{"id":792536,"date":"2026-05-01T01:14:48","date_gmt":"2026-04-30T23:14:48","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/bundesfinanzhof-9-senat-urteil-2018-04-17-ix-r-27-17\/"},"modified":"2026-05-01T01:14:48","modified_gmt":"2026-04-30T23:14:48","slug":"bundesfinanzhof-9-senat-urteil-2018-04-17-ix-r-27-17","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/bundesfinanzhof-9-senat-urteil-2018-04-17-ix-r-27-17\/","title":{"rendered":"Bundesfinanzhof, 9. Senat, Urteil, 2018-04-17, IX R 27\/17"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Leitsatz<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Hat die zust\u00e4ndige Gemeindebeh\u00f6rde eine bindende Entscheidung \u00fcber die von ihr nach \u00a7 7h Abs. 1 EStG zu pr\u00fcfenden Voraussetzungen getroffen, hat das FA diese im Besteuerungsverfahren ohne weitere Rechtm\u00e4\u00dfigkeitspr\u00fcfung zugrunde zu legen, es sei denn, die Bescheinigung wird f\u00f6rmlich zur\u00fcckgenommen, widerrufen oder ist nach \u00a7 44 VwVfG nichtig und deshalb unwirksam.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Auf die Revision der Kl\u00e4ger wird das Urteil des Th\u00fcringer Finanzgerichts vom 22. August 2017\u00a0\u00a02 K 688\/16, die Einspruchsentscheidung vom 3. August 2011 und der ablehnende Bescheid vom 28. Juli 2010 aufgehoben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Der Einkommensteuerbescheid f\u00fcr 2007 vom 2. Februar 2010 wird dahingehend ge\u00e4ndert, dass bei den Eink\u00fcnften aus Vermietung und Verpachtung f\u00fcr das Geb\u00e4ude &#8230; anstelle der bisher ber\u00fccksichtigten Absetzungen f\u00fcr Abnutzungen in H\u00f6he von 8.466,97 \u20ac erh\u00f6hte Absetzungen nach \u00a7 7h des Einkommensteuergesetzes in H\u00f6he von 38.101,38 \u20ac abzuziehen sind.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Berechnung der Steuer wird dem Beklagten \u00fcbertragen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens tr\u00e4gt der Beklagte.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tatbestand<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align:center\">I.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4ger und Revisionskl\u00e4ger (Kl\u00e4ger) sind Eigent\u00fcmer des mit einem vermieteten Mehrfamilienhaus bebauten Grundst\u00fccks &#8230; im Sanierungsgebiet &#8220;Altstadt&#8221; der Stadt &#8230; . Sie haben das Geb\u00e4ude in den Jahren 2006 und 2007 saniert und modernisiert. Es wurde im Streitjahr 2007 fertiggestellt. Die Herstellungskosten betrugen 450.370,95\u00a0\u20ac. Die baulichen Ma\u00dfnahmen beruhten weder auf einem Modernisierungs- und Instandsetzungsgebot i.S. des \u00a7\u00a0177 des Baugesetzbuches (BauGB) noch existierte eine Verpflichtung der Kl\u00e4ger gegen\u00fcber der Stadt zur Durchf\u00fchrung der Arbeiten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4ger beantragten im Rahmen ihrer Einkommensteuererkl\u00e4rung f\u00fcr das Streitjahr erh\u00f6hte Absetzungen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a07h des Einkommensteuergesetzes (EStG). Nachdem der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) diese mit dem unter Vorbehalt der Nachpr\u00fcfung stehenden Einkommensteuerbescheid vom 2.\u00a0Februar 2010 ablehnte, weil die Kl\u00e4ger nicht die hierf\u00fcr nach \u00a7\u00a07h Abs.\u00a02 EStG erforderliche Bescheinigung der Gemeindebeh\u00f6rde vorgelegt hatten, beantragten sie am 21.\u00a0Juli 2010 erneut die Ber\u00fccksichtigung der erh\u00f6hten Absetzungen. Dazu legten sie dem FA eine von der zust\u00e4ndigen Gemeindebeh\u00f6rde ausgestellte &#8220;Bescheinigung gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a07h EStG&#8221; vom 7.\u00a0Juli 2010 vor, wonach das Geb\u00e4ude &#8230; im f\u00f6rmlich festgelegten Sanierungsgebiet liege, &#8220;Modernisierungs- und Instandhaltungsma\u00dfnahmen i.S.d. \u00a7\u00a0177 BauGB&#8221; an diesem Geb\u00e4ude durchgef\u00fchrt und diese nicht mit St\u00e4dtebauf\u00f6rdermitteln oder Zusch\u00fcssen der Stadt unterst\u00fctzt worden seien.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Unter dem Datum 28.\u00a0Juli 2010 lehnte das FA den \u00c4nderungsantrag ab, da die Voraussetzungen des \u00a7\u00a07h EStG nicht vorl\u00e4gen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Gegen die Nichtanerkennung der erh\u00f6hten Absetzungen wendeten sich die Kl\u00e4ger mit ihrem Einspruch. W\u00e4hrend des Einspruchsverfahrens remonstrierte das FA mit Schreiben vom 12.\u00a0Oktober 2010 gegen die f\u00fcr rechtswidrig erachtete Bescheinigung der Stadt. Diese nahm sie unter dem Datum 21.\u00a0Oktober 2010 zur\u00fcck. Das FA wies daraufhin den Einspruch mit Einspruchsentscheidung vom 3.\u00a0August 2011 als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Hiergegen erhoben die Kl\u00e4ger Klage. Das Verfahren wurde vom Th\u00fcringer Finanzgericht (FG) zun\u00e4chst ausgesetzt, weil sich die Kl\u00e4ger dar\u00fcber hinaus mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht (VG) gegen die R\u00fccknahme der Bescheinigung wandten. Mit rechtskr\u00e4ftigem Urteil des VG vom &#8230; 2014 wurde der Klage stattgegeben und der R\u00fccknahmebescheid der Stadt vom 21.\u00a0Oktober 2010 aufgehoben. Zwar sei die von der Stadt erteilte Bescheinigung rechtswidrig, soweit darin die Feststellung enthalten sei, dass an dem Geb\u00e4ude Modernisierungs- und Instandsetzungsma\u00dfnahmen i.S. des \u00a7\u00a0177 BauGB durchgef\u00fchrt worden seien. Allerdings habe es die Stadt bei der R\u00fccknahme der Bescheinigung pflichtwidrig unterlassen, eine Ermessensentscheidung zu treffen. Mit Beschluss vom &#8230; 2016 hat das Th\u00fcringer Oberverwaltungsgericht (OVG) die gegen dieses Urteil von der Stadt beantragte Zulassung der Berufung abgelehnt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4ger und das FA haben eine tats\u00e4chliche Verst\u00e4ndigung getroffen, dass im Streitjahr die Bemessungsgrundlage f\u00fcr etwaige erh\u00f6hte Absetzungen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a07h EStG 423.348,69\u00a0\u20ac betr\u00e4gt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das FG hat die Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2017, 1506 ver\u00f6ffentlichten Urteil abgewiesen. Die Kl\u00e4ger h\u00e4tten die Voraussetzungen des \u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 EStG nicht durch eine Bescheinigung der zust\u00e4ndigen Gemeindebeh\u00f6rde nachgewiesen. Die Bescheinigung der Stadt sei zwar &#8211;wie das VG gekl\u00e4rt habe&#8211; rechtswirksam, entfalte aber aus Gr\u00fcnden des Rechtsmissbrauchs f\u00fcr das FA keine Bindungswirkung, weil in ihr wahrheitswidrig bescheinigt werde, dass an dem Geb\u00e4ude Modernisierungs- und Instandsetzungsma\u00dfnahmen i.S. des \u00a7\u00a0177 BauGB durchgef\u00fchrt worden seien, obwohl objektiv feststehe, dass es ein solches Modernisierungs- und Instandsetzungsgebot niemals gegeben habe.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit ihrer Revision r\u00fcgen die Kl\u00e4ger die Verletzung des \u00a7\u00a07h EStG.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Kl\u00e4ger beantragen sinngem\u00e4\u00df,<br \/>das angefochtene Urteil des FG, die Einspruchsentscheidung vom 3.\u00a0August 2011 und den ablehnenden Bescheid vom 28.\u00a0Juli 2010 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f\u00fcr 2007 vom 2.\u00a0Februar 2010 dahingehend zu \u00e4ndern, dass bei den Eink\u00fcnften aus Vermietung und Verpachtung f\u00fcr das Objekt &#8230; von den Gesamtherstellungskosten in H\u00f6he von 450.370,95\u00a0\u20ac f\u00fcr einen Teilbetrag in H\u00f6he von 423.348,70\u00a0\u20ac anstelle der bisher ber\u00fccksichtigten Absetzungen f\u00fcr Abnutzungen in H\u00f6he von (2\u00a0%\u00a0=) 8.466,97\u00a0\u20ac erh\u00f6hte Absetzungen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a07h EStG in H\u00f6he von (9\u00a0%\u00a0=) 38.101,38\u00a0\u20ac abzusetzen sind.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"text-align:center\">II.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Revision ist begr\u00fcndet. Der Senat entscheidet nach \u00a7\u00a0126 Abs.\u00a03 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 der Finanzgerichtsordnung (FGO) in der Sache selbst. Die Bemessungsgrundlage f\u00fcr die Beg\u00fcnstigung nach \u00a7\u00a07h EStG betr\u00e4gt dem Antrag entsprechend 423.348,70\u00a0\u20ac. Die Bescheinigung der Stadt vom 7.\u00a0Juli 2010 entfaltet f\u00fcr die Voraussetzungen des \u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 EStG Bindungswirkung; weitere Voraussetzungen stehen nicht im Streit.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Bei einem im Inland belegenen Geb\u00e4ude in einem f\u00f6rmlich festgelegten Sanierungsgebiet oder st\u00e4dtebaulichen Entwicklungsbereich kann der Steuerpflichtige nach Ma\u00dfgabe des \u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 Satz\u00a01 EStG &#8211;abweichend von \u00a7\u00a07 Abs.\u00a04 und 5 EStG&#8211; im Jahr der Herstellung und in den folgenden sieben Jahren jeweils bis zu 9\u00a0% der Herstellungskosten f\u00fcr Modernisierungs- und Instandsetzungsma\u00dfnahmen i.S. des \u00a7\u00a0177 BauGB absetzen. \u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 Satz\u00a01 EStG ist entsprechend anzuwenden auf Herstellungskosten f\u00fcr Ma\u00dfnahmen, die der Erhaltung, Erneuerung und funktionsgerechten Verwendung eines Geb\u00e4udes i.S. des Satzes\u00a01 dienen, das wegen seiner geschichtlichen, k\u00fcnstlerischen oder st\u00e4dtebaulichen Bedeutung erhalten bleiben soll, und zu deren Durchf\u00fchrung sich der Eigent\u00fcmer neben bestimmten Modernisierungsma\u00dfnahmen gegen\u00fcber der Gemeinde verpflichtet hat (\u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 Satz\u00a02 EStG). Der Steuerpflichtige kann die erh\u00f6hten Absetzungen im Jahr des Abschlusses der Ma\u00dfnahme und in den folgenden elf Jahren auch f\u00fcr Anschaffungskosten in Anspruch nehmen, die auf Ma\u00dfnahmen i.S. der S\u00e4tze\u00a01 und 2 entfallen, soweit diese nach dem rechtswirksamen Abschluss eines obligatorischen Erwerbsvertrags oder eines gleichstehenden Rechtsakts durchgef\u00fchrt worden sind (\u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 Satz\u00a03 EStG).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a07h Abs.\u00a02 Satz\u00a01 EStG kann der Steuerpflichtige die erh\u00f6hten Absetzungen jedoch nur in Anspruch nehmen, wenn er durch eine Bescheinigung der zust\u00e4ndigen Gemeindebeh\u00f6rde die Voraussetzungen des Abs.\u00a01 f\u00fcr das Geb\u00e4ude und die Ma\u00dfnahmen nachweist. Die Bescheinigung ist materiell-rechtliche Abzugsvoraussetzung f\u00fcr die Beg\u00fcnstigung des \u00a7\u00a07h EStG und Grundlagenbescheid i.S. des \u00a7\u00a0171 Abs.\u00a010, \u00a7\u00a0175 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 der Abgabenordnung (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.\u00a0September 2005 IX\u00a0R\u00a013\/04, BFHE 215, 158, BStBl II 2007, 373; vom 6.\u00a0Mai 2014 IX\u00a0R\u00a015\/13, BFHE 246, 61, BStBl II 2015, 581; IX\u00a0R\u00a016\/13, BFH\/NV 2014, 1729, und IX\u00a0R\u00a017\/13, BFH\/NV 2014, 1731, sowie vom 22.\u00a0Oktober 2014 X\u00a0R\u00a015\/13, BFHE 247, 562, BStBl II 2015, 367, Anschluss an die Rechtsprechung des IX.\u00a0Senats; BFH-Beschluss vom 6.\u00a0Oktober 2016\u00a0IX\u00a0B\u00a081\/16, BFHE 254, 514, BStBl II 2017, 196; BFH-Urteil vom 6.\u00a0Dezember 2016 IX\u00a0R\u00a017\/15, BFHE 256, 301, BStBl II 2017, 523). Dies folgt aus dem Zweck des \u00a7\u00a07h Abs.\u00a02 EStG. Denn mangels eigener Sachkunde ist es den Finanzbeh\u00f6rden nicht m\u00f6glich zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob Ma\u00dfnahmen i.S. des \u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 EStG durchgef\u00fchrt worden sind. Die Finanzverwaltung erkennt an, dass die Bescheinigung der Gemeindebeh\u00f6rde keiner Nachpr\u00fcfung unterliegt (vgl. R\u00a07h\u00a0(4) Satz\u00a02 der Einkommensteuer-Richtlinien &#8211;EStR&#8211; und H\u00a07h &#8220;Bindungswirkung der Bescheinigung&#8221; des Amtlichen Einkommensteuer-Handbuchs 2017).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Eine Bescheinigung ist bindend, und zwar unabh\u00e4ngig von ihrer Rechtm\u00e4\u00dfigkeit (so schon BFH-Urteile vom 10.\u00a0Oktober 2017 X\u00a0R\u00a06\/16, BFHE 260, 55, Rz\u00a025; X\u00a0R\u00a01\/17, BFH\/NV 2018, 416, Rz\u00a022; FG Baden-W\u00fcrttemberg, Urteil vom 29.\u00a0Juli 2010\u00a0\u00a02\u00a0K\u00a05606\/08, EFG 2011, 457, rechtskr\u00e4ftig). Die Bindungswirkung der Bescheinigung erstreckt sich auf die in \u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 EStG benannten Tatbestandsmerkmale, n\u00e4mlich auf die Feststellung, ob das Geb\u00e4ude in einem Sanierungsgebiet belegen ist, ob Modernisierungs- und Instandsetzungsma\u00dfnahmen i.S. des \u00a7\u00a0177 BauGB bzw. Ma\u00dfnahmen i.S. des \u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 Satz\u00a02 EStG durchgef\u00fchrt und ob Zusch\u00fcsse aus Sanierungs- oder Entwicklungsf\u00f6rdermitteln gew\u00e4hrt worden sind. Allein die Gemeinde pr\u00fcft, ob Modernisierungs- und Instandsetzungsma\u00dfnahmen i.S. des \u00a7\u00a0177 BauGB durchgef\u00fchrt wurden, und entscheidet insbesondere nach Ma\u00dfgabe des BauGB, wie die Begriffe &#8220;Modernisierung&#8221; und &#8220;Instandsetzung&#8221; zu verstehen sind (BFH-Urteil in BFHE 256, 301, BStBl II 2017, 523, Rz\u00a016).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Hat die Bescheinigungsbeh\u00f6rde &#8211;im Streitfall die Stadt&#8211; eine bindende Entscheidung \u00fcber eine der in \u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 EStG genannten Voraussetzungen getroffen, hat das FA diese im Besteuerungsverfahren ohne weitere Rechtm\u00e4\u00dfigkeitspr\u00fcfung zugrunde zu legen, es sei denn, sie w\u00e4re von der Bescheinigungsbeh\u00f6rde f\u00f6rmlich zur\u00fcckgenommen oder widerrufen worden oder nach \u00a7\u00a044 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) nichtig und deshalb unwirksam (vgl. auch BFH-Urteile in BFHE 260, 55, Rz\u00a029; in BFH\/NV 2018, 416, Rz\u00a026). Besteht eine wirksame Bescheinigung, entfaltet diese die Bindungswirkung eines Grundlagenbescheids. Ist die Bescheinigung hinsichtlich der von der Gemeinde zu pr\u00fcfenden Voraussetzungen inhaltlich unrichtig, \u00e4ndert auch dies &#8211;ungeachtet der etwaigen Rechtswidrigkeit&#8211; nichts an der Bindungswirkung des Grundlagenbescheids (s. schon FG Baden-W\u00fcrttemberg, Urteil in EFG 2011, 457, rechtskr\u00e4ftig).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Im Streitfall liegt eine wirksame Bescheinigung i.S. des \u00a7\u00a07h Abs.\u00a02 Satz\u00a01 EStG vor. Diese entfaltet f\u00fcr die Voraussetzungen des \u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 EStG Bindungswirkung f\u00fcr die Finanzbeh\u00f6rden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die zust\u00e4ndige Stadt hat entschieden, dass die Kl\u00e4ger an dem Geb\u00e4ude Modernisierungs- und Instandsetzungsma\u00dfnahmen i.S. des \u00a7\u00a0177 BauGB durchgef\u00fchrt haben. Das FA muss diese Entscheidung infolge der Bindungswirkung der Bescheinigung hinnehmen, auch wenn es sie f\u00fcr unzutreffend h\u00e4lt. Das VG hat den R\u00fccknahmebescheid der Stadt vom 21.\u00a0Oktober 2010 aufgehoben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Die Bescheinigung ist auch nicht gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a044 VwVfG nichtig. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit den Entscheidungen des VG und des OVG, die von der Wirksamkeit des Verwaltungsakts ausgehen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Insbesondere unterliegt die Bescheinigung im Streitfall nicht wegen eines kollusiven Zusammenwirkens zwischen einem Amtstr\u00e4ger der Stadt und den Kl\u00e4gern zum Nachteil der Finanzbeh\u00f6rden als Versto\u00df gegen die guten Sitten der Nichtigkeitsfolge des \u00a7\u00a044 Abs.\u00a02 Nr.\u00a06 VwVfG. Es kann dahinstehen, ob die Rechtsfigur der Kollusion in dem hier ma\u00dfgeblichen Zusammenhang \u00fcberhaupt Anwendung finden w\u00fcrde. Es liegen jedenfalls keine Anhaltspunkte f\u00fcr ein einverst\u00e4ndliches Zusammenwirken zwischen einem Vertreter der Stadt und den Kl\u00e4gern zum finanziellen Nachteil der Finanzbeh\u00f6rden vor. Vielmehr geht das FG von der Unwissenheit der Kl\u00e4ger \u00fcber die inhaltliche Unrichtigkeit der Bescheinigung aus.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_20\">20<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Anders als das FG und das FA meinen, ist die Berufung der Kl\u00e4ger auf die Bindungswirkung der Bescheinigung zudem nicht rechtsmissbr\u00e4uchlich. Vielmehr ist das FA aufgrund der Bindungswirkung der Bescheinigung verpflichtet, seiner Entscheidung die von der Stadt gepr\u00fcften Voraussetzungen des \u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 EStG zugrunde zu legen. Die Voraussetzungen f\u00fcr einen Rechtsmissbrauch liegen nicht vor. Soweit das FG meint, die Bindungswirkung der unzutreffenden Bescheinigung w\u00fcrde zur Legitimation einer (versuchten) Steuerhinterziehung der Kl\u00e4ger f\u00fchren, ist dies schon nicht nachvollziehbar, da es selbst den daf\u00fcr erforderlichen subjektiven Tatbestand verneint. Nach seinen Feststellungen geht das FG &#8211;wie bereits dargelegt&#8211; von der Unwissenheit der Kl\u00e4ger \u00fcber die inhaltliche Unrichtigkeit der Bescheinigung aus. Zudem l\u00e4sst das FG die Entscheidungsgr\u00fcnde des rechtskr\u00e4ftigen verwaltungsgerichtlichen Urteils au\u00dfer Acht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_21\">21<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>d) Da das FG-Urteil den vorgenannten Grunds\u00e4tzen nicht entspricht, ist es aufzuheben. Die Sache ist spruchreif. Der Klage ist stattzugeben. Die Bemessungsgrundlage f\u00fcr die Beg\u00fcnstigung nach \u00a7\u00a07h EStG betr\u00e4gt 423.348,70\u00a0\u20ac. Daher betragen die erh\u00f6hten Absetzungen 38.101,38\u00a0\u20ac.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_22\">22<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Entgegen der Auffassung des FA ist auch erkennbar, dass mit den in der Bescheinigung genannten &#8220;Modernisierungs- und Instandhaltungsma\u00dfnahmen i.S. des \u00a7\u00a0177 BauGB&#8221; offensichtlich solche i.S. des \u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 Satz\u00a01 EStG bescheinigt werden. Aus der Bezugnahme auf \u00a7\u00a0177 BauGB ergibt sich zweifelsfrei, dass sie sich nur auf i.S. des \u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 Satz\u00a01 EStG f\u00f6rderungsf\u00e4hige Ma\u00dfnahmen bezieht. Die in der Bescheinigung ebenfalls enthaltene Aussage, dass eine gesonderte schriftliche Vereinbarung zu den genannten Ma\u00dfnahmen nicht vorliegt, steht dem nicht entgegen, da eine solche Vereinbarung lediglich Voraussetzung f\u00fcr Aufwendungen i.S. des \u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 Satz\u00a02 EStG ist. Ohnehin ist die Gemeindebeh\u00f6rde nicht zur Unterscheidung zwischen Modernisierungs- und Instandsetzungsma\u00dfnahmen i.S. des \u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 Satz\u00a01 EStG und solchen i.S. des \u00a7\u00a07h Abs.\u00a01 Satz\u00a02 EStG verpflichtet (BFH-Urteil in BFHE 215, 158, BStBl II 2007, 373, unter II.1.b).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_23\">23<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Anders als die Finanzverwaltung (R\u00a07h Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a03 EStR) meint, muss die Bescheinigung keine Angaben zur H\u00f6he der beg\u00fcnstigten Herstellungsaufwendungen enthalten. Bei Ma\u00dfnahmen i.S. des \u00a7\u00a07h EStG ist n\u00e4mlich &#8211;anders als bei den nach \u00a7\u00a07i EStG gef\u00f6rderten Bauma\u00dfnahmen an Baudenkm\u00e4lern&#8211; nicht gesetzlich vorgeschrieben, dass sich aus der Bescheinigung selbst auch die H\u00f6he der beg\u00fcnstigten Herstellungskosten ergeben muss (BFH-Urteile vom 4.\u00a0Mai 2004 XI\u00a0R\u00a038\/01, BFHE 207, 100, BStBl II 2005, 171, zur Vorg\u00e4ngervorschrift des \u00a7\u00a082g der Einkommensteuer-Durchf\u00fchrungsverordnung; in BFHE 247, 562, BStBl II 2015, 367, Rz\u00a021, m.w.N.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_24\">24<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>cc) Weitere Voraussetzungen stehen nicht im Streit, so dass der Einkommensteuerbescheid antragsgem\u00e4\u00df zu \u00e4ndern ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_25\">25<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>dd) Die Ermittlung und Berechnung des festzusetzenden Einkommensteuerbetrags nach Ma\u00dfgabe der Gr\u00fcnde dieser Entscheidung wird dem FA \u00fcbertragen (\u00a7\u00a0100 Abs.\u00a02 Satz\u00a02 i.V.m. \u00a7\u00a0121 Satz\u00a01 FGO).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_26\">26<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>4. Die Kostenentscheidung folgt aus \u00a7\u00a0135 Abs.\u00a01 FGO.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-STRE201810138&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BFH_IX_R_27-17_STRE201810138.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hat die zust\u00e4ndige Gemeindebeh\u00f6rde eine bindende Entscheidung \u00fcber die von ihr nach \u00a7 7h Abs. 1 EStG zu pr\u00fcfenden Voraussetzungen getroffen, hat das FA diese im Besteuerungsverfahren ohne weitere Rechtm\u00e4\u00dfigkeitspr\u00fcfung zugrunde zu legen, es sei denn, die Bescheinigung wird f\u00f6rmlich zur\u00fcckgenommen, widerrufen oder ist nach \u00a7 44 VwVfG nichtig und deshalb unwirksam.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":[],"kji_country":[7802],"kji_court":[8473],"kji_chamber":[8474],"kji_year":[47917],"kji_subject":[7646],"kji_keyword":[8475,8215,8476,8017],"kji_language":[7805],"class_list":["post-792536","kji_decision","type-kji_decision","status-publish","hentry","kji_country-allemagne","kji_court-bundesfinanzhof","kji_chamber-9-senat","kji_year-47917","kji_subject-divers","kji_keyword-bundesfinanzhof","kji_keyword-leitsatz","kji_keyword-senat","kji_keyword-urteil","kji_language-allemand"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.8 (Yoast SEO v27.8) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>Bundesfinanzhof, 9. 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