{"id":681171,"date":"2026-04-25T14:44:22","date_gmt":"2026-04-25T12:44:22","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundesarbeitsgericht-2-senat-urteil-2021-07-22-2-azr-125-21\/"},"modified":"2026-04-25T14:44:22","modified_gmt":"2026-04-25T12:44:22","slug":"bundesarbeitsgericht-2-senat-urteil-2021-07-22-2-azr-125-21","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesarbeitsgericht-2-senat-urteil-2021-07-22-2-azr-125-21\/","title":{"rendered":"Bundesarbeitsgericht, 2. Senat, Urteil, 2021-07-22, 2 AZR 125\/21"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Leitsatz<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Sonderverg\u00fctungen iSv. \u00a7 4a EFZG begr\u00fcnden selbst in Jahren, in denen der Arbeitnehmer durchgehend arbeitsunf\u00e4hig war, keine k\u00fcndigungsrelevante wirtschaftliche Belastung f\u00fcr den Arbeitgeber.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">Die Revision der Beklagten gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts Hamburg vom 13.\u00a0November 2020 &#8211;\u00a02\u00a0Sa 15\/20\u00a0&#8211; wird auf ihre Kosten zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tatbestand<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Parteien streiten \u00fcber die Wirksamkeit einer ordentlichen K\u00fcndigung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die einem schwerbehinderten Menschen gleichgestellte Kl\u00e4gerin ist bei der Beklagten, die regelm\u00e4\u00dfig mehr als zehn Arbeitnehmer besch\u00e4ftigt, seit Januar 1999 t\u00e4tig. Ihre Bruttomonatsverg\u00fctung betrug im Oktober 2017 4.858,12\u00a0Euro.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4gerin war im Jahr 2012 an 52, im Jahr 2013 an 33 und im Jahr 2014 an 47\u00a0Arbeitstagen, in den Jahren 2015 und 2016 durchgehend sowie im Jahr 2017 an 112\u00a0Arbeitstagen und im Jahr 2018 bis zum 18.\u00a0Juli wiederum durchg\u00e4ngig arbeitsunf\u00e4hig krank. Die Beklagte leistete Entgeltfortzahlung f\u00fcr alle Krankheitstage in den Jahren 2012 und 2013 sowie f\u00fcr 44\u00a0Krankheitstage im Jahr 2014 und 71\u00a0Krankheitstage im Jahr 2017. In den Jahren 2015, 2016 und 2018 (bis zum 18.\u00a0Juli) bestand keine Entgeltfortzahlungspflicht. Von den Entgeltfortzahlungskosten f\u00fcr das Jahr 2017 iHv. insgesamt 11.434,00\u00a0Euro entfielen 2.870,71\u00a0Euro auf eine Arbeitsunf\u00e4higkeit der Kl\u00e4gerin infolge eines Sturzes.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Im Jahr 2015 gew\u00e4hrte die Beklagte der Kl\u00e4gerin Zusch\u00fcsse zum Krankengeld iHv. 3.317,47\u00a0Euro und eine tarifliche Einmalzahlung iHv. 120,00\u00a0Euro sowie im Jahr 2016 den Bezug sog. Jubil\u00e4umsaktien im Wert von 147,75\u00a0Euro. Zudem erhielt die Kl\u00e4gerin in den Jahren 2015 bis 2017 jeweils ein Urlaubsgeld iHv. 1.150,00\u00a0Euro, ein Weihnachtsgeld iHv. durchschnittlich 5.278,00\u00a0Euro und ein Tankdeputat iHv. 1.125,00\u00a0Euro sowie f\u00fcr das Jahr 2015 einen Bonus iHv. 2.425,00\u00a0Euro und f\u00fcr das Jahr 2016 iHv. 2.240,00\u00a0Euro. Die Zahlung der Krankengeldzusch\u00fcsse sowie des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes beruhte auf einer mit dem Betriebsrat vereinbarten Betriebsordnung, die Gew\u00e4hrung des Tankdeputats, der Jubil\u00e4umsaktien und des Bonus jeweils auf Vereinbarungen mit dem Gesamtbetriebsrat.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>In den Jahren 2012 bis 2017 bildete die Beklagte im Hinblick auf die der Kl\u00e4gerin zugesagte betriebliche Altersversorgung R\u00fcckstellungen iHv. insgesamt 14.600,00\u00a0Euro.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beklagte k\u00fcndigte &#8211;\u00a0nach Anh\u00f6rung der Schwerbehindertenvertretung und des Betriebsrats sowie mit Zustimmung des Integrationsamts\u00a0&#8211; das Arbeitsverh\u00e4ltnis der Parteien mit Schreiben vom 17.\u00a0Juli 2018 ordentlich zum 28.\u00a0Februar 2019 und berief sich zur Begr\u00fcndung auf die wirtschaftlichen Belastungen im Zusammenhang mit der Arbeitsunf\u00e4higkeit der Kl\u00e4gerin.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Dagegen hat die Kl\u00e4gerin sich rechtzeitig mit der vorliegenden Klage gewandt und beantragt,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">festzustellen, dass das Arbeitsverh\u00e4ltnis zwischen den Parteien nicht durch die fristgem\u00e4\u00dfe K\u00fcndigung der Beklagten vom 17.\u00a0Juli 2018 zum 28.\u00a0Februar 2019 beendet wird;<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">die Beklagte zu verurteilen, die Kl\u00e4gerin zu den bisherigen Bedingungen als Supply Operations Administrator \u00fcber den Ablauf der K\u00fcndigungsfrist hinaus weiterzubesch\u00e4ftigen.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Vorinstanzen haben der Klage stattgegeben. Mit der Revision verfolgt die Beklagte ihren Klageabweisungsantrag weiter.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Revision der Beklagten ist unbegr\u00fcndet. Das Landesarbeitsgericht hat ihre Berufung gegen das der Klage stattgebende erstinstanzliche Urteil zu Recht zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>I. Der K\u00fcndigungsschutzantrag ist begr\u00fcndet. Die K\u00fcndigung der Beklagten vom 17.\u00a0Juli 2018 hat das Arbeitsverh\u00e4ltnis der Parteien nicht aufgel\u00f6st. Sie ist nicht durch Gr\u00fcnde, die in der Person der Kl\u00e4gerin liegen, bedingt iSv. \u00a7\u00a01 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 KSchG.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Die Wirksamkeit einer &#8211;\u00a0wie hier\u00a0&#8211; auf krankheitsbedingte Fehlzeiten gest\u00fctzten ordentlichen K\u00fcndigung setzt zun\u00e4chst eine negative Gesundheitsprognose voraus. Im K\u00fcndigungszeitpunkt m\u00fcssen objektive Tatsachen vorliegen, die die Besorgnis weiterer Erkrankungen im bisherigen Umfang bef\u00fcrchten lassen (erste Stufe). Die prognostizierten Fehlzeiten sind nur geeignet, eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung zu rechtfertigen, wenn sie zu einer erheblichen Beeintr\u00e4chtigung der betrieblichen Interessen f\u00fchren (zweite Stufe). Ist dies der Fall, ist im Rahmen der gebotenen Interessenabw\u00e4gung zu pr\u00fcfen, ob die Beeintr\u00e4chtigungen vom Arbeitgeber billigerweise nicht mehr hingenommen werden m\u00fcssen (dritte Stufe) <em>(st.\u00a0Rspr., zuletzt BAG 25.\u00a0April 2018 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 6\/18\u00a0&#8211; Rn.\u00a019, BAGE\u00a0162, 327)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Das Landesarbeitsgericht hat ohne revisiblen Rechtsfehler angenommen, es habe zwar eine negative Gesundheitsprognose bestanden, die Beklagte habe jedoch keine erhebliche Beeintr\u00e4chtigung ihrer betrieblichen Interessen durch die k\u00fcnftig zu erwartenden krankheitsbedingten Fehlzeiten der Kl\u00e4gerin dargetan.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Es liegt kein Fall vor, in dem gesonderte Darlegungen der Beklagten zu erheblichen Beeintr\u00e4chtigungen ihrer betrieblichen Interessen entbehrlich gewesen w\u00e4ren. Die Beklagte behauptet selbst nicht, im Zeitpunkt der K\u00fcndigung habe eine krankheitsbedingte dauernde Leistungsunf\u00e4higkeit der Kl\u00e4gerin festgestanden oder es habe doch in den n\u00e4chsten 24\u00a0Monaten nicht mit ihrer &#8211;\u00a0der Kl\u00e4gerin\u00a0&#8211; Genesung gerechnet werden k\u00f6nnen <em>(vgl. BAG 13.\u00a0Mai 2015 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 565\/14\u00a0&#8211; Rn.\u00a018)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Das Berufungsgericht hat in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise angenommen, die Beklagte habe Betriebsablaufst\u00f6rungen infolge der krankheitsbedingten Ausf\u00e4lle der Kl\u00e4gerin nicht hinreichend konkret vorgetragen. Dies wird auch von der Revision nicht in Frage gestellt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Auch die Annahme des Landesarbeitsgerichts, es sei keine erhebliche Beeintr\u00e4chtigung der wirtschaftlichen Interessen der Beklagten zu besorgen gewesen, ist rechtsfehlerfrei.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) F\u00fcr die Erstellung einer Prognose, mit welchen wirtschaftlichen Belastungen der Arbeitgeber aufgrund k\u00fcnftiger krankheitsbedingter Ausfallzeiten des Arbeitnehmers zu rechnen hat, ist vorbehaltlich besonderer Umst\u00e4nde des Einzelfalls ein (vergangenheitsbezogener) Referenzzeitraum von drei Jahren ma\u00dfgeblich. Ist eine Arbeitnehmervertretung gebildet, ist auf die letzten drei Jahre vor Einleitung des Beteiligungsverfahrens abzustellen <em>(vgl. BAG 25.\u00a0April 2018 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 6\/18\u00a0&#8211; Rn.\u00a023, BAGE\u00a0162, 327)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Die Prognose muss eine erhebliche k\u00fcnftige Beeintr\u00e4chtigung des Austauschverh\u00e4ltnisses ergeben. Die berechtigte Gleichwertigkeitserwartung des Arbeitgebers muss in einem Ma\u00df unterschritten sein, dass es ihm unzumutbar ist, \u00fcber die Dauer der K\u00fcndigungsfrist hinaus an dem (unver\u00e4nderten) Arbeitsverh\u00e4ltnis festzuhalten <em>(vgl. BAG 25.\u00a0April 2018 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 6\/18\u00a0&#8211; Rn.\u00a036, BAGE\u00a0162, 327)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>cc) F\u00fcr die Beurteilung der zu erwartenden wirtschaftlichen Belastungen sind vor allem Entgeltfortzahlungskosten gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7\u00a03, 4 EFZG im Referenzzeitraum beachtlich <em>(st.\u00a0Rspr., vgl. BAG 16.\u00a0Februar 1989 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 299\/88\u00a0&#8211; zu\u00a0B\u00a0III der Gr\u00fcnde, BAGE\u00a061, 131)<\/em>. Sie sind Ausdruck einer St\u00f6rung des Synallagmas zwischen der Arbeitsleistung auf der einen und der vereinbarten Verg\u00fctung auf der anderen Seite. Soweit Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall geschuldet ist, steht der allein f\u00fcr die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers versprochenen laufenden Verg\u00fctung kein Pendant gegen\u00fcber. Dieser Belastung k\u00f6nnen Arbeitgeber sich nicht durch abweichende Regelungen \u201eentziehen\u201c <em>(\u00a7\u00a012 EFZG)<\/em>. Unter \u00a7\u00a7\u00a03, 4 EFZG fallen auch \u201earbeitsleistungsbezogene\u201c Sonderverg\u00fctungen mit reinem Entgeltcharakter <em>(vgl. BAG 21.\u00a0M\u00e4rz 2001 &#8211;\u00a010\u00a0AZR 28\/00\u00a0&#8211; zu\u00a0II der Gr\u00fcnde, BAGE\u00a097, 211; ErfK\/Preis 21.\u00a0Aufl. BGB \u00a7\u00a0611a Rn.\u00a0541\u00a0ff.)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>dd) Zusch\u00fcsse zum Krankengeld sind grunds\u00e4tzlich nicht zulasten des Arbeitnehmers zu ber\u00fccksichtigen. Ihre Zahlung beruht &#8211;\u00a0anders als die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nach \u00a7\u00a7\u00a03, 4 EFZG\u00a0&#8211; nicht auf einer zwingenden gesetzlichen Verpflichtung. Mit der Zusage derartiger Zusch\u00fcsse \u00fcbernimmt der Arbeitgeber vielmehr \u201efreiwillig\u201c ein nach dem Gesetz dem Arbeitnehmer zugewiesenes Risiko. Verwirklicht es sich, soll dies &#8211;\u00a0in finanzieller Hinsicht\u00a0&#8211; allein zu seinen Lasten gehen und regelm\u00e4\u00dfig nicht den Bestandsschutz des Arbeitnehmers mindern <em>(vgl. BAG 25.\u00a0April 2018 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 6\/18\u00a0&#8211; Rn.\u00a031, BAGE\u00a0162, 327)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_20\">20<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>ee) Leistungen, mit denen ausschlie\u00dflich erbrachte und\/oder k\u00fcnftig erwartete Betriebstreue und nicht auch eine bestimmte Arbeitsleistung honoriert werden soll, gehen k\u00fcndigungsrechtlich ebenfalls nicht zulasten des Arbeitnehmers. Der mit diesen Leistungen vom Arbeitgeber verfolgte Zweck wird durch die Arbeitsunf\u00e4higkeit des Arbeitnehmers nicht gest\u00f6rt. Der hierf\u00fcr notwendige Bestand des Arbeitsverh\u00e4ltnisses bleibt von dem krankheitsbedingten Ausfall unber\u00fchrt, der Arbeitgeber erh\u00e4lt gleichwohl die volle von ihm angestrebte Gegenleistung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_21\">21<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>ff) Leistungen, die der Arbeitgeber zus\u00e4tzlich zum laufenden Arbeitsentgelt erbringt <em>(Sonderverg\u00fctungen, \u00a7\u00a04a EFZG)<\/em>, stellen selbst dann keine \u201ek\u00fcndigungsrelevante\u201c wirtschaftliche Belastung dar, wenn sie nicht allein f\u00fcr den Bestand des Arbeitsverh\u00e4ltnisses, sondern auch f\u00fcr eine Arbeitsleistung im Bezugszeitraum gezahlt werden. Zwar f\u00fchrt die Arbeitsunf\u00e4higkeit des Arbeitnehmers insofern zu einer &#8211;\u00a0teilweisen\u00a0&#8211; St\u00f6rung des Austauschverh\u00e4ltnisses. Doch ist diesbez\u00fcglich durch \u00a7\u00a04a EFZG eine abschlie\u00dfende Risikozuweisung erfolgt. Nach Satz\u00a01 der Vorschrift sind Vereinbarungen \u00fcber die K\u00fcrzung von Sonderverg\u00fctungen auch f\u00fcr Zeiten der Arbeitsunf\u00e4higkeit infolge Krankheit zul\u00e4ssig; nach ihrem Satz\u00a02 darf die K\u00fcrzung f\u00fcr jeden Tag der krankheitsbedingten Arbeitsunf\u00e4higkeit bis zu einem Viertel des Arbeitsentgelts betragen, das im Jahresdurchschnitt auf einen Arbeitstag entf\u00e4llt. Mit einer entsprechenden K\u00fcrzung sind St\u00f6rungen im \u201eArbeitsleistungsanteil\u201c der Sonderverg\u00fctung als behoben anzusehen. Fehlt es an einer K\u00fcrzungsregelung, hat der Arbeitgeber das Risiko der unverminderten Zahlung zu tragen <em>(vgl. D\u00e4ubler\/Deinert\/Zwanziger\/Deinert KSchR 11.\u00a0Aufl. \u00a7\u00a01 KSchG Rn.\u00a0128)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_22\">22<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>gg) Eine k\u00fcndigungsrelevante wirtschaftliche Belastung des Arbeitgebers liegt &#8211;\u00a0vorbehaltlich einer Interessenabw\u00e4gung auf der dritten Stufe\u00a0&#8211; vor, wenn prognostisch die zulasten des Arbeitnehmers zu ber\u00fccksichtigenden Kosten j\u00e4hrlich insgesamt den Betrag \u00fcbersteigen, der gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7\u00a03, 4 EFZG als Entgeltfortzahlung f\u00fcr sechs Wochen geschuldet ist <em>(vgl. BAG 25.\u00a0April 2018 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 6\/18\u00a0&#8211; Rn.\u00a036, BAGE\u00a0162, 327)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_23\">23<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>hh) Nach diesen Grunds\u00e4tzen hat das Berufungsgericht in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise eine erhebliche wirtschaftliche Belastung der Beklagten durch k\u00fcnftig zu erwartende Krankheitszeiten der Kl\u00e4gerin verneint.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_24\">24<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(1) Das Landesarbeitsgericht hat ohne Rechtsfehler auf einen Prognosezeitraum von &#8211;\u00a0etwas mehr als\u00a0&#8211; drei Jahren vor der Anh\u00f6rung von Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung durch die Beklagte im Juli 2018 abgestellt. Es war nicht deshalb zwingend geboten, \u00fcber den bis Mitte 2015 zur\u00fcckreichenden \u201eRegelreferenzzeitraum\u201c oder doch &#8211;\u00a0wie es das Berufungsgericht letztlich zugunsten der Beklagten getan hat\u00a0&#8211; den Anfang des Jahres 2015 hinauszugehen, weil die Kl\u00e4gerin in den Jahren 2012 bis 2014 jeweils mit Entgeltfortzahlung belastete Arbeitsunf\u00e4higkeitszeiten von mehr als sechs Wochen aufgewiesen hatte. Ihre Besch\u00e4ftigung in den letzten, f\u00fcr die (zukunftsbezogene) Prognose besonders aussagekr\u00e4ftigen drei bis dreieinhalb Jahren vor der Beteiligung der beiden Arbeitnehmervertretungen zu der streitbefangenen K\u00fcndigung war gepr\u00e4gt von l\u00e4ngeren, nicht mehr entgeltfortzahlungspflichtigen Arbeitsunf\u00e4higkeitszeiten. Das gilt nicht nur f\u00fcr die Jahre 2015 und 2016, sondern auch wieder f\u00fcr die Zeit von Ende 2017 bis Mitte Juli 2018.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_25\">25<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(2) Zulasten der Kl\u00e4gerin sind f\u00fcr das Jahr 2017 die nicht auf ihren f\u00fcr eine Prognose irrelevanten Unfall zur\u00fcckzuf\u00fchrenden Entgeltfortzahlungskosten iHv. 8.563,29\u00a0Euro zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_26\">26<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(3) Weitere Leistungen der Beklagten bleiben f\u00fcr die Prognose der zuk\u00fcnftig zu erwartenden wirtschaftlichen Belastungen der Beklagten au\u00dfer Betracht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_27\">27<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(a) Das sich nur im Jahr 2015 f\u00fcr sie verwirklichte Risiko, Krankengeldzusch\u00fcsse zahlen zu m\u00fcssen, ist von der Beklagten in der Betriebsordnung \u201efreiwillig\u201c \u00fcbernommen worden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_28\">28<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(b) Die Zuwendung sog. Jubil\u00e4umsaktien im Jahr 2016 erfolgte nach der betreffenden Betriebsvereinbarung allein wegen der Zur\u00fccklegung einer bestimmten Dienstzeit. Diese Gegenleistung hat die Beklagte ungeachtet der Krankheitszeiten der Kl\u00e4gerin voll erhalten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_29\">29<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(c) Das Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie das Tankdeputat sind auch f\u00fcr die Jahre 2015 und 2016, in denen die Kl\u00e4gerin durchgehend arbeitsunf\u00e4hig war, nicht zu ihren Lasten zu ber\u00fccksichtigen. Es spricht schon vieles daf\u00fcr, dass mit diesen Leistungen allein der Bestand eines nicht ruhenden Arbeitsverh\u00e4ltnisses und nicht auch eine Arbeitsleistung im Bezugszeitraum honoriert werden sollte und deshalb durch die Arbeitsunf\u00e4higkeit der Kl\u00e4gerin \u00fcberhaupt keine St\u00f6rung im Austauschverh\u00e4ltnis eingetreten ist. Jedenfalls hat nach \u00a7\u00a04a EFZG die Beklagte das Risiko zu tragen, diese Leistungen ungeachtet der ganzj\u00e4hrigen Arbeitsunf\u00e4higkeit der Kl\u00e4gerin erbringen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_30\">30<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(d) Die nach der zugrunde liegenden Betriebsvereinbarung vom Erreichen pers\u00f6nlicher Ziele und dem Unternehmenserfolg abh\u00e4ngigen Boni f\u00fcr das Jahr 2015 iHv. 2.425,00\u00a0Euro und das Jahr 2016 iHv. 2.240,00\u00a0Euro d\u00fcrften als \u201earbeitsleistungsbezogene\u201c Sonderverg\u00fctungen mit reinem Entgeltcharakter unter \u00a7\u00a7\u00a03, 4 EFZG gefallen und deshalb nicht f\u00fcr Zeitr\u00e4ume geschuldet gewesen sein, in denen &#8211;\u00a0wie in den gesamten Jahren 2015 und 2016\u00a0&#8211; kein Anspruch der Kl\u00e4gerin auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall bestand. Andernfalls wirkten sie nach der Risikozuweisung des \u00a7\u00a04a EFZG gleicherma\u00dfen nicht \u201ek\u00fcndigungsbegr\u00fcndend\u201c.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_31\">31<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(e) Die tarifliche Einmalzahlung im Jahr 2015 iHv. 120,00\u00a0Euro hat ebenfalls k\u00fcndigungsrechtlich au\u00dfer Betracht zu bleiben, weil sie entweder f\u00fcr eine Zeit vor dem bis maximal zum 1.\u00a0Januar 2015 zur\u00fcckreichenden Referenzzeitraum oder als pauschalierte Nachzahlung laufenden Arbeitsentgelts f\u00fcr das Jahr 2015 und damit nach \u00a7\u00a7\u00a03, 4 EFZG ohne Rechtsgrund oder aber als eine von einer konkreten Gegenleistung unabh\u00e4ngige Sonderzahlung erbracht wurde.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_32\">32<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(f) Es bedarf im Streitfall keiner Entscheidung, ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen Pensionsr\u00fcckstellungen zulasten des Arbeitnehmers zu ber\u00fccksichtigen sein k\u00f6nnen. Angesichts eines undifferenziert behaupteten Gesamtbetrags von 14.600,00\u00a0Euro f\u00fcr den Zeitraum 2012 bis 2017 ist vorliegend schon eine Aufteilung auf die allein prognoserelevanten Jahre 2015 bis 2017 nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_33\">33<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>II. Der scheinbar zeitlich unbegrenzte Besch\u00e4ftigungsantrag f\u00e4llt dem Senat nicht zur Entscheidung an. Er ist mit dem Landesarbeitsgericht dahin auszulegen, dass die Kl\u00e4gerin nur ihre vorl\u00e4ufige Weiterbesch\u00e4ftigung f\u00fcr die Dauer der Bestandsstreitigkeit begehrt. Diese ist mit dem vorliegenden Urteil rechtskr\u00e4ftig abgeschlossen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_34\">34<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>III. Die Kostenentscheidung folgt aus \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01 ZPO.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Koch\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Schl\u00fcnder\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Niemann\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Kr\u00fcger\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0B. Schipp\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KARE600062851&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BAG_2_AZR_125-21_KARE600062851.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonderverg\u00fctungen iSv. \u00a7 4a EFZG begr\u00fcnden selbst in Jahren, in denen der Arbeitnehmer durchgehend arbeitsunf\u00e4hig war, keine k\u00fcndigungsrelevante wirtschaftliche Belastung f\u00fcr den Arbeitgeber.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_crdt_document":""},"kji_country":[7802],"kji_court":[11468],"kji_chamber":[10645],"kji_year":[36297],"kji_subject":[7712],"kji_keyword":[11469,8215,8476,8017],"kji_language":[7805],"class_list":["post-681171","kji_decision","type-kji_decision","status-publish","hentry","kji_country-allemagne","kji_court-bundesarbeitsgericht","kji_chamber-2-senat","kji_year-36297","kji_subject-social","kji_keyword-bundesarbeitsgericht","kji_keyword-leitsatz","kji_keyword-senat","kji_keyword-urteil","kji_language-allemand"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.5 (Yoast SEO v27.5) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>Bundesarbeitsgericht, 2. 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