{"id":681154,"date":"2026-04-25T14:43:39","date_gmt":"2026-04-25T12:43:39","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundesverwaltungsgericht-4-senat-urteil-2021-07-27-4-a-14-19\/"},"modified":"2026-04-25T14:43:39","modified_gmt":"2026-04-25T12:43:39","slug":"bundesverwaltungsgericht-4-senat-urteil-2021-07-27-4-a-14-19","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesverwaltungsgericht-4-senat-urteil-2021-07-27-4-a-14-19\/","title":{"rendered":"Bundesverwaltungsgericht, 4. Senat, Urteil, 2021-07-27, 4 A 14\/19"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Leitsatz<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>1. Die in der Anlage zum Energieleitungsausbaugesetz genannten Vorhaben werden grunds\u00e4tzlich als Freileitung errichtet und nach Ma\u00dfgabe der \u00a7 2 Abs. 1 und 2 EnLAG als Erdkabel. Sonstige Gestaltungen, die weder Freileitung noch Erdkabel sind, scheiden aus. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>2. Der Mast einer Freileitung kann f\u00fcr ein Wohngeb\u00e4ude im Extremfall eine f\u00fcr den Eigent\u00fcmer unzumutbare erdr\u00fcckende Wirkung entfalten. Liegt keine erdr\u00fcckende Wirkung vor, kann ein Mast ein einzelnes Wohngeb\u00e4ude in abw\u00e4gungserheblicher Weise optisch bedr\u00e4ngen. Vor dem blo\u00dfen Anblick einer Freileitung sch\u00fctzt das Eigentumsrecht nicht. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Klagen werden abgewiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kosten des Verfahrens einschlie\u00dflich der au\u00dfergerichtlichen Kosten der Beigeladenen tragen der Kl\u00e4ger zu 1 und die Kl\u00e4ger zu 2, letztere als Gesamtschuldner, zu je 1\/6 und die Kl\u00e4gerin zu 3 zu 2\/3.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tatbestand<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4ger wenden sich gegen einen Planfeststellungsbeschluss f\u00fcr eine H\u00f6chstspannungsfreileitung nord\u00f6stlich von Berlin.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der angegriffene Beschluss vom 30. August 2019 (PFB) stellt den Plan f\u00fcr die Errichtung und den Betrieb einer 380-kV-Freileitung vom Portal Umspannwerk (UW) Neuenhagen bis zum Mast 189 mit den Einschleifungen UW Malchow und UW Hennigsdorf fest. Die Trassenl\u00e4nge betr\u00e4gt 42,5 km auf der Hauptachse und 6,6 km auf den Abzweigen Malchow und Hennigsdorf. Insgesamt werden 115 neue Masten errichtet. Der Planfeststellungsbeschluss setzt Folgema\u00dfnahmen sowie Ma\u00dfnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege fest. Die Leitung ist ein Abschnitt des Gesamtvorhabens &#8220;Nordring Berlin&#8221;, das als &#8220;Neubau H\u00f6chstspannungsleitung Neuenhagen &#8211; Wustermark (als 1. Teil des Berliner Rings), Nennspannung 380 kV&#8221; unter Nr. 11 in die Anlage zum Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) aufgenommen ist. Der westliche Abschnitt des Gesamtvorhabens wurde bereits errichtet.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Trassenverlauf folgt \u00fcberwiegend der Trasse der seit 1958 bestehenden 220-kV-Hochspannungsfreileitung Neuenhagen &#8211; Wustermark &#8211; Hennigsdorf, die zur\u00fcckgebaut werden soll. Das Gebiet der Gemeinden Hohen Neuendorf und Birkenwerder erreicht die Leitung aus \u00f6stlicher Richtung von der Gemeinde Summt. Ab Mast 86 l\u00f6st sie sich vom Verlauf der Bundesautobahn A 10 nach Norden und f\u00fchrt auf der Bestandstrasse durch den M\u00fchlenbecker Forst. Nach etwa 4 km erreicht sie bei Mast 95 die Autobahn erneut und verl\u00e4uft, nach einer kurzen Verschwenkung auf der Bestandstrasse, unmittelbar n\u00f6rdlich der k\u00fcnftig sechsspurigen A 10. Kurz nach Mast 100 erreicht sie die Ortslage und verl\u00e4uft zwischen Mast 101\/103 (im Folgenden: Mast 101) und Mast 102\/102 (im Folgenden: Mast 102) entlang eines f\u00fcr Kleing\u00e4rten und zum Wohnen genutzten Gebiets, bis sie \u00fcber die Bundesstra\u00dfe B 96 und die Autobahnabfahrt Birkenwerder gef\u00fchrt wird. Auch im Weiteren soll die Leitung n\u00f6rdlich entlang der Autobahn errichtet werden. Im Bereich der Gemeinde Birkenwerder soll zwischen Mast 99 und 104_2 die 110-kV-Bahnstromleitung Priort-Karow auf dem Gest\u00e4nge der neuen Leitung mitgef\u00fchrt werden. Planfestgestellt sind in diesem Bereich Tonnenmasten mit vier Traversen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beigeladene beantragte die Planfeststellung unter dem 2. Juli 2014. Die Unterlagen wurden mehrfach ausgelegt, zuletzt Anfang des Jahres 2018, und die Einwendungen im Februar 2019 m\u00fcndlich er\u00f6rtert.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger zu 1 ist ein eingetragener Verein und verf\u00fcgt \u00fcber die Anerkennung zur Einlegung von Rechtsbehelfen nach dem Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz. Gem\u00e4\u00df \u00a7 2 Abs. 1 seiner Satzung verfolgt er als Zweck die F\u00f6rderung des Umweltschutzes und den Erhalt einer gesunden Lebensumgebung im Raum Hohen Neuendorf &#8211; Birkenwerder und dar\u00fcber hinaus.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4ger zu 2 sind Miteigent\u00fcmer des Grundst\u00fccks Flur &#8230; Flurst\u00fcck &#8230; der Gemarkung B. (&#8230;). Es ist mit einem Wohnhaus bebaut und liegt rund 50 m n\u00f6rdlich der A 10. Im Bestand steht dem Grundst\u00fcck am n\u00e4chsten der 130 m entfernte und westlich der B 96 errichtete Mast 122, ein etwa 61 m hoher Einebenenmast. Der Planfeststellungsbeschluss sieht vor, diesen Mast zu demontieren und etwa 60 m \u00f6stlich vom Wohnhaus den Mast 102, einen knapp 81 m hohen Tonnenmast mit vier Traversen zu errichten; zwischen Mast und Wohngrundst\u00fcck ist eine L\u00e4rmschutzwand errichtet. Das Grundst\u00fcck wird weder f\u00fcr einen Maststandort noch f\u00fcr einen Schutzstreifen in Anspruch genommen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Auf dem Gebiet der Kl\u00e4gerin zu 3, der Gemeinde B., sind die Masten 96 &#8211; 104 und 106 planfestgestellt. Die Kl\u00e4gerin zu 3 ist Eigent\u00fcmerin des Grundst\u00fccks Gemarkung B., Flur &#8230; Flurst\u00fcck &#8230; (&#8230;), das f\u00fcr einen Schutzstreifen der Leitung in Anspruch genommen wird. Das Grundst\u00fcck ist mit einem eingeschossigen, zum Wohnen genutzten Geb\u00e4ude bebaut. Derzeit befindet sich in etwa 45 m Entfernung, auf der gegen\u00fcberliegenden Seite des &#8230; Weges ein Einebenenmast mit einer H\u00f6he von etwa 55 m. Etwa an gleicher Stelle sieht der Plan den Mast 101 vor, einen Tonnenmast mit vier Traversen und einer H\u00f6he von knapp 76 m.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4ger halten den Planfeststellungsbeschluss f\u00fcr rechtswidrig. Sie r\u00fcgen unter anderem Verfahrensfehler und fordern, Birkenwerder gro\u00dfr\u00e4umig zu umgehen, um das Ortsbild zu sch\u00fctzen. Technische Alternativen eines Erdkabels oder einer oberirdischen Leitungsf\u00fchrung entlang der Autobahn seien rechtsfehlerhaft abgelehnt worden. Auf die Wohngeb\u00e4ude wirke die Leitung erdr\u00fcckend. Der Planfeststellungsbeschluss durchkreuze kommunale Planungen auf dem Gebiet n\u00f6rdlich der A 10.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4ger beantragen jeweils,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>den Planfeststellungsbeschluss f\u00fcr die Errichtung und den Betrieb des \u00f6stlichen Teils der 380-kV-Freileitung Neuenhagen-Wustermark-Hennigsdorf (380-kV-Nordring Berlin) vom Portal Umspannwerk (UW) Neuenhagen bis zum Mast 189 mit den Einschleifungen UW Malchow und UW Hennigsdorf vom 30. August 2019 aufzuheben,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>hilfsweise, den angegriffenen Planfeststellungsbeschluss f\u00fcr rechtswidrig und nicht vollziehbar zu erkl\u00e4ren,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>weiter hilfsweise, den Beklagten zu verpflichten, den Planfeststellungsbeschluss um Schutzvorkehrungen bzw. die Feststellung eines Entsch\u00e4digungsanspruchs dem Grunde nach zu erg\u00e4nzen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Beklagte beantragt,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>die Klagen abzuweisen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beigeladene beantragt,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>die Klagen abzuweisen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Sie verteidigen den Planfeststellungsbeschluss.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Senat hat mit Beschl\u00fcssen vom 27. Juli 2020 &#8211; 4 VR 7.19 u.a. &#8211; (NVwZ 2021, 723 = ZNER 2020, 438) und vom 4. Dezember 2020 &#8211; 4 VR 6.19 &#8211; (juris) Eilantr\u00e4ge des Kl\u00e4gers zu 1 und der Kl\u00e4gerin zu 3 abgelehnt. Die Kl\u00e4ger zu 2 haben ihren Eilantrag zur\u00fcckgenommen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>\u00dcber die nach \u00a7 93 Satz 1 VwGO zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung verbundenen Verfahren entscheidet das Bundesverwaltungsgericht nach \u00a7 50 Abs. 1 Nr. 6 VwGO, \u00a7 1 Abs. 3 EnLAG i.V.m. Nr. 11 der Anlage zum EnLAG im ersten und letzten Rechtszug.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Klagen sind unbegr\u00fcndet. Der Planfeststellungsbeschluss verst\u00f6\u00dft nicht gegen Rechtsvorschriften, die nach \u00a7 2 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 UmwRG f\u00fcr diese Entscheidung von Bedeutung sind und Belange ber\u00fchren, die zu den Zielen geh\u00f6ren, die der Kl\u00e4ger zu 1 nach seiner Satzung f\u00f6rdert. Er verletzt weder die Kl\u00e4ger zu 2 noch die Kl\u00e4gerin zu 3 gem\u00e4\u00df \u00a7 113 Abs. 1 Satz 1 VwGO in ihren Rechten. Die Kl\u00e4ger k\u00f6nnen daher weder eine Aufhebung des Beschlusses noch die Feststellung seiner Rechtswidrigkeit und Nichtvollziehbarkeit oder seine Erg\u00e4nzung um Schutzvorkehrungen oder die Feststellung von Entsch\u00e4digungsanspr\u00fcchen verlangen. Auf die unterschiedlichen R\u00fcgebefugnisse kommt es insoweit nicht an (vgl. f\u00fcr Vereinigungen nach \u00a7 3 Abs. 1 UmwRG BVerwG, Urteil vom 11. Oktober 2017 &#8211; 9 A 14.16 &#8211; BVerwGE 160, 78 Rn. 10 und Beschluss vom 12. Juli 2018 &#8211; 7 B 15.17 &#8211; Buchholz 451.224 \u00a7 36 KrWG Nr. 1 Rn. 19; f\u00fcr nicht enteignend betroffene Eigent\u00fcmer BVerwG, Urteil vom 16. M\u00e4rz 2021 &#8211; 4 A 10.19 &#8211; juris Rn. 13; f\u00fcr Gemeinden BVerwG, Urteile vom 17. Dezember 2013 &#8211; 4 A 1.13 &#8211; BVerwGE 148, 353 Rn. 23 und vom 10. April 2019 &#8211; 9 A 22.18 &#8211; BVerwGE 165, 185 Rn. 10).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Ma\u00dfgeblich f\u00fcr die rechtliche Beurteilung ist die Sach- und Rechtslage bei Erlass des Planfeststellungsbeschlusses (stRspr, vgl. BVerwG, Urteile vom 12. August 2009 &#8211; 9 A 64.07 &#8211; BVerwGE 134, 308 Rn. 52 und vom 20. Januar 2021 &#8211; 4 A 4.19 &#8211; UPR 2021, 269 Rn. 22). Zu ber\u00fccksichtigen sind allerdings Rechts\u00e4nderungen, die zum Fortfall eines vormaligen Rechtsversto\u00dfes des Planfeststellungsbeschlusses f\u00fchren (BVerwG, Urteile vom 12. M\u00e4rz 2008 &#8211; 9 A 3.06 &#8211; BVerwGE 130, 299 Rn. 255 f. und vom 12. August 2009 &#8211; 9 A 64.07 &#8211; BVerwGE 134, 308 Rn. 52). Das Energiewirtschaftsgesetz findet damit Anwendung in der Fassung des Gesetzes zur Beschleunigung des Energieleitungsausbaus vom 13. Mai 2019 (BGBl. I S. 706). Das im Juli 2014 eingeleitete Verfahren war im \u00dcbrigen nach \u00a7 2 Abs. 4 Satz 1 EnLAG in der bis vor dem 31. Dezember 2015 geltenden Fassung des Energieleitungsausbaugesetzes zu Ende zu f\u00fchren, weil die Vorhabentr\u00e4gerin einen Antrag nach \u00a7 2 Abs. 4 Satz 2 EnLAG nicht gestellt hat (PFB S. 73) (im Folgenden: EnLAG a.F.). Hinsichtlich der Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung war das Verfahren gem\u00e4\u00df \u00a7 74 Abs. 2 Nr. 2 UVPG nach der Fassung des Gesetzes \u00fcber die Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung in der vor dem 16. Mai 2017 geltenden Fassung zu Ende zu f\u00fchren, weil die Unterlagen nach \u00a7 6 UVPG in der bis dahin geltenden Fassung des Gesetzes vorgelegt worden waren (PFB S. 61) (im Folgenden: UVPG a.F.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>A. Der Planfeststellungsbeschluss ist frei von Verfahrensfehlern ergangen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Die Planfeststellungsbeh\u00f6rde war nicht verpflichtet, nach Vorlage weiterer Unterlagen im Jahr 2019 die \u00d6ffentlichkeit erneut zu beteiligen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Ma\u00dfgeblich sind \u00a7 43b Nr. 1 Buchst. b EnWG a.F., \u00a7 9 Abs. 3 UVPG a.F. i.V.m. \u00a7 9 Abs. 1 Satz 4 UVPG a.F. \u00c4ndert danach der Tr\u00e4ger des Vorhabens die nach \u00a7 6 UVPG a.F. erforderlichen Unterlagen im Laufe des Verfahrens, so kann von einer erneuten Beteiligung der \u00d6ffentlichkeit abgesehen werden, soweit keine zus\u00e4tzlichen oder anderen erheblichen Umweltauswirkungen zu besorgen sind. Die \u00d6ffentlichkeit muss zudem neu beteiligt werden, wenn eine nach Gegenstand, Systematik und Ermittlungstiefe neue oder \u00fcber die bisherigen Untersuchungen wesentlich hinausgehende Pr\u00fcfung von Umweltbetroffenheiten vorgenommen wird (BVerwG, Urteil vom 28. April 2016 &#8211; 9 A 9.15 &#8211; BVerwGE 155, 91 Rn. 34). Dies beurteilt sich danach, ob bereits die urspr\u00fcnglichen Unterlagen die nach \u00a7 6 Abs. 3 Satz 3 UVPG a.F. n\u00f6tige Ansto\u00dfwirkung entfalten oder ob eine solche erstmalig von den neuen Unterlagen ausgeht. Die Ansto\u00dfwirkung soll den Zweck der \u00d6ffentlichkeitsbeteiligung sicherstellen, durch Einbeziehung von Meinungs\u00e4u\u00dferungen und Bedenken der \u00d6ffentlichkeit zu Umweltbelangen den beh\u00f6rdlichen Entscheidungsprozess besser und transparenter zu gestalten. Sie setzt voraus, dass die Unterlagen potenziell Betroffenen und den anerkannten Vereinigungen die Beurteilung erm\u00f6glichen, ob und in welchem Umfang ihre Belange oder ihre satzungsgem\u00e4\u00dfen Interessen von den Umweltauswirkungen betroffen werden k\u00f6nnen (BVerwG, Urteile vom 9. Februar 2017 &#8211; 7 A 2.15 &#8211; BVerwGE 158, 1 Rn. 28 &lt;zum erg\u00e4nzenden Verfahren&gt; und vom 27. November 2018 &#8211; 9 A 8.17 &#8211; BVerwGE 163, 380 Rn. 54 &lt;zur Plan\u00e4nderung&gt;; vgl. PFB S. 63).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_20\">20<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Aus dem Unionsrecht ergeben sich keine weitergehenden Anforderungen. Nach Art. 6 Abs. 4 der Richtlinie 2011\/92\/EU des Europ\u00e4ischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2011 \u00fcber die Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung bei bestimmten \u00f6ffentlichen und privaten Projekten (ABl. 2012 L 26 S. 1) (UVP-RL) erh\u00e4lt die betroffene \u00d6ffentlichkeit fr\u00fchzeitig und in effektiver Weise die M\u00f6glichkeit, sich an den umweltbezogenen Entscheidungsverfahren nach Art. 2 Abs. 2 UVP-RL zu beteiligen und hat zu diesem Zweck das Recht, der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde bzw. den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden gegen\u00fcber Stellung zu nehmen und Meinungen zu \u00e4u\u00dfern, wenn alle Optionen noch offenstehen und bevor die Entscheidung \u00fcber den Genehmigungsantrag getroffen wird. Nach Erw\u00e4gungsgrund 16 der Richtlinie wird der Entscheidungsprozess dadurch nachvollziehbarer und transparenter, und in der \u00d6ffentlichkeit w\u00e4chst das Bewusstsein f\u00fcr Umweltbelange sowie die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die getroffenen Entscheidungen. Die Richtlinie fordert nicht, dass die Angaben, anhand derer die Auswirkungen eines Projekts beurteilt werden k\u00f6nnen, unbedingt in einem einzigen Dokument enthalten sein m\u00fcssen. Die betroffene \u00d6ffentlichkeit muss aber die tats\u00e4chliche M\u00f6glichkeit haben, sich an Entscheidungsverfahren zu beteiligen und sich im Hinblick darauf geb\u00fchrend vorzubereiten. Die \u00d6ffentlichkeit muss anhand der ihr zug\u00e4nglich gemachten Aktenst\u00fccke einen genauen \u00dcberblick \u00fcber die Auswirkungen des fraglichen Projekts erlangen k\u00f6nnen. Es ist Sache des nationalen Gerichts zu pr\u00fcfen, ob die der \u00d6ffentlichkeit vor der Genehmigung des fraglichen Projekts zug\u00e4nglichen Akten diese Anforderungen s\u00e4mtlich erf\u00fcllen (EuGH, Urteil vom 28. Mai 2020 &#8211; C-535\/18 [ECLI:EU:C:2020:391] &#8211; NVwZ 2020, 1177 Rn. 85 f., 89 &lt;zum Wasserrecht&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_21\">21<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Weiteren Kl\u00e4rungsbedarf zeigen die Kl\u00e4ger mit ihrer Forderung nach einer Vorlage zum Europ\u00e4ischen Gerichtshof nach Art. 267 AEUV nicht auf: Es bedarf einer erneuten \u00d6ffentlichkeitsbeteiligung, wenn die bereits ausgelegten Unterlagen nicht ausreichten, um einen genauen \u00dcberblick \u00fcber die Auswirkungen eines Projekts zu erlangen. Wenn weitere Unterlagen \u00fcber die bisherigen Unterlagen im Hinblick auf den Gegenstand, die Systematik oder Ermittlungstiefe hinausgehen, werden die Beh\u00f6rde und ihr nachfolgend das Gericht daher pr\u00fcfen m\u00fcssen, ob die bereits ausgelegten Unterlagen ausreichten, um einen genauen \u00dcberblick zu gewinnen. Ist dies der Fall, bedarf es keiner erneuten Auslegung, weil der Zweck der \u00d6ffentlichkeitsbeteiligung bereits erreicht ist (vgl. auch BVerwG, Urteile vom 7. Mai 2014 &#8211; 4 CN 5.13 &#8211; Buchholz 406.11 \u00a7 3 BauGB Nr. 15 Rn. 16 und vom 8. M\u00e4rz 2017 &#8211; 4 CN 1.16 &#8211; BVerwGE 158, 182 Rn. 19 zum Bebauungsplanverfahren).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_22\">22<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) F\u00fcr die &#8220;Vertiefende Betrachtung der gro\u00dfr\u00e4umigen Trassenalternativen im Bereich Birkenwerder&#8221; vom 17. Juni 2019 der &#8230; GmbH &amp; Co. KG (im Folgenden: &#8220;Vertiefende Betrachtung&#8221;) war keine erneute Beteiligung der \u00d6ffentlichkeit notwendig (vgl. PFB S. 65 f.). Die visuellen Wirkungen des Vorhabens waren aus den im Jahr 2018 ausgelegten Unterlagen hinreichend genau erkennbar.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_23\">23<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Aus diesen Unterlagen ergaben sich Standort, H\u00f6he und Form der Masten der Freileitung. Die Siedlungsstruktur lie\u00df sich den Unterlagen entnehmen und war den Betroffenen bekannt, soweit ihre eigenen Grundst\u00fccke und deren Umgebung in Rede standen. Um die visuellen Auswirkungen des Projekts abzusch\u00e4tzen, waren weder eine Visualisierung noch eine sachverst\u00e4ndige Untersuchung notwendig. Freileitungen unterschiedlichster Bauart und H\u00f6he sind \u00fcberall im Bundesgebiet anzutreffen, ihr Aufbau und Anblick allgemein bekannt. Im Gemeindegebiet der Kl\u00e4gerin zu 3 befindet sich zudem in vergleichbarer Lage bereits eine Leitung, mag auch die planfestgestellte Leitung nach H\u00f6he, Aufbau und Maststandorten abweichen. Einer sachverst\u00e4ndigen Aufbereitung bedurfte es nicht: Anders als bestimmte Immissionen oder Beeintr\u00e4chtigungen einzelner Wasserk\u00f6rper k\u00f6nnen visuelle Wirkungen ohne technischen oder naturwissenschaftlichen Sachverstand erfasst und gew\u00fcrdigt werden. Der zu erwartende Anblick von Leitungen einer bestimmten H\u00f6he und Bauart st\u00f6\u00dft bei Betroffenen auf Ablehnung oder Gleichg\u00fcltigkeit, ohne dass es weiterer Erl\u00e4uterungen bedarf. So sah sich die Planfeststellungsbeh\u00f6rde nach Auslegung der Unterlagen mit der Forderung konfrontiert, die Lage Birkenwerder gro\u00dfr\u00e4umig zu umgehen (PFB S. 298 ff.), auch wegen der erwarteten visuellen Wirkungen und der permanenten Sichtbarkeit der Leitung (vgl. auch PFB S. 325, 327). Die Unterlagen lie\u00dfen es auch zu, Bildmontagen zu erstellen und zur Unterst\u00fctzung von Einwendungen in das Verwaltungsverfahren einzubringen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_24\">24<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Vertiefende Betrachtung gab keinen Anlass zu einer erneuten Auslegung. Grund f\u00fcr die Ausarbeitung war das Senatsurteil vom 14. M\u00e4rz 2018 &#8211; 4 A 5.17 &#8211; (BVerwGE 161, 263), dem die Gutachter weitere Anforderungen an die Abw\u00e4gung von Trassenalternativen entnommen haben. Auch die Untersuchung der privaten Belange (&#8220;Vertiefende Betrachtung&#8221;, S. 14 &#8211; 25) ging \u00fcber die bisherigen Unterlagen aber nicht in einem solchen Umfang hinaus, dass eine erneute \u00d6ffentlichkeitsbeteiligung notwendig gewesen w\u00e4re. Im \u00dcbrigen nahm das Senatsurteil vom 14. M\u00e4rz 2018 &#8211; 4 A 5.17 &#8211; (BVerwGE 161, 263 Rn. 78 ff.) nicht f\u00fcr sich in Anspruch, neue Anforderungen an die beh\u00f6rdliche Abw\u00e4gung aufzustellen (anders etwa in BVerwG, Urteil vom 28. April 2016 &#8211; 9 A 9.15 &#8211; BVerwGE 155, 91 Rn. 29 und 31) oder f\u00fcr visuelle Belastungen neue Beurteilungskategorien einzuf\u00fchren (vgl. ebd. Rn. 87 ff. m.w.N.), sondern beanstandete &#8211; ankn\u00fcpfend an vorhandene Rechtsprechung &#8211; eine einzelne Beh\u00f6rdenentscheidung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_25\">25<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Die Vorlage der &#8220;Machbarkeitsstudie zur 380-kV-Teilverkabelung des 380-kV-Nordring[s] Berlin im Bereich Birkenwerder&#8221; der &#8230; GmbH vom 3. Mai 2019 machte keine erneute Auslegung notwendig. Die Studie \u00e4u\u00dfert sich zu dem Gutachten von Brakelmann\/Jarass &#8220;Geplante 380-kV-Freileitung im Raum Birkenwerder: M\u00f6glichkeiten von Kabell\u00f6sungen&#8221; vom 1. M\u00e4rz 2018 (im Folgenden: Brakelmann\/Jarass) und den dort vorgeschlagenen technischen L\u00f6sungen, nicht aber zu den Auswirkungen des zur Planfeststellung beantragten Vorhabens. Eine \u00fcber die bisherigen Unterlagen hinausgehende Ansto\u00dfwirkung konnte sie daher nicht entfalten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_26\">26<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Der Planfeststellungsbeschluss leidet auch dar\u00fcber hinaus nicht an beachtlichen Verfahrensfehlern. Dies ergibt sich im Einzelnen aus den im Senatsbeschluss vom 27. Juli 2020 &#8211; 4 VR 7.19 u.a. &#8211; (NVwZ 2021, 723 Rn. 15 bis 21, 24, 29 bis 31 &lt;dort nur teilweise abgedruckt&gt;) dargelegten Gr\u00fcnden, die von den Kl\u00e4gern nicht angegriffen worden sind und an denen der Senat festh\u00e4lt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_27\">27<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>B. Die Planrechtfertigung liegt vor.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_28\">28<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Das Vorhaben ist ein Abschnitt des Vorhabens Nr. 11 der Anlage zum EnLAG a.F. Nach \u00a7 1 Abs. 2 Satz 1 EnLAG a.F. entspricht es den Zielsetzungen des \u00a7 1 EnWG. Gem\u00e4\u00df \u00a7 1 Abs. 2 Satz 2 EnLAG a.F. stehen f\u00fcr dieses Vorhaben die energiewirtschaftliche Notwendigkeit und der vordringliche Bedarf fest. Diese Feststellungen sind nach \u00a7 1 Abs. 2 Satz 3 EnLAG a.F. f\u00fcr die Planfeststellung verbindlich. Die gesetzliche Bedarfsfeststellung gilt auch f\u00fcr einen Abschnitt eines Vorhabens (BVerwG, Urteil vom 14. M\u00e4rz 2018 &#8211; 4 A 5.17 &#8211; BVerwGE 161, 263 Rn. 39). Grunds\u00e4tzliche verfassungsrechtliche Bedenken gegen die gesetzliche Feststellung eines Bedarfs bestehen nicht (vgl. BVerwG, Urteil vom 12. November 2020 &#8211; 4 A 13.18 &#8211; juris Rn. 30 ff. und Beschluss vom 27. Juli 2020 &#8211; 4 VR 7.19 u.a. &#8211; NVwZ 2021, 723 Rn. 35).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_29\">29<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Gesetzgeber hat mit der Aufnahme des Vorhabens Nr. 11 in die Anlage zum EnLAG a.F. die Grenzen seines weiten Gestaltungs- und Prognosespielraums nicht \u00fcberschritten. Zwar ist der Gesetzgeber bei der Feststellung des Bedarfs f\u00fcr ein Vorhaben nicht v\u00f6llig frei. W\u00fcrden in den Bedarfsplan nach dem Energieleitungsausbaugesetz Vorhaben aufgenommen, denen im Hinblick auf einen k\u00fcnftigen Bedarf jegliche Notwendigkeit fehlt, \u00fcberschritte dies die Grenzen des gesetzgeberischen Spielraums. Eine derartige fehlerhafte Bedarfsfeststellung lie\u00dfe sich nicht als Konkretisierung des Gemeinwohlerfordernisses f\u00fcr eine Enteignung rechtfertigen und w\u00e4re verfassungswidrig. Insoweit ist die fachgerichtliche Pr\u00fcfung des gesetzlich festgelegten Bedarfs f\u00fcr ein Vorhaben aber auf eine Evidenzkontrolle beschr\u00e4nkt (stRspr, vgl. BVerwG, Urteil vom 18. Juli 2013 &#8211; 7 A 4.12 &#8211; BVerwGE 147, 184 Rn. 36 m.w.N.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_30\">30<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Vorhaben &#8220;Nordring Berlin&#8221; ist weder ein Vorhaben der dena-Netzstudie I noch ein Vorhaben von gemeinsamen Interesse gem\u00e4\u00df der Leitlinien der Europ\u00e4ischen Union. Der Gesetzgeber war indes nicht gehindert, aus sachlichen Gr\u00fcnden den Bedarf f\u00fcr weitere Vorhaben festzustellen (vgl. BVerwG, Urteil vom 6. April 2017 &#8211; 4 A 1.16 &#8211; Buchholz 451.17 \u00a7 43 EnWG Nr. 5 Rn. 20 zum Vorhaben Nr. 13 der Anlage zum EnLAG). Die Leitung Neuenhagen &#8211; Wustermark dient der Erh\u00f6hung der horizontalen \u00dcbertragungsf\u00e4higkeit im Osten der Vattenfall-Regelzone, insbesondere f\u00fcr den Ferntransport von Windenergie (Abtransport von \u00fcbersch\u00fcssigem Windstrom) und den Abtransport k\u00fcnftiger Kraftwerkseinspeiseleistung durch Zubau von \u00dcbertragungskapazit\u00e4t (BT-Drs. 16\/10491 S. 17). Diese Gr\u00fcnde tragen die Aufnahme eines Vorhabens in den Bedarfsplan. Die Bundesregierung h\u00e4lt den Bedarf nach wie vor f\u00fcr gegeben (BT-Drs. 19\/4675 S. 10). Die Best\u00e4tigung des Netzentwicklungsplans Strom f\u00fcr das Zieljahr 2030 durch die Bundesnetzagentur vom 22. Dezember 2017 weckt keine Zweifel an der gesetzlichen Bedarfsfeststellung. Der Netzentwicklungsplan best\u00e4tigt das Projekt P180: Marzahn &#8211; Teufelsbruch (&#8220;380-kV-Diagonale Berlin&#8221;). Er sieht das f\u00fcr das Jahr 2030 geplante Projekt aber nicht als Alternative zu der verfahrensgegenst\u00e4ndlichen Leitung an. Denn diese liegt als Teil des Startnetzes (vgl. ebd. S. 256) der Netzausbauplanung als Ausgangspunkt zugrunde (vgl. PFB S. 68).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_31\">31<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Gesetzgeber durfte einen Bedarf auch angesichts der tats\u00e4chlichen Auslastung der 220-kV-Leitung auf dem Berliner Nordring (etwa im Jahr 2017) annehmen. Denn eine Belastung mit weniger als 50 % belegt keine Unterauslastung. Vielmehr werden Stromnetze nach dem n-1-Kriterium so ausgelegt, dass der Ausfall eines Stromkreises durch andere Stromkreise kompensiert werden kann, die ihrerseits entsprechende Reserven aufweisen m\u00fcssen. Im \u00dcbrigen kann die tats\u00e4chliche Auslastung in der Vergangenheit die Planrechtfertigung f\u00fcr einen Bedarf infolge des Ausbaus der Energieerzeugung nicht widerlegen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_32\">32<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Der Senat hat keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die im Gesetz festgelegten Anfangs- und Endpunkte der Trasse. Eine Vorlage nach Art. 100 Abs. 1 GG scheidet aus.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_33\">33<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Bedarfsplan des Energieleitungsausbaugesetzes nennt regelm\u00e4\u00dfig Anfangs- und Endpunkt einer Trasse. Diese Netzverkn\u00fcpfungspunkte sind verbindlich und bestimmen das Vorhaben. Ein Vorhaben mit einem anderen Anfangspunkt ist keine Trassenvariante, sondern ein anderes Vorhaben (vgl. BVerwG, Beschluss vom 12. September 2018 &#8211; 4 A 13.17 &#8211; Buchholz 310 \u00a7 50 VwGO Nr. 39 Rn. 4), das von der gesetzlichen Bedarfsfeststellung nicht gedeckt ist. Erweist sich im Zuge einer Planung ein anderer Anfangspunkt als sachgerecht oder vorzugsw\u00fcrdig, hat der Gesetzgeber dar\u00fcber zu befinden, ob er diesen in die Anlage zum EnLAG aufnimmt, so den Bedarf f\u00fcr ein anderes Vorhaben feststellt und die erstinstanzliche Zust\u00e4ndigkeit des Bundesverwaltungsgerichts begr\u00fcndet (vgl. Art. 4 Nr. 3 des Gesetzes vom 13. Mai 2019 &#8211; BGBl. I S. 706 zu Vorhaben Nr. 5 nach dem EnLAG).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_34\">34<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4ger haben nicht aufgezeigt, warum die vorgesehene Netzverkn\u00fcpfung evident unsachlich sein sollte. Der Beginn der Leitung in Neuenhagen entspricht dem Beginn des Vorhabens Nr. 3 der Anlage zum EnLAG (&#8220;Uckermarkleitung&#8221;), das Teil der dena-Netzstudie I ist (BT-Drs. 16\/10491 S. 10) und dessen Aufnahme in das Energieleitungsausbaugesetz der Senat gebilligt hat (BVerwG, Urteil vom 21. Januar 2016 &#8211; 4 A 5.14 &#8211; BVerwGE 154, 73 Rn. 51 ff.). Die eindeutige Vorzugsw\u00fcrdigkeit anderer Varianten behaupten die Kl\u00e4ger unter Hinweis auf eine k\u00fcrzere Leitungsl\u00e4nge und schematische Zeichnungen. Der Vortrag mag andere M\u00f6glichkeiten der Netzanbindung aufzeigen, ist aber schon mangels Substantiierung nicht geeignet, die evidente Unsachlichkeit und damit Verfassungswidrigkeit der gesetzlichen Bedarfsfeststellung auch nur nahezulegen. Zwar trifft der Einwand der Kl\u00e4ger zu, dass die gesetzliche Bedarfsfeststellung die von ihnen geforderten Alternativen der beh\u00f6rdlichen Abw\u00e4gung entzieht. Diese Folge der gesetzlichen Bedarfsfeststellung zeigt aber nicht deren evidente Fehlerhaftigkeit auf.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_35\">35<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>C. Der Planfeststellungsbeschluss verst\u00f6\u00dft nicht gegen zwingendes Recht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_36\">36<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Er gen\u00fcgt den Anforderungen des Immissionsschutzrechts mit Blick auf die entstehenden elektromagnetischen Felder. Dies hat der Senat in seinem Eilbeschluss vom 27. Juli 2020 &#8211; 4 VR 7.19 u.a. &#8211; (NVwZ 2021, 723 Rn. 40 bis 56 &lt;dort nur teilweise abgedruckt&gt;) im Einzelnen dargelegt. An diesen Ausf\u00fchrungen h\u00e4lt er fest. Die Kl\u00e4ger haben Einwendungen insoweit nicht erhoben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_37\">37<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Die Anforderungen des Immissionsschutzrechts sind hinsichtlich der von der Anlage ausgehenden Ger\u00e4usche gewahrt. Die Leitung unterf\u00e4llt als sonstige ortsfeste Einrichtung nach \u00a7 3 Abs. 5 Nr. 1 BImSchG dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, bedarf aber nach \u00a7 4 Abs. 1 Satz 3 BImSchG i.V.m. \u00a7 1 Abs. 1 der 4. BImSchV keiner immissionsschutzrechtlichen Genehmigung. Sie gen\u00fcgt hinsichtlich der entstehenden Ger\u00e4usche den Betreiberpflichten nach \u00a7 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BImSchG, weil sie keine sch\u00e4dlichen Umwelteinwirkungen hervorruft.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_38\">38<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Den unbestimmten Rechtsbegriff der sch\u00e4dlichen Umwelteinwirkungen konkretisiert f\u00fcr anlagenbezogene L\u00e4rmimmissionen die Technische Anleitung zum Schutz gegen L\u00e4rm (TA L\u00e4rm) vom 26. August 1998 (GMBl S. 503). Ihr kommt eine im gerichtlichen Verfahren zu beachtende Bindungswirkung zu. Die normative Konkretisierung des gesetzlichen Ma\u00dfstabs f\u00fcr die Sch\u00e4dlichkeit von Ger\u00e4uschen ist jedenfalls insoweit abschlie\u00dfend, als sie bestimmte Gebietsarten und Tageszeiten entsprechend ihrer Schutzbed\u00fcrftigkeit bestimmten Immissionsrichtwerten zuordnet und das Verfahren der Ermittlung und Beurteilung der Ger\u00e4uschimmissionen vorschreibt (stRspr, vgl. BVerwG, Urteile vom 17. Dezember 2013 &#8211; 4 A 1.13 &#8211; BVerwGE 148, 353 Rn. 53 und vom 14. M\u00e4rz 2018 &#8211; 4 A 5.17 &#8211; BVerwGE 161, 263 Rn. 60).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_39\">39<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Planfeststellungsbeschluss sieht die Anforderungen der TA L\u00e4rm als gewahrt an (PFB S. 245 ff.; vgl. auch PFB S. 321 ff.) und beruft sich auf ein Schalltechnisches Gutachten (&#8230; GmbH, Schalltechnisches Gutachten auf Basis der TA L\u00e4rm, SHNG2017-142-Rev. 3 vom 14. M\u00e4rz 2019, im Folgenden: SHN-Gutachten). Die von der zu beurteilenden Anlage ausgehende Zusatzbelastung unterschreite die ma\u00dfgeblichen Immissionsrichtwerte bei schwachem Niederschlag an 14 von 15 Immissionsorten um mehr als 6 dB(A) und sei daher nach Nr. 3.2.1 Abs. 2 TA L\u00e4rm im Hinblick auf den Gesetzeszweck nicht relevant (SHN-Gutachten, S. 18 ff.). Dieser Befund gilt f\u00fcr alle Immissionsorte im Hoheitsgebiet der Kl\u00e4gerin zu 3 und in dem r\u00e4umlichen Bereich, innerhalb dessen der Kl\u00e4ger zu 1 Ziele verfolgt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_40\">40<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kritik der Kl\u00e4ger an der L\u00e4rmprognose bleibt erfolglos. Sie richtet sich vorrangig gegen ein schalltechnisches Gutachten aus dem Jahr 2014, nicht gegen das SHN-Gutachten und bleibt daher weitgehend unsubstantiiert. Das SHN-Gutachten untersucht unterschiedliche Witterungsbedingungen und berechnet jeweils Mit-Wind-Situationen (ebd. S. 15). Welche Windger\u00e4usche die Kl\u00e4ger dar\u00fcber hinaus beachtet sehen m\u00f6chten, legen sie nicht dar. Die Forderung, das Grundst\u00fcck &#8230; als ma\u00dfgeblichen Immissionsort zu betrachten, beruht auf der unzutreffenden Annahme, das Wohngeb\u00e4ude werde direkt \u00fcberspannt. Im \u00dcbrigen spricht nichts daf\u00fcr, dass es dort zu unzumutbaren L\u00e4rmimmissionen kommt. Zwischen Mast 101 und 102 betrachtet das Gutachten die Immissionsorte 6B (&#8230;) und 6C (&#8230;). Bei schwachem Niederschlag werden die ma\u00dfgeblichen Immissionsrichtwerte f\u00fcr ein allgemeines Wohngebiet (nachts) dort um 9 und 10 dB(A) unterschritten, bei starkem Niederschlag die Immissionsrichtwerte f\u00fcr seltene Ereignisse um 16 und 17 dB(A). Damit sind auch am Wohnhaus der Kl\u00e4ger zu 2 keine unzumutbaren L\u00e4rmeinwirkungen zu bef\u00fcrchten. Die Sorge der Kl\u00e4ger zu 2 ist unbegr\u00fcndet, sie k\u00f6nnten Ger\u00e4usche von Vogelschutzmarkern h\u00f6ren. Solche Marker sind zwischen Mast 101 und Mast 102 nicht planfestgestellt (vgl. Ma\u00dfnahmenblatt VAFB12).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_41\">41<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Verst\u00f6\u00dfe gegen Anforderungen des Raumordnungsrechts hat der Senat in seinem Beschluss vom 27. Juli 2020 &#8211; 4 VR 7.19 u.a. &#8211; (NVwZ 2021, 723 Rn. 57 bis 64 &lt;dort nur teilweise abgedruckt&gt;) gepr\u00fcft und verneint. An diesen, von den Kl\u00e4gern nicht mehr angegriffenen Erw\u00e4gungen h\u00e4lt er fest.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_42\">42<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>D. Der Planfeststellungsbeschluss leidet nicht an beachtlichen Abw\u00e4gungsfehlern.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_43\">43<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Nach \u00a7 43 Abs. 3 EnWG sind bei der Planfeststellung die von dem Vorhaben ber\u00fchrten \u00f6ffentlichen und privaten Belange im Rahmen der Abw\u00e4gung zu ber\u00fccksichtigen. Das Abw\u00e4gungsgebot verlangt, dass &#8211; erstens &#8211; eine Abw\u00e4gung \u00fcberhaupt stattfindet, dass &#8211; zweitens &#8211; in die Abw\u00e4gung an Belangen eingestellt wird, was nach Lage der Dinge in sie eingestellt werden muss, und dass &#8211; drittens &#8211; weder die Bedeutung der \u00f6ffentlichen und privaten Belange verkannt noch der Ausgleich zwischen ihnen in einer Weise vorgenommen wird, die zur objektiven Gewichtigkeit einzelner Belange au\u00dfer Verh\u00e4ltnis steht. Innerhalb des so gezogenen Rahmens wird das Abw\u00e4gungsgebot nicht verletzt, wenn sich die zur Planung erm\u00e4chtigte Stelle in der Kollision zwischen verschiedenen Belangen f\u00fcr die Bevorzugung des einen und damit notwendig f\u00fcr die Zur\u00fcckstellung eines anderen entscheidet (stRspr, vgl. BVerwG, Urteile vom 14. Februar 1975 &#8211; 4 C 21.74 &#8211; BVerwGE 48, 56 &lt;63 f.&gt; und vom 14. M\u00e4rz 2018 &#8211; 4 A 5.17 &#8211; BVerwGE 161, 263 Rn. 73).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_44\">44<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Der Planfeststellungsbeschluss entscheidet sich im Ergebnis zutreffend f\u00fcr die Errichtung einer Freileitung anstelle eines Erdkabels oder anderer technischer Varianten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_45\">45<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Ablehnung eines Erdkabels (PFB S. 71 ff.) ist im Ergebnis nicht zu beanstanden. Der Beklagte war nicht befugt, der Beigeladenen gegen deren Willen die Errichtung und den Betrieb eines Erdkabels aufzugeben. Denn die Leitung geh\u00f6rt nicht zu den in \u00a7 2 Abs. 1 EnLAG a.F. genannten Vorhaben. Der Beklagte konnte daher ein Erdkabel nicht nach \u00a7 2 Abs. 2 EnLAG a.F. verlangen. Ein solches Verlangen konnte die Planfeststellungsbeh\u00f6rde auch nicht auf das Abw\u00e4gungsgebot des \u00a7 43 Abs. 3 EnWG st\u00fctzen (BVerwG, Urteil vom 12. November 2020 &#8211; 4 A 13.18 &#8211; juris Rn. 129 und Beschluss vom 27. Juli 2020 &#8211; 4 VR 7.19 u.a. &#8211; NVwZ 2021, 723 Rn. 101 bis 108). Dies gilt f\u00fcr alle Gestaltungen, die Erdkabel zum Gegenstand haben, also Kabel, die in die Erde eingebracht sind (BVerwG, Urteil vom 20. Januar 2021 &#8211; 4 A 4.19 &#8211; UPR 2021, 269 Rn. 30), sei es in einem offenen Graben oder einem Bohrverfahren.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_46\">46<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Gest\u00fctzt auf das Gutachten von Brakelmann\/Jarass hat die Kl\u00e4gerin zu 3 im Verwaltungsverfahren andere technische Gestaltungen skizziert. Diesen ist gemein, dass die Leitung auf oder knapp oberhalb des Gel\u00e4ndeniveaus in baulichen Anlagen oder in W\u00e4llen entlang der Autobahn gef\u00fchrt wird. Solche Gestaltungen sind kein Erdkabel im Sinne des \u00a7 2 Abs. 1 EnLAG a.F. (vgl. BVerwG, Urteil vom 20. Januar 2021 &#8211; 4 A 4.19 &#8211; UPR 2021, 269 Rn. 29 zu \u00a7 3 Abs. 5 BBPlG). Diese, teils als &#8220;innovative Kabell\u00f6sungen&#8221; (Brakelmann\/Jarass, S. 20) bezeichneten Vorschl\u00e4ge, haben die Kl\u00e4ger im gerichtlichen Verfahren \u00fcberwiegend nicht mehr verfolgt, sondern als Denkanst\u00f6\u00dfe f\u00fcr die Planaufstellung verstanden wissen wollen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_47\">47<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Hiervon unabh\u00e4ngig gen\u00fcgt der prozessuale Vortrag zu den Varianten in erheblichem Umfang nicht \u00a7 67 Abs. 4 VwGO. Nach Satz 1 der Vorschrift m\u00fcssen sich die Beteiligten vor dem Bundesverwaltungsgericht au\u00dfer im Prozesskostenhilfeverfahren durch Prozessbevollm\u00e4chtigte vertreten lassen. Als Bevollm\u00e4chtigte sind nach Satz 3 nur die in \u00a7 67 Abs. 2 Satz 1 VwGO bezeichneten Personen zugelassen, also unter anderem Rechtsanw\u00e4lte und Rechtslehrer an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen. \u00a7 67 Abs. 4 VwGO verlangt eine Sichtung und rechtliche Durchdringung des Streitstoffs (BVerwG, Beschluss vom 6. September 1965 &#8211; 6 C 57.63 &#8211; BVerwGE 22, 38 &lt;39&gt;). Der Vertretungszwang soll die Sachlichkeit des Verfahrens und die sachkundige Er\u00f6rterung des Streitfalles, insbesondere der entscheidungstragenden Rechtsfragen, gew\u00e4hrleisten (BVerwG, Urteil vom 23. April 2014 &#8211; 9 A 25.12 &#8211; BVerwGE 149, 289 Rn. 16). Es gen\u00fcgt daher nicht, Ausf\u00fchrungen Dritter ohne rechtliche Einordnung in einen Schriftsatz zu \u00fcbernehmen, wie dies in den Schrifts\u00e4tzen der Kl\u00e4ger zu 1 und 2 vom 26. Februar 2020 (S. 61 bis 75) und der Kl\u00e4gerin zu 3 vom 8. Januar 2020 (S. 51 bis 63) geschieht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_48\">48<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Die Kl\u00e4ger verlangen eine Einhausung der Leitung. Parallel zur L\u00e4rmschutzwand entlang der A 10 solle eine zweite Wand errichtet werden, die Konstruktion \u00fcberdacht und in dem entstehenden Raum die Kabel montiert werden. Diese Variante schlagen Brakelmann\/Jarass zur Kostenreduzierung vor (ebd. S. 50). Der Planfeststellungsbeschluss lehnt sie ab (PFB S. 81 f.). Dies ist im Ergebnis nicht zu beanstanden. Der Beklagte w\u00e4re nicht befugt gewesen, der Beigeladenen eine solche Gestaltung aufzugeben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_49\">49<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Dem Vorschlag d\u00fcrfte schon \u00a7 49 Abs. 1 Satz 2 EnWG entgegenstehen. Danach sind vorbehaltlich sonstiger Rechtsvorschriften die allgemein anerkannten Regeln der Technik zu beachten. Dies sind solche technischen Regeln, die von den herrschenden Fachkreisen als richtig anerkannt sind und praktiziert werden; dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen sie in der Praxis erprobt sein (BVerwG, Urteil vom 18. Juli 2013 &#8211; 7 A 4.12 &#8211; BVerwGE 147, 184 Rn. 40). Brakelmann\/Jarass r\u00e4umen indes ein, ein &#8220;Infrastrukturkanal entlang einer L\u00e4rmschutzwand&#8221; sei bisher noch nicht in Deutschland realisiert worden (ebd. S. 50).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_50\">50<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Der Variante stand die Entscheidung des Energieleitungsausbaugesetzes entgegen, Vorhaben nach dem Bedarfsplan grunds\u00e4tzlich als Freileitung und nach Ma\u00dfgabe des \u00a7 2 Abs. 1 und 2 EnLAG a.F. als Erdkabel zu errichten. Sonstige Gestaltungen, die weder Freileitung noch Erdkabel sind, scheiden aus.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_51\">51<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>\u00a7 1 Abs. 1 EnLAG a.F. regelt Vorhaben nach \u00a7 43 Satz 1 EnWG (in der Fassung vor Inkrafttreten von Art. 1 Nr. 19 des Gesetzes vom 13. Mai 2019 &#8211; BGBl. I S. 706). Nach der &#8211; einzig in Betracht kommenden &#8211; Nr. 1 der Vorschrift sind dies Hochspannungs f r e i leitungen mit einer Nennspannung von 110 Kilovolt oder mehr. Der Gesetzgeber wollte mit dem Energieleitungsausbaugesetz einen raschen Ausbau des H\u00f6chstspannungs\u00fcbertragungsnetzes erreichen (BT-Drs. 16\/10491 S. 1), das eine hohe Versorgungssicherheit und Versorgungsqualit\u00e4t gew\u00e4hrleisten m\u00fcsse (ebd. S. 9). Er erwog zwar Alternativen zum Netzausbau, sah aber den Bedarf, die absehbaren Netzengp\u00e4sse mit den &#8220;jetzt zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln&#8221; kurz- und mittelfristig zu beseitigen (ebd. S. 14). Die Anlage des Energieleitungsausbaugesetzes stellt daher den Bedarf f\u00fcr bestimmte Leitungen fest, die als Freileitungen errichtet werden und w\u00e4hlt damit die f\u00fcr die \u00dcbertragung von Drehstrom im H\u00f6chstspannungsnetz \u00fcbliche technische Gestaltung. Abweichende technische Gestaltungen sieht das Gesetz in \u00a7 2 Abs. 1 und 2 EnLAG a.F. vor, der Erdkabel zum Gegenstand hat (vgl. ebd. S. 16). Es w\u00e4re systematisch nicht einsichtig, die Anordnung von Erdkabeln nach Ma\u00dfgabe des \u00a7 2 Abs. 1 und 2 EnLAG a.F. auf bestimmte Pilotvorhaben und Voraussetzungen zu begrenzen, andere, noch weniger \u00fcbliche L\u00f6sungen nach \u00a7 43 Abs. 3 EnWG aber der beh\u00f6rdlichen Abw\u00e4gung zu \u00fcberlassen. Vielmehr beschr\u00e4nkt der Begriff des Erdkabels in \u00a7 2 Abs. 1 EnLAG a.F. die als Alternative zur Freileitung zur Verf\u00fcgung stehenden technischen Gestaltungen. Davon geht auch die Bundesregierung aus, die mit der Ausweitung des Erdkabelbegriffs auf alle Erdleitungen einschlie\u00dflich Kabeltunnel und gasisolierte Rohrleitungen durch \u00a7 2 Abs. 1 Satz 2 EnLAG in der Fassung von Art. 5 Nr. 1 des Gesetzes zur \u00c4nderung von Bestimmungen des Rechts des Energieleitungsbaus vom 21. Dezember 2015 (BGBl. I S. 2490) die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnen wollte, &#8220;hinsichtlich anderer technischer L\u00f6sungen&#8221; Erfahrungen zu sammeln (BT-Drs. 18\/4655 S. 3).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_52\">52<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>cc) Die geforderte Einhausung f\u00fchrt die Leitung oberirdisch und ist daher kein Erdkabel. Sie ist aber auch weder eine Freileitung noch deren Bestandteil, wie die Kl\u00e4ger in Auseinandersetzung mit dem Beschluss vom 27. Juli 2020 &#8211; 4 VR 7.19 u.a. &#8211; (NVwZ 2021, 723) und dem Urteil vom 20. Januar 2021 &#8211; 4 A 4.19 &#8211; (UPR 2021, 269) geltend gemacht haben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_53\">53<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Freileitungen sind Leitungen, deren an Masten befestigte Leiterseile durch die Luft gef\u00fchrt werden. Kabel, die entlang einer L\u00e4rmschutzwand eingehaust verlaufen, sind keine Freileitungen. Etwas Anderes folgt nicht aus Nr. 2.7 der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Durchf\u00fchrung der Verordnung \u00fcber elektromagnetische Felder &#8211; 26. BImSchV (26. BImSchVVwV) (BAnz AT 03.03.2016 B5, BAnz AT 03.03.2016 B6). Danach ist eine Freileitung die Gesamtheit einer Anlage zur oberirdischen Fortleitung von Elektrizit\u00e4t. Die Ausf\u00fchrungen unter 5.3.1 der 26. BImSchVVwV zur Minimierung der Immissionen von Drehstromfreileitungen zeigen indes, dass auch die Verwaltungsvorschrift davon ausgeht, dass die Leiterseile an Masten h\u00e4ngen und einen Abstand zum Boden wahren.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_54\">54<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Erfolglos bleibt der Einwand der Kl\u00e4ger, die Einhausung der Leitung entlang der Autobahn sei Bestandteil einer Freileitung. Zu den Vorhaben nach dem Energieleitungsausbaugesetz geh\u00f6ren nach \u00a7 1 Abs. 4 EnLAG a.F. auch die f\u00fcr den Betrieb von Energieleitungen notwendigen Anlagen und die notwendigen Anlagen an den Netzverkn\u00fcpfungspunkten. Auch \u00a7 43 Abs. 2 EnWG geht davon aus, dass mit einer Freileitung weitere Anlagen planfestgestellt werden k\u00f6nnen, ohne dass der Charakter einer Freileitung entf\u00e4llt. Diese, auf bestimmte technische Situationen zugeschnittenen und tatbestandlich beschr\u00e4nkten Regelungen rechtfertigen aber nicht den Schluss, dass der Begriff der Freileitung Gestaltungen umfasst, in denen auf einem beachtlichen Teilst\u00fcck der Strom nicht in frei h\u00e4ngenden Leitungen, sondern in &#8211; durch ein Bauwerk eingehausten und fest montierten &#8211; Kabeln weitergeleitet wird.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_55\">55<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Auf die Kosten der Gestaltung kommt es danach nicht an; der hilfsweise beantragten Beweiserhebung bedarf es nicht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_56\">56<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Die Planfeststellung hat sich ohne Abw\u00e4gungsfehler f\u00fcr den gro\u00dfr\u00e4umigen Verlauf der Leitung zwischen &#8211; den von Anlage Nr. 11 zum EnLAG a.F. rechtlich vorgegebenen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 27. Juli 2020 &#8211; 4 VR 7.19 u.a. &#8211; NVwZ 2021, 723 Rn. 72) \u2013 Anfangs- und Endpunkten der Leitung entschieden und eine Umgehung von Birkenwerder und Borgsdorf abgelehnt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_57\">57<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Bestehen keine rechtlich zwingenden Vorgaben, ist die Auswahl unter verschiedenen Trassenvarianten eine fachplanerische Abw\u00e4gungsentscheidung. Bei der Auswahl zwischen verschiedenen Trassenvarianten ist die Grenze der planerischen Gestaltungsfreiheit erst \u00fcberschritten, wenn eine andere als die gew\u00e4hlte Linienf\u00fchrung sich unter Ber\u00fccksichtigung aller abw\u00e4gungserheblichen Belange eindeutig als die bessere, weil \u00f6ffentliche und private Belange insgesamt schonendere darstellen w\u00fcrde, wenn sich mit anderen Worten diese L\u00f6sung der Beh\u00f6rde h\u00e4tte aufdr\u00e4ngen m\u00fcssen, oder wenn der Planungsbeh\u00f6rde infolge einer fehlerhaften Ermittlung, Bewertung oder Gewichtung einzelner Belange ein rechtserheblicher Fehler unterlaufen ist (stRspr, vgl. BVerwG, Urteile vom 19. Mai 1998 &#8211; 4 A 9.97 &#8211; BVerwGE 107, 1 &lt;11&gt; und vom 14. M\u00e4rz 2018 &#8211; 4 A 5.17 &#8211; BVerwGE 161, 263 Rn. 82).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_58\">58<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die betrachteten Alternativen umgehen Birkenwerder und das n\u00f6rdlich gelegene Borgsdorf. Sie geben hinter M\u00fchlenbeck den Verbund mit der Autobahn A 10 auf. Eine Variante (&#8220;L 211&#8221;) f\u00fchrt im Verbund mit der Landesstra\u00dfe L 211 nach Nordwesten, verschwenkt etwas \u00f6stlich von Borgsdorf nach S\u00fcdwesten, kreuzt n\u00f6rdlich von Borgsdorf die Bahnlinie, wird zun\u00e4chst in s\u00fcdwestlicher Richtung gef\u00fchrt und erreicht westlich des Oranienburger Kanals von Norden her die Antragstrasse. Die Variante &#8220;Gastrasse&#8221; folgt zun\u00e4chst der Variante &#8220;L 211&#8221;, wird aber s\u00fcdlich davon entlang einer Gastrasse durch den M\u00fchlenbecker Forst gef\u00fchrt, verschwenkt kurz vor Briese nach Nordwesten und erreicht s\u00fcdlich von Borgsdorf wieder die Trasse &#8220;L 211&#8221;; im Folgenden ist der Verlauf identisch. Die planfestgestellte Trasse ist in diesem Abschnitt knapp 8 km lang bei gesch\u00e4tzten Kosten von 8,1 Mio. \u20ac, die Varianten jeweils knapp 13 km mit gesch\u00e4tzten Kosten von 14,8 Mio. \u20ac.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_59\">59<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Planfeststellungsbeschluss lehnt beide gro\u00dfr\u00e4umigen Varianten ab (PFB S. 97 ff.). Er erkennt die Entlastung der Bereiche Birkenwerder und Hohen Neuendorf, weil visuelle Beeintr\u00e4chtigungen vermieden werden und die Belastung durch L\u00e4rm und elektromagnetische Felder ganz entf\u00e4llt. Angesichts der tats\u00e4chlichen Vorbelastung durch die Bestandstrasse, der im Bereich verbleibenden Bahnstromleitung Priort-Karow, der Neuzerschneidung eines Freiraums im Bereich des naturnahen Erholungsraums Briesetal auf einer L\u00e4nge von mehr als 10 km und der zus\u00e4tzlichen Kosten h\u00e4lt er die Alternativvarianten aber nicht f\u00fcr vorzugsw\u00fcrdig (PFB S. 101 f.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_60\">60<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Die Pr\u00fcfung r\u00e4umlicher Trassenvarianten erfolgt nicht auf &#8220;freiem Felde&#8221; (BVerwG, Urteile vom 5. Juli 1974 &#8211; 4 C 50.72 &#8211; BVerwGE 45, 309 &lt;316&gt; und vom 24. Mai 2018 &#8211; 4 C 4.17 &#8211; BVerwGE 162, 114 Rn. 37), sondern hat den Naturraum und die Infrastruktur in den Blick zu nehmen. Zwar gibt es keinen zwingenden Planungsleitsatz, bestehende Leitungstrassen f\u00fcr ein neues Vorhaben zu nutzen. Der Ausbau des Netzes unter Nutzung vorhandener Trassenr\u00e4ume hat aber grunds\u00e4tzlich Vorrang vor dem Neubau auf neuen Trassen (BVerwG, Urteil vom 15. Dezember 2016 &#8211; 4 A 4.15 &#8211; BVerwGE 157, 73 Rn. 35; Beschluss vom 28. M\u00e4rz 2020 &#8211; 4 VR 5.19 &#8211; juris Rn. 39). Die von einer Be-standstrasse gepr\u00e4gte Situationsgebundenheit von Grundst\u00fccken und Gebieten ist daher ein Kriterium, das sich in der Abw\u00e4gung gegen konkurrierende Belange durchsetzen kann. Sofern eine vorhandene Leitung bereits eine Trasse vorgibt, die sich insgesamt als vertr\u00e4glich erweist, kann es fehlerfrei sein, wenn eine vertiefte Pr\u00fcfung alternativer gro\u00dfr\u00e4umiger Trassen unterbleibt. Im Rahmen der Abw\u00e4gung ist zudem das B\u00fcndelungsgebot zu beachten. Danach sind linienf\u00f6rmige Infrastrukturen zu b\u00fcndeln und Zerschneidungen der Landschaft zu vermeiden (vgl. etwa \u00a7 1 Abs. 5 Satz 3 BNatSchG, \u00a7 2 Abs. 2 Nr. 2 Satz 6 ROG). Hieran gemessen lagen dem Beklagten hinreichende Untersuchungen vor, um die Nachteile der Alternativtrassen zu erkennen und sich abw\u00e4gend gegen sie zu entscheiden. Eine solche Abw\u00e4gungsentscheidung hat der Beklagte getroffen. Mehr ist nicht verlangt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_61\">61<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Anders als die Kl\u00e4ger meinen, musste der Planfeststellungsbeschluss f\u00fcr die planfestgestellte Trasse dabei den B\u00fcndelungsanteil im Abschnitt zwischen Summt und Birkenwerder nicht mit weniger als 50 % bemessen (vgl. PFB S. 300). Nach dem B\u00fcndelungsgebot sind mehrere lineare Infrastrukturen, z.B. Stra\u00dfen, Schienenwege oder Energieleitungen, m\u00f6glichst parallel zu f\u00fchren (BVerwG, Urteil vom 15. Dezember 2016 &#8211; 4 A 4.15 &#8211; BVerwGE 157, 73 Rn. 35). Hiervon ausgehend nimmt der Planfeststellungsbeschluss zutreffend eine vollst\u00e4ndige B\u00fcndelung der planfestgestellten Trasse mit der A 10 (bis Mast 86) und der 110-kV-Bahnstromleitung Priort-Karow an (ab Mast 86).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_62\">62<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Der Planfeststellungsbeschluss erkennt die Nachteile der Alternativtrassen. Ein Freiraum werde auf einer L\u00e4nge von mehr als 10 km zerschnitten. Dies f\u00fchre zu einem erheblichen neuen Eingriff in Natur und Landschaft. Hinzu k\u00e4men die Mehrkosten von rund 6 Mio. \u20ac. Diese Nachteile bestreiten auch die Kl\u00e4ger nicht. Der Planfeststellungsbeschluss durfte ihnen erhebliches Gewicht beimessen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_63\">63<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Planfeststellungsbeschluss w\u00e4gt auch die Querung von Schutzgebieten zutreffend ab (PFB S. 98, 300). Solche Gebiete k\u00f6nnen durch \u00dcberspannung beeintr\u00e4chtigt werden, auch wenn keine Fl\u00e4chen durch Masten oder Nebenanlagen in Anspruch genommen werden. Denn innerhalb des Schutzstreifens der Leitungen gelten Nutzungseinschr\u00e4nkungen f\u00fcr T\u00e4tigkeiten, welche die Leitung gef\u00e4hrden oder ihre Erreichbarkeit f\u00fcr Reparatur und Wartungszwecke verhindern. Die Breite des technischen Schutzstreifens folgt aus dem seitlichen Ausschwingen der Leiterseile und einem zus\u00e4tzlichen Sicherheitsabstand. Bei einem Mastabstand von 400 m ergibt sich auf unbewaldeten Fl\u00e4chen eine maximale Schutzstreifenbreite von etwa 40 m beidseitig der Leitungsachse, auf bewaldeten Fl\u00e4chen bei einer Baumh\u00f6he von bis zu 40 m betr\u00e4gt sie durchschnittlich 50 m, max. 55 m (PFB S. 54 f.). F\u00fcr das FFH-Gebiet Briesetal prognostiziert die &#8220;Vertiefende Betrachtung&#8221; (S. 26 ff.) daher erhebliche Beeintr\u00e4chtigungen des Lebensraumtyps 3260 (Fl\u00fcsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitrichio-Batrachion) (nach Anhang I der Richtlinie 92\/43\/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen &lt;ABl. L 206 S. 7&gt; &#8211; FFH-Richtlinie) durch \u00dcberspannungen und die Ver\u00e4nderungen des Mikroklimas und Beeintr\u00e4chtigungen sowohl des priorit\u00e4ren Lebensraumtyps 91E0* (Auen-W\u00e4lder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior &lt;Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae&gt;) als auch der Arten Biber, Fischotter und Kammmolch durch die Anlage des Schutzstreifens, den Seilzug und Aufwuchsbeschr\u00e4nkungen. Damit setzen sich die Kl\u00e4ger nicht auseinander. Warum und inwiefern der R\u00fcckbau der auf anderer Trasse verlaufenden 220-kV-Leitung eine Rolle spielen k\u00f6nnte, legen sie nicht dar.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_64\">64<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>d) Die Kl\u00e4ger halten die Nachteile der planfestgestellten Trasse f\u00fcr untersch\u00e4tzt. Diese Kritik bleibt erfolglos. Insbesondere die visuellen Wirkungen der Leitungen sind ausreichend ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_65\">65<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) H\u00f6chstspannungsfreileitungen beeintr\u00e4chtigen das Orts- und Landschaftsbild, das sie als sichtbare technische Einrichtung beeinflussen oder pr\u00e4gen. Diese Wirkungen k\u00f6nnen r\u00e4umlich weit reichen und sind abw\u00e4gungserheblich. Der Planfeststellungsbeschluss geht diesen Beeintr\u00e4chtigungen f\u00fcr die Barnimplatte, den Verdichtungsraum Berlin und Westbarnim nach (PFB S. 139 ff.). Dass die geforderten Alternativtrassen insoweit Vorteile bieten k\u00f6nnten, machen die Kl\u00e4ger nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_66\">66<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Die Beeintr\u00e4chtigungen des Wohnumfeldes durch visuelle Belastungen sind ausreichend ber\u00fccksichtigt. N\u00e4hern sich Freileitungen Wohngeb\u00e4uden an, wird das Wohnumfeld gest\u00f6rt. Davon geht der Gesetzgeber in unterschiedlichen Zusammenh\u00e4ngen auch bei Entfernungen aus, die eine Zuordnung der visuellen Wirkung zu bestimmten, einzelnen Grundst\u00fccken regelm\u00e4\u00dfig nicht mehr zulassen (vgl. \u00a7 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 und 2 EnLAG, \u00a7 4 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 und 2 BBPlG, vgl. auch BVerwG, Urteil vom 6. April 2017 &#8211; 4 A 1.16 &#8211; Buchholz 451.17 \u00a7 43 EnWG Nr. 5 Rn. 53 zu einer raumordnungsrechtlichen Regelung). Der Planung ist daher aufgegeben, das Ziel eines ausreichenden Abstandes zu Wohngeb\u00e4uden in die Abw\u00e4gung einzustellen. Welches Gewicht dieser Belang hat und ob er sich gegen gegenl\u00e4ufige Belange durchsetzt, ist eine Frage des Einzelfalls. Die Rechtsordnung kennt kein striktes Verbot, Freileitungen in der N\u00e4he von Wohngeb\u00e4uden zu f\u00fchren.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_67\">67<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Dem tr\u00e4gt der Planfeststellungsbeschluss ausreichend Rechnung. Die Lage der Leitung, die Ann\u00e4herung an die Wohnbebauung und die Sichtbarkeit der Leitung waren dem Beklagten bekannt. Er stellt die Belastungen des Wohnumfeldes im Bereich Birkenwerder auch nicht in Abrede, h\u00e4lt sie aber wegen der bestehenden Vorbelastung, der Parallelf\u00fchrung mit der A 10 und aufgrund von Sichtverschattungen mit unterschiedlichen Formulierungen f\u00fcr &#8220;nicht erheblich&#8221; (PFB S. 153) und &#8220;hinnehmbar&#8221; (PFB S. 265,), sie f\u00fchrten nur &#8220;zu geringen Konflikten&#8221; (PFB S. 267, 332). Diese Bewertung mag im Einzelnen rhetorisch zugespitzt scheinen, h\u00e4lt sich aber auch unter Ber\u00fccksichtigung der &#8220;Vertiefenden Betrachtung&#8221; in den vom Abw\u00e4gungsgebot gezogenen Grenzen. Denn insbesondere das Gebiet n\u00f6rdlich der A 10 ist erheblich vorbelastet. Die Lage wird nachhaltig von der Autobahn gepr\u00e4gt, die das Siedlungsgebiet von Birkenwerder durchschneidet. Die Kl\u00e4gerin zu 3 hat selbst darauf hingewiesen, dass sie aus L\u00e4rmschutzgr\u00fcnden in der Vergangenheit in unmittelbarer N\u00e4he zur Autobahn die planungsrechtliche Grundlage f\u00fcr eine Wohnbebauung nicht schaffen konnte und sieht insoweit nur ein k\u00fcnftiges Wohnbaupotential; auch ihr Fl\u00e4chennutzungsplan stellt im Nahbereich der Trasse keine Wohnnutzung dar. So finden sich dort zwar vereinzelt Wohnnutzungen. Es \u00fcberwiegen jedoch Kleing\u00e4rten (teils au\u00dfer Nutzung), die keine Wohngeb\u00e4ude sind und daher auch keinen Wohnumfeldschutz f\u00fcr sich beanspruchen k\u00f6nnen. Angesichts dieser Umst\u00e4nde zeigen die mit der &#8220;Vertiefenden Betrachtung&#8221; ermittelten Sichtbeziehungen nicht auf, dass die Belastung des Wohnumfeldes in beachtlicher Weise untersch\u00e4tzt worden ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_68\">68<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>cc) Die Kl\u00e4ger meinen, die Ergebnisse der &#8220;Vertiefenden Betrachtung&#8221; seien nicht ausreichend gew\u00fcrdigt. Dies bleibt erfolglos. Die &#8220;Vertiefende Betrachtung&#8221; vergleicht die Trassenkorridore hinsichtlich privater Belange (4.). Dazu geht sie (unter 4.3) auch der optischen Wirkung der Leitung auf einzelne Grundst\u00fccke nach.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_69\">69<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(1) Masten einer Freileitung k\u00f6nnen f\u00fcr Wohngeb\u00e4ude in Extremf\u00e4llen (BVerwG, Urteil vom 14. M\u00e4rz 2018 &#8211; 4 A 5.17 &#8211; BVerwGE 161, 263 Rn. 89) eine erdr\u00fcckende Wirkung entfalten, die f\u00fcr den Eigent\u00fcmer unzumutbar ist. In einem solchen Fall hat die Planfeststellungsbeh\u00f6rde dem Tr\u00e4ger des Vorhabens Vorkehrungen oder die Errichtung und Unterhaltung von Anlagen aufzuerlegen, die zur Vermeidung nachteiliger Wirkungen auf die Rechte des jeweiligen Grundeigent\u00fcmers erforderlich sind (\u00a7 74 Abs. 2 Satz 2 VwVfG). Sind solche Vorkehrungen oder Anlagen &#8211; wie h\u00e4ufig &#8211; untunlich oder mit dem Vorhaben unvereinbar, hat der Betroffene nach \u00a7 74 Abs. 2 Satz 3 VwVfG einen Anspruch auf angemessene Entsch\u00e4digung in Geld. Ist die visuelle Wirkung nicht erdr\u00fcckend, ist sie zumutbar. Sie kann insbesondere nicht mit anderen, gleichfalls noch zumutbaren Einzelbelastungen zu einer insgesamt unzumutbaren Wirkung summiert werden. F\u00fcr diese Forderung der Kl\u00e4ger gibt es weder eine rechtliche Grundlage noch einen handhabbaren Ma\u00dfstab.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_70\">70<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Wird die Schwelle einer erdr\u00fcckenden Wirkung nicht erreicht, k\u00f6nnen visuelle Wirkungen abw\u00e4gungserheblich sein, weil die Leitung die Wohnbebauung optisch bedr\u00e4ngt (BVerwG, Urteil vom 14. M\u00e4rz 2018 &#8211; 4 A 5.17 &#8211; BVerwGE 161, 263 Rn. 90). Eine solche Belastung ist zwar noch zumutbar, verlangt aber in der Abw\u00e4gung Beachtung (vgl. BVerwG, Urteile vom 4. April 2012 &#8211; 4 C 8.09 u.a. &#8211; BVerwGE 142, 234 Rn. 190 und vom 17. Dezember 2013 &#8211; 4 A 1.13 &#8211; BVerwGE 148, 353 Rn. 38). Sie setzt indes einige Erheblichkeit f\u00fcr ein konkretes Grundst\u00fcck voraus: Die Masten der Leitung m\u00fcssen sich bestimmten einzelnen Grundst\u00fccken so ann\u00e4hern, dass sie gerade deren Situation deutlich mitpr\u00e4gen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_71\">71<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die visuellen Wirkungen einer Freileitung im \u00dcbrigen betreffen das Wohnumfeld, ber\u00fchren aber nicht das Eigentumsrecht. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die Sichtbarkeit einer Leitung. Der Anblick einer Leitung und damit einer Einrichtung technischen oder industriellen Charakters mag in einem Wohngebiet als st\u00f6rend oder un\u00e4sthetisch wahrgenommen werden. Freileitungen geh\u00f6ren aber ebenso wie andere Infrastruktureinrichtungen, Fabriken oder Windenergieanlagen zur Raumausstattung eines Industrielandes. Vor ihrem Anblick sch\u00fctzt das Eigentumsrecht nicht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_72\">72<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(2) Der Planfeststellungsbeschluss verneint eine erdr\u00fcckende Wirkung der Leitung (PFB S. 100). Dies h\u00e4lt f\u00fcr das Wohngeb\u00e4ude der Kl\u00e4ger zu 2 und das Geb\u00e4ude der Kl\u00e4gerin zu 3 rechtlicher Nachpr\u00fcfung stand.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_73\">73<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(a) Die Leitung wirkt auf das Grundst\u00fcck &#8230; nicht erdr\u00fcckend. Eine erdr\u00fcckende Wirkung baulicher Anlagen liegt in Ausnahmef\u00e4llen vor, wenn die Anlage ein Nachbargrundst\u00fcck abriegelt, ihm die Luft zum Atmen nimmt oder es &#8211; einem Gef\u00e4ngnishof vergleichbar &#8211; einmauert (so etwa OVG L\u00fcneburg, Beschluss vom 22. Dezember 2014 &#8211; 1 MN 118\/14 &#8211; ZfBR 2015, 274 &lt;278&gt;). Eine solche Wirkung kann von einem Gittermast, der f\u00fcr die visuelle Wirkung ma\u00dfgeblich ist (stRspr, vgl. BVerwG, Urteil vom 14. M\u00e4rz 2018 &#8211; 4 A 5.17 &#8211; BVerwGE 161, 263 Rn. 89), regelm\u00e4\u00dfig nicht ausgehen. Dieser ist lichtdurchl\u00e4ssig und l\u00e4sst einen, wenn auch eingeschr\u00e4nkten Blick auf die dahinter liegende Landschaft oder Bebauung zu und ist in der Regel nur f\u00fcr bestimmte Blicke von Bedeutung. Erdr\u00fcckend wirken kann ein Mast aber, wenn das benachbarte Grundst\u00fcck und die auf ihm errichteten Geb\u00e4ude ihre Eigenst\u00e4ndigkeit und Charakteristik verlieren (OVG M\u00fcnster, Beschluss vom 22. April 2021 &#8211; 10 A 3745\/18 &#8211; juris Rn. 31). Auch dies kommt aber nur in Ausnahmef\u00e4llen vor.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_74\">74<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der rund 81 m hohe Mast 102 wird in etwa 65 m Entfernung zum Wohnhaus der Kl\u00e4ger zu 2 errichtet. Die Wirkung auf das Grundst\u00fcck ist deutlich gemindert, weil die L\u00e4rmschutzwand f\u00fcr die A 10 Mast und Grundst\u00fcck voneinander trennt. Diese ist nach den kl\u00e4gerischen Angaben 5 bis 6 m hoch und steht etwa 7 m von der Grundst\u00fccksgrenze des etwas tiefer liegenden Grundst\u00fccks entfernt. Sie pr\u00e4gt damit das Grundst\u00fcck wesentlich und riegelt es zum Mast hin optisch ab. Die hinzutretende Belastung wird nur bei einem Blick nach oben, aber nicht auf Augenh\u00f6he eintreten. Schlie\u00dflich ist das Grundst\u00fcck bereits durch die bestehende Leitung beeintr\u00e4chtigt. Deren Mast 122 ist zwar niedriger, verf\u00fcgt \u00fcber eine andere Konstruktionsform und ist weiter entfernt, wirkt aber bereits auf das Grundst\u00fcck ein.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_75\">75<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4ger wenden sich zudem gegen die Verschiebung des Mastes 102 nach Osten. Dies bleibt erfolglos. Nach Einsch\u00e4tzung des Planfeststellungsbeschlusses muss der bisherige Mast 122 aufgrund zu geringer Freir\u00e4ume sowohl unter Verkehrssicherheitsaspekten als auch zur Erhaltung der Zug\u00e4nglichkeit unter Betriebssicherheitsaspekten versetzt werden. Es komme hinzu, dass der Mast 102 durch die geplante B\u00f6schungs\u00e4nderung und den Neubau der L\u00e4rmschutzwand im Auffahrtsohr der Autobahn in seiner Betriebssicherheit gef\u00e4hrdet w\u00e4re (PFB S. 114, 302). Diese tragenden Gr\u00fcnde ziehen die Kl\u00e4ger nicht substantiiert in Zweifel. Soweit sie auf die im Planfeststellungsbeschluss erw\u00e4hnte Behelfsbr\u00fccke verweisen, mag dieser Grund nach Abbau der Br\u00fccke entfallen sein. Die weiteren tragenden Gr\u00fcnde des Planfeststellungsbeschlusses bleiben davon unber\u00fchrt. Hinsichtlich einzelner Maststandorte gen\u00fcgt es, wenn die Planfeststellungsbeh\u00f6rde Gr\u00fcnde anf\u00fchrt, die geeignet sind, die gegen diesen Standort sprechenden Gr\u00fcnde aufzuwiegen. So liegt es hier. Die Belange der Betriebssicherheit und Zug\u00e4nglichkeit reichen aus, um die Verschiebung eines einzelnen Mastes um etwa 60 m zu rechtfertigen, die im Kern ein einzelnes Wohngrundst\u00fcck zwar betrifft, aber nicht unzumutbar belastet.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_76\">76<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(b) Weder Mast 101 noch die Leiterseile wirken auf das Geb\u00e4ude im &#8230; Weg &#8230; erdr\u00fcckend. Es mag offenbleiben, ob das Geb\u00e4ude den Schutz einer Wohnbebauung verdient, obwohl die Kl\u00e4gerin zu 3 zur Gebietsnutzung &#8220;Wochenendh\u00e4user, Erholung&#8221; angegeben, eine Baugenehmigung nicht vorgelegt hat und das \u00c4u\u00dfere des Geb\u00e4udes an der Bestimmung zur dauernden Wohnnutzung Zweifel weckt. Denn der 75,80 m hohe Mast steht zwar nur in 45 m Entfernung zum Wohngeb\u00e4ude, dieses ist aber durch den Bestandsmast ganz erheblich vorbelastet. Zudem trennt der &#8230; Weg das Geb\u00e4ude von dem Maststandort, so dass es seine Eigenst\u00e4ndigkeit und Charakteristik bewahrt (vgl. zu \u00e4hnlichen Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnissen BVerwG, Urteil vom 14. M\u00e4rz 2018 &#8211; 4 A 5.17 &#8211; BVerwGE 161, 263 Rn. 88). Dass der Text des Planfeststellungsbeschlusses (S. 99) die H\u00f6he des Mastes mit 65,80 m angibt, ist mit Blick auf die erdr\u00fcckende Wirkung angesichts der Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse unbeachtlich, f\u00fchrt aber auch nicht auf einen beachtlichen Abw\u00e4gungsfehler. Denn angesichts der weiteren Abw\u00e4gung und der vom Planfeststellungsbeschluss betonten gravierenden Nachteile der Alternativtrassen steht zur \u00dcberzeugung des Senats fest, dass sich die fehlerhafte Zuordnung einer einzelnen Masth\u00f6he auf das Abw\u00e4gungsergebnis nicht ausgewirkt hat (vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 16. Dezember 2015 &#8211; 1 BvR 685\/12 &#8211; NVwZ 2016, 524 Rn. 26 ff.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_77\">77<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(3) Der Planfeststellungsbeschluss erkennt die hohe Sichtbarkeit der Masten f\u00fcr 141 Geb\u00e4ude (PFB S. 100) und stellt sie in seine Abw\u00e4gung ein. Die optisch bedr\u00e4ngende Wirkung der Leitung, welche die &#8220;Vertiefende Betrachtung&#8221; f\u00fcr insgesamt 30 Geb\u00e4ude annimmt, erw\u00e4hnt er nicht. Darin liegt kein beachtlicher Abw\u00e4gungsfehler.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_78\">78<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Zwar ist die Beeintr\u00e4chtigung durch eine optisch bedr\u00e4ngende Wirkung f\u00fcr einzelne Grundst\u00fccke h\u00f6her als bei einer hohen Sichtbarkeit der Leitung, daf\u00fcr ist die Zahl der betroffenen Grundst\u00fccke geringer. So hat der Planfeststellungsbeschluss eine hohe Sichtbarkeit f\u00fcr immerhin 141 Geb\u00e4ude in seine Erw\u00e4gungen eingestellt (PFB S. 100), davon 54 Einfamilienh\u00e4user. Die optisch bedr\u00e4ngende Wirkung betrifft dagegen zwar 30 Geb\u00e4ude, davon aber nur vier Einfamilienh\u00e4user. Auch bei ausdr\u00fccklicher Behandlung dieser Wirkung h\u00e4tte der Belang daher keine h\u00f6here Bedeutung erlangt. Denn der optisch bedr\u00e4ngenden Wirkung auf Kleing\u00e4rten (25) w\u00e4re kein eigenst\u00e4ndiges Gewicht zugekommen. Weil diese nicht dem dauernden Wohnen dienen (vgl. \u00a7 3 Abs. 2 Satz 2 BKleingG) und nur eine auf 24 Quadratmeter Grundfl\u00e4che begrenzte Laube in einfacher Ausf\u00fchrung (vgl. \u00a7 3 Abs. 2 Satz 1 BKleingG) zul\u00e4ssig ist, werden sie vor einer solchen Wirkung nicht gesch\u00fctzt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_79\">79<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(4) Die Kl\u00e4ger haben weitere Kritik an der &#8220;Vertiefenden Betrachtung&#8221; und der Alternativenpr\u00fcfung ge\u00fcbt. Diese ist auch in ihrer Gesamtheit nicht geeignet, die Rechtswidrigkeit der Abw\u00e4gungsentscheidung in ihrem Kern in Zweifel zu ziehen. Sie zeigen keinen Bewertungsfehler auf, der &#8211; sein Vorliegen unterstellt &#8211; geeignet sein k\u00f6nnte, Belange zu Tage zu f\u00f6rdern, welche die vom Planfeststellungsbeschluss in den Mittelpunkt ger\u00fcckten erheblichen Nachteile der Alternativtrassen aufwiegen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_80\">80<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4ger r\u00fcgen unzureichende Untersuchungen wie einen zu kleinen Untersuchungsraum, die fehlende Untersuchung der Leitung insgesamt, geringf\u00fcgige Unterschiede hinsichtlich der Schutzstreifen und eine zu geringe Untersuchungstiefe bei Siedlungsbetroffenheiten auf den Alternativtrassen. Diese Kritik \u00fcbersieht das Ziel des Variantenvergleichs. Es ist weder vorgetragen noch ersichtlich, dass weitergehende Ermittlungen Erkenntnisse h\u00e4tten erbringen k\u00f6nnen, die sich auf die Reihenfolge der Alternativen ausgewirkt h\u00e4tte.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_81\">81<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die &#8220;Vertiefende Betrachtung&#8221; legt f\u00fcr die F\u00fchrung durch den Wald Donaumasten zugrunde, die \u00fcber schmalere Traversen als Einebenenmasten verf\u00fcgen, aber gr\u00f6\u00dfere Spannfelder erm\u00f6glichen und daher wegen der l\u00e4ngeren Leiterseile zu einer gr\u00f6\u00dferen indirekten Waldinanspruchnahme f\u00fchren. Einebenenmasten lehnt die Betrachtung dagegen ab, weil diese wegen der k\u00fcrzeren Spannfelder mehr Masten und damit eine gr\u00f6\u00dfere direkte Waldinanspruchnahme zur Folge haben (&#8220;Vertiefende Betrachtung&#8221;, S. 13). Diese \u00dcberlegungen reichen f\u00fcr den Variantenvergleich aus.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_82\">82<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4ger meinen, f\u00fcr die &#8211; abw\u00e4gungserheblichen (BVerwG, Urteil vom 14. M\u00e4rz 2018 &#8211; 4 A 5.17 &#8211; BVerwGE 161, 263 Rn. 91) &#8211; Beeintr\u00e4chtigungen der Bebaubarkeit von Grundst\u00fccken seien nicht nur Bebauungspl\u00e4ne, sondern auch Bebauungsm\u00f6glichkeiten nach \u00a7 34 BauGB zu betrachten. Dies mag auf sich beruhen. Denn die Kl\u00e4ger zeigen nicht auf, welche Bebauungsm\u00f6glichkeiten sie insoweit beeintr\u00e4chtigt sehen. Namentlich fehlt substantiierter Vortrag, wo im Trassenbereich trotz der \u00fcberwiegenden, teils aufgegebenen Nutzung als Kleing\u00e4rten ein Bebauungszusammenhang im Sinne des \u00a7 34 Abs. 1 BauGB bestehen k\u00f6nnte (vgl. BVerwG, Urteil vom 30. Juni 2015 &#8211; 4 C 5.14 &#8211; BVerwGE 152, 275 Rn. 15). Die Kritik der Kl\u00e4ger an den \u00dcberlegungen zu einer verst\u00e4rkten \u00dcberspannung (&#8220;Vertiefende Betrachtung&#8221;, S. 24 f.) bleibt unsubstantiiert.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_83\">83<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Planfeststellungsbeschluss geht davon aus, dass die 110-kV-Bahnstromleitung Priort-Karow aus technischen Gr\u00fcnden im Bereich Birkenwerder verbleiben m\u00fcsse (PFB S. 98 f., 78 f.). Damit setzen sich die Kl\u00e4ger nicht hinreichend auseinander. Sie dringen nicht mit ihrer Kritik durch, der Planfeststellungsbeschluss habe sich fehlerhaft f\u00fcr Tonnenmasten anstelle von Einebenenmasten oder Doppel-Einebenenmasten entschieden. Der Planfeststellungsbeschluss w\u00e4gt deren jeweilige Vor- und Nachteile ab (PFB S. 89). Weiteres war nicht verlangt, weil klare \u00e4sthetische Vorteile der einen oder anderen Gestaltung fehlen (BVerwG, Urteil vom 12. November 2020 &#8211; 4 A 13.18 &#8211; juris Rn. 120).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_84\">84<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>dd) Der Beklagte hat die st\u00e4dtebaulichen Ziele der Kl\u00e4gerin zu 3 ausreichend abgewogen, welche diese mit dem Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan &#8220;Wohngebiet Birkenwerder Nord&#8221; vom 5. November 2015 verfolgt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_85\">85<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die dem Schutzbereich des Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG zuzuordnende gemeindliche Planungshoheit vermittelt eine wehrf\u00e4hige, in die Abw\u00e4gung einzubeziehende Rechtsposition gegen fremde Fachplanungen auf dem eigenen Gemeindegebiet, wenn das Vorhaben nachhaltig eine bestimmte Planung der Gemeinde st\u00f6rt, wegen seiner Gro\u00dfr\u00e4umigkeit wesentliche Teile des Gemeindegebiets einer durchsetzbaren gemeindlichen Planung entzieht oder gemeindliche Einrichtungen in ihrer Funktionsf\u00e4higkeit erheblich beeintr\u00e4chtigt. Dar\u00fcber hinaus muss die Planfeststellungsbeh\u00f6rde auf noch nicht verfestigte, aber konkrete Planungsabsichten einer Gemeinde abw\u00e4gend dergestalt R\u00fccksicht nehmen, dass durch die Fachplanung von der Gemeinde konkret in Betracht gezogene st\u00e4dtebauliche Planungsm\u00f6glichkeiten nicht unn\u00f6tigerweise &#8220;verbaut&#8221; werden (stRspr, vgl. BVerwG, Urteile vom 6. September 2018 &#8211; 3 A 15.15 &#8211; Buchholz 442.09 \u00a7 18 AEG Nr. 86 Rn. 28 und vom 15. Oktober 2020 &#8211; 7 A 10.19 &#8211; juris Rn. 39 f.). Erhebliches Gewicht hat der Gesichtspunkt der Priorit\u00e4t: Die Gemeinde hat mit ihrer Bauleitplanung auf eine Fachplanung R\u00fccksicht zu nehmen, wenn letztere hinreichend verfestigt ist; umgekehrt ist aber die kommunale Bauleitplanung im Rahmen einer zeitlich nachfolgenden Fachplanung bei hinreichender Verfestigung zu ber\u00fccksichtigen (BVerwG, Urteil vom 6. November 2013 &#8211; 9 A 9.12 &#8211; Buchholz 11 Art. 28 GG Nr. 165 Rn. 21). Bei einem Fachplanungsvorhaben tritt in der Regel mit der Auslegung der Planunterlagen eine hinreichende Verfestigung ein (BVerwG, Beschluss vom 5. November 2002 &#8211; 9 VR 14.02 &#8211; Buchholz 407.4 \u00a7 17 FStrG Nr. 171 S. 133 f.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_86\">86<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Planfeststellungsbeschluss hat die Planung der Kl\u00e4gerin zu 3 f\u00fcr ein &#8220;Wohngebiet Birkenwerder Nord&#8221; zur Kenntnis genommen, sich aber an der Planfeststellung nicht gehindert gesehen (PFB S. 175, 261 und 356 f.). Die Bauleitplanung sei erst nach der Antragstellung im Fachplanungsverfahren am 2. Juli 2014 begonnen worden. Sie setze sich zudem in Widerspruch zum Bebauungsplanentwurf 03 &#8220;Grenzweg&#8221;, der 1993 eine (inzwischen erfolgte) Bebauung der Trasse des fr\u00fcheren, n\u00f6rdlich gelegenen 220-kV-Nordrings vorgesehen habe und &#8211; in Absprache mit dem damaligen Leitungsbetreiber &#8211; eine Trassenfl\u00e4che entlang der Autobahn als Reservetrasse f\u00fcr den damals bereits angedachten 380-kV-Nordring.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_87\">87<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Dies ist nicht zu beanstanden. Die Unterlagen f\u00fcr die Planfeststellung lagen erstmals ab dem 6. November 2014 aus, die Kl\u00e4gerin zu 3 beschloss die Aufstellung des Bebauungsplans erst im November 2015. Es oblag daher der Kl\u00e4gerin zu 3, auf die Fachplanung R\u00fccksicht zu nehmen. Sie kann keine zeitliche Priorit\u00e4t f\u00fcr ihre Planung beanspruchen, weil sie bereits 1993 einen Beschluss f\u00fcr einen Bebauungsplan getroffen hat. Dass dieser Aufstellungsbeschluss noch praktische Bedeutung gehabt haben k\u00f6nnte, ist weder vorgetragen noch ersichtlich. Dies gilt umso mehr, als die Kl\u00e4gerin zu 3 in der m\u00fcndlichen Verhandlung vorgetragen hat, sich an die damaligen, nach ihrem Inhalt nicht bestrittenen Absprachen zum Erhalt einer Reservetrasse nicht mehr gebunden zu sehen. Der Beklagte durfte der Aus\u00fcbung der Planungshoheit durch den Aufstellungsbeschluss daher untergeordnetes Gewicht beimessen und diese im Ergebnis hintanstellen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_88\">88<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>ee) Der Einwand, das Kriterium &#8220;Abstand zur Wohnbebauung&#8221; sei fehlerhaft gewichtet worden, \u00fcberzeugt nicht und wird vom Planfeststellungsbeschluss zu Recht zur\u00fcckgewiesen (PFB S. 300 ff., ferner S. 99 ff.). Die vier festgestellten \u00dcberspannungen au\u00dferhalb der bestehenden Trasse nach \u00a7 4 Abs. 3 der 26. BImSchV werden von den hier in Rede stehenden Alternativen nicht ber\u00fchrt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_89\">89<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Die Abw\u00e4gung kleinr\u00e4umiger Alternativen ist nicht zu beanstanden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_90\">90<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Der Planfeststellungsbeschluss hat sich im Bereich Birkenwerder &#8211; Hohen Neuendorf von Mast 100 bis Mast 105 abw\u00e4gungsfehlerfrei f\u00fcr die planfestgestellte Trasse entschieden und damit gegen den standortgleichen Ersatz der 220-kV-Leitung. Das legt der Eilbeschluss dar. An diesen, den Beteiligten bekannten Erw\u00e4gungen h\u00e4lt der Senat fest (BVerwG, Beschluss vom 27. Juli 2020 &#8211; 4 VR 7.19 u.a. &#8211; NVwZ 2021, 723 Rn. 79 bis 82, 86 bis 88) und verweist zu den visuellen Wirkungen der Leitung auf die Ausf\u00fchrungen in diesem Urteil.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_91\">91<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Der Planfeststellungsbeschluss lehnt im Bereich Summt &#8211; Birkenwerder von Mast 82 bis Mast 100 abw\u00e4gungsfehlerfrei die kleinr\u00e4umige Variante c ab. Dies legt der Eilbeschluss im Einzelnen dar (BVerwG, Beschluss vom 27. Juli 2020 &#8211; 4 VR 7.19 u.a. &#8211; NVwZ 2021, 723 Rn. 89 bis 100). An diesen Erw\u00e4gungen h\u00e4lt der Senat auch im Hauptsacheverfahren fest. Substantiierte Einw\u00e4nde haben die Kl\u00e4ger nicht erhoben. Sie haben in Erwiderung auf den Eilbeschluss zwar die Bilanz der Waldinanspruchnahme als entscheidendes Auswahlkriterium weiter &#8220;f\u00fcr kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig&#8221; gehalten, lassen aber eine Auseinandersetzung mit dessen Erw\u00e4gungen (a.a.O. Rn. 100) vermissen. Ihre Behauptung, es komme auf allen erwogenen Varianten zu Rodungen, zieht den angenommenen unterschiedlichen Umfang der Waldinanspruchnahme nicht in Zweifel. Hiervon unabh\u00e4ngig ist nicht ersichtlich, dass ein Abw\u00e4gungsfehler subjektive Rechte der Kl\u00e4ger zu 2 oder der Kl\u00e4gerin zu 3 verletzen k\u00f6nnte.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_92\">92<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>E. Die Kl\u00e4ger beanstanden die Ermittlung und Bewertung der Eingriffe in das Landschafts- und Ortsbild als fehlerhaft.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_93\">93<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Eingriffe in Natur und Landschaft im Sinne der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung sind gem\u00e4\u00df \u00a7 14 Abs. 1 BNatSchG Ver\u00e4nderungen der Gestalt oder Nutzung von Grundfl\u00e4chen oder des mit der belebten Bodenschicht in Verbindung stehenden Grundwasserspiegels, die die Leistungs- und Funktionsf\u00e4higkeit des Naturhaushalts oder das Landschaftsbild erheblich beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen. Eine erhebliche Beeintr\u00e4chtigung des Landschaftsbildes ist anzunehmen, wenn die Ver\u00e4nderung von einem gegen\u00fcber den Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege aufgeschlossenen Durchschnittsbetrachter als nachteilig und st\u00f6rend empfunden wird. Bei der Bewertung der Eingriffs-wirkungen eines Vorhabens steht der Planfeststellungsbeh\u00f6rde ebenso wie bei der Bewertung der Kompensationswirkung von Ausgleichs- und Ersatzma\u00dfnahmen eine naturschutzfachliche Einsch\u00e4tzungspr\u00e4rogative zu. Die in einem Planfeststellungsbeschluss vorgenommenen Quantifizierungen bei Eingriffswirkungen und Kompensationsma\u00dfnahmen sind daher nur einer eingeschr\u00e4nkten gerichtlichen Kontrolle zug\u00e4nglich; sie sind vom Gericht hinzunehmen, sofern sie im Einzelfall naturschutzfachlich vertretbar sind und auch nicht auf einem Bewertungsverfahren beruhen, das sich als unzul\u00e4ngliches oder gar ungeeignetes Mittel erweist, um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden (BVerwG, Urteil vom 21. Januar 2016 &#8211; 4 A 5.14 &#8211; BVerwGE 154, 73 Rn. 146).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_94\">94<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Die Kl\u00e4ger werfen dem Planfeststellungsbeschluss vor, die visuellen Auswirkungen der Leitung zu untersch\u00e4tzen und damit von dem Ergebnis der &#8220;Vertiefenden Betrachtung&#8221; der Alternativen abzuweichen. Dies geht fehl. Die Untersuchungen der &#8220;Vertiefenden Betrachtung&#8221; ermitteln die visuellen Wirkungen auf einzelne private Betroffene und deren Grundeigentum. Die nach \u00a7 15 Abs. 6 Satz 3 BNatSchG in der Nebenbestimmung V.2 Nr. 24 und 25 festgesetzten Ersatzzahlungen bemessen sich aber nach Dauer und Schwere des Eingriffs in das Landschaftsbild und betrachten andere, weiter reichende Sichtbeziehungen. Daher geht die Kritik am Untersuchungsraum der &#8220;Vertiefenden Betrachtung&#8221; insoweit ins Leere. Ma\u00dfgeblich ist vielmehr der f\u00fcr das Landschaftsbild betrachtete Untersuchungsraum von 2 km beidseitig des Leitungsverlaufs (PFB S. 139); dies gilt auch f\u00fcr das Vorliegen von Sichtverschattungen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_95\">95<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Eingriff in das Landschaftsbild wird durch die Masten als pr\u00e4gende Bauteile gen\u00fcgend erfasst. Es bedarf keiner eigenst\u00e4ndigen Ber\u00fccksichtigung der Leiterseile, weil diesen die massive Wirkung eines Bauwerks fehlt; der Begriff des &#8220;Leiterseilvorhangs&#8221; f\u00fchrt insoweit nicht weiter. Auch Breite und Zahl der Traversen m\u00fcssen nicht gesondert betrachtet werden. Denn ma\u00dfgeblich f\u00fcr die St\u00f6rung des Landschaftsbildes ist die Errichtung eines hohen Bauwerks industriellen Charakters, das auf das Landschaftsbild einwirkt (vgl. BVerwG, Urteil vom 12. November 2020 &#8211; 4 A 13.18 &#8211; juris Rn. 100).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_96\">96<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4ger halten die Wahl des Masttyps Tonne nicht f\u00fcr ausreichend begr\u00fcndet und verlangen die Wahl von Einebenenmasten. Der Einwand bleibt erfolglos. Er setzt sich nicht mit den \u00dcberlegungen zur Mastwahl auseinander (PFB S. 88 f.). Die F\u00fchrung auf Einebenenmasten h\u00e4tte gegen\u00fcber der Bestandsleitung deutlich breitere Schutzstreifen und teils einen neuen Trassenkorridor erfordert. Im Bereich der Gemeinde Birkenwerder h\u00e4tte es zudem wegen der Mitnahme der Bahnstromleitung Doppel-Einebenenmasten mit 24 m breiten Traversen bedurft, w\u00e4hrend f\u00fcr die Doppeltonnenmasten schmalere, 17 m breite Traversen gen\u00fcgen. Diese Erw\u00e4gungen reichen aus.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_97\">97<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Verweis auf das Vorhaben Nr. 3 nach der Anlage zum EnLAG (&#8220;Uckermarkleitung&#8221;) und die dort geplanten Masten zeigt keinen Versto\u00df gegen Art. 3 Abs. 1 GG auf. Diese Planung hat andere Probleme in einem anderen Landschaftsraum zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_98\">98<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Die Kl\u00e4ger beanstanden die H\u00f6he der Ausgleichszahlungen. Der Planfeststellungsbeschluss orientiert sich am Erlass des Ministeriums f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Raumordnung zur naturschutzrechtlichen Beurteilung von Antennentr\u00e4gern f\u00fcr die Telekommunikation (Antennentr\u00e4gererlass des MUNR) vom 17. August 1998 (ABl.\/98, [Nr. 35], S. 769), ge\u00e4ndert durch Bekanntmachung des MLUR vom 9. Mai 2002 (ABl.\/02, [Nr. 22], S. 559) und legt 400 \u20ac je Bauwerksh\u00f6henmeterdifferenz in Landschaftsschutzgebieten und 200 \u20ac au\u00dferhalb solcher Gebiete zugrunde. Die Wahl des niedrigeren Wertes rechtfertigt der Planfeststellungsbeschluss mit der anthropogenen Vorbelastung des Raums (PFB S. 213). Diese \u00dcberlegung ist nachvollziehbar.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_99\">99<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kritik der Kl\u00e4ger beschr\u00e4nkt sich im Kern auf die Wiedergabe einer Stellungnahme der Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung und Umwelt vom 16. Dezember 2014. Damit gen\u00fcgt sie nicht den Anforderungen des \u00a7 43e Abs. 3 Satz 1 EnWG. Denn die Norm verlangt eine Auseinandersetzung mit dem angegriffenen Planfeststellungsbeschluss, gegen den sich die Klage richtet. Eine lediglich pauschale Bezugnahme auf im Planfeststellungsverfahren erhobene Einw\u00e4nde oder deren w\u00f6rtliche Wiederholung in der Klagebegr\u00fcndung ohne W\u00fcrdigung des Planfeststellungsbeschlusses gen\u00fcgt nicht (BVerwG, Urteil vom 6. April 2017 &#8211; 4 A 16.16 &#8211; Buchholz 451.17 \u00a7 43e EnWG Nr. 2 Rn. 37). Dies gilt auch f\u00fcr die Einw\u00e4nde von Beh\u00f6rden oder Dritten. Hiervon unabh\u00e4ngig zeigt die Stellungnahme der Senatsverwaltung keinen Rechtsfehler der gew\u00e4hlten Methode, sondern r\u00e4umt selbst ein, ihre Forderung nach deutlich h\u00f6heren Kompensationszahlungen sei eine &#8220;Setzung&#8221;.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_100\">100<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 154 Abs. 1, \u00a7 159 Satz 1 VwGO i.V.m. \u00a7 100 Abs. 1 ZPO, \u00a7 159 Satz 2, \u00a7 162 Abs. 3 VwGO.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-WBRE202100829&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BVerwG_4_A_14-19_WBRE202100829.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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