{"id":815383,"date":"2026-05-02T11:30:33","date_gmt":"2026-05-02T09:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/kohenavocats.com\/jurisprudences\/beschluss-vom-23-mai-2017-2\/"},"modified":"2026-05-09T17:03:45","modified_gmt":"2026-05-09T15:03:45","slug":"beschluss-vom-23-mai-2017-2","status":"publish","type":"kji_decision","link":"https:\/\/kohenavocats.com\/zh-hans\/jurisprudences\/beschluss-vom-23-mai-2017-2\/","title":{"rendered":"Bundesverfassungsgericht, 2. Senat, Beschluss, 2017-05-23, 2 BvR 883\/14, 2 BvR 905\/14"},"content":{"rendered":"<div class=\"kji-decision\">\n<div class=\"kji-full-text\">\n<h3>Leitsatz<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>1. Das Abstandsgebot stellt einen eigenst\u00e4ndigen hergebrachten Grundsatz des Berufsbeamtentums dar, der in enger Anbindung zum Alimentationsprinzip und zum Leistungsgrundsatz steht.\n                        <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>2. Das Abstandsgebot untersagt dem Besoldungsgesetzgeber ungeachtet seines weiten Gestaltungsspielraums, den Abstand zwischen verschiedenen Besoldungsgruppen dauerhaft einzuebnen, soweit der Gesetzgeber nicht in dokumentierter Art und Weise von seiner Befugnis zur Neueinsch\u00e4tzung der \u00c4mterwertigkeit und Neustrukturierung des Besoldungsgef\u00fcges Gebrauch macht. <\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Tenor<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>1. Die Verfahren werden zur gemeinsamen Entscheidung verbunden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>2. a) \u00a7 20 Absatz 3 bis 5 S\u00e4chsisches Besoldungsgesetz sowie Anlagen 21, 22, 25, 35, 36 und 39 zum S\u00e4chsischen Besoldungsgesetz in der Fassung des F\u00fcnften Gesetzes zur \u00c4nderung des S\u00e4chsischen Besoldungsgesetzes vom 17. Januar 2008 (S\u00e4chsisches Gesetz- und Verordnungsblatt Seite 3) sind mit Artikel 33 Absatz 5 in Verbindung mit Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes unvereinbar, soweit sie die Besoldungsanpassung 2008 f\u00fcr die Besoldungsgruppe A 10 erst mit viermonatiger Verz\u00f6gerung vorsehen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>b) \u00a7 12 Absatz 2, \u00a7 14 Absatz 3 der Zweiten Verordnung \u00fcber besoldungsrechtliche \u00dcbergangsregelungen nach Herstellung der Einheit Deutschlands in Verbindung mit \u00a7 17 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 S\u00e4chsisches Besoldungsgesetz sowie Anlagen 2, 3, 6, 16, 17 und 20 zum S\u00e4chsischen Besoldungsgesetz in der Fassung des F\u00fcnften Gesetzes zur \u00c4nderung des S\u00e4chsischen Besoldungsgesetzes vom 17. Januar 2008 (S\u00e4chsisches Gesetz- und Verordnungsblatt Seite 3) sind mit Artikel 33 Absatz 5 in Verbindung mit Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes unvereinbar, soweit sie die Besoldungsgruppe A 10 in den Kalenderjahren 2008 und 2009 betreffen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>3. Der Gesetzgeber des Freistaates Sachsen hat sp\u00e4testens bis zum 1. Juli 2018 verfassungskonforme Regelungen f\u00fcr die Jahre 2008 und 2009 zu treffen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>4. a) Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 12. Dezember 2013 &#8211; 2 C 24.12 -, das Urteil des S\u00e4chsischen Oberverwaltungsgerichts vom 18. September 2012 &#8211; 2 A 736\/10 &#8211; und das Urteil des Verwaltungsgerichts Chemnitz vom 24. August 2010 &#8211; 3 K 925\/08 &#8211; verletzen den Beschwerdef\u00fchrer zu I. in seinem Recht aus Artikel 33 Absatz 5 in Verbindung mit Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts wird aufgehoben und die Sache an das Bundesverwaltungsgericht zur\u00fcckverwiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>b) Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 12. Dezember 2013 &#8211; 2 C 26.12 -, das Urteil des S\u00e4chsischen Oberverwaltungsgerichts vom 18. September 2012 &#8211; 2 A 524\/10 &#8211; und das Urteil des Verwaltungsgerichts Chemnitz vom 25. Februar 2010 &#8211; 3 K 928\/08 &#8211; verletzen den Beschwerdef\u00fchrer zu II. in seinem Recht aus Artikel 33 Absatz 5 in Verbindung mit Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts wird aufgehoben und die Sache an das Bundesverwaltungsgericht zur\u00fcckverwiesen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p>5. Der Freistaat Sachsen hat den Beschwerdef\u00fchrern zu I. und II. ihre notwendigen Auslagen f\u00fcr das Verfassungsbeschwerdeverfahren zu erstatten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<h3>Gr\u00fcnde<\/h3>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<h1>A.<\/h1>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_1\">1<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Gegenstand der beiden Verfassungsbeschwerden sind verwaltungsgerichtliche Entscheidungen zum Auslaufen der &#8220;Ostbesoldung&#8221;. Im Kern geht es um die Frage, ob die &#8211; allein f\u00fcr die Besoldung und Versorgung aus den Besoldungsgruppen ab A 10 &#8211; noch in den Jahren 2008 und 2009 bestehende &#8220;Ost-Absenkung&#8221; der Bez\u00fcge in H\u00f6he von (zu diesem Zeitpunkt noch) 7,5 % mit Blick auf Art. 33 Abs. 5 GG und Art. 3 Abs. 1 GG verfassungsgem\u00e4\u00df war. Zudem wenden sich die Beschwerdef\u00fchrer gegen eine ebenfalls an der Schnittstelle der Besoldungsgruppen A 9\/A 10 ansetzende zeitliche Stufung der Besoldungsanpassung um 2,9 % im Jahr 2008.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<h2>I.<\/h2>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_2\">2<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Zwei Ma\u00dfnahmen des s\u00e4chsischen Besoldungsgesetzgebers &#8211; das gestufte Auslaufen der Ostbesoldung und -versorgung (1.) sowie die zeitweise hinzutretende gestufte Besoldungsanpassung 2008 (2.) &#8211; f\u00fchrten in den Kalenderjahren 2008 und 2009 dazu, dass sich der Abstand der Grundbez\u00fcge der Besoldungsgruppen bis A 9 einerseits und ab A 10 aufw\u00e4rts andererseits &#8211; in der Gruppe der vormals Ost-Besoldeten &#8211; erheblich reduzierte (nachfolgend II.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_3\">3<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Die Ostbesoldung (a) wurde in Sachsen zwischen den Besoldungsgruppen A 2 bis A 9 einerseits und A 10 aufw\u00e4rts (sowie den Besoldungsordnungen B, C und R) andererseits mit einem Zeitunterschied von zwei Jahren abgeschafft (b).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_4\">4<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Besoldungsdifferenz zwischen Beamten in westdeutschen und ostdeutschen L\u00e4ndern geht auf die bundesbesoldungsrechtliche \u00dcbergangsregelung in der auf \u00a7 73 Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) in der Fassung vom 6. Februar 1991 beruhenden Zweiten Verordnung \u00fcber besoldungsrechtliche \u00dcbergangsregelungen nach Herstellung der Einheit Deutschlands &#8211; 2. Bes\u00dcV &#8211; vom 21. Juni 1991 (BGBl I S. 1345) zur\u00fcck. Deren Regelungskonzept beruht auf einer Absenkung einerseits (aa) sowie einem partiell gew\u00e4hrten Zuschuss andererseits (bb) und wurde auch nach \u00dcbergang der Gesetzgebungskompetenz auf die L\u00e4nder fortgef\u00fchrt (cc).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_5\">5<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) \u00a7 2 der 2. Bes\u00dcV regelte die Absenkung der f\u00fcr das bisherige Bundesgebiet geltenden Dienstbez\u00fcge f\u00fcr Beamte, Richter und Soldaten, die von ihrer erstmaligen Ernennung an im Beitrittsgebiet verwendet wurden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_6\">6<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Vorschrift lautet in ihrer Fassung vom 21. Juni 1991 (BGBl I S. 1345):<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00a7 2 Bemessung der Dienstbez\u00fcge f\u00fcr erstmalig Ernannte<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">(1) F\u00fcr Beamte, Richter und Soldaten, die von ihrer erstmaligen Ernennung an im Beitrittsgebiet verwendet werden, betragen die Dienstbez\u00fcge (\u00a7 1 Abs. 2 Bundesbesoldungsgesetz) 60 vom Hundert der f\u00fcr das bisherige Bundesgebiet geltenden Dienstbez\u00fcge; hierbei gelten die Einstufungen nach den Anlagen 1, 2 und 3. Satz 1 gilt auch, wenn eine fr\u00fchere Ernennung keinen Anspruch auf Dienstbez\u00fcge begr\u00fcndet hat.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">(2) Bei der Festsetzung des Besoldungsdienstalters sind f\u00fcr die Gleichstellung von Bez\u00fcgen nach \u00a7 28 Abs. 2 Satz 4 des Bundesbesoldungsgesetzes, soweit die Bez\u00fcge im Beitrittsgebiet zugestanden haben, Zeiten seit dem 1. Juli 1991 zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_7\">7<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die abgesenkten Ost-Bez\u00fcge beliefen sich im Folgenden &#8211; sukzessive ansteigend &#8211;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00b7 ab 1. Juli 1991 auf 60 %,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00b7 ab 1. Mai 1992 auf 70 %,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00b7 ab 1. Dezember 1992 auf 74 %,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00b7 ab 1. Juli 1993 auf 80 %,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00b7 ab 1. Oktober 1994 auf 82 %,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00b7 ab 1. Oktober 1995 auf 84 %,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00b7 ab 1. September 1997 auf 85 %,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00b7 ab 1. September 1998 auf 86,5 %,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00b7 ab 1. August 2000 auf 87 %,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00b7 ab 1. Januar 2001 auf 88,5 %,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00b7 ab 1. Januar 2002 auf 90 %,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00b7 ab 1. Januar 2003 auf 91 % und<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00b7 ab 1. Januar 2004 auf 92,5 %<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">der f\u00fcr das bisherige Bundesgebiet jeweils geltenden Dienstbez\u00fcge.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_8\">8<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Absenkung &#8211; ebenso wie der nachfolgend dargestellte Zuschuss &#8211; setzte sich bei den Versorgungsbez\u00fcgen fort. \u00a7 2 Nr. 2 Satz 1 der auf \u00a7 107a Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG) beruhenden Verordnung \u00fcber beamtenversorgungsrechtliche \u00dcbergangsregelungen nach Herstellung der Einheit Deutschlands (BeamtV\u00dcV) in der Fassung der Zweiten Verordnung zur \u00c4nderung der Verordnung \u00fcber beamtenversorgungsrechtliche \u00dcbergangsregelungen nach Herstellung der Einheit Deutschlands vom 22. Dezember 1992 (BGBl I 1992 S. 2427) bestimmte, dass sich die ruhegehaltsf\u00e4higen Dienstbez\u00fcge unter Ber\u00fccksichtigung der Besoldungs-\u00dcbergangsverordnungen bemessen:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00a7 2 Ma\u00dfgaben<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">Das Beamtenversorgungsgesetz gilt unbeschadet der Regelungen in Anlage I Kapitel XIX Sachgebiet A Abschnitt III Nr. 9 des Einigungsvertrages vom 31. August 1990 (BGBl. 1990 II S. 885, 1142) mit folgenden weiteren Ma\u00dfgaben:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">[\u2026]<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">2. Die ruhegehaltf\u00e4higen Dienstbez\u00fcge bemessen sich unter Ber\u00fccksichtigung der Besoldungs-\u00dcbergangsverordnungen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_9\">9<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Diese Differenzierung wurde in der Entscheidung vom 12. Februar 2003 &#8211; &#8220;Beamtenbesoldung Ost I&#8221; &#8211; vom Bundesverfassungsgericht gebilligt (BVerfGE 107, 218).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_10\">10<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Gem\u00e4\u00df \u00a7 4 der 2. Bes\u00dcV wurde Beamten, Richtern und Soldaten mit Anspruch auf Besoldung nach \u00a7 2 ein ruhegehaltf\u00e4higer Zuschuss bis zur H\u00f6he des Unterschiedsbetrags zwischen den Bez\u00fcgen nach \u00a7 2 und den bei gleichem Amt f\u00fcr das bisherige Bundesgebiet geltenden Dienstbez\u00fcgen gew\u00e4hrt, wenn sie aufgrund der im bisherigen Bundesgebiet erworbenen Bef\u00e4higungsvoraussetzungen ernannt wurden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00a7 4 Zuschu\u00df zur Erg\u00e4nzung der Dienstbez\u00fcge<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">Beamte, Richter und Soldaten mit Anspruch auf Besoldung nach \u00a7 2 erhalten, wenn sie auf Grund der im bisherigen Bundesgebiet erworbenen Bef\u00e4higungsvoraussetzungen ernannt werden, einen ruhegehaltf\u00e4higen Zuschu\u00df in H\u00f6he des Unterschiedsbetrages zwischen den Bez\u00fcgen nach \u00a7 2 und den bei gleichem Amt f\u00fcr das bisherige Bundesgebiet geltenden Dienstbez\u00fcgen. Dies gilt auch f\u00fcr Ernennungen vor Inkrafttreten dieser Verordnung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_11\">11<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Seit der ab 25. November 1997 g\u00fcltigen Fassung des \u00a7 4 der 2. Bes\u00dcV (BGBl I S. 2764) trat eine Bed\u00fcrfnisklausel hinzu, wonach ein Zuschuss gezahlt wurde, wenn Beamte aufgrund der im bisherigen Bundesgebiet oder im Ausland erworbenen Bef\u00e4higungsvoraussetzungen ernannt wurden und f\u00fcr die Gewinnung ein dringendes dienstliches Bed\u00fcrfnis bestand.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00a7 4 Zuschu\u00df zur Erg\u00e4nzung der Dienstbez\u00fcge<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">Beamte, Richter und Soldaten mit Anspruch auf Besoldung nach \u00a7 2 k\u00f6nnen mit Zustimmung der obersten Dienstbeh\u00f6rde und des f\u00fcr das Besoldungsrecht zust\u00e4ndigen Ministeriums einen ruhegehaltf\u00e4higen Zuschu\u00df bis zur H\u00f6he des Unterschiedsbetrages zwischen den Bez\u00fcgen nach \u00a7 2 und den bei gleichem Amt f\u00fcr das bisherige Bundesgebiet geltenden Dienstbez\u00fcgen erhalten, wenn sie aufgrund der im bisherigen Bundesgebiet oder im Ausland erworbenen Bef\u00e4higungsvoraussetzungen ernannt werden und f\u00fcr die Gewinnung ein dringendes dienstliches Bed\u00fcrfnis besteht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_12\">12<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Diese die sogenannten Aufbauhelfer honorierende Zuschussregelung wurde f\u00fcr alle bis zum 24. November 1997 ernannten Beamten, Richter und Soldaten bis zum endg\u00fcltigen Auslaufen der Ostbesoldung (im Bund war dies gem. \u00a7 12a Abs. 2 der 2. Bes\u00dcV in der ab dem 1. Januar 2008 g\u00fcltigen Fassung [BGBl I 2008 S. 1582] am 31. M\u00e4rz 2008 der Fall, in Sachsen am 31. Dezember 2009) weiter angewendet (\u00a7 12 der 2. Bes\u00dcV in der ab dem 25. November 1997 g\u00fcltigen Fassung). Ein Effekt dieser Stichtagsregelung war, dass vor dem Stichtag (24. November 1997) im Beitrittsgebiet erstmals ernannte Beamte, Richter und Soldaten mit \u00fcberwiegend im bisherigen Bundesgebiet erworbenen Bef\u00e4higungsvoraussetzungen 12 Jahre lang (w\u00e4hrend der Kalenderjahre 1998 bis 2009) auf &#8220;West-Niveau&#8221; besoldet wurden, w\u00e4hrend die nach dem Stichtag im Beitrittsgebiet erstmals ernannten Beamten, Richter und Soldaten mit \u00fcberwiegend im bisherigen Bundesgebiet erworbenen Bef\u00e4higungsvoraussetzungen durchweg auf abgesenktem Niveau besoldet wurden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_13\">13<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Entsprechend dem oben unter Rn. 8 zu den Versorgungsbez\u00fcgen Dargestellten war auch dieser Zuschuss gem\u00e4\u00df \u00a7 2 Nr. 2 Satz 1 BeamtV\u00dcV bei der Bemessung der ruhegehaltf\u00e4higen Dienstbez\u00fcge zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_14\">14<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Diese Differenzierung wurde in der Entscheidung vom 12. Februar 2003 &#8211; &#8220;Beamtenbesoldung Ost II&#8221; &#8211; vom Bundesverfassungsgericht ebenfalls gebilligt (BVerfGE 107, 257).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_15\">15<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>cc) Mithin fanden die Landesbesoldungsgesetzgeber drei Gruppen unterschiedlich besoldeter Beamter innerhalb der jeweiligen Besoldungsgruppe vor: Erstens die dem \u00a7 2 Abs. 2 2. Bes\u00dcV Unterfallenden und daher &#8220;Ostbesoldeten&#8221;, zweitens die dem \u00a7 2 Abs. 2 2. Bes\u00dcV nicht Unterfallenden und daher &#8220;Westbesoldeten&#8221; und drittens die sowohl dem \u00a7 2 Abs. 2 als auch dem \u00a7 4 der 2. Bes\u00dcV unterfallenden und daher ebenfalls (ann\u00e4hernd) auf Westniveau Besoldeten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_16\">16<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Nach dem \u00dcbergang der Gesetzgebungskompetenz auf die L\u00e4nder mit Wirkung vom 1. September 2006 hinsichtlich der Laufbahnen, der Besoldung und der Versorgung der Beamten der L\u00e4nder, Gemeinden und anderer K\u00f6rperschaften des \u00f6ffentlichen Rechts sowie der Richter in den L\u00e4ndern (Gesetz zur \u00c4nderung des Grundgesetzes vom 28. August 2006 [BGBl I S. 2034]; vgl. Art. 74 Abs. 1 Nr. 27 GG) wurde das Regelungskonzept der &#8220;Ost-Absenkung&#8221; in den neuen L\u00e4ndern beibehalten, sei es infolge nach Art. 125a Abs. 1 GG fortgeltenden Bundesrechts, sei es aufgrund gesetzgeberischer \u00dcbernahme.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_17\">17<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der s\u00e4chsische Gesetzgeber hat sich das Regelungskonzept der abgesenkten Besoldung und Versorgung nach Art. 2 des F\u00fcnften Gesetzes zur \u00c4nderung des S\u00e4chsischen Besoldungsgesetzes vom 17. Januar 2008 (GVBl S. 3) mit Wirkung vom 1. November 2007 &#8211; also mit r\u00fcckwirkendem Inkrafttreten &#8211; zu eigen gemacht. Dazu hat er die Fortgeltung der bundesrechtlichen Regelungen (auch) zur Absenkung der Bez\u00fcge &#8220;als Landesrecht&#8221; angeordnet (\u00a7 17 Abs. 1 Satz 1 S\u00e4chsisches Besoldungsgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Januar 1998 &#8211; S\u00e4chsBesG &#8211; [GVBl S. 50] zuletzt ge\u00e4ndert durch Art. 2 des F\u00fcnften Gesetzes zur \u00c4nderung des S\u00e4chsischen Besoldungsgesetzes vom 17. Januar 2008 [GVBl S. 3]betreffend Besoldung; \u00a7 17 Abs. 2 S\u00e4chsBesG betreffend Versorgung):<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00a7 17 \u00dcberleitung des Bundesbesoldungsgesetzes und des Beamtenversorgungsgesetzes<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">(1) Das Bundesbesoldungsgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 6. August 2002 (BGBl. I S. 3020), zuletzt ge\u00e4ndert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 19. Juli 2007 (BGBl. I S. 1457, 1458), mit Ausnahme von \u00a7 14 Abs. 2 bis 4, \u00a7 84 Abs. 3 und \u00a7 85, sowie die aufgrund des Bundesbesoldungsgesetzes erlassenen Verordnungen gelten als Landesrecht fort. Die Anlagen IV bis IX des Bundesbesoldungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 6. August 2002 (BGBl. I S. 3020), zuletzt ge\u00e4ndert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 19. Juli 2007 (BGBl. I S. 1457, 1458), gelten bis zum 31. Dezember 2007 als Landesrecht fort.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">(2) Das Gesetz \u00fcber die Versorgung der Beamten und Richter in Bund und L\u00e4ndern (Beamtenversorgungsgesetz &#8211; BeamtVG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. M\u00e4rz 1999 (BGBl. I S. 322, 847, 2033), zuletzt ge\u00e4ndert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 19. Juli 2006 (BGBl. I S. 1652, 1657), mit Ausnahme der \u00a7\u00a7 71 bis 73, sowie die aufgrund des Beamtenversorgungsgesetzes erlassenen Verordnungen gelten als Landesrecht fort.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_18\">18<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>F\u00fcr die Zeit ab dem 1. Januar 2008 hat der s\u00e4chsische Gesetzgeber die geltenden Betr\u00e4ge gem\u00e4\u00df \u00a7 20 Abs. 4 Satz 1 in Verbindung mit Anlage 16 S\u00e4chsBesG &#8211; den bundesgesetzlichen Betr\u00e4gen entsprechend &#8211; geregelt:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00a7 20 Erh\u00f6hung der Besoldung und der Versorgungsbez\u00fcge<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">[\u2026]<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">(4) Die ab dem 1. Januar 2008 geltenden Betr\u00e4ge ergeben sich aus den Anlagen 2 bis 20. Die ab dem 1. Mai und 1. September 2008 nach den vorstehenden Abs\u00e4tzen erh\u00f6hten Betr\u00e4ge ergeben sich aus den Anlagen 21 bis 39.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_19\">19<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Ost-West-Differenz ergibt sich aus einer Zusammenschau mit der Anlage 2 zu \u00a7 20 Abs. 4 S\u00e4chsBesG.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_20\">20<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Die Angleichung der Ostbesoldung an das Westniveau &#8211; das hei\u00dft das Auslaufen der Absenkung um 7,5 % gegen\u00fcber dem Westniveau &#8211; wurde f\u00fcr die Besoldungsgruppen bis A 9 bereits zum 1. Januar 2008 vollzogen, w\u00e4hrend die Ostbesoldung f\u00fcr die Besoldungsgruppen ab A 10 aufw\u00e4rts in Sachsen erst zum 1. Januar 2010, also zwei Jahre sp\u00e4ter, auslief (\u00a7 20 Abs. 4 i.V.m. Anlage 2 und 16 S\u00e4chsBesG in der Fassung des F\u00fcnften Gesetzes zur \u00c4nderung des S\u00e4chsischen Besoldungsgesetzes vom 17. Januar 2008 [GVBl S. 3]).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_21\">21<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Eine differenzierte Beendigung der Ostbesoldung nach den Besoldungsgruppen A 2 bis A 9 einerseits (Westniveau ab 1. Januar 2008) und den Besoldungsgruppen ab A 10 andererseits (Westniveau ab 1. Januar 2010) fand sich schon in der bundesrechtlichen Vorschrift des \u00a7 12 Abs. 2 der 2. Bes\u00dcV (in der vom 1. Januar 2003 bis zum 31. Dezember 2009 [BGBl I 2003 S. 1798] g\u00fcltigen Fassung).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_22\">22<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Bundesgesetzgeber r\u00fcckte allerdings &#8211; f\u00fcr Bundesbeamte, Soldaten sowie Bundesrichter &#8211; durch die Regelung des \u00a7 12a Abs. 2 der 2. Bes\u00dcV (in der ab dem 1. Januar 2008 g\u00fcltigen Fassung [BGBl I S. 1582]) von dieser Differenzierung nur drei Monate nach ihrer Umsetzung wieder ab; die vollst\u00e4ndige Angleichung an das West-Besoldungsniveau erfolgte auf Bundesebene f\u00fcr alle Besoldungsgruppen zum 1. April 2008. Diese \u00c4nderung erfolgte r\u00fcckwirkend durch Art. 12 des Gesetzes vom 29. Juli 2008 (Gesetz \u00fcber die Anpassung von Dienst- und Versorgungsbez\u00fcgen im Bund 2008\/2009 [BBVAnpG 2008\/2009] vom 29. Juli 2008 [BGBl I S. 1582]) und damit zeitlich nach Erlass des F\u00fcnften Gesetzes zur \u00c4nderung des S\u00e4chsischen Besoldungsgesetzes vom 17. Januar 2008.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_23\">23<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der s\u00e4chsische Besoldungsgesetzgeber erg\u00e4nzte die Regelungen der \u00a7 20 Abs. 4 in Verbindung mit Anlagen 2 und 16 S\u00e4chsBesG durch eine Zulagenregelung: Zur Verhinderung der Situation, dass ein Beamter der Besoldungsgruppe A 10 geringere Dienst- oder Versorgungsbez\u00fcge als ein vergleichbarer Beamter der Besoldungsgruppe A 9 erhielt, wurde nach \u00a7 22 Abs. 1 Satz 1 S\u00e4chsBesG der Unterschiedsbetrag &#8211; soweit dieser auf der fortgesetzten Ost-Absenkung beruhte &#8211; zuz\u00fcglich eines Betrages in H\u00f6he von 10,00 \u20ac als Zulage gew\u00e4hrt. Sofern ein Beamter der Besoldungsgruppe A 10 gleich hohe oder aber lediglich geringf\u00fcgig h\u00f6here Bez\u00fcge hatte als ein vergleichbarer Beamter der Besoldungsgruppe A 9, wurde die Zulage folglich nicht gew\u00e4hrt:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00a7 22 \u00dcbergangsregelung aus Anlass der Zweiten Besoldungs-\u00dcbergangsverordnung<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">(1) Erh\u00e4lt ein Beamter der Besoldungsgruppe A 10 geringere Dienstbez\u00fcge als ein vergleichbarer Beamter der Besoldungsgruppe A 9, wird der Unterschiedsbetrag zuz\u00fcglich eines Betrages in H\u00f6he von 10 EUR als Zulage gew\u00e4hrt, soweit der Unterschiedsbetrag aufgrund von \u00a7 12 Abs. 2 der Zweiten Verordnung \u00fcber besoldungsrechtliche \u00dcbergangsregelungen nach Herstellung der Einheit Deutschlands (Zweite Besoldungs-\u00dcbergangsverordnung &#8211; 2. Bes\u00dcV) in der Fassung der Bekanntmachung vom 27. November 1997 (BGBl. I S. 2764), die zuletzt durch Artikel 350 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407, 2454) ge\u00e4ndert worden ist, in der am 1. November 2007 geltenden Fassung, beruht. Ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Vergleichbarkeit nach Satz 1 sind die Stufe des Grundgehalts sowie die weiteren Dienstbez\u00fcge nach \u00a7 1 Abs. 2 Nr. 3 bis 5 des Bundesbesoldungsgesetzes, mit Ausnahme der Amtszulage gem\u00e4\u00df Fu\u00dfnote 3 zur Besoldungsgruppe A 9 der Bundesbesoldungsordnung A. Die Zulage ist ruhegehaltf\u00e4hig, soweit sie ruhegehaltf\u00e4hige Dienstbez\u00fcge ausgleicht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">(2) Der Absatz 1 gilt f\u00fcr Versorgungsempf\u00e4nger entsprechend.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_24\">24<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Diese Ma\u00dfnahmen betrafen gleicherma\u00dfen Empf\u00e4nger von Dienstbez\u00fcgen (vgl. \u00a7 17 Abs. 1 Satz 1, \u00a7 20 Abs. 4 Satz 1 S\u00e4chsBesG i.V.m. \u00a7 2 2. Bes\u00dcV; \u00a7 22 Abs. 1 S\u00e4chsBesG) wie Versorgungsempf\u00e4nger (vgl. \u00a7 17 Abs. 2 S\u00e4chsBesG i.V.m. \u00a7 2 Nr. 2 Satz 1 BeamtV\u00dcV, \u00a7 2 2. Bes\u00dcV; \u00a7 22 Abs. 2 S\u00e4chsBesG).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_25\">25<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Zus\u00e4tzlich zu dem um zwei Jahre sp\u00e4teren Auslaufen der Ostbesoldung wurde wiederum f\u00fcr alle Besoldungsgruppen ab A 10 aufw\u00e4rts die Besoldungsanpassung 2008 um 2,9 % vom 1. Mai 2008 &#8211; dem Tag des Inkrafttretens f\u00fcr die Besoldungsgruppen bis A 9 (vgl. \u00a7 20 Abs. 3 Satz 1 S\u00e4chsBesG) &#8211; auf den 1. September 2008, also um vier Monate, hinausgeschoben (\u00a7 20 Abs. 3 Satz 2 S\u00e4chsBesG):<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">\u00a7 20 Erh\u00f6hung der Besoldung und der Versorgungsbez\u00fcge<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">(1) Um 2,9 Prozent werden erh\u00f6ht<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">1. die Grundgehaltss\u00e4tze,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">2. der Familienzuschlag mit Ausnahme der Erh\u00f6hungsbetr\u00e4ge f\u00fcr die Besoldungsgruppen A 2 bis A 5,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">3. die Amtszulagen sowie die allgemeine Stellenzulage nach Vorbemerkung Nummer 27 der Anlage I des Bundesbesoldungsgesetzes (Bundesbesoldungsordnungen A und B),<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">4. die Anw\u00e4rtergrundbetr\u00e4ge,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">5. die Leistungsbez\u00fcge f\u00fcr Professoren sowie hauptberufliche Leiter und Mitglieder von Leitungsgremien an Hochschulen, soweit diese nach \u00a7 13 an den allgemeinen linearen Besoldungsanpassungen teilnehmen k\u00f6nnen und die Teilnahme in der jeweiligen Berufungsvereinbarung festgelegt ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">Die Erh\u00f6hung nach Satz 1 ist eine Anpassung der Besoldung im Sinne von \u00a7 14 Abs. 1 des Bundesbesoldungsgesetzes. Sie gilt entsprechend f\u00fcr die in \u00a7 84 Abs. 1 und 2 des Bundesbesoldungsgesetzes genannten Bez\u00fcgebestandteile.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">[\u2026]<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">(3) Die Erh\u00f6hungen nach den Abs\u00e4tzen 1 und 2 gelten ab dem 1. Mai 2008. F\u00fcr Empf\u00e4nger von Dienstbez\u00fcgen der Besoldungsordnung A ab Besoldungsgruppe A 10 sowie der Besoldungsordnungen B, C, R und W gelten die Erh\u00f6hungen ab dem 1. September 2008.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">[\u2026]<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">(5) Bei Versorgungsempf\u00e4ngern gilt die Erh\u00f6hung nach Absatz 1 entsprechend f\u00fcr die dort und die in \u00a7 84 Abs. 1 und 2 des Bundesbesoldungsgesetzes genannten Bez\u00fcgebestandteile, soweit sie der Berechnung der Versorgungsbez\u00fcge zugrunde liegen. Die Erh\u00f6hung nach Satz 1 ist eine allgemeine Anpassung der Versorgung im Sinne von \u00a7 70 BeamtVG. Absatz 3 gilt entsprechend.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">(6) Versorgungsbez\u00fcge, die in festen Betr\u00e4gen festgesetzt sind, werden um 2,8 Prozent erh\u00f6ht. Absatz 3 gilt entsprechend.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_26\">26<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Auch diese Ma\u00dfnahme betraf Empf\u00e4nger von Dienstbez\u00fcgen (\u00a7 20 Abs. 3 Satz 2 S\u00e4chsBesG) wie Versorgungsempf\u00e4nger (vgl. \u00a7 20 Abs. 5 Satz 3, Abs. 6 Satz 2 S\u00e4chsBesG) gleicherma\u00dfen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_27\">27<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die darauffolgende Besoldungsanpassung 2009 mit einer Erh\u00f6hung der Grundgehaltss\u00e4tze um 40 \u20ac und weitere 3 % erfolgte ab dem 1. M\u00e4rz 2009 unterschiedslos zugunsten aller Besoldungsgruppen (gem. Art. 2 Nr. 4 [betrifft \u00a7 20 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 3 S\u00e4chsBesG] des Sechsten Gesetzes zur \u00c4nderung des S\u00e4chsischen Besoldungsgesetzes vom 19. Juni 2009 [GVBl S. 327]). Versorgungsbez\u00fcge wurden zur gleichen Zeit lediglich linear um 3 % erh\u00f6ht (gem. Art. 2 Nr. 4 [betrifft \u00a7 20 Abs. 4 S\u00e4chsBesG] des Sechsten Gesetzes zur \u00c4nderung des S\u00e4chsischen Besoldungsgesetzes vom 19. Juni 2009 [GVBl S. 327]).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<h2>II.<\/h2>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_28\">28<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Auf das Besoldungsgef\u00fcge hatten die beiden angegriffenen Ma\u00dfnahmen folgende Auswirkungen:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_29\">29<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Vor dem ma\u00dfgeblichen Zeitraum der Kalenderjahre 2008 und 2009, also bis zum 31. Dezember 2007, bewegte sich der Abstand zwischen den vergleichbaren Stufen der Besoldungsgruppen A 9 (Ost) und A 10 (Ost) zwischen 7,75 % (Stufe 2) und 12,58 % (Endgrundgehalt Stufe 11) und lag im Mittel bei 10,66 % (Stufe 2 bis 11; absolut sind dies 223,75 \u20ac; Bezugspunkt ist vorliegend durchg\u00e4ngig die niedrigere Besoldungsgruppe, also Besoldungsgruppe A 9 in der der jeweiligen Gesetzeslage entsprechenden H\u00f6he).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_30\">30<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Durch die gestaffelte Angleichung der Ost-Absenkung sank der Abstand zwischen den vergleichbaren Stufen der Besoldungsgruppen A 9 und A 10 (Ost) auf Werte zwischen -0,33 % (Stufe 2) und 4,14 % (Stufe 11); im Mittel lag damit der Abstand bei lediglich 2,36 % (Stufe 2 bis 11; absolut sind dies 55,88 \u20ac).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_31\">31<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>In der Stufe 2 wurden somit Beamte der Besoldungsgruppe A 10 (Ost) im Grundgehalt um 6,33 \u20ac schlechter, in der Stufe 3 nur um 8,37 \u20ac besser besoldet als in der Besoldungsgruppe A 9. Ausgeblendet wird hierbei die Zulagen-Regelung des \u00a7 22 Abs. 1 S\u00e4chsBesG, weil sie nicht nur schwer abstrakt zu kalkulieren ist, sondern vor allem mit einem nach dem Willen des Gesetzgebers lediglich 10 \u20ac betragenden Zuschlag marginal ausf\u00e4llt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_32\">32<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Durch die &#8211; zus\u00e4tzliche &#8211; um vier Monate gestaffelte Besoldungsanpassung im Jahr 2008 sank der Abstand zwischen den vergleichbaren Stufen der Besoldungsgruppen A 9 und A 10 (Ost) im Zeitraum vom 1. Mai bis 31. August 2008 auf Werte zwischen -3,14 % (Stufe 2) und 1,21 % (Stufe 11), im Mittel damit auf -0,52 % (Stufe 2 bis 11; absolut sind dies -9,03 \u20ac).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_33\">33<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Ma\u00dfnahmen des Besoldungsgesetzgebers und ihre jeweiligen Auswirkungen auf die Abst\u00e4nde zwischen den entsprechenden Stufen unterschiedlicher Besoldungsgruppen lassen sich mit Blick auf das Verh\u00e4ltnis der Besoldungsgruppen zueinander allgemein in drei Fallgruppen systematisieren: In lineare Erh\u00f6hungen (a), in absolute Erh\u00f6hungen (b) und in Einmalzahlungen (c). Die verfahrensgegenst\u00e4ndlichen Ma\u00dfnahmen zeitigen die Wirkung tempor\u00e4rer Abstandsverk\u00fcrzung durch nach Besoldungsgruppen zeitlich differenzierende lineare Erh\u00f6hungen (d).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_34\">34<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Erh\u00f6hungen um den gleichen Prozentsatz \u00fcber alle Besoldungsgruppen hinweg (lineare Erh\u00f6hungen) sind abstandswahrend; sie ver\u00e4ndern bestehende (in Prozentwerten ausgedr\u00fcckte) Abst\u00e4nde zwischen den Besoldungsgruppen nicht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_35\">35<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Hingegen schmelzen Erh\u00f6hungen der monatlichen Bez\u00fcge um denselben Betrag (absolute Erh\u00f6hungen) bestehende relative Abst\u00e4nde zwischen den Besoldungsgruppen ab, da ein gleicher Betrag f\u00fcr h\u00f6here Besoldungsgruppen zu einer relativ geringeren Steigerung als bei niedrigeren Besoldungsgruppen f\u00fchrt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_36\">36<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Diesen Effekt hatte etwa die (hier nicht unmittelbar verfahrens-gegenst\u00e4ndliche) Besoldungsanpassung zum 1. M\u00e4rz 2009, soweit sie eine Grundgehaltserh\u00f6hung um 40 \u20ac (neben der Grundgehaltserh\u00f6hung um 3 %) vorsah. Die in Prozentwerten ausgedr\u00fcckten Abst\u00e4nde zwischen den Besoldungsgruppen wurden durch die absolute Erh\u00f6hung in allen Besoldungsgruppen um den Betrag von monatlich 40 \u20ac leicht reduziert.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_37\">37<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Ungeachtet dessen wird ein einmal aufgetretener Abschmelzungseffekt dauerhaft im Besoldungsgef\u00fcge konserviert. Vorliegend blieb der reduzierte Abstand auch \u00fcber den 1. Januar 2010 &#8211; der West-Angleichung auch f\u00fcr die Besoldungsgruppen ab A 10 &#8211; erhalten. Dies ist auch der Grund, warum die bis zum 31. Dezember 2007 gegebenen Abst\u00e4nde ab dem 1. Januar 2010 &#8211; nach in allen Besoldungsgruppen erfolgter West-Angleichung &#8211; nicht wieder erreicht wurden, sondern der Abstand zwischen den vergleichbaren Stufen der Besoldungsgruppen A 9 (Ost) und A 10 (Ost) im Mittel (Stufe 2 bis 11) bis zum 31. Dezember 2007 10,66 % und ab dem 1. Januar 2010 zwischen A 9 (West) und A 10 (West) lediglich noch 10,48 % betrug.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_38\">38<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Anders als absolute Erh\u00f6hungen der monatlichen Bez\u00fcge haben Einmalzahlungen keine nachhaltige Wirkung; die einmalige Auszahlung von bestimmten Betr\u00e4gen in allen Besoldungsgruppen tangiert bestehende Abst\u00e4nde zwischen den Besoldungsgruppen nur vor\u00fcbergehend. Schon deshalb lassen sich Einmalzahlungen wegen ihres punktuellen Charakters nicht als Besoldungserh\u00f6hungen im eigentlichen Sinne bezeichnen, wenn man den Begriff der Besoldungserh\u00f6hung als fortlaufende Besserstellung versteht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_39\">39<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>d) Bei den beiden angegriffenen Ma\u00dfnahmen &#8211; dem gestuften Auslaufen der Ostbesoldung und der gestuften Besoldungsanpassung 2008 &#8211; des s\u00e4chsischen Besoldungsgesetzgebers in den Kalenderjahren 2008 und 2009 handelt es sich jeweils um abstandsneutrale lineare Erh\u00f6hungen. Allerdings kann sich die Wahl unterschiedlicher Zeitpunkte f\u00fcr die jeweilige Besoldungserh\u00f6hung (um 7,5 % einerseits, um 2,9 % andererseits), wie vorliegend, tempor\u00e4r erheblich abstandsverk\u00fcrzend auswirken. F\u00fcr bestimmte Besoldungsgruppen verschobene lineare Erh\u00f6hungen wirken wie wiederholte Einmalzahlungen f\u00fcr die \u00fcbrigen Besoldungsgruppen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_40\">40<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Aufgrund der dargestellten besoldungsrechtlichen Situation wurden die Abst\u00e4nde zwischen den Besoldungsgruppen A 9 und A 10 (Ost) w\u00e4hrend der verfahrensgegenst\u00e4ndlichen Kalenderjahre 2008 und 2009 deutlich verk\u00fcrzt. F\u00fcr Empf\u00e4nger von Dienst- und Versorgungsbez\u00fcgen nach A 10 (Ost) wurde die Verk\u00fcrzung in den Monaten Mai bis August 2008, in denen die beiden differenzierenden Ma\u00dfnahmen zusammenfielen, noch versch\u00e4rft.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_41\">41<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Au\u00dferdem f\u00fchrte die im Rahmen der (hier nicht unmittelbar verfahrens-gegenst\u00e4ndlichen) Besoldungsanpassung 2009 zum 1. M\u00e4rz 2009 f\u00fcr alle Besoldungsgruppen gew\u00e4hrte absolute Erh\u00f6hung um 40 \u20ac zu einer zwar lediglich geringf\u00fcgigen, jedoch dauerhaften Abschmelzung der Besoldungsabst\u00e4nde. Hiervon sind die (lediglich linear um 3 % und nicht auch absolut angehobenen) Versorgungsbez\u00fcge nicht betroffen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<h2>III.<\/h2>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_42\">42<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. Die Beschwerdef\u00fchrer sind beziehungsweise waren Polizeioberkommissare der Besoldungsgruppe A 10 im Freistaat Sachsen. Der Beschwerdef\u00fchrer in dem Verfahren 2 BvR 905\/14 ist zum 31. Dezember 2007 in den Ruhestand getreten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_43\">43<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Seit ihrer erstmaligen Ernennung und Verwendung im Beitrittsgebiet erhielten sie die auf 92,5 % abgesenkten Bez\u00fcge. F\u00fcr den zum 31. Dezember 2007 in den Ruhestand getretenen Beschwerdef\u00fchrer in dem Verfahren 2 BvR 905\/14 setzte sich die Absenkung in dessen Versorgungsbez\u00fcgen fort. Die Ostabsenkung ist f\u00fcr beide Beschwerdef\u00fchrer ab dem 1. Januar 2010 entfallen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_44\">44<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die in \u00a7 22 Abs. 1 S\u00e4chsBesG vorgesehene Zulage, die bei Absinken der Bez\u00fcge von Beamten der Besoldungsgruppe A 10 unter die Bez\u00fcge von Beamten der Besoldungsgruppe A 9 gezahlt werden sollte und die gem\u00e4\u00df \u00a7 22 Abs. 2 S\u00e4chsBesG f\u00fcr Versorgungsempf\u00e4nger, also auch den Beschwerdef\u00fchrer in dem Verfahren 2 BvR 905\/14, entsprechend galt, wurde dem Beschwerdef\u00fchrer in dem Verfahren 2 BvR 883\/14 nach dessen Vortrag tats\u00e4chlich nur f\u00fcr einen Teil des streitigen Zeitraums &#8211; bis April 2009 &#8211; gezahlt. Nach Angaben des im Ausgangsverfahren beklagten Freistaates Sachsen \u00fcberstiegen anschlie\u00dfend seine Bez\u00fcge nach Besoldungsgruppe A 10 (Ost) die der Besoldungsgruppe A 9.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_45\">45<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Beide Beschwerdef\u00fchrer betraf neben der Ostabsenkung in H\u00f6he von 7,5 % zus\u00e4tzlich die Verz\u00f6gerung der Besoldungsanpassung im Jahr 2008 um vier Monate (\u00a7 20 Abs. 3, \u00a7 20 Abs. 5 Satz 3, Abs. 6 Satz 2 S\u00e4chsBesG).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_46\">46<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Nach erfolglosen Widerspr\u00fcchen blieben auch die auf volle Besoldung beziehungsweise Versorgung gerichteten Klagen beider Beschwerdef\u00fchrer in allen drei Instanzen erfolglos.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_47\">47<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Das Verwaltungsgericht Chemnitz wies die Klagen der Beschwerdef\u00fchrer mit Urteilen vom 25. Februar 2010 (3 K 928\/08) und vom 24. August 2010 (3 K 925\/08) ab. Das S\u00e4chsische Oberverwaltungsgericht best\u00e4tigte diese Entscheidungen mit Urteilen vom 18. September 2012 (2 A 736\/10 und 2 A 524\/10).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_48\">48<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Mit Urteil jeweils vom 12. Dezember 2013 (2 C 24.12 und 2 C 26.12) wies das Bundesverwaltungsgericht die Revisionen der Beschwerdef\u00fchrer zur\u00fcck.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_49\">49<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Entscheidung des s\u00e4chsischen Besoldungsgesetzgebers, im streitgegenst\u00e4ndlichen Zeitraum die von ihm vorgefundene bundesgesetzliche Regelung beizubehalten, die zwischen der Besoldung bei Beamten mit einem Amt bis zur Besoldungsgruppe A 9 einerseits und bei Beamten und Richtern mit einem h\u00f6heren Amt andererseits differenziere, und diese Regelung auch mit ihren Friktionen bis zum Ablauf des in \u00a7 14 Abs. 3 der 2. Bes\u00dcV bereits bestimmten \u00dcbergangszeitraums fortzuf\u00fchren, sei im Ergebnis mit dem Grundgesetz noch vereinbar. Die um zwei Jahre hinausgeschobene differenzierte Angleichung sei durch die besondere und einmalige Situation gerechtfertigt, in der sich der s\u00e4chsische Besoldungsgesetzgeber im Jahr 2008 gegen Ende des Transformationsprozesses der Wiederherstellung der deutschen Einheit befunden habe (Urteile des BVerwG vom 12. Dezember 2013 &#8211; 2 C 24.12 und 2 C 26.12 -, juris, Rn. 6).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_50\">50<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Dauer und Umfang der verz\u00f6gerten Besoldungsanpassung seien hier schwerwiegend (zwei Jahre; 7,5 %). Eine angespannte Haushaltslage f\u00fcr sich alleine k\u00f6nne eine Ungleichbehandlung zu Lasten einzelner Besoldungsgruppen nicht rechtfertigen. Daran \u00e4ndere auch nichts, dass sich die besoldungsrechtliche Regelung an Entgeltvereinbarungen eines Tarifvertrages anlehne, in dem f\u00fcr die Anpassung des Entgelts der Tarifbesch\u00e4ftigten des Landes Sachsen an das Westniveau nach Entgeltgruppen differenziert werde. Zwar seien die Regelungen eines Tarifvertrages ein ma\u00dfgeblicher Indikator bei der Frage, ob eine Abkopplung des Besoldungsniveaus von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung zu besorgen sei. Wegen der strukturellen Unterschiede zwischen dem Tarifvertrags- und dem Besoldungsrecht (dort von den Tarifvertragsparteien frei ausgehandelte Entgelte, hier Entscheidung des Gesetzgebers in Erf\u00fcllung grundgesetzlicher Verpflichtungen) k\u00f6nnten Tarifvertr\u00e4ge aber dann nicht als Richtschnur f\u00fcr Besoldungsanpassungen dienen, wenn sie ihrem Inhalt nach mit Strukturprinzipien des Besoldungsrechts kollidierten, wie hier mit der Notwendigkeit eines angemessenen Abstands zwischen den Besoldungsgruppen. Tarifvertragliche Vereinbarungen k\u00f6nnten ein Abr\u00fccken von den durch Art. 33 Abs. 5 GG gew\u00e4hrleisteten Strukturprinzipien der Beamten- und Richterbesoldung nicht rechtfertigen (Urteile des BVerwG vom 12. Dezember 2013 &#8211; 2 C 24.12 und 2 C 26.12 -, juris, Rn. 19).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_51\">51<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Auch die unterschiedliche wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit der Beamten k\u00f6nne grunds\u00e4tzlich nicht als Rechtfertigung f\u00fcr die Ungleichbehandlung h\u00f6herer Besoldungsgruppen herangezogen werden. Zwar k\u00f6nne bei unterschiedlicher wirtschaftlicher Leistungsf\u00e4higkeit eine Ungleichbehandlung im Bereich des beamtenrechtlichen F\u00fcrsorgegrundsatzes zul\u00e4ssig sein. Im Besoldungsrecht jedoch k\u00f6nne die unterschiedliche wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit im Hinblick auf das Abstandsgebot lediglich kurzzeitige Verschiebungen von Besoldungserh\u00f6hungen f\u00fcr einzelne Besoldungsgruppen rechtfertigen, wie im vorliegenden Fall die viermonatige Verschiebung der Besoldungsanpassung im Jahr 2008 f\u00fcr die Besoldungsgruppen ab A 10. Bei l\u00e4ngeren oder substantiellen Verschiebungen &#8211; wie hier bei einem Prozentsatz von 7,5 % f\u00fcr zwei Jahre &#8211; komme eine Rechtfertigung allenfalls dann in Betracht, wenn davon nur die Spitzen\u00e4mter im h\u00f6heren Dienst betroffen seien. Eine Verschiebung um zwei Jahre sei weder kurzzeitig, noch seien Besoldungsgruppen ab A 10 h\u00f6here Besoldungsgruppen oder gar Spitzen\u00e4mter in diesem Sinn.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_52\">52<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die hier angegriffene Ungleichbehandlung der Besoldungsempf\u00e4nger ab der Besoldungsgruppe A 10 sei vielmehr nur im Hinblick auf die besondere, einmalige Situation, in der sich der s\u00e4chsische Landesgesetzgeber im Jahre 2008 befunden habe, noch mit Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar. Der s\u00e4chsische Landesgesetzgeber habe bei \u00dcbergang der Gesetzgebungszust\u00e4ndigkeit f\u00fcr das Besoldungsrecht die seit 2003 bundesrechtlich geregelte Abstufung der Besoldungsangleichung vorgefunden. Er habe vor der Wahl gestanden, entweder die Besoldung f\u00fcr alle Besoldungsgruppen zum 1. Januar 2008 auf das im bisherigen Bundesgebiet geltende Niveau anzuheben oder die Angleichung f\u00fcr alle Besoldungsgruppen zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt vorzunehmen oder schlie\u00dflich die bereits bundesrechtlich vorgesehene gestufte Angleichung beizubehalten. Im ersten Fall h\u00e4tte er sich neue finanzielle Lasten aufgeb\u00fcrdet. Im zweiten Fall w\u00e4re den geringer besoldeten Beamten bis Besoldungsgruppe A 9 die seit 2003 bundesrechtlich geregelte Angleichung versagt geblieben. Im dritten Fall, den er gew\u00e4hlt habe, habe er die vor\u00fcbergehende Einebnung des Besoldungsabstandes zwischen den Besoldungsgruppen in Kauf nehmen m\u00fcssen. Dass er sich in dieser Situation f\u00fcr die dritte Variante entschieden habe, sei von seinem besonders gro\u00dfen Gestaltungsspielraum bei der Bew\u00e4ltigung der Folgen der deutschen Einheit gedeckt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_53\">53<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Entscheidend daf\u00fcr sei, dass die Verschiebung der Besoldungsangleichung f\u00fcr die Besoldungsgruppen h\u00f6her als A 9 zwar weder geringf\u00fcgig noch kurzfristig, aber immerhin nur vor\u00fcbergehend gewesen sei. Sie habe insbesondere nicht zu einer geringeren Basis f\u00fcr sp\u00e4tere Besoldungserh\u00f6hungen gef\u00fchrt; die Beamten und Richter dieser Besoldungsgruppen seien nach Auslaufen der Absenkung in die bereits bestehende und f\u00fcr die Besoldung der aus dem fr\u00fcheren Bundesgebiet stammenden Beamten und Richter sowie der Beamten und Richter mit Anspruch auf einen Zuschuss nach \u00a7 4 der 2. Bes\u00dcV ma\u00dfgebliche Anlage 21 zum S\u00e4chsischen Besoldungsgesetz integriert worden. Die vor\u00fcbergehende, wenn auch gravierende Einebnung des Besoldungsabstands habe sich letztlich nicht auf das dauernde Besoldungsgef\u00fcge ausgewirkt und wiege damit weniger schwer als etwa die teilweise Ersetzung von linearen Besoldungserh\u00f6hungen durch Einmalzahlungen (Urteile des BVerwG vom 12. Dezember 2013 &#8211; 2 C 24.12 und 2 C 26.12 -, juris, Rn. 22).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_54\">54<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Zudem habe der Landesgesetzgeber mit der Zulagenregelung in \u00a7 22 S\u00e4chsBesG ein Absinken der &#8211; noch nicht angeglichenen &#8211; nach der Besoldungsgruppe A 10 besoldeten Beamten unter die Besoldung der &#8211; schon angeglichenen &#8211; vergleichbaren nach der Besoldungsgruppe A 9 besoldeten Beamten verhindert. Eine h\u00f6here Zulage sei in dieser \u00dcbergangsphase nicht verfassungsrechtlich zwingend geboten gewesen, zumal sie &#8211; wenn sie dem Abstandsgebot substanziell h\u00e4tte Rechnung tragen wollen &#8211; in die N\u00e4he der vollst\u00e4ndigen Angleichung schon zum 1. Januar 2008 h\u00e4tte kommen m\u00fcssen (Urteile des BVerwG vom 12. Dezember 2013 &#8211; 2 C 24.12 und 2 C 26.12 -, juris, Rn. 23).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<h2>IV.<\/h2>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_55\">55<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit ihren im Wesentlichen gleich lautenden Verfassungsbeschwerden r\u00fcgen die Beschwerdef\u00fchrer eine Verletzung ihrer Rechte aus Art. 3 Abs. 1 und Art. 33 Abs. 5 GG. Sie wenden sich gegen die jeweiligen drei Gerichtsentscheidungen und vertreten die Auffassung, die angewendeten Normen seien mit Art. 3 Abs. 1 und Art. 33 Abs. 5 GG nicht vereinbar.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_56\">56<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Den Beschwerdef\u00fchrern sei keine nach dem Amt abgestufte Besoldung gew\u00e4hrt worden. Dies gelte zum einen hinsichtlich des &#8220;unsubstanziellen&#8221; Abstands von letztlich 10 \u20ac zwischen den Besoldungsgruppen A 9 und A 10 nach \u00a7 22 S\u00e4chsBesG, zum anderen f\u00fcr die unterschiedliche Besoldung, die in Abh\u00e4ngigkeit vom Zeitpunkt der Bef\u00f6rderung innerhalb der Besoldungsgruppe A 10 gew\u00e4hrt worden sei.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_57\">57<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Hinzu komme, dass auch die Verz\u00f6gerung der Besoldungsanpassung 2008 mit Art. 3 Abs. 1 und Art. 33 Abs. 5 GG nicht vereinbar sei. Gemessen an den im Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 23. Oktober 2001 (BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 23. Oktober 2001 &#8211; 2 BvR 666\/00 -, juris, Rn. 5) aufgestellten Grunds\u00e4tzen liege kein Sparbeitrag eines &#8220;Empf\u00e4ngers einer h\u00f6heren Besoldung&#8221; vor; das Bundesverwaltungsgericht habe selbst zugrunde gelegt, dass ein Amt der Besoldungsgruppe A 10 nicht zu den h\u00f6heren Besoldungsgruppen geh\u00f6re.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_58\">58<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die ma\u00dfgeblichen Normen seien nicht Bestandteil einer Reform des Besoldungsrechts gewesen, weshalb sich die Frage nicht stelle, ob und in welchem Umfang von der aus Art. 33 Abs. 5 GG resultierenden Pflicht zur amtsangemessenen Alimentation im Falle eines Systemwechsels abgewichen werden k\u00f6nne.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<h2>V.<\/h2>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_59\">59<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Zu der Frage der verfassungsrechtlichen Zul\u00e4ssigkeit des gestuften Auslaufens der Ostbesoldung und der verz\u00f6gerten Besoldungserh\u00f6hung um 2,9 % f\u00fcr die Besoldungsgruppen A 10 bis A16 sowie die Besoldungsordnungen B, C, R und W haben inhaltlich die Landesregierungen von Sachsen, Sachsen-Anhalt, Th\u00fcringen und Brandenburg, der dbb beamtenbund und tarifunion und der Deutsche Richterbund Stellung genommen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<h1>B.<\/h1>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_60\">60<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Verfassungsbeschwerden sind zul\u00e4ssig. Insbesondere sind sie hinreichend substantiiert im Sinne von \u00a7 23 Abs. 1 Satz 2 1. Halbsatz, \u00a7 92 BVerfGG. Die Beschwerdef\u00fchrer begr\u00fcnden die behauptete Verletzung ihrer Rechte im Sinne von \u00a7 90 Abs. 1 BVerfGG mit verfassungsrechtlichen Argumenten und setzen sich sowohl mit den verfassungsrechtlichen Ma\u00dfst\u00e4ben als auch mit den angegriffenen Entscheidungen hinreichend auseinander.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<h1>C.<\/h1>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_61\">61<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Verfassungsbeschwerden sind begr\u00fcndet.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_62\">62<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die mittelbar angegriffenen Regelungen des \u00a7 20 Abs. 3 bis Abs. 5 S\u00e4chsBesG sowie Anlagen 21, 22, 25, 35, 36 und 39 S\u00e4chsBesG und \u00a7 12 Abs. 2, \u00a7 14 Abs. 3 der 2. Bes\u00dcV in Verbindung mit \u00a7 17 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 S\u00e4chsBesG sowie Anlagen 2, 3, 6, 16, 17 und 20 S\u00e4chsBesG sowie die hierauf beruhenden, unmittelbar angegriffenen gerichtlichen Entscheidungen versto\u00dfen gegen Art. 33 Abs. 5 in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 GG.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<h2>I.<\/h2>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_63\">63<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. a) Nach Art. 33 Abs. 5 GG ist das Recht des \u00f6ffentlichen Dienstes unter Ber\u00fccksichtigung der hergebrachten Grunds\u00e4tze des Berufsbeamtentums zu regeln und fortzuentwickeln. Mit den hergebrachten Grunds\u00e4tzen des Berufsbeamtentums im Sinne des Art. 33 Abs. 5 GG ist der Kernbestand von Strukturprinzipien gemeint, die allgemein oder doch ganz \u00fcberwiegend w\u00e4hrend eines l\u00e4ngeren, traditionsbildenden Zeitraums, mindestens unter der Reichsverfassung von Weimar, als verbindlich anerkannt und gewahrt worden sind (vgl. BVerfGE 106, 225 &lt;232&gt;; 117, 330 &lt;344 f.&gt;; 117, 372 &lt;379&gt;; 121, 205 &lt;219&gt;; 141, 56 &lt;69 Rn. 33&gt;). Art. 33 Abs. 5 GG ist unmittelbar geltendes Recht und enth\u00e4lt einen Regelungsauftrag an den Gesetzgeber sowie eine institutionelle Garantie des Berufsbeamtentums (vgl. BVerfGE 106, 225 &lt;231 f.&gt;; 117, 330 &lt;344&gt;; 139, 64 &lt;111 Rn. 92&gt;; 141, 56 &lt;69 Rn. 33&gt;; BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 17. Januar 2017 &#8211; 2 BvL 1\/10 -, juris, Rn. 16).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_64\">64<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Nicht jede Regelung des Beamtenrechts, die sich als hergebracht erweist, wird von der institutionellen Garantie erfasst. Bezugspunkt des Art. 33 Abs. 5 GG ist nicht das gewachsene Berufsbeamtenrecht, sondern das Berufsbeamtentum. Gesch\u00fctzt sind daher nur diejenigen Regelungen, die das Bild des Berufsbeamtentums in seiner \u00fcberkommenen Gestalt ma\u00dfgeblich pr\u00e4gen, sodass ihre Beseitigung auch das Wesen des Berufsbeamtentums antasten w\u00fcrde. Dies ergibt sich bereits aus dem Wesen einer Einrichtungsgarantie, deren Sinn gerade darin liegt, den Kernbestand der Strukturprinzipien &#8211; mithin die Grunds\u00e4tze, die nicht hinweggedacht werden k\u00f6nnen, ohne dass damit zugleich die Einrichtung selbst in ihrem Charakter grundlegend ver\u00e4ndert w\u00fcrde &#8211; dem gestaltenden Gesetzgeber verbindlich als Rahmen vorzugeben. Bei diesen Grunds\u00e4tzen verlangt Art. 33 Abs. 5 GG nicht nur &#8220;Ber\u00fccksichtigung&#8221;, sondern auch &#8220;Beachtung&#8221; (vgl. BVerfGE 119, 247 &lt;262 f.&gt;; 141, 56 &lt;69 Rn. 34&gt;). Substanzialit\u00e4t und Traditionalit\u00e4t sind demnach zwei Voraussetzungen, die f\u00fcr die Qualifikation als hergebrachter Grundsatz kumulativ erf\u00fcllt sein m\u00fcssen (vgl. BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 17. Januar 2017 &#8211; 2 BvL 1\/10 -, juris, Rn. 17).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_65\">65<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Zu den das Beamtenverh\u00e4ltnis bestimmenden hergebrachten Grunds\u00e4tzen z\u00e4hlen unter anderem das Alimentations- (vgl. BVerfGE 139, 64 &lt;111 Rn. 92&gt;; 140, 240 &lt;277 Rn. 71&gt;; 141, 56 &lt;70 Rn. 35&gt;) (hierzu aa), das Leistungs- sowie das Laufbahnprinzip (vgl. BVerfGE 71, 255 &lt;268&gt;; 141, 56 &lt;70 Rn. 36&gt;) (hierzu bb und cc) und damit eng zusammenh\u00e4ngend das Abstandsgebot (hierzu dd).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_66\">66<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) Das Alimentationsprinzip verpflichtet den Dienstherrn, den Beamten und seine Familie lebenslang angemessen zu alimentieren und ihm nach seinem Dienstrang, nach der mit seinem Amt verbundenen Verantwortung und nach der Bedeutung des Berufsbeamtentums f\u00fcr die Allgemeinheit entsprechend der Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen und finanziellen Verh\u00e4ltnisse und des allgemeinen Lebensstandards einen angemessenen Lebensunterhalt zu gew\u00e4hren. Damit wird der Bezug der Besoldung sowohl zu der Einkommens- und Ausgabensituation der Gesamtbev\u00f6lkerung als auch zur Lage der Staatsfinanzen, das hei\u00dft zu der sich in der Situation der \u00f6ffentlichen Haushalte ausdr\u00fcckenden Leistungsf\u00e4higkeit des Dienstherrn, hergestellt (vgl. BVerfGE 8, 1 &lt;14&gt;; 107, 218 &lt;238&gt;; 117, 330 &lt;351&gt;; 119, 247 &lt;269&gt;; 130, 263 &lt;292 f.&gt;; 139, 64 &lt;111 Rn. 93&gt;; 140, 240 &lt;278 Rn. 72&gt;; 141, 56 &lt;70 Rn. 35&gt;). Im Rahmen dieser Verpflichtung zu einer dem Amt angemessenen Alimentierung hat der Gesetzgeber die Attraktivit\u00e4t des Beamtenverh\u00e4ltnisses auch f\u00fcr \u00fcberdurchschnittlich qualifizierte Kr\u00e4fte, das Ansehen des Amtes in den Augen der Gesellschaft, die vom Amtsinhaber geforderte Ausbildung und seine Beanspruchung zu ber\u00fccksichtigen (vgl. BVerfGE 44, 249 &lt;265 f.&gt;; 99, 300 &lt;315&gt;; 114, 258 &lt;288&gt;; 130, 263 &lt;292&gt;; 139, 64 &lt;111 f. Rn. 93&gt;; 140, 240 &lt;278 Rn. 72&gt;; 141, 56 &lt;70 Rn. 35&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_67\">67<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Diesen Kriterien muss der Gesetzgeber sowohl bei strukturellen Neuausrichtungen im Besoldungsrecht als auch bei der kontinuierlichen Fortschreibung der Besoldungsh\u00f6he \u00fcber die Jahre hinweg im Wege einer Gesamtschau der hierbei relevanten Kriterien und anhand einer Gegen\u00fcberstellung mit jeweils in Betracht kommenden Vergleichsgruppen Rechnung tragen (vgl. BVerfGE 130, 263 &lt;292 f.&gt;; 139, 64 &lt;113 Rn. 98&gt;; 140, 240 &lt;280 Rn. 77&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_68\">68<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Was die M\u00f6glichkeit anbelangt, den Beamten Sparlasten aufzub\u00fcrden, ist nicht nur auf den bereits oben zitierten grunds\u00e4tzlichen &#8220;Bezug der Besoldung [\u2026] auch zur Lage der Staatsfinanzen&#8221; hinzuweisen (vgl. BVerfGE 8, 1 &lt;14&gt;; 107, 218 &lt;238&gt;; 117, 330 &lt;351&gt;; 119, 247 &lt;269&gt;; 130, 263 &lt;292 f.&gt;; 139, 64 &lt;111 Rn. 93&gt;; 140, 240 &lt;278 Rn. 72&gt;). Der Grundsatz der amtsangemessenen Alimentation als Teil der mit den hergebrachten Grunds\u00e4tzen verbundenen institutionellen Garantie des Art. 33 Abs. 5 GG ist, soweit er mit anderen verfassungsrechtlichen Wertentscheidungen oder Instituten kollidiert, &#8211; wie dies auch sonst der Fall ist &#8211; entsprechend dem Grundsatz der praktischen Konkordanz im Wege der Abw\u00e4gung zu einem schonenden Ausgleich zu bringen (vgl. BVerfGE 139, 64 &lt;124 Rn. 125&gt;; 140, 240 &lt;294 Rn. 109&gt;). Das gilt namentlich f\u00fcr das Verbot der Neuverschuldung in Art. 109 Abs. 3 Satz 1 GG (eingef\u00fchrt durch das Gesetz zur \u00c4nderung des Grundgesetzes [Artikel 91c, 91d, 104b, 109, 109a, 115, 143d] vom 29. Juli 2009 [BGBl I S. 2248]). Der in Art. 143d Abs. 1 Satz 4 GG angelegten Vorwirkung des Verbots der strukturellen Nettokreditaufnahme hat der Haushaltsgesetzgeber auch bei der Anpassung der Bez\u00fcge der Beamten Rechnung zu tragen. Ungeachtet der Versch\u00e4rfung der Regeln f\u00fcr die Kreditaufnahme durch die Neufassung des Art. 109 Abs. 3 GG (vgl. BVerfGE 129, 124 &lt;170&gt;; 132, 195 &lt;245&gt;) verm\u00f6gen indes allein die Finanzlage der \u00f6ffentlichen Haushalte oder das Ziel der Haushaltskonsolidierung den Grundsatz der amtsangemessenen Alimentierung nicht einzuschr\u00e4nken. Andernfalls liefe die Schutzfunktion des Art. 33 Abs. 5 GG ins Leere (vgl. BVerfGE 44, 249 &lt;264 f.&gt;; 76, 256 &lt;311&gt;; 99, 300 &lt;320&gt;; 114, 258 &lt;291&gt;; 117, 372 &lt;388&gt;; 139, 64 &lt;125 f. Rn. 127&gt;; 140, 240 &lt;295 Rn. 110&gt;; stRspr). Auch das besondere Treueverh\u00e4ltnis verpflichtet Beamte nicht dazu, st\u00e4rker als andere zur Konsolidierung \u00f6ffentlicher Haushalte beizutragen. Eine Einschr\u00e4nkung des Grundsatzes der amtsangemessenen Alimentierung aus rein finanziellen Gr\u00fcnden kann zur Bew\u00e4ltigung einer der in Art. 109 Abs. 3 Satz 2 GG genannten Ausnahmesituationen in Ansatz gebracht werden, wenn die betreffende gesetzgeberische Ma\u00dfnahme ausweislich einer aussagekr\u00e4ftigen Begr\u00fcndung in den Gesetzgebungsmaterialien Teil eines schl\u00fcssigen und umfassenden Konzepts der Haushaltskonsolidierung ist (vgl. BVerfGE 139, 64 &lt;125 f. Rn. 127&gt;; 140, 240 &lt;295 Rn. 110&gt;). Dar\u00fcber hinaus erscheint es m\u00f6glich, dass in diesem Rahmen auch soziale Belange, die dem Sozialstaatsprinzip entspringen, Ber\u00fccksichtigung finden k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_69\">69<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Das Leistungsprinzip z\u00e4hlt ebenso wie das Alimentationsprinzip zu den vom Gesetzgeber zu beachtenden hergebrachten Grunds\u00e4tzen des Berufsbeamtentums im Sinne von Art. 33 Abs. 5 GG (vgl. BVerfGE 121, 205 &lt;226&gt;; 130, 263 &lt;296&gt;; stRspr). Es bezeichnet in seinem Kern zun\u00e4chst das Prinzip der Bestenauslese, wie es ausdr\u00fccklich in Art. 33 Abs. 2 GG verankert ist (vgl. BVerfGE 117, 372 &lt;382&gt;; 121, 205 &lt;226&gt;; 130, 263 &lt;296&gt;). Das Leistungsprinzip betrifft nicht nur den erstmaligen Zugang zu einem \u00f6ffentlichen Amt beim Eintritt in das Beamtenverh\u00e4ltnis, sondern beinhaltet auch die Anerkennung und rechtliche Absicherung des Bef\u00f6rderungserfolges, den der Beamte bei der Bestenauslese aufgrund von Eignung, Bef\u00e4higung und fachlicher Leistung erlangt hat (vgl. BVerfGE 117, 372 &lt;382&gt;; 121, 205 &lt;226&gt;; 130, 263 &lt;296&gt;). \u00dcber das Statusrecht ist das Besoldungsrecht mittelbar leistungsbezogen, indem Leistung mit Bef\u00f6rderung honoriert wird (vgl. BVerfGE 130, 263 &lt;296 f.&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_70\">70<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die mittelbare Verwirklichung des Leistungsprinzips im Besoldungsrecht &#8211; \u00fcber das Statusrecht einerseits sowie \u00fcber das herk\u00f6mmliche System der Dienstaltersstufen bei der Bemessung des Grundgehalts andererseits &#8211; schlie\u00dft allerdings den Einsatz unmittelbar von der individuellen Leistung der Beamten abh\u00e4ngiger Besoldungsbestandteile nicht aus. Insoweit kommt es zu einer \u00dcberschneidung des Leistungsprinzips mit dem Alimentationsprinzip, das schon vor Einf\u00fcgung der Fortentwicklungsklausel in Art. 33 Abs. 5 GG eine stete Weiterentwicklung des Beamtenrechts und dessen Anpassung an ver\u00e4nderte Umst\u00e4nde der Staatlichkeit erm\u00f6glichte (vgl. BVerfGE 119, 247 &lt;262&gt;; 130, 263 &lt;296 f.&gt;). Eine st\u00e4rkere Ber\u00fccksichtigung des Leistungsgedankens stellt einen zul\u00e4ssigen Aspekt der Besoldungsgesetzgebung dar (vgl. BVerfGE 110, 353 &lt;365 ff.&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_71\">71<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>cc) Daneben ist auch das Laufbahnprinzip vom Bundesverfassungsgericht wiederholt als hergebrachter Grundsatz des Berufsbeamtentums anerkannt worden. Inhalt des Laufbahnprinzips ist zumindest, dass f\u00fcr die Einstellung und das berufliche Fortkommen des Beamten, Richters oder Soldaten Laufbahnen mit jeweils typisierten Mindestanforderungen bestehen (vgl. BVerfGE 107, 257 &lt;273&gt;; 141, 56 &lt;70 Rn. 36&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_72\">72<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Laufbahnprinzip &#8211; wie auch der Aufbau des \u00c4mtergef\u00fcges &#8211; ist zudem Ausdruck des Leistungsprinzips (vgl. BVerfGE 62, 374 &lt;384&gt;; 141, 56 &lt;70 Rn. 36&gt;). Insofern sind beide Prinzipien eng miteinander verkn\u00fcpft.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_73\">73<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Organisation der \u00f6ffentlichen Verwaltung stellt darauf ab, dass in den h\u00f6her besoldeten \u00c4mtern die f\u00fcr den Dienstherrn wertvolleren Leistungen erbracht werden. Deshalb muss im Hinblick auf das Leistungs- und das Laufbahnprinzip mit der organisationsrechtlichen Gliederung der \u00c4mter eine Staffelung der Geh\u00e4lter einhergehen. Vergleiche sind dabei nicht nur innerhalb einer Besoldungsordnung, sondern gerade auch zwischen den verschiedenen Besoldungsordnungen geboten (vgl. BVerfGE 139, 64 &lt;118 Rn. 111&gt;; 140, 240 &lt;285 Rn. 90&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_74\">74<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>dd) Auch das Abstandsgebot stellt einen eigenst\u00e4ndigen hergebrachten Grundsatz des Berufsbeamtentums dar, der allerdings in enger Anbindung zum Alimentationsprinzip und zum Leistungsgrundsatz steht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_75\">75<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(1) Aus dem Leistungsgrundsatz in Art. 33 Abs. 2 GG und dem Alimentationsprinzip in Art. 33 Abs. 5 GG folgt ein Abstandsgebot, das dem Gesetzgeber ungeachtet seines weiten Gestaltungsspielraums untersagt, den Abstand zwischen verschiedenen Besoldungsgruppen dauerhaft einzuebnen (vgl. BVerfGE 139, 64 &lt;117 Rn. 110&gt;; 140, 240 &lt;284 Rn. 89&gt;). Jedem Amt ist eine Wertigkeit immanent, die sich in der Besoldungsh\u00f6he widerspiegeln muss. Die Wertigkeit wird insbesondere durch die Verantwortung des Amtes und die Inanspruchnahme des Amtsinhabers bestimmt. Die &#8220;amts&#8221;angemessene Besoldung ist damit eine notwendigerweise abgestufte Besoldung (vgl. BVerfGE 114, 258 &lt;293&gt;; 117, 330 &lt;355&gt;; 130, 263 &lt;293&gt;; 139, 64 &lt;118 Rn. 111&gt;; 140, 240 &lt;284 f. Rn. 90&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_76\">76<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Abstandsgebot gebietet dabei nicht allein, dass die unterschiedliche Wertigkeit der \u00c4mter im Hinblick auf die Endstufen zum Ausdruck kommt. Vielmehr ist es erforderlich, dass zur Wahrung der Stringenz des gesamten Besoldungssystems die unterschiedliche Wertigkeit der \u00c4mter auch in s\u00e4mtlichen einander entsprechenden (Erfahrungs-)Stufen abgebildet wird.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_77\">77<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(2) Das Abstandsgebot zwingt den Gesetzgeber allerdings nicht, einen einmal festgelegten Abstand zwischen den Besoldungsgruppen absolut oder relativ beizubehalten. Vielmehr kann er ein bestehendes Besoldungssystem neu strukturieren und auch die Wertigkeit von Besoldungsgruppen zueinander neu bestimmen (vgl. BVerfGE 130, 263 &lt;295&gt; m.w.N.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_78\">78<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Da bestehende Abst\u00e4nde zwischen den Besoldungsgruppen Ausdruck der den \u00c4mtern durch den Gesetzgeber zugeschriebenen Wertigkeiten sind, d\u00fcrfen sie allerdings nicht infolge von Einzelma\u00dfnahmen &#8211; etwa die zeitversetzte und\/oder gestufte Inkraftsetzung von Besoldungserh\u00f6hungen f\u00fcr Angeh\u00f6rige bestimmter Besoldungsgruppen (vgl. BVerfGE 140, 240 &lt;285 f. Rn. 91&gt;) &#8211; nach und nach eingeebnet werden (vgl. auch Urteile des BVerwG vom 12. Dezember 2013 &#8211; 2 C 24.12 und 2 C 26.12 -, juris, Rn. 17). Es besteht also ein Verbot schleichender Abschmelzung bestehender Abst\u00e4nde, welche au\u00dferhalb der zul\u00e4ssigen gesetzgeberischen Neubewertung und Neustrukturierung stattfinden (vgl. zur &#8220;Salami-Taktik&#8221; im Besoldungsrecht BVerfGE 139, 64 &lt;123 Rn. 122&gt;; 140, 240 &lt;292 Rn. 105&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_79\">79<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>F\u00fcr die Beurteilung der Zul\u00e4ssigkeit einer gesetzgeberischen Ver\u00e4nderung der Besoldungsabst\u00e4nde bietet sich vor allem der R\u00fcckgriff auf die Absicht des Gesetzgebers an, wie sie in den Gesetzgebungsmaterialien zum Ausdruck kommt. Solange der Gesetzgeber danach nicht in dokumentierter Art und Weise von seiner Befugnis zur Neueinsch\u00e4tzung der \u00c4mterwertigkeit und Neustrukturierung des Besoldungsgef\u00fcges Gebrauch macht, greift das Verbot, bestehende Abst\u00e4nde einzuebnen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_80\">80<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(3) Die Kontrolle des Abstandsgebots kann als systeminterner Vergleich innerhalb der Beamtenschaft anhand der aus den Besoldungstabellen ersichtlichen Brutto-Geh\u00e4lter erfolgen (vgl. BVerfGE 139, 64 &lt;118 Rn. 112&gt;; 140, 240 &lt;286 Rn. 92&gt;). Die Netto-Grundgeh\u00e4lter als Bezugspunkt des Vergleichs zu w\u00e4hlen, w\u00fcrde lediglich die Steuerprogression ber\u00fccksichtigen. Diese Verzerrung f\u00e4llt indes nicht signifikant ins Gewicht. Die Steuerprogression hat lediglich insoweit Bedeutung, als Belastungen h\u00f6herer Besoldungsgruppen umso kritischer zu sehen sind, da diese angesichts der progressiven Einkommensteuertarifgestaltung h\u00f6heren (Grenz)Steuers\u00e4tzen unterliegen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_81\">81<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. Die Regelung der Bez\u00fcge ist auch an den Gleichheitssatz gebunden (BVerfGE 107, 218 &lt;243&gt;; 107, 257 &lt;269&gt;; 114, 258 &lt;297&gt;; 117, 330 &lt;352 f.&gt;; 130, 52 &lt;67&gt;). Nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung gebietet der allgemeine Gleichheitssatz dem Gesetzgeber, wesentlich Gleiches gleich und wesentlich Ungleiches ungleich zu behandeln (vgl. BVerfGE 98, 365 &lt;385&gt;; 116, 164 &lt;180&gt;; 122, 210 &lt;230&gt;; 130, 240 &lt;252&gt;; 141, 1 &lt;38 Rn. 93 ff.&gt;). Er verbietet ungleiche Belastungen ebenso wie ungleiche Beg\u00fcnstigungen (vgl. BVerfGE 79, 1 &lt;17&gt;; 121, 108 &lt;119&gt;; 121, 317 &lt;370&gt;; 122, 210 &lt;230&gt;; 126, 400 &lt;416&gt;; 130, 240 &lt;252 f.&gt;; 135, 126 &lt;143 Rn. 51&gt;; 138, 136 &lt;180 Rn. 121&gt;; stRspr). Verboten ist daher ein gleichheitswidriger Beg\u00fcnstigungsausschluss, bei dem eine Beg\u00fcnstigung einem Personenkreis gew\u00e4hrt, einem anderen Personenkreis aber vorenthalten wird (vgl. BVerfGE 116, 164 &lt;180&gt;; 121, 108 &lt;119&gt;; 121, 317 &lt;370&gt;; 126, 400 &lt;416&gt;; 138, 136 &lt;180 Rn. 121&gt;). Differenzierungen sind damit nicht ausgeschlossen, bed\u00fcrfen jedoch stets der Rechtfertigung durch Sachgr\u00fcnde, die dem Differenzierungsziel und dem Ausma\u00df der Ungleichbehandlung angemessen sind (vgl. BVerfGE 124, 199 &lt;220&gt;; 129, 49 &lt;68&gt;; 130, 240 &lt;253&gt;; 132, 179 &lt;188 Rn. 30&gt;; 133, 59 &lt;86 Rn. 72&gt;; 135, 126 &lt;143 Rn. 52&gt;; 138, 136 &lt;180 Rn. 121&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_82\">82<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Es ist grunds\u00e4tzlich Sache des Gesetzgebers, diejenigen Sachverhalte auszuw\u00e4hlen, an die er dieselben Rechtsfolgen kn\u00fcpft und die er so als rechtlich gleich qualifiziert. Diese Auswahl muss er jedoch sachgerecht treffen (vgl. BVerfGE 75, 108 &lt;157&gt;; 107, 218 &lt;244&gt;; 115, 381 &lt;389&gt;). Dabei gilt ein stufenloser am Grundsatz der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit orientierter verfassungsrechtlicher Pr\u00fcfungsma\u00dfstab, dessen Inhalt und Grenzen sich nicht abstrakt, sondern nur nach den jeweils betroffenen unterschiedlichen Sach- und Regelungsbereichen bestimmen lassen (vgl. BVerfGE 75, 108 &lt;157&gt;; 93, 319 &lt;348 f.&gt;; 107, 27 &lt;46&gt;; 126, 400 &lt;416&gt;; 129, 49 &lt;69&gt;; 132, 179 &lt;188 Rn. 30&gt;; 138, 136 &lt;180 Rn. 121&gt;). Je nach Regelungsgegenstand und Differenzierungsmerkmalen ergeben sich aus dem allgemeinen Gleichheitssatz unterschiedliche Anforderungen an den die Ungleichbehandlung tragenden Sachgrund, die von auf das Willk\u00fcrverbot beschr\u00e4nkten Bindungen bis hin zu strengen Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeitserfordernissen reichen k\u00f6nnen (vgl. BVerfGE 88, 5 &lt;12&gt;; 88, 87 &lt;96&gt;; 105, 73 &lt;110&gt;; 110, 274 &lt;291&gt;; 112, 164 &lt;174&gt;; 116, 164 &lt;180&gt;; 117, 1 &lt;30&gt;; 120, 1 &lt;29&gt;; 122, 1 &lt;23&gt;; 122, 210 &lt;230&gt;; 123, 111 &lt;119 f.&gt;; 126, 400 &lt;416&gt;; 127, 224 &lt;244&gt;; 129, 49 &lt;68&gt;; 130, 52 &lt;66&gt;; 130, 240 &lt;254&gt;; 131, 239 &lt;255 f.&gt;; 135, 126 &lt;143 f. Rn. 52&gt;; stRspr).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_83\">83<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Willk\u00fcrverbot ist verletzt, wenn f\u00fcr die (un)gleiche Behandlung zweier Sachverhalte durch den Gesetzgeber bezogen auf den jeweils in Rede stehenden Sachbereich und seine Eigenart ein vern\u00fcnftiger, einleuchtender Grund fehlt (vgl. BVerfGE 76, 256 &lt;329&gt;; 85, 176 &lt;187&gt;; 90, 145 &lt;196&gt;; 101, 275 &lt;291&gt;; 115, 381 &lt;389&gt;). Eine strengere Bindung des Gesetzgebers kann sich aus den neben Art. 3 GG betroffenen Freiheitsrechten (vgl. BVerfGE 88, 87 &lt;96&gt;; 111, 176 &lt;184&gt;; 122, 210 &lt;230&gt;; 129, 49 &lt;69&gt;; 138, 136 &lt;181 Rn. 122&gt;) und aus der Ungleichbehandlung von Personengruppen ergeben (vgl. BVerfGE 101, 54 &lt;101&gt;; 103, 310 &lt;319&gt;; 110, 274 &lt;291&gt;; 131, 239 &lt;256&gt;; 133, 377 &lt;407 f. Rn. 75&gt;). Zudem versch\u00e4rfen sich die Anforderungen des Art. 3 Abs. 1 GG, je weniger die Merkmale, an die die gesetzliche Differenzierung ankn\u00fcpft, f\u00fcr den Einzelnen verf\u00fcgbar sind (vgl. BVerfGE 88, 87 &lt;96&gt;; 129, 49 &lt;69&gt;; 138, 136 &lt;181 Rn. 122&gt;) oder je mehr sie sich denen des Art. 3 Abs. 3 GG ann\u00e4hern (vgl. BVerfGE 88, 87 &lt;96&gt;; 124, 199 &lt;220&gt;; 129, 49 &lt;69&gt;; 130, 240 &lt;254&gt;; 132, 179 &lt;188 f. Rn. 31&gt;; 141, 1 &lt;39 Rn. 94&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_84\">84<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Im Bereich des Besoldungsrechts bedeutet dies, dass Beamte mit gleichen oder gleichwertigen \u00c4mtern zwar in der Regel gleich zu besolden sind. Dies gilt jedoch nicht uneingeschr\u00e4nkt. Die Zul\u00e4ssigkeit einer Differenzierung h\u00e4ngt davon ab, ob nach dem Ma\u00dfstab des Art. 3 Abs. 1 GG ein sachlich gerechtfertigter Grund vorliegt (vgl. BVerfGE 12, 326 &lt;333&gt;; 26, 100 &lt;110 ff.&gt;; 26, 163 &lt;169 ff.&gt;; 107, 218 &lt;245&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_85\">85<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Bei der Pr\u00fcfung der Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit von besoldungsrechtlichen Vorschriften hat der Gesetzgeber eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig weite Gestaltungsfreiheit (vgl. BVerfGE 8, 1 &lt;22 f.&gt;; 13, 356 &lt;361 f.&gt;; 26, 141 &lt;158 ff.&gt;; 71, 39 &lt;52 f.&gt;; 103, 310 &lt;319 f.&gt;; 114, 258 &lt;288&gt;; 117, 372 &lt;381&gt;; 121, 241 &lt;261&gt;; 130, 263 &lt;294&gt;; 139, 64 &lt;112 Rn. 94&gt;; 140, 240 &lt;278 f. Rn. 73&gt;; stRspr). Wegen des weiten Spielraums politischen Ermessens, innerhalb dessen er das Besoldungsrecht den tats\u00e4chlichen Notwendigkeiten und der fortschreitenden Entwicklung anpassen und verschiedenartige Gesichtspunkte ber\u00fccksichtigen darf, \u00fcberpr\u00fcft das Bundesverfassungsgericht nicht, ob der Gesetzgeber die gerechteste, zweckm\u00e4\u00dfigste und vern\u00fcnftigste L\u00f6sung gew\u00e4hlt hat (vgl. BVerfGE 103, 310 &lt;320&gt;; 110, 353 &lt;364&gt;; 117, 330 &lt;353&gt;; 121, 241 &lt;261&gt;; 130, 263 &lt;294&gt;; 139, 64 &lt;112 Rn. 95&gt;; 140, 240 &lt;279 Rn. 75&gt;). Es kann, sofern nicht von der Verfassung selbst getroffene Wertungen entgegenstehen, nur die \u00dcberschreitung \u00e4u\u00dferster Grenzen beanstanden, jenseits derer sich gesetzliche Vorschriften bei der Abgrenzung von Lebenssachverhalten als evident sachwidrig erweisen (vgl. BVerfGE 65, 141 &lt;148 f.&gt;; 103, 310 &lt;319 f.&gt;; 107, 218 &lt;244 f.&gt;). Jede Besoldungsordnung enth\u00e4lt unvermeidbare H\u00e4rten und mag aus Sicht der Betroffenen fragw\u00fcrdig sein. Solche Unebenheiten, Friktionen und M\u00e4ngel m\u00fcssen in Kauf genommen werden, solange sich f\u00fcr die Regelung ein plausibler und sachlich vertretbarer Grund anf\u00fchren l\u00e4sst (BVerfGE 110, 353 &lt;364 f.&gt;; vgl. aus der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts statt aller BVerwGE 123, 308 &lt;313&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_86\">86<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Einr\u00e4umen einer weiten gesetzgeberischen Gestaltungsfreiheit soll gerade grundlegende Neuregelungen erm\u00f6glichen. Dies gilt nicht nur mit Blick auf Art. 3 Abs. 1 GG, sondern auch hinsichtlich Art. 33 Abs. 5 GG (BVerfGE 56, 146 &lt;161 f.&gt; unter Verweis auf insb. BVerfGE 8, 1 &lt;22&gt;; 26, 141 &lt;158 f.&gt;). Der Gesetzgeber muss insbesondere die Freiheit haben, von der bisherigen Bewertung eines Amtes im Verh\u00e4ltnis zu einem anderen Amt abzuweichen. Anders l\u00e4sst sich, wenn man eine Besoldungsordnung in ihrem Bestand nicht versteinern will, eine vom Gesetzgeber f\u00fcr notwendig gehaltene vern\u00fcnftige Neuregelung und Verbesserung nicht bewerkstelligen (vgl. BVerfGE 26, 141 &lt;158&gt;; 110, 353 &lt;365&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<h2>II.<\/h2>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_87\">87<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>1. \u00a7 20 Abs. 3 bis 5 S\u00e4chsBesG sowie Anlagen 21, 22, 25, 35, 36 und 39 S\u00e4chsBesG in der Fassung des F\u00fcnften Gesetzes zur \u00c4nderung des S\u00e4chsischen Besoldungsgesetzes vom 17. Januar 2008 (GVBl S. 3), die die verz\u00f6gerte Besoldungsanpassung um 2,9 % von Mai bis August 2008 zulasten der ab der Besoldungsgruppe A 10 besoldeten Beamten regeln, sind insoweit mit den grundgesetzlichen Vorgaben nicht vereinbar.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_88\">88<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die Verz\u00f6gerung der Besoldungsanpassung in H\u00f6he von 2,9 % um vier Monate verletzt die Rechte der Beschwerdef\u00fchrer aus Art. 33 Abs. 5 in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 GG. Die betroffenen Beamten der Besoldungsgruppen A 10 aufw\u00e4rts wurden ohne erkennbaren sachlichen Grund im Vergleich zu den Beamten bis zur Besoldungsgruppe A 9, die von der Besoldungsanpassung schon zum 1. Mai 2008 profitiert haben, benachteiligt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_89\">89<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Der s\u00e4chsische Besoldungsgesetzgeber kann sich insbesondere nicht darauf berufen, dass eine grundlegende Neuregelung des Besoldungssystems Gegenstand der Gesetzes\u00e4nderung gewesen und ihm daher ein besonders weiter Gestaltungsspielraum einzur\u00e4umen sei. Das Bundesverfassungsgericht ist damit bei seiner Pr\u00fcfung nicht auf eine reine Evidenzkontrolle beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_90\">90<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Ausweislich der Gesetzesbegr\u00fcndung der Staatsregierung sollte die verz\u00f6gerte Besoldungsanpassung allein der Erzielung von Einsparungen dienen. So hei\u00dft es in der Gesetzesbegr\u00fcndung (LTDrucks 4\/9812, S. 2):<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<p style=\"margin-left:18pt\">Mit der 4-monatigen Verz\u00f6gerung der Besoldungsanpassung gg\u00fc. dem Tarifbereich bei den h\u00f6heren Besoldungsgruppen (ab BesGr. A 10) leisten diese einen weiteren Beitrag zur haushaltsgem\u00e4\u00dfen Konsolidierung, denn diese ist in Anbetracht der bestehenden Verschuldung von derzeit ca. 12 Mrd. \u20ac noch nicht abgeschlossen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_91\">91<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Ebenso \u00e4u\u00dferte sich Staatsminister Tillich bei der ersten Lesung des Entwurfs im S\u00e4chsischen Landtag (Plenarprotokoll 4\/88, S. 7285 f.), wonach die Beamten &#8220;durch die Zur\u00fcckstellung und Verz\u00f6gerung von Besoldungsanpassungen ihren Beitrag zur Haushaltskonsolidierung&#8221; leisteten.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_92\">92<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Mit der Verz\u00f6gerung einer Besoldungsanpassung hat der Besoldungsgesetzgeber gerade keine Neubewertung der Wertigkeit der \u00c4mter vorgenommen oder Neuregelungen und Verbesserungen bewerkstelligt (vgl. BVerfGE 26, 141 &lt;158&gt;; 110, 353 &lt;365&gt;), sondern lediglich durch Einzelma\u00dfnahmen den Empf\u00e4ngern ausgew\u00e4hlter Besoldungsgruppen einen &#8220;weiteren Beitrag zur haushaltsgem\u00e4\u00dfen Konsolidierung&#8221; abverlangt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_93\">93<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Die verz\u00f6gerte \u00dcbertragung der Tarifergebnisse im Jahr 2008 f\u00fcr die Besoldungsgruppen ab A 10 aufw\u00e4rts l\u00e4sst sich auch nicht als sozialvertr\u00e4glicher Sparbeitrag h\u00f6herer Besoldungsgruppen rechtfertigen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_94\">94<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>So k\u00f6nnen schon die f\u00fcr eine Differenzierung angef\u00fchrten Gr\u00fcnde nicht \u00fcberzeugen. Zwar erscheint auf den ersten Blick die Begr\u00fcndung, dass Empf\u00e4nger h\u00f6herer Bez\u00fcge von der allgemeinen Teuerung, zu deren Ausgleich die lineare Erh\u00f6hung der Besoldung und Versorgung beitragen soll, jedenfalls teilweise weniger stark betroffen sind als Empf\u00e4nger niedriger Bez\u00fcge (so noch BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 2. Juni 2001 &#8211; 2 BvR 571\/00 -, juris, Rn. 5; Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 23. Oktober 2001 &#8211; 2 BvR 666\/00 -, juris, Rn. 5), nachvollziehbar. Dies mag namentlich mit Blick auf den Grundbedarf zutreffen, der sich mit einem relativ kleineren Anteil ihres (h\u00f6heren) Gehalts decken l\u00e4sst.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_95\">95<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Allerdings tr\u00e4gt gerade diese Argumentation im vorliegenden Kontext nicht, da &#8211; wie schon das Bundesverwaltungsgericht festgestellt hat (Urteile des BVerwG vom 12. Dezember 2013 &#8211; 2 C 24.12 und 2 C 26.12 -, juris, Rn. 20) &#8211; die angegriffene Ma\u00dfnahme nicht ausschlie\u00dflich Empf\u00e4nger h\u00f6herer Bez\u00fcge betrifft, sondern alle Beamten von der Besoldungsgruppe A 10 aufw\u00e4rts. Jedenfalls bei den der Besoldungsgruppe A 10 zugeh\u00f6rigen Beamten handelt es sich offensichtlich nicht um Empf\u00e4nger h\u00f6herer Bez\u00fcge.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_96\">96<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Abgesehen davon ist die Differenzierung zwischen einem (allgemeinen) Grundbedarf und dar\u00fcber hinausgehenden, amtsangemessenen Bedarfen nicht \u00fcberzeugend. Es ist vielmehr von einem dem jeweiligen Amt angemessenen Gesamtbedarf auszugehen (so auch G\u00fcnther, Die Anpassung der Beamtenbesoldung an die allgemeinen wirtschaftlichen und finanziellen Verh\u00e4ltnisse, 1987, S. 200 f.). Innerhalb des jeweils &#8220;amtsangemessenen&#8221; Unterhalts ist keine Differenzierung in verschiedene Bedarfe angelegt, weshalb es beim Abstandsgebot auch nicht auf absolut, sondern auf relativ gleichbleibende Abst\u00e4nde in der Besoldung der unterschiedlich bewerteten \u00c4mter ankommt (vgl. auch Urteile des BVerwG vom 12. Dezember 2013 &#8211; 2 C 24.12 und 2 C 26.12 -, juris, Rn. 17). Infolge der Inflation verlieren Empf\u00e4nger aller Besoldungsgruppen in relativ gleichem Ma\u00dfe an Kaufkraft. Zum Aufwiegen des Kaufkraftverlusts und damit zur Sicherung des jeweils &#8220;amtsangemessenen&#8221; Unterhalts ist daher eine Besoldungserh\u00f6hung in ebenfalls relativ gleichem Ma\u00dfe n\u00f6tig.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_97\">97<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Alimentationsprinzip verpflichtet den Besoldungsgesetzgeber dazu, sich bei der Bemessung der Besoldung &#8211; f\u00fcr alle Beamten &#8211; an der Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen und finanziellen Verh\u00e4ltnisse und dem allgemeinen Lebensstandard zu orientieren (vgl. ausdr\u00fccklich BVerfGE 140, 240 &lt;285 Rn. 91&gt;). Dass allein die Finanzlage der \u00f6ffentlichen Haushalte oder das Ziel der Haushaltskonsolidierung den Grundsatz der amtsangemessenen Alimentierung nicht einzuschr\u00e4nken vermag, da andernfalls die Schutzfunktion des Art. 33 Abs. 5 GG ins Leere liefe (vgl. BVerfGE 44, 249 &lt;264 f.&gt;; 76, 256 &lt;311&gt;; 99, 300 &lt;320&gt;; 114, 258 &lt;291&gt;; 117, 372 &lt;388&gt;; 139, 64 &lt;125 f. Rn. 127&gt;; 140, 240 &lt;294 f. Rn. 110&gt;; stRspr), gilt ebenfalls f\u00fcr alle Beamten. Die von Verfassungs wegen geschuldete Alimentierung ist nicht eine dem Umfang nach beliebig variable Gr\u00f6\u00dfe, die sich einfach nach den &#8220;wirtschaftlichen M\u00f6glichkeiten&#8221; der \u00f6ffentlichen Hand oder nach den politischen Dringlichkeitsbewertungen hinsichtlich der verschiedenen vom Staat zu erf\u00fcllenden Aufgaben oder nach dem Umfang der Bem\u00fchungen um die Verwirklichung des allgemeinen Sozialstaatsprinzips bemessen l\u00e4sst (vgl. BVerfGE 140, 240 &lt;285 f. Rn. 91&gt;; unter Verweis auf BVerfGE 44, 249 &lt;264&gt;; zustimmend Stuttmann, NVwZ 2016, S. 184 &lt;189&gt;; vgl. bereits G\u00fcnther, NJ 2001, S. 10 &lt;11 m.w.N.&gt;; Lindner, BayVBl. 2015, S. 801 &lt;807&gt;; gerade zur &#8220;sozialen Staffelung&#8221; von Besoldungserh\u00f6hungen im Anschluss an BVerfGE 140, 240 Lindner, ZBR 2016, S. 109 &lt;112&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_98\">98<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Wenn der Besoldungsgesetzgeber f\u00fcr niedrigere Besoldungsgruppen eine Anpassung in bestimmter H\u00f6he als f\u00fcr eine amtsangemessene Alimentation erforderlich erachtet, muss er sich hieran &#8211; zumindest im Grundsatz &#8211; f\u00fcr alle Beamten festhalten lassen, sofern er mit der Differenzierung keine Umgestaltung des Besoldungssystems oder eine Neubewertung von Status\u00e4mtern vornimmt (vgl. auch Lindner, ZBR 2014, S. 361 &lt;363&gt;; Schmidt, in: Hebeler\/Kersten\/Lindner, Handbuch Besoldungsrecht, 2015, \u00a7 5 Rn. 22).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_99\">99<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Es bleibt aber in einem solchen Fall stets zu pr\u00fcfen, ob eine Ma\u00dfnahme des Besoldungsgesetzgebers im Ausnahmefall verfassungsrechtlich gerechtfertigt sein kann. Ein solcher Ausnahmefall liegt hier jedoch nicht vor, zumal im fraglichen Zeitraum noch nicht das mit Verfassungsrang ausgestattete Verbot der Neuverschuldung galt, das erst mit Gesetz vom 29. Juli 2009 (BGBl I S. 2248) durch Art. 109 Abs. 3 Satz 1 GG in das Grundgesetz aufgenommen worden ist. Zudem stellt sich die verz\u00f6gerte Besoldungsanpassung f\u00fcr die Besoldungsgruppen A 10 und aufw\u00e4rts nicht als Teil eines schl\u00fcssigen Gesamtkonzepts zur Sanierung des s\u00e4chsischen Haushalts dar, sondern als einmaliger &#8220;Sparbeitrag&#8221; dieser Besoldungsgruppen. Andere mit Verfassungsrang ausgestattete kollidierende Wertentscheidungen, die zu ber\u00fccksichtigen w\u00e4ren, sind nicht ersichtlich. Insbesondere k\u00f6nnen im vorliegenden Zusammenhang keine besonderen sozialen Belange zu einer ausnahmsweisen verfassungsrechtlichen Rechtfertigung der Ma\u00dfnahme f\u00fchren. Unabh\u00e4ngig von der Frage, ob solche Belange grunds\u00e4tzlich ber\u00fccksichtigungsf\u00e4hig sind, l\u00e4sst jedenfalls vorliegend die Differenzierung an der Schnittstelle zwischen den Besoldungsgruppen A 9 und A 10 nicht erkennen, dass der Besoldungsgesetzgeber besondere sozialpolitische Aspekte wie etwa die besonders gro\u00dfe finanzielle Leistungsf\u00e4higkeit bestimmter Besoldungsgruppen ber\u00fccksichtigen wollte.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_100\">100<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>2. \u00a7 12 Abs. 2, \u00a7 14 Abs. 3 der 2. Bes\u00dcV in Verbindung mit \u00a7 17 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 S\u00e4chsBesG sowie Anlagen 2, 3, 6, 16, 17 und 20 S\u00e4chsBesG in der Fassung des F\u00fcnften Gesetzes zur \u00c4nderung des S\u00e4chsischen Besoldungsgesetzes vom 17. Januar 2008 (GVBl S. 3) verletzen Art. 33 Abs. 5 in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 GG, soweit sie die Besoldungsgruppe A 10 in den Kalenderjahren 2008 und 2009 betreffen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_101\">101<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Nach den dargelegten Ma\u00dfst\u00e4ben ist auch die differenzierte Angleichung an das West-Besoldungsniveau bei Beamten mit einem Amt bis zur Besoldungsgruppe A 9 einerseits und bei Beamten und Richtern mit einem h\u00f6heren Amt andererseits mit dem Grundgesetz unvereinbar.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_102\">102<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>a) Die durch die vorliegenden Verfassungsbeschwerden aufgeworfene Rechtsfrage beschr\u00e4nkt sich auf die Art und Weise der Angleichung der Ostbesoldung an das West-Besoldungsniveau in den Jahren 2008 und 2009 durch den s\u00e4chsischen Landesgesetzgeber, der seit dem 1. September 2006 die Gesetzgebungskompetenz f\u00fcr die Laufbahnen, die Besoldung und die Versorgung der Beamten der L\u00e4nder, Gemeinden und anderer K\u00f6rperschaften des \u00f6ffentlichen Rechts sowie der Richter in den L\u00e4ndern hat (Gesetz zur \u00c4nderung des Grundgesetzes vom 28. August 2006 [BGBl I S. 2034]; vgl. Art. 74 Abs. 1 Nr. 27 GG). Lediglich die Besoldung in den Jahren 2008 und 2009 ist zur \u00dcberpr\u00fcfung gestellt worden. Nicht Gegenstand des Verfahrens ist dagegen die Besoldungsdifferenz zwischen den alten und den neuen L\u00e4ndern, die auf der bundesbesoldungsrechtlichen \u00dcbergangsregelung in der auf \u00a7 73 BBesG beruhenden 2. Besoldungs\u00fcbergangsverordnung (Zweite Verordnung \u00fcber besoldungsrechtliche \u00dcbergangsregelungen nach Herstellung der Einheit Deutschlands vom 21. Juni 1991 [BGBl I S. 1345]) beruhte.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_103\">103<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>b) Dem Besoldungsgesetzgeber stand im Hinblick auf die Ausgestaltung der Angleichung der Ostbesoldung an das Westniveau im Grundsatz ein weiter Gestaltungsspielraum zur Verf\u00fcgung. Im Unterschied zur verz\u00f6gerten Besoldungsanpassung 2008 (vgl. oben Rn. 89 ff.) handelt es sich bei der Angleichung der Ostbesoldung an das Westniveau um die Ausgestaltung einer Systementscheidung, n\u00e4mlich der Abkehr von der nach neuen und alten L\u00e4ndern differenzierenden Besoldung. Dabei ist allerdings zu ber\u00fccksichtigen, dass der Besoldungsgesetzgeber mit nach Besoldungsgruppen differenzierenden Zeitpunkten f\u00fcr die West-Angleichung gerade keine \u00e4mterbezogene Neubewertung vorgenommen hat, f\u00fcr die ihm besonders gro\u00dfe Gestaltungsspielr\u00e4ume einzur\u00e4umen w\u00e4ren.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_104\">104<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>W\u00e4hrend die West-Angleichung als solche also als Systemwechsel angesehen werden kann, weil hierin die endg\u00fcltige Abkehr von einer mit R\u00fccksicht auf die Folgen der deutschen Einheit \u00fcber Jahre hinweg bestehenden Differenzierung zu sehen ist, betrifft die hier zu beurteilende Ma\u00dfnahme, die Entscheidung f\u00fcr eine differenzierte West-Angleichung, die Art und Weise der Gestaltung dieses Systemwechsels und l\u00e4uft somit auf eine blo\u00dfe haushalterisch motivierte Einzelma\u00dfnahme hinaus, die eine h\u00f6here verfassungsgerichtliche Kontrolldichte bedingt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_105\">105<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>c) Durch die angegriffene Ma\u00dfnahme wird der Abstand zwischen den Besoldungsgruppen A 9 und A 10 (Ost) eingeebnet. Damit ist das Abstandsgebot beeintr\u00e4chtigt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_106\">106<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der s\u00e4chsische Besoldungsgesetzgeber weicht mit der gew\u00e4hlten L\u00f6sung deutlich von den f\u00fcr das Verh\u00e4ltnis der Besoldungsgruppen A 9\/A 10 im Besonderen, aber auch f\u00fcr das Verh\u00e4ltnis anderer benachbarter Besoldungsgruppen im Allgemeinen, selbstgesetzten Abst\u00e4nden ab (vgl. oben Rn. 29).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_107\">107<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>An dieser Bewertung \u00e4ndert auch die Zulagenregelung des \u00a7 22 Abs. 1 Satz 1 S\u00e4chsBesG nichts. Wie das Bundesverwaltungsgericht zutreffend feststellt, tr\u00e4gt diese dem Abstandsgebot nicht substanziell Rechnung (vgl. Urteile des BVerwG vom 12. Dezember 2013 &#8211; 2 C 24.12 und 2 C 26.12 -, juris, Rn. 23). Die Abst\u00e4nde zwischen den Besoldungsgruppen A 9 (Ost) und A 10 (Ost) lagen vor der Differenzierung mit Wirkung zum 1. Januar 2008 im Mittel aller einander entsprechenden Stufen bei 223,75 \u20ac beziehungsweise bei 10,66 %. Nach der West-Angleichung der Besoldungsgruppe A 9 zum 1. Januar 2008 lagen die Abst\u00e4nde zwischen den Besoldungsgruppen A 9 und A 10 (Ost) im Mittel aller einander entsprechenden Stufen bei 55,88 \u20ac beziehungsweise bei 2,36 %. Vor diesem Hintergrund f\u00e4llt die auf einen Unterschiedsbetrag &#8211; soweit dieser auf der fortgesetzten Ost-Absenkung beruhte &#8211; zuz\u00fcglich eines Betrages in H\u00f6he von 10 \u20ac beschr\u00e4nkte Zulage nicht nennenswert ins Gewicht, zumal diese nur eingriff, wenn die Dienstbez\u00fcge nach A 10 geringer waren als die Dienstbez\u00fcge nach A 9.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_108\">108<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>aa) F\u00fcr diese Beeintr\u00e4chtigung des Abstandsgebots fehlt es an einer sachlichen Rechtfertigung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_109\">109<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Wie das Bundesverwaltungsgericht zutreffend ausgef\u00fchrt hat, vermag weder die Anlehnung an die Regelung im Tarifbereich einen f\u00fcr das Besoldungsrecht bedeutsamen Rechtfertigungsgrund darzustellen, noch kann die angespannte Haushaltslage f\u00fcr sich alleine die Ungleichbehandlung zu Lasten einzelner Besoldungsgruppen rechtfertigen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_110\">110<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Zum einen steht die strukturelle Verschiedenartigkeit der Regelungsbereiche des Tarifvertragsrechts einerseits und des Beamtenbesoldungsrechts andererseits einer rechtfertigenden \u00dcbertragung der Regelung des Tarifbereichs auf die Beamtenschaft entgegen (vgl. Urteile des BVerwG vom 12. Dezember 2013 &#8211; 2 C 24.12 und 2 C 26.12 -, juris, Rn. 19). Zwar sind Entwicklungen im Tarifbereich einer von mehreren ma\u00dfgeblichen Parametern f\u00fcr die Frage, ob eine Abkopplung des Besoldungsniveaus von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung zu besorgen ist (vgl. nur BVerfGE 139, 64 &lt;114 f. Rn. 99 ff.&gt;; 140, 240 &lt;281 f. Rn. 78 ff.&gt;). Es bleiben aber strukturelle Unterschiede zwischen dem Tarifvertrags- und dem Besoldungsrecht. Den von den Tarifvertragsparteien frei ausgehandelten Entgelten steht die Entscheidung des Gesetzgebers in Erf\u00fcllung grundgesetzlicher Verpflichtungen gegen\u00fcber. Daher k\u00f6nnen Tarifvertr\u00e4ge dann nicht als Richtschnur f\u00fcr Besoldungsanpassungen dienen, wenn sie ihrem Inhalt nach mit Strukturprinzipien des Besoldungsrechts kollidieren, wie hier mit der Notwendigkeit eines angemessenen Abstands zwischen den Besoldungsgruppen. Tarifvertragliche Vereinbarungen k\u00f6nnen ein Abr\u00fccken von den durch Art. 33 Abs. 5 GG gew\u00e4hrleisteten Strukturprinzipien der Beamten- und Richterbesoldung nicht rechtfertigen (Urteile des BVerwG vom 12. Dezember 2013 &#8211; 2 C 24.12 und 2 C 26.12 -, juris, Rn. 19).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_111\">111<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Zum anderen kann von einer &#8220;aussagekr\u00e4ftigen Begr\u00fcndung in den Gesetzgebungsmaterialien [als] Teil eines schl\u00fcssigen und umfassenden Konzepts der Haushaltskonsolidierung&#8221; (vgl. BVerfGE 139, 64 &lt;126 Rn. 127&gt;; 140, 240 &lt;295 Rn. 110&gt;) vorliegend nicht die Rede sein. Der s\u00e4chsische Besoldungsgesetzgeber hat die Bundesregelungen der 2. Bes\u00dcV durch statische Verweisung \u00fcbernommen. Die vor Eingreifen der (Vorwirkungen der) Schuldenbremse (Art. 143d Abs. 1 Satz 4, Art. 109 Abs. 3 Satz 1 und 5 GG; vgl. oben Rn. 68) eher noch strenger ausfallenden Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr eine Ber\u00fccksichtigung der Haushaltslage sind vorliegend erst recht nicht erf\u00fcllt. Wie dargelegt (vgl. oben Rn. 98), verm\u00f6gen fiskalische \u00dcberlegungen des Besoldungsgesetzgebers und daraus folgende Bem\u00fchungen, Ausgaben zu sparen, f\u00fcr sich genommen in der Regel keine unterschiedliche besoldungsrechtliche Behandlung vergleichbarer Personengruppen zu rechtfertigen (BVerfGE 19, 76 &lt;84 f.&gt;; 93, 386 &lt;402&gt;; 107, 218 &lt;253&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_112\">112<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>bb) Ein Sachgrund f\u00fcr die Differenzierung ist auch sonst nicht ersichtlich. Insbesondere l\u00e4sst sie sich nicht durch eine besondere und einmalige Situation am Ende des Transformationsprozesses der Wiederherstellung der deutschen Einheit rechtfertigen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_113\">113<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(1) Das Bundesverwaltungsgericht stellt in den angegriffenen Entscheidungen entscheidend darauf ab, dass die Ma\u00dfnahme durch den besonders gro\u00dfen gesetzgeberischen Gestaltungsspielraum bei der Bew\u00e4ltigung der Folgen der deutschen Einheit gedeckt sei. Die Ungleichbehandlung sei nur im Hinblick auf &#8220;die besondere und einmalige Situation [\u2026], in der sich der s\u00e4chsische Besoldungsgesetzgeber im Jahr 2008 gegen Ende des Transformationsprozesses der Wiederherstellung der deutschen Einheit befunden habe&#8221;, gerechtfertigt gewesen (Urteile des BVerwG vom 12. Dezember 2013 &#8211; 2 C 24.12 und 2 C 26.12 -, juris, Rn. 6).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_114\">114<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Entscheidend daf\u00fcr sei, dass die Verschiebung der Besoldungsangleichung f\u00fcr die Besoldungsgruppen h\u00f6her als A 9 zwar weder geringf\u00fcgig noch kurzfristig, aber immerhin nur vor\u00fcbergehend gewesen sei. Sie habe insbesondere nicht zu einer geringeren Basis f\u00fcr sp\u00e4tere Besoldungserh\u00f6hungen gef\u00fchrt. Die vor\u00fcbergehende, wenn auch gravierende Einebnung des Besoldungsabstandes wirke sich letztlich nicht auf das dauernde Besoldungsgef\u00fcge aus und wiege damit weniger schwer als etwa die teilweise Ersetzung von linearen Besoldungserh\u00f6hungen durch Einmalzahlungen (Urteile des BVerwG vom 12. Dezember 2013 &#8211; 2 C 24.12 und 2 C 26.12 -, juris, Rn. 22). Zudem habe der Landesgesetzgeber mit der Zulagenregelung in \u00a7 22 S\u00e4chsBesG ein Absinken der nach der Besoldungsgruppe A 10 besoldeten Beamten unter die Besoldung der vergleichbaren nach der Besoldungsgruppe A 9 besoldeten Beamten verhindert (Urteile des BVerwG vom 12. Dezember 2013 &#8211; 2 C 24.12 und 2 C 26.12 -, juris, Rn. 23).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_115\">115<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(2) Das Bundesverfassungsgericht hat die &#8211; jedenfalls f\u00fcr den Bundesbesoldungsgesetzgeber bestehende &#8211; &#8220;besondere Ausnahmesituation der Wiedervereinigung und der mit ihr zu bew\u00e4ltigenden transformatorischen Gesamtaufgaben des Staates&#8221; (BVerfGE 107, 218 &lt;243&gt;) im Rahmen der Rechtfertigung differenzierender Besoldungsregelungen in seiner Entscheidung vom 12. Februar 2003 zwar ber\u00fccksichtigt (vgl. auch BVerfGE 107, 218 &lt;256&gt;), zugleich aber die zeitliche Begrenztheit dieser Situation und die Befristung der zu ihrer Bew\u00e4ltigung geschaffenen \u00dcbergangsvorschriften (vgl. BVerfGE 107, 218 &lt;256 hinsichtlich \u00a7 73 BBesG; 236 hinsichtlich Art. 143 GG&gt;) betont. Es hat insbesondere darauf hingewiesen, dass sich die Aufrechterhaltung einer differenzierenden Besoldung in Ost- und Westdeutschland nicht mit der Erw\u00e4gung rechtfertigen lasse, dass zun\u00e4chst eine v\u00f6llige Angleichung der wirtschaftlichen und finanziellen Verh\u00e4ltnisse in Ost und West erreicht werden m\u00fcsse (BVerfGE 107, 218 &lt;255 f.&gt;). Auf dieser Grundlage hat es die damalige differenzierende Regelung in \u00a7 73 BBesG f\u00fcr mit dem Grundgesetz seiner Zeit noch vereinbar erkl\u00e4rt (BVerfGE 107, 218 &lt;255&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_116\">116<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(3) Unabh\u00e4ngig von der Frage, ob sich auch ein Landesgesetzgeber in gleichem Ma\u00dfe auf die Ausnahmesituation der Wiedervereinigung berufen kann, tr\u00e4gt das Argument eines besonderen Gestaltungsspielraums gegen Ende des Transformationsprozesses jedenfalls zum Zeitpunkt des Erlasses der angegriffenen Ma\u00dfnahme im Jahr 2008 nicht mehr als sachliche Rechtfertigung.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_117\">117<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Zwar l\u00e4sst sich im Hinblick auf die wesentlichen vom Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung vom 12. Februar 2003 (BVerfGE 107, 218) zur Einsch\u00e4tzung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der ostdeutschen L\u00e4nder in den Blick genommenen Parameter auch f\u00fcr die Jahre 2007\/2008 keine deutliche Angleichung an das Westniveau feststellen. So betrug das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner 2001 etwa 61,2 % (ohne Berlin) des Westniveaus (vgl. BVerfGE 107, 218 &lt;248&gt;; Jahresbericht 2002 der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit, BTDrucks 14\/9950, S. 99) und ist bis zum Ende des Jahres 2007 lediglich auf 69,5 % (mit Berlin) des Westniveaus (vgl. Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit 2008, BTDrucks 16\/10454, S. 86) gestiegen. Die wirtschaftliche Situation war insgesamt weiterhin von einer hohen Arbeitslosigkeit gepr\u00e4gt. Betrug die Arbeitslosenquote in den neuen L\u00e4ndern im Jahr 2001 18,9 %, so war sie im Jahr 2007 mit 15,1 % weiterhin doppelt so hoch wie in den alten L\u00e4ndern (6,2 %) (vgl. Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit 2008, BTDrucks 16\/10454, S. 11). Auch bei den Arbeitnehmerentgelten je Arbeitnehmer lagen die neuen L\u00e4nder (mit Berlin) mit 81,1 % im Vergleich zu den alten L\u00e4ndern weiterhin deutlich hinter diesen zur\u00fcck (vgl. Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit 2008, BTDrucks 16\/10454, S. 86; vgl. auch zur Lage 2003 BVerfGE 107, 218 &lt;250&gt;). Zudem blieb auch das Niveau der Standardrente in den ostdeutschen L\u00e4ndern noch erkennbar hinter demjenigen in den westdeutschen zur\u00fcck. So betrug die Standardrente bis zum 30. Juni 2008 in Westdeutschland 1.182,15 \u20ac und in Ostdeutschland 1.039,05 \u20ac und entsprach damit wie schon 2002 87,89 % der Westrente (Jahresgutachten 2008\/2009 des Sachverst\u00e4ndigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, S. 364 und BVerfGE 107, 218 &lt;252&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_118\">118<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Das Bundesverfassungsgericht hat aber schon in seiner Entscheidung vom 12. Februar 2003 festgestellt, dass der wirtschaftliche Anpassungs- und Aufhol-prozess in den neuen L\u00e4ndern, der nach der Vereinigung zun\u00e4chst von ganz erheblichen Fortschritten gepr\u00e4gt gewesen sei, sich jedoch in den letzten Jahren vor der Entscheidung deutlich verlangsamt habe (BVerfGE 107, 218 &lt;248&gt;). Von einer absehbaren ann\u00e4hernden Angleichung der finanziellen und wirtschaftlichen Situation war also schon damals nicht auszugehen. Aus heutiger Sicht deutet einiges darauf hin, dass sich die Unterschiede in der Wirtschafts- und Finanzkraft zwischen Ost- und Westdeutschland nicht mehr als Teil eines absehbaren Transformationsprozesses im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung darstellen, sondern Anzeichen einer strukturellen Benachteiligung einiger der neuen L\u00e4nder sind, die derjenigen einiger alter L\u00e4nder entspricht. So stagnierte das Bruttoinlandsprodukt real und je Einwohner in Ostdeutschland seit 2005 bei einem Wert von 70 % des Bruttoinlandsproduktes in Westdeutschland (vgl. Die Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr die neuen L\u00e4nder [Hrsg.], Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit 2016, S. 74). Zudem wiesen schon 2007 die neuen L\u00e4nder (ohne Berlin) mit einem Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen je Einwohner zwischen 20.352 \u20ac (Mecklenburg-Vorpommern) und 21.828 \u20ac (Sachsen) eine weitere Ann\u00e4herung an einzelne westdeutsche L\u00e4nder wie Schleswig-Holstein (25.489 \u20ac), Rheinland-Pfalz (25.791 \u20ac) und Niedersachsen (25.864 \u20ac) auf (vgl. Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit 2008, BTDrucks 16\/10454, S. 85). Au\u00dferdem war auch schon 2007 die Arbeitslosenquote in den ostdeutschen L\u00e4ndern sehr differenziert und n\u00e4herte sich in einigen Regionen dem westdeutschen Durchschnitt deutlich an (z.B. Potsdam Juni 2008 7,8 %, Jena 8,3 %, Kreis B\u00f6rde 9,1 %) (vgl. Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit 2008, BTDrucks 16\/10454, S. 11).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_119\">119<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>(4) Vor diesem Hintergrund lie\u00df sich bei Erlass der angegriffenen Ma\u00dfnahme im Jahr 2008 der damit einhergehende gravierende Eingriff in die Rechte der betroffenen Beamten, Staatsanw\u00e4lte und Richter aus Art. 33 Abs. 5 in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 GG nicht mehr mit der besonderen Situation der Bew\u00e4ltigung des Transformationsprozesses im Anschluss an die Wiedervereinigung begr\u00fcnden. Zwar m\u00f6gen die aufgezeigten Unterschiede in der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsf\u00e4higkeit zum Teil noch immer Ausdruck eines Transformationsprozesses Ostdeutschlands sein. 18 Jahre nach der Wiedervereinigung konnten jedoch diese &#8211; ebenso von zahlreichen anderen Entwicklungen beeinflussten &#8211; Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland schon allein aufgrund des Zeitablaufs nicht mehr zur Rechtfertigung von Ungleichbehandlungen der vorliegenden Art herangezogen werden. Entsprechend differenzierende Besoldungsregelungen lassen sich lediglich als \u00dcbergangsregelungen hinnehmen, um f\u00fcr eine begrenzte Zeit auf eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Situation wie die der Wiedervereinigung zu reagieren. Der s\u00e4chsische Besoldungsgesetzgeber befand sich beim \u00dcbergang der Besoldungsgesetzgebungskompetenz durch die F\u00f6deralismusreform zum 1. September 2006 (Gesetz zur \u00c4nderung des Grundgesetzes vom 28. August 2006 [BGBl I S. 2034]; vgl. Art. 74 Abs. 1 Nr. 27 GG) jedoch in einer vergleichbaren Situation wie die Besoldungsgesetzgeber anderer weniger leistungsstarker deutscher L\u00e4nder. Folglich war ihm im Rahmen von Art. 33 Abs. 5 GG auch nur ein vergleichbarer Gestaltungsspielraum er\u00f6ffnet.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_120\">120<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>3. Die beiden Schlechterstellungen der Besoldungsgruppen A 10 aufw\u00e4rts in den Kalenderjahren 2008 und 2009 (7,5 %-ige Angleichungsverz\u00f6gerung f\u00fcr die Kalenderjahre 2008 und 2009 sowie verz\u00f6gerte Besoldungsanpassung um 2,9 % f\u00fcr vier Monate im Jahr 2008) sind bereits isoliert betrachtet verfassungswidrig, so dass sie in der Gesamtschau erst recht nicht verfassungskonform sind.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_121\">121<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Wenn der Freistaat Sachsen in seiner Stellungnahme anf\u00fchrt, das Gesetz vom 20. Oktober 2016 (Gesetz zur Umsetzung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit der Beamtenbesoldung, GVBl S. 514), das dem Abstandsgebot und dem allgemeinen Alimentationsprinzip r\u00fcckwirkend bis zum Jahr 2011 Rechnung trage, mildere die Folgen der hier streitbefangenen Ma\u00dfnahmen faktisch ab, stellt er die verfassungsrechtliche Bedenklichkeit der sozialen Staffelung hinsichtlich beider Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den streitgegenst\u00e4ndlichen Zeitraum der Jahre 2008 und 2009 nicht in Abrede. Zwar m\u00f6gen auch andere als die jeweils unmittelbar zu beurteilenden Einzelma\u00dfnahmen des Besoldungsgesetzgebers in einer Gesamtbetrachtung Ber\u00fccksichtigung finden, wenn es um die Frage der sukzessiven Einebnung der Abst\u00e4nde zwischen den Besoldungsgruppen infolge nach und nach eingreifender Einzelma\u00dfnahmen geht (vgl. Urteile des BVerwG vom 12. Dezember 2013 &#8211; 2 C 24.12 und 2 C 26.12 -, juris, Rn. 17). Sofern jedoch (eine oder zwei) Einzelma\u00dfnahmen bereits f\u00fcr sich betrachtet verfassungswidrig sind, verm\u00f6gen sp\u00e4tere &#8211; andere Zeitr\u00e4ume erfassende &#8211; verfassungskonforme Einzelma\u00dfnahmen daran nichts zu \u00e4ndern. Auf Ma\u00dfnahmen des Besoldungsgesetzgebers in nicht streitgegenst\u00e4ndlichen Folgejahren kann es bei der verfassungsrechtlichen Beurteilung der streitbefangenen Ma\u00dfnahmen nicht ankommen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<h1>D.<\/h1>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<h2>I.<\/h2>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_122\">122<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Versto\u00df einer Norm gegen das Grundgesetz kann entweder zur Nichtigerkl\u00e4rung (\u00a7 95 Abs. 3 BVerfGG) oder dazu f\u00fchren, dass das Bundesverfassungsgericht die mit der Verfassungswidrigkeit gegebene Unvereinbarkeit der Norm mit dem Grundgesetz feststellt (vgl. \u00a7 31 Abs. 2, \u00a7 79 Abs. 1 BVerfGG) (vgl. BVerfGE 139, 19 &lt;63 Rn. 92&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_123\">123<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Da dem Gesetzgeber vorliegend mehrere M\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung stehen, die festgestellten Verfassungsverst\u00f6\u00dfe zu beheben, sind die angegriffenen Ma\u00dfnahmen f\u00fcr mit dem Grundgesetz unvereinbar zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_124\">124<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Stellt das Bundesverfassungsgericht die Unvereinbarkeit einer Norm oder mehrerer Normen mit dem Grundgesetz fest, folgt daraus grunds\u00e4tzlich die Verpflichtung des Gesetzgebers, die Rechtslage r\u00fcckwirkend verfassungsgem\u00e4\u00df umzugestalten. Ausnahmen von dieser Regelfolge der Unvereinbarkeit hat das Bundesverfassungsgericht wiederholt bei haushaltswirtschaftlich bedeutsamen Normen bejaht (vgl. BVerfGE 93, 121 &lt;148&gt;; 105, 73 &lt;134&gt;; 117, 1 &lt;70&gt;; 130, 263 &lt;312 f.&gt;; 139, 64 &lt;147 f. Rn. 195&gt;; 140, 240 &lt;316 Rn. 170&gt;). Speziell bei besoldungsrechtlichen Normen gilt es zu beachten, dass die Alimentation des Beamten der Sache nach die Befriedigung eines gegenw\u00e4rtigen Bedarfs aus gegenw\u00e4rtig zur Verf\u00fcgung stehenden Haushaltsmitteln darstellt. Eine allgemeine r\u00fcckwirkende Behebung des Verfassungsversto\u00dfes ist daher mit Blick auf die Besonderheiten des Beamtenverh\u00e4ltnisses nicht geboten (vgl. BVerfGE 81, 363 &lt;383 ff.&gt;; 99, 300 &lt;330 f.&gt;; 130, 263 &lt;313&gt;; 139, 64 &lt;148 Rn. 195&gt;; 140, 240 &lt;316 Rn. 170&gt;). Eine r\u00fcckwirkende Behebung ist jedoch sowohl hinsichtlich der Kl\u00e4ger der Ausgangsverfahren als auch hinsichtlich der Kl\u00e4ger erforderlich, \u00fcber deren Anspruch noch nicht abschlie\u00dfend entschieden worden ist (vgl. BVerfGE 99, 300 &lt;331&gt;; 130, 263 &lt;313&gt;; 139, 64 &lt;148 Rn. 195&gt;; 140, 240 &lt;316 Rn. 170&gt;).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_125\">125<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Der Gesetzgeber ist insofern verpflichtet, sp\u00e4testens bis zum 1. Juli 2018 f\u00fcr die Jahre 2008 und 2009 eine verfassungskonforme Neuregelung zu treffen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<h2>II.<\/h2>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_126\">126<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Gem\u00e4\u00df \u00a7 95 Abs. 2 BVerfGG sind die angegriffenen Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts aufzuheben und die Verfahren an dieses zur\u00fcckzuverweisen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>\n<h2>III.<\/h2>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt>\n               <a name=\"rd_127\">127<\/a>\n            <\/dt>\n<dd>\n<p>Die Verpflichtung zur Auslagenerstattung nach \u00a7 34a Abs. 2 BVerfGG allein durch den Freistaat Sachsen (und nicht auch den Bund) ergibt sich daraus, dass diesen f\u00fcr den ma\u00dfgeblichen Zeitraum der Jahre 2008 und 2009 &#8211; infolge des \u00dcbergangs der Gesetzgebungskompetenz f\u00fcr das Besoldungsrecht zum 1. September 2006 &#8211; die alleinige Verantwortung f\u00fcr die verfassungswidrige Rechtslage trifft.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl><\/div>\n<\/div>\n<hr class=\"kji-sep\" \/>\n<p class=\"kji-source-links\"><strong>Sources officielles :<\/strong> <a class=\"kji-source-link\" href=\"http:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/?quelle=jlink&#038;docid=jb-KVRE420651701&#038;psml=bsjrsprod.psml&#038;max=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">consulter la page source<\/a> &middot; <a class=\"kji-pdf-link\" href=\"https:\/\/www.rechtsprechung-im-internet.de\/jportal\/portal\/page\/bsjrsprod.psml\/screen\/JWPDFScreen\/filename\/BVerfG_2_BvR_883-14_KVRE420651701.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF officiel<\/a><\/p>\n<p class=\"kji-license-note\"><em>Rechtsprechung im Internet (BMJV\/BfJ) : les decisions sont mises a disposition gratuitement en HTML, PDF et XML pour libre utilisation et re-utilisation.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Das Abstandsgebot stellt einen eigenst\u00e4ndigen hergebrachten Grundsatz des Berufsbeamtentums dar, der in enger Anbindung zum Alimentationsprinzip und zum Leistungsgrundsatz steht. 2. Das Abstandsgebot untersagt dem Besoldungsgesetzgeber ungeachtet seines weiten Gestaltungsspielraums, den Abstand zwischen verschiedenen Besoldungsgruppen dauerhaft einzuebnen, soweit der Gesetzgeber nicht in dokumentierter Art und Weise von seiner Befugnis zur Neueinsch\u00e4tzung der \u00c4mterwertigkeit und Neustrukturierung des Besoldungsgef\u00fcges Gebrauch macht.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_crdt_document":""},"kji_country":[7802],"kji_court":[8477],"kji_chamber":[10645],"kji_year":[52833],"kji_subject":[7660],"kji_keyword":[7808,8479,8215,8476],"kji_language":[7805],"class_list":["post-815383","kji_decision","type-kji_decision","status-publish","hentry","kji_country-allemagne","kji_court-bundesverfassungsgericht","kji_chamber-2-senat","kji_year-52833","kji_subject-constitutionnel","kji_keyword-beschluss","kji_keyword-bundesverfassungsgericht","kji_keyword-leitsatz","kji_keyword-senat","kji_language-allemand"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.5 (Yoast SEO v27.5) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>Bundesverfassungsgericht, 2. 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