rn. 15 = WRP 2016, 1107 &#8211; Angebotsmanipulation bei Amazon). Der Kl\u00e4ger und &#8211; ihm folgend &#8211; das Berufungsgericht haben angenommen, anhand der vorgerichtlichen Hinweise des Kl\u00e4gers habe die Beklagte die Sach- und Rechtslage pr\u00fcfen und daf\u00fcr sorgen m\u00fcssen, dass die Werbung nicht fortgesetzt werde.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_42\">42<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>IV. Die Revision wendet sich mit Erfolg gegen die Beurteilung des Berufungsgerichts, die Beklagte hafte auf Unterlassung der Ausstrahlung der Fernsehspots. Mit der vom Berufungsgericht gegebenen Begr\u00fcndung kann ein Unterlassungsanspruch des Kl\u00e4gers gegen die Beklagte aus \u00a7 8 Abs. 1 Satz 1, \u00a7 3 Abs. 1, \u00a7 3a UWG nicht bejaht werden. Das Berufungsgericht hat zwar ohne Rechtsfehler angenommen, dass die Fernsehspots eine wettbewerbsrechtlich unzul\u00e4ssige Werbung f\u00fcr die unerlaubten Gl\u00fccksspielangebote auf den Internetseiten &#8220;www.onlinecasino-eu.com&#8221;, &#8220;www.drueckglueck.com&#8221;, &#8220;www.wunderino.com&#8221; und &#8220;www.mrgreen.com&#8221; beinhalten (dazu B IV 2). Seine Annahme, die Beklagte habe f\u00fcr die weitere Ausstrahlung der verbotenen Werbung einzustehen, h\u00e4lt der rechtlichen Nachpr\u00fcfung jedoch nicht stand (dazu B IV 3).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_43\">43<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Der auf Wiederholungsgefahr gest\u00fctzte und in die Zukunft gerichtete Unterlassungsanspruch besteht nur, wenn das beanstandete Verhalten der Beklagten sowohl zum Zeitpunkt seiner Vornahme rechtswidrig war als auch zum Zeitpunkt der Entscheidung in der Revisionsinstanz rechtswidrig ist (st. Rspr.; vgl. nur BGH, GRUR 2021, 758 Rn. 29 &#8211; Rechtsberatung durch Architektin, mwN).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_44\">44<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Die streitgegenst\u00e4ndlichen Fernsehspots waren zum Zeitpunkt ihrer Ausstrahlung in den Jahren 2018 und 2019 und sind derzeit wegen Versto\u00dfes gegen die in den Gl\u00fccksspielstaatsvertr\u00e4gen vorgesehenen Werbeverbote wettbewerbsrechtlich unzul\u00e4ssig.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_45\">45<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Bestimmungen in den Gl\u00fccksspielstaatsvertr\u00e4gen zum Verbot und zur Beschr\u00e4nkung von Werbung f\u00fcr Gl\u00fcckspiele stellen Marktverhaltensregelungen zum Schutz der Spielteilnehmer im Sinne von \u00a7 3a UWG dar (BGH, Urteil vom 28. September 2011 &#8211; I ZR 43\/10, juris Rn. 78; Beschluss vom 24. Januar 2013 &#8211; I ZR 171\/10, GRUR 2013, 527 Rn. 11 = WRP 2013, 515 &#8211; Digibet). Der Anwendung von \u00a7 3a UWG steht nicht entgegen, dass nach Art. 4 der Richtlinie 2005\/29\/EG \u00fcber unlautere Gesch\u00e4ftspraktiken von Unternehmern gegen\u00fcber Verbrauchern im Binnenmarkt diejenigen Vorschriften der Mitgliedstaaten \u00fcber unlautere Gesch\u00e4ftspraktiken vollst\u00e4ndig harmonisiert werden sollen, die die wirtschaftlichen Interessen der Verbraucher beeintr\u00e4chtigen. Die Richtlinie 2005\/29\/EG l\u00e4sst nach ihrem Erw\u00e4gungsgrund 9 Satz 2 nationale Vorschriften unber\u00fchrt, die sich &#8211; wie das Verbot der Werbung f\u00fcr unerlaubte Online-Casinospiele und virtuelle Automatenspiele (vgl. BVerwGE 160, 193 Rn. 38) &#8211; im Einklang mit dem Unionsrecht auf Gl\u00fccksspiele beziehen (vgl. BGH, Urteil vom 18. November 2010 &#8211; I ZR 168\/07, GRUR 2011, 169 Rn. 19 = WRP 2011, 213 &#8211; Lotterien und Kasinospiele).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_46\">46<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Nach der bis zum 30. Juni 2021 geltenden Bestimmung in \u00a7 5 Gl\u00fcStV 2012 war die Werbung f\u00fcr \u00f6ffentliches Gl\u00fccksspiel im Fernsehen grunds\u00e4tzlich verboten (\u00a7 5 Abs. 3 Satz 1 Gl\u00fcStV 2012); sie konnte lediglich f\u00fcr Lotterien sowie Sport- und Pferdewetten unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt werden (\u00a7 5 Abs. 3 Satz 2 Gl\u00fcStV 2012). Die Werbung f\u00fcr unerlaubte Gl\u00fccksspiele war stets verboten (\u00a7 5 Abs. 5 Gl\u00fcStV 2012).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_47\">47<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Nach der seit dem 1. Juli 2021 geltenden Regelung in \u00a7 5 Gl\u00fcStV 2021 d\u00fcrfen Inhaber einer Erlaubnis f\u00fcr \u00f6ffentliche Gl\u00fccksspiele f\u00fcr diese Spiele grunds\u00e4tzlich auch im Fernsehen werben (vgl. \u00a7 5 Abs. 1 Satz 1 und 3 Gl\u00fcStV 2021); dabei sind in der Erlaubnis Inhalts- und Nebenbestimmungen zur Ausgestaltung der Werbung f\u00fcr \u00f6ffentliches Gl\u00fccksspiel insbesondere im Fernsehen und im Internet festzulegen (\u00a7 5 Abs. 1 Satz 3 Gl\u00fcStV 2021). T\u00e4glich zwischen 6 Uhr und 21 Uhr darf keine Werbung im Rundfunk und Internet f\u00fcr virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele erfolgen (\u00a7 5 Abs. 3 Satz 1 Gl\u00fcStV 2021). Werbung f\u00fcr unerlaubte Gl\u00fccksspiele ist weiterhin verboten (\u00a7 5 Abs. 7 Gl\u00fcStV 2021).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_48\">48<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>d) Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass es sich bei den Casino- und Automatenspielen auf den Internetseiten &#8220;www.onlinecasino-eu.com&#8221;, &#8220;www.drueckglueck.com&#8221;, &#8220;www.wunderino.com&#8221; und &#8220;www.mrgreen.com&#8221; um unerlaubte \u00f6ffentliche Gl\u00fccksspiele handelt, die nach \u00a7 5 Abs. 5 Gl\u00fcStV 2012, \u00a7 5 Abs. 7 Gl\u00fcStV 2021 nicht beworben werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_49\">49<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Ein Gl\u00fccksspiel liegt vor, wenn im Rahmen eines Spiels f\u00fcr den Erwerb einer Gewinnchance ein Entgelt verlangt wird und die Entscheidung \u00fcber den Gewinn ganz oder \u00fcberwiegend vom Zufall abh\u00e4ngt (\u00a7 3 Abs. 1 Satz 1 Gl\u00fcStV 2012, \u00a7 3 Abs. 1 Satz 1 Gl\u00fcStV 2021). Ein Gl\u00fccksspiel ist \u00f6ffentlich, wenn f\u00fcr einen gr\u00f6\u00dferen, nicht geschlossenen Personenkreis eine Teilnahmem\u00f6glichkeit besteht (\u00a7 3 Abs. 2 Gl\u00fcStV 2012, \u00a7 3 Abs. 2 Gl\u00fcStV 2021). Dass die kostenpflichtigen Online-Casinospiele und virtuellen Automatenspiele auf den Internetseiten mit der Top-Level-Domain &#8220;com&#8221; \u00f6ffentliche Gl\u00fccksspiele in diesem Sinne darstellen, zieht die Revision nicht in Zweifel.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_50\">50<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Den Betreibern der genannten Internetseiten war und ist es nicht erlaubt, die dort angebotenen Gl\u00fccksspiele in Deutschland zu veranstalten. Das Veranstalten \u00f6ffentlicher Gl\u00fccksspiele ohne Erlaubnis der zust\u00e4ndigen Landesbeh\u00f6rde ist nach \u00a7 4 Abs. 1 Satz 1 und 2 Gl\u00fcStV 2012, \u00a7 4 Abs. 1 Satz 1 und 2 Gl\u00fcStV 2021 verboten. Bis zum 30. Juni 2021 war das Veranstalten von Online-Casinospielen und virtuellen Automatenspielen im Internet verboten und auch nicht erlaubnisf\u00e4hig (vgl. \u00a7 4 Abs. 4 und 5 Gl\u00fcStV 2012). Seit dem 1. Juli 2021 d\u00fcrfen im Internet Online-Casinospiele und virtuelle Automatenspiele mit einer &#8211; an bestimmte Voraussetzungen gekn\u00fcpften &#8211; Erlaubnis der zust\u00e4ndigen Landesbeh\u00f6rde veranstaltet werden (\u00a7 4 Abs. 4 und 5 Gl\u00fcStV 2021). Dass die Betreiber der Internetseiten &#8220;www.onlinecasino-eu.com&#8221;, &#8220;www.drueckglueck.com&#8221;, &#8220;www.wunderino.com&#8221; und &#8220;www.mrgreen.com&#8221; nunmehr Inhaber solcher Erlaubnisse sind, hat die Revision auch auf Nachfrage in der Revisionsverhandlung nicht geltend gemacht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_51\">51<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>cc) Die Revision f\u00fchrt vergeblich an, das Angebot der Online-Casinospiele auf den vorgenannten Internetseiten k\u00f6nne nicht mehr als rechtswidrig angesehen werden, weil die Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rden gehalten seien, dagegen \u00fcbergangsweise nicht mehr vorzugehen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_52\">52<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(1) Die Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien der L\u00e4nder haben sich mit Umlaufbeschluss vom 8. September 2020 darauf verst\u00e4ndigt, auch noch nach Inkrafttreten des Gl\u00fcckspielstaatsvertrags 2021 bis zum \u00dcbergang der Aufgabenwahrnehmung auf die Gemeinsame Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rde der L\u00e4nder bei der Aus\u00fcbung des Ermessens, gegen welche Anbieter unerlaubten Gl\u00fccksspiels vorgegangen wird, den Vollzug gegen unerlaubte Gl\u00fccksspielangebote auf diejenigen Anbieter zu konzentrieren, die sich absehbar auch der neuen Regelung entziehen wollen. Diese Absprache ist f\u00fcr die wettbewerbsrechtliche Beurteilung ohne Belang.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_53\">53<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(2) Eine gesch\u00e4ftliche Handlung kann nicht mehr als Versto\u00df gegen eine Marktverhaltensregelung (\u00a7 3a UWG) beanstandet werden, wenn sie durch einen wirksamen Verwaltungsakt der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde ausdr\u00fccklich erlaubt worden ist (BGH, Urteil vom 30. April 2015 &#8211; I ZR 13\/14, BGHZ 205, 195 Rn. 31 &#8211; Tagesschau-App; Urteil vom 13. Dezember 2018 &#8211; I ZR 3\/16, GRUR 2019, 298 Rn. 24 = WRP 2019, 327 &#8211; Uber Black II; Urteil vom 30. Januar 2020 &#8211; I ZR 40\/17, GRUR 2020, 426 Rn. 15 = WRP 2020, 443 &#8211; Ersatzteilinformation II). Im \u00dcbrigen stehen der zivilrechtliche Schutz f\u00fcr Mitbewerber und die verwaltungsbeh\u00f6rdliche Durchsetzung \u00f6ffentlich-rechtlicher Verhaltenspflichten grunds\u00e4tzlich unabh\u00e4ngig nebeneinander (BGH, GRUR 2019, 298 Rn. 24 &#8211; Uber Black II). Ein Mitbewerber kann sich daher nicht darauf berufen, die zust\u00e4ndige Verwaltungsbeh\u00f6rde sei gegen einen von ihr erkannten Gesetzesversto\u00df nicht vorgegangen, sondern habe ihn geduldet. Ein Vertrauensschutz kommt allenfalls gegen\u00fcber der unt\u00e4tig gebliebenen Beh\u00f6rde in Betracht, aber nicht gegen\u00fcber den durch die Unt\u00e4tigkeit nachteilig betroffenen rechtstreuen Marktteilnehmern, deren wettbewerbliche Interessen zu sch\u00fctzen sind (B\u00fcscher\/Hohlweck aaO \u00a7 8 Rn. 76; K\u00f6hler in K\u00f6hler\/Bornkamm\/Feddersen aaO \u00a7 3a Rn. 1.47; M\u00fcnchKomm.UWG\/Schaffert, 3. Aufl., \u00a7 3a Rn. 47).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_54\">54<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(3) Durch den Umlaufbeschluss vom 8. September 2020 sind die unerlaubten Online-Angebote von Casino- und Automatenspielen nicht im Wege eines Verwaltungsakts legalisiert worden. Die Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien der L\u00e4nder haben sich lediglich auf ein koordiniertes Vorgehen in der Gl\u00fccksspielaufsicht verst\u00e4ndigt, ohne verbindlich vorzugeben, dass gegen bestimmte unerlaubte Gl\u00fccksspielangebote nicht mehr vorgegangen werden soll.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_55\">55<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>e) Die Revision wendet sich erfolglos gegen die Annahme des Berufungsgerichts, durch die ausgestrahlten Fernsehspots sei f\u00fcr die unerlaubten Gl\u00fccksspiele auf den Internetseiten &#8220;www.onlinecasino-eu.com&#8221;, &#8220;www.drueckglueck.com&#8221;, &#8220;www.wunderino.com&#8221; und &#8220;www.mrgreen.com&#8221; geworben worden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_56\">56<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Das Berufungsgericht hat angenommen, die Werbewirkung erfasse nicht nur die unmittelbar beworbenen Angebote auf den Internetseiten &#8220;www.onlinecasino.de&#8221;, &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221;, &#8220;www.wunderino.de&#8221; und &#8220;www.mrgreen.de&#8221;, sondern auch die ersichtlich davon profitierenden Angebote auf den Internetseiten &#8220;www.onlinecasino-eu.com&#8221;, &#8220;www.drueckglueck.com&#8221;, &#8220;www.wunderino.com&#8221; und &#8220;www.mrgreen.com&#8221;. Die Domainnamen stimmten in den vom Verkehr als unterscheidungskr\u00e4ftig angesehenen Angebotsbezeichnungen vor den Top-Level-Domains nahezu \u00fcberein. Zudem seien die auf den Internetseiten zu findenden Angebote \u00e4u\u00dferlich \u00e4hnlich gestaltet. Die \u00c4hnlichkeit von Domainbezeichnungen und Webauftritten f\u00fchre dazu, dass beim Adressaten gleichbleibende Herkunftserwartungen erzeugt w\u00fcrden. Der Nutzer werde lediglich den kennzeichnenden Bestandteil der Internetadresse, also die Angebotsbezeichnung selbst, in Erinnerung behalten und diese \u00fcber Suchmaschinen recherchieren. Dabei w\u00fcrden die &#8220;de&#8221;-Angebote und die &#8220;com&#8221;-Angebote in r\u00e4umlichem Zusammenhang angezeigt. Diese Beurteilung h\u00e4lt der revisionsrechtlichen Nachpr\u00fcfung stand.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_57\">57<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Nach Art. 2 Buchst. a der Richtlinie 2006\/114\/EG \u00fcber irref\u00fchrende und vergleichende Werbung bedeutet &#8220;Werbung&#8221; jede \u00c4u\u00dferung bei der Aus\u00fcbung eines Handels, Gewerbes, Handwerks oder freien Berufs mit dem Ziel, den Absatz von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen zu f\u00f6rdern. Mit dieser unionsrechtlichen Definition stimmt der lauterkeitsrechtliche Werbebegriff \u00fcberein (vgl. BGH, Urteil vom 12. September 2013 &#8211; I ZR 208\/12, GRUR 2013, 1259 Rn. 17 = WRP 2013, 1579 &#8211; Empfehlungs-E-Mail; Urteil vom 14. Januar 2016 &#8211; I ZR 65\/14, GRUR 2016, 946 Rn. 27 = WRP 2016, 958 &#8211; Freunde finden). Sie ist auch f\u00fcr den Begriff der Werbung im Sinne von \u00a7 5 Abs. 5 Gl\u00fcStV 2012, \u00a7 5 Abs. 7 Gl\u00fcStV 2021 heranzuziehen (Jacobs in Becker\/Hilf\/Nolte\/Uwer, Gl\u00fccksspielregulierung, \u00a7 5 Gl\u00fcStV Rn. 29; vgl. auch \u00a7 2 Abs. 1 WerbRL; \u00a7 2 Abs. 2 Nr. 7 Satz 1 des bis zum 6. November 2020 geltenden Rundfunkstaatsvertrags [RStV]).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_58\">58<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der weit gefasste Begriff der Werbung ist nicht auf die Formen klassischer Werbung beschr\u00e4nkt, sondern umfasst sehr unterschiedliche Formen von Werbung (EuGH, Urteil vom 11. Juli 2013 &#8211; C-657\/11, GRUR 2013, 1049 Rn. 35 = WRP 2013, 1161 &#8211; Belgian Electronic Sorting Technology; BGH, GRUR 2016, 946 Rn. 28 &#8211; Freunde finden). Dazu z\u00e4hlen au\u00dfer der unmittelbar produktbezogenen Werbung auch Ma\u00dfnahmen, die der mittelbaren Absatzf\u00f6rderung eines Produkts dienen (BGH, GRUR 2013, 1259 Rn. 17- Empfehlungs-E-Mail; GRUR 2016, 946 Rn. 27 &#8211; Freunde finden; vgl. auch \u00a7 2 Abs. 2 Nr. 7 Satz 1 des seit dem 7. November 2020 geltenden Medienstaatsvertrags [MStV]). Abzustellen ist auf die Sichtweise der angesprochenen Verkehrskreise (vgl. BGH, GRUR 2016, 946 Rn. 30 &#8211; Freunde finden). Mit Blick darauf ist es nicht zwingend erforderlich, dass das Produkt, dessen Absatz gef\u00f6rdert werden soll, kenntlich gemacht wird (vgl. BGH, Urteil vom 6. Februar 2014 &#8211; I ZR 2\/11, GRUR 2014, 879 Rn. 26 = WRP 2014, 1058 &#8211; GOOD NEWS II; BeckOK.UWG\/Weiler, 12. Edition [Stand 1. Mai 2021], \u00a7 6 Rn. 68; Sack in Harte-Bavendamm\/Henning-Bodewig, UWG, 4. Aufl., \u00a7 6 Rn. 37; K\u00f6hler in K\u00f6hler\/Bornkamm\/Feddersen aaO Anhang zu \u00a7 3 Abs. 3 Rn. 11.3; aA Frank in Harte-Bavendamm\/Henning-Bodewig aaO Anhang zu \u00a7 3 Abs. 3 Nr. 11 Rn. 22; offenlassend BGH, Urteil vom 1. Juli 2010 &#8211; I ZR 161\/09, GRUR 2011, 163 Rn. 20 = WRP 2011, 210 &#8211; Flappe).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_59\">59<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>cc) Anhand dieser Ma\u00dfst\u00e4be ist die Annahme des Berufungsgerichts aus Rechtsgr\u00fcnden nicht zu beanstanden, der Fernsehwerbung komme eine absatzf\u00f6rdernde Wirkung hinsichtlich der Gl\u00fccksspielangebote auf den Internetseiten &#8220;www.onlinecasino-eu.com&#8221;, &#8220;www.drueckglueck.com&#8221;, &#8220;www.wunderino.com&#8221; und &#8220;www.mrgreen.com&#8221; zu.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_60\">60<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(1) Die tatgerichtliche Beurteilung, wegen der deutlichen \u00dcbereinstimmung von Domainnamen und Webauftritten handele es sich aus Sicht des angesprochenen Verkehrs bei den Internetseiten mit den Top-Level-Domains &#8220;de&#8221; und &#8220;com&#8221; um zusammengeh\u00f6rige Angebote eines Unternehmens, begegnet keinen rechtlichen Bedenken. Das Berufungsgericht hat ber\u00fccksichtigt, dass in den Fernsehspots lediglich die Internetseiten mit der Top-Level-Domain &#8220;de&#8221; genannt worden sind. Es hat indes ohne Rechtsfehler angenommen, der Zuschauer fasse allein die davor angef\u00fchrten Begriffe &#8220;onlinecasino&#8221;, &#8220;dr\u00fcckgl\u00fcck&#8221;, &#8220;wunderino&#8221; und &#8220;mr green&#8221; als Angebotsbezeichnungen auf. Der Verkehr misst den Zus\u00e4tzen &#8220;de&#8221; oder &#8220;com&#8221; regelm\u00e4\u00dfig allein eine funktionale Bedeutung bei, so dass der Domainname letztlich auf das Angebot eines Unternehmens mit dem Namen der Second-Level-Domain hinweist (vgl. BGH, Urteil vom 22. Juli 2004 &#8211; I ZR 135\/01, GRUR 2005, 262, 263 [juris Rn. 19] = WRP 2005, 338 &#8211; soco.de). Dass die korrespondierenden Internetauftritte unter den Top-Level-Domains &#8220;de&#8221; und &#8220;com&#8221; einander optisch und inhaltlich angen\u00e4hert sind, zieht auch die Revision nicht in Zweifel.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_61\">61<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(2) Ebenfalls als rechtsfehlerfrei stellt sich die Annahme des Berufungsgerichts dar, die Fernsehwerbung sei geeignet gewesen, den Verkehr auf den &#8211; bei Eingabe der Angebotsbezeichnung in eine Suchmaschine gemeinsam mit dem &#8220;de&#8221;-Internetauftritt angezeigten &#8211; &#8220;com&#8221;-Internetauftritt zu lenken.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_62\">62<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Revision r\u00fcgt vergeblich die Annahme des Berufungsgerichts als spekulativ, der Aufruf der in den Fernsehspots genannten Domainnamen erfolge nicht durch die Eingabe der vollst\u00e4ndigen Internetadresse in den Browser, sondern \u00fcber eine Suchmaschine. Das Berufungsgericht ist davon ausgegangen, dass der Zuschauer lediglich die das Angebot kennzeichnende Bezeichnung in Erinnerung behalten und deshalb zur Ermittlung der zugeh\u00f6rigen Internetseite auf eine Suchmaschine zur\u00fcckgreifen wird. Diese tatgerichtliche Einsch\u00e4tzung konnte es aufgrund eigenen Erfahrungswissens vornehmen, weil seine Mitglieder zu den von der Werbung angesprochenen Verkehrskreisen geh\u00f6ren (vgl. BGH, Urteil vom 2. Oktober 2003 &#8211; I ZR 150\/01, BGHZ 156, 250, 255 [juris Rn. 20] &#8211; Marktf\u00fchrerschaft; Urteil vom 13. September 2012 &#8211; I ZR 230\/11, BGHZ 194, 314 Rn. 32 &#8211; Biomineralwasser). Sie ist im Revisionsverfahren nur darauf zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob das Berufungsgericht einen unzutreffenden rechtlichen Ma\u00dfstab zugrunde gelegt, bei seiner W\u00fcrdigung gegen Denkgesetze oder Erfahrungss\u00e4tze versto\u00dfen oder wesentliche Umst\u00e4nde unber\u00fccksichtigt gelassen hat (BGH, Urteil vom 5. Februar 2015 &#8211; I ZR 136\/13, GRUR 2015, 906 Rn. 19 = WRP 2015, 1098 &#8211; TIP der Woche, mwN). Einen solchen Rechtsfehler hat die Revision nicht aufgezeigt; er ist auch sonst nicht ersichtlich. Insbesondere ist die Annahme des Berufungsgerichts nicht erfahrungswidrig, der angesprochene Verkehr bem\u00fche zum Auffinden des Angebots typischerweise eine Suchmaschine; sie entspricht der Einsch\u00e4tzung anderer Gerichte (vgl. BayVGH, ZfWG 2018, 550, 553 [juris Rn. 25]).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_63\">63<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Revision macht erfolglos geltend, zwischen der Fernsehwerbung f\u00fcr die korrekt angef\u00fchrten Internetseiten mit der Top-Level-Domain &#8220;de&#8221; und dem Aufruf der Internetseiten mit der Top-Level-Domain &#8220;com&#8221; bestehe kein hinreichender Zurechnungszusammenhang. Zu einer Falscheingabe k\u00f6nne es nur kommen, wenn der Nutzer den in der Werbung genannten Domainnamen unzutreffend eingebe oder bei einer Suchmaschinenabfrage die falsche Internetseite aufrufe. Nach den rechtsfehlerfreien Feststellungen des Berufungsgerichts ermittelt der Verbraucher die ihm nicht erinnerliche Internetadresse, unter der die Gl\u00fccksspiele &#8220;onlinecasino&#8221;, &#8220;dr\u00fcckgl\u00fcck&#8221;, &#8220;wunderino&#8221; oder &#8220;mr green&#8221; angeboten werden, typischerweise \u00fcber eine Suchmaschine. Dabei hat das Berufungsgericht es als nicht fernliegend erachtet, dass der Nutzer von den in r\u00e4umlichem Zusammenhang angezeigten Webadressen mit den Top-Level-Domains &#8220;de&#8221; und &#8220;com&#8221; die letztere Internetseite aufrufen wird. Dann aber kann ein Zurechnungszusammenhang zwischen der Fernsehwerbung und dem Aufruf der Internetseiten &#8220;www.onlinecasino-eu.com&#8221;, &#8220;www.drueckglueck.com&#8221;, &#8220;www.wunderino.com&#8221; und &#8220;www.mrgreen.com&#8221; nicht verneint werden. Der Zurechnungszusammenhang bleibt bestehen, wenn die in Rede stehende Handlung das Verhalten eines anderen wesentlich mitbestimmt und dieses eine nicht ungew\u00f6hnliche oder g\u00e4nzlich unangemessene Reaktion darauf darstellt (vgl. BGH, Urteil vom 13. Oktober 2016 &#8211; IX ZR 149\/15, NJW 2017, 1600 Rn. 11).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_64\">64<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>dd) Die Revision wendet sich im Ergebnis erfolglos gegen die Annahme des Berufungsgerichts, die beide Angebotsgruppen erfassende Werbewirkung sei subjektiv gewollt. Das mit einer \u00c4u\u00dferung verfolgte Ziel der Absatzf\u00f6rderung ist anhand der erkennbaren Umst\u00e4nde des Einzelfalls objektiv zu ermitteln (vgl. BGH, GRUR 2014, 879 Rn. 26 &#8211; GOOD NEWS II; GRUR 2016, 946 Rn. 31 &#8211; Freunde finden; BeckOK.UWG\/Weiler aaO \u00a7 6 Rn. 65; jurisPK.UWG\/M\u00fcller-Bidinger, Stand 15. Januar 2021, \u00a7 6 Rn. 61; M\u00fcnchKomm.UWG\/Menke aaO \u00a7 6 Rn. 59). Eine subjektive Absicht ist nicht erforderlich, weil die schutzw\u00fcrdigen Belange der Marktteilnehmer bereits ber\u00fchrt sind, wenn sie aufgrund des Werbeeffekts in ihren Marktentscheidungen beeinflusst werden (BeckOK.UWG\/Weiler aaO \u00a7 6 Rn. 65.1; M\u00fcnchKomm.UWG\/Menke aaO \u00a7 6 Rn. 59; anders noch BGH, Urteil vom 9. Februar 2006 &#8211; I ZR 124\/03, GRUR 2006, 875 Rn. 22 = WRP 2006, 1109 &#8211; Rechtsanwalts-Ranglisten). Das Berufungsgericht hat die Zielrichtung der Fernsehspots, die Teilnahme an den Gl\u00fccksspielangeboten auf den Internetseiten mit der Top-Level-Domain &#8220;com&#8221; zu f\u00f6rdern, aus der \u00c4hnlichkeit von Domainnamen und Internetauftritten sowie dem \u00fcblichen Vorgehen des Verbrauchers zum Auffinden eines Internetangebots hergeleitet. Es hat damit auf objektiv erkennbare Umst\u00e4nde abgestellt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_65\">65<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>ee) Entgegen der Ansicht der Revision steht die Beurteilung des Berufungsgerichts im Einklang mit der Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat bei einer Fernsehwerbung f\u00fcr das Angebot von kostenlosen Lotteriespielen auf einer Gratis-Internetseite eine mittelbare Werbung f\u00fcr das Angebot von entgeltlichen Lotteriespielen auf anderen Internetseiten bejaht, weil wegen des \u00fcbereinstimmenden Schl\u00fcsselbegriffs und des identischen Spielangebots bei den Adressaten der Eindruck eines einheitlichen &#8211; sich nur durch die Kostenlosigkeit einerseits und die Entgeltlichkeit andererseits unterscheidenden &#8211; Spielangebots entstehe (BayVGH, ZfWG 2018, 550, 552 f. [juris Rn. 22 und 25]; ZfWG 2018, 567, 571 [juris Rn. 47]). In einer von der Revision angef\u00fchrten fr\u00fcheren Entscheidung hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof zwar die Werbung f\u00fcr ein kostenloses Angebot f\u00fcr Pokerspieler auf einer Internetseite trotz der \u00c4hnlichkeit der Schriftz\u00fcge nicht als Werbung f\u00fcr das entgeltliche Angebot von Pokerspielen auf einer anderen, sich nur durch die Top-Level-Domain unterscheidenden Internetseite angesehen, weil es sich um gleichrangige Angebote handele (BayVGH, ZfWG 2015, 235, 238 [juris Rn. 45]). Dieser Beurteilung lag jedoch zugrunde, dass die kostenlosen Angebote Pokerspielern \u00dcbungsm\u00f6glichkeiten und eine Plattform f\u00fcr den Erfahrungsaustausch boten (BayVGH, ZfWG 2015, 235, 238 [juris Rn. 44]), ihnen aber nicht, wie das entgeltliche Angebot, die Teilnahme an Pokerspielen erm\u00f6glichten (vgl. BayVGH, ZfWG 2018, 567, 571 [juris Rn. 49]). Ein solcher Fall ist vorliegend nicht gegeben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_66\">66<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Die Revision wendet sich mit Erfolg gegen die Annahme des Berufungsgerichts, die Beklagte hafte wegen der Verletzung von wettbewerbsrechtlichen Verhaltenspflichten f\u00fcr die unlautere Werbung. Das Berufungsgericht hat zwar mit Recht angenommen, dass die Tochtergesellschaften der Beklagten hinsichtlich der Zul\u00e4ssigkeit ausgestrahlter Werbespots eine wettbewerbsrechtliche Verkehrspflicht in Form einer Pr\u00fcfungspflicht trifft (dazu B IV 3 a), f\u00fcr deren Einhaltung die Beklagte einzustehen hat (dazu B IV 3 b). Die Annahme des Berufungsgerichts, die Beklagte habe diese Pr\u00fcfungspflicht verletzt, h\u00e4lt der revisionsrechtlichen Nachpr\u00fcfung jedoch nicht stand (dazu B IV 3 d).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_67\">67<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Das Berufungsgericht hat zutreffend angenommen, dass im Ausgangspunkt die Tochterunternehmen der Beklagten als Rundfunkveranstalter die wettbewerbsrechtliche Verkehrspflicht traf, ausgestrahlte Fernsehspots auf grobe und offensichtliche Rechtsverst\u00f6\u00dfe zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_68\">68<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Haftung wegen Verletzung wettbewerbsrechtlicher Verkehrspflichten liegt der Gedanke zugrunde, dass derjenige, der in seinem Verantwortungsbereich eine Gefahrenquelle f\u00fcr Marktteilnehmer schafft oder andauern l\u00e4sst, die ihm zumutbaren Ma\u00dfnahmen und Vorkehrungen treffen muss, die zur Abwendung der Dritten daraus drohenden Gefahren notwendig sind (vgl. BGH, Urteil vom 12. Juli 2007 &#8211; I ZR 18\/04, BGHZ 173, 188 Rn. 36 &#8211; Jugendgef\u00e4hrdende Medien bei eBay; Urteil vom 19. M\u00e4rz 2015 &#8211; I ZR 94\/13, GRUR 2015, 1129 Rn. 42 = WRP 2015, 1326 &#8211; Hotelbewertungsportal). Die hieraus erwachsenden Verkehrspflichten k\u00f6nnen sich insbesondere als Pr\u00fcfungspflicht konkretisieren (BGH, GRUR 2015, 1129 Rn. 42 &#8211; Hotelbewertungsportal; BGH, Urteil vom 18. Juni 2015 &#8211; I ZR 74\/14, BGHZ 206, 103 Rn. 23 &#8211; Haftung f\u00fcr Hyperlink).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_69\">69<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Nach diesen Ma\u00dfst\u00e4ben kann f\u00fcr die Verbreitung einer wettbewerbswidrigen Werbung in Medien neben dem Werbenden selbst auch ein an der Verbreitung beteiligtes Presse- oder Sendeunternehmen haften (vgl. BGH, Urteil vom 10. Februar 2011 &#8211; I ZR 183\/09, GRUR 2011, 340 Rn. 30 = WRP 2011, 459 &#8211; Irische Butter; BGH, GRUR 2015, 906 Rn. 29 &#8211; TIP der Woche; K\u00f6hler\/Feddersen in K\u00f6hler\/Bornkamm\/Feddersen aaO \u00a7 8 Rn. 2.13). Ein Presseunternehmen hat f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung gesetzwidriger Werbeanzeigen Dritter einzustehen, wenn es gegen seine wettbewerbsrechtliche Verkehrspflicht zur Pr\u00fcfung versto\u00dfen hat, ob die Ver\u00f6ffentlichung der Anzeigen gegen gesetzliche Vorschriften verst\u00f6\u00dft. Um die Arbeit von Presseunternehmen nicht \u00fcber Geb\u00fchr zu erschweren und die Verantwortlichen nicht zu \u00fcberfordern, besteht mit Blick auf die Gew\u00e4hrleistung der Pressefreiheit gem\u00e4\u00df Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG allerdings nur eine eingeschr\u00e4nkte Pr\u00fcfungspflicht. Sie beschr\u00e4nkt sich auf grobe und unschwer erkennbare Rechtsverst\u00f6\u00dfe (BGH, GRUR 2015, 906 Rn. 31 &#8211; TIP der Woche, mwN). Diese Grunds\u00e4tze sind auf die Ausstrahlung von Werbung durch einen den Schutz von Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG genie\u00dfenden Rundfunkveranstalter &#8211; wie vorliegend die Tochterunternehmen der Beklagten &#8211; \u00fcbertragbar (vgl. K\u00f6hler in K\u00f6hler\/Bornkamm\/Feddersen aaO \u00a7 9 Rn. 2.13).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_70\">70<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Ebenfalls als rechtsfehlerfrei erweist sich die Annahme des Berufungsgerichts, die Beklagte sei f\u00fcr die Pr\u00fcfung wettbewerbsrechtlich verantwortlich, ob in den von den Tochterunternehmen ausgestrahlten Fernsehspots f\u00fcr unerlaubtes Gl\u00fccksspiel geworben wird.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_71\">71<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Das Berufungsgericht hat angenommen, die Beklagte habe f\u00fcr die \u00dcberpr\u00fcfung der Fernsehspots auf unerlaubte Gl\u00fccksspielwerbung einzustehen. Ihre Tochterunternehmen h\u00e4tten die ihnen als wettbewerbsrechtliche Verhaltenspflichten obliegenden Pr\u00fcfungspflichten aufgrund der konzerninternen Aufgabenverteilung auf die Beklagte ausgelagert. Die von der Beklagten durch die Kooperationsvereinbarungen \u00fcbernommene Rechtsberatung habe die \u00dcberpr\u00fcfung der Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit der Rundfunkangebote erfasst und ihr die Erteilung von Weisungen erm\u00f6glicht. Diese Beurteilung ist im Ergebnis nicht zu beanstanden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_72\">72<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Die wettbewerbsrechtlichen Verkehrspflichten sind den deliktischen Verkehrssicherungspflichten aufgrund Schaffung oder Aufrechterhaltung einer Gefahrenlage entlehnt (vgl. BGHZ 173, 188 Rn. 36 &#8211; Jugendgef\u00e4hrdende Medien bei eBay; jurisPK.UWG\/Seichter aaO \u00a7 8 Rn. 158). Deliktische Verkehrssicherungspflichten k\u00f6nnen vertraglich auf einen anderen mit der Folge \u00fcbertragen werden, dass der die Verkehrssicherungspflicht \u00dcbernehmende selbst gegen\u00fcber Dritten deliktsrechtlich verantwortlich werden kann. Soweit eine Gefahrenquelle dem Einflussbereich des zun\u00e4chst Verkehrssicherungspflichtigen ganz oder teilweise entzogen ist, kann sich eine neue Zust\u00e4ndigkeitsverteilung ergeben. Wer aufgrund vertraglicher Vereinbarung den Gefahrenbereich nunmehr beherrscht, kann nach allgemeinen Deliktsgrunds\u00e4tzen f\u00fcr die erforderlichen Sicherungsma\u00dfnahmen verantwortlich sein. In diesem Fall verengt sich die Verkehrssicherungspflicht des urspr\u00fcnglich Verantwortlichen auf Auswahl- und \u00dcberwachungspflichten (BGH, Urteil vom 26. September 2006 &#8211; VI ZR 166\/05, VersR 2007, 78 Rn. 11; Urteil vom 22. Januar 2008 &#8211; VI ZR 126\/07, VersR 2008, 505 Rn. 9; Urteil vom 1. Oktober 2013 &#8211; VI ZR 369\/12, VersR 2014, 78 Rn. 16).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_73\">73<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>cc) Diese Grunds\u00e4tze sind auch f\u00fcr die wettbewerbsrechtlichen Verkehrspflichten heranzuziehen. Danach hat das Berufungsgericht zutreffend angenommen, dass die Beklagte gegen\u00fcber den Marktteilnehmern f\u00fcr die Einhaltung der wettbewerbsrechtlichen Pr\u00fcfungspflichten der Rundfunkveranstalter verantwortlich ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_74\">74<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(1) Die Revision zieht nicht in Zweifel, dass die von der Beklagten aufgrund der Kooperationsvereinbarungen zu erbringende Rechtsberatung die Aufgabe umfasst, die von den Tochterunternehmen ausgestrahlte Fernsehwerbung bei Beanstandungen Dritter einer Pr\u00fcfung auf ihre Rechtm\u00e4\u00dfigkeit zu unterziehen. Anders als die Revision meint, kommt die Beklagte mit einer solchen Pr\u00fcfung nicht nur ihren vertraglichen Pflichten gegen\u00fcber den Tochtergesellschaften nach, sondern nimmt damit zugleich die von den Rundfunkveranstaltern \u00fcbernommenen lauterkeitsrechtlichen Verkehrspflichten zum Schutz der wettbewerblichen Interessen der Marktteilnehmer wahr.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_75\">75<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(2) Das Berufungsgericht ist ohne Rechtsfehler davon ausgegangen, dass die Beklagte das Ergebnis ihrer Rechtspr\u00fcfung innerhalb des Konzerns durchsetzen und die weitere Ausstrahlung rechtswidriger Werbespots unterbinden kann.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_76\">76<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>F\u00fcr ihre Weisungsbefugnis gegen\u00fcber den Tochterunternehmen spricht, dass die Beklagte als Muttergesellschaft die im Konzern anfallenden Rechtsangelegenheiten zentral bearbeitet. Auf die Abmahnung des Kl\u00e4gers, der die Beklagte als Medienunternehmen f\u00fcr die Ausstrahlung der wettbewerbswidrigen Werbung verantwortlich und zur Verhinderung k\u00fcnftiger Rechtsverletzungen verpflichtet gesehen hat, hat sich die Beklagte zudem strafbewehrt zur Unterlassung der Ausstrahlung bestimmter Fernsehspots verpflichtet. Damit hat sie gegen\u00fcber dem Kl\u00e4ger zum Ausdruck gebracht, sie k\u00f6nne die Ver\u00f6ffentlichung der Werbung steuern. Unter diesen Umst\u00e4nden obliegt es, wie das Berufungsgericht in anderem Zusammenhang zutreffend ausgef\u00fchrt hat, nach den Grunds\u00e4tzen der sekund\u00e4ren Darlegungslast der Beklagten, anhand von substantiiertem Vortrag zu der &#8211; dem au\u00dfenstehenden Kl\u00e4ger unbekannten &#8211; konzerninternen Organisationsstruktur konkret aufzuzeigen, dass sie auf die Ausstrahlung der Fernsehspots keinen bestimmenden, durchsetzbaren Einfluss nehmen kann, wenn sie bei der Rechtspr\u00fcfung zum Ergebnis der Gesetzwidrigkeit der Werbung gelangt (zu \u00a7 8 Abs. 2 UWG vgl. OLG Hamm, Urteil vom 2. Juni 2016 &#8211; 4 U 17\/15, juris Rn. 56 und 61; B\u00fcscher in Fezer\/B\u00fcscher\/Obergfell, UWG, 3. Aufl., \u00a7 8 Rn. 228; M\u00fcnchKomm.UWG\/Fritzsche, 2. Aufl., \u00a7 8 Rn. 309; vgl. auch BGH, GRUR 2011, 230 Rn. 31 &#8211; Irische Butter).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_77\">77<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der von der Beklagten gehaltene Vortrag, sie steuere als blo\u00dfer Dienstleister nicht den Gesch\u00e4ftsablauf der Tochtergesellschaften und \u00fcbe keinen Einfluss auf die Schaltung und Auswahl der Werbever\u00f6ffentlichungen aus, gen\u00fcgt diesen Anforderungen nicht. Soweit sie auf die Vermarktung der Werbezeiten durch die I. D.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0GmbH verwiesen hat, hat das Berufungsgericht zu Recht angenommen, dem vorgelegten geschw\u00e4rzten Vermarktungsvertrag lasse sich nicht entnehmen, dass die Beklagte im Zusammenhang mit der \u00fcbernommenen Rechtsberatung nicht zur Erteilung verbindlicher Weisungen befugt ist, wie mit rechtswidriger Werbung zu verfahren ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_78\">78<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Das Berufungsgericht hat ohne Rechtsfehler angenommen, dass die Beklagte vor den vom Kl\u00e4ger erhobenen Beanstandungen keine Pr\u00fcfungspflicht verletzt hat, weil die Ausstrahlung der Fernsehspots nicht offenkundig unzul\u00e4ssig war. Nach dem Gesetz zur Neuordnung des Gl\u00fccksspiels des Landes Schleswig-Holstein (Gl\u00fccksspielgesetz [GlSpielG SH]) war die Werbung f\u00fcr Online-Casinospiele (einschlie\u00dflich Automatenspiele, vgl. \u00a7 2 Abs. 2 Nr. 7 WerbRL) zul\u00e4ssig, wenn der Veranstalter \u00fcber eine Genehmigung der zust\u00e4ndigen Landesbeh\u00f6rde verf\u00fcgte (vgl. \u00a7 4 Abs. 1 Satz 1, \u00a7 26 Abs. 1 und 2 GlSpielG SH). Die Beklagte musste nicht von sich aus \u00fcberpr\u00fcfen, ob die Anbieter der in den Fernsehspots beworbenen Gl\u00fccksspiele Inhaber g\u00fcltiger Lizenzen waren. Auch musste sie nicht ohne weiteres annehmen, wegen der r\u00e4umlichen Begrenzung von Erlaubnissen sei ungeachtet des eingeblendeten Hinweises auf die r\u00e4umlich beschr\u00e4nkte Teilnahmem\u00f6glichkeit eine bundesweite Bewerbung der Online-Casinospiele unzul\u00e4ssig. Davon geht auch die Revisionserwiderung nicht aus.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_79\">79<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>d) Die Revision wendet sich mit Erfolg gegen die Annahme des Berufungsgerichts, die Beklagte habe mit Blick auf die vorgerichtlichen Hinweise des Kl\u00e4gers ihre Pr\u00fcfungspflichten verletzt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_80\">80<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Das Berufungsgericht hat angenommen, die Pr\u00fcfungspflicht der Beklagten sei dadurch aktiviert worden, dass der Versto\u00df durch seine Kenntnisgabe seitens des Kl\u00e4gers offensichtlich geworden sei. Der Kl\u00e4ger habe bereits mit Schreiben vom 23. Januar 2019 auf den Versto\u00df hingewiesen. Durch seinen weiteren Hinweis mit Schreiben vom 18. Februar 2019, es gebe neben den &#8220;de&#8221;-Seiten auch &#8220;com&#8221;-Seiten mit unerlaubten Gl\u00fccksspielangeboten, sei der Zusammenhang zwischen den direkt genannten und den von der Werbung beg\u00fcnstigten Angeboten offensichtlich geworden. Die Abgabe der modifizierten Unterlassungserkl\u00e4rung zeige, dass die Beklagte nach dem Hinweis eine Pr\u00fcfung vorgenommen und f\u00fcr die Beibehaltung des konkreten Angebots votiert habe. Diese Beurteilung h\u00e4lt den Angriffen der Revision nicht stand.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_81\">81<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Auch wenn bei der erstmaligen Verbreitung einer rechtswidrigen Werbung keine wettbewerbsrechtliche Pr\u00fcfungspflicht verletzt worden ist, kann eine Haftung des Verbreitenden begr\u00fcndet sein, wenn die Handlung aufrechterhalten bleibt, obwohl nach dem Hinweis auf eine klare Rechtsverletzung in einer Abmahnung eine nunmehr zumutbare Pr\u00fcfung ergeben h\u00e4tte, dass damit ein rechtswidriges Handeln gef\u00f6rdert wird (vgl. BGH, Urteil vom 1. April 2004 &#8211; I ZR 317\/01, BGHZ 158, 343, 353 [juris Rn. 35] &#8211; Sch\u00f6ner Wetten; BGHZ 206, 103 Rn. 24 &#8211; Haftung f\u00fcr Hyperlink).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_82\">82<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>In welchem Umfang dem in Anspruch Genommenen eine Pr\u00fcfung zuzumuten ist, richtet sich nach den Umst\u00e4nden des Einzelfalls unter Ber\u00fccksichtigung der Funktion und Aufgabenstellung des in Anspruch Genommenen sowie mit Blick auf die Eigenverantwortung desjenigen, der den Rechtsversto\u00df selbst unmittelbar begangen hat (vgl. BGHZ 173, 188 Rn. 38 &#8211; Jugendgef\u00e4hrdende Medien bei eBay; zur St\u00f6rerhaftung vgl. BGH, Urteil vom 21. Januar 2021 &#8211; I ZR 20\/17, GRUR 2021, 730 Rn. 37 = WRP 2021, 471 &#8211; Davidoff Hot Water IV). In diesem Zusammenhang kann es darauf ankommen, ob die gef\u00f6rderte Rechtsverletzung eines Dritten aufgrund einer unklaren Rechtslage erst nach eingehender rechtlicher oder tats\u00e4chlicher Pr\u00fcfung festgestellt werden kann oder aber f\u00fcr den in Anspruch Genommenen offenkundig und unschwer zu erkennen ist (zur St\u00f6rerhaftung vgl. BGH, GRUR 2021, 730 Rn. 60 &#8211; Davidoff Hot Water IV). Die Ausl\u00f6sung der Pr\u00fcfungspflicht hat allerdings nicht zur Voraussetzung, dass die Rechtsverletzung aus dem beanstandeten Angebot selbst ersichtlich ist (zur St\u00f6rerhaftung vgl. BGH, Urteil vom 17. August 2011 &#8211; I ZR 57\/09, BGHZ 191, 19 Rn. 36 &#8211; Stiftparf\u00fcm; BGH, GRUR 2021, 730 Rn. 60 &#8211; Davidoff Hot Water IV).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_83\">83<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Diese Kriterien gelten auch f\u00fcr die Pr\u00fcfungspflicht eines Presseunternehmens oder eines Rundfunkveranstalters. Im Rahmen der Zumutbarkeit einer Pr\u00fcfung ist zu ber\u00fccksichtigen, dass seine Arbeit im Interesse der Presse- oder Rundfunkfreiheit (Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG) nicht unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig erschwert werden darf (vgl. BGHZ 158, 343, 353 [juris Rn. 35] &#8211; Sch\u00f6ner Wetten; BGHZ 206, 103 Rn. 24 &#8211; Haftung f\u00fcr Hyperlink). Die Verantwortlichkeit eines Presseunternehmens oder eines Rundfunkveranstalters f\u00fcr Rechtsverst\u00f6\u00dfe setzt daher voraus, dass sich ihm die Wettbewerbswidrigkeit einer Werbeanzeige oder eines Werbespots aufgrund der in der Abmahnung mitgeteilten oder sonst bekannt gewordenen Umst\u00e4nde unschwer erschlie\u00dft (B\u00fcscher\/Hohlweck aaO \u00a7 8 Rn. 242; K\u00f6hler\/Feddersen in K\u00f6hler\/Bornkamm\/Feddersen aaO \u00a7 8 Rn. 2.13).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_84\">84<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>cc) Nach diesen Ma\u00dfst\u00e4ben hat das Berufungsgericht zu hohe Anforderungen an die der Beklagten abzuverlangende Pr\u00fcfung gestellt. Anhand der vom Berufungsgericht angef\u00fchrten vorgerichtlichen Hinweise des Kl\u00e4gers war der Beklagten keine eingehende Pr\u00fcfung der Sach- und Rechtslage dahingehend zumutbar, ob die ausgestrahlten Fernsehspots eine Werbung f\u00fcr die nicht genannten Internetseiten &#8220;www.onlinecasino-eu.com&#8221;, &#8220;www.drueckglueck.com&#8221;, &#8220;www.wunderino.com&#8221; und &#8220;www.mrgreen.com&#8221; beinhalten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_85\">85<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(1) Den Vorwurf, durch die Fernsehspots seien die Gl\u00fccksspielangebote auf den Internetseiten &#8220;www.onlinecasino-eu.com&#8221;, &#8220;www.drueckglueck.com&#8221;, &#8220;www.wunderino.com&#8221; mit bekannt gemacht worden, hat der Kl\u00e4ger erstmals in seiner Abmahnung vom 18. Februar 2019 erhoben. Soweit er dabei die Namensgleichheit und die unmittelbare Angebotsverkn\u00fcpfung angef\u00fchrt hat, hat er auf die automatische Weiterleitung von Nutzern von der &#8220;de&#8221;-Internetseite auf die &#8220;com&#8221;-Internetseite abgestellt. Auf die \u00e4hnliche Gestaltung der korrespondierenden Internetseiten mit den Top-Level-Domains &#8220;de&#8221; und &#8220;com&#8221; sowie ihrer beider Anzeige bei einer zum Auffinden des Angebots genutzten Suchmaschine hat er nicht hingewiesen. Die Beanstandung, durch die Fernsehwerbung f\u00fcr die Internetseite &#8220;www.mrgreen.de&#8221; werde das Angebot auf der Internetseite &#8220;www.mrgreen.com&#8221; mitbeworben, hat er erst in der Abmahnung vom 4. Juli 2019 erhoben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_86\">86<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(2) Aufgrund der Hinweise des Kl\u00e4gers musste sich der Beklagten nicht aufdr\u00e4ngen, dass die Fernsehwerbung f\u00fcr die Internetseiten &#8220;www.onlinecasino.de&#8221;, &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221;, &#8220;www.wunderino.de&#8221; oder &#8220;www.mrgreen.de&#8221; eine unzul\u00e4ssige Werbung f\u00fcr die Internetseiten &#8220;www.onlinecasino-eu.com&#8221;, &#8220;www.drueckglueck.com&#8221;, &#8220;www.wunderino.com&#8221; oder &#8220;www.mrgreen.com&#8221; beinhaltet. Zur Feststellung eines solchen Rechtsversto\u00dfes bedurfte es eingehender rechtlicher \u00dcberlegungen anhand einer umfassenden W\u00fcrdigung der tats\u00e4chlichen, vom Kl\u00e4ger teils nicht vollst\u00e4ndig mitgeteilten Umst\u00e4nde, ohne dass die Rechtsfrage einer mittelbaren Werbung h\u00f6chstrichterlich gekl\u00e4rt war. Eine solche aufw\u00e4ndige \u00dcberpr\u00fcfung konnte der Beklagten mit Blick auf die Eigenverantwortung der werbenden Gl\u00fccksspielunternehmen und die eingeschr\u00e4nkten Pr\u00fcfungspflichten ihrer Tochterunternehmen als Rundfunkveranstalter nicht abverlangt werden. Insoweit kann die wettbewerbsrechtliche Verantwortlichkeit der Beklagten nicht weiter reichen als diejenige der Rundfunkveranstalter, deren wettbewerbsrechtliche Verkehrspflichten sie im Rahmen der Rechtsberatung \u00fcbernommen hat.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_87\">87<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>In diesem Zusammenhang ist es ohne Bedeutung, ob die Beklagte die Beanstandung des Kl\u00e4gers gepr\u00fcft hat, die Ausstrahlung der Werbung sei mangels bundesweiter Gl\u00fccksspiellizenzen der Betreiber der Internetseiten &#8220;www.onlinecasino.de&#8221;, &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221; und &#8220;www.wunderino.de&#8221; unzul\u00e4ssig, und mit Blick darauf eine modifizierte Unterlassungserkl\u00e4rung abgegeben hat. Dass sie den vom Kl\u00e4ger au\u00dferdem erhobenen Vorwurf einer mittelbaren Werbung f\u00fcr die Internetseiten mit der Top-Level-Domain &#8220;com&#8221; einer umfassenden Pr\u00fcfung unterzogen hat, ist nicht ersichtlich.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_88\">88<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>V. Danach ist die Sache &#8211; im Sinne einer Klageabweisung &#8211; entscheidungsreif, soweit der Kl\u00e4ger die Beklagte daf\u00fcr haftbar sieht, dass durch die Fernsehspots betreffend das Angebot kostenloser Online-Casinospiele auf der Internetseite &#8220;www.mrgreen.de&#8221; zugleich das Gl\u00fccksspielangebot auf der Internetseite &#8220;www.mrgreen.com&#8221; beworben worden ist (\u00a7 563 Abs. 3 ZPO). Insofern hat die Beklagte mangels eines offenkundigen Rechtsversto\u00dfes ihre Pr\u00fcfungspflicht nicht verletzt. Soweit in den Fernsehspots die Casinospiele auf der benannten Internetseite &#8220;www.mrgreen.de&#8221; beworben worden sind, handelt es sich wegen ihrer Unentgeltlichkeit nicht um Gl\u00fccksspiele; insoweit greift der Kl\u00e4ger die Werbung auch nicht an.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_89\">89<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Im \u00dcbrigen ist die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zur\u00fcckzuverweisen (\u00a7 563 Abs. 1 ZPO).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_90\">90<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Hinsichtlich der Fernsehwerbung f\u00fcr das Online-Angebot von Casino- und Automatenspielen auf den Internetseiten &#8220;www.onlinecasino.de&#8221;, &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221; und &#8220;www.wunderino.de&#8221; hat der Kl\u00e4ger die Klage auch damit begr\u00fcndet, dass die auf Schleswig-Holstein begrenzten Gl\u00fccksspiellizenzen der Anbieter die Veranstaltung der beworbenen Gl\u00fccksspiele in anderen Bundesl\u00e4ndern nicht erlauben und daher eine bundesweite Ausstrahlung der Fernsehspots unzul\u00e4ssig sei. Hierzu hat das Berufungsgericht &#8211; von seinem Standpunkt aus folgerichtig &#8211; keine Feststellungen getroffen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_91\">91<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) In dem insoweit wiederer\u00f6ffneten Berufungsverfahren wird das Berufungsgericht zu pr\u00fcfen haben, ob die Betreiber der Internetseiten &#8220;www.onlinecasino.de&#8221;, &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221; und &#8220;www.wunderino.de&#8221; weder zur Zeit der Ausstrahlung der Fernsehspots in den Jahren 2018 oder 2019 noch derzeit \u00fcber g\u00fcltige Gl\u00fccksspiellizenzen verf\u00fcgten und verf\u00fcgen, oder ob die Beschr\u00e4nkung bestehender Gl\u00fccksspiellizenzen auf Schleswig-Holstein dazu f\u00fchrt, dass nach dem Gl\u00fccksspielstaatsvertrag 2012 und dem Gl\u00fccksspielstaatsvertrag 2021 Werbung f\u00fcr die in Schleswig-Holstein veranstalteten Gl\u00fccksspiele nur dort ausgestrahlt werden durfte und darf. Sofern es zum Ergebnis gelangt, dass die bundesweite Ausstrahlung der Fernsehwerbung von den Gl\u00fccksspiellizenzen generell nicht gedeckt ist, wird es zu pr\u00fcfen haben, ob Ziffer 2 der Nebenbestimmungen zu den Gl\u00fccksspiellizenzen, wonach eine kommerzielle Kommunikation in Form bundesweit empfangbarer Kommunikationsmittel nicht au\u00dfer Verh\u00e4ltnis zur regionalen kommerziellen Kommunikation stehen soll, dahin auszulegen ist, dass den Betreibern der Internetseiten eine bundesweite Werbung aufgrund eines wirksamen Verwaltungsakts grunds\u00e4tzlich ausdr\u00fccklich erlaubt worden ist und daher lauterkeitsrechtlich nicht mehr beanstandet werden kann (vgl. BGH, GRUR 2019, 298 Rn. 24 &#8211; Uber Black II).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_92\">92<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Sollte das Berufungsgericht die bundesweite Ausstrahlung der Fernsehwerbung f\u00fcr die Internetseiten &#8220;www.onlinecasino.de&#8221;, &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221; und &#8220;www.wunderino.de&#8221; f\u00fcr wettbewerbswidrig halten, wird es zu pr\u00fcfen haben, ob es der Beklagten aufgrund der Hinweise des Kl\u00e4gers in seinen Schreiben vom 23. Januar 2019 und 18. Februar 2019 zumutbar war, die Sach- und Rechtslage betreffend die bundesweite Ausstrahlung der Fernsehspots zu pr\u00fcfen und ihre k\u00fcnftige Ver\u00f6ffentlichung zu unterbinden. In diesem Zusammenhang wird es der Beklagten obliegen, im Rahmen ihrer sekund\u00e4ren Darlegungslast konkret aufzuzeigen, dass sie im Zuge der Bearbeitung der Rechtsangelegenheit keinen bestimmenden, durchsetzbaren Einfluss auf die weitere Ausstrahlung der Fernsehspots nehmen konnte.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_93\">93<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Sofern das Berufungsgericht zu dem Ergebnis gelangt, dass die Beklagte eine durch die Schreiben des Kl\u00e4gers ausgel\u00f6ste wettbewerbsrechtliche Pr\u00fcfungspflicht verletzt hat, wird es Feststellungen dazu zu treffen haben, ob &#8211; wie der Kl\u00e4ger vorgebracht hat &#8211; die Tochterunternehmen der Beklagten danach im Kern gleichartige Werbespots f\u00fcr die Gl\u00fccksspielangebote auf den Internetseiten &#8220;www.onlinecasino.de&#8221;, &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221; und &#8220;www.wunderino.de&#8221; ausgestrahlt haben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_94\">94<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Die Revision f\u00fchrt zu Recht an, dass entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts die f\u00fcr den Verletzungsunterlassungsanspruch erforderliche Wiederholungsgefahr aufgrund der vorher ausgestrahlten Fernsehspots nicht bejaht werden kann. Wird &#8211; wovon im Streitfall auch der Kl\u00e4ger ausgeht &#8211; eine wettbewerbsrechtliche Verkehrspflicht zur Unterbindung eines rechtswidrigen Angebots erst durch den Hinweis auf die Rechtsverletzung in einer Abmahnung oder einer sonstigen Mitteilung ausgel\u00f6st, so liegt in der Handlung, die Gegenstand der Mitteilung ist, noch keine Verletzungshandlung, die eine Wiederholungsgefahr im Sinne eines Verletzungsunterlassungsanspruchs begr\u00fcndet. F\u00fcr die Annahme von Wiederholungsgefahr ist vielmehr eine vollendete Verletzung nach Begr\u00fcndung der wettbewerbsrechtlichen Pflicht zur Verhinderung weiterer derartiger Rechtsverletzungen erforderlich (BGHZ 173, 188 Rn. 53 &#8211; Jugendgef\u00e4hrdende Medien bei eBay; BGHZ 191, 19 Rn. 39 &#8211; Stiftparf\u00fcm; BGH, GRUR 2015, 1129 Rn. 42 &#8211; Hotelbewertungsportal).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_95\">95<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Anders als die Revisionserwiderung meint, kann aus dem blo\u00dfen Umstand, dass die Beklagte die Wettbewerbswidrigkeit der Ausstrahlung der Fernsehspots in Abrede stellt, nicht die (Erstbegehungs-)Gefahr hergeleitet werden, dass ihre Tochterunternehmen k\u00fcnftig Fernsehspots der angegriffenen Art ausstrahlen werden. Ein darauf gest\u00fctzter Unterlassungsanspruch stellt einen anderen Streitgegenstand dar, als ihn der Kl\u00e4ger geltend macht. Wird ein Unterlassungsanspruch wegen der vorprozessual begangenen Verletzungshandlung auf Wiederholungsgefahr und auf Erstbegehungsgefahr wegen Erkl\u00e4rungen gest\u00fctzt, die der in Anspruch Genommene sp\u00e4ter im gerichtlichen Verfahren abgibt, liegen grunds\u00e4tzlich unterschiedliche Streitgegenst\u00e4nde vor (BGH, Urteil vom 26. Januar 2006 &#8211; I ZR 121\/03, GRUR 2006, 429 Rn. 22 = WRP 2006, 584 &#8211; Schlank-Kapseln; Urteil vom 23. September 2015 &#8211; I ZR 15\/14, GRUR 2016, 83 Rn. 41 = WRP 2016, 213 &#8211; Amplidect\/ampliteq; Urteil vom 7. M\u00e4rz 2019 &#8211; I ZR 53\/18, GRUR 2019, 947 Rn. 28 = WRP 2019, 1025 &#8211; Bring mich nach Hause). Unabh\u00e4ngig davon stellt allein die Tatsache, dass sich die Beklagte gegen die Klage verteidigt und dabei die Ansicht ge\u00e4u\u00dfert hat, die Fernsehspots seien wettbewerbsrechtlich nicht zu beanstanden, keine eine Erstbegehungsgefahr begr\u00fcndende Ber\u00fchmung dar (vgl. BGH, Urteil vom 31. Mai 2001 &#8211; I ZR 106\/99, GRUR 2001, 1174, 1175 [juris Rn. 36] = WRP 2001, 1076 &#8211; Ber\u00fchmungsaufgabe; BGHZ 191, 19 Rn. 44 &#8211; Stiftparf\u00fcm; BGH, GRUR 2019, 947 Rn. 32 &#8211; Bring mich nach Hause).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_96\">96<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Sofern das Berufungsgericht zu dem Ergebnis gelangt, dass wegen der bundesweiten Werbung f\u00fcr die Gl\u00fccksspielangebote auf den Internetseiten &#8220;www.onlinecasino.de&#8221;, &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221; und &#8220;www.wunderino.de&#8221; kein Unterlassungsanspruch des Kl\u00e4gers gegen die Beklagte besteht, wird es dem Vorwurf des Kl\u00e4gers nachzugehen haben, die ausgestrahlten Fernsehspots betreffend die Internetseiten &#8220;www.onlinecasino.de&#8221; oder &#8220;www.dr\u00fcckgl\u00fcck.de&#8221; beinhalteten Werbung f\u00fcr unerlaubte Gl\u00fccksspiele, weil Nutzer dieser Internetseiten, die bei der Registrierung einen Wohnsitz au\u00dferhalb von Schleswig-Holstein angeben, auf die Internetseiten &#8220;www.onlinecasino-eu.com&#8221; oder &#8220;www.drueckglueck.com&#8221; weitergeleitet w\u00fcrden. In diesem Zusammenhang wird es zu beurteilen haben, ob die Beklagte mit Blick auf diese Beanstandungen des Kl\u00e4gers in seiner Abmahnung vom 18. Februar 2019 Pr\u00fcfungspflichten verletzt hat und es in der Folgezeit zur Ausstrahlung weiterer kerngleicher Werbespots gekommen ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Koch\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Feddersen\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Pohl\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Schmaltz\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">Wille\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:left\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KORE311532021&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BGH_I_ZR_194-20_KORE311532021.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rundfunkhaftung 1. Ein Mischverband liegt nicht vor, wenn die vom Verband satzungsgem\u00e4\u00df verfolgten Interessen seiner gewerblichen Mitglieder mit den von ihnen zu wahrenden Verbraucherinteressen \u00fcbereinstimmen und deshalb nicht die Gefahr einer Interessenkollision besteht. 2. Eine Fernsehwerbung f\u00fcr Gl\u00fccksspielangebote auf einer benannten Internetseite kann der mittelbaren F\u00f6rderung des Absatzes von Gl\u00fccksspielangeboten auf einer anderen Internetseite mit nahezu identischem Domainnamen und \u00e4hnlich gestaltetem Inhalt dienen. 3. Eine Holdinggesellschaft, die aufgrund der konzerninternen Aufgabenverteilung die wettbewerbsrechtlichen Pr\u00fcfungspflichten der konzernangeh\u00f6rigen Rundfunkveranstalter \u00fcbernimmt, hat f\u00fcr die Ausstrahlung rechtswidriger Werbung einzustehen, wenn sie einen bestimmenden, durchsetzbaren Einfluss auf die Tochterunternehmen hinsichtlich der Ver\u00f6ffentlichung der Werbung hat. 4. Die durch eine Abmahnung ausgel\u00f6ste Pr\u00fcfungspflicht eines Rundfunkveranstalters beschr\u00e4nkt sich auf grobe und unschwer erkennbare Rechtsverst\u00f6\u00dfe. 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Zivilsenat, Urteil, 2021-07-22, I ZR 194\/20 - Ma\u00eetre Hassan Kohen, avocat en droit p\u00e9nal \u00e0 Paris<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/2021-10-12-2\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"zh_CN\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Bundesgerichtshof, 1. Zivilsenat, Urteil, 2021-07-22, I ZR 194\/20\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Rundfunkhaftung 1. Ein Mischverband liegt nicht vor, wenn die vom Verband satzungsgem\u00e4\u00df verfolgten Interessen seiner gewerblichen Mitglieder mit den von ihnen zu wahrenden Verbraucherinteressen \u00fcbereinstimmen und deshalb nicht die Gefahr einer Interessenkollision besteht. 2. Eine Fernsehwerbung f\u00fcr Gl\u00fccksspielangebote auf einer benannten Internetseite kann der mittelbaren F\u00f6rderung des Absatzes von Gl\u00fccksspielangeboten auf einer anderen Internetseite mit nahezu identischem Domainnamen und \u00e4hnlich gestaltetem Inhalt dienen. 3. Eine Holdinggesellschaft, die aufgrund der konzerninternen Aufgabenverteilung die wettbewerbsrechtlichen Pr\u00fcfungspflichten der konzernangeh\u00f6rigen Rundfunkveranstalter \u00fcbernimmt, hat f\u00fcr die Ausstrahlung rechtswidriger Werbung einzustehen, wenn sie einen bestimmenden, durchsetzbaren Einfluss auf die Tochterunternehmen hinsichtlich der Ver\u00f6ffentlichung der Werbung hat. 4. Die durch eine Abmahnung ausgel\u00f6ste Pr\u00fcfungspflicht eines Rundfunkveranstalters beschr\u00e4nkt sich auf grobe und unschwer erkennbare Rechtsverst\u00f6\u00dfe. 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