{"id":789579,"date":"2026-04-30T22:40:46","date_gmt":"2026-04-30T20:40:46","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundesarbeitsgericht-2-senat-urteil-2018-05-24-2-azr-67-18\/"},"modified":"2026-04-30T22:40:46","modified_gmt":"2026-04-30T20:40:46","slug":"bundesarbeitsgericht-2-senat-urteil-2018-05-24-2-azr-67-18","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesarbeitsgericht-2-senat-urteil-2018-05-24-2-azr-67-18\/","title":{"rendered":"Bundesarbeitsgericht, 2. Senat, Urteil, 2018-05-24, 2 AZR 67\/18"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Leitsatz<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Ein \u00c4nderungsschutzantrag nach \u00a7 4 Satz 2 KSchG wahrt die Klagefrist des \u00a7 4 Satz 1 KSchG f\u00fcr eine nachfolgende Beendigungsk\u00fcndigung, die vor dem oder zeitgleich mit dem &#8220;\u00c4nderungstermin&#8221; der ersten K\u00fcndigung wirksam werden soll, jedenfalls dann, wenn der Kl\u00e4ger die Unwirksamkeit der Folgek\u00fcndigung noch vor Schluss der m\u00fcndlichen Verhandlung erster Instanz mit einem Antrag nach \u00a7 4 Satz 1 KSchG geltend macht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">1. Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des Landesarbeitsgerichts M\u00fcnchen vom 13.\u00a0Dezember 2017 &#8211;\u00a011\u00a0Sa 296\/17\u00a0&#8211; aufgehoben, soweit es den \u00c4nderungsschutzantr\u00e4gen gegen die K\u00fcndigungen vom 29.\u00a0Juni 2016 und 28.\u00a0Juli 2016 sowie dem Antrag stattgegeben hat, die Beklagte zu verurteilen, den Kl\u00e4ger \u00fcber den rechtskr\u00e4ftigen Abschluss des Rechtsstreits hinaus als Kfz-Meister zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">2. Auf die Berufung der Beklagten wird das Schlussurteil des Arbeitsgerichts M\u00fcnchen vom 24.\u00a0M\u00e4rz 2017 &#8211;\u00a012\u00a0Ca 13884\/15\u00a0&#8211; teilweise abge\u00e4ndert:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">Die \u00c4nderungsschutzantr\u00e4ge gegen die K\u00fcndigungen vom 29.\u00a0Juni 2016 und 28.\u00a0Juli 2016 werden als unzul\u00e4ssig abgewiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">3. Die Berufung des Kl\u00e4gers gegen das vorbezeichnete Schlussurteil des Arbeitsgerichts M\u00fcnchen wird hinsichtlich des Antrags, die Beklagte zu verurteilen, ihn \u00fcber den rechtskr\u00e4ftigen Abschluss des Rechtsstreits hinaus als Kfz-Meister zu besch\u00e4ftigen, zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">4. Die weiter gehende Revision der Beklagten wird zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:54pt\">5. Die Kosten des Rechtsstreits erster Instanz haben der Kl\u00e4ger zu 34\u00a0% und die Beklagte zu 66\u00a0% zu tragen. Von den Kosten des Berufungsverfahrens haben der Kl\u00e4ger 39\u00a0% und die Beklagte 61\u00a0% zu tragen. Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Parteien je zur H\u00e4lfte zu tragen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tatbestand<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Parteien streiten vorrangig \u00fcber die Wirksamkeit von drei K\u00fcndigungen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger ist bei der Beklagten als Kfz-Meister besch\u00e4ftigt. Er wurde bei der B AG eingesetzt, anfangs im Rahmen von Werkvertr\u00e4gen und ab 2010 als Leiharbeitnehmer. Die \u00dcberlassungen dauerten in der Regel knapp zw\u00f6lf Monate. Sie wurden meist erst kurz vor Ende des vereinbarten \u00dcberlassungszeitraums verl\u00e4ngert. Der Kl\u00e4ger war zuletzt vom 1.\u00a0Januar bis zum 23.\u00a0Dezember 2016 bei der B AG eingesetzt. Diese forderte ihn bei der Beklagten im Dezember 2016 auch f\u00fcr die Zeit ab dem 1.\u00a0Januar bis mindestens zum 30.\u00a0Juni 2017 an.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beklagte, die regelm\u00e4\u00dfig mehr als zehn Arbeitnehmer ausschlie\u00dflich der Auszubildenden besch\u00e4ftigt, k\u00fcndigte das Arbeitsverh\u00e4ltnis der Parteien mit Schreiben vom 29.\u00a0Juni 2016 zum 31.\u00a0Dezember 2016, mit Schreiben vom 28.\u00a0Juli 2016 zum 31.\u00a0Januar 2017 und mit Schreiben vom 29.\u00a0Juli 2016 erneut zum 31.\u00a0Januar 2017. Der Kl\u00e4ger nahm die mit den K\u00fcndigungen vom 29.\u00a0Juni und 28.\u00a0Juli 2016 verbundenen Vertragsangebote jeweils rechtzeitig unter dem Vorbehalt ihrer sozialen Rechtfertigung an und erhob fristgerecht \u00c4nderungsschutzklage. Hinsichtlich des ihm mit der K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 unterbreiteten Vertragsangebots erkl\u00e4rte er sich zun\u00e4chst nicht und griff diese K\u00fcndigung auch nicht innerhalb von drei Wochen ab ihrem Zugang mit einem eigenen Klageantrag an. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit Schriftsatz vom 10.\u00a0November 2016 erkl\u00e4rte die Beklagte, an den \u00c4nderungsk\u00fcndigungen vom 29.\u00a0Juni und 28.\u00a0Juli 2016 nicht festzuhalten. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger nahm das mit der K\u00fcndigung vom 29. Juli 2016 verbundene Vertragsangebot mit Schriftsatz vom 21.\u00a0November 2016 unter Vorbehalt an. Zugleich erweiterte er die Klage ua. um einen Beendigungsschutzantrag gegen diese K\u00fcndigung. Mit Schreiben vom 21.\u00a0November 2016 teilte er der Beklagten mit, er akzeptiere ihr Angebot, die K\u00fcndigungen vom 29.\u00a0Juni und 28.\u00a0Juli 2016 als wirkungslos zu betrachten. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger hat gemeint, den \u00c4nderungsschutzantr\u00e4gen gegen die K\u00fcndigungen vom 29.\u00a0Juni und 28.\u00a0Juli 2016 sei aufgrund der \u201eK\u00fcndigungsr\u00fccknahmevereinbarung\u201c stattzugeben. Die K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 habe das Arbeitsverh\u00e4ltnis nicht aufgel\u00f6st. Die Klagefrist des \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG habe er durch den \u00c4nderungsschutzantrag gegen die ebenfalls zum 31.\u00a0Januar 2017 erkl\u00e4rte K\u00fcndigung vom 28.\u00a0Juli 2016 gewahrt. Da die Beklagte eine Vielzahl von K\u00fcndigungen erkl\u00e4rt habe, habe er ein berechtigtes Interesse daran, seinen Anspruch auf vertragsgem\u00e4\u00dfe Besch\u00e4ftigung auch f\u00fcr die Zeit nach dem rechtskr\u00e4ftigen Abschluss des vorliegenden Rechtsstreits titulieren zu lassen. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Kl\u00e4ger hat &#8211;\u00a0soweit f\u00fcr die Entscheidung des Senats noch von Interesse\u00a0&#8211; sinngem\u00e4\u00df beantragt<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">festzustellen, dass die \u00c4nderung der Arbeitsbedingungen im Zusammenhang mit der \u00c4nderungsk\u00fcndigung der Beklagten vom 29.\u00a0Juni 2016 rechtsunwirksam ist;<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">festzustellen, dass die \u00c4nderung der Arbeitsbedingungen im Zusammenhang mit der \u00c4nderungsk\u00fcndigung der Beklagten vom 28.\u00a0Juli 2016 rechtsunwirksam ist;<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">festzustellen, dass das Arbeitsverh\u00e4ltnis der Parteien durch die K\u00fcndigung der Beklagten vom 29.\u00a0Juli 2016 nicht zum 31.\u00a0Januar 2017 aufgel\u00f6st worden ist;<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">4.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:justify\">die Beklagte zu verurteilen, ihn \u00fcber den 31.\u00a0Januar 2017 hinaus zu den Bedingungen des Arbeitsvertrags vom 30.\u00a0April 1997 und des \u00c4nderungsvertrags vom 26.\u00a0August 2010 als Kfz-Meister weiterzubesch\u00e4ftigen.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Beklagte hat Klageabweisung beantragt und gemeint, die Klage k\u00f6nne insgesamt keinen Erfolg haben, weil die K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 das Arbeitsverh\u00e4ltnis mit Ablauf des 31.\u00a0Januar 2017 aufgel\u00f6st habe. Die Klagefrist des \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG sei durch den \u00c4nderungsschutzantrag gegen die K\u00fcndigung vom 28.\u00a0Juli 2016 nicht gewahrt worden. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Arbeitsgericht hat den \u00c4nderungsschutzantr\u00e4gen gegen die K\u00fcndigungen vom 29.\u00a0Juni und 28.\u00a0Juli 2016, dem Beendigungsschutzantrag gegen die K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 sowie dem Antrag auf vorl\u00e4ufige Weiterbesch\u00e4ftigung stattgegeben. Das Landesarbeitsgericht hat die dagegen gerichtete Berufung der Beklagten zur\u00fcckgewiesen. \u00dcberdies hat es sie auf die Berufung des Kl\u00e4gers verurteilt, ihn auch \u00fcber den rechtskr\u00e4ftigen Abschluss des Rechtsstreits hinaus zu unver\u00e4nderten Vertragsbedingungen zu besch\u00e4ftigen. Mit ihrer Revision verfolgt die Beklagte ihr Begehren weiter, die Klage vollumf\u00e4nglich abzuweisen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Revision hat nur bez\u00fcglich der \u00c4nderungsschutzantr\u00e4ge gegen die K\u00fcndigungen vom 29.\u00a0Juni und 28.\u00a0Juli 2016 sowie hinsichtlich des Besch\u00e4ftigungsantrags Erfolg. In Bezug auf den Beendigungsschutzantrag gegen die K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 war sie zur\u00fcckzuweisen. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>A. Die Revision ist unbegr\u00fcndet, soweit sie sich gegen die Entscheidung des Landesarbeitsgerichts \u00fcber den Beendigungsschutzantrag richtet. Das Landesarbeitsgericht hat diesem Antrag zu Recht entsprochen. Er ist zul\u00e4ssig und begr\u00fcndet. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>I. Die Vorinstanzen sind ohne Rechtsfehler davon ausgegangen, bei der K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 handele es sich um eine eigenst\u00e4ndige weitere K\u00fcndigung und schon angesichts des anderslautenden, mit ihr verbundenen \u00c4nderungsangebots nicht nur um eine erneute Verlautbarung der K\u00fcndigung vom 28.\u00a0Juli 2016. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>II. Ebenso als zutreffend erweist sich ihre Annahme, der Kl\u00e4ger habe das mit der K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 verbundene \u00c4nderungsangebot nicht rechtzeitig unter Vorbehalt angenommen <em>(\u00a7\u00a02 KSchG)<\/em>. Die entsprechende ausdr\u00fcckliche Erkl\u00e4rung mit Schriftsatz vom 21.\u00a0November 2016 war versp\u00e4tet. Die Vorbehaltsannahme hinsichtlich des mit der K\u00fcndigung vom 28.\u00a0Juli 2016 unterbreiteten Vertragsangebots erstreckte sich nicht auf die abweichende Offerte vom 29.\u00a0Juli 2016. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>III. Der gegen die K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 gerichtete Beendigungsschutzantrag ist begr\u00fcndet. Das Arbeitsverh\u00e4ltnis der Parteien ist durch diese K\u00fcndigung nicht aufgel\u00f6st worden. Die K\u00fcndigung ist unwirksam. Sie ist sozial nicht gerechtfertigt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Die Wirksamkeit der K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 wird nicht gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a07 Halbs.\u00a01 KSchG fingiert. Der Kl\u00e4ger hat gegen sie rechtzeitig innerhalb der Frist des \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG Klage erhoben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Will ein Arbeitnehmer geltend machen, eine schriftliche \u00c4nderungsk\u00fcndigung, die mangels wirksamer Annahme des Vertragsangebots als Beendigungsk\u00fcndigung wirkt, sei sozial ungerechtfertigt oder aus anderen Gr\u00fcnden rechtsunwirksam, muss er gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG innerhalb von drei Wochen nach Zugang der K\u00fcndigung Klage auf Feststellung erheben, dass das Arbeitsverh\u00e4ltnis durch sie nicht aufgel\u00f6st worden ist <em>(vgl. BAG 10.\u00a0April 2014 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 812\/12\u00a0&#8211; Rn.\u00a019)<\/em>. Wird die Unwirksamkeit der K\u00fcndigung nicht rechtzeitig geltend gemacht, gilt diese gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a07 Halbs.\u00a01 KSchG als von Anfang an rechtswirksam. Eine versp\u00e4tet erhobene Beendigungsschutzklage muss als unbegr\u00fcndet abgewiesen werden <em>(BAG 18.\u00a0Dezember 2014 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 163\/14\u00a0&#8211; Rn.\u00a016, BAGE\u00a0150, 234)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Zwar hat der Kl\u00e4ger einen dem Wortlaut von \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG entsprechenden Antrag gegen die K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 erst mit Schriftsatz vom 21.\u00a0November 2016 angek\u00fcndigt. Zu diesem Zeitpunkt war die Klagefrist von drei Wochen, die mit dem Zugang des K\u00fcndigungsschreibens am 29.\u00a0Juli 2016 begann, verstrichen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Dennoch hat der Kl\u00e4ger die Klagefrist des \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG\u00a0&#8211; zumindest in analoger Anwendung von \u00a7\u00a06 KSchG\u00a0&#8211; gewahrt. Er hat bereits durch den \u00c4nderungsschutzantrag nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a02 KSchG, der sich gegen die K\u00fcndigung vom 28.\u00a0Juli 2016 richtete, gezeigt, dass er Beendigungstatbest\u00e4nde nicht gegen sich gelten lassen wolle, die eine Aufl\u00f6sung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses noch vor oder bis einschlie\u00dflich zu dem mit dieser K\u00fcndigung angestrebten \u201e\u00c4nderungstermin\u201c bewirken k\u00f6nnten. Die Klage gegen die K\u00fcndigung vom 28.\u00a0Juli 2016 konnte nur dann Erfolg haben, wenn das Arbeitsverh\u00e4ltnis bis einschlie\u00dflich zum 31.\u00a0Januar 2017 nicht durch einen Aufl\u00f6sungstatbestand &#8211;\u00a0etwa eine weitere K\u00fcndigung\u00a0&#8211; beendet w\u00fcrde. Mit dem gegen die K\u00fcndigung vom 28.\u00a0Juli 2016 gerichteten Antrag wurde damit die Frist f\u00fcr eine Klage gegen die K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 zumindest deshalb gewahrt, weil der Kl\u00e4ger deren Unwirksamkeit noch vor dem Schluss der m\u00fcndlichen Verhandlung erster Instanz ausdr\u00fccklich geltend gemacht und sie mit einem \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG entsprechenden Klageantrag angegriffen hat.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Nach der Rechtsprechung des Senats wahrt eine Beendigungsschutzklage die Frist des \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG f\u00fcr eine weitere Beendigungsk\u00fcndigung, die vor dem oder bis einschlie\u00dflich zum Termin der ersten, ausdr\u00fccklich angegriffenen K\u00fcndigung wirken soll, jedenfalls dann, wenn der Kl\u00e4ger ihre Unwirksamkeit noch vor Schluss der m\u00fcndlichen Verhandlung erster Instanz explizit geltend gemacht und mit einem Antrag nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG erfasst hat. Dies folgt aus einer analogen Anwendung von \u00a7\u00a06 KSchG <em>(BAG 18.\u00a0Dezember 2014 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 163\/14\u00a0&#8211; Rn.\u00a028, BAGE\u00a0150, 234)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_20\">20<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(1) Von einem Antrag nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG ist regelm\u00e4\u00dfig das Begehren umfasst festzustellen, dass das Arbeitsverh\u00e4ltnis bis zum vorgesehenen Aufl\u00f6sungszeitpunkt noch bestanden hat. Zwar ist Gegenstand und Ziel einer Beendigungsschutzklage nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG die Feststellung, dass das Arbeitsverh\u00e4ltnis durch die bestimmte, mit der Klage angegriffene K\u00fcndigung zu dem vom Arbeitgeber vorgesehenen Termin nicht aufgel\u00f6st worden ist. Falls der Klage stattgegeben wird, steht aber zugleich fest, dass das Arbeitsverh\u00e4ltnis vor oder bis zu diesem Termin auch nicht aufgrund irgendeines anderen Umstands geendet hat. Die einem Antrag nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG stattgebende Entscheidung enth\u00e4lt zugleich die Feststellung, dass zum angestrebten Aufl\u00f6sungszeitpunkt ein Arbeitsverh\u00e4ltnis zwischen den Parteien noch bestanden hat (sog. erweiterter punktueller Streitgegenstandsbegriff). Mit Rechtskraft einer solchen Entscheidung steht fest, dass das Arbeitsverh\u00e4ltnis bis zu dem vorgesehenen Aufl\u00f6sungstermin auch nicht durch m\u00f6gliche andere Beendigungstatbest\u00e4nde aufgel\u00f6st worden ist, selbst wenn diese von keiner Seite in den Prozess eingef\u00fchrt wurden. Ein Verst\u00e4ndnis, wonach Gegenstand des Antrags nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG lediglich &#8211;\u00a0rein punktuell\u00a0&#8211; die Wirksamkeit der angegriffenen K\u00fcndigung ist, w\u00fcrde dem weiter gehenden Wortlaut des Gesetzes nicht gerecht und k\u00f6nnte das Ziel der Rechtskraft, Rechtsfrieden herzustellen und Rechtsgewissheit zu schaffen, nicht erreichen. Etwas anderes gilt nur dann, wenn der Kl\u00e4ger selbst den Gegenstand eines Beendigungsschutzantrags in dieser Weise (konkludent) begrenzt hat und das Gericht auf die Unwirksamkeit einer sp\u00e4ter wirkenden K\u00fcndigung erkennt, ohne dass der Rechtsstreit \u00fcber die Wirksamkeit einer fr\u00fcher wirkenden K\u00fcndigung bereits rechtskr\u00e4ftig entschieden w\u00e4re <em>(BAG 18.\u00a0Dezember 2014 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 163\/14\u00a0&#8211; Rn.\u00a022, BAGE\u00a0150, 234)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_21\">21<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(2) Daraus folgt, dass in einer Beendigungsschutzklage nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG &#8211;\u00a0f\u00fcr den beklagten Arbeitgeber in der Regel erkennbar\u00a0&#8211; zugleich der Angriff gegen solche K\u00fcndigungen liegt, die dem Arbeitnehmer noch w\u00e4hrend des Laufs der von der ersten K\u00fcndigung ausgel\u00f6sten Aufl\u00f6sungsfrist zugehen und innerhalb dieser Frist Wirkung entfalten sollen. Ergibt sich weder aus der Klagebegr\u00fcndung noch aus sonstigen Erkl\u00e4rungen des Arbeitnehmers oder in den Rechtsstreit eingef\u00fchrten Umst\u00e4nden, dass er den Gegenstand der Beendigungsschutzklage auf die Wirksamkeit der konkret angegriffenen K\u00fcndigung beschr\u00e4nken will, muss der Arbeitgeber davon ausgehen, der Arbeitnehmer wende sich mit seiner Klage zugleich gegen die K\u00fcndigung seines Arbeitsverh\u00e4ltnisses durch m\u00f6gliche andere Tatbest\u00e4nde bis zu dem in der angegriffenen K\u00fcndigung vorgesehenen Aufl\u00f6sungstermin <em>(BAG 18.\u00a0Dezember 2014 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 163\/14\u00a0&#8211; Rn.\u00a023, BAGE\u00a0150, 234)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_22\">22<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(3) Durch eine Beendigungsschutzklage sind in der Regel auch solche Aufl\u00f6sungstatbest\u00e4nde mitangegriffen, die zu <em>demselben<\/em> Termin wirken sollen. Eine Klage nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG ist &#8211;\u00a0wie ausgef\u00fchrt\u00a0&#8211; auch auf die Feststellung gerichtet, dass zum vorgesehenen Aufl\u00f6sungszeitpunkt zwischen den Parteien ein Arbeitsverh\u00e4ltnis noch bestanden hat. Dies setzt voraus, dass es eben bis zu diesem Aufl\u00f6sungszeitpunkt &#8211;\u00a0einschlie\u00dflich seiner selbst\u00a0&#8211; durch keinen anderen Tatbestand geendet hat. In einem Beendigungsschutzprozess nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG wird (auch) dar\u00fcber gestritten, ob ein Arbeitsverh\u00e4ltnis zu einem bestimmten Termin sein Ende gefunden hat oder nicht. Mit einer Klage nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG erstrebt der Arbeitnehmer deshalb der Sache nach die Feststellung, dass sein Arbeitsverh\u00e4ltnis \u00fcber den in der K\u00fcndigung vorgesehenen Aufl\u00f6sungstermin hinaus fortbesteht. Daf\u00fcr spricht nicht zuletzt der Wortlaut der \u00a7\u00a7\u00a011 und\u00a012 KSchG. Ihm zufolge \u201ebesteht\u201c nach der einer Beendigungsschutzklage stattgebenden Entscheidung \u201edas Arbeitsverh\u00e4ltnis fort\u201c. Einem Antrag nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG kann demnach trotz seines grunds\u00e4tzlich punktuellen Charakters nicht stattgegeben werden, wenn zwar nicht die angegriffene K\u00fcndigung, aber ein anderer Beendigungstatbestand das Arbeitsverh\u00e4ltnis zu demselben Termin aufl\u00f6st; dabei kann dahinstehen, ob der Antrag in diesem Fall bereits unzul\u00e4ssig oder ob er unbegr\u00fcndet ist. Ein Arbeitnehmer, der mit einer Beendigungsschutzklage Erfolg haben will, muss deshalb zugleich nicht nur alle vor dem fraglichen Aufl\u00f6sungszeitpunkt wirkenden, sondern auch s\u00e4mtliche zu demselben Zeitpunkt wirkenden Aufl\u00f6sungstatbest\u00e4nde angreifen. Auch letztere sind damit regelm\u00e4\u00dfig Streitgegenstand einer Klage gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG <em>(BAG 18.\u00a0Dezember 2014 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 163\/14\u00a0&#8211; Rn.\u00a044, BAGE\u00a0150, 234)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_23\">23<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Diese \u00dcberlegungen treffen gleicherma\u00dfen f\u00fcr einen fristgerecht gegen eine zuvor zugegangene \u00c4nderungsk\u00fcndigung angebrachten Antrag gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a04 Satz\u00a02 KSchG zu. Ein solcher wirkt ebenfalls als \u201ekleines Schleppnetz\u201c in Bezug auf K\u00fcndigungen, die das Arbeitsverh\u00e4ltnis vor dem oder bis einschlie\u00dflich zu dem mit der ausdr\u00fccklich angegriffenen K\u00fcndigung avisierten \u201e\u00c4nderungstermin\u201c aufl\u00f6sen k\u00f6nnten. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_24\">24<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(1) Nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a02 KSchG ist \u201edie Klage\u201c im Fall des \u00a7\u00a02 KSchG, also bei wirksamer Annahme des mit einer K\u00fcndigung verbundenen \u00c4nderungsangebots unter Vorbehalt, auf Feststellung zu erheben, dass die \u00c4nderung der Arbeitsbedingungen sozial ungerechtfertigt oder aus anderen Gr\u00fcnden rechtsunwirksam ist. Die Streitgegenst\u00e4nde des Beendigungsschutzantrags gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG und der \u00c4nderungsschutzklage nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a02 KSchG sind aufgrund der unterschiedlichen, vom Gesetz vorgegebenen Antragsfassungen zwar nicht identisch, aber dennoch eng miteinander verkn\u00fcpft: Es geht entweder um die Nichtbeendigung <em>(Satz\u00a01)<\/em> oder die \u201eNicht\u00e4nderung\u201c <em>(Satz\u00a02)<\/em> des Arbeitsverh\u00e4ltnisses und damit jeweils um seinen unver\u00e4nderten Fortbestand. Auch im Rahmen einer Klage nach \u00a7\u00a04 Satz 2 KSchG wird nicht lediglich &#8211;\u00a0rein punktuell und im Sinne eines Rechtsgutachtens\u00a0&#8211; \u00fcber die Wirksamkeit der K\u00fcndigungserkl\u00e4rung <em>(dazu BAG 22.\u00a0Oktober 2015 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 124\/14\u00a0&#8211; Rn.\u00a028, BAGE\u00a0153, 94)<\/em> und des mit ihr verbundenen Vertragsangebots entschieden. Vielmehr geht es um die Vertragsbedingungen, die <em>innerhalb eines Arbeitsverh\u00e4ltnisses<\/em> gelten sollen. Dementsprechend kann einem \u00c4nderungsschutzantrag ebenfalls nur stattgegeben werden, wenn die Parteien bei Zugang der K\u00fcndigungserkl\u00e4rung durch ein Arbeitsverh\u00e4ltnis verbunden waren und dieses bis einschlie\u00dflich zu dem durch die K\u00fcndigung angestrebten \u201e\u00c4nderungstermin\u201c nicht durch einen Beendigungstatbestand &#8211;\u00a0etwa eine nachfolgende K\u00fcndigung\u00a0&#8211; aufgel\u00f6st worden ist. Auch der Streitgegenstand der \u00c4nderungsschutzklage ist <em>erweitert<\/em> punktuell <em>(Niemann RdA\u00a02016, 339, 342\u00a0f., 345)<\/em>. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_25\">25<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(2) Daf\u00fcr, dass der Streitgegenstand einer \u00c4nderungsschutzklage auch solche Beendigungstatbest\u00e4nde umschlie\u00dft, die <em>zeitgleich<\/em> mit der ausdr\u00fccklich angegriffenen \u00c4nderungsk\u00fcndigung wirken sollen, spricht die amtliche \u00dcberschrift von \u00a7\u00a08 KSchG. F\u00fcr eine \u201eWiederherstellung der fr\u00fcheren Arbeitsbedingungen\u201c ist erst nach Zugang der K\u00fcndigung (fristlose K\u00fcndigung) bzw. nach Ablauf der K\u00fcndigungsfrist (fristgebundene K\u00fcndigung) Raum. Sie setzt voraus, dass das Arbeitsverh\u00e4ltnis \u00fcber den \u201e\u00c4nderungstermin\u201c hinaus fortbesteht. Ist es im \u201e\u00c4nderungstermin\u201c beendet worden, kommt eine \u201eWiederherstellung\u201c von Vertragsbedingungen hingegen nicht in Betracht. Es fehlt dann an einem Arbeitsverh\u00e4ltnis, innerhalb dessen diese noch gelten k\u00f6nnten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_26\">26<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>cc) Danach war vom Streitgegenstand der \u00c4nderungsschutzklage gegen die K\u00fcndigung vom 28.\u00a0Juli 2016 das Begehren des Kl\u00e4gers umfasst festzustellen, dass das Arbeitsverh\u00e4ltnis der Parteien durch die zeitgleich wirkende K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 nicht aufgel\u00f6st worden ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_27\">27<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(1) Die Beklagte hatte mit Schreiben vom 28.\u00a0Juli 2016 das Arbeitsverh\u00e4ltnis der Parteien zum 31.\u00a0Januar 2017 gek\u00fcndigt und dem Kl\u00e4ger in diesem Zusammenhang die Fortsetzung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses zu ge\u00e4nderten Vertragsbedingungen angeboten. Der Kl\u00e4ger hat das mit dieser K\u00fcndigung verbundene Angebot unter Vorbehalt nach \u00a7\u00a02 KSchG angenommen und mit seiner Klage gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a04 Satz\u00a02 KSchG geltend gemacht, die \u00c4nderung der Arbeitsbedingungen sei rechtsunwirksam. Er hat damit zu verstehen gegeben, dass er sich gegen die \u00c4nderung seines Arbeitsverh\u00e4ltnisses zum Ablauf der K\u00fcndigungsfrist wehre, dieses aber in jedem Fall &#8211;\u00a0und sei es zu neuen Vertragsbedingungen\u00a0&#8211; fortsetzen m\u00f6chte <em>(vgl. BAG 22.\u00a0Oktober 2015 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 124\/14\u00a0&#8211; Rn.\u00a030, BAGE\u00a0153, 94)<\/em>. Das schlie\u00dft das Begehren ein, den <em>Fortbestand des Arbeitsverh\u00e4ltnisses<\/em> \u00fcber den Ablauf der K\u00fcndigungsfrist am 31.\u00a0Januar 2017 hinaus festzustellen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_28\">28<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(2) Es sind keine Anhaltspunkte daf\u00fcr vorgetragen oder objektiv ersichtlich, dass der Kl\u00e4ger Beendigungstatbest\u00e4nde, die bis einschlie\u00dflich zu dem in der K\u00fcndigung vom 28.\u00a0Juli 2016 vorgesehenen \u201e\u00c4nderungstermin\u201c Wirksamkeit erlangen k\u00f6nnten, mit der Klage nicht erfassen wollte. Der Umstand, dass dem Kl\u00e4ger die K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 bei Erhebung der \u00c4nderungsschutzklage gegen die K\u00fcndigung vom 28.\u00a0Juli 2016 bereits zugegangen war, verlangt keine andere W\u00fcrdigung. Der Klagebegr\u00fcndung lassen sich keine Anzeichen daf\u00fcr entnehmen, der Kl\u00e4ger wolle eine weitere vor dem oder zum 31.\u00a0Januar 2017 wirkende K\u00fcndigung gegen sich gelten lassen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_29\">29<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>dd) Der Kl\u00e4ger hat die Rechtsunwirksamkeit der K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 rechtzeitig geltend gemacht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_30\">30<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(1) Eine K\u00fcndigungsschutzklage (Beendigungs- oder \u00c4nderungsschutzklage) wahrt die Klagefrist des \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG f\u00fcr eine Folgek\u00fcndigung, die das Arbeitsverh\u00e4ltnis vor dem oder bis einschlie\u00dflich zu dem Termin der ersten K\u00fcndigung aufl\u00f6sen soll, jedenfalls dann, wenn die Unwirksamkeit der Folgek\u00fcndigung &#8211;\u00a0wie hier\u00a0&#8211; noch vor Schluss der m\u00fcndlichen Verhandlung erster Instanz ausdr\u00fccklich geltend gemacht und mit einem Antrag nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG erfasst wird. Dies folgt aus einer analogen Anwendung von \u00a7\u00a06 KSchG. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_31\">31<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(2) \u00a7\u00a06 KSchG zielt auch in der geltenden Fassung darauf ab, den Arbeitnehmer davor zu bewahren, seinen K\u00fcndigungsschutz aus formalen Gr\u00fcnden zu verlieren. Trotz seiner (zu engen) Formulierung ist die Bestimmung weiterhin nicht nur auf bestimmte Unwirksamkeitsgr\u00fcnde anzuwenden. Die Neufassung des \u00a7\u00a06 KSchG sollte der bisherigen Regelung entsprechen und lediglich auf die \u00c4nderung des \u00a7\u00a013 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 KSchG Bedacht nehmen. Eine entsprechende Anwendung von \u00a7\u00a06 KSchG kommt deshalb &#8211;\u00a0wie schon vor der Gesetzes\u00e4nderung\u00a0&#8211; in Betracht, wenn der Arbeitnehmer mit einer Leistungsklage Lohnanspr\u00fcche oder Weiterbesch\u00e4ftigung f\u00fcr die Zeit nach Zugang der K\u00fcndigung bzw. Ablauf der K\u00fcndigungsfrist innerhalb von drei Wochen schriftlich geltend gemacht hat. Das durch \u00a7\u00a04 Satz\u00a01, \u00a7\u00a07 KSchG gesch\u00fctzte Interesse des Arbeitgebers an einer schnellen Kl\u00e4rung der Rechtslage und sein Vertrauen in den Bestand der ausgesprochenen K\u00fcndigung wird in diesen F\u00e4llen durch die \u201eVerl\u00e4ngerung\u201c der Anrufungsfrist nicht st\u00e4rker ber\u00fchrt als im unmittelbaren Anwendungsbereich des \u00a7\u00a06 Satz\u00a01 KSchG. Diese Erw\u00e4gungen treffen auch auf K\u00fcndigungen zu, die vom Streitgegenstand einer Beendigungsschutzklage gegen eine fr\u00fchere K\u00fcndigung zwar erfasst, aber nicht schon selbst explizit in den Prozess eingef\u00fchrt sind. F\u00fcr Folgek\u00fcndigungen, die dem Arbeitnehmer bereits vor Erhebung der Beendigungsschutzklage gegen die fr\u00fchere K\u00fcndigung zugegangen sind, gilt nichts anderes. Ein sachlicher Grund, bez\u00fcglich ihrer an die Klageantr\u00e4ge des Arbeitnehmers weiter gehende Anforderungen zu stellen als hinsichtlich solcher K\u00fcndigungen, die erst w\u00e4hrend des schon laufenden Rechtsstreits erkl\u00e4rt wurden, ist nicht erkennbar. Die Frage, ob durch einen Beendigungsschutzantrag nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG die Frist zur Klage gegen eine Folgek\u00fcndigung gewahrt wird, ist auch in diesem Fall danach zu beantworten, ob die weitere K\u00fcndigung vom Streitgegenstand der urspr\u00fcnglichen Klage erfasst wird <em>(BAG 18.\u00a0Dezember 2014 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 163\/14\u00a0&#8211; Rn.\u00a029, BAGE\u00a0150, 234)<\/em>.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_32\">32<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(3) Diese \u00dcberlegungen treffen ohne Einschr\u00e4nkung auf die vorliegende Konstellation zu. Bei ihrem Einwand, \u00a7\u00a06 Satz\u00a01 KSchG finde auf \u00c4nderungsschutzklagen keine Anwendung, verkennt die Revision, dass es nicht darum geht, ob ein Antrag nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a02 KSchG &#8211;\u00a0noch\u00a0&#8211; rechtzeitig angebracht wurde, sondern darum, ob die Klagefrist in Bezug auf eine als Beendigungsk\u00fcndigung wirkende, mit einem Antrag nach \u00a7\u00a04 <em>Satz\u00a01<\/em> KSchG anzugreifende Folgek\u00fcndigung gewahrt wurde. Das beantwortet sich &#8211;\u00a0wie ausgef\u00fchrt\u00a0&#8211; allein danach, ob die nachfolgende Beendigungsk\u00fcndigung vom Streitgegenstand der urspr\u00fcnglichen Klage umfasst war. Im \u00dcbrigen kn\u00fcpft \u00a7\u00a06 Satz\u00a01 KSchG nicht an den Wortlaut von \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG an und macht der Arbeitnehmer &#8211;\u00a0ohne Hinzutreten von besonderen Umst\u00e4nden\u00a0&#8211; auch mit einem Antrag nach \u00a7\u00a04 Satz\u00a02 KSchG geltend, eine rechtswirksame K\u00fcndigung liege nicht vor <em>(vgl. BAG 22.\u00a0Oktober 2015 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 124\/14\u00a0&#8211; Rn.\u00a030, BAGE\u00a0153, 94)<\/em>. Deshalb entspricht es &#8211;\u00a0soweit ersichtlich\u00a0&#8211; einhelliger Meinung, dass \u00a7\u00a06 KSchG auch im Rahmen von \u00c4nderungsschutzklagen Anwendung findet. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_33\">33<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(4) Der Kl\u00e4ger hat mit Schriftsatz vom 21.\u00a0November 2016 in erster Instanz &#8211;\u00a0und damit rechtzeitig\u00a0&#8211; die Unwirksamkeit der K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 ausdr\u00fccklich geltend gemacht und einen dem Wortlaut von \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG entsprechenden Antrag angek\u00fcndigt. Jedenfalls in analoger Anwendung von \u00a7\u00a06 KSchG hat er damit die Klagefrist des \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG auch f\u00fcr die &#8211;\u00a0als Beendigungsk\u00fcndigung wirkende\u00a0&#8211; K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 gewahrt. Diese K\u00fcndigung war vom Streitgegenstand der \u00c4nderungsschutzklage gegen die K\u00fcndigung vom 28.\u00a0Juli 2016 bereits erfasst. Ob f\u00fcr den \u00c4nderungsschutzantrag noch ein Rechtsschutzbed\u00fcrfnis bestand, nachdem die Beklagte mit Schriftsatz vom 10.\u00a0November 2016 erkl\u00e4rt hatte, an der K\u00fcndigung vom 28.\u00a0Juli 2016 nicht mehr festzuhalten, ist f\u00fcr die fristwahrende Wirkung seines Antrags ohne Bedeutung. Auch unzul\u00e4ssige Klagen haben, zumindest dann, wenn sie hinreichend bestimmt sind, einen Streitgegenstand. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_34\">34<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(5) Ob es zur Fristwahrung erforderlich ist, dass der Arbeitnehmer die nachfolgende K\u00fcndigung noch vor dem Schluss der m\u00fcndlichen Verhandlung in erster Instanz mit einem Antrag gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a04 Satz\u00a01 KSchG erfasst, bedarf im Streitfall keiner Entscheidung. Der Senat neigt dazu, dies zu bejahen. Gegebenenfalls w\u00e4re die Pflicht des Gerichts zur materiellen Prozessleitung nach \u00a7\u00a0139 ZPO zu beachten. Beriefe sich der Arbeitgeber im Prozess auf eine weitere K\u00fcndigung, die vom Streitgegenstand der gegen die erste K\u00fcndigung angebrachten Beendigungs- oder \u00c4nderungsschutzklage erfasst ist, und g\u00e4be der Arbeitnehmer nicht zu erkennen, die Folgek\u00fcndigung gegen sich gelten lassen zu wollen, h\u00e4tte das Gericht darauf hinzuwirken, dass er sie ausdr\u00fccklich mit einem gesonderten Antrag angreift. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_35\">35<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Die W\u00fcrdigung der Vorinstanzen, die &#8211;\u00a0nach alledem rechtzeitig angegriffene\u00a0&#8211; K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 sei schon deshalb sozial nicht gerechtfertigt, weil die Beklagte in Anbetracht der Abrufpraxis der B AG in der Vergangenheit und der tats\u00e4chlich im Dezember 2016 erfolgten Anforderung bis zumindest zum 30.\u00a0Juni 2017 nicht ausreichend dargetan habe, auf welcher Grundlage sie bei Ausspruch der K\u00fcndigung prognostiziert habe, den Kl\u00e4ger \u00fcber den 31.\u00a0Januar 2017 hinaus nicht mehr als Kfz-Meister dorthin \u00fcberlassen zu k\u00f6nnen, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Die Beklagte hat gegen sie auch keine Einw\u00e4nde erhoben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_36\">36<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>B. Die Revision in Bezug auf die \u00c4nderungsschutzantr\u00e4ge gegen die K\u00fcndigungen vom 29.\u00a0Juni und 28.\u00a0Juli 2016 sowie hinsichtlich des Besch\u00e4ftigungsantrags ist begr\u00fcndet. Das Landesarbeitsgericht hat diesen Antr\u00e4gen zu Unrecht stattgegeben. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_37\">37<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>I. Die \u00c4nderungsschutzantr\u00e4ge gegen die K\u00fcndigungen vom 29.\u00a0Juni und 28.\u00a0Juli 2016 unterliegen der Abweisung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_38\">38<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Ihnen ist nicht deshalb stattzugeben, weil die Beklagte ein Anerkenntnis iSv. \u00a7\u00a0307 Satz\u00a01 ZPO erkl\u00e4rt h\u00e4tte. Ein solches liegt nicht ohne Weiteres in der Erkl\u00e4rung des Arbeitgebers, an einer K\u00fcndigung nicht festhalten zu wollen <em>(APS\/Hesse 5.\u00a0Aufl. KSchG \u00a7\u00a04 Rn.\u00a0130, 133)<\/em>. Das gilt vorliegend umso mehr, als die Beklagte meint, dem Kl\u00e4ger st\u00fcnden die von ihm verfolgten Feststellungsanspr\u00fcche deshalb nicht zu, weil das Arbeitsverh\u00e4ltnis der Parteien durch die K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 mit Ablauf des 31.\u00a0Januar 2017 aufgel\u00f6st worden sei. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_39\">39<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. F\u00fcr die \u00c4nderungsschutzantr\u00e4ge fehlt aufgrund der zwischen den Parteien getroffenen Abreden das erforderliche Rechtsschutzbed\u00fcrfnis.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_40\">40<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Parteien haben vereinbart, dass die \u00c4nderungsk\u00fcndigungen vom 29.\u00a0Juni und 28.\u00a0Juli 2016 keine Rechtswirkungen entfalten sollen. Die Beklagte hat dem Kl\u00e4ger ein solches Angebot mit Schriftsatz vom 10.\u00a0November 2016 unterbreitet. Das Angebot war unbedingt. Die Beklagte hat es nicht davon abh\u00e4ngig gemacht, dass der Beendigungsschutzantrag gegen die K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 abgewiesen werde. Diese Erwartung war f\u00fcr sie blo\u00df zus\u00e4tzliche Motivation. Der Kl\u00e4ger hat das Angebot mit Schreiben vom 21.\u00a0November 2016 ausdr\u00fccklich angenommen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_41\">41<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Das Rechtsschutzbed\u00fcrfnis f\u00fcr eine Beendigungs- oder \u00c4nderungsschutzklage entf\u00e4llt grunds\u00e4tzlich, wenn die Parteien unbestritten verabredet haben, die angefochtene K\u00fcndigung solle keine Rechtswirkungen entfalten <em>(BAG 28.\u00a0Juni 1979 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 537\/77\u00a0-; APS\/K\u00fcnzl 5.\u00a0Aufl. KSchG \u00a7\u00a02 Rn.\u00a0337; KR\/Kreft 11.\u00a0Aufl. \u00a7\u00a02 KSchG Rn. 259; KR\/Friedrich\/Klose 11.\u00a0Aufl. \u00a7\u00a04 KSchG Rn.\u00a0352)<\/em>. So liegt es hier. Die Beklagte stellt nicht in Abrede, dass die Parteien eine \u201eK\u00fcndigungsr\u00fccknahmevereinbarung\u201c geschlossen haben. Ihren Antrag, die \u00c4nderungsschutzklagen gegen die K\u00fcndigungen vom 29.\u00a0Juni und 28.\u00a0Juli 2016 abzuweisen, hat sie allein mit der Begr\u00fcndung aufrechterhalten, das Arbeitsverh\u00e4ltnis sei durch die K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 aufgel\u00f6st worden. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_42\">42<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Es kann dahinstehen, ob das Rechtsschutzbed\u00fcrfnis f\u00fcr einen K\u00fcndigungsschutzantrag trotz einer Vereinbarung der Parteien, dass die ausdr\u00fccklich angefochtene K\u00fcndigung keine Wirkungen entfalten solle, bestehen bleibt, solange der Antrag als \u201ekleines Schleppnetz\u201c in Bezug auf eine Folgek\u00fcndigung dienen kann. Das w\u00e4re vorliegend nicht mehr der Fall, seit der Kl\u00e4ger die allein noch in ihrer Wirksamkeit streitige K\u00fcndigung vom 29.\u00a0Juli 2016 mit Schriftsatz vom 21.\u00a0November 2016 gesondert angegriffen hat. Weitere, ggf. vom Streitgegenstand eines der \u00c4nderungsschutzantr\u00e4ge gegen die K\u00fcndigungen vom 29.\u00a0Juni und 28.\u00a0Juli 2016 erfasste \u00c4nderungs- oder Beendigungstatbest\u00e4nde stehen nicht im Raum. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_43\">43<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>d) Unter diesen Umst\u00e4nden h\u00e4tte der Kl\u00e4ger, um eine kostenpflichtige Abweisung zu vermeiden, beide \u00c4nderungsschutzantr\u00e4ge f\u00fcr in der Hauptsache erledigt erkl\u00e4ren m\u00fcssen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_44\">44<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>II. Der Antrag, den Kl\u00e4ger zu unver\u00e4nderten Vertragsbedingungen \u00fcber den rechtskr\u00e4ftigen Abschluss des Rechtsstreits hinaus zu besch\u00e4ftigen, ist unzul\u00e4ssig. Der Kl\u00e4ger hat keine Umst\u00e4nde angef\u00fchrt, welche die nach \u00a7\u00a0259 ZPO erforderliche Besorgnis rechtfertigen k\u00f6nnten, die Beklagte werde dies verweigern. Dass der Arbeitgeber eine \u201eVielzahl von K\u00fcndigungen\u201c erkl\u00e4rt, gen\u00fcgt f\u00fcr sich genommen nicht. Vielmehr muss er zu erkennen geben, er werde den Arbeitnehmer auch dann nicht vertragsgem\u00e4\u00df besch\u00e4ftigen, wenn die \u201eUnwirksamkeit\u201c s\u00e4mtlicher streitbefangener K\u00fcndigungen rechtskr\u00e4ftig festgestellt ist <em>(vgl. BAG 15.\u00a0M\u00e4rz 1984 &#8211;\u00a02\u00a0AZR 159\/83\u00a0&#8211; zu\u00a0B\u00a0I\u00a02 der Gr\u00fcnde)<\/em>. Daran fehlt es hier. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_45\">45<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>C. Die weiteren in die Revision gelangten Klageantr\u00e4ge fallen dem Senat nicht zur Entscheidung an.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_46\">46<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>D. Die Kostenentscheidung folgt aus \u00a7\u00a092 Abs.\u00a01, \u00a7\u00a091 Abs.\u00a01, \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01 und \u00a7\u00a0269 Abs.\u00a03 ZPO.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Koch\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Rachor\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Niemann\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Kr\u00fcger\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<p style=\"text-align:center\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Alex\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KARE600055677&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BAG_2_AZR_67-18_KARE600055677.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein \u00c4nderungsschutzantrag nach \u00a7 4 Satz 2 KSchG wahrt die Klagefrist des \u00a7 4 Satz 1 KSchG f\u00fcr eine nachfolgende Beendigungsk\u00fcndigung, die vor dem oder zeitgleich mit dem &#8220;\u00c4nderungstermin&#8221; der ersten K\u00fcndigung wirksam werden soll, jedenfalls dann, wenn der Kl\u00e4ger die Unwirksamkeit der Folgek\u00fcndigung noch vor Schluss der m\u00fcndlichen Verhandlung erster Instanz mit einem Antrag nach \u00a7 4 Satz 1 KSchG geltend macht.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_crdt_document":""},"kji_country":[7802],"kji_court":[11468],"kji_chamber":[10645],"kji_year":[47917],"kji_subject":[7712],"kji_keyword":[11469,8215,8476,8017],"kji_language":[7805],"class_list":["post-789579","kji_decision","type-kji_decision","status-publish","hentry","kji_country-allemagne","kji_court-bundesarbeitsgericht","kji_chamber-2-senat","kji_year-47917","kji_subject-social","kji_keyword-bundesarbeitsgericht","kji_keyword-leitsatz","kji_keyword-senat","kji_keyword-urteil","kji_language-allemand"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.6 (Yoast SEO v27.6) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>Bundesarbeitsgericht, 2. 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